Beim Ruf der Eule
 - Emma Claire Sweeney - Taschenbuch

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10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Sonstige Belletristik
415 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17713-4
Ersterscheinung: 27.07.2018

Beim Ruf der Eule

Roman
Übersetzt von Ulrike Werner-Richter

(41)

Auch mit fast 80 führt Maeve Maloney ihre kleine Pension am Meer mit unerschütterlicher Energie. Auf viele wirkt sie unnahbar, fast ruppig. Nur wenige wissen um die Zärtlichkeit, die sie in ihrem Inneren verbirgt. Als Jahrzehnte nach seinem Weggang auf einmal Vincent Roper vor ihrer Tür steht, würde Maeve ihn am liebsten wegschicken. Einst war er ihre große Liebe, heute ist er der Einzige, der noch weiß, dass sie einmal eine Schwester hatte: Edie, die singen konnte wie eine Nachtigall und ein gefeierter Star geworden wäre, hätte das Schicksal es nicht anders gewollt …

Rezensionen aus der Lesejury (41)

Verena95 Verena95

Veröffentlicht am 02.10.2018

Ergreifende, aber schwermütige Geschichte

„Auch mit fast 80 führt Maeve Maloney ihre kleine Pension am Meer mit unerschütterlicher Energie. Auf viele wirkt sie unnahbar, fast ruppig. Nur wenige wissen um die Zärtlichkeit, die sie in ihrem Inneren ... …mehr

„Auch mit fast 80 führt Maeve Maloney ihre kleine Pension am Meer mit unerschütterlicher Energie. Auf viele wirkt sie unnahbar, fast ruppig. Nur wenige wissen um die Zärtlichkeit, die sie in ihrem Inneren verbirgt. Als Jahrzehnte nach seinem Weggang auf einmal Vincent Roper vor ihrer Tür steht, würde Maeve ihn am liebsten wegschicken. Einst war er ihre große Liebe, heute ist er der Einzige, der noch weiß, dass sie einmal eine Schwester hatte: Edie, die singen konnte wie eine Nachtigall und ein gefeierter Star geworden wäre, hätte das Schicksal es nicht anders gewollt …“1
1https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/sonstige-belletristik/beim-ruf-der-eule/id_6187216

Mir hat das Buch gut gefallen, an manchen Stellen fand ich es aber einfach schwer dem Text zu folgen, auch die ganze Geschichte ist nichts für schwache Nerven. Maeve ist eine tolle Frau, wie sie trotz ihrem Alter noch die Pension führt und sich so für andere Menschen, vorallem mit Behinderung einsetzt, ist bemerkenswert. Durch die Krankheit ihrer Schwester Edie wurde sie ihr ganzes Leben lang geprägt.

Ein wirklich bewegendes Buch, das mich aber leider nicht vollkommen überzeugen konnte. Hab einfach manche Schwierigkeiten beim Leben gehabt. Das Thema an sich hat mir gut gefallen, aber der Schreibstil/Erzählstil war für mich nicht einfach, brauchte eine Zeit bis ich richtig reingekommen bin. Insgesamt eine schwermütige, aber ergreifende Lebensgeschichte.
Vergebe dafür 3,5 von 5 Sternen.

BASTEI LÜBBE
TASCHENBUCH
SONSTIGE BELLETRISTIK
415 SEITEN
ALTERSEMPFEHLUNG: AB 16 JAHREN
ISBN: 978-3-404-17713-4
ERSTERSCHEINUNG: 27.07.2018


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Beizeitenbuecher Beizeitenbuecher

Veröffentlicht am 08.09.2018

Beim Ruf der Eule

Kritik zur Geschichte des Buches: Die Idee der Geschichte dieses Buches ist wirklich eine ganz wunderbare. Alleine das Maeve mit ihren stolzen 80 Jahren noch eine Pension betreibt und darin aufgeht. Immerhin ... …mehr

Kritik zur Geschichte des Buches: Die Idee der Geschichte dieses Buches ist wirklich eine ganz wunderbare. Alleine das Maeve mit ihren stolzen 80 Jahren noch eine Pension betreibt und darin aufgeht. Immerhin ist es ihr ganzes Herzblut und hat auch einen Hintergrund, warum sie diese Pension mit soviel Liebe über die Jahre hinweg führt. Da steckt eine Lebensgeschichte hinter.

Kritik zu den Protagonisten: Die Hauptprotagonistin Maeve hat mich am Anfang wirklich zwiespältig auf ihr Wesen schauen lassen und ich war hin- und hergerissen ob ich sie nun mag oder nicht. Auf einer Seite war ich gerührt, dass sie mit ihren 80 Jahren diese Pension führt und in ihrer Art doch schon liebevoll ist und auf der anderen Seite, fand ich ihre Antworten in einem Gespräch mit einem besonderen Menschen ziemlich ruppig und rauh. Ich habe mich versucht in Maeve hinein zu versetzen, warum sie gerade so reagiert hat, konnte aber erst beim Beenden des Buches und die Sicht auf ihr ganzes Leben schon verstehen, warum sie so manches Mal so reagiert. Zumal ist dies auch eine ganz andere Generation als wir. Sie sind anders aufgewachsen. Andere Verhältnisse, ein anderer Jahrgang, ein anderes Leben. Maeve sollte man in diesem Buch wirklich seine Zeit geben, vor allem auch um mit ihr warm zu werden. Gebt ihr also ihre Zeit.

Edith die Schwester von Maeve erwärmte mir das Herz, alleine mit ihren Wörtern. Bei mir hängen geblieben ist die Schnutendose. Was es genau ist, möchte ich hier natürlich nicht vorab verraten. Als ich las welches Schicksal sie (er)tragen musste und wie lebensfroh sie dennoch war, da ging mein Herz auf, wirklich. Was diese Zeit für besondere Menschen wie sie dennoch mitbrachte, lässt sich wohl kaum in Worte fassen und ich glaube vieles ist heute nicht besser, auch wenn es vielleicht mehr Mittel und Wege gibt, die bei Weitem mit Sicherheit auch besser waren als zu der Zeit. Sie wurde jedenfalls wirklich gut herausgearbeitet und ich sah sie oft bildlich vor meinen Augen in einigen Situationen. Sie ist mir auf jeden Fall ans Herz gewachsen. Ebenso Maeves und Ediths Mutter. Was sie für Lasten und Leid zu tragen hatte, wie oft sie versuchte alles aufrecht zu erhalten, wie stark sie war. Es gab einen Moment da konnte ich mich sogar mit ihr vergleichen. Wahrscheinlich konnte sie in dieser Zeit nicht viel tun außer stark zu bleiben. Sie war eines der mitstärksten Charaktere in diesem Buch. Meine Bewunderung auch für die Ausarbeitung von ihr.

Maeves und Ediths Vater hingegen war ehrlich ein sturer Mensch, den ich manchmal die Schranken hätte weisen wollen. Ich glaube nicht, dass ihm der Zustand und die Situation um seine Tochter Edith leicht gefallen ist aber das ist eine Sorte Mensch, der manchmal der Kopf gewaschen werden muss. Warm wurde ich nicht mit ihm.

Frank der frühere Verlobte von Maeve kam mir sehr starr vor und war für mich oft nicht erreichbar, was vielleicht an seiner Art lag. So warm geworden bin ich mit ihm irgendwie gar nicht wirklich.

Vincent der auch seine Rolle in diesem Buch hat und ein früherer Freund von Maeve ist erinnerte mich etwas an meinen Großvater. Eine sehr ruhige, frohe Lebensart die zeitweise sogar ansteckt. Ein Mann der nicht aufdringlich ist, ein Mann der Fehler macht und diese sich eingesteht. In der heutigen Welt wirklich viel wert.

Die restlichen Protagonisten wie zum Beispiel Steph und Len waren auch echt toll. Sie sind mir wahnsinnig ans Herz gewachsen, ebenso Zenka.

Kritik zur Umsetzung des Buches und dem Schreibstil: Die Umsetzung dieses Buch war wirklich grandios, auch wenn ich anfangs dachte, dass ich dieses Buch zur Seite legen werde aber das Dranbleiben hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt und wer mich kennt, weiß das ich auch die schlechtesten Bücher zu Ende lese. Alle Charaktere in diesem Buch waren sehr gut aufeinander abgestimmt, die Geschichte wirklich gut ausgearbeitet und vor allem die besonderen Menschen gaben mir das Gefühl von Echtheit und Charakter. Es war einfach alles sehr stimmig und das hat mir beim Lesen Freude bereitet. Es gibt zudem auch einen Grund, warum all das so stimmig und wunderbar ausgearbeitet wurde. Dies erfahrt ihr aber am Ende.

Der Schreibstil ist sehr gut, es liest sich flüssig und lässt Bilder vor den Augen entstehen. Ich fühlte mich von dem Buch getragen, mitgenommen und oft mitgerissen.

Kritik zum Cover des Buches: Das Cover ist und bleibt Coverliebe. Einfach nur schön und wunderbar passend zum Titel und dem Inhalt der Geschichte.

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Buecherliebe99 Buecherliebe99

Veröffentlicht am 03.09.2018

Einzigartig!

https://buecherliebe99.wordpress.com/2018/08/23/e-c-sweeney-beim-ruf-der-eule-rezension/
Trotz ihrer immerhin nun bald 80 Jahre führt Maeve noch immer ihre Pension in einem kleinen Küstenstädtchen. Da ... …mehr

https://buecherliebe99.wordpress.com/2018/08/23/e-c-sweeney-beim-ruf-der-eule-rezension/
Trotz ihrer immerhin nun bald 80 Jahre führt Maeve noch immer ihre Pension in einem kleinen Küstenstädtchen. Da sie nie geheiratet hat, umgibt sie sich mit Menschen, die sie liebt, wie zum Beispiel ihrem Patenkind Steph und deren Freund Len, die beide in ihrer Pension arbeiten. Doch plötzlich erscheint Vincent Roper, ein Mann, der Maeves Leben für lange geprägt und beeinflusst hat, der sie verletzt hat und mit dem sie glückliche Momente verbrachte. Doch Maeve weist Vince ab, obwohl er einmal ihr bester Freund war, denn zu viele schmerzhafte Erinnerungen werden geweckt und eine alter Schuld scheint zwischen ihnen zu stehen. Werden sich die beiden je wieder vertragen können?

Nach und nach erfährt man auch mehr über Maeves Vergangenheit, über ihre bereits verstorbene Zwillingsschwester Edith, die körperlich und geistig behindert war. Für Maeve ist dieser Verlust sehr schmerzhaft, genauso wie der Bruch mit ihrem ehemaligen Verlobten Frank…

Maeve erzählt die Geschicht mit sehr vielen Zeitsprüngen, die nicht geordnet oder kapitelweise erfolgen, sondern zufällig erscheinen und quasi mit in die eigentliche Geschichte einfließen. Dadurch braucht man sehr viel Konzentration beim Lesen und die Geschichte wird etwas kompliziert.

Die Inspiration zu der Geschichte erhielt die Autorin durch ihre eigene behinderte Schwester. In der Geschichte merkt man meiner Meinung nach sehr, wie stark die Verbundenheit zwischen Geschichte und Realität ist, vor allem als man Edith in den zahlreichen Zeitsprüngen näher kennen lernt. So entsteht eine wunderschöne Geschichte, die weder kitschig noch seltsam ist. Sweeney hat das Talent, den Leser an die Geschichte zu fesseln, auch wenn von Action weit und breit nichts zu sehen ist.

Was mit als einziges nicht zugesagt hat und das Buch trotz der wunderbaren Geschichte, den liebevoll ausgearbeiteten Persönlichkeiten und dem tollen Setting ein wenig schlechter bewerten lässt, ist die Auflösung, was genau all die Jahre zwischen Maeve und Vincent stand. Ansonsten war das Buch wirklich eine wunderbare und einzigartige Geschichte!

Meine Bewertung: 4/5

Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Lübbe-Verlag und enthält Werbung für „Beim Ruf der Eule“ von Emma Claire Sweeney.

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3erMama 3erMama

Veröffentlicht am 03.09.2018

Einfühlsam, zeitweise recht schwer, aber wunderbar!

Ein wunderschöner Debütroman der Autorin, welcher sehr zum Nachdenken anregt.
Kein leichtes Thema für mal eben zwischendurch. Geht es doch um so vieles: das Verarbeiten von Schuldgefühlen aus der Vergangenheit, ... …mehr

Ein wunderschöner Debütroman der Autorin, welcher sehr zum Nachdenken anregt.
Kein leichtes Thema für mal eben zwischendurch. Geht es doch um so vieles: das Verarbeiten von Schuldgefühlen aus der Vergangenheit, Zusammenleben von Behinderten und Nichtbehinderten inklusive Ärzteentscheidungen über Köpfe hinweg, Gas Zutun der Kirche, die erste große Liebe, die nicht gelebte Liebe.

Auf manchen Seiten tat ich mich etwas schwer, aber der Großteil hingegen war wunderbar geschrieben und ich fühlte mich zeitweise in die wunderschöne, wenn auch alte, Pension, die Maeve im stolzen Alter von 80 Jahren führt, versetzt.

Ein wunderbares Buch, welches ich 4 von 5 Sternen gebe.

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Aurian Aurian

Veröffentlicht am 29.08.2018

Schwermütige Lektüre

Die fast 80jährige Meave führt eine Lodge, in welcher vor allem Menschen mit einem geistigen Handicap willkommen sind. Als nach über 50 Jahren ihr ehemaliger guter Freund Vincent vor der Tür steht, kommen ... …mehr

Die fast 80jährige Meave führt eine Lodge, in welcher vor allem Menschen mit einem geistigen Handicap willkommen sind. Als nach über 50 Jahren ihr ehemaliger guter Freund Vincent vor der Tür steht, kommen die Erinnerungen an ihre gemeinsame Vergangenheit mit aller Macht an die Oberfläche und lassen Meave nicht mehr los. Was ist damals geschehen?

Meave wächst mit ihrer Zwillingsschwester Eddie in der Seaview Lodge auf. Meave, ihre Eltern und Vincent kümmern sich liebevoll und gegen alle Widerstände um Eddie, die das Down-Syndrom hat. Es wird deutlich gegen welche Vorurteile die Familie sich behaupten muss, weil sie Eddie bei sich Zuhause leben lässt.

Die Idee über eine Frau zu schreiben, welche eine Pension für Menschen mit Handicap führt, hat mir sehr gut gefallen und ich war auf Meave, ihre Angestellten (mit und ohne Handicap) und ihre Gäste gespannt.
Leider hat sich die Autorin für eine Art der Umsetzung entschieden, die mich aus mehreren Gründen nicht begeistern konnte.

Meaves Lebensgeschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Die Zeitsprünge sind nicht deutlich zu erkennen und oft wechselt die Handlung ohne dass erkennbar ist, in welche Zeit und man muss sich dies anhand von Gegebenheiten zusammenreimen.
Und je mehr man erfährt, desto schwermütiger und trauriger wird die Geschichte, denn Meave wird von von Schuldgefühlen geplagt und sie kann die Vergangenheit über 50 Jahre lang nicht loslassen.

Für mich zog sich die Lektüre. Vielleicht weil ich mich für Meave nicht erwärmen konnte. Sie ist zweifellos ein guter Mensch, aber doch ein sehr eigenwilliger Charakter. Hinzu kommt der ausführliche Schreibstil in welchem die Geschichte, die wenig Höhepunkte hat, erzählt wird.
Trotzdem wird deutlich, wieviel Kraft es kostet sich um Menschen mit einem Handicap zu kümmern und dass manche Familien damit überfordert sind. Allerdings spürt man auch wie sehr das Leben dadurch bereichert wird und wieviel man zurückbekommt. Das ist eine schöne Botschaft.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Emma Claire Sweeney

Emma Claire Sweeney - Autor
© Emma Claire Sweeney

Emma Claire Sweeney veröffentlicht seit Jahren Kunstfeatures und Beiträge über Behinderungen, zum Beispiel im Guardian, bei Independent on Sunday, Mslexia und in der Times, und wurde für ihre Arbeiten bereits mehrfach ausgezeichnet. Daneben unterrichtet sie kreatives Schreiben an der New York University. Ihr Debütroman, „Der Ruf der Eule“, wurde von ihrer Schwester inspiriert, die an Zerebralparese und Autismus erkrankt ist.

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