Die Unvollkommenen
 - Theresa Hannig - Taschenbuch

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10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Science Fiction
399 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-20947-7
Ersterscheinung: 28.06.2019

Die Unvollkommenen

Roman

(42)

Bundesrepublik Europa, 2057: Es herrscht Frieden in der Optimalwohlökonomie, einem lückenlosen Überwachungssystem, in dem mithilfe von Kameras, Linsen und Chips alles erfasst und gespeichert wird. Menschen und hochentwickelte Roboter sollen Seite an Seite leben. Störenfriede werden weggesperrt.
So auch die Systemkritikerin Lila. Als sie im Gefängnis aus einem künstlichen Koma erwacht, stellt sie fest, dass ihr schlimmster Albtraum wahr geworden ist: Die BEU wird von einer KI regiert. Samson Freitag wird als Gottkönig verehrt und erpresst von den Bürgern optimalkonformes Verhalten. Für Lila steht fest, dass sie Samsons Herrschaft und die Entmündigung der Menschen beenden muss. Ihr gelingt die Flucht, doch Samson spürt sie auf und bietet ihr einen Deal an, den Lila nicht ausschlagen kann …

Rezensionen aus der Lesejury (42)

Rosecarie Rosecarie

Veröffentlicht am 31.08.2020

Interessante Fortführung des ersten Teils

Die Geschichte beginnt im Institut, von dem wir im ersten Teil schon viel gehört haben, nur nichts Gutes... Dort begleiten wir Lila, die wir auch schon als Anführerin des Widerstands kennengelernt haben. ... …mehr

Die Geschichte beginnt im Institut, von dem wir im ersten Teil schon viel gehört haben, nur nichts Gutes... Dort begleiten wir Lila, die wir auch schon als Anführerin des Widerstands kennengelernt haben. Offensichtlich wurde sie erwischt...

Das Buch ist aus Lilas Perspektive geschrieben. Wir lernen sie sehr gut kennen, aber nur sie. Die anderen Figuren scheinen eher unwichtig und nur ein weiterer Charakter, Kophler, spielt eine größere Rolle. Er ist faszinierend, ihm ist irgendwie alles egal, an erster Stelle steht er selbst. Sie freunden sich an. Sie haben dasselbe Ziel.

Auch Samson ist wieder mit dabei. Seine Entwicklung ist interessant, aber auch schwer zu durchschauen, da wir seine Perspektive in diesem Teil nicht kennen. Er ist schwer damit beschäftigt, die Welt zu optimieren. Bei dieser Figur bin ich unsicher. Ich hab sie nicht so ganz verstanden.

Es ist wirklich ein interessantes Gedankenspiel, ich habe es gerne gelesen. Die Spannungskurve bleibt aber flach, die ethischen und moralischen Fragen über Wirklichkeit, Freiheit und Selbstbestimmung, Gott sowie der "Optimalwohlgesellschaft" stehen im Vordergrund.

Der Schreibstil ist locker und humorvoll. Es hat mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen, obwohl ich die Geschichte an sich wirklich nicht sehr aufregend fand, es hatte schon einige Längen. Trotzdem wollte ich wissen, wie es mit Lila weitergeht. Ich habe schon mit ihr mitgefiebert.

Ab und zu hat die Geschichte den roten Faden verloren. Es gab Passagen, die irgendwie unnötig waren und die Handlung nicht weiter vorangetrieben haben. Das fand ich etwas langweilig.

Das Ende (man hat irgendwie echt lang darauf warten müssen) war überraschend. Die Geschichte ist echt ganz schön eskaliert :D Ob ich mit dem Ende zufrieden bin, weiß ich nicht so richtig.

Ich mag solche Gedankenspiele der Zukunft und in diesem Buch sind sie gut umgesetzt und in eine schöne Geschichte eingebettet. Ich hätte mir nur ein wenig mehr Spannung gewünscht.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Cati11 Cati11

Veröffentlicht am 09.12.2019

Zukunft mit Robotern und KIs

Zum Inhalt (Klappentext):

Bundesrepublik Europa, 2057: Es herrscht Frieden in der Optimalwohlökonomie, einem lückenlosen Überwachungssystem, in dem mithilfe von Kameras, Linsen und Chips alles erfasst ... …mehr

Zum Inhalt (Klappentext):

Bundesrepublik Europa, 2057: Es herrscht Frieden in der Optimalwohlökonomie, einem lückenlosen Überwachungssystem, in dem mithilfe von Kameras, Linsen und Chips alles erfasst und gespeichert wird. Menschen und hochentwickelte Roboter sollen Seite an Seite leben. Störenfriede werden weggesperrt.

So auch die Systemkritikerin Lila. Als sie im Gefängnis aus einem künstlichen Koma erwacht, stellt sie fest, dass ihr schlimmster Albtraum wahr geworden ist: Die BEU wird von einer KI regiert. Samson Freitag wird als Gottkönig verehrt und erpresst von den Bürgern optimalkonformes Verhalten. Für Lila steht fest, dass sie Samsons Herrschaft und die Entmündigung der Menschen beenden muss. Ihr gelingt die Flucht, doch Samson spürt sie auf und bietet ihr einen Deal an, den Lila nicht ausschlagen kann ...


Meine Meinung:

Dies ist die Fortsetzung zum "Die Optimierer", das ich jedoch nicht gelesen habe. Meiner Meinung nach kann man dieses Buch auch verstehen, wenn man den Vorgänger nicht kennt. Ich denke aber, dass man sicherlich gespoilert wird.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Es ist sehr direkt und gut zu verstehen. Die Geschichte wird in der 3. Person aus Lilas Sicht erzählt. Jedoch weiß man als Leser nur so viel wie Lila, deshalb sind viele Geheimnisse lang auch für den Leser nicht bekannt. Das macht das Buch spannender.

Der Geschichtsverlauf ist nicht vorhersehbar. Als ich den Anfang gelesen habe, hätte ich nicht gedacht, dass der Verlauf dieser sein wird. Ich finde es immer gut, wenn Geschichten nicht vorhersehbar sind. Der Titel "Die Unvollkommenen" wird im Verlauf der Geschichte wichtig. Zwischendurch fand ich jedoch einige Passagen ein bisschen langwierig und deshalb konnten sie meine Aufmerksamkeit nicht immer aufrecht erhalten.

Lila als Protagonistin ein bisschen schwierig zu verstehen, weil sie auch am Anfang ein bisschen überfordert ist. Nach einer Weile hatte ich aber das Gefühl, dass ich Lila verstehen konnte. Das hat sich zum Ende hin wieder geändert. Ihre Beweggründe sind für mich nicht super klar und ich hätte mir da mehr Erklärungen gewünscht.

Samson ist mir in der ganzen Zeit ein bisschen undurchscheinbar geblieben. Man kann nicht sagen, ob er böse oder gut ist, was wohl auch das Ziel ist. Auch seine Beweggründe sind nicht greifbar, da ich Schwierigkeiten hatte, zu verstehen, wie er überhaupt richtig funktioniert.

Am Ende hinterlässt das Buch einen nachdenklich, da viele wichtige Themen angesprochen werden, wie Gleichberechtigung der Roboter oder auch Moral. Das in dieser Kombination ist sehr spannend.

Ich bin auf jeden Fall auch daran interessiert, nun auch "Die Optimierer" zu lesen. Vielleicht werden dadurch einige Szenen klarer. Wer dystopische Sci-Fi Geschichten mit künstlicher Intelligenz mag, ist mit diesen Buch gut aufgehoben.

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Sallysbooks Sallysbooks

Veröffentlicht am 30.11.2019

Künstliche Intelligenz im Alltag

Meine Meinung

Mit „Die Unvollkommenen“ lesen wir Band 2 dieser Reihe und da ich den ersten Band nicht kannte, hatte ich zuerst ein wenig Angst, ich könnte das Thema nicht verstehen. Doch ich muss sagen ... …mehr

Meine Meinung

Mit „Die Unvollkommenen“ lesen wir Band 2 dieser Reihe und da ich den ersten Band nicht kannte, hatte ich zuerst ein wenig Angst, ich könnte das Thema nicht verstehen. Doch ich muss sagen ich bin trotzdem sehr gut in das Buch gekommen und hatte an sich keine Probleme mit der Thematik.

Lila ist eine Person, die man wohl am besten als Rebellin bezeichnen könnte. Ich mochte sie an sich ganz gerne, auch wenn sie mir manchmal doch sehr naiv vorkam und ich ihre Handlungen nicht immer verstehen konnte. Ich halte sie für etwas zu manipulativ, obwohl sie selbst eigentlich manipulieren sollte. Trotzdem ist sie mir ans Herz gewachsen.

Auch der Schreibstil hat es mir einfach gemacht, das Buch zu lesen. Alles war klar verständlich und die Kapitel nicht zu lang. Es gab einige Überraschungen im Buch, die mich als Leser öfter zum Umdenken gebracht haben. Allgemein lässt das Buch viel zum Nachdenken übrig. Was ist mit künstlicher Intelligenz? Sind wir dem überhaupt gewachsen?

Ich persönlich habe das Buch wirklich gerne gelesen und werde früher oder später noch Band 1 lesen. Vielleicht nächstes Jahr, wenn die Erinnerung an den zweiten etwas verblasst ist.

Fazit:
Mir hat das Buch gut gefallen, es hatte einige interessante Aspekte zu liefern und die Geschichte war schlüssig.

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Rose75 Rose75

Veröffentlicht am 27.11.2019

Mensch oder Maschine ? - Transhumanistische Dystopie mit Tiefgang

**Ist eine hochtechnologische Gesellschaft, geführt durch eine KI, eine erstrebenswerte Zukunft?**

Ich kenne den Vorgängerband „Die Optimierer“ nicht und empfehle den wirklich vorher zu lesen. Obwohl ... …mehr

**Ist eine hochtechnologische Gesellschaft, geführt durch eine KI, eine erstrebenswerte Zukunft?**

Ich kenne den Vorgängerband „Die Optimierer“ nicht und empfehle den wirklich vorher zu lesen. Obwohl alles gut erklärt wird, hatte ich manchmal das Gefühl, dass mir was fehlt. Im Vorgängerband war die Hauptprotagonistin Lila, Anführerin einer Rebellengruppe. Diesen rebellischen Geist hat sie in diesem Buch nur noch zum Teil. Sie wird nach 5 Jahren Verwahrung, das heißt sie ist 5 Jahre im künstlichen Koma gelegen, geweckt und sie bekommt die Chance auf Bewährung. Es braucht seine Zeit bis sie sich in der stark weiterentwickelten Gesellschaft zurechtfindet. Menschenähnliche Roboter leben Tür an Tür mit Menschen, die in das KI-System vollkommen integriert sind und es gibt Menschen, die sich verweigern und als Unvollkommene bezeichnet werden.

Dieses Buch lebt nicht von einer spannenden Heldenreise der Protagonisten. Es fordert die Leser zum Nachdenken heraus. Wie viel persönliche Freiheit bin ich bereit aufzugeben, für Bequemlichkeit und schnelle Hilfe durch Technik? Ist eine zentralistische Organisation wünschenswert? …

Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, dank dem sich das Buch wirklich gut lesen lässt.

Ein Extralob verdient das Cover. Ich finde es sehr aussagekräftig. Es zeigt einen sich auflösenden Menschen oder aus einer anderen Perspektive gesehen, Puzzleteile, die sich zu einem Menschen ( Roboter / Cyborg) zusammenfügen.

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Scalymausi Scalymausi

Veröffentlicht am 09.11.2019

War nicht mein Geschmack

Klappentext (Quelle: Amazon):
Bundesrepublik Europa, 2057: Es herrscht Frieden in der Optimalwohlökonomie, einem lückenlosen Überwachungssystem, in dem mithilfe von Kameras, Linsen und Chips alles erfasst ... …mehr

Klappentext (Quelle: Amazon):
Bundesrepublik Europa, 2057: Es herrscht Frieden in der Optimalwohlökonomie, einem lückenlosen Überwachungssystem, in dem mithilfe von Kameras, Linsen und Chips alles erfasst und gespeichert wird. Menschen und hochentwickelte Roboter sollen Seite an Seite leben. Störenfriede werden weggesperrt. So auch die Systemkritikerin Lila. Als sie im Gefängnis aus einem künstlichen Koma erwacht, stellt sie fest, dass die BEU wird von einer KI regiert. Samson Freitag wird als Gottkönig verehrt und erpresst von den Bürgern optimalkonformes Verhalten. Für Lila steht fest, dass sie Samsons Herrschaft und die Entmündigung der Menschen beenden muss ...


Meine Meinung:
„Die Unvollkommenen“ ist die Fortsetzung von „Die Optimierer“, das wusste ich jedoch vorher nicht. Ich hatte jedoch kein Problem die Geschichte zu verstehen. Vermutlich wären einige Einzelheiten mit Kenntnis des Vorgängers doch etwas klarer gewesen und man hätte die Welt wohl besser verstanden.

Der Schreibstil der Autorin war auch in Ordnung. Jedoch hatte ich Probleme an der Geschichte dranzubleiben. Mir hat hier die Spannung gefehlt. Die Geschichte plätscherte nur so dahin und konnte mich einfach nicht fesseln. Ich finde man hätte aus diesem Plot so viel mehr machen können. Schon allein die verschiedenen Situationen in die die Protagonistin Lila gerät hätte man spannender gestalten können. Bis endlich mal etwas passiert dauert es fast dreiviertel des Buches.

Lila als Protagonistin war mir am Anfang sympathisch. Sie war stark und hatte ihre Prioritäten und auch ein Ziel vor Augen. Doch im Laufe der Story wusste ich nicht mehr genau, zu wem sie nun hält und mit wem sie sich nun verbünden will. Sie war dann so wankelmütig, was ich aber nicht nachvollziehen konnte. Auch Kophler, war ein seltsamer Kerl schon von Anfang an war er mir unsympathisch und ich wusste nie so recht wie ich ihn nun einschätzen sollte. Auch seine Entwicklung hat mir nicht gefallen. Zu Samson brauche ich nicht viel zu sagen, das war ein Charakter mit dem ich so gar nichts anfangen konnte. Dieses ganze Gerede von Erlöser, Gott und Ewigkeit, ist einfach nichts für mich.

Die einzigen die mir doch noch einen Lichtblick beschert haben, waren Anna und Humunkulus, jedoch sind ihre Auftritte in der Geschichte doch recht kurz.

Das Ende hat mir auch überhaupt nicht gefallen und da es wohl auch keinen Folgeband mehr gibt, kann ich mich damit so gar nicht anfreunden. Auch mein Interesse am ersten Band ist eher gegen null.


Fazit:
Ich hatte mir von der Geschichte eigentlich mehr versprochen und der Klappentext klang auch gar nicht nach einer Fortsetzung. Vielleicht hätte mir das Buch besser gefallen, wenn ich den Vorgängerband gelesen hätte. Aber trotzdem hat mir hier die Spannung gefehlt und auch die Charaktere waren mir meist unsympathisch, gleichgültig oder haben unnachvollziehbar wankelmütig gedacht und gehandelt. Das war einfach nicht mein Geschmack und ich vergebe 2 Sterne.

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Autorin

Theresa Hannig

Theresa Hannig - Autor
© Olivier Favre

Theresa Hannig wurde 1984 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Philosophie und VWL und arbeitete als Softwareentwicklerin, Beraterin für IT-Sicherheit und als Projektmanagerin von Solaranlagen. Mit ihrem Debütroman „Die Optimierer“ gewann sie den Stefan-Lübbe-Preis 2016 und den Seraph 2018 für das Beste Debüt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von München.

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