Totwasser
 - Julia Hofelich - Taschenbuch

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Krimis
318 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17800-1
Ersterscheinung: 21.12.2018

Totwasser

Kriminalroman

(47)

Gleich die erste Mandantin ihrer neugegründeten Kanzlei stellt die Anwältin Linn Geller vor gewaltige Probleme: Grace Riccardi ist wild entschlossen, den Mord an ihrem Ehemann zu gestehen – ein gefundenes Fressen für den Staatsanwalt. Linn findet jedoch bei genauerem Hinsehen Hinweise auf die Unschuld ihrer Mandantin. Aber warum sollte eine Unschuldige freiwillig ins Gefängnis gehen? Oder ist Grace Riccardi doch die Mörderin? Linn beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, nicht ahnend, wie nahe sie dem Bösen kommen wird und dass sie selber von der Jägerin zur Gejagten wird …

Rezensionen aus der Lesejury (47)

Janesway Janesway

Veröffentlicht am 26.01.2020

Rechtsanwältin Geller ermittelt

Strafrechtsanwältin Linn Geller eröffnet mit einem Freund zusammen eine neue Kanzlei und holt direkt einen medienwirksamen, „fetten Fisch“ an die Angel. Ihre Mandantin Grace Riccardi soll ihren Ehemann, ... …mehr

Strafrechtsanwältin Linn Geller eröffnet mit einem Freund zusammen eine neue Kanzlei und holt direkt einen medienwirksamen, „fetten Fisch“ an die Angel. Ihre Mandantin Grace Riccardi soll ihren Ehemann, einen berühmten Schauspieler, umgebracht haben. Linn glaubt an ihre Unschuld, doch warum ist ihre Mandantin bereit, einen Mord zu gestehen, den sie nicht begangen hat? Die Ermittlungen führen Linn nach England und ins Fadenkreuz des Mörders.

Die Figur Linn Geller, die sich nach einem einschneidenden Unfall noch immer zurück in ihr Leben kämpft, kommt sehr sympathisch und glaubhaft rüber. Dass die Autorin selber Anwältin ist, führt zu Authentizität bis ins Detail, etwa den Bestandteilen des Arbeitsalltags eines Rechtsanwalt, zum Beispiel dem Überfliegen eines Fristenbuches. Zusammen mit Linn Geller geht man jeder Spur nach, rätselt mit ihr mit und ist dabei, wenn sie zusätzlich durch negative Entwicklungen in ihrem Alltag eingeholt wird (that’s life!). Auch eine kleine Tändelei, unaufdringlich und ebenfalls problembehaftet, findet ihren Platz im Roman und fügt ihm mit einer wunderschönen Auflösung am Ende eine weitere gelungene Note hinzu. Die Spannung wird durch das ständige Gefühl, beobachtet zu werden, hochgehalten. Das Finale kommt unerwartet und bringt extra Nervenkitzel. Das Motiv des Täters, hat mir persönlich zwar nicht gefallen, war aber in sich nachvollziehbar.

Die Geschichte liest sich sehr flüssig. Die Anteile in England bereichern den Roman enorm. Alte Mythologien und bereits frühere Kriminalfälle beschäftigen Linn Geller dort. Die direkte Rede wird meist mit einer englischen Floskel begonnen, manchmal auch beendet, was sehr stimmungsvoll ist und dem Einfühlen in die Erzählung stark zu Gute kommt. Die Charaktere kommen realistisch beim Leser an und besonders Linns Kollegen Götz schließt man wie sie gerne ins Herz.

Mittlerweile geht die Geschichte um Linn Geller mit „Nebeljagd“ in die zweite Runde. Nach dem ersten Band kann man sich eigentlich eine lange Buchreihe zur Protagonistin vorstellen. Angeblich soll es nach den beiden Bänden allerdings keine Fortsetzung mehr geben. Julia Hofelich äußerte, dass sie auch gerne mal einen romantischen Roman schreiben wolle. Bleibt zu hoffen, dass sie nach dem Genrewechsel vielleicht zu ihren Ursprüngen zurückkehrt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Petra_Sch Petra_Sch

Veröffentlicht am 15.01.2020

Auftakt einer tollen authentischen Krimireihe

*Kurz zum Inhalt:*
Die Rechtsanwältin Linn Geller hat mit ihrem Kollegen Götz Nowak eine neue Kanzlei in Stuttgart gegründet.
Ihre erste Mandantin stellt sie gleich vor eine große Herausforderung: das ... …mehr

*Kurz zum Inhalt:*
Die Rechtsanwältin Linn Geller hat mit ihrem Kollegen Götz Nowak eine neue Kanzlei in Stuttgart gegründet.
Ihre erste Mandantin stellt sie gleich vor eine große Herausforderung: das Model Grace Riccardi ist fest entschlossen, den Mord an ihrem Ehemann Nico Benten, einem berühmten Serien-Darsteller, zu gestehen.
Doch Linn entdeckt Ungereimtheiten und zweifelt an deren Aussage. Sie ist der festen Überzeugung, dass Grace ihren Mann nicht getötet hat. Doch warum sollte sie dann unschuldig ins Gefängnis gehen wollen?
Linn beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, wobei sie ihre Recherchen auch nach England führen. Und sie kommt dabei dem Täter näher als geahnt, und wird bald von der Jägerin zur Gejagten...


*Meine Meinung:*
"Totwasser" ist der spannende Auftakt einer Reihe um die Anwältin Linn Geller.
Alle Charaktere sind detailliert ausgearbeitet, mit eigenen Charakterzügen und Ecken und Kanten. Linn ist eine äußerst sympathische und authentische Frau, in die man sich hineinversetzen kann. Auch ihr innerer Zwist ist gut dargestellt - einerseits möchte sie den Wünschen ihrer Mandantin nachkommen, andererseits kann sie es mit ihrem (juristischen) Gewissen nicht vereinbaren, dass eine aus ihrer Sicht unschuldige Frau hinter Gitter kommt. Deshalb ermittelt sie mit einer Vehemenz und verbeißt sich in den Fall.
Die Geschichte hat eine tolle Dynamik; die Szenen sind spannend, man kann toll mit Linn mitermitteln (und rätseln) und immer wieder tauchen neue Spuren auf, die einen den Täter überdenken lassen.
Die Story ist authentisch, realitätsnah und lebendig. Sehr gut haben mir hierbei auch die Darstellung der finanziellen Probleme gefallen, und wie Linn kämpfen muss, um sich und ihre Kanzlei, die ja noch in den Babyschuhen steckt, finanziell über Wasser halten zu können.
Die Freundschaft zwischen Linn und ihrem neuen Kanzleipartner Götz sowie das Knistern zwischen ihr und Marc Harris, ihrem englischen Kollegen, ist packend dargestellt.

Julia Hofelich schafft es wie kaum ein/e andere/r Autor/in, die Figuren lebendig werden zu lassen. Und was mir besonders gut gefällt und ich erst selten erlebt habe: wie lebensecht und glaubhaft nicht nur die Personen, sondern v.a. auch die Fälle sind! Direkt aus dem Leben gegriffen mit echten Gefühlen und nachvollziehbaren Taten und Handlungen (und nicht irgendein abstruses Konstrukt für die Motive des Täters...).


*Fazit:*
Gelungener und spannender Auftakt der Reihe um die Rechtsanwältin Linn Geller, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Der authentische Fall hat mich 100% überzeugt und ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Bembelchen Bembelchen

Veröffentlicht am 12.01.2020

Spannung bis zur letzten Seite

Linn Geller und Partner Götz haben ihre erste eigene Kanzlei gerade bezogen, die Renovierungen sind noch in vollem Gange- da flattert auch schon das erste große Mandat ins Haus:
Linn soll das Model Grace ... …mehr

Linn Geller und Partner Götz haben ihre erste eigene Kanzlei gerade bezogen, die Renovierungen sind noch in vollem Gange- da flattert auch schon das erste große Mandat ins Haus:
Linn soll das Model Grace Riccardi als Pflichtverteidigerin vertreten, die entschlossen ist, den Mord an ihrem Ehemann Nico Benten, einem berühmten Schauspieler, zu gestehen.
Bei der Recherche, die Linn auch nach England führt, kommen schnell Zweifel auf. Ist Grace Riccardi dabei, einen Mord zu gestehen, den sie nicht begangen hat? Oder führt sie alle hinters Licht? Und warum will ihr Partner Götz die gemeinschaftliche Kanzlei mit Linn nach ein paar Wochen schon wieder aufgeben?

Mir hat „Totwasser“ sehr gut gefallen, ich habe es allerdings nach dem 2. Roman gelesen, das empfand ich aber nicht weiter als schlimm.

Einige Dinge haben wir ausgesprochen gut gefallen:
👉🏻Linn ist so ein sympathischer Charakter, sie wirkt total echt, mit realen Ängsten und Gefühlen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe mich oft auch wieder erkannt 😉
👉🏻Dass der Krimi in England und Stuttgart spielt fand ich toll! Auch der Kollege Harris ist sehr sympathisch und wirkt total echt auf mich. Ich weiß ja, wie die Bekanntschaft der beiden weitergeht, will aber nicht zu viel verraten! Aber es ist stellenweise schon emotional!
👉🏻Toller Spannungsaufbau! Julia Hofelich kommt auf den Punkt! Alle Szenen haben die richtige Länge für meinen Geschmack, es ist nichts künstlich aufgebläht oder zu übertrieben dargestellt. Ich mag es, wenn Handlungen realistisch sind und nicht zu weit hergeholt.
👉🏻Es bleibt spannend bis zur letzten Seite! Es war er nicht sofort erkennbar, was in den Gall gelaufen ist und wer hier wen umgebracht hat.

Ich mochte auch das Cover. Das einzige was ich mir gewünscht hätte wären evtl. noch ein paar mehr Einblicke in die Schulzeit von Benten, einfach weil ich diesen Teil so interessant fand.

Ich hoffe sehr, dass Linn noch einige weitere Fälle zu lösen bekommen wird und freue mich auf weitere Bücher!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Krimine Krimine

Veröffentlicht am 07.10.2019

Ein gelungenes Krimidebüt, das ausreichend Platz für eigene Spekulationen lässt

Der bekannte Serienschauspieler Nico Benton wird von einer Klippe gestürzt, während seine Frau Grace Riccardi den Mord reumütig gesteht. Und obwohl seine Leiche nicht gefunden wird, stimmen die am Tatort ... …mehr

Der bekannte Serienschauspieler Nico Benton wird von einer Klippe gestürzt, während seine Frau Grace Riccardi den Mord reumütig gesteht. Und obwohl seine Leiche nicht gefunden wird, stimmen die am Tatort vorhandenen Spuren mit den Aussagen der in Haft befindlichen Ehefrau überein. Ein Verbrechen, das für ausreichend Schlagzeilen in den Zeitungen sorgt und auf ein enormes Interesse bei den Fernsehzuschauern stößt. Deshalb wundert es auch die Anwältin Linn Geller sehr, dass sie das Pflichtmandat übertragen bekommt, obwohl sie ihre kleine Kanzlei erst vor Kurzem gegründet hat. In der Hoffnung, durch den lukrativen Fall solvent zu werden, nimmt sie den Auftrag an und stellt bald fest, dass mit dem freimütigen Geständnis der Ehefrau etwas ganz und gar nicht stimmt.

„Totwasser“ ist der Debütkrimi der einst selbst als Juristin arbeitenden Julia Hofelich, die mit Linn Geller eine Berufskollegin ins Rennen schickt, die von einem Unfall schwer gezeichnet ist. Doch anstatt im Selbstmitleid zu versinken, und auf die Trümmer einer erfolgversprechenden Karriere zu schauen, rappelt sich die toghe Juristin wieder auf und versucht, ohne Unterstützung eines namhaften Anwaltsbüros erfolgreich zu sein. Vor allem darum kommt ihr der medienträchtige Fall um den Tod eines von seinen Fans vergötterten Schauspielers gerade recht. Mit Feuereifer stürzt sie sich in die Recherchen hinein und merkt lange Zeit nicht, dass sie zum Spielball einer Intrige geworden ist. Denn nicht nur sie, auch ihr Partner Götz ist vor Fehlern nicht gefeit und schon bald befindet sich die engagierte Anwältin mitsamt ihrer Kanzlei in großer Gefahr.

Angenehm wendungsreich, mit interessanten Verstrickungen und geschickt erdachten Täuschungen präsentiert sich der in Stuttgart spielende Kriminalroman und sorgt dafür, dass der Leser einige Stunden lang an die Handlung gefesselt wird. So versucht er, genau wie die Anwältin Linn, ein mörderisches Komplott zu durchschauen, das clever erdacht worden ist und seine Widersacher immer wieder auf eine falsche Fährte führt. Aber nicht nur die vielen Spuren, die verfolgt und beurteilt werden müssen, ziehen ihn tief in das undurchsichtige Geschehen hinein. Auch die Figuren präsentieren sich wunderbar lebensecht und sind weit entfernt davon, perfekt zu sein. Neben knackigen Dialogen und interessanten Wendungen gibt es auch eine kleine Lovestory dazu und ein Ende, das in dieser Art und Weise nicht vorherzusehen ist. Nur der Spannungsbogen weist ab und an einige Flauten auf, zieht aber zum Ende hin wieder ordentlich an.

Fazit:
Ein gelungenes Krimidebüt, das ausreichend Platz für eigene Spekulationen lässt und die Hoffnung auf weitere spannende Fälle mit der Stuttgarter Anwältin Linn Geller nährt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Eburiden Eburiden

Veröffentlicht am 29.09.2019

Nervenkitzel

Nachdem mich das Krimi-Fieber gepackt hatte und ich einen derben Reinfall durch unauthentische Geschichten erlitten hatte, war ich auf der Suche nach etwas realistischem und bin auf Totwasser gestoßen.

Es ... …mehr

Nachdem mich das Krimi-Fieber gepackt hatte und ich einen derben Reinfall durch unauthentische Geschichten erlitten hatte, war ich auf der Suche nach etwas realistischem und bin auf Totwasser gestoßen.

Es geht um eine Anwältin, die ermittelt. Die Autorin hat selbst Jura studiert. Gute Voraussetzungen also. Ich habe mir eine Leseprobe heruntergeladen und war sofort gefesselt. Ich musste nicht lange überlegen und habe mir das eBook gekauft. Innerhalb von kurzer Zeit hatte ich die 318 Seiten verschlungen.

Hier meine Bewertung:
Der Plot ist spannend und 2 interessante, unübertriebene Wendungen.
Es wird immer wieder Spannung auf psychischer Ebene aufgebaut, weil man durch den Einstieg ins Buch als Leser weiß, dass die Hauptheldin sich eben nicht alles nur einbildet, wie sie denkt.
Die Heldin befasst sich gefühlt viel mit ihrem Aussehen - noch nicht so viel, dass es nervt, aber gäbe es nicht diese tolle Botschaft am Schluss, hätte ich es bestimmt noch als nervig empfunden.
Ich hatte Angst, dass es sich bei der Hauptheldin um eine pseudo-taffe Frau handeln könnte, die ihre Stärke verliert, sobald Romantik/ein Typ ins Spiel kommt (leider kommt sowas in vielen Romanen und Filmen ja immer wieder vor), aber diese Angst war umsonst. Hier muss ich die Autorin wirklich loben, dass die Heldin konsequent geblieben ist. Stark!
Ein großer Teil der Story spielt in Cornwall, also kommen auch Englisch sprechende Charaktere vor. Als Sprachenbegeisterter fand ich es großartig und authentisch, dass englischer Text in den Dialogen vorkam. Nur einfache Texte und so wenig, dass man es auch ohne große Englischkenntnisse versteht, aber es hat mir geholfen, mich noch mehr auf die Story und das Setting einzulassen.
Die TV-Serie, in der das Opfer mitgespielt hatte, wirkt plakativ und kitschig - das wird aber nicht einfach so stehen gelassen, sondern mithilfe eines wichtigen Charakters selbst aufs Korn genommen, klasse!

Der Erzählstil ist zwar flüssig, aber gleichzeitig abwechslungsreich, was ich als interessant und angenehm empfand.

Ich finde es jetzt schon schade, dass es eine Reihe aus nur 2 Bänden sein soll. Den 2. Band, der im Dezember erscheint, habe ich sofort vorbestellt, als ich mit Band 1 durch war. In dieser Reihe steckt wirklich Potenzial!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Julia Hofelich

Julia Hofelich - Autor
© © Herb Allgaier

Julia Hofelich studierte zunächst Germanistik und Komparatistik, bevor sie zu Jura wechselte. Nach ihrem Referendariat arbeitete sie als Rechtsanwältin und absolvierte ein Fernstudium zur Drehbuchautorin. Für ihre Kurzgeschichte „Opfer“ wurde sie für den renommierten GLAUSER nominiert. Julia Hofelich ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Mehr erfahren
Alle Verlage