Roma Nova
 - Judith C. Vogt - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Science Fiction Romane
623 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-20914-9
Ersterscheinung: 27.07.2018

Roma Nova

Roman

(10)

Dämonische Kreaturen lauern am Rande des Mare Nostrums, darauf harrend, den Planeten Rom für immer von der Sternenkarte zu löschen. Sie überfallen das Raumschiff des Legaten Lucius Marinus, um die Sklavin und Seherin Morisa zu befreien und zu sich in den Hades, ein zerstörerisches Sternensystem um ein Schwarzes Loch, zu holen. Von dort aus plant Morisa ihre Rache an ihrem ehemaligen Herrn und dem gesamten Römischen Imperium.




Rezensionen aus der Lesejury (10)

meggies_fussnoten meggies_fussnoten

Veröffentlicht am 19.11.2018

Eine Space Opera der besonderen Art

Constantia muss mit ansehen, wie das Raumschiff ihres Vaters von Dämonen aus dem Hades angegriffen und zerstört wird. Nur sie, ihr Vater und der Sklave Ianos überleben. Mit einer Rettungskapsel können ... …mehr

Constantia muss mit ansehen, wie das Raumschiff ihres Vaters von Dämonen aus dem Hades angegriffen und zerstört wird. Nur sie, ihr Vater und der Sklave Ianos überleben. Mit einer Rettungskapsel können sie entkommen und zurück nach Rom fliegen. Dort versuchen sie die Tatsache, dass Dämonen für den Angriff verantwortlich sind, zu verheimlichen, um keine Panik zu verbreiten.
Während Constantia mit ihren eigenen inneren Dämonen zu kämpfen hat, wird Ianos als Belohnung in die Arena geschickt, um dort als Gladiator zu kämpfen. Mit ihm in der Arena ist Spartacus - der Liebling des Publikums. Constantia und Ianos merken bald, dass sie mehr verbindet, als nur die Rettung vor den Dämonen. Sie brauchen einander. Und Spartacus braucht Constantia und Ianos, um die Sklaven im ganzen Weltall zu befreien.

Spartacus ist jedem bekannt, als Kämpfer in der Arena Roms, als Rächer der Unterdrückten, als Befreier der Sklaven. Er ist Held und Vorbild. Diese Heldenfigur nun in eine Zeit der Raumfahrt und des fast vollkommenen Fortschritts zu versetzen, ist ein mutiger Schritt. Doch ist dieser Schritt der Autorin mit Bravour gelungen.

"Roma Nova" ist eine Space Opera, eine Zukunftsvision. Eine ausgelebte Fantasie, die mit historischen Fakten gespickt ist.
Wir befinden uns in einer unbestimmten Zukunft bzw. in einem Paralleluniversum auf dem Planeten Rom. Technologisch hochentwickelt. In dieser Moderne kann man jedoch bestimmte uns bekannte römische Gepflogenheiten entdecken. Man liegt zu Tisch, lässt sich mit Weintrauben und mehr füttern, hält Sklaven, nimmt an Orgien teil und frönt zur Unterhaltung Gladiatorenkämpfen.

Begegnungen gibt es mit bekannten Namen wie Spartacus, Minotaurus, Caesar oder Marcus. Erlebnisse mit historischen Begebenheiten (Wahlen, Sklavenaufstand und mehr) werden geschickt in die Geschichte eingewoben. Nur alles eben mit technischer Raffinesse ausgestattet. So gibt es Leinwände, sog. Imagi, hochmoderne Operationsmethoden, Raumschiffe, Waffen und Kommunikationsgeräte.

Constantia, die Tochter des Mariners Lucius, spielt in der Geschichte eine große Rolle, die sich jedoch erst gegen Ende richtig zeigt. Ebenso der Sklave Ianos, der durch Mut und Unwissenheit zum Gladiator ausgebildet wird und ein guter Freund Spartacus wird.
Und dann sind wir auch schon mittendrin in einem Science-fiction-Abenteuer mit ungewissem Ausgang und sehr viel Action. Die fast nebenbei laufende Liebesgeschichte wirkt nicht aufgesetzt und gibt der Geschichte den gewissen Kick.

Doch wer das Alte Rom kennt, kennt auch den Lebensstil, den die Römer damals gelebt haben. Es fließt reichlich Wein, Drogen sind Alltag und sexuelle Handlungen jeglicher Art vollkommen normal. Intrigen werden geschmiedet, Kooperationen geschaffen, Diebstähle begangen, Manipulationen stehen hoch im Kurs. Wer Geld hat, hat Macht.

Der Schreibstil der Autorin macht es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Fesselnd und detailreich, im richtigen Moment rührend oder liebevoll, spannend und informativ.

Zugeben muss ich jedoch, dass ich zu Anfang skeptisch war, ob mir die Umsetzung der Geschichte - Spartacus in einer völlig neuen Welt - gefallen wird. Doch konnte mich die Autorin davon überzeugen, mich auf diese neue Welt einzulassen und ein spaciges Abenteuer zu genießen.

Fazit:
Eine Space Opera der besonderen Art. Ich bin begeistert.

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Tallianna Tallianna

Veröffentlicht am 18.11.2018

Die Vermischung von Geschichte und Science-Fiction

Der nachfolgende Text kann Spoiler enthalten.

Mir gefällt die Idee, das römische Reich in den Weltraum zu versetzen, sehr gut. Die Idee, die Provinzen Roms zu anderen Sternensystemen zu machen oder Hades ... …mehr

Der nachfolgende Text kann Spoiler enthalten.

Mir gefällt die Idee, das römische Reich in den Weltraum zu versetzen, sehr gut. Die Idee, die Provinzen Roms zu anderen Sternensystemen zu machen oder Hades zu einem schwarzen Loch, hat mich wirklich überzeugt.

Die Charaktere kommen alle auch sehr überzeugend rüber, wobei ich aber nicht sagen kann, wen ich am meisten mag. Das teilt sich ziemlich gleichmäßig unter allen auf. Sie sind glauwürdig und nachvollziehbar aufgebaut, mit einer Tiefe, die sie lebendig werden lässt.

Ein wenig unzufrieden bin ich mit dem Ende. Es kam mir dann doch zu rasch, nachdem die Geschichte vorher über lange Zeit aufgebaut wird. Vor allem Ianos‘ und Constantias Ende hat mir nicht gefallen, es war mir zu simpel.

Grundsätzlich handelt es sich bei „Roma Nova“ aber um einen soliden Roman, der spannend und gut geschrieben ist. Die Handlung hat es mir sehr angetan und mich gefesselt. Dieses Buch ist eine absolute Leseempfehlung, sowohl für Science-Fiction Liebhaber als auch für Interessierte an römischer Geschichte. Hier wird beides wunderbar verbunden.

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Tanpopo Tanpopo

Veröffentlicht am 21.09.2018

Ein hervorragender Mix aus Sci-Fantasy und Geschichte

Eine fiktive Welt; Rom umfasst einen ganzen Planeten, eine ganze Zivilisation, die alles und jeden beherrscht. Es erobert Planet um Planet – Welt um Welt und drückt den eroberten Welten seinen unverwechselbaren ... …mehr

Eine fiktive Welt; Rom umfasst einen ganzen Planeten, eine ganze Zivilisation, die alles und jeden beherrscht. Es erobert Planet um Planet – Welt um Welt und drückt den eroberten Welten seinen unverwechselbaren Stempel auf. Sklaven, Brot und Spiele.
Höhepunkt der Gladiatorenspiele sind regelmäßig die Vergabe von sechs göttlichen Herzen und die damit verbundene „Captura“ – der Kampf der sechs Träger der Herzen gegeneinander um ihre Freiheit. Und ein derartiges Ereignis bahnt sich an.
Aber im Hintergrund lauern Politik, Intrigen und die Rache einer thrakischen Seherin, die alles tut, um ihren Mann aus der Sklaverei zu sich zurück zu holen.

Dabei dreht sich alles um die Familie der Mariner, vor allem um das Oberhaupt Lucius und seine Tochter Constanzia, denn gerade Lucius ist es, gegen den sich die Rache der Seherin wendet. Er hat was sie will – ihren Mann. Den Mann, den das Volk Roms unter dem Namen Spartakus kennt.

Meine Meinung zu dem Roman – eine hervorragende Mischung aus Sci-Fantasy und Sci-History (ich mag es mal so betiteln). Judith Vogt hat es meiner Meinung nach geschafft, das alte Rom in einer eigenen Welt, gemischt mit den Mythen der Antike und der Technologie einer fiktiven Cyberwelt vor den Augen des Lesers auferstehen zu lassen. Rom ist erlebbar – man kann sich die Arena vor dem inneren Auge wie das römische Kolosseum im Maßstab eines Cyberdoms vorstellen und auch all die anderen Orte, die sie anspricht und beschreibt. Sicherlich haben die wunderschönen Konzeptzeichnungen von Ulrich Zeidler der Autorin dabei sehr geholfen und ich muss sagen, dass ich es schade finde, dass die Bilder keinen Eingang in das Buch gefunden haben. Ich bin ein großer Fan von Zeichnungen in Büchern.
Auch die Geschichte selber mag ich sehr. Man merkt deutlich, dass die Geschichte um den Spartakusaufstand als Anlehnung genutzt wurde. Für mich als historisch interessierten Menschen in wirklich guter Art und Weise.

Zu Beginn des Buches hatte ich ein wenig Skepsis, ob ich es wirklich lesen möchte, denn es beginnt in den Gedanken einer der Protagonisten. Dieser Einstieg erzeugte bei mir ein die Frage ‚Ahm, wo will mich das Buch hinführen? Gedankenspiele, das könnte langweilig werden.‘ Aber nachdem ich dieses Vorspiel hinter mir gelassen hatte, entwickelte sich die Handlung rasch und sehr „römisch“. Es war wirklich schön zu lesen.

Ich denke, dass Leser von Romanwelten á la „Dune“ und Cyberspace mit diesem Roman glücklich werden könnten. Wer die klassische Antike liebt und sich durchaus einmal an Sci-Fantasy wagen möchte, auch da ist das Buch absolut empfehlenswert. Und last but not least – auch Lovestoryliebhaber kommen hier durchaus nicht zu kurz. Die eingebettete Liebesgeschichte hat alles – Herzschmerz, Leidenschaft, Hoffnung und Verzweiflung – von allem ein wenig und gut gemischt.

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puppetgirl puppetgirl

Veröffentlicht am 20.09.2018

Das alte Rom, einfach mal ins Weltall gesetzt und die Gladiatoren mit Technik ausgestattet.

Das alte Rom wurde in das Weltall verlagert. Nicht etwa, was wäre gewesen, wenn die alten Römer ins All gekommen wären, sondern die römische Geschichte einfach mal ins Weltall verlagert. Auf dieser Idee ... …mehr

Das alte Rom wurde in das Weltall verlagert. Nicht etwa, was wäre gewesen, wenn die alten Römer ins All gekommen wären, sondern die römische Geschichte einfach mal ins Weltall verlagert. Auf dieser Idee basiert der Roman „Roma Nova“ von Judith Vogt, der im Juli erschienen ist. Ich durfte das Buch im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und hatte somit den Austausch mit anderen Lesern und der Autorin.
Der Roman war mein erster richtiger SciFy-Roman. So hatte ich am Anfang ein paar kleine Probleme mit dem Kopfkino, da ich mir das mit den Raumschiffen und alles nicht so gut vorstellen konnte. Aber die Autorin hat da Abhilfe geschaffen, denn wer auf ihrer Homepage mal vorbeischaut, der kann ein paar Arts sehen und das half mir sehr gut weiter um die Geschichte in Bildern in meinem Kopf abspielen zu lassen.
Wir haben verschiedene Charaktere die wir begleiten. Zum einen eine Familie, die nicht nur Sklaven im Haus hält, sondern auch Gladiatoren erworben hat und damit ihren Stand in der Gesellschaft festigen will. Dann haben wir auch die Gladiatoren selbst und ein paar weitere wichtige Personen in Rom, die alle von einer Seherin beeinflusst werden. Am Anfang ist man sofort in der Handlung drin, denn auf den Raumschiffen ist richtig etwas los, denn es gibt den Hades, ein schwarzes Loch und dieses schwarze Loch beinhaltet Dämonen. Sonst hat man gedacht, es handle sich nur um Legenden und Märchen, die man sich erzählt, doch die Familie bekommt es sehr deutlich zu spüren. Dieser Kampf auf dem Schiff bleibt nicht ohne Folgen und dann sorgt ihr Gladiator Spartacus auch noch für einen Aufstand, der ungeahnte Folgen nach sich zieht.
Der Sklavenaufstand im Weltall. Mit seinen 624 Seiten hat dieser Roman so einiges zu erzählen. Erst dachte ich: na was will man denn da alles erzählen? Die Gladiatoren wenden sich gegen ihre Herren und dann war es das, doch ganz anders, denn die dämonischen Elemente aus dem Hades und einfach die Menschlichkeit und ihre Verfehlungen sorgen für dauerhafte Intrigen, Machtgier und das Umdenken, ob das Leben, so wie es geführt wird, wirklich richtig ist. Mit Hilfe der oben beschriebenen Bilder habe ich recht schnell in die Handlung gefunden, konnte mir den Aufbau von Rom und auch die Raumschiffe gut vorstellen. Die Charaktere wachsen und verändern sich, manche nur innerlich, manche auch äußerlich, denn die nötige Technik macht es möglich. Oft habe ich beim Lesen den Gedanken gehabt, warum sind Menschen so? Wieso werden sie in diesem Buch so dargestellt, aber dann kam dieser kleine Stimme aus dem Hintergrund, dass ich mich doch an meinem Geschichtsunterricht erinnern soll: Die Römer waren einfach so.
Denn dieses Buch schafft es die römische Geschichte, die Art der Menschen einzufangen und in einer spannenden Geschichte zu erzählen. Aber es geht nicht nur um Mord und Totschlag, es gibt auch einen Funken Liebe, der dort in der Luft liegt. Wobei eine Menge Sex bei den Römern auch dabei sein muss… Und dann diese Wortwahl.
Findet euch ein im alten Rom, aber vergesst nicht euren Raumanzug anzuziehen, denn sonst bleibt euch hin und wieder die Luft weg.

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books_for_life_and_love books_for_life_and_love

Veröffentlicht am 18.09.2018

Roma Nova

Klappentext: Dämonische Kreaturen lauern am Rande des Mare Nostrums, darauf harrend, den Planeten Rom für immer von der Sternenkarte zu löschen. Sie überfallen das Raumschiff des Legaten Lucius Marinus, ... …mehr

Klappentext: Dämonische Kreaturen lauern am Rande des Mare Nostrums, darauf harrend, den Planeten Rom für immer von der Sternenkarte zu löschen. Sie überfallen das Raumschiff des Legaten Lucius Marinus, um die Sklavin und Seherin Morisa zu befreien und zu sich in den Hades, ein zerstörerisches Sternensystem um ein Schwarzes Loch, zu holen. Von dort aus plant Morisa ihre Rache an ihrem ehemaligen Herrn und dem gesamten Römischen Imperium.

Persönliche Meinung: Das Cover sieht eigentlich ganz ok aus, es haut mich jetzt nicht vom Sessel, ist jetzt aber auch nicht schrecklich. Normalerweise lese ich eigentlich nicht so oft Bücher aus dem Genre Science Fiction, aber ich denke nicht dass es hundertprozentig daran lag, dass mich das Buch nicht so gepackt hat. Die Charaktere kamen mir meist etwas kühl vor und ich konnte mich nicht so wirklich mit ihnen anfreunden. Die Handlung an sich zieht sich über die 600 Seiten ein wenig in die Länge und manchmal musste ich mich zwingen weiter zu lesen, um voran zu kommen. Manche Szenen finde ich etwas zu unübersichtlich und zu kompliziert. Der Schreibstil packt mich ebenfalls nicht und der Lesefluss stockt oft, wenn man über irgendwelche Fremdwörter stolpert, die in diesem Buch öfters auftreten.

Fazit: Alles in allem kann ich das Buch nicht wirklich weiterempfehlen, da ich mich durch die Seiten zwingen musste und mir die Handlung in keinem Fall spannend vorkam.

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Autorin

Judith C. Vogt

Judith C. Vogt - Autor
© Yannick Vogt

Judith Vogt, geboren 1981 im Kreis Düren, absolvierte nach dem Abitur eine Lehre als Buchhändlerin. Sie hat bereits über ein Dutzend Romane veröffentlicht, einige davon zusammen mit ihrem Mann Christian Vogt. Für ihren Fantasy-Roman Die zerbrochene Puppe erhielten sie 2013 den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Roman“. Die Autorin und Übersetzerin lebt mit ihrer Familie in Aachen.

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