Der Tanz des Kolibris
 - Sofia Caspari - Taschenbuch

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9,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Landschaftsromane
525 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17346-4
Ersterscheinung: 13.05.2016

Der Tanz des Kolibris

Roman
Mit Illustrationen von Reinhard Borner

(6)

Ein Dorf am Rande des Hunsrücks: Anne und Thomas lieben einander, sehen jedoch als Magd und Knecht des Großbauern Reichard keine Möglichkeit, eine Familie zu gründen. Zudem beginnt Reichard, Anne nachzustellen. Als ein Auswanderungsagent durch ihr Dorf reist und von Brasilien berichtet, beschließen Anne und Thomas, die Überfahrt zu wagen. Doch ihre Ersparnisse reichen zunächst nur für Annes Überfahrt. Sie tritt in die Dienste eines jungen Mannes, der verborgene Pläne verfolgt und auch ihr Schicksal mitbestimmen wird ... 

Rezensionen aus der Lesejury (6)

Lausie Lausie

Veröffentlicht am 03.05.2019

Der Tanz des Kolibris

Klappentext:
Ein Dorf am Rande des Hunsrücks: Anne und Thomas lieben einander, sehen jedoch als Magd und Knecht des Großbauern Reichard keine Möglichkeit, eine Familie zu gründen. Zudem beginnt Reichard, ... …mehr

Klappentext:
Ein Dorf am Rande des Hunsrücks: Anne und Thomas lieben einander, sehen jedoch als Magd und Knecht des Großbauern Reichard keine Möglichkeit, eine Familie zu gründen. Zudem beginnt Reichard, Anne nachzustellen. Als ein Auswanderungsagent durch ihr Dorf reist und von Brasilien berichtet, beschließen Anne und Thomas, die Überfahrt zu wagen. Doch ihre Ersparnisse reichen zunächst nur für Annes Schiffspassage. Auf der Reise tritt sie in die Dienste eines jungen Mannes, der geheime Pläne verfolgt und auch ihr Schicksal mitbestimmen wird...

Meine Meinung:
Diese Geschichte spielt im Jahr 1844 in Kreuznach. Nachdem die Magd Anne immer wieder von ihrem Lehnsherren Reichard belästigt wird, entscheiden sie und der Knecht Thomas von dort wegzulaufen. Von einem Auswanderungsagent erfahren die beiden, dass der brasilianische Kaiser in Petropolis eine neue Sommerresidenz bauen möchte und Arbeitskräfte hierfür sucht. Ihnen wird – wie vielen weiteren Deutschen damals – versprochen, dass in Brasilien für sie gesorgt ist. Sie werden eine Arbeit finden und auch ein Haus wird für sie gebaut. Doch ihr gespartes Geld reicht zunächst nur für Annes Reise – Thomas verspricht, so schnell es ihm möglich ist, nachzukommen. Auf ihrer Reise entdeckt sie Wilhelm Berlau, den Enkel eines benachbarten Gutshofs aus ihrem Heimatort. Er hilft ihr finanziell und bei den bürokratischen Angelegenheiten und bietet ihr an, ihre Schulden bei ihm auf der Reise abzuarbeiten...

Nachdem sich seine Mutter das Leben nahm, versucht Wilhelm Berlau herauszufinden, warum sie dies tat. In den Dingen, die sie ihm hinterlassen hat, befindet sich auch ihr altes Tagebuch mit der Bitte an ihn, es zu lesen. Darin liest Wilhelm, dass auch schon sein Vater Severin Hellmann und seine Mutter vorhatten, nach Brasilien auszuwandern. Gemeinsam mit ihrem Bruder Hanno – Wilhelms Onkel – machte sich schließlich sein Vater nach Brasilien auf und hat sie daraufhin nie wieder bei seiner Mutter gemeldet. Wilhelms Mutter kam nie über diesen Verlust hinweg und daher macht Wilhelm seinen Vater für den Tod seiner Mutter verantwortlich. Er möchte herausfinden, wo sein Vater ist und möchte ihn zur Rede stellen...

Anne und Wilhelm sind zwar die beiden Hauptpersonen dieser Geschichte, doch wir lernen auch noch weitere Personen kennen und erfahren mehr über sie. So lernen wir in Brasilien Severin näher kennen und erfahren mehr über ihn und was aus ihm geworden ist. Auch Thomas verfolgen wir weiter und auch er erlebt eine interessante Geschichte und abenteuerliche Reise.

In manchen Teilen erfahren wir dann auch, was 25 Jahre vor der eigentlichen Geschichte mit Severin und Lydia – Wilhelms Mutter – geschah. Diese Einblicke fand ich sehr interessant und las sie sehr gerne. Doch fürs eigentliche Geschehen waren sie nicht allzu wichtig.

Interessant wurde die Geschichte dann in Brasilien. Wilhelm zieht im Hintergrund leise die Strippen und setzt Anne gerne als Schachfigur ein. Doch auch er selbst spielt eine große Rolle darin, seinem Vater Severin Übel mitzuspielen, ohne dass dieser weiß, wen er da in seinem Haus als Gast empfängt. Wilhelm geht in seinem Hass auf seinen Vater regelrecht auf und setzt alles auf eine Karte, um diesen „bluten“ zu lassen. Dies fand ich sehr spannend und war ein regelrechter Pageturner.

Fazit
„Der Tanz des Kolibris“ ist eine spannende Auswanderergeschichte ins ferne Brasilien, mit interessanten Charakteren, über die man gerne mehr erfährt. Jede der Personen und ihre jeweilige Geschichte sind spannend geschrieben und auch die Nebenfiguren waren sehr interessant. Ich flog gegen Ende regelrecht durch das Buch und war begierig darauf zu wissen, wie es mit Anne, Thomas, Wilhelm und Severin endet.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Gelinde Gelinde

Veröffentlicht am 23.07.2017

Der Tanz des Kolibris

Der Tanz des Kolibris, von Sofia Caspari

Cover:
Wunderbar warme Farben, exotische Blüten und der Kolibri, sowie eine vielversprechende Landschaft, machen neugierig.

Inhalt:
1844: Anne lebt als arme Magd ... …mehr

Der Tanz des Kolibris, von Sofia Caspari

Cover:
Wunderbar warme Farben, exotische Blüten und der Kolibri, sowie eine vielversprechende Landschaft, machen neugierig.

Inhalt:
1844: Anne lebt als arme Magd auf einem Gut im Hundsrück. Als der Großbauer Reichhard Anne immer mehr nachstellt, fasst diese zusammen mit ihrem Liebsten (Thomas) den Entschluss auszuwandern. Zwielichte Auswanderungsagenten versprechen in Brasilien das Paradies auf Erden. Da das Geld hinten und vorn nicht reicht, soll Anne als erste Reisen.
Ihre Wege kreuzen sich mehrmals mit Wilhelm, dem Sohn des Gutsbesitzers, als sie sich kurz bevor sie aufs Schiff gehen wieder treffen gehen sie eine „Allianz“ ein.
Doch Anne weiß nicht welchen geheimen Pläne Wilhelm verfolgt und dass dessen Rache ihr eigenes Glück mehr als bedroht.

Meine Meinung:
Diese Buch deckt genau die Sparte „Love and Landscape“ ab.
Sehr schnell ist klar wohin der Weg geht.
Aber genau dieser Weg ist dann das Schöne.
Die Autorin versteht es sehr gut, emotionale und schöne Beschreibungen der Landschaft, der handelnden Personen und ihrer Handlungsweisen wider zu geben.
Als Leser wissen wir mehr als die Protagonisten und fiebern mit und wollen am liebsten immer wieder eingreifen und den Personen ins Ohr flüstern. Die Geschichte entwickelt ihre eigenen Dynamik und Spannung.

OK, ich finde dieses Mal sind einige merkwürdige und ich finde doch sehr unglaubwürdige Widersprüche eingearbeitete, bei denen ich denke, die hätte man vielleicht doch besser umgehen können.
Schreibstil, exotischer Handlungsort, Personen, Handlung, soweit alles richtig gemacht, und doch fehlt mir diesmal das Besondere, das Herausragende, das mir in Erinnerung bleiben wird.
Das Ende ist dann versöhnlich (Happy End), alle Fragen sind geklärt, alle Fäden aufgenommen und abgeschlossen.

Autorin:
Sofia Caspari, geb. 1972, hat schon mehrere Reisen nach Mittel- und Südamerika unternommen. Dort lebt auch ein Teil ihrer Verwandtschaft.
Heute lebt sie – nach Stationen in Irland und Frankreich – mit ihrer Familie in einem Dorf im Nahetal.

Mein Fazit:
Ein schöner Roman zum Entspannen und träumen.
Doch es fehlt mir ein bisschen das „Besondere, Einzigartige“.
Deshalb von mir dieses Mal gute 3 Sterne.

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Virgiliaf Virgiliaf

Veröffentlicht am 26.09.2016

Der Tanz des Kolibris

Ein interessanter Roman um den es um Auswanderer nach Brasilien geht. Man hat den Leuten Versprechnungen bemacht und dann wird nichts gehalten und sie sind noch ärmer als vorher. Auch Anne macht sich auf ... …mehr

Ein interessanter Roman um den es um Auswanderer nach Brasilien geht. Man hat den Leuten Versprechnungen bemacht und dann wird nichts gehalten und sie sind noch ärmer als vorher. Auch Anne macht sich auf den Weg um ihrem gewalttätigen Gutshern zu entkommen. Sowie Wilhelm der nach dem Selbstmord seiner Mutter erfährt, das der totgeglaubte Vater ebenfalls nach Brasilien ausgewandert ist. Eine Geschichte die unter die Haut geht und von der ersten Seite an fesselt.

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JanaBabsi JanaBabsi

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein neues Leben in Brasilien…

Kreuznach 1844
Lange kann sich Anne, die als Magd auf dem Hof des Großbauern Reichard arbeitet, nicht mehr vor den Nachstellungen ihres Arbeitgebers retten. Sie konnte ihm bisher immer irgendwie aus dem ... …mehr

Kreuznach 1844
Lange kann sich Anne, die als Magd auf dem Hof des Großbauern Reichard arbeitet, nicht mehr vor den Nachstellungen ihres Arbeitgebers retten. Sie konnte ihm bisher immer irgendwie aus dem Weg gehen, bis er sie eines Abends abgefangen und in einer abgelegenen Jagdhütte eingeschlossen hat. Es gelingt Anne zu fliehen, aber sie weiß, dass sie Reichard früher oder später zum Opfer fallen wird.

Der Zufall will es, dass Anne auf einem ihrer Botengänge nach Kreuznach hört, wie ein Agent nach auswanderwilligen Deutschen sucht, die in Brasilien ein neues Leben beginnen möchten.

Bei einer ihrer „gestohlenen Stunden“ erzählt Anne ihrem Freund Thomas, der als Knecht auf Reichards Hof arbeitet, von Brasilien und beide sehen darin ihre Chance. Ein neues Leben in einem aufregenden Land …... aber die Überfahrt ist teuer, und es kann nur einer von ihnen reisen. Anne nimmt als erste den langen Weg nach Brasilien auf sich und Thomas wird folgen, sobald er das Geld für seine Überfahrt gespart hat.

Die Autorin Sofia Caspari nimmt den Leser in „Der Tanz des Kolibri“ mit auf die Reise, von Kreuznach im Hunsrück (heute Bad Kreuznach) bis nach Brasilien, wo die Einwanderungswelle durch deutsche Siedler im 19. und 20. Jahrhundert ihren Höhepunkt hatte. Viele Deutsche hatten damals den Wunsch, den wirtschaftlichen und politischen Problemen in ihrer Heimat zu entfliehen. Das Versprechen, dass die Einwanderer nach ihrer Ankunft von der brasilianischen Regierung Land geschenkt bekommen, war für viele Menschen der letzte Anstoß sich auf die weite und gefährliche Reise zu machen. Sie alle sehnten sich nach einem besseren Leben.

Zur gleichen Zeit wie Anne, macht sich auch Wilhelm Berlau aus Kreuznach auf den Weg nach Brasilien. Nach dem Tod seiner Mutter, möchte er dort nach einem Verwandten suchen.

Anne hat Glück, denn sie bekommt eine Anstellung als Hausmädchen bei Familie Hellman, die in Botafogo, einem vornehmen Stadtteil von Rio de Janeiro, wohnt. Severin Hellmann ist schon vor vielen Jahren aus Deutschland nach Brasilien ausgewandert. Er ist verheiratet und hat 2 erwachsene Töchter und einen Sohn.

Im Hause Hellmann treffen Anne, Wilhelm Berlau und Familie Hellmann aufeinander und das Handeln des Einen hat Auswirkungen auf das Leben der Anderen, unweigerlich.

Der Leser bekommt die Geschichte aus der Sicht einer dritten Person geschildert und immer abwechselnd von Anne/Thomas, Wilhelm Berlau und Familie Hellmann. In kurzen Einschüben mit der Überschrift „25 Jahre zuvor“ erfährt man etwas aus der Vergangenheit von Lydia Berlau, Wilhelm Berlaus Mutter. Sie hat ihrem Sohn ein Tagebuch hinterlassen.

Die Charaktere sind, wie auch schon in den anderen historischen Romanen, die ich von Sofia Caspari kenne, sehr schön angelegt. Alle Personen sind glaubhaft und handeln realistisch und machen im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch.

Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Ganz sicher ist es auch dem einen oder anderen Auswanderer so gegangen, wie im Buch beschrieben. Das Leben war hart zur damaligen Zeit – ob in Deutschland oder anderswo. Es wurde einem nichts geschenkt.

Der Showdown der Geschichte hätte für mich persönlich viel mehr Drama haben können. Die Entwicklung hat mich wirklich neugierig werden lassen auf das, was dann passiert. Aber die Auflösung ist dann irgendwie gar nicht so dramatisch wie sie hätte sein können, sondern, für meine Begriffe, eher flach auslaufend.

Ein schönes Buch, das mir einige schöne Lesestunden bereitet hat. Am Ende fehlte mir jedoch das gewisse Etwas.

PS: Wikipedia sagt übrigens, dass 10 % der Brasilianer deutsche Vorfahren haben.

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heidij heidij

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der Tanz des Kolibris

Die Leseprobe weckt das Interesse an diesem Buch. Die
Autorin versteht ea, die Personen fast bildlich darzustellen und vermag es auch dadurch Spannung auf-
zubauen. Für die beiden Liebenden gibt es nur ... …mehr

Die Leseprobe weckt das Interesse an diesem Buch. Die
Autorin versteht ea, die Personen fast bildlich darzustellen und vermag es auch dadurch Spannung auf-
zubauen. Für die beiden Liebenden gibt es nur den Weg der Auswanderung, aber was wird passieren, wenn nur
Anne zuerst allein auf die Reise geht. Man darf gespannt sein, was alles geschehen wird. Aber es wird sicherlich gut ausgehen.
Das Cover paßt eindeutig zum Titel und weckt auch das
Intersse am Buch

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Autorin

Sofia Caspari

Sofia Caspari - Autor
© Sofia Caspari

Sofia Caspari, geboren 1972, hat schon mehrere Reisen nach Mittel- und Südamerika unternommen. Dort lebt auch ein Teil ihrer Verwandtschaft. Längere Zeit verbrachte sie in Argentinien, einem Land, dessen Menschen, Landschaften und Geschichte sie tief beeindruckt haben. Heute lebt sie – nach Stationen in Irland und Frankreich – mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Söhnen in einem Dorf im Nahetal.

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