Mein Weihnachtswunsch bist du
 - Jenny Hale - Taschenbuch

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9,90

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Zeitgenössischer Liebesroman
303 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17746-2
Ersterscheinung: 28.09.2018

Mein Weihnachtswunsch bist du

Roman
Übersetzt von Kerstin Ostendorf

(25)

Als Leah erfährt, dass sie die Villa ihrer Großmutter geerbt hat, weiß sie, dass sie ihrer Tochter Sadie endlich die Kindheit ihrer Träume schenken kann. Doch es gibt einen Haken: Leah soll sich das Haus mit David, ihrem Freund aus Kindertagen, teilen. Hier scheint Ärger vorprogrammiert zu sein. Während die beiden jedoch gemeinsam vor dem Kamin sitzen und in alten Erinnerungen schwelgen, merkt Leah, wie sich ein Kribbeln in ihrem Bauch ausbreitet. Und seinem Blick nach zu schließen, fühlt David genauso …

Rezensionen aus der Lesejury (25)

Samtpfote Samtpfote

Veröffentlicht am 31.03.2019

Schön, aber da wäre mehr möglich gewesen

Mein Weihnachtswunsch bist du - Jenny Hale

Der Inhalt und die Leserunde:
Es hat mich sehr gefreut, dass gleich mein erster Besuch im neuen Portal der Lesejury (und so neu ist es ja nun auch wieder nicht, ... …mehr

Mein Weihnachtswunsch bist du - Jenny Hale

Der Inhalt und die Leserunde:
Es hat mich sehr gefreut, dass gleich mein erster Besuch im neuen Portal der Lesejury (und so neu ist es ja nun auch wieder nicht, ich war dort einfach schon sehr lange nicht mehr online...), mit einem Buchgewinn gekrönt wurde. Meine erste Bewerbung, die ich nach so langer Pause abgeschickt habe, war also erfolgreich und ich ich habe mich sehr auf die Leserunde gefreut, die genau an meinem Geburtstag gestartet wurde. Der Austausch war wundervoll und obwohl unsere Meinungen teilweise sehr unterschiedlich sind und waren, so war es ein Genuss, über das Buch zu diskutieren. Die aktuellen Lichtverhältnisse lassen ja leider keine wirklich tollen Fotos zu, aber es soll hier definitiv noch erwähnt sein, dass dieses Buch nicht nur wunderbar kitschig anzusehen ist, sondern dass die vielen Schneesterne auf dem ganzen Einband auch noch herrlich glitzern...

Meine Meinung zum Inhalt:
Nun aber noch zum Inhalt. Ich bin mir sehr sicher, dass mein Lesegeschmack sich in den letzten Jahren stark verändert hat und dass ich insgesamt kritischer, aufmerksamer, emanzipierter und neugieriger geworden bin. Trotz allem vergeht für mich keine Adventszeit ohne Kitsch und da darf auch ein richtig guter romantischer Roman nicht fehlen. Was aber ist ein richtig guter und romantischer Roman? Meiner Meinung nach können (und sollen) auch Romane mit Happy End-Garantie hochwertig, intelligent, humorvoll und mit einem gewissen Anspruch an die Leserschaft geschrieben sein.
Debbie Macomber und Debbie Johnson, sowie Kerry Fisher oder auch Lucinda Riley machen dies in meinen Augen grandios und die Bücher von Gilles Legardinier sind ein wahrer Genuss. Fundierte Recherchen, starke, menschliche und sehr authentische Protagonistinnen und Protagonisten mit Stärken und Schwächen, Romantik, Drama, Tiefgang, Humor und eine in sich stimmige Handlung sind da in wirklich jedem Buch anzutreffen. Jenny Hale ist dies mit "Mein Weihnachtswunsch bist du" nicht immer ganz gelungen. Da finden sich nämlich sich widersprechende Aussagen, nicht wirklich stimmige Szenen, grosse Lücken, die sich in einem normalen Leben nie ergeben hätten, und, und... Zum Beispiel erbt Leah die Hälfte des Hauses ihrer Grossmutter und wird dann vor eine schwere Entscheidung gestellt, ihre Eltern aber lässt sie komplett aussen vor, bespricht sich nicht einmal mit ihnen, sie tauchen erst am Ende einmal auf und ich bin mir nicht einmal mehr sicher, ob Leahs Mutter oder Leahs Vater das Kind ihrer Grossmutter war, so unwichtig sind sie für das Geschehen. Auch wird über den Preis des Grundstücks verhandelt, das riesig sein muss, bei allem, was es beinhaltet und doch konnte ich es mir am Ende immer noch nicht richtig vorstellen, weil es der Autorin wohl nicht ganz so wichtig war und das Lektorat da auch nicht Einspruch erhoben hat.
Von solchen nicht wirklich falschen und nicht komplett unlogischen aber doch störenden Unstimmigkeiten wimmelt dieses Buch. Einige Mitleserinnen in der Leserunde taten diese Einwände mit "Es ist doch nur ein Liebesroman" ab. Aber muss das wirklich sein? Sind wir Leserinnen und Leser, die einfach einmal etwas fürs Herz wollen, so leicht zu bedienen? Müssen Bücher, die wir gerne lesen, wirklich seicht und eher realitätsfremd sein? Dürfen wir so einfach abgespiesen werden?
Versteht mich nicht falsch. Das Buch war in Ordnung. Das Ende hat gepasst, ein wenig Romantik und Kitsch kamen auf, es gab Schnee, Kinderlachen und ein schönes Weihnachtsfest, aber das reicht mir leider noch nicht ganz. Ich persönlich vermute, dass hier an der Recherchearbeit und am (inhaltlichen) Lektorat gespart worden ist, um dieses Buch schnell auf den Markt zu bringen und fühle mich diesbezüglich ein wenig hintergangen. So einfach möchte ich eigentlich nicht (mehr) mit Lesestoff beliefert werden.

Schreibstil und Handlung:
Die Sprache liest sich flüssig und humorvoll und so fliegt man beim Lesen nur so durch die Seiten. Mir fehlte vor allem am Anfang ein wenig Tiefgang und die Emotionen waren für mich nicht fassbar. Leah erzählt zum Beispiel viel von ihrer Trauer über den plötzlichen Verlust ihrer Nan. Ich bin normalerweise sehr schnell zu Tränen gerührt, aber das kam bei mir leider so gar nicht an (und war auch nicht der einzige Aspekt, der mich leider kaltgelassen hat).
Ansonsten hat mich das Buch gut unterhalten, sämtliche weihnachtlichen Klischees wurden bedient (inklusive dem ewig gestrigen und mittlerweile nicht mehr salonfähigen Bild der eigentlich ohne Mann total hilflosen Protagonistin und der Frauen, die "in der Küche stehen", während die Männer "arbeiten", wow, das liest sich noch schlimmer als im Buch, wenn ich es in Anführungszeichen setze) und ein glitzerndes Weihnachtsfest voller Lichterglanz und Wärme durfte auch nicht fehlen.
Insgesamt war mir das aber - wie gesagt - alles ein wenig zu seicht, zu konservativ und leider einfach zu wenig ausgereift. Sehr enttäuscht war ich dann aber vom Epilog. Der hätte gar nicht sein müssen. Im Gegenteil, die Autorin hätte sich diesen Teil der Geschichte besser für ein paar Folgebände aufgespart, da hätte man nämlich wirklich noch etwas aus der Erzählung herausholen können. Schade, da wurde einiges an inhaltlichem Potenzial verschenkt, wo es doch sprachlich am Ende wirklich super gepasst hat und die Weihnachtsstimmung perfekt war.

Mein Fazit:
Dieses Buch empfehle ich euch nicht. Nicht, weil es schlecht wäre oder zu wenig romantisch und nicht, weil die negativen Seiten überwiegen. Vielmehr verpasst ihr einfach nichts, wenn ihr dieses Buch nicht lest und da die Geschichte einfach ingesamt zu wenig ausgereift ist, greift ihr lieber zu einem anderen Buch aus diesem Genre, Auswahl gibt es ja genug :-)

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Deidree Deidree

Veröffentlicht am 21.03.2019

Unterhaltsame, gefühlvolle Stunden nicht nur zur Weihnachtszeit

Die Trauer um Nan, ihrer Großmutter, ist bei Leah noch sehr stark präsent. Einzig der Gedanke, dass sie, nachdem sie das geliebte Plantagenhaus ihrer Großmutter geerbt hat, mit ihrer Tochter Sadie dorthin ... …mehr

Die Trauer um Nan, ihrer Großmutter, ist bei Leah noch sehr stark präsent. Einzig der Gedanke, dass sie, nachdem sie das geliebte Plantagenhaus ihrer Großmutter geerbt hat, mit ihrer Tochter Sadie dorthin ziehen wird, mildert diesen Schmerz etwas. Dort wird sie ihrer Tochter das Leben bieten können, das sie sich für Sadie schon immer gewünscht und mit Nan erträumt hat. Doch warum hat ihre Großmutter kurz vor ihrem Tod das Testament geändert und David die Hälfte des Hauses vererbt? Was steckt dahinter? Welche Pläne hat David mit dem Haus? Werden sie sich einigen können?

David ist Leahs Freund aus Kindertagen. Damals hatten sie sich wunderbar verstanden. Doch was ist aus David geworden? Können sie an die Leichtigkeit der Kindertage anknüpfen? Oder hat David sich das Erbe vielleicht sogar erschlichen? Leah ist gespalten. Was soll sie tun? Was ist das Beste für ihre Tochter?

„Mein Weihnachtswunsch bist du“ von Jenny Hale ist ein wunderbarer leichter Roman. Die Geschichte geschickt verpackt mit ein paar Überraschungen, der Schreibstil hat mir ein flüssiges Lesen ermöglicht. In meinen Augen sind die Figuren authentisch und in ihren Handlungen glaubwürdig. Auch die Gedanken und Sorgen von Leah kann ich einer alleinerziehenden Mutter ohne Probleme abkaufen. Einzig war ich kurzzeitig von der Zeitleiste verwirrt. Anfangs war von ein paar Tagen vor Weihnachten die Rede, dann kam mir vor, als seien es doch einige mehr. Aber dies könnte erstens auch an mir gelegen haben und zweitens ändert es nichts am Lesespaß.

Das Cover ist außergewöhnlich gestaltet. Die Schneeflocken, Teile des Schnees und die Schrift sind erhaben und glitzern. Im Ganzen ein netter Hingucker.

Ich hatte mit Leah und David schöne, unterhaltsame, gefühlvolle und auch witzige Stunden.

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HappyEndBuecherdeNicole HappyEndBuecherdeNicole

Veröffentlicht am 26.01.2019

Leider sehr belangloser Weihnachtsroman mit austauschbaren Akteuren, der mich enttäuscht hat

Leah liebte Nan, ihre Großmutter sehr. Doch nun ist die, von allen geliebte ältere Dame verstorben und hat ihrer Enkelin das idyllisch gelegene, historische Anwesen Evergreen Hall vermacht, so wie sie ... …mehr

Leah liebte Nan, ihre Großmutter sehr. Doch nun ist die, von allen geliebte ältere Dame verstorben und hat ihrer Enkelin das idyllisch gelegene, historische Anwesen Evergreen Hall vermacht, so wie sie es immer vorgehabt hatte. Die alleinerziehende Leah möchte dort, nun zusammen mit ihrer kleinen Tochter Sadie einziehen, hat auch schon viele Pläne, um das Anwesen erhalten zu können, denn sie ist finanziell nicht gerade gesegnet.

Eine, von ihrer Großmutter, kurz vor deren Tod gemachte Änderung im Testament, könnte Leahs Pläne mit einem Schlag zunichte machen. Denn Nan hat Leah nur die eine Hälfte des Anwesens vermacht. Die andere Hälfte geht an David, dessen Großmutter Evergreen Hall einst an Nan verkaufte. Dennoch hielten die beiden Familien stets Kontakt- David lebte gar eine Weile auf Evergreen Hall und war Leahs Spielkamerad, bis David und seine Mutter in eine andere Stadt zogen.

Das veränderte Testament gibt Leah zu denken. Sie macht sich auf zum Anwesen ihrer Großmutter, um David dort, zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder zu treffen.
Zunächst ist es ein gelungenes Wiedersehen. Beide schwelgen in Erinnerungen, doch dass eröffnet David Leah, dass er Evergreen Hall, um jeden Preis, in Gänze zurückbekommen will. Er plant Leah auszubezahlen und nennt ihr eine großzügige Summe. Wie soll sich Leah bloß entscheiden? Immerhin hat sie es ihrer Tochter, die genauso an Evergreen Hall hängt, wie Leah, versprochen, dass sie, auf jeden Fall, in Zukunft dort einziehen und leben werden.

Und auch Weihnachten steht vor der Tür. Zu diesem Anlass, kamen zu Nans Lebzeiten, stets Familie und Freunde zusammen auf Evergreen Hall, um das Fest gemeinsam zu feiern. Es war Nan ein großes Anliegen, Traditionen zu wahren. Was wird David davon halten, wenn Leah ihm vorschlägt, auch dieses Jahr groß zu feiern?

Jedes Jahr erscheint von der Autorin Jenny Hale ein Roman, der zumeist in der Weihnachtszeit spielt und bislang mochte ich die Romane der Autorin immer sehr, weil sie viel Warmherzigkeit versprühten, dabei jedoch keinesfalls kitschig geraten waren.

Daher freute ich mich, im Vorfeld, sehr auf „Mein Weihnachtswunsch bist du“, den aktuellen Roman der Autorin. Um es vorweg zu nehmen- diesmal konnte mich die Geschichte nicht so wirklich packen. Zwar hat Jenny Hale an sämtliche Zutaten gedacht, die einem Weihnachtsroman die richtige Würze verleihen können, doch haperte es einfach an der Umsetzung des Ganzen. Obwohl ich finde, dass Harmonie und Wohlfühlatmosphäre unbedingt dazu gehören, wenn man eine Weihnachtsromance erzählen möchte, kommen besagte Attribute, hier einfach in zu geballter Form zum Tragen.

Sämtliche Romanfiguren in diesem Roman sind durchweg gute Menschen, was an sich ja völlig legitim und wünschenswert ist, doch leider besitzen sie dazu keinerlei Ecken und Kanten, was sie auf Dauer recht langweilig macht. Von Vorhersehbarkeit in einem Liebesroman zu sprechen; nun ja, natürlich ist es jedem Liebesromanleser auch vor dem Lesen klar, dass sich das Paar letztendlich „bekommt“, doch in diesem Fall fand ich den Weg bis zum Ziel sehr belanglos geschildert. Freunde aus Kindertagen treffen sich wieder, erzählen sich nette Anekdoten von damals, es funkt plötzlich, die Schwierigkeit mit dem Haus löst sich natürlich bald in Wohlgefallen auf und zwischendurch werden noch reichlich Weihnachtsleckereien verschnabuliert.

Ehrlich gesagt hat mich die Belanglosigkeit von „Mein Weihnachtswunsch bist du“, sehr enttäuscht zurückgelassen. Liebesromanlektüre kann ruhig mal leichter sein, doch zumindest wünsche ich mir dann Romanfiguren die ein wenig mehr Substanz aufweisen. Wer mit angesprochenem Punkt weniger Probleme hat, sollte durchaus mal einen Blick ins Buch riskieren, allen anderen empfehle ich aber lieber, zu anderen Romanen der Autorin zu greifen.

Kurz gefasst: Leider sehr belangloser Weihnachtsroman mit austauschbaren Akteuren, der mich enttäuscht hat.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Kittyzer Kittyzer

Veröffentlicht am 31.12.2018

Schwächelt in der Mitte stark

David grinste sie an und lachte ebenfalls. Dann nahm er zwei Zwiebeln, um sie in den Wagen zu legen. Doch durch die gelöste Stimmung schien er ein wenig albern geworden zu sein, da er mit den Zwiebeln ... …mehr

David grinste sie an und lachte ebenfalls. Dann nahm er zwei Zwiebeln, um sie in den Wagen zu legen. Doch durch die gelöste Stimmung schien er ein wenig albern geworden zu sein, da er mit den Zwiebeln jonglierte und sie höher und höher in die Luft warf. Die letzte verfehlte er allerdings, und sie knallte auf den Rand des Einkaufswagens, prallte ab und rollte durch die Beine einer ungläubigen Einkäuferin.

"Entschuldigung", sagte David zu der finster blickenden Dame, während er versuchte, sein Lachen zu unterdrücken. "Hab meine Zwiebel verloren."
--

INHALT:
Schon seit Jahren träumen Leah und ihre kleine Tochter Sadie davon, eines Tages auf das Anwesen der Großmutter, Evergreen Hill, ziehen zu können und dort ihre eigene Eventfirma zu starten. Doch dann verstirbt Nan plötzlich und alles ist wieder offen - besonders, als ersichtlich wird, dass nicht nur Leah das Grundstück geerbt hat, sondern sie es sich mit ihrem Kindheitsfreund David teilen muss. Und dieser hat vollkommen andere Vorstellungen davon, wie verfahren werden soll. Werden die beiden sich einigen können?

MEINE MEINUNG:
Im November und Dezember ist es wie jedes Jahr wieder erneut so weit: Die Weihnachtsromane finden Einzug in die Buchhandlungen und -regale - denn womit lässt es sich besser bei grauem Wetter in eine Decke kuscheln als mit einer Liebesgeschichte unter dem Weihnachtsbaum? Auch Jenny Hale, die jährlich einen Sommer- und einen Winterroman veröffentlicht, will die Leser mit "Mein Weihnachtswunsch bist du" in diese kalte wie auch zauberhafte Zeit entführen. Das in allerdings nur 300 Seiten, was es der Autorin erschwert, wirklich in die Tiefe zu gehen.

Leah ist eine noch recht junge, alleinerziehende Mutter, die schon lange den Wunsch hegt, sich mit ihrer eigenen Veranstaltungs-Location selbstständig zu machen. Sie hat ein gutes Herz, ist allerdings auch sehr nah am Wasser gebaut und weint ständig, was bald anstrengend wird. Love-Interest David stellt nach dem anfänglich netten Eindruck bald ziemlich hohe Anforderungen - will keinen Kompromiss schließen und Leah mehr oder weniger das Haus wegnehmen, und zwar gegen eine lächerliche Summe. Er entwickelt sich zwar, allerdings haben die meisten seiner Taten mit Geld zu tun. Die Nebenfiguren sind eigentlich das sympathischste - Leahs beste Freundinnen etwa, oder ihre süße Tochter Sadie, die allerdings übertrieben altklug ist.

Nach dem interessanten Einstieg und dem ersten Aufeinandertreffen des späteren Liebespaars, schwächelt der Mittelteil leider stark - es passiert nur sehr wenig, und dem Grund für Nans geändertes Testament kommt niemand wirklich näher. Um dieses Rätsel in die Länge zu ziehen wird sich sogar einiger Logiklücken bedient: Dass David und Leah trotz Adresse etwa eine Person nicht finden, oder dass genau diese später ganz praktisch einfach vor der Tür steht. Immerhin die Liebesgeschichte kann überzeugen - diese schwelgt nämlich erst sehr lange und kann sich so gut entwickeln. Das Ende wird sehr kitschig, schließt die Geschichte aber recht zufrieden stellend ab, wenn auch leider nicht so winterlich wie erwartet.

FAZIT:
Zur Weihnachtszeit lese ich sehr gern mal eine winterweiße Liebesgeschichte - da kam mir "Mein Weihnachtswunsch bist du" gerade recht. Leider zieht es sich in der Mitte sehr, und die Handlungsstränge können nicht alle überzeugen. Insgesamt nur nett. Knappe 3 Punkte.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Lienne Lienne

Veröffentlicht am 30.12.2018

Mein Weihnachtswunsch bist du

Inhalt:

Als Leah erfährt, dass sie die Villa ihrer Großmutter geerbt hat, weiß sie, dass sie ihrer Tochter Sadie endlich die Kindheit ihrer Träume schenken kann. Doch es gibt einen Haken: Leah soll sich ... …mehr

Inhalt:

Als Leah erfährt, dass sie die Villa ihrer Großmutter geerbt hat, weiß sie, dass sie ihrer Tochter Sadie endlich die Kindheit ihrer Träume schenken kann. Doch es gibt einen Haken: Leah soll sich das Haus mit David, ihrem Freund aus Kindertagen, teilen. Hier scheint Ärger vorprogrammiert zu sein. Während die beiden jedoch gemeinsam vor dem Kamin sitzen und in alten Erinnerungen schwelgen, merkt Leah, wie sich ein Kribbeln in ihrem Bauch ausbreitet. Und seinem Blick nach zu schließen, fühlt David genauso …


Meine Meinung:

Ich bin aufgrund des wunderschönen Covers auf dieses Buch aufmerksam geworden und habe mir eine romantische Geschichte versprochen, die mich in Weihnachtsstimmung versetzt. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht ganz erfüllen.

Zunächst einmal hatte ich ein paar kleine Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden, was jedoch nicht am Schreibstil lag. Dieser ist nämlich locker und flüssig. Auch die Atmosphäre hat mir ganz gut gefallen. Doch leider baut sich keine Spannung auf und die Handlung plätscherte nur vor sich hin. Auch die Romantik kam mir ein wenig zu kurz.

Leah ist eine interessante Protagonistin. Mir hat ihre Stärke und auch ihre tolle Beziehung zu ihrer Tochter Sadie sehr gut gefallen. Es ist nicht immer einfach als alleinerziehende Mutter, doch ihre Freundinnen sind eine gute Unterstützung. Zu Beginn empfand ich Leah als authentisch und konnte mich gut in sie hineinversetzen. Ihre Träume waren für mich nachvollziehbar. Doch irgendwann hat sie eine Wendung genommen und begonnen ihre Träume und Wünsche zu verraten, indem sie den geerbten Teil des Hauses ihrer Nan an David verkaufen wollte, um ihre Geldsorgen loszuwerden. Für mich passte es einfach nicht zu ihrer sonstigen Stärke.

Die Annäherung von Leah und David beginnt sehr zart, was mir gut gefallen hat. Doch irgendwie fehlte mir das Prickeln und Knistern.

Ein Lächeln hat mir die liebe Sadie ins Gesicht gezaubert. Für ihr Alter ist sie schon sehr altklug ?

Das Ende war ein klein wenig überladen. Auch 1-2 Logikfehler schlichen sich leider ein und haben den Lesegenuss getrübt.


Fazit:

“Mein Weihnachtswunsch bist du” ist insgesamt eine nette Geschichte für Zwischendurch. Perfekt, um sich berieseln zu lassen, ohne groß nachzudenken. Leider konnte mich die Geschichte nicht komplett überzeugen und auch die Weihnachtsstimmung und die Romantik blieben aus.

Doch Geschmäcker sind verschieden. Lest selbst ?

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Autor

Jenny Hale

Als Jenny Hale mit der Schule fertig war, sagte eine ihrer Freundinnen: „Passt auf, eines Tages wird Jenny Bücher schreiben!“ Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Jenny nie darüber nachgedacht, Autorin zu werden. Doch manchmal können Freunde Sachen voraussehen, die man selbst nicht im Blick hat. Auch wenn sie nicht sofort mit dem Schreiben begann, hat damals dieser Kommentar den Stein ins Rollen gebracht und seither versüßt Jenny ihren Lesern mit ihren herzerwärmenden Romanen die …

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