Tante Poldi und die sizilianischen Löwen
 - Mario Giordano - Taschenbuch

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9,99

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Krimis
368 Seiten
ISBN: 978-3-404-17414-0
Ersterscheinung: 15.04.2016

Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

Kriminalroman

(15)

Meerblick. Sonne. Ruhe. Mehr will Poldi nicht, als sie kurz nach ihrem sechzigsten Geburtstag von München nach Sizilien zieht. Aber dann verschwindet Valentino, der Poldi in Haus und Garten ausgeholfen hat, spurlos. Ist er etwa in die Fänge der Mafia geraten? Poldi macht sich auf die Suche – und kreuzt dabei schon bald den Weg des attraktiven Commissario Montana. Der will zwar nicht, dass Poldi ihre Nase in den Fall steckt, aber wenn ein bayerischer Vulkan erst mal ausbricht, ist er kaum zu stoppen ...   

 

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Pressestimmen

„Autor Mario Giordano nimmt mit auf eine unterhaltsame Reise von München nach Italien. Bayerische Mundart trifft Dolce Vita."

Rezensionen aus der Lesejury (15)

Girdin Girdin

Veröffentlicht am 27.02.2017

Belebte Sprache und Dialoge mit Wortwitz

„Tante Poldi und die sizilianischen Löwen“ ist ein turbulenter Kriminalroman aus der Feder von Mario Giordano. Doch zunächst einmal beginnt die Geschichte ziemlich ruhig. Erzählt wird sie von dem fiktiven ... …mehr

„Tante Poldi und die sizilianischen Löwen“ ist ein turbulenter Kriminalroman aus der Feder von Mario Giordano. Doch zunächst einmal beginnt die Geschichte ziemlich ruhig. Erzählt wird sie von dem fiktiven Neffen der Protagonistin Poldi, dessen Stelle in meiner Vorstellung beim Lesen immer vom Autor des Buches eingenommen wurde. Nach Angabe von Mario Giordano trägt der Roman tatsächlich autobiographische Züge, wurde aber zum Vergnügen des Lesers mit entscheidend erheiternden Elementen fiktiv aufgefrischt. Die sizilianischen Löwen im Titel spielen übrigens eine wichtige Rolle im Zuge der Ermittlungen.

Tante Poldi ist kräftig gebaut dabei aber nicht zu groß, trinkt gerne und eher regelmäßig einen über den Durst, trägt ständig eine schwarze Perücke und legt viel Wert auf angemessene Kleidung für jeden Anlass. Die Abbildung auf dem Cover kommt meinem Bild von ihr sehr nahe. Kurz vor ihrem 60. Geburtstag äußert sie den Wunsch, schwermütig wie sie manchmal ist, sich ins Jenseits zu saufen und das mit Meerblick in der Nähe der Familie ihres verstorbenen Ex-Mannes in Sizilien. So packt sie ihre Koffer und reist in Begleitung ihres Neffen zu ihrem Wunschziel. Mit Hilfe der Familie findet sie bald ein passendes Häuschen. Auf den Innenseiten der Klappen finden sich zur besseren Einordnung der Handlungsorte zwei sehr schön gestaltete Karte von Sizilien beziehungsweise von einem Teil der Insel.

Poldis schriftstellernder Neffe besucht sie einmal im Monat und ihm erzählt sie jedes Mal was sich inzwischen ereignet hat. Hin und wieder hilft ihr der junge Valentino. Als dieser eines Tages nicht erscheint, beginnt sie sich Sorgen zu machen. Schließlich begibt sie sich auf die Suche und findet, wie sie es schon geahnt hat, seine Leiche am Meer. Sie hat auch schon eine Vermutung, wer der Täter sein kann, aber ihr fehlen die Beweise. Statt die Aufklärung des Falls dem zuständigen und wie Poldi findet attraktiven Commissario Montana zu überlassen, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln.

Mit Tante Poldi erschafft der Autor einen ganz besonderen Charakter. Ihr Bayrisch, in das sie ungewollt in gewissen Situationen verfällt und in dem sie ihrem Neffen ihre Geschichte erzählt, ist zwar für einen Rheinländer wie mich gewöhnungsbedürftig, aber es gibt der Geschichte eine besondere Note. Hin und wieder bedient Poldi sich unkonventioneller Methoden bei ihren Ermittlungen. Sie ist keine rundum liebenswürdige Figur, wurde mir im Laufe der Erzählung aber immer sympathischer.

Mario Giordano nimmt den Leser mit auf eine Reise nach Sizilien und lässt ihn dort an den Schönheiten der Insel wie auch an den Lebensgewohnheiten der Sizilianer teilhaben. Ein Schreibstil mit belebter Sprache und Dialoge mit Wortwitz machen das Buch zu einem lesenswerten Kriminalroman. Der letzte Satz lässt auf eine Fortsetzung hoffen, bei der man vielleicht auch erfährt, was sich eigentlich in Tansania ereignet hat.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Isaopera Isaopera

Veröffentlicht am 16.01.2017

Unterhaltsam, aber kein Muss

Tante Poldi, die eigentlich Isolde heißt, fegt durch dieses Buch wie ein Wirbelwind und auch mich konnte sie ein bisschen mitreißen.
Poldi ist eine sympathische und unterhaltsame Figur, die einen bayerischen ... …mehr

Tante Poldi, die eigentlich Isolde heißt, fegt durch dieses Buch wie ein Wirbelwind und auch mich konnte sie ein bisschen mitreißen.
Poldi ist eine sympathische und unterhaltsame Figur, die einen bayerischen Dialekt mitbringt. Glücklicherweise ist die Geschichte nicht die ganze Zeit mit diesem Dialekt geschrieben, denn 1. hat Poldi diesen Dialekt im Italienischen wohl nicht und 2. wird die Geschichte eigentlich von Poldis Neffe erzählt. Diesen lernen wir ein bisschen, aber nicht allzu gut kennen - er schreibt einen Roman und hört sich nebenbei die Geschichten seiner Tante an.

Der Kriminalfall an sich ist recht einfach gestrickt: unterhaltsam, interessant, aber nicht umwerfend. Einige interessante Wendungen gibt es in jedem Fall, dennoch habe ich nicht mit riesiger Spannung mitgefiebert.
Die Geschichte selbst hat einen sehr speziellen Erzählstil, an den ich mich erstmal gewöhnen musste. Manchmal grenzt er sogar ein wenig an Slapstick. Insgesamt ist diese Reihe wohl einfach nicht so sehr mein Fall, aber ich würde auch keinem davon abraten.

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Solara300 Solara300

Veröffentlicht am 14.01.2017

Wenn Tante Poldi ermittelt.....



Cover
Das Cover ist ein absoluter Eyecatcher. Allein schon die Frau die ihren Kopf in das Gefährt steckt und links davon sieht man die Verlockungen denen die Tante Poldi erlegen ist. Und alleine schon ... …mehr



Cover
Das Cover ist ein absoluter Eyecatcher. Allein schon die Frau die ihren Kopf in das Gefährt steckt und links davon sieht man die Verlockungen denen die Tante Poldi erlegen ist. Und alleine schon der Titel ist super gemacht! :D



Charaktere
Tante Poldi hat ihren sechzigsten Geburtstag hinter sich und ist nicht nur fesch, sondern weiß was sie will. Aber seit kurzem ist sie weder als Kostümbildnerin gebucht und beschließt sich in ihre Melancholie fallen zu lassen. Und sie hat Spürsinn. Wie würde der sizilianische Onkel Martino sagen. Sie ist unzerstörbar wie ein Panzer... :D


Die sizilianische Verwandtschaft in Form von Teresa, Caterina, Luisa und vielen mehr, die alle um Poldis wohl besorgt sind und einfach zu gut sind.



Schreibstil
Der Autor Mario Giordano hat einen fabelhaften und bildhaften Schreibstil der mich in die Erzählungen um Tante Poldi mitgenommen hat und ich mehr als einmal Lachen musste. Die Tante Poldi ist halt nicht nur super, sondern mit ihren Bayrischen Sprüchen ein Urgestein und hat halt ihren eigenen Kopf.
Sehr gelungen.



Meinung
Wenn Tante Poldi ermittelt.....

Dann geht es rund, aber erstmal von vorne.

Tante Poldi hatte gerade erst ihren sechzigsten Geburtstag gefeiert und ist dem Alkohol und ihrer Schwermut verfallen.

Warum denkt ihr? Nein, es ist nicht ihr Alter, sondern vielmehr das ihre große Liebe Peppe mit der sie verheiratet war gestorben ist und sie vorher nicht nur Dolce Vita erlebt hat mit ihm.

Denn Peppe war ein Fremdgänger. Ud dann hat die Poldi auch noch ihren Job nicht mehr denn sie geliebt hat und zwar Kostümbildnerin.

Jedenfalls bevor sich Tante Poldi also noch ins Koma trinkt beschloss die sizilianische Verwandtschaft das Poldi zu ihnen kommt anstatt in München zu versauern.

Gesagt, getan. Aber zuerst musste ein Haus her. Und das war nicht so leicht zu finden. Aber der gute Onkel Martino hatte einen genialen Plan der zwar komplett nach hinten ging, aber die Poldi ihr Traumhaus fand.

Denn während sich Martino vom Häusersuchen ausruhte, fand Poldi in einer Ruine ihr Glück und in Via Baronessa.

Es war zwar eine Ruine, aber wenn man alles herrichtete war es zauberhaft und Poldi hatte wirklich einen Kennerblick. Alles in allem wäre es ja jetzt perfekt, wenn da das Wörtchen wenn nicht wäre.

Aber dazu kommen wir gleich. Denn Poldi wurde schon ins Herz geschlossen und liebevoll von den Nachbarn Donna Poldina genannt und sie war sehr beliebt und zog noch viele Männerblicke auf sich.

Jedenfalls hatte Poldi noch etwas ihr eigen und zwar ihren Spürsinn.
Warum sie denn braucht? Nun ja, Valentino ist verschwunden und genau der half ihr in Haus und Garten.
Nur wie kann einer einfach so verschwinden? Diese Frage hat sich auch Poldi gestellt und fängt mit den Ermittlungen an und trifft auf Comissario Montana der sie ganz schön durcheinanderwirbelt, denn nicht nur das der Comissario sehr gut aussieht er steht ihr auch mit Rat und Tat zur Seite.

Ein Interessanter Fall kann ich euch sagen und auch der Schweinebraten und die Knödel stelle ich mir LECKER vor.

Ich fand die Geschichte Klasse und sie wurde aus der Sicht des Neffen erzählt, der ja eigentlich einen Monster Roman schreiben wollte, aber zum Glück bei Tante Poldi ist.



Fazit
Tolle Geschichte und ich musste mehr als einmal lachen, denn die Tante Poldi ist zu gut! :D


5 von 5 Sternen

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Eliza Eliza

Veröffentlicht am 09.11.2016

Poldis erster Fall

Ich bin ein Fan von humorvollen Krimihörbüchern, Eberhofer und Kluftinger sind für mich meine Highlights. Bei meiner Recherche stieß ich somit unweigerlich auf „Tante Poldi“ und was soll ich sagen, auch ... …mehr

Ich bin ein Fan von humorvollen Krimihörbüchern, Eberhofer und Kluftinger sind für mich meine Highlights. Bei meiner Recherche stieß ich somit unweigerlich auf „Tante Poldi“ und was soll ich sagen, auch sie hat mich überzeugt und ich hatte viel Spaß beim Hören!
Bei einem Hörbuch ist für mich vor allen Dingen die Stimme des Sprechers entscheidend, kann ich zuhören oder höre ich irgendwann weg. Philipp Moog, von dem ich bisher noch nichts gehört hatte, hat es von Beginn an geschafft, dass ich bei der Stange blieb. Er hat meiner Meinung nach eine sehr facettenreiche Stimme, die er den jeweiligen Personen sehr gut angepasst hat. Hinzu kommt, dass er ein sehr angenehmes Tempo hat, welches mir sehr gefallen hat.
Weiterhin wichtig ist für mich das Flair des Buches welches vermittelt werden soll und wird. Auch dies war bei Tante Poldi einfach genial, man bekommt nicht nur von den Figuren eine gute Vorstellung, sondern auch von Sizilien und des sizilianischen Lebensgefühls. Beschreibungen können bei Hörbüchern oft einschläfernd und langweilig wirken, dies ist hier nicht der Fall. Durch die Art wie Poldi erzählt, kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf.
Den Kriminalfall löst Tante Poldi auf ihre ganz eigene Weise, mit viel Charme, Witz und Hartnäckigkeit. Ich habe sie ins Herz geschlossen und anderen Figuren hätte ich am liebsten „in den Hintern getreten“. Denn auch die Nebenfiguren sind echte Unikate, auf die man sich als Zuhörer gerne einlässt. Der Kriminalfall an sich wird logisch und stringent gelöst, auch wenn der Autor sich einige Finten überlegt hat, um den Leser und Zuhörer in die Irre zu führen.
Bei diesem Hörgenuss bekommt man auf jeden Fall Lust auf einen Urlaub in Sizilien, vielleicht genau das Richtige bei einem trüben Herbst-/Wintertag ;-) Eine klare Hörempfehlung für alle, die auch schon mal gerne zum Hörbuch greifen und auch beim Hören ihren Spaß haben wollen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Gudrun67 Gudrun67

Veröffentlicht am 08.10.2016

Tante Poldi ist bairische Spürnase mit Herz und Verstand

Mario Giordano hat hier im Kriminalroman als Neffe und Erzähler von Tante Poldi fungiert.

Er hat mir mit seinen witzigen und charmanten Anekdoten immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.


Das ... …mehr

Mario Giordano hat hier im Kriminalroman als Neffe und Erzähler von Tante Poldi fungiert.

Er hat mir mit seinen witzigen und charmanten Anekdoten immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.


Das Buch handelt von Tante Poldi, einem bairischen Urgestein, die nach einigen Schicksalsschlägen von Bayern nach Sizilien, in die Nähe ihrer Verwandten, auswandert, um dort ihren Lebensabend zu verbringen.

Der Beginn in Sizilien gestaltet sich auch nicht so einfach, da die temperamentvolle Poldi zwar scharfe Zoten rausdonnern kann, jedoch tief im Herzen ein sensibles Wesen ist.

Da geschieht dann auch noch zu allem Übel ein Mordfall, dem sich Poldi mit vollem Körpereinsatz verschreibt und dabei mit ihrer feinen Spürnase und dank "Kommissar Zufall" dem Mörder Stück für Stück auf die Schliche kommt.

Der zuständige Kommissar Montana schafft es nicht, sie von dem Fall abzuziehen.

Na, und die Liebe mit ihren Tücken kommt bei Poldi auch nicht zu kurz.

Poldi ist ein Stehaufmännchen und schafft es dank ihrer anteilnehmenden Verwandtschaft immer wieder, auf die Beine zu kommen.


Zum einen gelingt es dem Autor, die sizilianische, wie auch die bairische Lebensart mit witzigen, oft heftigen Anekdoten und Zoten liebenswürdig "auf`s Korn zu nehmen"

und zum anderen interessante Hintergrundinformationen über Traditionen, Lebensart, Vorkommnissen aus der Vergangenheit und geologische Hintergründe geschickt in den Kriminalfall zu verstricken.


Mein Fazit: Tante Poldi ist bairische Spürnase mit Herz und Verstand

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Autor

Mario Giordano

Mario Giordano - Autor
© FinePic

Mario Giordano, geboren 1963 in München, studierte Psychologie in Düsseldorf, schreibt Romane, Jugendbücher und Drehbücher (u.a. Tatort, Schimanski, Polizeiruf 110, Das Experiment). Er lebt in Köln.

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