Wer Furcht sät
 - Tony Parsons - PB

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15,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Paperback
Krimis
319 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17442-3
Ersterscheinung: 11.11.2016

Wer Furcht sät

Detective Max Wolfes dritter Fall
Kriminalroman

(60)

In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen – auf Pädophile, Mörder, Hassprediger – und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist …

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Pressestimmen

„Klug, spannend und bedrohlich aktuell.“
„Absolut lesenswerter Stoff.“
„Alte Hinrichtungsplätze und stillgelegte U-Bahnhöfe bilden die Schauerkulisse für diesen Verschwörungskrimi der Extraklasse.“
„Top-Klasse!“
„Tony Parsons ist eine Entdeckung für Krimifans“

Rezensionen aus der Lesejury (60)

Julia_Matos Julia_Matos

Veröffentlicht am 18.11.2017

Tiefgründigkeit, Gefühlsachterbahn und wertvolle Denkanstöße

Tony Parsons gibt die Innenansichten inklusive beruflicher und persönlicher moralischer Konflikte von DC Max Wolfe derart tiefgreifend wieder, dass diese Figur richtig echt wirkt und mich fantastisch mitfühlen ... …mehr

Tony Parsons gibt die Innenansichten inklusive beruflicher und persönlicher moralischer Konflikte von DC Max Wolfe derart tiefgreifend wieder, dass diese Figur richtig echt wirkt und mich fantastisch mitfühlen und miträtseln lässt. Max‘ Momente mit Scout und Stan und seine Reflektionen zum Familienleben sowie zaghafte Unternehmungen in Sachen Liebe sind immer ein herzerwärmendes Highlight. Toll auch die gedanklichen zynischen Seitenhiebe, mit der Max seine Umwelt bedenkt.
Die Nebenrollen (u. a. DC Edie Wren, DCI Pat Whitestone) sind ebenso brilliant in Szene gesetzt.
Der Kriminalfall ist erneut sehr spannend und wendungsreich, das Ende hatte ich so nicht erwartet. Realistisch anmutende Polizeiarbeit, ohne langweilig zu sein. Mit der Thematik Lynchjustiz, die sowohl in Max‘ aktuellem Kriminalfall wie auch in seinem persönlichen Umfeld im Mittelpunkt steht, liefert der Autor Interessierten Stoff zu eigenen Reflektionen. Auch die Schilderungen zum Schicksal von Soldaten sind sehr eindringlich, ohne penetrant zu wirken. Die geschichtlichen Hintergründe zu Hinrichtungen erweitern meinen Wissensschatz auf interessante Weise und lösten so manchen Aha-Moment bei mir aus.
Was zuvor für Längen gesorgt hatte, z. B. die Wiedergabe von Boxtrainings, kommt kaum noch vor.
Mein bisher liebster Teil der Reihe. Band 4 klingt ebenfalls sehr vielversprechend.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Kendra Kendra

Veröffentlicht am 14.11.2017

leider mehr Geschichtsstunde als ein spannender Krimi...

Wer Furcht sät von Tony Parsons ist ein sehr interessantes Buch, dass sicherlich zum Nachdenken anregt und dem Leser noch nachträglich ein wenig beschäftigen wird. Denn hier geht es um das spannende und ... …mehr

Wer Furcht sät von Tony Parsons ist ein sehr interessantes Buch, dass sicherlich zum Nachdenken anregt und dem Leser noch nachträglich ein wenig beschäftigen wird. Denn hier geht es um das spannende und brisante Thema der Selbstjustiz, dass im Fokus des Buches gestellt wurde.

Denn eine Gruppe , die als „Der Club der Henker“ für Aufsehen in der Öffentlichkeit sorgt, spaltet nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Polizei an sich. Denn der Club hat es sich zur Aufgabe gemacht, Verbrecher der Gerechtigkeit zuzuführen , und sie auch selbst zu vollstrecken.
Für Detective Max Wolf ist es diesmal eine ganz spezielle Ermittlung, denn die Mörder werden in der Öffentlichkeit selbst als eine Art Helden gefeiert....doch Max Wolf muss diese Bande fassen und ihnen Einhalt gebieten, denn niemand hat das Recht selbst das Gesetz in die Hand zu nehmen...

Toll fand ich auch diese Überlegung:
Zitat Seite 86: " Was sie tun, das ist gegen das Gesetz. Aber ist es deswegen falsch?"

Eine wirklich interessante Frage....doch auch wenn man ihnen insgeheim Beifall zollen würde, so erschrickt es einem dann doch ein wenig, denn jeder Mensch sieht ja etwas anderes als „Richtig“ an und für jeden bedeutet etwas anderes als „Verbrechen“. Daher ist es wichtig dass immer noch das Gesetz und ein Gericht darüber entscheiden sollte, und nicht die Bürger....Letztendlich wären wir ansonsten wieder in einem längst vergessenen Jahrhundert angekommen, indenen aufgebrachte Bürger zu einem mörderischen Mob werden und mit Heugabeln selbst zu Mördern werden...


Max Wolf blieb mir bis zum Ende des Buches ein wenig fremd , wie auch seine Kollegen und die meisten Charaktere in diesem Roman. Auch die manchmal etwas lang gehaltenen Erklärungen von Fachbegriffen und Abkürzungen in der Polizeisprache waren für mich ein wenig störend und nicht wirklich von Belang. Oder muss ich wirklich als Normalbürger wissen, für was welche Zeichen stehen in der Polizei? Kopf kratz Für mich hat das leider ein wenig an der Spannung eingebüßt.

Am interessantesten fand ich ja persönlich das Nachwort des Autors. Dieses war wirklich sehr interessant und lesenswert. Auch seine Aussage: „Und einige Menschen kommen noch immer mit Mord davon" ....finde ich wirklich erschreckend, aber leider wahr...und nimmt einem , besonders als einen gerechtigkeitsliebenden Menschen sehr mit.

Ein Buch dass die packende Historie von London sehr gut ans Licht bringt und auch sehr gut in eine Geschichtsstunde passen würde, aber als einen Thriller würde ich es nun nicht unbedingt betiteln.. Da mir wirklich Spannung und das Mitfiebern ein wenig gefehlt haben.

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AureliaAzul AureliaAzul

Veröffentlicht am 22.08.2017

Leider nichts für mich

Der Club der Henker, eine Zivilistengruppe, hat es sich zur Aufgabe gemacht Gerechtigkeit zu schaffen, die nach ihrer Ansicht im Rechtssystem verloren gegangen ist. Sie suchen sich Schuldige aus, die für ... …mehr

Der Club der Henker, eine Zivilistengruppe, hat es sich zur Aufgabe gemacht Gerechtigkeit zu schaffen, die nach ihrer Ansicht im Rechtssystem verloren gegangen ist. Sie suchen sich Schuldige aus, die für ihre kriminellen Taten eine zu geringe Strafe erhalten haben und führen ihnen ihre gerechte Strafe, den Tod durch Erhängen, zu. Max Wolf und sein Team müssen der Lynchjustiz entgegen kommen und sie aufhalten. Das stellt sich leider als schwieriger heraus als angenommen, bis Max plötzlich selbst in die Schusslinie des Clubs kommt.

Die Idee dahinter klingt sehr interessant und wirft einige moralische Fragen auf bezüglich des Strafmaßes des Rechtssystems. Leider war die Umsetzung teils langatmig, gefüllt mit vielen unnötigen Details und Handlungen, oft arm an Spannung und die Progression war mir zu langsam und nichtssagend. Die Aufdeckung der Täter war zwar etwas überraschend, aber insgesamt doch nicht spannend geschrieben. Das "Klick" des Ermittlers war für mich nicht nachvollziehbar und das Ende wirkte an den Haaren herbeigezogen, damit das Buch überhaupt ein Ende findet. Die Charaktere haben mich nicht berühren können und waren mir zu unsympathisch, flach und kalt. Nicht einmal die Opfer fand ich bemitleidenswert oder konnte da mitfühlen. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht, hatte ich doch nach den positiven Rückmeldungen mehr erwartet, vor allem mehr Spannung und emotionale Rührung des Lesers. Schade um die Idee.

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Buchgeborene Buchgeborene

Veröffentlicht am 10.07.2017

Wer Furcht sät

„Mir schauderte. Ich hatte eine Gänsehaut von der Gegenwart des uralten Schreckens, und der Wind in den Bäumen des Hyde Parks klang, als stöhnten alle Gespenster von Tyburn auf einmal.“
(S. 83)

Dies ... …mehr

„Mir schauderte. Ich hatte eine Gänsehaut von der Gegenwart des uralten Schreckens, und der Wind in den Bäumen des Hyde Parks klang, als stöhnten alle Gespenster von Tyburn auf einmal.“
(S. 83)

Dies ist mein erster Tony Parsons Thriller, aber der dritte Teil der Max Wolfe Reihe. Dennoch ist mir der Einstieg sehr leicht gefallen. Und nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, wollte ich unbedingt weitere Bücher des Autors lesen. Tony Parsons hat in mir einen neuen Fan gewonnen. Ich denke, das spricht für sich.

Nicht nur, dass der Schreibstil von Anfang an schön flüssig zu lesen ist. Der Autor versteht es auch auf intelligente Weise Spannung und Emotionen miteinander zu verknüpfen. Und er webt geschickt darin faszinierende Fakten über London ein.

Die Charaktere sind sehr realistisch geschrieben und man kann sich in jeden einzelnen gut hineinversetzen. Selbst das Verhalten der Antagonisten ist sehr verständlich. Dies spiegelt sich dann auch in der Gedankenwelt Max Wolfes wieder, der zerrissen zwischen Verständnis für die Täter und dem Recht, dass er als Detective schützen und durchsetzen muss, den Leser zu einer eigenen Stellungnahme drängt, ihm diese aber nicht aufzwingt.

Max Wolfe ist aber auch deswegen interessant, weil er ein alleinerziehender Vater ist. Die kleinen Ausschnitte seines Lebens mit seiner Tochter sind sehr emotional. Wolfe hat auch einen Hund und einen sehr interessanten Freund namens Jackson. Diese Stellen über Wolfes Privatleben lockern den Thriller auf.

Ich empfehle dieses Buch gerne weiter, denn es hat mir ein paar schöne Lese- Stunden beschert. Auch hat es mich zum Nachdenken gebracht. Zwar habe ich schon eine feste Meinung über Selbstjustiz vor dem Lesen des Buches gehabt, aber es hat mir andere Facetten dieses Themas gezeigt. Wie ist es zum Beispiel für Leute, die im Justizsystem arbeiten, die mitansehen müssen, wie Straftäter mit, subjektiv gesehen, zu geringen Strafen davon kommen oder diese sogar verhängen zu müssen? Vor dem Lesen dieses Buches habe ich nie wirklich darüber nachgedacht. Außerdem hat es mir andere Seiten Londons gezeigt. Deswegen gebe ich diesem wirklich guten Buch gerne 5Sterne.

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Archer Archer

Veröffentlicht am 21.05.2017

Die Rückkehr des Henkers

Ein Youtube-Video bricht sämtliche Rekorde: In ihm wird gezeigt, wie ein Mann erhängt wird. Doch der Mann ist nicht irgendwer - er ist Mitglied eines Pädophilenrings und hat sich der Vergewaltigung von ... …mehr

Ein Youtube-Video bricht sämtliche Rekorde: In ihm wird gezeigt, wie ein Mann erhängt wird. Doch der Mann ist nicht irgendwer - er ist Mitglied eines Pädophilenrings und hat sich der Vergewaltigung von Kindern schuldig gemacht und nur eine geringe Strafe dafür bekommen. Dieses Video wird nicht das einzige bleiben. Als nächstes hängt einer, der ein Kind überfahren, dann ein Junkie, der wegen seiner Sucht einen alten Mann fast getötet hat. Als schließlich ein islamistischer Hassprediger entführt wird, kochen nicht nur die Emotionen in der Bevölkerung hoch, auch Max Wolfe und das Londoner Ermittlungsteam kommen in Bedrängnis. Irgendwer verkleidet sich mit Masken des letzten englischen Henkers und verlangt die Wiederführung der Todesstrafe.

Ich bin hin- und hergerissen, echt jetzt. Einerseits bin ich absolut gegen Selbstjustiz. Andererseits werden meine Sympathien und Abneigungen in dem Buch klassisch ausgespielt. Natürlich kotzt es mich an, dass die Justiz Kinderschänder oder Mörder mit Samthandschuhen anfasst. Aber das ist unsere Rechtsprechung (in dem Fall die englische). Recht sprechen und Gerechtigkeit ist nicht zwingend ein und dasselbe. Allerdings kann ich es nicht ab, manipuliert zu werden, und das versucht Parsons auf für mich negative Weise. So wird behauptet, dass der Hassprediger wegen seiner sechs Kinder im Jahr 50.000 Pfund Sozialhilfe abfasst. Darf ich mal lachen? Warum geht dann überhaupt noch jemand in England arbeiten? Das ist Bullshit, knallhart gesagt. Und es wird genügend Leute geben, die den Humbug glauben, all die Bildleser und Wirtshausinformierten. Muss das sein? Genauso wenig kann ich es leiden, wenn Soldaten in Afghanistan oder Irak als Verteidiger ihrer Länder dargestellt werden. Klar, die haben England auch am Hindukusch verteidigt. Cool. Nicht. Sorry, das gibt Abzüge in der Kür, obwohl die Pflicht super ausgeführt war und das Buch Spaß beim Lesen machte.

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Autor

Tony Parsons

Tony Parsons - Autor
© Olivier Favre

Tony Parsons wurde am 6. November 1953 in Romford, Essex (UK), als einziges Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er seine Freizeit für seine literarische Begabung zu nutzen und veröffentlichte eine Untergrundzeitung, die er „Skandalblatt“ nannte. Seine Karriere begann er als Musikkritiker. Heute ist er einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Er schrieb u.a. für das Musikmagazin NME, den Daily Telegraph und 18 Jahre …

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