Der Duft der weiten Welt
 - Fenja Lüders - PB

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12,90

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Paperback
Saga
319 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-431-04125-5
Ersterscheinung: 31.10.2019

Der Duft der weiten Welt

Speicherstadt-Saga

(35)

Hamburg, 1912: Mina Deharde liegt der Kaffeehandel im Blut. Kein Wunder, verbringt sie doch jede freie Minute im Kaffeekontor ihres Vaters, mitten in der Hamburger Speicherstadt. Doch beide wissen, dass sie als Frau das Geschäft nicht übernehmen kann, und einen männlichen Erben gibt es nicht. Während Mina davon träumt, mit ihrem Jugendfreund Edo nach New York auszuwandern, hat ihr Vater andere Pläne für sie. Mina muss sich entscheiden: zwischen Pflicht und Freiheit, Liebe und Familie …
Auftakt der großen Familiensaga vor der farbenprächtigen Kulisse der Hamburger Speicherstadt

Rezensionen aus der Lesejury (35)

Katjuschka Katjuschka

Veröffentlicht am 18.11.2019

Kaffee im Blut

Die Schwestern Mina und Agnes sind nach dem Tod der Mutter zusammen mit ihrem Vater Karl Deharde, einem mit Kaffee handelten Kaufmann, zur eher strengen Oma in deren Villa gezogen. Auch wenn Mina, wie ... …mehr

Die Schwestern Mina und Agnes sind nach dem Tod der Mutter zusammen mit ihrem Vater Karl Deharde, einem mit Kaffee handelten Kaufmann, zur eher strengen Oma in deren Villa gezogen. Auch wenn Mina, wie ihr Vater meint, "Kaffee im Blut" hat, wird sie später nicht das Kaffeekontor leiten, denn sie ist ja nur ein Mädchen! Aber Mina ist ehrgeizig und hartnäckig. So geht sie dann doch irgendwann regelmäßig mit dem Vater ins Kontor um alles über Kaffee und den Kaffeehandel zu lernen. Dort trifft sie auf den Gesellen Edo, der ist bald ein sehr guter Freund wird. Oder vielleicht sogar mehr? 
Dann geschehen mehrere Dinge gleichzeitig, die Minas Leben etwas durcheinander bringen: Mina soll in ein Mädchen-Pensionat gehen, Frederik, der Sohn eines alten Freundes von Minas Vater macht sich in Familie und Firma breit und dann wird Vater Karl krank.
Wir wird es mit weitergehen? Kann Mina ihre Pläne verwirklichen oder muss sie sich den gesellschaftlichen Regeln beugen?

Mit "Der Duft der weiten Welt" hat Fenja Lüders eine interessante und stellenweise recht spannende Geschichte geschrieben, die ich allerdings so ähnlich schon kannte.
Die Thematik "Tochter setzt sich in der Mannerwelt durch" ist nicht neu. In der Geschichte um die "Villa in der Elbchaussee" ist es ähnlich. Da handelt der Vater als Hamburger Kaufmann allerdings mit Kakao ;-)
Das hier also keine Geschichte mit einer neuen Idee erzählt wird, das fand ich schon ein wenig schade. Davon abgesehen habe ich mich gut unterhalten gefühlt, denn die Protagonisten werden sehr gut beschrieben und man fühlt sich jederzeit in das historische Hamburg versetzt.
Mir hat die Entwicklung der jungen, manchmal ein wenig naiven Mina, zur selbstbewussten jungen Frau sehr gut gefallen. Aber auch die anderen haben, da es sich hier um den ersten Teil einer Reihe handelt, noch sehr viel Potential. Ich bin z.B. schon gespannt wie es mit Agnes, Edo und Heiko weitergehen wird. Und wie ich Frederik einschätzen soll, das weiß ich noch überhaupt nicht.
Das offene Ende gibt jedenfalls genug Raum für Spekulationen....

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ejtnaj ejtnaj

Veröffentlicht am 11.11.2019

Eine Frau erobert den Kaffeehandel

Mina Deharde liebt es im Kaffeehandel ihrer Familie zu Arbeiten auch wenn dies von der Gesellschaft nicht gerne gesehen wird.
Für Mina steht fest, dass sie eine gute Partie machen muss um überhaupt den ... …mehr

Mina Deharde liebt es im Kaffeehandel ihrer Familie zu Arbeiten auch wenn dies von der Gesellschaft nicht gerne gesehen wird.
Für Mina steht fest, dass sie eine gute Partie machen muss um überhaupt den Fortbestand der Firma zu garantieren.
Als ihr Jugendfreund Edo vorhat nach New York auszuwandern hat Mina mit anderen Dingen zu kämpfen, denn Pflicht und Freiheit passen nicht zusammen oder vielleicht doch?

Auf den Auftakt zur Speicherstadt-Saga von Fenja Lüders war ich schon längere Zeit gespannt und habe voller Neugier mit dem Lesen begonnen.
Leider ist mir der Einstieg in den Roman nicht sehr leicht gefallen und ich war schon in der Versuchung das Buch abzubrechen als ich dann doch endlich einen Zugang gefunden hatte.
Mit Mina hatte ich längere Zeit so meine Probleme da ich sie als Hauptfigur nicht so ganz einordnen konnte und so auch nicht wusste wie ihr Charakter ist.
Der Roman an sich war vollständig auf den Handlungsstrang von Mina aufgebaut, wobei aber auch die anderen Figuren des Romans in Gesprächen oder auch Briefen zu Wort kamen und alles zusammen ein völlig rundes Bild für den Leser ergab.
Obwohl einiges Vorhersehbar war was die Handlung betrifft, war der Handlungsverlauf so aufgebaut das man allem gut folgen konnte und man die getroffenen Entscheidungen auch verstehen konnte.
Ebenso war auch der Spannungsbogen bis zum Schluss gespannt und das Ende des Buches macht einen Neugierig auf den zweiten Teil der Saga.
Man konnte sich die Figuren des Romans während des Lesens sehr gut vorstellen da alle sehr bildlich beschrieben waren.
Als ich ca. die Hälfte des Buches gelesen hatte, habe ich Mina in mein Leserherz geschlossen und ja mit dem was alles auf sie einstürmt hatte ich wirklich Mitleid mit ihr gehabt.
Die Handlungsorte empfand ich alle als sehr bildlich beschrieben und so konnte ich mir diese sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen.
Alles in allem aht mir der Auftakt zur Speicherstadt-Saga recht gut gefallen, aber da ich sehr lange gebraucht habe bis ich mit diesem Buch richtig warm wurde habe ich mich entschlossen vier von fünf Sterne für den Roman zu vergeben.

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MISHY MISHY

Veröffentlicht am 10.11.2019

Der Duft der weiten Welt

Klappentext:
Hamburg, 1912: Mina Deharde liegt der Kaffeehandel im Blut. Kein Wunder, verbringt sie doch jede freie Minute im Kaffeekontor ihres Vaters, mitten in der Hamburger Speicherstadt. Doch beide ... …mehr

Klappentext:
Hamburg, 1912: Mina Deharde liegt der Kaffeehandel im Blut. Kein Wunder, verbringt sie doch jede freie Minute im Kaffeekontor ihres Vaters, mitten in der Hamburger Speicherstadt. Doch beide wissen, dass sie als Frau das Geschäft nicht übernehmen kann, und einen männlichen Erben gibt es nicht. Während Mina davon träumt, mit ihrem Jugendfreund Edo nach New York auszuwandern, hat ihr Vater andere Pläne für sie. Mina muss sich entscheiden: zwischen Pflicht und Freiheit, Liebe und Familie ...

Auftakt der großen Familiensaga vor der farbenprächtigen Kulisse der Hamburger Speicherstadt


Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich! Während sie im einen Moment etwas trauriges wiedergibt, spiegelt sich im nächsten Freude wieder. Die Charaktere werden perfekt beschrieben - nicht zu wenig, nicht zu viel. Spannung wird erzeugt und man möchte den Roman am liebsten gar nicht erst aus der Hand legen!

Charaktere:
Die Hauptprotagonisten hat mich von Seite eins an überzeugt. Ich habe schon lange nichts derartig berührendes mehr gelesen! Jeder Charakter hat seine Ecken und Kanten und genau mit diesen überzeugt er! Und zwar jeder einzelne; nicht nur die Hauptprotagonisten!

Meine Meinung:
Der Roman hat mich wirklich unglaublich berührt. In die Geschichte konnte man sich hervorragend hineinversetzen und die Spannung stieg stetig! Am liebsten hätte ich das Buch in einem durchgelesen; nur die Schule und die Abschnitte der Leserunde haben mich gehindert!

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CarinaPatri CarinaPatri

Veröffentlicht am 10.11.2019

Ein perfekter Start in die Reihe

Mina Deharde lebt in Hamburg im Jahr 1912. Sie kennt sich perfekt im Kaffeegeschäft ihres Vaters aus, denn sie begleitet ihn immer wieder in den Kontor. Mina wird als Frau jedoch niemals das Geschäft ihres ... …mehr

Mina Deharde lebt in Hamburg im Jahr 1912. Sie kennt sich perfekt im Kaffeegeschäft ihres Vaters aus, denn sie begleitet ihn immer wieder in den Kontor. Mina wird als Frau jedoch niemals das Geschäft ihres Vaters übernehmen können.
Einerseits träumt Mina davon das Geschäft ihres Vaters doch übernehmen zu können, liebt aber auch Edo mit dem sie gerne nach Amerika auswandern möchte.
Mina muss sich entscheiden ob sie bei ihrer Familie nach Hamburg bleibt oder ob sie mit Edo nach Amerika geht.
Alles in allem war es für mich eine sehr stimmige Geschichte. Ich war von Anfang an gefesselt und wollte wissen wie es mit Mina weitergeht.
Die Protagonistin verzauberte mich von Anfang an mit ihrem starken Willen und ihrer bezaubernden Art. Aber auch ihr Vater imponierte mir, denn er war für die damalige Zeit schon sehr fortschrittlich und ermöglichte seiner Tochter im Kontor mitzuarbeite und traute ihr das auch zu.
Das Buch war sehr fesselend, hatte ich einmal angefangen legte ich das Buch erst nach Stunden wieder weg. Es war ein toller Einblick in die damalige Zeit.
Ein sehr gelungener Eintstieg in die Familiensaga und ich kann es nicht erwarten den zweiten Teil zu lesen.

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tinstamp tinstamp

Veröffentlicht am 10.11.2019

Start einer mitreißenden Familiensaga in der Hamburger Speicherstadt

Mina Deharde hat den "Kaffee im Blut" und verbringt seit ihrer Kindheit viel Zeit im Kontor ihres Vaters in Hamburgs Speicherstadt. Trotzdem ist es ihr nicht möglich in seine Fußstapfen zu treten und den ... …mehr

Mina Deharde hat den "Kaffee im Blut" und verbringt seit ihrer Kindheit viel Zeit im Kontor ihres Vaters in Hamburgs Speicherstadt. Trotzdem ist es ihr nicht möglich in seine Fußstapfen zu treten und den Kaffeekontor eines Tages zu übernehmen. Wir schreiben nämlich das Jahr 1912, eine Zeit, in der Frauen an der Seite ihres Ehemannes oder unter der Obhut des Vaters stehen. Sie sind weder befugt ein Geschäft zu führen, noch die Handelskammer zu betreten. Doch Mina möchte weder heiraten, noch hinter einem Mann zurückstehen, sondern Medizin studieren oder den Kontor ihres Vaters übernehmen. Handarbeiten oder Haushaltsführung interessiert sie nicht die Bohne. Karl Deharde ist zwar ein eher moderner Mann, doch als Geschäftsführerin sieht er seine Tochter nicht und schickt sie auf ein Pensionat für höhere Töchter. Als Minas Vater erkrankt, sieht sie die Chance sich im Kontor noch mehr einzubinden und unersetzlich zu werden. Doch dann spitzen sich die Ereignisse zu und Mina steht vor einer großen Entscheidung...

Fenja Lüders gibt dem Leser einen interessanten Einblick in die Familiengeschichte der Dehardes, dem Kaffeehandel und den Konventionen der damaligen Zeit. Schonungslos zeigt sie auf, auf welche Rolle die Frau zu dieser Zeit reduziert wurde. Minas Wünsche sind uninteressant. Hauptziel ist die Heirat mit einem Geschäftsmann, der den Kontor weiterführen kann. Die damaligen Lebensumstände sind fundiert recherchiert und dargestellt. Als Leserin der heutigen Zeit wurde mir beim Lesen wieder sehr bewusst, wie froh wir über die Errungenschaften der letzten hundert Jahre sein können.
Ebenso bekommt man als Leser einen großartigen Einblick in die Welt des Handels und der Kaffeehändler zu dieser Zeit, sowie der Speicherstadt und dem Hafenviertel Hamburgs.

Charaktere:
Mina ist eine sehr sympathische Protagonistin, die in den gesellschaftlichen Konventionen dieser Zeit feststeckt und versucht daraus das Beste zu machen. Einige Schicksalsschläge lassen sie schneller erwachsen werden. Mina macht eine große Entwicklung durch und wird vom Backfisch zu einer jungen Frau mit hohem Verantwortungsbewusstsein.
Ihr Vater spielt eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Er nennt sie liebevoll "sein Wunschmädchen". Minas jüngere Schwester Agnes ist im ersten Teil der Trilogie noch nicht sehr präsent. Sie ist der Liebling der strengen Großmutter, die nach wie vor an den alten Konventionen festhält und Anstand und Tugend predigt.
Aber auch die Nebenfiguren, wie Fräulein Brinkmann, die Hauslehrerin der beiden Mädchen oder Irma von Gusnar, Minas quirlige beste Freundin im Pensionat, sind wunderbar lebendig dargestellt. Von Irma hätte ich gerne noch mehr gelesen und hoffe sie im zweiten Teil wiederzutreffen.
Eine größere Rolle spielt hingegen Edo Blumenthal, der Minas Vater im Kontor zu Hand geht. Mit ihm verbindet Mina eine enge Freundschaft aus der Liebe wird. Edo sieht seine Zukunft jedoch in Amerika und möchte mit Mina auswandern.
Sein Ziehbruder Heiko, ein einfacher Arbeiter, sieht die Kluft zwischen Arm und Reich. Er unterstützt die Gedanken der Sozialdemokraten, die für mehr Gleichheit und Gerechtigkeit eintreten.
Mit Leutnant Frederik Lohmayer kommt ein weiterer spannender Charakter hinzu, der ebenfalls bei Karl Deharde in die Welt des Kaffees eingeführt wird. Der zweite Sohn eines Kaffeeplantagenbesitzers aus Guatemala erhofft sich Chancen bei Mina und ihrem Vater.

Schreibstil:
Fenja Lüders hat einen wunderbaren flüssigen Schreibstil, der mich von Anfang an gefesselt hat Man fliegt durch die Seiten. Auch wenn einige Handlungen leicht vorherhsehbar sind, gibt es immer wieder unerwartete Wendungen, die mich überraschten. Der Roman wird aus der Sicht von Mina in der 3. Person erzählt.
Die bildhaften Beschreibungen der Hamburger Speicherstadt, die ich selbst erst letztes Jahr mit eigenen Augen sehen durfte, sind absolut gelungen.

Fazit:
Der Start einer mitreißenden Familiensaga, die in der Hamburger Speicherstadt spielt und mich bereits mit Band 1 überzeugen konnte. Die stimmige Handlung, tolle Recherche und facettenreiche Charaktere, die sich alle weiterentwickeln, runden die Geschichte ab. Ich freue mich schon auf den Folgeband, auf den wir leider bis Juni 2020 warten müssen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

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Spannende Hintergründe zur Speicherstadt-Saga

Autorin

Fenja Lüders

Fenja Lüders - Autor
© Foto- und Bilderwerk

Fenja Lüders, Jahrgang 1961, ist eine waschechte Friesin. Als Jüngste von vier Geschwistern wuchs sie auf einem Bauernhof direkt an der Nordseeküste auf. Für ihr Studium der Geschichte und Politik zog sie nach Oldenburg, wo sie bis heute mit ihrer Familie lebt. Neben dem Schreiben ist klassische Musik ihre große Leidenschaft.

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