Ein Traum vom Glück
 - Eva Völler - PB

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14,90

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Paperback
Saga
460 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-2670-9
Ersterscheinung: 27.03.2020

Ein Traum vom Glück

Roman
Band 1 der Reihe "Die Ruhrpott-Saga"

(53)

Essen 1951: Nach der Flucht aus der Kriegshölle Berlin hat die junge Katharina Unterschlupf bei der Familie ihres verschollenen Mannes gefunden. Aber das Zusammenleben mit der barschen, zupackenden Schwiegermutter auf engem Raum fällt der lebenshungrigen Frau schwer. Sie will ein besseres Leben für sich und ihre beiden Töchter. Mit trotziger Entschlossenheit versucht sie, ihrem ärmlichen Umfeld zu entfliehen. Doch dann begegnet sie dem traumatisierten Kriegsheimkehrer Johannes ...

Pressestimmen

„[Der Traum vom Glück ist] mehr als die literarische Unterhaltung, die er sein will: Ein sehr genaues Zeitporträt ebenso wie ein authentischer Reigen von Figuren, die das Leben durchschüttelt, entwurzelt - und die doch immer wieder aus sich selbst heraus Kraft schöpfen.“
„Glück auf im Pott möchte man bei diesem Roman sagen, denn Eva Völler ist es großartig gelungen, die Atmosphäre, das Leben, die Menschen, ihre Sprache und ihre raue Herzlichkeit im Nachkriegs-Ruhrgebiet in Worte zu fassen […] Voller Herzenswärme erzählt sie eine Geschichte voller Hoffnung, Liebe, Tragik und Dramatik.“
„Traumata, Hoffnungen und Illusionen prallen aufeinander in diesem atmosphärisch dichten und kenntnisreich recherchierten Roman, der neugierig macht auf die Fortsetzung.“

Rezensionen aus der Lesejury (53)

Sabrinchenchen Sabrinchenchen

Veröffentlicht am 16.03.2021

Herz, Gemeinschaft und Zusammenhalt werden im Pott grossgeschrieben.

Von der Autorin kenne ich bis jetzt nur die Zeitenzauber Bücher die der Jugendbuch Fantasy zuzuordnen sind und war daher gespannt auf diese historische Reise in die 50er Jahre nach Essen.
Die Ruhrpottsaga ... …mehr

Von der Autorin kenne ich bis jetzt nur die Zeitenzauber Bücher die der Jugendbuch Fantasy zuzuordnen sind und war daher gespannt auf diese historische Reise in die 50er Jahre nach Essen.
Die Ruhrpottsaga ist ein Herzensprojekt von Eva Völler das hat mir das Nachwort verraten und der Auftakt ist ihr gut gelungen.
Das Cover fängt mit seinen ausgeblichenen Farben die Stimmung der Zeit ein, der Klappentext klingt interessant und lässt neugierig auf die Geschichte werden.
Als Brandenburg/Berliner Pflanze die es nach Bayern verschlagen hat habe ich keinerlei Berührungspunkte mit dem Pott ausser die verzehrte Sicht durch die Medien auf die Lebensweise dort.
Das Buch gab mir einen anderen Einblick in den Alltag der Essener Familie von der alteingesessenen Oma Mine, ihrer wunderschöne Schwiegertochter Katherina und ihre Töchter, die intelligente Inge und die kleine vorwitzige Bärbel.
Auch der Neffe Johannes der als Spätheimkehrer auf der Türschwelle steht spielt eine wichtige Rolle und schafft es so das Leben der Protagonisten durcheinander zu wirbeln.
Der Schreibstil ist gut verständlich und das Ruhrpottplatt wurde nachvollziehbar, dosiert eingesetzt und liess die Gespräche zwischen den Charakteren authentisch erscheinen.
Durch den bildhaften Erzählstil fand ich die detaillierten Zechen-, Mahlzeits- und Situationsbeschreibungen spannend, für mich neu, interessant und transportierte deutlich den Zusammenhalt der Pottler und der Kumpels.
Das Ende hat mich überrascht und lässt neugierig auf den weiteren Verlauf in diesem Abenteuer um diese Familie zurück.
Trotzdem hat mich die Geschichte zufrieden gestellt und ich vergebe mit Berliner Dialekt 4 Sterne. :D

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myriam0610 myriam0610

Veröffentlicht am 16.12.2020

Etwas langatmiger Roman, eher Liebesgeschichte als historischer Roman

Die junge Katharina hat einiges im Krieg mitgemacht und ihr Ehemann wird vermisst. Doch sie gibt nicht auf und kämpft für sich und ihre Familie.

Ich hatte mir ehrlich gesagt mehr erhofft. Die schlimmen ... …mehr

Die junge Katharina hat einiges im Krieg mitgemacht und ihr Ehemann wird vermisst. Doch sie gibt nicht auf und kämpft für sich und ihre Familie.

Ich hatte mir ehrlich gesagt mehr erhofft. Die schlimmen Kriegsfolgen werden nur am Rande thematisiert. Es ist eher Rosamunde Pilcher als Ken Follet, sehr seichte und einfache Sprache, leider kein wirklicher Spannungsaufbau. Hätte ich mir den zweiten Part nicht bereits gekauft, würde ich dies ehrlich gesagt auch nicht mehr tun.

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DieBuechertante DieBuechertante

Veröffentlicht am 28.11.2020

Es war mir eine Freude

Anders, als es der Klappentext vermuten lassen könnte, ist Katharina nicht grade auf der Flucht oder erst grade in Essen angekommen, sondern ist schon dabei, sich ein neues Leben aufzubauen. Obwohl der ... …mehr

Anders, als es der Klappentext vermuten lassen könnte, ist Katharina nicht grade auf der Flucht oder erst grade in Essen angekommen, sondern ist schon dabei, sich ein neues Leben aufzubauen. Obwohl der Roman in der Nachkriegszeit spielt, ist diese Zeit an sich sicherlich Thema, aber nicht im Vordergrund. Dies ist Katharina mit ihrer Geschichte.
Katharina ist eine tragische Figur, die vieles erlebt hat und Träume aufgeben musste. Sie ist aber wieder aufgestanden und hat sich neue Ziele gesetzt.
Vor allem durch die Figur Mine wird deutlich, was für ein großer Umbruch zu der damaligen Zeit stattgefunden hat. Die Erzählperspektive wurde immer wieder gewechselt, was ich aber nicht störend fand, sondern als sehr angenehm. So können wir die damalige Zeit aus verschiedenen Standpunkten beleuchten. Es ist sehr spannend zu sehen, wie die Dinge damals teilweise erklärt wurden, was heute auf Grund des Wissensstandes gar nicht mehr möglich wäre.

Für mich ist dieser Roman auch echt was besonderes, weil ich selbst aus Essen komme und dort lebe. Ich kenne natürlich aus Erzählungen, wie es hier früher war, aber ich selbst habe davon nicht so viel mitbekommen. Es ist spannend, neues über meine Stadt zu erfahren, und andererseits bekanntes im Buch wiederzufinden/zu begegnen.


Fazit:
Dieser Roman ist eine Mischung aus historischer Roman, Jugendroman, Frauenroman, Krimi und Familienroman. Es hat mich einfach auf so viele Ebenen gepackt. Er zeigt, dass nicht immer alles so ist, wie man es glaubt.
Zum Ende passiert ehrlich gesagt ein bisschen viel. Es haben mich dann jedoch zwei Sachen extrem berührt, sodass diese Unruhe (so nenne ich es mal) für mich wieder ausgeglichen war.
Ich freue mich tierisch auf die Folgebände.

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carinas_bookish_world carinas_bookish_world

Veröffentlicht am 22.10.2020

Spannender erster Teil

“Ein Traum vom Glück“ von Eva Völler hat mich durch die Gestaltung des Covers sofort auf die Geschichte neugierig gemacht. Die Gestaltung der Personen in Farbe und die Häuser und Zechenlandschaft in Schwarz-Weiß ... …mehr

“Ein Traum vom Glück“ von Eva Völler hat mich durch die Gestaltung des Covers sofort auf die Geschichte neugierig gemacht. Die Gestaltung der Personen in Farbe und die Häuser und Zechenlandschaft in Schwarz-Weiß stimmt, ohne einen Blick in das Buch zu werfen, den Leser bereits in das Geschehen und Leben der damaligen Zeit ein. Kohlenstaub nicht nur in der Grube sondern auch in der Luft. Ärmliche Verhältnisse der Nachkriegszeit und doch Menschen, die Ihre Zukunft in die Hand nehmen und für ein besseres Leben kämpfen.
Ich habe diese Zeit aufgrund meines Alters nicht miterlebt. Mein Großvater und Urgroßvater haben jedoch auf der Zeche gearbeitet. Mein Urgroßvater war Hauer und mein Großvater hat Untertage Zug gefahren. Somit verbindet meine Familie und mich die Geschichte dieser Zeit ganz besonders.
Vor “Ein Traum vom Glück” habe ich noch kein Buch von Eva Völler gelesen. Und ich kann sagen, Eva Völler hat mich mit diesem Buch überzeugen können. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist sehr authentisch und gefühlvoll und man wurde durch ihn einfach in den Bann gezogen. Durch die Beschreibung der Hauptcharaktere Katharina und Johannes kann man sich super in die beiden Figuren hineinversetzen. Man hat das Gefühl als würde man einen tiefen Einblick in die Welt der beiden bekommen, sodass man auch ihre Handlungen und Gefühle nachvollziehen kann.
Katharina findet nach der Flucht aus der Kriegshölle Berlin bei Ihrer Schwiegermutter einen Unterschlupf für sich und Ihre beiden Töchter. Das Leben in einfachen Verhältnissen fällt Katharina schwer und sie träumt von einem Leben ohne Entbehrungen. Für diesen Traum arbeitet sie hart. Sie näht unermüdlich für ihre Kundschaft und träumt von einem eigenen Modestudio. Dann tritt Johannes in ihr Leben. Er ist ein traumatisierter Kriegsheimkehrer der auch im Haushalt Ihrer Schwiegermutter aufgenommen wird. Johannes ist der Enkel Ihrer Schwiegermutter und somit der Neffe von Katharina. Gemeinsam arbeiten Katharina und Johannes ihre eigenen Kriegserlebnisse auf und kommen sich in all ihrer Verletzlichkeit und Einsamkeit näher. Johannes trägt mit seiner Arbeit auf der Zeche nun zum Unterhalt der gesamten Familie bei und unterstützt auch mit seinem Einsatz in Haus und Garten wo er nur kann. Zu der Beziehung von Katharina und Johannes möchte ich an dieser Stelle nicht mehr verraten, da ansonsten zu viel vorweggenommen wird.
Da Karl, der Ehemann von Katharina, noch im Krieg vermisst wird, hat sie es schwer sich mit den Töchtern im Zusammenleben mit ihrer Schwiegermutter ein neues Leben aufzubauen. Für Ihre Schwiegermutter ist auch nach einigen Jahren völlig klar, dass ihr Sohn auf jeden Fall noch lebt. Die Rückkehr von Karl ist für Sie nur Frage der Zeit. Schließlich ist auch Johannes aus dem Krieg zurückgekehrt. Ein Neuanfang für Ihre Schwiegertochter ist für sie somit völlig ausgeschlossen. Auch die Nachbarn haben Katharina und ihren „Lebenswandel“ ständig im Blick.
Mit Ihrer Freundin Hanna und deren Bruder Stan beginnt für Katharina und Johannes langsam wieder ein Leben mit Zuversicht. Besuch von Kirmes, Tanzveranstaltungen sind Unternehmungen, die sie langsam wieder ins Leben zurückbringen. Die Töchter Inge und Bärbel stehen bei Katharina jedoch immer an erster Stelle und somit stellt sie Ihr Leben ganz in den Schatten ihrer Töchter.
Gut gefallen hat mir auch die Beschreibung der Nebencharaktere. Schwiegermutter Mine hat mir besonders gut gefallen, da sie sich um die gesamte Familie kümmert jedoch ganz genau weiß, dass sie alle in einem engen Abhängigkeitsverhältnis leben. Auch sie ist mit der Bewirtschaftung ihres Gartens und aller anfallenden Arbeiten auf den Rest der Familie angewiesen. Jedoch geraten Katharina und Mine immer wieder aneinander, da Mine ihre Schwiegertochter immer wieder in ihre Schranken weist und klar macht, wer das Sagen hat. Die Töchter Inge und Bärbel werden groß in einer Welt der Entbehrungen aber einer liebevollen Beziehung zu ihrer Mutter Katharina und auch einem Silberstreif am Horizont auf eine spannende Zukunft ihres noch jungen Lebens.
Zum Ende des ersten Teils dieser Familiensaga überschlagen sich jedoch die Ereignisse, die auf mich etwas zu konstruiert wirken. Ich bin jedoch gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte. Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen.

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schlossherrin schlossherrin

Veröffentlicht am 20.09.2020

Ein Traum vom Glück

Dies ist Teil 1 der Ruhrpottsaga. Man schreibt das Jahr 1951. Katharina ist aus dem zerbombten Berlin mit ihrem beiden Töchtern zu ihrer Schwiegermutter Mine nach Essen gezogen. Ihr Mann Karl wird noch ... …mehr

Dies ist Teil 1 der Ruhrpottsaga. Man schreibt das Jahr 1951. Katharina ist aus dem zerbombten Berlin mit ihrem beiden Töchtern zu ihrer Schwiegermutter Mine nach Essen gezogen. Ihr Mann Karl wird noch immer vermißt aber Mine glaubt fest daran, dass Karl wieder kommt. Das Leben mit der barschen und herrischen Mine fällt Katharina schwer. Sie verdient ihren Lebensunterhallt mit dem Nähen von Kleidern, das sie unheimlich gut beherrscht. Ihr heimlicher Traum ist es, bald ein eigenes Atelier zu eröffnen. Doch dann kommt Mines Enkel Johannes als Spätheimkehrer vom Krieg zurück und das Leben der Frauen ändert sich. Johannes findet bald darauf eine Arbeit in der Zeche und zwischen Katharina und Johannes knistert und funkt es total. Doch dann trifft Karl aus russischer Gefangenschaft schwer krank und psychisch schwer traumatisiert nachhause zurück. Wird Katharina ihre Liason beenden? Ein wunderbar geschriebener Roman, der uns die Menschen aus dem Ruhrgebiet näherbringt. Wir erleben ihr tägliches Einerlei, der viele Russ, der die Wäsche schwarz färbt, die Arbeit der Männer unter Tage und dann die Erholung am Wochenende bei einem Bier. Die Autorin läßt ihre Figuren in dem Roman im Ruhrpottdialekt sprechen, was dem ganzen eine besondere Note gibt. Das Buch ist derart interessant und wirklichkeitsnah geschrieben, man kann die Sorgen und Nöte von Katharina und auch von Mine verstehen. Teilweise wird uns vorgeführt, mit welch einfachen Zutaten die Menschen damals ein gutes Essen zubereiten konnten. Ein Buch, nach dessen Lektüre man unbedingt wissen will, wie es mit der Familie weitergeht und man shon auf den zweiten Teil wartet. Auch das Cover ist ganz im Stil der 50igee Jahre gehalten.

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Trailer | Ruhrpott-Saga

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Videogruß von Eva Völler | Ein Traum vom Glück

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Brief der Autorin

Brief von Eva Völler
Brief von Eva Völler
© Bastei Lübbe

Autorin

Eva Völler

Eva Völler - Autor
© Olivier Favre

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

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