Wer Furcht sät
 - Tony Parsons - PB

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

15,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Paperback
Krimis
319 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17442-3
Ersterscheinung: 11.11.2016

Wer Furcht sät

Detective Max Wolfes dritter Fall
Kriminalroman

(68)

In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen – auf Pädophile, Mörder, Hassprediger – und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist …

Dieses Produkt bei Ihrem lokalen Buchhändler bestellen:

Pressestimmen

„Klug, spannend und bedrohlich aktuell.“
„Absolut lesenswerter Stoff.“
„Alte Hinrichtungsplätze und stillgelegte U-Bahnhöfe bilden die Schauerkulisse für diesen Verschwörungskrimi der Extraklasse.“
„Top-Klasse!“
„Tony Parsons ist eine Entdeckung für Krimifans“

Rezensionen aus der Lesejury (68)

Dex-aholic Dex-aholic

Veröffentlicht am 11.01.2018

Brutal ehrlich und düster


Die Reihe um DC Max Wolfe wird mit jedem weiteren Band immer besser und fasziniert mich immer wieder aufs neue. Tony Parsons zieht einen mit "Wer Furcht sät" erneut in ein bildgewaltiges Abenteuer, dass ... …mehr


Die Reihe um DC Max Wolfe wird mit jedem weiteren Band immer besser und fasziniert mich immer wieder aufs neue. Tony Parsons zieht einen mit "Wer Furcht sät" erneut in ein bildgewaltiges Abenteuer, dass düsterer und ehrlicher nicht sein könnte. Eine Gruppe macht es sich hier zur Aufgabe, diejenigen zu bestrafen und zu hängen, die ihrer Meinung nach vom Rechtssystem ihres Landes zu lasch oder überhaupt nicht angemessen bestraft wurden für ihre Taten. Man merkt schnell, dass es ein Thema ist, dass wirklich alltäglich in den Medien oder überhaupt aufzutauchen scheint, und dass einen bewegt. Der Club der Henker wird von einigen regelrecht verehrt, üben sie doch Gerechtigkeit dort aus, wo der Meinung der Gesellschaft nach die Polizei doch nichts unternimmt oder gar die eigentlichen Täter beschützt anstatt sie zu verhaften und zu bestrafen. Beim Lesen merkt man selbst Wolfe an, dass er sich gelegentlich in einer Art Zwickmühle befindet und er über einem schmalen Grad wandelt, was nun Gerechtigkeit ist oder schon kaltblütige Rache. Dass Wolfe so vielschichtig und bei weitem kein 08/15 Polizist ist, weiß man schon vom ersten Band an, und das gefällt mir an ihm am besten. Er ist ein Mensch, der sich auch nicht scheut, in die dunklen Tiefen seiner eigenen Seele zu blicken und (in Maßen) seinem Gerechtigkeitssinn zu folgen, egal was es für Folgen zu haben scheint. Dennoch hat er ein gesundes Maß an Ausgeglichenheit, dass ihm der Kampf als alleinerziehender Vater beschert, denn seine Tochter und sein Hund sind wiederum sein ein und alles. So geht er auch hier wieder ein wenig unübliche Wege, um dem Club der Henker einen Strich durch die Rechnung zu machen, wobei er selber auch auf dessen Abschussliste landet und in Gefahr schwebt. Die Wendungen zum Ende hin sind rasant, fesselnd und sehr spannend gehalten und haben mich doch überrascht. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen, es ist wirklich gut geschrieben und, wie schon gesagt, sehr ehrlich und spricht vom Thema her eigentlich fast jeden an. Es wird auch noch ein wenig in Gedanken bleiben, wenn man es ausgelesen hat, aber das liebe ich an einem Buch. Ich kann "Wer Furch sät" sehr empfehlen, man muss fürs bessere Verständnis auch die anderen Teile nicht unbedingt vorher gelesen haben, empfehlen kann ich diese aber dennoch, um noch besser in die Stimmung um DC Wolfe eintauchen zu können.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

LadyIceTea LadyIceTea

Veröffentlicht am 11.01.2018

Spannend bis zum Ende

Lynchjustiz macht sich auf den Straßen Londons breit und Detective Max Wolfe jagt die Killer. Doch schnell wird ihm klar, dass die Bürger ihn als den Bösen sehen, denn die Killer erhängen nur Straftäter ... …mehr

Lynchjustiz macht sich auf den Straßen Londons breit und Detective Max Wolfe jagt die Killer. Doch schnell wird ihm klar, dass die Bürger ihn als den Bösen sehen, denn die Killer erhängen nur Straftäter der schwersten Art.
Während Max dem Club der Henker immer näher kommt, gerät er gleichzeitig in ihre Schlinge.

Ich verschlinge grade die Max Wolfe Bücher ohne Atem zu holen, denn ich habe wirklich einen Narren an ihnen gefressen.
Max ist cool, clever und ziemlich hart im Nehmen. Er erinnert mich ein wenig an Bruce Willis. Klar, manchmal muss man schon schmunzeln, bei dem was er alles wegsteckt aber irgendwie verliert er dabei seine Coolnes nicht. Gleichzeitig zeigt sich immer wieder seine liebevolle Art, wenn es um seine Tochter Scout oder den Hund Stan geht. Mir blutet dazu in jedem Band aufs Neue das Herz, wenn Max sich wieder hoffnungslos in eine Frau verguckt.
Max ist ein super Ermittler und auch in diesem Fall bleibt er sich treu. Ebenso der absolut spannende Schreibstil von Tony Parsons.
Der dritte Fall ist wirklich spannend, denn es gibt viele Figuren die die Täter sein könnten und doch kommt keiner von ihnen so richtig in Frage. Gleichzeitig spielt die Thematik sehr mit den eigenen Moralvorstellungen. Denn, kann Selbstjustiz in Ordnung sein? Haben es Kinderschänder verdient beschützt zu werden oder haben sie ihre Rechte verwirkt?
Parsons lässt diese Thematik sehr gut in das Gesamtbild einfließen und zeigt wieder einmal sehr interessante Wege, die ein Krimi gehen kann.
Bis zum Schluss habe ich erneut mitgefiebert und gerätselt und bin mit dem Ende mehr als nur zufrieden.
Jetzt freue ich mich auf den vierten Band, den ich zum Glück vorablesen darf.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

engineerwife engineerwife

Veröffentlicht am 03.01.2018

Wir leben nicht im Wilden Westen ...

Hier verarbeitet der Autor Tony Parsons ein sehr, sehr spannendes Thema, das bei mir leider am Anfang, ja eigentlich fast durch das ganze Hörbuch für einiges an Verwirrung sorgte. Er springt in so vielen ... …mehr

Hier verarbeitet der Autor Tony Parsons ein sehr, sehr spannendes Thema, das bei mir leider am Anfang, ja eigentlich fast durch das ganze Hörbuch für einiges an Verwirrung sorgte. Er springt in so vielen kleinen Windungen durch die Geschichte, dass ich Schwierigkeiten hatte, ihm zu folgen. Hinzu kam, dass mich weder Täter noch Opfer überzeugt haben, irgendwie haben sie mich gar nicht berührt.
Toll ist natürlich mal wieder Töchterchen Scout, die ihrem Vater stets tapfer zur Seite steht seit die Mutter die Familie für was „Besseres“ verlassen hat und mal so kurzerhand mit dem nächsten Mann und neuen Kindern ein Leben ohne die Beiden führt.
Ich glaube, der Autor wollte mit diesem Buch aufzeigen, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind und eine ehrliche Chance verdient haben. Meiner Meinung nach habe sich das einige jedoch gehörig verscherzt, wenn natürlich Selbstjustiz nicht die Antwort auf diese Frage ist. Sorry, Mr. Parsons, aber das können Sie besser!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

buchfeemelanie buchfeemelanie

Veröffentlicht am 30.12.2017

3 Sterne

Allein die Idee zu diesem Roman führt zu einer intensive und emotionalen Diskussion.
Das Cover finde ich ansprechend, den Schreibstil ganz gut gestaltet und die Kapitel sind nicht zu lange.
Der Prolog ... …mehr

Allein die Idee zu diesem Roman führt zu einer intensive und emotionalen Diskussion.
Das Cover finde ich ansprechend, den Schreibstil ganz gut gestaltet und die Kapitel sind nicht zu lange.
Der Prolog hat mich gleich gefesselt, weil er so spannend war. Mehr oder weniger spannend geht es in dem Buch dann auch weiter.
Max mag ich, er geht sehr gut mit seinem Kind um. Seine kleine Tochter finde ich mega klasse. Mir gefällt es gut, wie er diese Taten als Verbrechen verteiligt und nach den Mördern sucht. Die anderen Charaktere sind mir zu farblos. Eine Ausnahme bietet dabei Jackson, der interessante Facetten hat.

 Jedoch gefällt mir nicht, dass es für meinen Geschmack zu viele " Zufälle" gibt. Eine Stelle, die zwar actionreich, aber unglaubwürdig. Das ärgert den Leser schon fast ein bisschen.
Das Ende habe ich teilweise erwartet, teilweise nicht.

Fazit: Durchschnittlich, aber nicht schlecht.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Julia_Matos Julia_Matos

Veröffentlicht am 18.11.2017

Tiefgründigkeit, Gefühlsachterbahn und wertvolle Denkanstöße

Tony Parsons gibt die Innenansichten inklusive beruflicher und persönlicher moralischer Konflikte von DC Max Wolfe derart tiefgreifend wieder, dass diese Figur richtig echt wirkt und mich fantastisch mitfühlen ... …mehr

Tony Parsons gibt die Innenansichten inklusive beruflicher und persönlicher moralischer Konflikte von DC Max Wolfe derart tiefgreifend wieder, dass diese Figur richtig echt wirkt und mich fantastisch mitfühlen und miträtseln lässt. Max‘ Momente mit Scout und Stan und seine Reflektionen zum Familienleben sowie zaghafte Unternehmungen in Sachen Liebe sind immer ein herzerwärmendes Highlight. Toll auch die gedanklichen zynischen Seitenhiebe, mit der Max seine Umwelt bedenkt.
Die Nebenrollen (u. a. DC Edie Wren, DCI Pat Whitestone) sind ebenso brilliant in Szene gesetzt.
Der Kriminalfall ist erneut sehr spannend und wendungsreich, das Ende hatte ich so nicht erwartet. Realistisch anmutende Polizeiarbeit, ohne langweilig zu sein. Mit der Thematik Lynchjustiz, die sowohl in Max‘ aktuellem Kriminalfall wie auch in seinem persönlichen Umfeld im Mittelpunkt steht, liefert der Autor Interessierten Stoff zu eigenen Reflektionen. Auch die Schilderungen zum Schicksal von Soldaten sind sehr eindringlich, ohne penetrant zu wirken. Die geschichtlichen Hintergründe zu Hinrichtungen erweitern meinen Wissensschatz auf interessante Weise und lösten so manchen Aha-Moment bei mir aus.
Was zuvor für Längen gesorgt hatte, z. B. die Wiedergabe von Boxtrainings, kommt kaum noch vor.
Mein bisher liebster Teil der Reihe. Band 4 klingt ebenfalls sehr vielversprechend.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Tony Parsons

Tony Parsons - Autor
© Olivier Favre

Tony Parsons wurde am 6. November 1953 in Romford, Essex (UK), als einziges Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er seine Freizeit für seine literarische Begabung zu nutzen und veröffentlichte eine Untergrundzeitung, die er „Skandalblatt“ nannte. Seine Karriere begann er als Musikkritiker. Heute ist er einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Er schrieb u.a. für das Musikmagazin NME, den Daily Telegraph und 18 Jahre …

Mehr erfahren
Alle Verlage