Das Lied des Nordwinds
 - Christine Kabus - Taschenbuch

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9,90

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Landschaftsromane
623 Seiten
ISBN: 978-3-404-17643-4
Ersterscheinung: 29.03.2018

Das Lied des Nordwinds

Norwegenroman

(58)

Zwei Frauen, ein Geheimnis und eine unverhoffte Reise
 
Norwegen, 1905. Das Jahr, in dem das Land um seine Unabhängigkeit ringt, markiert auch für zwei sehr unterschiedliche Frauen einen Wendepunkt:
In Stavanger tritt Liv, ein Mädchen aus ärmsten Verhältnissen, eine Stelle als Dienstmagd an und muss schon bald die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen: Darf sie sich gegen ihren Dienstherren stellen, um einem kleinen Jungen zu helfen, den ein trauriges Schicksal erwartet? Auch für die junge Gräfin Karoline im fernen Schlesien steht ihre Existenz auf dem Spiel. Der Familienbesitz würde an einen entfernten Verwandten gehen, wenn ihr schwerkranker Mann ohne Erben stirbt. Als sie erfährt, dass er kurz vor der Hochzeit in Norwegen ein Kind gezeugt hat, schmiedet sie einen abenteuerlichen Plan ...
 

Rezensionen aus der Lesejury (58)

Eliza Eliza

Veröffentlicht am 24.10.2018

Sehnsucht im Norden

Eintauchen und die Seele baumeln lassen… Christine Kabus hat wieder ein Buch geschrieben, welches mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat.
Das Cover des Buches ist wunderschön, allein die ... …mehr

Eintauchen und die Seele baumeln lassen… Christine Kabus hat wieder ein Buch geschrieben, welches mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat.
Das Cover des Buches ist wunderschön, allein die Stimmung, die das Titelblatt widerspiegelt, lädt bereits zum Träumen und Schwelgen ein. Im Klappentext werden bereits die beiden Protagonistinnen vorgestellt, die die Leser im Buch begleiten. Die Geschichten von Liv und Karoline werden abwechselnd erzählt. Ich kann nicht sagen, dass mir ein Strang besser gefällt. Beide Erzählperspektiven haben ihren Reiz und haben ihre eigenen Stärken. Liv macht mit ihrer sehr sympathischen Art sofort Eindruck, wohin gegen es bei Karoline ein wenig dauert, bis sie sich aus den Zwängen der Familie befreien kann. Am Anfang hätte ich sie am liebsten das eine oder andere Mal geschüttelt, um sie zur Vernunft zu bringen. Liv hingegen hat andere Gefühle in mir ausgelöst, ihr hätte ich am liebsten geholfen und ihr Mut zugesprochen, dass sie die richtige Entscheidung trifft. Ungefähr ab der Mitte des Romans hat man als Leser eine ungefähre Ahnung, was beide Geschichten miteinander zu tun haben könnten. Man fiebert förmlich mit, ob beide Frauen es schaffen ihr Ziel zu erreichen und es für beide Frauen und die anderen Beteiligten ein Happy End gibt.
Durch die abwechselnden Ebenen wird es zu keiner Zeit langweilig, wunderschön sind meiner Meinung nach auch die Beschreibungen der Landschaft (z.B. des Holmenkollens). Die Sprache finde ich für den Roman sehr angemessen und konnte mir besonders die Dialoge zwischen Karoline und Frau Bethge gut vorstellen.
Ein wunderbarer und gut tunender Roman, der die Seele einlädt zur Ruhe zu kommen und sich in ferne Länder entführen zu lassen, wobei der historische Hintergrund (Auflösung der Union im Jahr 1905) gekonnt mit den fiktiven Elementen verwoben wird. Ich wusste noch nicht so viel über diesen Konflikt (lediglich das die drei Königshäuser des Nordens über mehrere Ecken miteinander verwandt sind), von daher habe ich auch sehr viel gelernt, ohne dass es mir jemals lehrhaft oder anstrengend vorkam.
Ein Personenverzeichnis und eine Karte ergänzen den Roman sehr gut und geben Hilfestellung bei der Orientierung. Lediglich die Anmerkungen sind für mich ein wenig kurz ausgefallen, hier hätte ich gerne noch mehr Hintergrundinfos gehabt, aber dies ist vielleicht auch Geschmacksache.
Alles in Allem ein ganz wunderbarer Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle und eine absolute Lese- und Kaufempfehlung für alle aussprechen, die sich gerne in den hohen Norden entführen lassen möchten.

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Squirrel Squirrel

Veröffentlicht am 28.06.2018

Die Abenteuerreise einer jungen Gräfin

Das Lied des Nordwinds von Christine Kabus
5 Sterne
Im Jahr 1905 steht Norwegen kurz vor der Unabhängigkeit von Schweden. Das Land wird vom schwedischen König Oscar regiert, doch die Bevölkerung ist unzufrieden. ... …mehr

Das Lied des Nordwinds von Christine Kabus
5 Sterne
Im Jahr 1905 steht Norwegen kurz vor der Unabhängigkeit von Schweden. Das Land wird vom schwedischen König Oscar regiert, doch die Bevölkerung ist unzufrieden.
In dieser recht unruhigen Zeit macht sich die junge Gräfin Karoline aus Schlesien auf in den Norden, um ihre Existenz zu retten. Ihre Ehe mit Moritz ist kinderlos geblieben, somit würde sie bei seinem Tod mittellos da stehen. Ihr Ehemann ist schwer erkrankt und es ist ungewiss, ob es für ihn eine Heilung gibt. Ein kleiner Junge könnte die Wendung bringen, denn Moritz hatte vor seiner Ehe mit Karoline eine kurze heftige Affäre mit einer jungen Frau, die nicht ohne Folgen geblieben ist.
Sollte Karoline es schaffen, den mittlerweile knapp 10 jährigen Buben in Norwegen ausfindig zu machen, könnte dies ihrem tristen Leben auf Schloss Katzbach eine Wendung geben.
Auguste Bethge sucht für ihre Reise eine Begleitung, die ihr die Korrespondenz abnimmt und sie auch bei Ausflügen etc. begleitet.
Unter falschem Namen und als Angestellte der älteren Dame geht Karoline auf die große Fahrt nach Norwegen. Die beiden Frauen verstehen sich sofort und es wird eine angenehme Unternehmung.
Als Karoline schließlich den Jungen tatsächlich findet, wendet sich das Schicksal und es kommt völlig anders, als die junge Gräfin sich ausgemalt hat.
Gleichzeitig wird die Geschichte der 18 jährigen Liv erzählt. Sie stammt aus ärmlichen Verhältnissen und bekommt mit Glück eine Anstellung im Haus vom Lehrer Treske. Sie soll den Haushalt führen und sich um den 9 jährigen Elias kümmern. Schnell schließt sie Freundschaft mit dem Jungen. Doch das Leben des kleinen Elias verläuft ganz anders, als es sich für den Sohn einer angesehenen Familie gehört. Er wird streng erzogen, oft eingesperrt und ohne Essen zu Bett geschickt. Liv kann dies auf Dauer nicht erdulden und eines Tages flieht sie mit Elias in eine ungewisse Zukunft.
Der Stil im Buch ist harmonisch abgestimmt, die Kapitel sind abwechselnd in Karoline und Liv eingeteilt, wodurch sich ein Spannungsbogen aufbaut, dem man sich nicht entziehen kann.
Die Landschaft Norwegens wird bildschön beschrieben, man fühlt sich sofort hinein versetzt und spürt die Natur. Es ist eine interessante Geschichte über das Land, verworrene Familienfehden, Harmonie und Streit, Liebe und Angst. Die Abenteuerlust von Karoline wächst spürbar von Seite zu Seite und man mag sich ihr anschließend, wenn sie ein Schiff besteigt, um sie in die weite Welt zu tragen.
Man spürt, wieviel Liebe Christine Kabus zu Norwegen empfindet und das sie sich mit dem Land und der Sprache auseinander gesetzt hat. Das sie auch als Drehbuchautorin unterwegs ist, lässt das Buch sehr lebendig werden. Die Szenen und Landschaften machen es der Phantasie leicht, sich hinein zu versetzen. Mir hat das Lesen große Freude bereitet.

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unclethom unclethom

Veröffentlicht am 22.06.2018

Sehr zu empfehlen

Die Geschichte verläuft in zwei Handlungsebenen und man ist gespannt wie diese zusammen passen könnten.
Auf der ersten Ebene wird das Leben der Karoline behandelt, einer Frau die jung in eine adlige, aber ... …mehr

Die Geschichte verläuft in zwei Handlungsebenen und man ist gespannt wie diese zusammen passen könnten.
Auf der ersten Ebene wird das Leben der Karoline behandelt, einer Frau die jung in eine adlige, aber verarmte Familie eingeheiratet hat. Ihre Jungmädchenträume vom Leben als Gräfin werden schnell von der harten Realität eingeholt und sie muss erkennen, dass ihr Angetrauter es mit der ehelichen Treue nicht so eng sieht.
Die zweite Ebene behandelt das Leben jungen Liv, die aus ärmlichen Verhältnissen eine Anstellung als Dienstmagd antritt und schon bald eine Entscheidung treffen muss.
Gleich zu Beginn holt einen die Autorin ab und man taucht sogleich in die Story ein. Wie gewohnt lässt sie den Leser ihre liebe zu Norwegen spüren und das macht die Story so echt.
Die Figuren wirken gut durchdacht und real und besonders die Dialoge haben es mir persönlich sehr angetan. Diese wirken real und man bekommt das Gefühl dass sich viele dieser Dialoge tatsächlich so im Jahr 1905 geführt worden sein könnten.
Die Autorin hat ein feines Gespür dafür, wie die Atmosphäre damals gewesen sein könnte und setzt das auch entsprechend im Buch um.
Der Schreibstil von Christine Kabus nimmt den Leser schon auf den ersten Seiten mit und recht schnell erreicht man den Point of no return, eben diesen Punkt ab dem man das Buch nicht mehr aus den Händen legen kann.
Das Buch ist ein Buch welches man langsam und genussvoll lesen und nicht schnell herunterrattern. Diese Story war für mich ein wahrer Genuss und ich freue mich schon heute auf den nächsten Norwegenroman von Christine Kabus.
Für mich sind das 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung.

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YH110BY YH110BY

Veröffentlicht am 07.06.2018

Sehr schöner historischer Roman!

Das Buch wird abwechselnd von zwei verschiedenen Frauen erzählt. Es spielt im Jahre 1905 und ein Teil davon handelt von Liv, die als junges Mädchen im Haushalt bei der Familie Treske arbeiten muss. Dort ... …mehr

Das Buch wird abwechselnd von zwei verschiedenen Frauen erzählt. Es spielt im Jahre 1905 und ein Teil davon handelt von Liv, die als junges Mädchen im Haushalt bei der Familie Treske arbeiten muss. Dort muss sie sich um den 9jährigen Elias kümmern und der Köchin zur Hand gehen oder andere Arbeiten im Haus erledigen. Elias hat einen sehr strengen Vater, der ihn schon für jede Kleinigkeit maßregelt und ihn immer wieder zu Gehorsam zwingt. Auch von Elias Mutter hat er keine Unterstützung zu erwarten, sie ist immerzu mit ihrer kleinen Tochter, die noch ein Baby ist,beschäftigt und mischt sich nicht in die Erziehung ihres Sohnes ein. Als Liv mitbekommt, dass Elias in ein Heim abgeschoben werden soll, ergreift sie mit ihm die Flucht. Im anderen Teil geht es um Karoline, die unglücklich mit dem Grafen Moritz von Blankenburg-Marwitz in Schlesien verheiratet ist. Die Ehe wurde nur geschlossen, um die Grafschaft vor dem Ruin zu retten und Moritz ist andauernd unterwegs und schenkt seiner Frau keinerlei Beachtung und Liebe. Die Ehe der beiden ist kinderlos geblieben und Moritz ist schwer erkrankt. Bei seinem Tode würde das Gut einem entfernten Verwandten vererbt werden und so versucht Karoline Moritz uneheliches Kind in Norwegen zu finden.

Das ist mein zweiter Roman von Christine Kabus, den ich gelesen habe. Ihr Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen und ich bin sofort in die Geschichte von Liv und Karoline eingetaucht. Durch ihre detaillreiche Beschreibung ist es mir gelungen, immer ein Bild von Liv, Karoline, Elias oder auch den anderen Personen vor Augen zu haben. Auch die Landschaft Norwegens wurde wunderschön beschrieben.Sehr gut hat mir auch gefallen, dass immer ein Abschnitt von Liv und der nächste aus der Sicht von Karoline geschrieben wurde. Insgesamt ein sehr schöner historischer Roman, der für jeden Leser von historischen Romanen sehr zu empfehlen ist!

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MarySophie MarySophie

Veröffentlicht am 02.06.2018

Das Lied des Nordwinds

Handlung:
Norwegen 1905
Das Land befindet sich im Umbruch. Immer mehr Bewohner legen Wert darauf, dass das Land seine Unabhängigkeit von Schweden erhält. Davon sind letztendlich viele Personen betroffen, ... …mehr

Handlung:
Norwegen 1905
Das Land befindet sich im Umbruch. Immer mehr Bewohner legen Wert darauf, dass das Land seine Unabhängigkeit von Schweden erhält. Davon sind letztendlich viele Personen betroffen, Männer, aber auch Frauen.
Liv trifft in dem Örtchen Stavanger ihre erste Stellung als Dienstmagd an. Sie arbeitet bei einem Lehrer und dessen Familie, kümmert sich nicht nur um den Haushalt, sondern auch um den Sohn der Dienstherren. Dieser erregt häufig den Ärger des Vaters und Liv muss sich schon bald entscheiden, was ihr wichtiger ist. Der Junge oder ihre Stellung...
Gleichzeitig lebt Gräfin Karoline in Schlesien und hapert mit ihrem Schicksal. Jung verheiratet mit einem Mann, der kaum Interesse an ihr zeigt, die Schwiegereltern sind auch nicht sonderlich freundlich zu ihr. Noch dazu ist ein fehlender Erbe für die gräfliche Familie ein Makel. Als Karolines Ehemann schwer erkrankt und der Familienbesitz in Gefahr ist, erfährt die junge Gräfin ein wohlgehütetes Geheimnis. Vor ihrer Ehe hatte Moritz eine Liason in Norwegen, aus welcher ein Kind hervorgegangen ist.

Meinung:
Das Cover ist schön, aber für mich nichts Besonderes. Eine tolle Naturaufnahme, die jedoch recht nichtssagend ist und eher an eine schnulzige Lektüre denken lässt, als an einen anspruchsvollen Roman. Nur aufgrund des Covers hätte ich den Roman wahrscheinlich nicht weiter beachtet. Das ist sehr schade, denn es steckt eine sehr interessante und anspruchsvolle Geschichte hinter den Buchdeckeln, die mir gut gefallen hat.

Sofort positiv aufgefallen ist mir am Anfang des Romans, dass es ein Personenverzeichnis gibt und eine kleine Karte, die den nördlichen Teil Europas darstellt, d.h. Dänemark, Schwegen, Norwegen und die nördliche Hälfte des Deutschen Reiches. Dies fand ich sehr angebracht, da einige Personen im Verlauf der Handlung durch die besagten Länder reisen und ich als Leser somit einen Einblick bekommen habe, wo sich die unterschiedlichen Orte befinden. Gerne hätte die Karte auch größer ausfallen können, damit ich mir ein noch besseres Bild hätte machen können.

Der Einstieg in den Roman fand ich sehr angenehm. Die Schreibweise war durchweg sehr gut zu lesen, es wurden wenige Fachbegriffe genutzt, mehr Alltagssprache, was mir gefallen hat. In den Roman eingebracht wurden ab und an Briefe, die immer an den richtigen Stellen eingebracht wurden und Geschehenes teilweise noch einmal etwas wiedergegeben haben, weshalb sie für mich eine Art Zusammenfassung der letzten Seiten dargestellt haben.
Dazu gab es viele Namen, die nordischen Ursprungs waren, diese waren zwar für mich ein kleines Hindernis beim Lesen, da ich Probleme mit der Aussprache habe, jedoch passten sie gut in das Gesamtbild und haben dem Roman einen nordischen Touch gegeben, was mir am Ende wichtiger war als die Aussprache.

Die Protagonisten fand ich sehr interessant. Es waren richtige Typen dabei, die teilweise gewöhnungsbedürftig waren, jedoch sehr stark dargestellt waren. Es gab sowohl gute, als auch böse Menschen, weshalb ein breites Personenspektrum vertreten war. Mich hat es lediglich gestört, dass die beiden weiblichen Hauptfiguren zwar lebendig dargestellt wurden, jedoch nicht wirklich viele Ecken und Kanten hatten. Besonders das Dienstmagd Liv war mir zu weich und unschuldig dargestellt, sie hätte ruhig mal mehr auf den Tisch klopfen können und ihre Meinung laut kundtun können. Karoline zeigte erst gegen Ende des Romans ihre Zweifel und Ängste offen, was mir zu spät war. Wenn sie schon am Anfang mehr Charakter gezeigt hätte, hätte dies dem Roman definitiv gutgetan.

Lange Zeit fand ich die Handlung sehr spannend und habe mit Vergnügen gelesen. Auch wenn mir die ganze Zeit ein mögliches Ende des Romans im Kopf herumgeschwirrt ist (welches letztendlich auch eingetroffen ist), fand ich dies lange Zeit vollkommen in Ordnung. Ich habe mir zugeredet, dass ich vielleicht doch noch überrascht werde oder es einen phantastischen Twist geben könnte, der mich vom Hocker haut. Dies ist leider nicht eingetreten, ich muss gestehen, dass die letzten 100-150 Seiten teilweise recht vorhersehbar waren und dadurch für mich die Spannung etwas flöten ging. Es wurde hier sehr deutlich, dass die Autorin bemüht war, die zwei Handlungsfäden zu vereinen und zu einem Ende zu bringen.

Der Roman umfasst nicht nur die Geschichten von Liv und Karolina, sondern vermittelt auch jede Menge historisches Wissen, besonders über Norwegen. Hierbei hat es mir gut gefallen, dass dieses sehr einfach erklärt wurde und ich es direkt aufnehmen konnte und nicht eine Stelle mehrmals lesen musste, um den Sinn komplett zu verstehen und zu verinnerlichen. Insgesamt wurden historische Begebenheiten sehr reduziert und sinnvoll eingebracht, sodass der Roman davon nicht überladen wurde, es aber auch nicht zu wenige Informationen gab. Hier wurde genau die richtige Menge an Details geliefert.

Besonders toll waren die Landschaftsbeschreibungen. Diese waren nicht nur sehr lebendig und prächtig beschrieben, sondern es wurde auch deutlich, dass die Autorin sich damit riesige Mühe gegeben hat, welche sich letztendlich ausgezahlt hat. Viele Orte hätte ich nur zu gerne live gesehen, da sie einfach traumhaft dargestellt waren.

Fazit:
Ein toller Roman mit kleinen Schwächen, die jedoch durch die fantastischen Beschreibungen der Natur fast wieder wettgemacht werden. Diese werden mir besonders in positiver Erinnerungen bleiben, sowie die Einbindung von historischen Begebenheiten.

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Autorin

Christine Kabus

Christine Kabus - Autor
© Stefan Thomas

Christine Kabus, 1964 in Würzburg geboren, arbeitete nach ihrem Studium der Germanistik und Geschichte als Dramaturgin und Lektorin bei verschiedenen Film- und Theaterproduktionen, bevor sie sich 2003 als Drehbuchautorin selbstständig machte. Schon als Kind zog sie der hohe Norden, den sie zunächst durch die Bücher von Astrid Lindgren und Selma Lagerlöf kennenlernte, in seinen Bann. Vor allem die ursprüngliche, mythische Landschaft Norwegens beflügelte ihre Phantasie. Sie begann, die …

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