Totentracht
 - Stefan Ummenhofer - PB

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12,90

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Paperback
Krimis
381 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-431-04131-6
Ersterscheinung: 30.08.2019

Totentracht

Ein Schwarzwald-Krimi

(20)

Vom Ku'damm zum Damwild – Marie Kaltenbachs Einstieg als Kommissarin in der Schwarzwälder Heimat beginnt eher mittelprächtig: Auf dem Weg zur Arbeit fährt sie erst mal ein Reh um, und mit ihrem neuen Kollegen Karl-Heinz Winterhalter liegt sie sich schon vor Dienstbeginn in den Haaren. Und dann gibt's direkt einen Mord! Ein Mann in Tracht liegt erdrosselt in einer Gruft – und ausgerechnet Winterhalters Sohn ist beim Geocaching über die Leiche gestolpert. Dass die beiden Hauptkommissare bei der Suche nach dem Mörder versehentlich in einer Ehetherapie landen, macht die Sache auch nicht gerade besser. Denn der Fall, den sie zu lösen haben, führt sie in dunkle Abgründe ...

Rezensionen aus der Lesejury (20)

BettinaForstinger BettinaForstinger

Veröffentlicht am 13.10.2019

Totentracht

Eine Gruppe junger Leuten stolpert beim Geocaching in einer Gruft über die Leiche eines Mannes. Dieser trägt eine sonderbare Tracht und gibt den Ermittlern Rätsel auf. Das Ermittlungsteam besteht aus ... …mehr

Eine Gruppe junger Leuten stolpert beim Geocaching in einer Gruft über die Leiche eines Mannes. Dieser trägt eine sonderbare Tracht und gibt den Ermittlern Rätsel auf. Das Ermittlungsteam besteht aus Karl-Heinz Winterhalter, Kommissar, Bauer und Jäger und aus Marie Kaltenbach. Marie hat sich aus Berlin in ihre Heimat versetzen lassen, da es in ihrer alten Dienststelle zu einem peinlichen Zwischenfall gekommen ist. Nun hofft sie hier Fuß fassen zu können. Da hat sie aber leider die Rechnung ohne Karl-Heinz gemacht, denn der hat es bereits auf die neue Kollegin abgesehen und sieht auch nicht ein sich seinen Posten streitig machen zu lassen. Dementsprechend unfreundlich und unmöglich benimmt er sich Marie gegenüber. Die Beiden garten während der Ermittlungen an viele skurrile Personen und an alten Schulkollegen von Marie.

Die Ermittlungen sind relativ schwierig und umfangreich, erschwerend hinzukommen noch die Eheprobleme von Karl-Heinz, Marie's Ex-Freund und ihr neuer Verehrer. Dennoch geben sie alles um den Mörder zu fassen.

Cover sowie Klappentext versprechen einen witzigen und unterhaltsamen Kriminalroman. Ich hatte jedoch leider meine Probleme beim Lesen. Marie als Protagonistin war in Ordnung, aber Karl-Heinz ging mehr schwer auf die Nerven. Ich fand ihn einfach nur unmöglich und unausstehlich. Dieser Zustand wurde erst besser als die Beiden sich besser verstanden haben, aber das hat leider viel zu lange gedauert. Oftmals musste ich die Stellen mit Dialekt mehrmals lesen bis ich den Sinn dahinter verstanden habe.

Der Humor im Buch konnte mich leider auch nicht abholen. Einzig der Fall und die Auflösung haben mir gut gefallen. Täter sowie Motiv waren für mich stimmig.

Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen.

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carmensbuecherkabinett carmensbuecherkabinett

Veröffentlicht am 13.10.2019

Der Schwarzwald und seine Trachten

Marie Kaltenbachs Einstieg als Kommissarin in ihrer Heimat beginnt er holprig. Nicht nur, dass sie bei einem Verkehrsunfall, bei dem ein Reh zu Schaden kam, eine unangenehme Begegnung mit einem Waldschrat ... …mehr

Marie Kaltenbachs Einstieg als Kommissarin in ihrer Heimat beginnt er holprig. Nicht nur, dass sie bei einem Verkehrsunfall, bei dem ein Reh zu Schaden kam, eine unangenehme Begegnung mit einem Waldschrat hatte, auch stellt sich dieser Waldschrat im Nachgang als ihr Kollege Karl-Heinz Winterhalter heraus.

Dass die Beziehung zwischen den beiden von Anfang an mehr als angespannt ist, liegt auf der Hand. Dennoch müssen die beiden als Team funktionieren, immerhin gibt es gleich einen Toten. Ein Mann wurde in Frauentracht ermordet in einer Gruft aufgefunden. Wer ist der Tote und warum trägt er diese seltsame Tracht?

Winterhalter trifft diese Tat in einer anderen Weise. Sein Sohn ist einer der jungen Leute, die den Toten gefunden haben. Und damit nicht genug, auch daheim hängt scheinbar der Haussegen recht schief. Winterhalter weiß nicht wirklich, wo er zuerst tätig werden muss …

Für mich war es das erste Buch mit Karl-Heinz Winterhalter und Marie Kaltenbach. Dennoch fand ich schnell den Einstieg und mich auch gleich zurecht. Die örtlichen Gegebenheiten sind mir aus diversen Urlauben bekannt und so konnte ich den beiden Kommissaren sehr gut über die Schulter blicken und ihre Wege durch den schönen Schwarzwald verfolgen.

Marie war mir auf der einen Seite sympathisch, verwirrte mich aber auch so manches Mal mit ihren Reaktionen und Einstellungen. So ist sie zum einen eine überzeugte Vegetarierin, hat aber kein Problem damit, auch mal Fleisch zu essen.

Der Krimi ist spannend geschrieben und hat ein schönes Tempo. Zeitgleich wird man als Leser auch sehr schön durch Situationskomik unterhalten. Vor allem, als Winterhalter aus Versehen in eine Eheberatungstherapie hineinplatz und sich daraus weitere Verwechslungen ergeben.

Als Leserin habe ich zum einen ermittelt, mir aber auch manchmal vor Lachen den Bauch gehalten. Es ist ein schöner Krimi, der unblutig daherkommt, dafür unterhält und einen natürlich auch fordert.

Fazit:
Auch wenn ich die Reihe bisher noch nicht kannte und dieses Buch für mich einen Quereinstieg darstellte, kann ich sagen, dass ich nicht nur sehr gut damit zurechtkam, sondern beim Lesen auch eine Menge Spaß, Unterhaltung und Spannung hatte.

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Bibliomarie Bibliomarie

Veröffentlicht am 02.10.2019

Schätzles Schatz

Nach einem privaten und beruflichen Reinfall beschließt Marie Kaltenbach sich vom turbulenten Berlin wieder zurück in ihre Heimat Schwarzwald versetzen zu lassen. Aber schon der Dienstbeginn steht unter ... …mehr

Nach einem privaten und beruflichen Reinfall beschließt Marie Kaltenbach sich vom turbulenten Berlin wieder zurück in ihre Heimat Schwarzwald versetzen zu lassen. Aber schon der Dienstbeginn steht unter keinem guten Stern, ihr passiert ein Wildunfall und der grobschlächtige Bauer, der als erster am Unfallort ist, stellt sich nur wenige Zeit später als der Kollege Winterhalder heraus. Zwei Kollegen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, müssen nun an einem Strang ziehen. Denn der erste Fall lässt nicht lange auf sich warten.

Geocacher haben in einer Gruft die Leiche eines Mannes gefunden, der in Schwarzwälder Tracht samt Schäpel gesteckt wurde. Da Winterhalders Sohn zu den Geocachern gehört, ist klar, dass er gleich „Bapa“ anruft.

Der Tote handelte mit „Antiquitäten“, aber was in seinem Laden zu finden ist, ist eher ein buntes Sammelsurium. Hat der Tod wirklich etwas mit dem geheimnisvollen verschollenen Wartenberger Schatz zu tun?

Winterhalder, im Nebenerwerb tatsächlich noch Bauer und Freund von Selbstgeschlachtetem kommt immer ein wenig derb und ungeschlacht daher. Kaltenbach dagegen ist Veganerin und aus Berlin ganz andere Dinge als ein gleichgeschlechtliches Ehepaar gewöhnt. Da stoßen zwei Weltbilder aufeinander, was natürlich auch zu vielen saukomischen Szenen führt, die das Autorenteam auch genüsslich zelebrieren.

Winterhalders ungeschickte Kommunikation führt auch daheim beim trauten Eheglück zu Problemen, an denen Marie Kaltenbach nicht ganz unschuldig ist.

Schon das Titelbild verspricht einen Regionalkrimi, bei dem der Humor und Witz an erster Stelle stehen. So tritt auch der eigentliche Mordfall schon mal in den Hintergrund. Aber trotzdem bleibt die Suche nach dem Täter spannend und nimmt auch im letzten Teil des Buchs wieder richtig an Fahrt auf. Gelungen fand ich die Mischung von Humor und Regionalität mit der Kirmihandlung. Das Timing der Gags und der witzigen, teils ins Absurde tendierenden Dialoge – ich denke da an die Befragung des Fürsten – passt punktgenau und man merkt den Spaß den die Autoren damit hatten.

Ich lese gerne Regionlkrimis mit Dialekteinsprengseln und bin hier auf meine Kosten gekommen. Mir hat das Buch richtig Spaß gemacht und ich freue mich schon auf weitere Bände und die weitere Zusammenarbeit von Winterhalder und Kaltenbach.

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Beutelsend Beutelsend

Veröffentlicht am 01.10.2019

Hallo Fernweh

Ein idyllischer Schlosspark im Hochschwarzwald und mitten drin eine Leiche - so ein Fund hätte sicher jeden überrascht und auch in diesem Buch ist es nicht anders. Dass jedoch einer der Finder ausgerechnet ... …mehr

Ein idyllischer Schlosspark im Hochschwarzwald und mitten drin eine Leiche - so ein Fund hätte sicher jeden überrascht und auch in diesem Buch ist es nicht anders. Dass jedoch einer der Finder ausgerechnet der Sohn des Hauptermittlers Karl-Heinz Winterhalter ist, macht die Sache umso interessanter. Der hat außerdem gerade eine neue Kollegin, Marie Kaltenbach aus Berlin, vor die Nase gesetzt bekommen und so ist der neue Roman von Alexander Rieckhoff und Stefan Ummenhofer nicht nur spannend, sondern auch spannungsvoll. Während die Ermittlung vor sich hinschleicht überschlagen sich die Privatleben der beiden Hauptcharaktere und lassen den Leser mal amüsiert, mal verzweifelt zurück.

„Totentracht“ ist, in meinen Augen, ein perfektes Beispiel des „cozy crime“. Das fängt bereits bei den sympathischen Hauptcharakteren an, die trotz ihrer Widersprüche (oder gerade deshalb) die Leser für sich gewinnen. Dann ist da auch noch der Humor, der selbst denjenigen, die zum Lachen normalerweise in den Keller gehen, immer wieder ein Schmunzeln oder Kichern entlockt. Und natürlich dürfen auch die Landschaftsbeschreibungen nicht vergessen werden, die im Leser sofort das Fernweh wecken. Das Buch ist perfekt für einen gemütlichen Herbstnachmittag auf dem Sofa mit einer Tasse Tee, aber auch für jede andere Form des Lesenachmittags. Nicht zu empfehlen ist es für kurze Bahnfahrten oder fürs „Zwischendurchlesen“, da es zwischendurch so spannend wird, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.

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andythias andythias

Veröffentlicht am 30.09.2019

Unterhaltung mit Lokalkolorit

Der Schwarzwaldkrimi "Totentracht" ist der Auftakt des Autorenduos Alexander Rieckhoff und Stefan Ummenhofer zu einer neuen Reihe.

Zur Handlung:
Kommissarin Marie Kaltenbach kommt, nachdem sie beruflich ... …mehr

Der Schwarzwaldkrimi "Totentracht" ist der Auftakt des Autorenduos Alexander Rieckhoff und Stefan Ummenhofer zu einer neuen Reihe.

Zur Handlung:
Kommissarin Marie Kaltenbach kommt, nachdem sie beruflich wie privat in der Hauptstadt Berlin gescheitert ist, wieder zurück in ihre Heimat. Doch auch dort ist ihr beruflicher Einstieg eine Katastrophe: den neuen Partner Karl-Heinz Winterhalter lernt sie kennen, als sie ein Reh mit dem Auto erlegt. Dann findet auch noch ausgerechnet der Sohn Winterhalters eine Leiche, die sich als ehemaliger Schulkamerad von Marie entpuppt. Und auch die Reihe der Verdächtigen findet sich in den alten Fotoalben der Kommissarin wieder...

Mein Fazit:
Zunächst konnte ich mich mit den vielen Zufällen der gegenseitigen Bekanntheiten und Abhängigkeiten nur sehr schwer anfreunden, doch den Autoren ist es wunderbar gelungen, die engen Verbindungen als typisches Merkmal der ländlichen Ermittlungsumgebung zu nutzen. Die Charaktere sind ganz wunderbar gewählt. Durch ihre großen Gegensätze, aber auch erstaunliche Gemeinsamkeiten vorallem was die Schwierigkeiten in den Beziehungen zum anderen Geschlecht angeht, bekommt die Handlung nicht nur immer wieder neue Aspekte. Irrungen und Wirrungen lassen den Leser immer wieder herzlich lachen.
Dadurch, dass die Autoren sich in ihrer Erzählung nicht nur auf die Hauptermittler Kaltenbach und Winterhalter konzentrieren, sondern auch eine Menge Nebenfiguren anlegen, ist auch gleich ein guter Grundstein für weitere Schwarzwaldkrimis gelegt. Ich jedenfalls fiebere dem nächsten Buch von Alexander Rieckhoff und Stefan Ummenhofer entgegen.

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