Roma Nova
 - Judith C. Vogt - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Science Fiction Romane
623 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-20914-9
Ersterscheinung: 27.07.2018

Roma Nova

Roman

(8)

Dämonische Kreaturen lauern am Rande des Mare Nostrums, darauf harrend, den Planeten Rom für immer von der Sternenkarte zu löschen. Sie überfallen das Raumschiff des Legaten Lucius Marinus, um die Sklavin und Seherin Morisa zu befreien und zu sich in den Hades, ein zerstörerisches Sternensystem um ein Schwarzes Loch, zu holen. Von dort aus plant Morisa ihre Rache an ihrem ehemaligen Herrn und dem gesamten Römischen Imperium.




Rezensionen aus der Lesejury (8)

Tanpopo Tanpopo

Veröffentlicht am 21.09.2018

Ein hervorragender Mix aus Sci-Fantasy und Geschichte

Eine fiktive Welt; Rom umfasst einen ganzen Planeten, eine ganze Zivilisation, die alles und jeden beherrscht. Es erobert Planet um Planet – Welt um Welt und drückt den eroberten Welten seinen unverwechselbaren ... …mehr

Eine fiktive Welt; Rom umfasst einen ganzen Planeten, eine ganze Zivilisation, die alles und jeden beherrscht. Es erobert Planet um Planet – Welt um Welt und drückt den eroberten Welten seinen unverwechselbaren Stempel auf. Sklaven, Brot und Spiele.
Höhepunkt der Gladiatorenspiele sind regelmäßig die Vergabe von sechs göttlichen Herzen und die damit verbundene „Captura“ – der Kampf der sechs Träger der Herzen gegeneinander um ihre Freiheit. Und ein derartiges Ereignis bahnt sich an.
Aber im Hintergrund lauern Politik, Intrigen und die Rache einer thrakischen Seherin, die alles tut, um ihren Mann aus der Sklaverei zu sich zurück zu holen.

Dabei dreht sich alles um die Familie der Mariner, vor allem um das Oberhaupt Lucius und seine Tochter Constanzia, denn gerade Lucius ist es, gegen den sich die Rache der Seherin wendet. Er hat was sie will – ihren Mann. Den Mann, den das Volk Roms unter dem Namen Spartakus kennt.

Meine Meinung zu dem Roman – eine hervorragende Mischung aus Sci-Fantasy und Sci-History (ich mag es mal so betiteln). Judith Vogt hat es meiner Meinung nach geschafft, das alte Rom in einer eigenen Welt, gemischt mit den Mythen der Antike und der Technologie einer fiktiven Cyberwelt vor den Augen des Lesers auferstehen zu lassen. Rom ist erlebbar – man kann sich die Arena vor dem inneren Auge wie das römische Kolosseum im Maßstab eines Cyberdoms vorstellen und auch all die anderen Orte, die sie anspricht und beschreibt. Sicherlich haben die wunderschönen Konzeptzeichnungen von Ulrich Zeidler der Autorin dabei sehr geholfen und ich muss sagen, dass ich es schade finde, dass die Bilder keinen Eingang in das Buch gefunden haben. Ich bin ein großer Fan von Zeichnungen in Büchern.
Auch die Geschichte selber mag ich sehr. Man merkt deutlich, dass die Geschichte um den Spartakusaufstand als Anlehnung genutzt wurde. Für mich als historisch interessierten Menschen in wirklich guter Art und Weise.

Zu Beginn des Buches hatte ich ein wenig Skepsis, ob ich es wirklich lesen möchte, denn es beginnt in den Gedanken einer der Protagonisten. Dieser Einstieg erzeugte bei mir ein die Frage ‚Ahm, wo will mich das Buch hinführen? Gedankenspiele, das könnte langweilig werden.‘ Aber nachdem ich dieses Vorspiel hinter mir gelassen hatte, entwickelte sich die Handlung rasch und sehr „römisch“. Es war wirklich schön zu lesen.

Ich denke, dass Leser von Romanwelten á la „Dune“ und Cyberspace mit diesem Roman glücklich werden könnten. Wer die klassische Antike liebt und sich durchaus einmal an Sci-Fantasy wagen möchte, auch da ist das Buch absolut empfehlenswert. Und last but not least – auch Lovestoryliebhaber kommen hier durchaus nicht zu kurz. Die eingebettete Liebesgeschichte hat alles – Herzschmerz, Leidenschaft, Hoffnung und Verzweiflung – von allem ein wenig und gut gemischt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

puppetgirl puppetgirl

Veröffentlicht am 20.09.2018

Das alte Rom, einfach mal ins Weltall gesetzt und die Gladiatoren mit Technik ausgestattet.

Das alte Rom wurde in das Weltall verlagert. Nicht etwa, was wäre gewesen, wenn die alten Römer ins All gekommen wären, sondern die römische Geschichte einfach mal ins Weltall verlagert. Auf dieser Idee ... …mehr

Das alte Rom wurde in das Weltall verlagert. Nicht etwa, was wäre gewesen, wenn die alten Römer ins All gekommen wären, sondern die römische Geschichte einfach mal ins Weltall verlagert. Auf dieser Idee basiert der Roman „Roma Nova“ von Judith Vogt, der im Juli erschienen ist. Ich durfte das Buch im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und hatte somit den Austausch mit anderen Lesern und der Autorin.
Der Roman war mein erster richtiger SciFy-Roman. So hatte ich am Anfang ein paar kleine Probleme mit dem Kopfkino, da ich mir das mit den Raumschiffen und alles nicht so gut vorstellen konnte. Aber die Autorin hat da Abhilfe geschaffen, denn wer auf ihrer Homepage mal vorbeischaut, der kann ein paar Arts sehen und das half mir sehr gut weiter um die Geschichte in Bildern in meinem Kopf abspielen zu lassen.
Wir haben verschiedene Charaktere die wir begleiten. Zum einen eine Familie, die nicht nur Sklaven im Haus hält, sondern auch Gladiatoren erworben hat und damit ihren Stand in der Gesellschaft festigen will. Dann haben wir auch die Gladiatoren selbst und ein paar weitere wichtige Personen in Rom, die alle von einer Seherin beeinflusst werden. Am Anfang ist man sofort in der Handlung drin, denn auf den Raumschiffen ist richtig etwas los, denn es gibt den Hades, ein schwarzes Loch und dieses schwarze Loch beinhaltet Dämonen. Sonst hat man gedacht, es handle sich nur um Legenden und Märchen, die man sich erzählt, doch die Familie bekommt es sehr deutlich zu spüren. Dieser Kampf auf dem Schiff bleibt nicht ohne Folgen und dann sorgt ihr Gladiator Spartacus auch noch für einen Aufstand, der ungeahnte Folgen nach sich zieht.
Der Sklavenaufstand im Weltall. Mit seinen 624 Seiten hat dieser Roman so einiges zu erzählen. Erst dachte ich: na was will man denn da alles erzählen? Die Gladiatoren wenden sich gegen ihre Herren und dann war es das, doch ganz anders, denn die dämonischen Elemente aus dem Hades und einfach die Menschlichkeit und ihre Verfehlungen sorgen für dauerhafte Intrigen, Machtgier und das Umdenken, ob das Leben, so wie es geführt wird, wirklich richtig ist. Mit Hilfe der oben beschriebenen Bilder habe ich recht schnell in die Handlung gefunden, konnte mir den Aufbau von Rom und auch die Raumschiffe gut vorstellen. Die Charaktere wachsen und verändern sich, manche nur innerlich, manche auch äußerlich, denn die nötige Technik macht es möglich. Oft habe ich beim Lesen den Gedanken gehabt, warum sind Menschen so? Wieso werden sie in diesem Buch so dargestellt, aber dann kam dieser kleine Stimme aus dem Hintergrund, dass ich mich doch an meinem Geschichtsunterricht erinnern soll: Die Römer waren einfach so.
Denn dieses Buch schafft es die römische Geschichte, die Art der Menschen einzufangen und in einer spannenden Geschichte zu erzählen. Aber es geht nicht nur um Mord und Totschlag, es gibt auch einen Funken Liebe, der dort in der Luft liegt. Wobei eine Menge Sex bei den Römern auch dabei sein muss… Und dann diese Wortwahl.
Findet euch ein im alten Rom, aber vergesst nicht euren Raumanzug anzuziehen, denn sonst bleibt euch hin und wieder die Luft weg.

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books_for_life_and_love books_for_life_and_love

Veröffentlicht am 18.09.2018

Roma Nova

Klappentext: Dämonische Kreaturen lauern am Rande des Mare Nostrums, darauf harrend, den Planeten Rom für immer von der Sternenkarte zu löschen. Sie überfallen das Raumschiff des Legaten Lucius Marinus, ... …mehr

Klappentext: Dämonische Kreaturen lauern am Rande des Mare Nostrums, darauf harrend, den Planeten Rom für immer von der Sternenkarte zu löschen. Sie überfallen das Raumschiff des Legaten Lucius Marinus, um die Sklavin und Seherin Morisa zu befreien und zu sich in den Hades, ein zerstörerisches Sternensystem um ein Schwarzes Loch, zu holen. Von dort aus plant Morisa ihre Rache an ihrem ehemaligen Herrn und dem gesamten Römischen Imperium.

Persönliche Meinung: Das Cover sieht eigentlich ganz ok aus, es haut mich jetzt nicht vom Sessel, ist jetzt aber auch nicht schrecklich. Normalerweise lese ich eigentlich nicht so oft Bücher aus dem Genre Science Fiction, aber ich denke nicht dass es hundertprozentig daran lag, dass mich das Buch nicht so gepackt hat. Die Charaktere kamen mir meist etwas kühl vor und ich konnte mich nicht so wirklich mit ihnen anfreunden. Die Handlung an sich zieht sich über die 600 Seiten ein wenig in die Länge und manchmal musste ich mich zwingen weiter zu lesen, um voran zu kommen. Manche Szenen finde ich etwas zu unübersichtlich und zu kompliziert. Der Schreibstil packt mich ebenfalls nicht und der Lesefluss stockt oft, wenn man über irgendwelche Fremdwörter stolpert, die in diesem Buch öfters auftreten.

Fazit: Alles in allem kann ich das Buch nicht wirklich weiterempfehlen, da ich mich durch die Seiten zwingen musste und mir die Handlung in keinem Fall spannend vorkam.

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Ellysetta-Rain Ellysetta-Rain

Veröffentlicht am 17.09.2018

Rom in der Zukunft – Spannung, Action, Intrigen, aber auch Liebe und Humor

Cover:
Das Cover hat mich direkt angesprochen und neugierig gemacht. Es gefällt mir ausgesprochen gut und gibt einen guten Einblick in die Geschichte.

Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Eine Seherin ... …mehr

Cover:
Das Cover hat mich direkt angesprochen und neugierig gemacht. Es gefällt mir ausgesprochen gut und gibt einen guten Einblick in die Geschichte.

Inhalt (dem Klappentext entnommen):
Eine Seherin mit dem Durst nach Rache
Ein Gladiator mit einem künstlichen Herz
Eine Revolte unbekannten Ausmaßes

Dämonische Kreaturen lauern am Rande des Mare Nostrums, darauf harrend, den Planeten Rom für immer von der Sternenkarte zu löschen. Sie überfallen das Raumschiff des Legaten Lucius Marinus, um die Sklavin und Seherin Morisa zu befreien und zu sich in den Hades, ein zerstörerisches Sternensystem um ein Schwarzes Loch, zu holen. Von dort aus plant Morisa ihre Rache an ihrem ehemaligen Herrn und dem gesamten Römischen Imperium.
Auf Rom erfährt der Gladiator Spartacus von der Flucht seiner Ehefrau Morisa. Er ist ein gefeierter Arenakämpfer, doch er sehnt sich zurück nach der Freiheit. Spartacus will sich nicht länger seinem Schicksal ergeben. Schon lange plant er einen Aufstand des Ludus. Nun ist die Zeit gekommen, den Plan umzusetzen und Morisa in den Hades zu folgen! Der Sklavenaufstand beginnt!

Meinung:
Der fesselnde und bildhafte Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist aus der dritten Erzähl-Perspektive von mehreren Charakteren wie Constantia, Ianos, Spartacus, etc. geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Morisa, die Seherin und Spartacus Frau, kommt in der Ich-Perspektive zu Wort.
Anfangs war ich durch die vielen Namen und die vielen Personen verwirrt, doch dank des Personenverzeichnisses hat sich das schnell gelegt. Bereits nach wenigen Seiten war ich der Geschichte völlig verfallen.
Die authentischen und (mehr oder weniger) sympathischen Charaktere sind mit ihren Stärken und Schwächen sowie Gefühlen sehr gut dargestellt und beschrieben worden, so dass ich nicht anders konnte, als mit meinen Lieblingen Constantia und Ianos mitzufühlen und mitzufiebern. Auch die Nebencharaktere sind sehr gut dargestellt worden, vor allem Gaia, Constantias beste Freundin, ist eine starke junge Frau, die ihre eigenen Kopf und ein großes Herz hat.
Die Grundidee, dass das römische Imperium, mit den damals bestehenden Strukturen aus Patriziern, Plebejern sowie Sklaven, den Weltraum erobert hat, hat mich sofort fasziniert. Es gibt die altbekannten Gladiatorenkämpfe in der Arena, auch wenn es im Rom der Zukunft so manche technische Hilfsmittel wie Energieschilder, etc. oder Tablets, hier Tabula genannt, gibt.
Eine fesselnde, komplexe und faszinierende Geschichte voller Spannung, Action, politischer Machtspiele, Intrigen, Gewalt, Rache, Liebe, aber auch Humor.
Ich habe die Lese-, und auch Rätselstunden wer was planen könnte, sehr genossen, auch wenn man das Buch nicht nebenei lesen kann, sondern sich darauf konzentrieren darf. Das Ende des Buches lässt noch einige Fragen offen und die faszinierende Welt und ihre Charaktere haben durchaus das Potential für weitere fesselnde Fortsetzungen.

Ich bin absolut begeistert und habe die Lesestunden mehr als genossen. Ja, ab und zu gab es Kleinigkeiten bzw. Schwierigkeiten, die sich teilweise zu leicht haben lösen lassen, aber im Hinblick auf die 600 Seiten ist das, für mich zumindest, zu verschmerzen. Deswegen großartige 5 von 5 Sternen und ich hoffe sehr, dass es Fortsetzungen geben wird.
 
Fazit:
Das römische Imperium in der Zukunft und im Weltall - eine fesselnde, komplexe und faszinierende Geschichte voller Spannung, Action, politischer Machtspiele, Intrigen, Gewalt, Rache, Liebe, aber auch Humor. Über Fortsetzungen würde ich mich sehr freuen, denn die faszinierende Welt und ihre Charaktere bieten dafür mehr als genug Potential.

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Neehla88 Neehla88

Veröffentlicht am 11.09.2018

Rom trifft Sci-Fi


Der Klappentext:

Dämonische Kreaturen lauern am Rande des Mare Nostrums, darauf harrend, den Planeten Rom für immer von der Sternenkarte zu löschen. Sie überfallen das Raumschiff des Legaten Lucius Marinus, ... …mehr


Der Klappentext:

Dämonische Kreaturen lauern am Rande des Mare Nostrums, darauf harrend, den Planeten Rom für immer von der Sternenkarte zu löschen. Sie überfallen das Raumschiff des Legaten Lucius Marinus, um die Sklavin und Seherin Morisa zu befreien und zu sich in den Hades, ein zerstörerisches Sternensystem um ein Schwarzes Loch, zu holen. Von dort aus plant Morisa ihre Rache an ihrem ehemaligen Herrn und dem gesamten Römischen Imperium.

Auf Rom erfährt der Gladiator Spartacus von der Flucht seiner Ehefrau Morisa. Er ist ein gefeierter Arenakämpfer, doch er seht sich zurück nach seiner Freiheit. Spartacus will sich nicht länger seinem Schicksal ergeben. Schon lange Plant er einen Aufstand des Ludus. Nun ist die Zeit gekommen, den Plan umzusetzen und Morisa in den Hades zu folgen! Der Sklavenaufstand beginnt!

Worum geht es?

Diese Frage lässt sich bei diesem Buch alles andere als leicht beantworten und der Klappentext zeigt auch nur einen Bruchteil der komplexen, verstrickten Handlung des Buches.

Mehrere Erzählstränge laufen zunächst nebeneinander her, bevor sich ein Netz aus ihnen spinnt, das durchzogen ist von Lug und Trug, Intrigen und Verrat, aber auch von Hoffnung und ehrlichen Gefühlen. Die Geschichte ist auf jeden Fall komplex, das lässt sich nicht anders sagen. Aber genau das macht dieses Buch aus - die Komplexität. Und dabei kam ich erstaunlich gut mit!

Meine Meinung zum Buch:

Roma Nova ist mein erstes Buch aus der Feder von Judith Vogt. Die Autorin hat das uns bekannte, dekadente Rom mitsamt seinen Gottheiten, Gepflogenheiten und Ritualen in die dunklen Weiten des Weltalls verfrachtet. Eine Mischung, die mich neugierig gemacht hat. Diese Fusion ist ihr auf jeden Fall gelungen!

Klassische Elemente wie die grandios beschriebenen Arenakämpfe werden hier mit futuristischen Elementen wie Projektionen, Energieschilden und -klingen gut vermischt. Sklaven sind mit Sensoren ausgestattet, es gibt ein besonderes Volk, welches direkt in die Netzwerke Roms eingreifen und diese manipulieren kann, Schiffe, Masken, künstliche Herzen... Und trotzdem bleibt Rom erhalten in all seiner Pracht und auch Niederträchtigkeit.

Dank eines von Anfang an einnehmenden Schreibstils gelang mir der Einstieg in die Geschichte und somit in das Schiff von Lucius Marinus ohne größere Schwierigkeiten und bereits nach dem ersten Abschnitt hatte ich im wahrsten Sinne des Wortes Blut geleckt. Während des Lesens spürt man das stetige, unabwendbare Unheil, welches über der Geschichte und den Protagonisten schwebt. Für schwache Nerven ist das übrigens nichts, denn gerade die Kämpfe in- und außerhalb der Arena werden drastisch und deutlich beschrieben. Das hat für mich den skrupellosen Eindruck von Rom nochmal deutlich hervorgehoben.

Charaktere gibt es hier in einer großen Zahl, das Glossar und die Auflistung aller "Mitwirkenden" am Ende des Buches helfen hier auf jeden Fall gut weiter, wenn man mal die Orientierung verliert. Einen klassischen Helden sucht man hier vergebens, bis auf einige wenige kämpfen alle für sich allein, mit ihren eigenen Absichten und aufs eigene Wohl bedacht. Das macht die einzelnen Figuren aber nicht weniger interessant, man findet hier etliche, außergewöhnliche Figuren die man hassen und lieben kann.

Und, falls ich es noch nicht erwähnt habe, die Geschichte ist komplex! Wenn man sich darauf einlässt, wird man mit einem garantierten Kopfkino belohnt, das ich einfach großartig fand!

Fazit:

Großes Kino! Große Geschichte!

Mir hat "Roma Nova" trotz der vielen Handlungsebenen, Charaktere und Schauplätze super gut gefallen! Ich habe bis zum Schluss mitgefiebert, wie das alles wohl ausgehen wird, wurde an vielen Stellen positiv überrascht und kann von mir behaupten, dass ich mich erfolgreich aus den Machenschaften Roms befreien konnte. ^^ Das Buch bietet einen gekonnten Mix aus Sci-Fi und klassischen Elementen, der mich überzeugt hat. Davon würde ich gerne mehr lesen!

Von mir gibt es dafür die volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung!

5 / 5 Sterne

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Judith C. Vogt

Judith C. Vogt - Autor
© Yannick Vogt

Judith Vogt, geboren 1981 im Kreis Düren, absolvierte nach dem Abitur eine Lehre als Buchhändlerin. Sie hat bereits über ein Dutzend Romane veröffentlicht, einige davon zusammen mit ihrem Mann Christian Vogt. Für ihren Fantasy-Roman Die zerbrochene Puppe erhielten sie 2013 den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Roman“. Die Autorin und Übersetzerin lebt mit ihrer Familie in Aachen.

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