Wer Furcht sät
 - Tony Parsons - Taschenbuch

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10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Krimis
319 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17665-6
Ersterscheinung: 25.05.2018

Wer Furcht sät

Kriminalroman

(14)

In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen – auf Pädophile, Mörder, Hassprediger – und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterbahnhöfen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist …

Rezensionen aus der Lesejury (14)

hanka81 hanka81

Veröffentlicht am 11.08.2019

Der Club der Henker

Schon die einleitenden Gedichte und Zitate stecken ein Teil des Themas dieses Buches ab – Hinrichtung. Und im Prolog ist man dann live dabei. Der Taxifahrer Mahmud Irani wird entführt und von seinem ... …mehr

Schon die einleitenden Gedichte und Zitate stecken ein Teil des Themas dieses Buches ab – Hinrichtung. Und im Prolog ist man dann live dabei. Der Taxifahrer Mahmud Irani wird entführt und von seinem Entführer aufs Schafott geführt.
Als Leser ist man zuerst geschockt. Was hat dieser Mann getan? Warum wurde er ausgesucht? Oder hat er es tatsächlich “verdient“? Denn es scheint so als hätte er sich der Vergewaltigung von jungen Mädchen schuldig gemacht. Trifft es hier möglicherweise den „Richtigen“?
Also Polizist steht Max für das Gesetzt und muss die Henker suchen und stoppen. Doch die Bevölkerung Londons steht zum Teil hinter den Henkern und so wird auch Max Ziel von Anfeindungen.
Eine weitere Hinrichtung folgt, doch es fehlen Spuren die zu den Tätern führen und so beginnen zermürbende Ermittlungen. Dies ist kein Buch mit Nervenkitzel und Gänsehautfaktor, aber für mich trotzdem absolut klug. Der schmale Grat zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch, Schuldig und Unschuldig, zwischen Gerechtigkeit und Rache wird beleuchtet ohne zu moralisierend zu sein. Ein Buch das nachdenklich macht. Denn jeder hat schon von einem Urteil gehört oder gelesen dass er für absolut ungerecht hielt. Aber Selbstjustiz kann wohl kaum die richtige Antwort darauf sein!?

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Querbeerleseliebhaber Querbeerleseliebhaber

Veröffentlicht am 19.06.2019

Spannung pur

Es ist vollbracht .. der 3.Fall für Max Wolfe ist gelöst.
Lynchjustiz an einem Kinderschänder der Kinder anlockt und weitergibt .. einem Porschefahrer der ein Kind überfuhr und einem Junkie, der einen ... …mehr

Es ist vollbracht .. der 3.Fall für Max Wolfe ist gelöst.
Lynchjustiz an einem Kinderschänder der Kinder anlockt und weitergibt .. einem Porschefahrer der ein Kind überfuhr und einem Junkie, der einen Kriegsveteranen ins Koma geprügelt hat, um an sein Geld zu kommen.
Max kniet sich wieder voll und ganz in den Fall .. trifft seinen alten besten Freund aus Kindertagen wieder und gibt ihm ein Dach über dem Kopf, denn die beiden verbindet etwas - sie sind beide ohne Eltern aufgewachsen .. unterstützt seine Vorgesetzte und ihren Sohn dabei, nach dem Anschlag wieder ruhiger leben zu können, auch wenn er es nicht auf die feine englische Art tut .. doch beim Beschützen des Hasspredigers ist Max dem Club der Henker ein Dorn im Auge und steht definitiv auf der falschen Seite .. er erfährt am eigenen Leib, wie der Club der Henker arbeitet und entkommt ihnen nur knapp. Doch wer steckt hinter dem Club der Henker? Das müsst ihr selber herausfinden ?

Wieder ein gelungenes Buch von Tony Parsons .. der 4.Teil wartet auch schon im Regal

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Hellena92 Hellena92

Veröffentlicht am 05.06.2019

Dietmar Wunder und Parsons sind eine geniale Kombi!

In London macht sich eine Bürgerwehr breit, die sich „Der Club der Henker“ nennt und auf diejenigen Jagd macht, die von der Justiz durch Korruption und lasche Gesetze mit kaum oder geringen Strafen ... …mehr

In London macht sich eine Bürgerwehr breit, die sich „Der Club der Henker“ nennt und auf diejenigen Jagd macht, die von der Justiz durch Korruption und lasche Gesetze mit kaum oder geringen Strafen auf freien Fuß gesetzt werden. Wolfe ist Ihnen auf der Spur, doch wie will man jemanden finden oder aufhalten, der von allen gefeiert wird? Plötzlich gerät auch er in ihren Fokus, als Hütet dieser Verbrecher.

Mein Fazit:

Boah! Ich liebe Tony Parsons! Wieder mal ein top aktuelles Thema wunderbar und spannend in Svene gesetzt! Besonders gut finde ich, wie sich sowohl Wolfes Ermittlung, aber auch sein Privatleben sich entwickeln. Immer wieder wird man auf eine falsche Fährte geführt und dann wendet sich das Blatt plötzlich wieder, so dass ich einfach bis zu.äm Schluss nicht wusste, wer hinter den Tätern steckt. Ebenso brillant war, dass Parsons auch im Hörer die Wut der Henker auf die Verbrecher spüren konnte und mir zwischendrin wünschte, dass sie doch noch den einen oder anderen bekommen, bevor Wolfe auf die Bildfläche kommt. Und Dietmar Wunder! Herrjeh! Diese Stimme, dieser Sprecher! Ich liebe diesen Kerl! Er schafft zusätzlich eine spannende Stimmung und lässt einen einfach nicht los!

Dicke fette Empfehlung für Teil 3 de Reihe :)

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Harakiri Harakiri

Veröffentlicht am 30.04.2019

Ein toller Charakter

In London geschehen eine Reihe Lynchmorde, die auch noch öffentlich ins Internet gestellt werden. Detective Wolfe wird auf die Täter angesetzt und kommt ihnen bald näher. Zu nahe – denn die mögen ... …mehr

In London geschehen eine Reihe Lynchmorde, die auch noch öffentlich ins Internet gestellt werden. Detective Wolfe wird auf die Täter angesetzt und kommt ihnen bald näher. Zu nahe – denn die mögen es gar nicht, dass er ihnen auf die Schliche kommt und entführen auch ihn.











Der nunmehr bereits 3. Fall für Max Wolfe ist auch sein schwierigster. Denn er kann die Täter verstehen – wenn auch nicht verurteilen. Immer wieder kommen schwere Gangster mit einer geringen Strafe davon. Klar, dass die Angehörigen hier keine Gerechtigkeit sehen und das Gesetz gerne selbst in die Hand nehmen würden. Auch ich habe beim Lesen öfter ein klein wenig Wut verspürt. 3 Jugendliche töten einen Mann und kommen mit einem Klaps auf den Hintern davon. Eine Gang verletzt einen Jungen schlimm und keiner traut sich gegen sie auszusagen. Natürlich kann man verstehen, dass hier manch einer selbst das Recht in die Hand nehmen möchte. Zumal Wolfe selbst auch nicht ganz ohne Fehl ist.




Parsons reißt in seinem 3. Krimi den Leser wieder mit. Die ganze Achterbahn der Gefühle habe ich beim Lesen durchlaufen: Traurigkeit, Freude, Spannung und Rührung. Findet doch Wolfe beinah eine neue Liebe! Wolfe als Charakter mag ich mit jedem Buch mehr. War er anfangs noch etwas überheblich und hat ein klein wenig durch seine besserwisserische Art genervt, entpuppt er sich immer mehr als Sympathieträger. Wie er den Spagat zwischen alleinerziehendem Vater und seinem anstrengenden Berufsleben schafft und dabei doch er selbst bleibt ist sehr authentisch. Schmunzeln musste ich am Ende über die Episode mit Hündchen Stan, da bin ich ja direkt auf den nächsten Band gespannt :)



Aber nicht nur deswegen. Ich lese Parsons einfach total gerne!

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sveso sveso

Veröffentlicht am 10.02.2019

Solider Krimi

In London treibt eine Gruppe ihr Unwesen und genießt sämtliche mediale Aufmerksamkeit. Sie wird "Der Club der Henker" genannt. Auf ihr Konto gehen ein Pädophiler, ein Mörder und ein Junkie.
Max und ... …mehr

In London treibt eine Gruppe ihr Unwesen und genießt sämtliche mediale Aufmerksamkeit. Sie wird "Der Club der Henker" genannt. Auf ihr Konto gehen ein Pädophiler, ein Mörder und ein Junkie.
Max und sein Team müssen in diesem Fall ermitteln, während der Club in der Bevölkerung überwiegend Zuspruch bekommt.

Gerade der Beginn des Buches ist sehr spannend, da sowohl mit Fokus auf den Ermittler Max als auch auf die Täter bzw. Opfer berichtet wird. Es wird darüber informiert, was diejenigen Menschen, die sich der Club holt, getan haben und "weshalb sie auf's Schafott geführt wurden". Auch die Szenen der Hinrichtung werden recht anschaulich beschrieben.
Die Ermittlungen werden aufgenommen, gestalten sich jedoch schwierig.

Mit der Zeit verliert der Krimi jedoch an Spannung. Der Fokus liegt nun nicht mehr auf den Tätern bzw. den Fällen, sondern es erfolgt immer mehr eine Hinwendung zum Privatleben. Dies hat mit der Buchthematik recht wenig zu tun. Ab der Mitte soll die anfängliche Spannung wieder aufgenommen werden. Allerdings werden die Entwicklungen nun unrealistisch, unglaubwürdig und over the top. Die privaten Schilderungen, die nahezu unnötig sind, reißen nicht ab. Das Ende ist meh oder weniger überraschend, jedoch nicht sonderlich spektakulär.

Trotz sämtlicher Schilderungen privater Handlungen und Entwicklungen blieben die Ermittler, allen voran Max, sehr unscheinbar und absolut nicht greifbar.

Die Thematik der Selbstjustiz bzw. der Lynchjustiz blieb sehr oberflächlich. Eine Auseinandersetzung damit blieb trotz Potential leider überwiegend aus. Auch das Nachwort ist eher schwammig.

Unter'm Strich ein solider Krimi, der grundsätzlich spannend ist und kurzweilig unterhält .

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Autor

Tony Parsons

Tony Parsons - Autor
© Olivier Favre

Tony Parsons wurde am 6. November 1953 in Romford, Essex (UK), als einziges Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er seine Freizeit für seine literarische Begabung zu nutzen und veröffentlichte eine Untergrundzeitung, die er „Skandalblatt“ nannte. Seine Karriere begann er als Musikkritiker. Heute ist er einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Er schrieb u.a. für das Musikmagazin NME, den Daily Telegraph und 18 Jahre …

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