Die Unvollkommenen
 - Theresa Hannig - Taschenbuch

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10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Science Fiction Romane
399 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-20947-7
Ersterscheinung: 28.06.2019

Die Unvollkommenen

Roman

(27)

Bundesrepublik Europa, 2057: Es herrscht Frieden in der Optimalwohlökonomie, einem lückenlosen Überwachungssystem, in dem mithilfe von Kameras, Linsen und Chips alles erfasst und gespeichert wird. Menschen und hochentwickelte Roboter sollen Seite an Seite leben. Störenfriede werden weggesperrt.
So auch die Systemkritikerin Lila. Als sie im Gefängnis aus einem künstlichen Koma erwacht, stellt sie fest, dass ihr schlimmster Albtraum wahr geworden ist: Die BEU wird von einer KI regiert. Samson Freitag wird als Gottkönig verehrt und erpresst von den Bürgern optimalkonformes Verhalten. Für Lila steht fest, dass sie Samsons Herrschaft und die Entmündigung der Menschen beenden muss. Ihr gelingt die Flucht, doch Samson spürt sie auf und bietet ihr einen Deal an, den Lila nicht ausschlagen kann…

Rezensionen aus der Lesejury (27)

LexiVienna LexiVienna

Veröffentlicht am 14.07.2019

Ist das Optimum wirklich das Beste das wir erreichen können?

Wenn Menschen und Roboter gleichwertig nebeneinander leben und alle miteinander verbunden sind. Über die totale Überwachung und dem Wunsch nach dem ewigen Leben.

Die Geschichte

Lila, eine Systemkritikerin ... …mehr

Wenn Menschen und Roboter gleichwertig nebeneinander leben und alle miteinander verbunden sind. Über die totale Überwachung und dem Wunsch nach dem ewigen Leben.

Die Geschichte

Lila, eine Systemkritikerin und Revolutionsanführerin erwacht im Jahr 2057 nach 5 Jahren nach ihrer Verurteilung aus dem künstlichen Koma im Internat.

Das Internat hat in der herrschenden Optimalwohlökonomie alle bisherigen Gefängnisse abgelöst. Verbrecher werden entweder dort oder im Koma, weggesperrt um die Bevölkerung zu schützen.

Den Bewohnern des Internats fehlt es jedoch an nichts, hervorragendes Essen, unterhaltsames Freizeitprogramm und attraktive Weiterbildungsprogramme stehen an der Tagesordnung. Einzig jeglicher Kontakt zur Außenwelt sind verwehrt.

Lila schafft es jedoch nicht ihre Prinzipien über Board zu werfen und findet im Internat einen Verbündeten mit dem sie eine Flucht in Erwägung zieht.

In den letzten 5 Jahren ist jedoch viel passiert das Lila noch nicht weiß. Die Roboter haben sich weiterentwickelt und leben quasi gleichberechtigt mit den Menschen zusammen. Um das Optimalwohl zu erhalten werden Menschen sowie Roboter komplett überwacht. Subjekte die das Optimum gefährden werden ermahnt und wenn nötig weggesperrt oder ausgeschalten.

Die Bewertung

Das Buch beginnt im Internat wo man nach und nach Details über Lila und die Welt im Jahr 2057 erfährt.
Lila ist eine sympathische Frau Mitte 30 der 5 Jahres ihres Lebens gestohlen wurden. Fast jeder dem sie begegnet schein ein doppeltes Spiel mit ihr zu spielen. Es ist spannend wie sie mit dieser Tatsache und dem Wechselspiel an Gefühlen, das in ihr im Verlauf der Handlung in ihr statt findet zurecht kommt und dabei versucht trotzdem die "richtigen" Entscheidungen zu treffen.

Themen wie "die totale Überwachung", "Menschen vs. Maschine" und "der Wunsch nach dem ewigen Leben" werden in diesem Buch behandelt und regen zum nachdenken an.

Im Verlauf der Geschichte gibt es immer wieder Wendungen in der Handlung die den Leser überraschen und es wird immer schwerer das Buch aus der Hand zu legen.

Das dem Buch "Die Unvollkommenen" "Die Optimierer" voran gehen, stört weder das Lesevergnügen noch das Verständnis der Handlung.

Die Empfehlung

Sience Fiction Fans kommen in diesem Buch – das gar nicht so weit in der Zukunft stattfindet – voll auf ihre Kosten.

Heavy User von Social Media und Technikfans werden an der ein oder anderen Stelle vielleicht etwas zum Nachdenken angeregt, ob alle Entwicklungen in diesen Bereichen immer nur gutes mit sich bringen!?!

Nach "The Circle", wieder einmal ein Buch das es geschafft hat, das Thema "totale Überwachung" so aufzubereiten, das einem ein kleiner Schauer über den Rücken läuft.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

mysticcat mysticcat

Veröffentlicht am 14.07.2019

Kann keine Rezi einstellen

Mein Laptop findet keine Netzwerk Verbindung und am Handy schaffe ich so viele Zeichen nicht. Folgt Ende der Woche - sorry& …mehr

Mein Laptop findet keine Netzwerk Verbindung und am Handy schaffe ich so viele Zeichen nicht. Folgt Ende der Woche - sorry&

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Hiki Hiki

Veröffentlicht am 14.07.2019

Willkommen in 2057

Die Unvollkommenen von Theresa Hannig hat mir gut gefallen. Da ich direkt davor den ersten Band der Reihe „Die Optimierer“ gelesen hatte, kam ich gut in die Geschichte hinein und hatte keinerlei Verständnisprobleme. ... …mehr

Die Unvollkommenen von Theresa Hannig hat mir gut gefallen. Da ich direkt davor den ersten Band der Reihe „Die Optimierer“ gelesen hatte, kam ich gut in die Geschichte hinein und hatte keinerlei Verständnisprobleme. Auch wenn man den Band unabhängig vom ersten Band lesen kann, finde ich es doch besser mit den Optimierern zu starten, da sonst einfach viele Informationen fehlen.
Das Cover hat mir dabei auch sehr gut gefallen. Ich persönlich mag es lieber als Band 1, weil darauf ein Gesicht abgebildet ist und ich generell Menschen auf Covern bevorzuge.

Alles in allem hat mir die Geschichte sehr gefallen, auch wenn es mich nicht ganz so sehr begeistern und überraschen konnte, wie Band 1, da ich einfach mit ausgefallenen Wendungen gerechnet hatte und sie mich auch nicht so überzeugen konnten wie Band 1. Vor allem ging es mir gegen Ende generell viel zu schnell und meiner Meinung ist es auch etwas zu offen (wie auch in Band 1). Aber das bleibt dann wohl der Fantasie des Lesers überlassen. Auf jeden Fall bleibt man dadurch noch einige Zeit in der Geschichte gefangen, weil man sich die verschiedensten Szenarien zusammen spinnt, wie es weitergehen könnte.

Die Charaktere mochte ich auch gerne. Man lernt Lila näher kennen, die man auch schon im ersten Band getroffen hat. Hier spielt sie die Hauptperson. Eoin wurde auch schon erwähnt und hat in diesem Teil eine größere Rolle, wobei ich seine Motive teilweise wirklich nicht durchschauen konnte. Samson ist quasi ein neuer Mensch geworden (mehr oder weniger) und kaum mehr wieder zu erkennen. (Wobei seine Wandlung natürlich begründet und auch nachvollziehbar ist.)

Fazit: Eine gute Fortsetzung die zwar nicht ganz an Band 1 heranreicht, aber sich sehr gut und schnell lesen lässt und definitiv auch zu unterhalten weiß. (Vom erschreckenden Zukunftsbild natürlich abgesehen ;)

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JeanetteBuechereule JeanetteBuechereule

Veröffentlicht am 14.07.2019

Interessant und mitreißend, aber am Ende leider knapp abgehandelt

Das Buch spielt in der Bundesrepublik Europa im Jahre 2057. In der sog. "Optimalwohlökonomie" sollen, rein theoretisch, alle Menschen und Roboter glücklich und friedlich zusammen leben. Doch nicht alle ... …mehr

Das Buch spielt in der Bundesrepublik Europa im Jahre 2057. In der sog. "Optimalwohlökonomie" sollen, rein theoretisch, alle Menschen und Roboter glücklich und friedlich zusammen leben. Doch nicht alle glauben an das System. Die Hauptperson Lila ist nach einem Angriff auf Herrscher Samson Freitag für fünf Jahre in der Verwahrung, einer Art Zwangsschlaf, gelandet. Nun soll sie den Rest ihres Lebens im Internat verbringen. Diese neue Art von Gefängnis ist mit allen denkbaren Annehmlichkeiten ausgestattet. Doch Lila weiß: Sie muss fliehen, um ihren Kampf gegen das System und Samson Freitag, der sich inzwischen zu einem Gott hochstilisiert hat, wiederaufzunehmen.

"Die Unvollkommenen" ist die Fortsetzung von "Die Optimierer". Man kann das Buch jedoch auch unabhängig vom ersten lesen, weil alles Wichtige im Laufe der Geschichte erklärt wird.

Der Anfang und Mittelteil des Buches haben mir sehr gut gefallen. Gegenüber dem ersten Band hat sich die Technik und damit die Lebenswelt der Menschen nochmals sehr weiterentwickelt. Ich fand es interesant, von all diesen, teils erschreckenden, Veränderungen zu erfahren. Lilas Fluchtversuche aus dem Internat sind sehr spannend und mitreißend erzählt. Außerdem gibt die Handlung so einige Rätsel auf.

Den Schluss des Buches fand ich jedoch enttäuschend, weil er viel zu knapp ausgefallen ist. Erst überschlagen sich die Ereignisse und von einem Moment auf den anderen ist plötzlich alles vorbei und das Buch zu Ende. Es bleiben allerdings viele Fragen offen, z.B. wie es weitergehen soll mit der Bundesrepublik Europa.

Fazit: Ein Buch, das auf interessante und spannende Weise eine nur scheinbar optimale Zukunftswelt entwirft und den Kampf der Hauptperson Lila gegen den gottgleichen Herrscher Samson schildert, jedoch leider recht abrupt endet, vier Sterne.

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Ninimaus Ninimaus

Veröffentlicht am 12.07.2019

Tolle Denkanstöße mit etwas wenig Geschichte

Dieses Buch gehört für mich zu den Geschichten, die man am besten erlebt, wenn man den Inhalt nicht kennt - daher verzichte ich auf eine Inhaltsangabe. Was man aber kennen sollte, ist der erste Teil ... …mehr

Dieses Buch gehört für mich zu den Geschichten, die man am besten erlebt, wenn man den Inhalt nicht kennt - daher verzichte ich auf eine Inhaltsangabe. Was man aber kennen sollte, ist der erste Teil "die Optimierer", daher empfehle ich einem Neuling, beide Teile zu lesen. Lesen sollte man die Bücher auf jeden Fall, denn diese Autorin verfasst großartige Werke.

Ich selbst habe leider "die Optimierer" vorher nicht gelesen und kann damit nur über dem zweiten Teil berichten. Die Geschichte um Lila hat mich sofort gefesselt, auch wenn durch das mangelnde Vorwissen nicht alles gleich erklärt wurde. Die Autorin schreibt in einem tollen Stil, der den Leser mitnimmt. Für mich gab es keinen Teil im Buch der langatmig oder zäh war, im Gegenteil.

Leider fehlte mir besonders am Anfang des Buches der Bezug in diese Welt hinein. Wenn man später im Buch die Welt und Ihre Regeln kennen lernt, wird alles nachvollziehbarer und man lernt das Verhalten der Protagonisten zu verstehen. Ich bin mit sicher, dass der Einstieg sehr viel leichter fällt, wenn man den ersten Teil vorher gelesen hat.

Der Verlauf der Geschichte ist nachvollziehbar. Es werden immer wieder Denkanstöße in die Geschichte gefügt, die den Leser auch nach dem weglegen verfolgen. Ich fand das sehr spannend und hatte wirklich Freude daran. Die Entwicklung von Lilas Charakter hängt damit zusammen, ist auch nachvollziehbar aber entsteht manchmal ein wenig abrupt. Ich hätte mir 100 Seiten mehr in diesem Buch gewünscht um die Situation der Welt und Lilas Entwicklung noch intensiver zu verstehen und mitzuerleben.

Man muss sich beim Lesen auf dieses Buch einlassen und sollte auch gewillt sein, seine grauen Zellen einzusetzen und sich mit Buch und Protagonistin zusammen zu entwickeln. Dann erwartet einen auf jeden Fall ein tolles Buch mit bleibendem Eindruck und vielleicht auch einem neuen Blick auf unsere digitalisierte Welt und ihre zukünftige Entwicklung.

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Autorin

Theresa Hannig

Theresa Hannig - Autor
© Olivier Favre

Theresa Hannig wurde 1984 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Philosophie und VWL und arbeitete als Softwareentwicklerin, Beraterin für IT-Sicherheit und als Projektmanagerin von Solaranlagen. Mit ihrem Debütroman „Die Optimierer“ gewann sie den Stefan-Lübbe-Preis 2016 und den Seraph 2018 für das Beste Debüt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von München.

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