Wer Furcht sät
 - Tony Parsons - PB

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15,00

Bastei Lübbe
Paperback
Krimis
319 Seiten
ISBN: 978-3-404-17442-3
Ersterscheinung: 11.11.2016

Wer Furcht sät

Detective Max Wolfes dritter Fall
Kriminalroman

(54)

In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen – auf Pädophile, Mörder, Hassprediger – und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist …

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Pressestimmen

„Klug, spannend und bedrohlich aktuell.“
„Absolut lesenswerter Stoff.“
„Alte Hinrichtungsplätze und stillgelegt U-Bahnhöfe bilden die Schauerkulisse für diesen Verschwörungskrimi der Extraklasse.“
„Top-Klasse!“

Rezensionen aus der Lesejury (54)

sabrina_sbs sabrina_sbs

Veröffentlicht am 21.12.2016

Interessantes Thema

Ein Pädophiler wird von einer Gruppe erhängt. Die „Rächer“ stellen das Video der Hinrichtung ins Internet und fordern #führtsiewiederein. Weitere Männer lassen ihr Leben. Sind es nur selbsternannte Rächer, ... …mehr

Ein Pädophiler wird von einer Gruppe erhängt. Die „Rächer“ stellen das Video der Hinrichtung ins Internet und fordern #führtsiewiederein. Weitere Männer lassen ihr Leben. Sind es nur selbsternannte Rächer, sind die Täter früher Opfer gewesen? Max Wolfe und sein Team ermitteln…

Während meine Erinnerungen an den ersten Teil sehr begrenzt sind, weil mir das Buch so gar nicht zugesagt hatte, bin ich hier beim dritten Teil positiv überrascht worden. Das Thema „Selbstjustiz“ und auch die Frage nach der Todesstrafe waren sehr interessant. Der Autor zwingt den Leser gekonnt, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, jedoch ohne allzu sehr in eine gewisse Richtung zu lenken. Interessant fand ich die historischen Fakten, die in die Geschichte eingeflossen sind, aber manchmal war es mir schon fast zu viel des Guten. Weniger gut gefiel mir auch manches im letzten Drittel, doch die Auflösung des Ganzen fand ich wiederum gelungen.

Die Protagonisten, allen voran Max Wolfe, waren echt gut gezeichnet und haben mir ganz gut gefallen. Wolfe ist ein Ermittler mit Ecken und Kanten, einem Privatleben und nicht immer einwandfreien Methoden. Spannung war weitgehend vorhanden und der Schreibstil flüssig und gut lesbar, sodass ich das Buch gerne weiterempfehlen werde und um den Autor künftig doch keinen Bogen machen werde.

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MelC MelC

Veröffentlicht am 21.12.2016

Wird ab der Mitte schwächer

Tony Parson lässt in " Wer Furcht sät" seinen Ich- erzählenden Detective Wolfe durch moralische Fragen und der echten Gerechtigkeit ermitteln. Der Club der Henker hat in London das Gesetz in die eigenen ... …mehr

Tony Parson lässt in " Wer Furcht sät" seinen Ich- erzählenden Detective Wolfe durch moralische Fragen und der echten Gerechtigkeit ermitteln. Der Club der Henker hat in London das Gesetz in die eigenen Hände genommen und rächt Straftaten, die vor Gericht keine hinlängliche Gerechtigkeit erfahren haben. Der Leser wird hineingezogen in den Strudel der eigenen Moralvorstellungen und ist gefordert sich immer wieder mit Fragestellungen um Schuld, Vergeltung und Gerechtigkeit auseinanderzusetzen. Die Ich- Erzähler- Perspektive und die handelnden Personen machen den Roman auch für Parsons Einsteiger übersichtlich und leicht lesbar. Ab der Mitte des Buches lässt nach meiner Meinung die Spannung etwas nach. Der Autor verliert sich in etwas epischen Darstellungen seiner zweifellos guten Recherchen der Umgebung, der Pathologie und der Historie. Nach einem rasanten Einstieg nimmt das leider das angenehme Tempo im Lesefluss. Der Showdown ist einleuchtend, wenn auch etwas bizarr. Insgesamt ein gut zu lesender Krimi, der emotional zu Auseinandersetzung anregt aber spannungsmäßig leider etwas abbaut.

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ech68 ech68

Veröffentlicht am 20.12.2016

Max Wolfe jagt den Club der Henker - spannender London-Krimi

In London macht der "Club der Henker", eine Art Bürgerwehr, Jagd auf Verbrecher und stellt die Videos ihrer Hinrichtungen anschließend ins Internet. Obwohl sie von Teilen der Öffentlichkeit als Helden ... …mehr

In London macht der "Club der Henker", eine Art Bürgerwehr, Jagd auf Verbrecher und stellt die Videos ihrer Hinrichtungen anschließend ins Internet. Obwohl sie von Teilen der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden, nehmen Max Wolfe und seine Kollegen den Kampf gegen diesen Club auf. Dabei gerät Max aber selber ins Visier der Henker ...

Obwohl der dritte Fall mit Max Wolfe mein erstes Buch der Reihe war, ist mir der Einstieg problenlos gelungen. Das Buch überzeugt durch eine gut konstruierte Geschichte, überzeugend und vielschichtig gezeichnete Charaktere und einen gelungenen, flüssigen Schreibstil.
Im Vorwort beschreibt der Autor, das es ihm äußerst wichtig ist, mit seinen Büchern nicht nur Spannung, sondern auch Emotionen zu erzeugen. Nach Beendigung dieses Buches kann ich nur unterstreichen, das ihm dieses auf ganzer Linie gelungen ist.

Durch einige zusätzliche Nebenstränge, die den Hauptstrang der Geschichte aber keineswegs unterbrechen oder stören, sondern auf überzeugende Art und Weise unterstützen und ihm zusätzliche, wichtige Facetten hinzufügen, wird zudem das Thema Selbstjustiz aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, so das man beim Lesen seine eigene Haltung zum Thema immer wieder überprüfen kann und auch muss. Gerade in den derzeit doch eher unruhigen Zeiten leistet das Buch somit einen wichtigen Diskussionsbeitrag in einer immer wieder aufflammenden Debatte.

Ein Krimi, der mich auf ganzer Linie begeistert und auf die weiteren Büches der Reihe mehr als neugierig gemacht hat.

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Jiskett Jiskett

Veröffentlicht am 19.12.2016

Packend und interessant

"Wer Furcht sät" behandelt ein für mich sehr interessantes, komplexes Thema - Selbstjustiz und wie die Polizei damit umgeht. Es werden schwache Urteile gefällt, bei denen die Täter mit Mord davon kommen, ... …mehr

"Wer Furcht sät" behandelt ein für mich sehr interessantes, komplexes Thema - Selbstjustiz und wie die Polizei damit umgeht. Es werden schwache Urteile gefällt, bei denen die Täter mit Mord davon kommen, Rache wird ausgeübt und der Autor geht auf den Unterschied zwischen öffentlicher Wahrnehmung und der Pflicht der Polizei, alle Verbrechen aufzuklären und das Unverständnis, das damit einhergeht, ein. Meiner Meinung nach hat der Autor die Komplexität recht gut beleuchtet; es ist verständlich, was die Menschen tun, auch wenn es rechtlich gesehen natürlich falsch ist und es sehr schwer zu beurteilen ist, wer den Tod verdient hat und dass eigentlich niemand das Recht hat, sich als Richter und Henker aufzuspielen. Dennoch muss ich sagen, dass die Wut und der Ärger der Bevölkerung über die Ermittlungsarbeit der Polizei mir nach einer Weile auf die Nerven ging und ich mir hier etwas mehr Ausgewogenheit gewünscht hätte.

Insgesamt war der Fall aber sehr interessant; besonders gut gefallen haben mir der historische Hintergrund und die Informationen über die Geschichte der Todesstrafe in England, die perfekt zum Thema der Geschichte und den Verbrechen gepasst haben. Außerdem war das Buch spannend, gerade, wenn der Protagonist selbst in Gefahr kam. Das letzte Drittel war wirklich fesselnd und atmosphärisch dicht, allerdings fand ich das Ende etwas unbefriedigend. Die Auflösung ist stimmig und durchdacht, aber dennoch hatte ich das Gefühl, dass irgendetwas fehlt - vielleicht, weil mir der Umgang mit den Tätern nicht gefallen hat, genau kann ich es nicht beschreiben.

Den Protagonisten fand ich sympathisch, auch wenn er mir (obwohl man einiges über ihn erfährt) ein bisschen blass vorgekommen ist. Das könnte aber daran liegen, dass ich die ersten beiden Bände noch nicht kenne und mir das Vorwissen fehlt; davon abgesehen hatte ich aber keine Probleme, der Geschichte zu folgen, und da dieser Band mir gut gefallen hat, werde ich mir die ersten beiden auch noch besorgen.

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jackiherzi jackiherzi

Veröffentlicht am 12.12.2016

Selbstjustiz. Gerecht oder ungerecht?

_Kurzbeschreibung_: In London übt eine Bürgerwehr, der sogennante Club der Henker, Selbstjustiz. Sie jagen Menschen, die Straftaten begangen haben, ohne die gerechte Strafe bekommen zu haben. Für den Club ... …mehr

_Kurzbeschreibung_: In London übt eine Bürgerwehr, der sogennante Club der Henker, Selbstjustiz. Sie jagen Menschen, die Straftaten begangen haben, ohne die gerechte Strafe bekommen zu haben. Für den Club der Henker ist das, die Todesstrafe, durch Erhängen. Und dafür werden sie von der Öffentlichkeit gefeiert. Detective Max Wolfe muss den Fall aufklären und sich gleichzeitg mit der moralischen Diskussion über das Verüben von Selbstjustiz beschäftigen. Sowohl im beruflichen als auch im privaten.

_Cover_: Ich finde das Cover sehr geheimnisvoll und düster. Es präsentiert einen Aspekt der Story, den man natürlich erst hinterher versteht. Und es macht neugierig auf das Buch. Insgesamt ist das Cover nicht hübsch, aber schlicht und aussagekräftig.

_Meine Meinung_: Mir hat es viel Spaß gemacht das Buch zu lesen. Der Schreibstil ist sehr schön, er leitet einen flüssig durch die Geschichte. Der Protagonist Max Wolfe ist mal wieder sehr sympathisch dargestellt. Manche Nebenhandlungen mit anderen Charakteren kamen mir allerdings sehr überflüssig vor. Andere wurden mir widerum nicht genug ausgeführt.
Die Spannung wurde sehr gut gehalten, flaut aber zur Mitte/zum Ende hin etwas ab. War aber trotzdem viel höher als im ersten Teil der Krimi-Reihe (Teil 2 hab ich irgendwie verpasst :D). Schade finde ich nur, dass manche Erklärungen sehr unlogisch erscheinen und man währrend des Lesens sehr ins Stocken gerät, weil man sich so wundert. Genau wie das Ende, das zwar überraschend war, aber nicht zu 100 % überzeugend.
Die Thematik fand ich sehr interessant und sie ist auch ziemlich brisant. Sowohl im Fall, als auch im Privatleben und Umfeld von Max Wolfe wird indirekt und direkt über Selbstjustiz diskutiert. Und man beschäftigt sich selber währenddessen immer wieder mit dem Thema: ist Selbstjustiz moralisch vertretbar? Ist sie vielleicht sogar gerecht oder doch ungerecht? Sind einem die Täter nicht vielleicht sogar ein bisschen sympathisch?
Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte und mich trotz mancher fehlender Logik überzeugt hat!

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Autor

Tony Parsons

Tony Parsons - Autor
© John Carey

Tony Parsons wurde am 6. November 1953 in Romford, Essex (UK), als einziges Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er seine Freizeit für seine literarische Begabung zu nutzen und veröffentlichte eine Untergrundzeitung, die er „Skandalblatt“ nannte. Seine Karriere begann er als Musikkritiker. Heute ist er einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Er schrieb u.a. für das Musikmagazin NME, den Daily Telegraph und 18 Jahre …

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