Café Engel
 - Marie Lamballe - Taschenbuch

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10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Saga
494 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17917-6
Ersterscheinung: 31.01.2020

Café Engel

Töchter der Hoffnung
Roman

(10)

Wiesbaden, 1959. Hilde Koch, die neue Chefin des Café Engel, kämpft tapfer gegen einen Konkurrenten, der mit Tanzabenden immer mehr Gäste anlockt. Ihr Ehemann Jean-Jacques ist ihr dabei keine große Stütze, seit er seinen Traum vom eigenen Weingut wahrgemacht hat. Als der neue Konditor des Cafés Hilde heftig umwirbt, wird ihre Ehe auf eine harte Probe gestellt. Für Hildes Bruder Wilhelm eröffnen sich derweil ganz neue Horizonte, denn die boomende Filmindustrie lockt mit verführerischen Angeboten …

Rezensionen aus der Lesejury (10)

Eliza Eliza

Veröffentlicht am 05.08.2020

Ein Café im Wandel der Zeit

Da ich das Café Engel sehr in mein Herz geschlossen habe, bin ich mit Spannung, Erwartung aber auch etwas Wehmut in den letzten Band der Reihe eingestiegen. Nach dem nun wieder einige Jahre vergangen waren ... …mehr

Da ich das Café Engel sehr in mein Herz geschlossen habe, bin ich mit Spannung, Erwartung aber auch etwas Wehmut in den letzten Band der Reihe eingestiegen. Nach dem nun wieder einige Jahre vergangen waren und die Erzählung mittlerweile Ende der 50iger Jahre spielt, war ich sehr gespannt, welche neuen Entwicklungen, aber auch Veränderungen in der Familie Koch Einzug gehalten haben. Mir hat die Geschichte wieder viel Freude gemacht und ich konnte ihr mit einer großen Portion Lesevergnügen folgen.
Auf dem bunten Cover erkennt man zwei Frauen, welche festlich gekleidet auf einer belebten Straße entlangflanieren. Seitwärts der Damen zeigen sich dem Leser Tische und Stühle, welche vor einem Café stehen könnten. Der Klappentext umreißt grob den Kern der Handlung, ohne den Inhalt oder die Spannung vorwegzunehmen.
Die wesentlichen Inhalte des Romans sind das konkurrierende Geschäftsleben, Familienprobleme, gesellschaftliche Veränderungen, Liebe, Kaffeehauskultur, Theater- und Familienleben. Der Roman spielt in Deutschland am Ende der 50iger Jahre in Zeiten des sogenannten Wirtschaftswunders, womit die historische Einordnung für die Leser sehr prägnant und einfach ist. Zeitsprünge waren in der Geschichte keine zu erkennen. Nach dem in den ersten beiden Bänden der Fokus stärker auf dem Café und seiner sozialen und geschäftlichen Umgebung war, treten nun die einzelnen Nebenfiguren noch stärker in den Vordergrund. Die beiden Brüder von Hilde, August und Wilhelm, werden dabei, wie schon im zweiten Band, ein prägender Teil der Geschichte. Als besondere Nebenfigur ist aber Micha, der Sohn aus erster Ehe von Augusts Frau Swetlana zu erwähnen. Er zeigt während der ganzen Geschichte eine erstaunliche Entwicklung, von einem gelangweilten und frustrierten Teenager hin zu einem jungen, verantwortungsbewussten Mann. Die Ausarbeitung dieser Figur ist der Autorin meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Begleitet wird dieses Ereignis von dem tragischen Tod einer meiner Lieblingsfiguren. Diese zeigt auch den zeitlichen Wandel zwischen dem ersten Teil, kurz nach dem zweiten Weltkrieg hin zum Ende der 50iger Jahre. Auch einer der Hauptfiguren Hilde hat sich meiner Meinung nach weiterentwickelt und versucht das Café auch durch schwierige Zeiten zu steuern. Erneut stößt sie dabei, wie im vorherigen Band auf Konflikte mit ihren Eltern über die Neuausrichtung des Cafés.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, liebevoll, emotional und sehr lebendig. Die Figuren sind dabei nicht starr beschrieben, sondern agieren emotional und wirken somit dem Leser vertraut und realitätsnah. Wesentliche Charaktereigenschaften der Personen bleiben erhalten, trotzdem sind vereinzelt persönliche Veränderungen zu sehen. Der Roman richtet sich an Lese-Fans der Wirtschaftswunderjahre in Deutschland, Kaffeehausliebhaber, Fans von Familiendynastien und Freunde einer facettenreichen Geschichte über Kultur und Gesellschaft in Deutschland.
Er ist sowohl für Frauen als auch für Männer meiner Meinung nach geeignet, wobei ich eine leichte Tendenz für die weibliche Leserschaft aussprechen würde. Mein Fazit ist sehr positiv. Mir ist es nicht leicht gefallen das Buch zu beenden. Viel zu sehr habe ich mit den Figuren mitgefiebert und sie sind mir ans Herz gewachsen. Das ich mich von einer meiner Lieblingspersonen verabschieden musste, stimmte mich zusätzlich noch traurig. Aber ich bin sehr überzeugt von dieser Trilogie die durch ihre Lebensnähe, Lebensfreude aber auch durch die flüssige Erzählweise dem Leser viele Freude bereiten wird.

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myriam0610 myriam0610

Veröffentlicht am 22.07.2020

Schöner Abschluss der Trilogie

Wie geht es weiter mit dem Café Engel und seinen (dem Leser liebgewonnenen) Bewohnern? Sie haben kleinere und größere Schwierigkeiten und müssen sich der ein oder anderen Herausforderung stellen, denn ... …mehr

Wie geht es weiter mit dem Café Engel und seinen (dem Leser liebgewonnenen) Bewohnern? Sie haben kleinere und größere Schwierigkeiten und müssen sich der ein oder anderen Herausforderung stellen, denn das Leben ist eben ein Ponyhof => ein schöner Roman, der tägliche (Ehe-)Probleme oder auch Herausforderungen bei der Erziehung der Kinder beispielsweise thematisiert. Schöner Abschluss

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leseratte1310 leseratte1310

Veröffentlicht am 27.04.2020

Gelungenes Finale

Es geht weiter mit dem Café Engel. Nach „Eine neue Zeit“ und „Schicksalhafte Jahre“ ist dieser Band das Finale der Reihe.
Die schwierigen Jahre der Nachkriegszeit sind überstanden und es geht aufwärts. ... …mehr

Es geht weiter mit dem Café Engel. Nach „Eine neue Zeit“ und „Schicksalhafte Jahre“ ist dieser Band das Finale der Reihe.
Die schwierigen Jahre der Nachkriegszeit sind überstanden und es geht aufwärts. Doch auch im Jahr 1959 hat man im Café Engel mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Konkurrenz schläft nicht und zieht mit besonderen Attraktionen Gäste an. Elsa aber ist Neuerungen gegenüber nun mal nicht aufgeschlossen. Doch Hilde weiß, dass sie etwas unternehmen muss, sonst droht das Aus. Von ihrem Ehemann Jean-Jacques kann sie keine Hilfe erwarten, denn er ist voll beschäftigt mit seinem Weingut und glänzt daher meist durch Abwesenheit. Der neu eingestellte Konditor hat ein Auge auf Hilde geworfen. Die Ehekrise ist vorprogrammiert.
Der Schreibstil der Autorin Marie Lamballe ist wieder schön flüssig zu lesen. Wieder wird aus wechselnden Perspektiven berichtet.
Die Charaktere sind gut und authentisch ausgearbeitet. Zu den vertrauten Personen kommen neue hinzu. Hilde führt zwar das Café Engel, aber ihre Mutter will auch noch mitreden. Aber das ist nicht das einzige Problem, mit dem Hilde zu kämpfen hat. Sie muss gegen die Konkurrenz bestehen, in der Ehe kriselt es und sie hat einen Verehrer. Es geht also weiter turbulent zu. Dass Jean-Jacques mit seinem Weingut zu tun hat, ist die eine Sache, aber er ist auch verheiratet und das scheint er fast zu vergessen. Hildes Bruder Wilhelm ist von der sich weiterentwickelnden Filmindustrie sehr angetan und sieht seine Chancen. Swetlana sorgt sich um ihren Sohn, aber auch die Tochter braucht ihre Zuwendung.
Auch der Abschluss dieser Familiengeschichte hat mir gut gefallen.

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tigerbea tigerbea

Veröffentlicht am 19.03.2020

Serie mit Suchtfaktor

Auch im Jahr 1959 geht es im Cafe Engel turbulent zu. Hilde kämpft um das Überleben des Cafés und will einige Neuerungen einführen, doch ihre Eltern sträuben sich mal wieder. Auch in ihrer Ehe hat Hilde ... …mehr

Auch im Jahr 1959 geht es im Cafe Engel turbulent zu. Hilde kämpft um das Überleben des Cafés und will einige Neuerungen einführen, doch ihre Eltern sträuben sich mal wieder. Auch in ihrer Ehe hat Hilde Probleme. Während sie in Wiesbaden das Café leitet, arbeitet ihr Ehemann in seinem Weinberg. Als Jean-Jacques die hübsche Simone bei sich arbeiten läßt, sieht Hilde rot. Luisa muß eine harte Zeit durchstehen. Ihr Fritz hat ein Geheimnis vor ihr und Luisa ist tief gekränkt. Sogar Swetlana muß einen schweren Weg gehen. Sie hat große Probleme ihren Sohn Mischa loszulassen. Sie kann nicht akzeptieren, daß aus ihrem kleinen Mischa ein junger Mann geworden ist, der seinen Weg gehen muß. Doch die Familie steht fest zusammen und meistert gemeinsam die Schwierigkeiten, obwohl sich bereits neue Probleme abzeichnen...

Auch im dritten Teil der Geschichte um das Café Engel ist es Marie Lamballe wieder gelungen wunderbar liebevoll und einfühlsam zu schreiben. Man kann sagen, daß es in diesem Buch menschelt. Dadurch ist der Leser nicht nur Beobachter in dieser Geschichte, nein, er steckt mittendrin und ist voll dabei. In den Personen kann man sich oft selbst erkennen oder auch einen Freund oder Bekannten. Es ist schön zu lesen, daß hier keine Helden ihren Auftritt haben. Es sind ganz normale Menschen mit Schwächen und Fehlern, die einem so richtig ans Herz wachsen. Nebenbei erlebt man die Zeit des Neunanfanges in den 50er Jahren. Der Mut der jungen Generation etwas Neues aufzubauen, auch gegen den Rat der Älteren, ist zu bewundern.

In diesem Buch wird die Geschichte der Familie Koch und ihrem Café in einer so schönen und erfrischenden Sprache weitererzählt, daß man nach einer Fortsetzung fast süchtig wird.

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Sabrinchenchen Sabrinchenchen

Veröffentlicht am 25.02.2020

würdiger Abschluß der Trilogie um die Cafehausdynastie

Hier nun der finale Teil um die Cafe Engel Saga der es in meinen Augen schafft wieder mehr zu glänzen.
Weiter geht es im Mai 1959 nachdem der 2. Teil 1952 endete.
Eine Vorkenntnis ist von Vorteil da es ... …mehr

Hier nun der finale Teil um die Cafe Engel Saga der es in meinen Augen schafft wieder mehr zu glänzen.
Weiter geht es im Mai 1959 nachdem der 2. Teil 1952 endete.
Eine Vorkenntnis ist von Vorteil da es schon bekannte Charaktere sind.
Unsere alten Bekannten in und um Familie Koch und mit neuen Problemen und Geschichten.
Der Nachwuchs geht mittlerweile seinen eigenen Weg und das macht Spass zu verfolgen.
In diesem gebührenden Abschluß der Trilogie sind die Charaktere im kompletten Verlauf gereift und es fühlt sich wie gute Freunde an.
Das Cafe Engel ist eine Institution in Wiesbaden die glaubhaft und würdig vertreten wird.
Ich habe die Bücher genossen und fühlte mit der Familie zu jeder Zeit mit.

Die Geschichte liest sich flüssig und ist gut verständlich.

Die Cover sind alle ähnlich gehalten unterscheiden sich nur minimal, sind dabei aber sehr ästhetisch anzuschauen.
Die Cafe Engel Saga ist im Bastei Lübbe Verlag erschienen.

5 verdiente Sterne mit einer Lesempfehlung für die ganze Cafehausdynastie.

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Rezept "Königskuchen"

Rezept Königskuchen
Rezept Königskuchen
© Bastei Lübbe

Autorin

Marie Lamballe

Marie Lamballe - Autor
© fotostudio marlies, Bad Camberg

Marie Lamballe wuchs in Wiesbaden auf – beide Eltern waren dort Schauspieler am Staatstheater. Sie studierte Literatur und Sprachen und begann schon kurz nach dem Studium mit dem Schreiben von zunächst Kurzgeschichten, später Theaterstücken, Drehbüchern und Romanen. Inzwischen lebt sie als freie Autorin in der Nähe von Frankfurt am Main und hat unter verschiedenen Pseudonymen zahlreiche Romane – darunter mehrere Top-Ten-SPIEGEL-Bestseller – veröffentlicht.

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