Verborgen im Gletscher
 - Arnaldur Indriðason - Hardcover

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22,90

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Hardcover
Krimis
365 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7857-2657-0
Ersterscheinung: 31.10.2019

Verborgen im Gletscher

Island Krimi
Band 1 der Reihe "Kommissar Konrad"
Übersetzt von Anika Wolff

(42)

In den Tiefen des Langjökull-Gletschers wird die Leiche eines seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmanns entdeckt. Damals wurde die Suche nach ihm eingestellt. Zwar war ein Kollege des Mannes des Mordes verdächtigt worden, aber die Beweise fehlten. Kommissar Konráð blieb jedoch stets von dessen Schuld überzeugt. Inzwischen ist Konráð pensioniert, aber der Fund des Vermissten lässt die Erinnerungen wieder wach werden. Und Konráð beschließt, den Fall noch einmal aufzurollen. Mit dramatischen Folgen ...

Pressestimmen

„Die Ermittlungen auf der Insel sorgen für Gänsehaut und gleichzeitig dafür, dass man sofort den Urlaub dort buchen will. Von der ersten bis zur letzten Seite steckt Spannung in diesem Buch!“

Rezensionen aus der Lesejury (42)

kristall kristall

Veröffentlicht am 17.11.2019

Gänsehaut

Als ein Gletscher die Leiche eines seit Jahren vermissten Geschäftsmannes frei gibt, lässt der damalige Ermittler den Fall neu aufrollen mit ungeahnten Folgen. Ich fand das Buch von den ersten Seiten an ... …mehr

Als ein Gletscher die Leiche eines seit Jahren vermissten Geschäftsmannes frei gibt, lässt der damalige Ermittler den Fall neu aufrollen mit ungeahnten Folgen. Ich fand das Buch von den ersten Seiten an sehr spannend. Durch den angenehmen Schreibstil ist man gleich hautnah dabei und kann das Buch schon bald gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung kann bis zum Ende hin erhalten bleiben und es gibt zahlreiche überraschende Wendungen, die das Lesen noch spannender machen. Ein sehr empfehlenswertes Buch!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

SuHaJa SuHaJa

Veröffentlicht am 17.11.2019

Eisiger Islandkrimi

Dies war mein erstes Buch von Arnaldur Indridason und mein erster Islandkrimi.
Das Cover entspricht meiner Vorstellung von diesem Land sehr gut und wirkt mystisch und geheimnisvoll.
Eine Gruppe von Touristen ... …mehr

Dies war mein erstes Buch von Arnaldur Indridason und mein erster Islandkrimi.
Das Cover entspricht meiner Vorstellung von diesem Land sehr gut und wirkt mystisch und geheimnisvoll.
Eine Gruppe von Touristen findet auf einem schmelzenden Gletscher die Leiche eines vor 30 Jahren verschwundenen Geschäftsmannes. Der seinerzeit mit dem Fall betraute und inzwischen pensionierte Polizist Konrad wird über den Leichenfund informiert. Und obwohl er bereits im Ruhestand ist, wird er vom damaligen Hauptverdächtigen wieder in die Ermittlungen hineingezogen. Anfängliche Bedenken, aber auch die Frage wer war es und wieso wurde der Geschäftsmann Sigurin tatsächlich ermordet, lassen ihm keine Ruhe und so fängt er auf eigene Faust zu ermitteln an. Konrad ist die tragende Figur dieses Krimis. Es ist ein leiser Krimi dessen Spannung sich hauptsächlich durch die immer wieder neuen Informationen zum Fall aufkommt. Die Akteure sind Menschen wie du und ich, ihre Sprache ist echt und realistisch und der Schreibstil sehr angenehm und lesenswert. Es wird hier aber auch auf Missstände in der Gesellschaft deutlich hingewiesen wie z.B. Vorverurteilung und Alkoholmissbrauch. Der Fall lebt von der Erfahrung von Konrad und dem Vertrauen seiner Mitmenschen in seine Fähigkeiten und gerade das er nicht als Mensch ohne Fehler dargestellt wird macht ihn so sympathisch. Neben der eigentlichen Handlung erfährt man viel von Land und Leuten und kann so die Vorgehensweise der Akteure besser verstehen.
Der Fall bleibt lange undurchschaubar, wird aber verständlich und befriedigend aufgeklärt.
Der Autor hat eine klare Schreibweise die mir sehr gut gefällt, er stellt Personen in den Fokus mit denen man mitfühlen und mitleiden kann, sehr realistisch und aussagefähig.
Fazit: Verborgen im Gletscher ist ein ruhiger, langsam Spannung aufbauender Krimi der alle Seiten einer Mordermittlung beinhaltet. Absolut lesenswert.

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wolkenschloss wolkenschloss

Veröffentlicht am 16.11.2019

Toller Island-Krimi!

In „Verborgen im Gletscher“ von Arnaldur Indridason geht es nun um Kommissar Konráð, der zwar schon pensioniert ist und eigentlich keine Lust mehr hat auf die Arbeit, aber ein alter Fall lässt ihn dann ... …mehr

In „Verborgen im Gletscher“ von Arnaldur Indridason geht es nun um Kommissar Konráð, der zwar schon pensioniert ist und eigentlich keine Lust mehr hat auf die Arbeit, aber ein alter Fall lässt ihn dann doch nicht mehr los und er fängt wieder an zu ermitteln. Denn in den Tiefen eines Gletschers wird eine Leiche gefunden, dabei handelt es sich um einen seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmann. Damals hatte man die Suche nach ihm eingestellt und einen Kollegen des Mordes verdächtigt, jedoch keine schlagkräftigen Beweise gefunden. Kommissar Konráð jedoch war von seiner Schuld überzeugt, ist es immer noch und sucht nun nach neuen Beweisen und rollt den Fall nochmal neu auf.
Wieder einmal gelingt es dem Autor Arnaldur Indridason ganz hervorragend Stimmungen einzufangen und Begebenheiten zu beschreiben. Er beleuchtet Probleme wie Alkohol- und Drogenmissbrauch (wie das auch schon regelmäßig Thema in der Erlendur-Reihe war) und hat wieder ganz tolle Figuren und Situationen geschaffen. Außerdem bringt er das Gefühl in Island zu sein jedes Mal wieder gut rüber. Das beginnt dabei, dass sich alle authentisch duzen und hört auf bei den Beschreibungen der Landschaften, die sofort wieder nach dem nächsten Island-Urlaub rufen. Außerdem finde ich toll, dass die Personen immer alle tolle isländische Namen haben und man jedes Mal etwas von Land und Geschichte in den Büchern besser kennenlernt! Wieder mal ein gelungener Island-Krimi!

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brenda_wolf brenda_wolf

Veröffentlicht am 19.11.2019

Eisige Geheimnisse

Inhalt:
In den Tiefen des Langjökull-Gletschers wird die Leiche eines seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmanns entdeckt. Damals wurde die Suche nach ihm eingestellt. Zwar war ein Kollege des Mannes des ... …mehr

Inhalt:
In den Tiefen des Langjökull-Gletschers wird die Leiche eines seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmanns entdeckt. Damals wurde die Suche nach ihm eingestellt. Zwar war ein Kollege des Mannes des Mordes verdächtigt worden, aber die Beweise fehlten. Kommissar Konráð blieb jedoch stets von dessen Schuld überzeugt. Inzwischen ist Konráð pensioniert, aber der Fund des Vermissten lässt die Erinnerungen wieder wach werden. Und Konráð beschließt, den Fall noch einmal aufzurollen. Mit dramatischen Folgen ...

Meine Meinung:
Nahezu 30 Jahre schlummerte die Leiche Sigurvins im Gletscher. Der Hauptverdächtige Hjaltaltin hat die Tat bis zu seinem Lebensende bestritten. Nur Konráð schien ihm zu glauben. Dieser Verdacht hat sein Leben überschattet und deshalb bittet der sterbende Hjaltaltin den pensionierten Konráð, wenn der den wirklichen Täter fasst „… lass es ihn spüren“.

Interessant ist auch Konráds Hintergrund, seine Vergangenheit und Familiengeschichte. Nach und nach erfährt der Leser vom Vater, der krumme Dinge drehte und der auf rätselhafter Weise zu Tode kam. Als Hjaltalin angesichts der Verdächtigungen irgendwann mal ausgerastet ist, eigentlich kein Wunder, reagierte Konráð darauf unangemessen aggressiv. Da schien sein Vater mit voller Wucht durchgeschlagen zu sein. Seine Schwester sagte irgendwo zu ihm: „Du weißt nicht, wieviel Vater in dir steckt?“ Conrad entgegnete: „Das weiß ich, Beta. Das musst du mir nicht sagen.“ Mir gefällt der Satz. Wir können unserer Vergangenheit nicht vollständig ablegen, wie man einen abgetragenen Mantel in die Tonne stopft.

Auch erhält man Einblicke in seine Ehe. Konrád führte eine langjährige glückliche Ehe mit Erna, der Liebe seines Lebens, die er durch eine Krebserkrankung verlor. Emotional angesprochen wurde ich von Ernas Einstellung zu ihrem nahen Tod. Sie nahm das Unabänderliche an. „Der einzige Weg, den Tod zu besiegen, ist, sich mit ihm abzufinden.“ Ein starker Satz.

Arnaldur Indriðason ist Islands erfolgreichster Krimiautor. Ich finde, zu Recht. Ich mag seinen Stil. Die Namen der Menschen und der Örtlichkeiten sind gewöhnungsbedürfig, aber okay ... wir sind in Island. Die Stimmung wird gut eingefangen, die Schauplätze sind gut beschrieben. Man "duzt" sich in dem wenig bevölkerten Land. Die Atmosphäre ist eher düster, wie auch bei den meisten skandinavischen Krimis.

Der Klimawandel ist in diesem Roman ein Thema, er wird zwar nur am Rande angesprochen, gibt dem Leser jedoch zu denken. Auch das Thema Alkoholmissbrauch scheint in Island ein Problem zu sein, bzw. gewesen zu sein. Ich habe nachgelesen, dass mittlerweile Islands Jugendliche zu den «cleansten» ganz Europas gehören.

Fazit: Mit hat dieser ruhige Krimi sehr gefallen.

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Bettina1984 Bettina1984

Veröffentlicht am 12.11.2019

Ein auf entspannte Art spannender Kriminalfall

Ich muss gestehen, ich war tatsächlich sehr neugierig auf diesen Roman.
Es handelte sich hierbei für mich um meinen allerersten Islandkrimi und ich war gespannt darauf, ob ich Unterschiede zu den Kriminalromanen, ... …mehr

Ich muss gestehen, ich war tatsächlich sehr neugierig auf diesen Roman.
Es handelte sich hierbei für mich um meinen allerersten Islandkrimi und ich war gespannt darauf, ob ich Unterschiede zu den Kriminalromanen, die ich bislang so gelesen habe, feststellen konnte.
Wenn ich mich jetzt erstmal auf den ersten Eindruck beschränke, so gefällt mir das Cover zunächst unheimlich gut. Wenngleich das Motiv jetzt keinen direkten Bezug zum Fall an sich hat, so lässt es mich doch gleich an Island denken und hat mir damit gleich eine Brücke gebaut. Anfänglich hatte ich etwas Bedenken, dass mir die Personen- und Ortsnamen Schwierigkeiten machen könnten, da sie von der Phonetik einfach gänzlich anders sind, als das was man hier so kennt. Zum Glück ließ sich diese Sorge schnell zerstreuen. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase ist man eigentlich direkt im Geschehen.
Der Roman setzt quasi direkt im Geschehen an. Man ist sofort mittendrin, wird aber im Laufe des Romans auch immer wieder mit Informationen gefüttert, die einem das Verstehen erleichtern.
Der Schreibstil ist erstaunlich klar.
Der Autor schreibt sehr geradlinig ohne viele Schnörkel. Eigentlich mag ich eine ausschweifende Schreibweise sehr gerne, aber hier empfand ich das tatsächlich einfach auf dem Punkt. Mir gelang es hierdurch erstaunlich schnell, mir Gesichter zu den Protagonisten vorzustellen und sie einzuordnen. In diesem Fall ist weniger tatsächlich mehr.
Besonders lobend hervorheben, möchte ich die Passagen der Dialoge. Ich habe selten so authentische wörtliche Rede gelesen. Oftmals wirkt das gestelzt und steif. Hier allerdings lesen sich die Dialoge, als würden die Personen tatsächlich miteinander sprechen.
Aber worum geht es hier eigentlich?
Ich möchte gar nicht zu viel verraten, denn ich würde wirklich jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen.
Aber so viel aus dem Inhalt:
Im Rahmen einer Gletscherexpedition entdeckt eine geführte Touristengruppe eine zum Teil freigelegte und erstaunlich gut erhaltene Leiche. Schnell ist klar, dass es sich bei dem Toten um einen Mann handelt, dessen Verschwinden schon über 30 Jahre zurück liegt.
Der pensionierte Komissar Konrad war damals stark in die Ermittlungen involviert und kann sich auch jetzt nicht einfach heraushalten und beginnt, den Fall neu aufzurollen....

Der Fall ist geruhsam erzählt. Wer etwas mit Action,Pauken und Trompeten sucht, der ist in diesem Roman eher falsch.
Wer sich allerdings gerne in ein Netz aus menschlichen Intrigen, Korruption und tiefen Abgründen verwickeln lassen möchte, der kommt hier wirklich auf seine Kosten.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

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Autor

Arnaldur Indriðason

Arnaldur Indriðason - Autor
© Gassi

Arnaldur Indriðason, 1961 geboren, graduierte 1996 in Geschichte an der University of Iceland und war Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid.Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller. 1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Seine Krimis belegen …

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