Der Junge, der Träume schenkte
 - Luca Di Fulvio - Taschenbuch

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10,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Sonstige Belletristik
783 Seiten
ISBN: 978-3-404-16061-7
Ersterscheinung: 22.07.2011

Der Junge, der Träume schenkte

Roman
Übersetzt von Petra Knoch

(14)

New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie kommen aus dem tiefsten Süden Italiens – mit dem Traum von einem besseren Leben in Amerika. Doch in der von Armut, Elend und Kriminalität gezeichneten Lower East Side gelten die gnadenlosen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag ...
 

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Pressestimmen

"Ein pralles Feuilleton der New Yorker 20er Jahre, das Bilder aus Sergio Leones Film Es war einmal in Amerika auferstehen lässt"
"Ein Buch wie eine Reise, von der man sich wünscht, sie möge niemals enden"  
"Der Junge, der Träume schenkte von Luca Di Fulvio ist ein episches Meisterwerk; ein gewaltiger Roman, der an die Fabulierkraft von Charles Dickens erinnert; tragisch, komisch, anrührend und absolut mitreißend."
"Luca Di Fulvio erzählt in seinem Buch eine wahrhaft berührende Geschichte. (…) Ein Buch, von dem man wünscht, es möge niemals enden!"
"Fesselnder Spitzenroman von Luca Di Fulvio."
 

Rezensionen aus der Lesejury (14)

Buecherwurm101 Buecherwurm101

Veröffentlicht am 02.05.2016

Eine wundervolle Geschichte

Die junge Italienerin Cetta verlässt mit ihrem Sohn Natale ihre Heimat. Der Traum von einem besseren Leben in Amerika lässt sie nicht los und sie riskiert die lange Reise. Aus der Hoffnung wird jedoch ... …mehr

Die junge Italienerin Cetta verlässt mit ihrem Sohn Natale ihre Heimat. Der Traum von einem besseren Leben in Amerika lässt sie nicht los und sie riskiert die lange Reise. Aus der Hoffnung wird jedoch schnell der Alltag in Armut und Kriminalität und Elend bestimmen das Leben in der Lower East Side. Die Gesetze der Straße sind stark. Wer nicht stark und mutig genug ist hat hier verloren.



Der kleine Natale kommt damit gut zurecht. Er hat die Eigenschaft, die Menschen für sich zu gewinnen, ihnen mit seinem einzigartigen Charisma entgegen zu begegnen. Er verzaubert die ihn umgebenden Menschen mit seinen Geschichten. Nebenberuflich ergreift er aber auch die Gelegenheit sich mit kleinen Gaunereien ein Leben zu finanzieren. Er verdient sich durch Hilfsarbeiten bei einem Radiosender ein Zubrot, erhält dort auch die Gelegenheit seine Geschichten für alle Menschen zu erzählen.



Seine Liebe, die Jüdin Ruth, hofft er, über diese Radiogeschichten wieder zu finden...



Mir hat dieses Buch sehr gefallen, erzählt es doch davon, dass man nicht immer auf dem einfachen Weg zu seinem Glück kommt. Man einer muss es sich schwer erarbeiten.



Das Cover versetzt einem durch das Fehlen von Farben in eine frühere Zeit. Ein kleiner Junge schaut um eine Ecke – kindlich gespannt, was er sieht, erlebt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Wichmann-Reviews Wichmann-Reviews

Veröffentlicht am 22.08.2016

Da ich die CDs im Auto höre, ist bei diesem Hörbuch jede Fahrt zu schnell zu Ende.

Redaktioneller Hinweis: Ich danke für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Cover und Verpackung:
Die Gestaltung, silbern gehalten mit in schwarz dargestellter stilisierter Freiheitsstatue und ... …mehr

Redaktioneller Hinweis: Ich danke für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Cover und Verpackung:
Die Gestaltung, silbern gehalten mit in schwarz dargestellter stilisierter Freiheitsstatue und CD-Hüllen aus Pappe erwecken einen nicht ganz so prickelnden Eindruck. Auf der anderen Seite werden diese Hüllen lang genug halten, die Umwelt dankt es!

Inhalt
1909, eine interessante Zeit, die hier mit teils gut recherchierten Details ausgeschmückt, erzählt wird. Das Radio braucht seine Zeit, bis es mit den sechs Röhren den ersehnten Ton liefert. Der Fahrer ist Profi, klopft leise gegen die Tür, während der schlechter gestellte Mitbürger schon mal gegen die Tür bummert. Durch diese perfekt eingestreute Hinweise gelingt es dem Autor, die Stimmung der Zeit zu fassen. Der Unterschied zwischen Arm und Reich wird menschlich erzählt. So wird nicht abgedroschen das übliche Verhalten wiedergekäut, sondern durch die Nebenfigur des Großvaters eine erwärmende Facette eingebracht, die gleichzeitig durch die Nebenfiguren ins bekannte Licht gerückt werden. Ruth, hin- und hergerissen zwischen den Klassenunterschieden und durch das, was ihr geschah, tastet und kämpft sich in das Leben zurück.
Nach dem tollen Einstieg in das Leben auch des Protagonisten Christmas, der im Abrutschen in die Illegalität begriffen ist, folgt eine überraschende Wendung. Plausibel ergibt sich die neue Ausrichtung, folgerichtig das neue Gebaren. Der Hörer hofft auf ein gutes Ende, wobei wir erst in der Mitte der Geschichte sind!
Die Spannung wird gehalten, ... nein, sie wächst mit jedem Detail, dass erzählt wird und weiterhin ist es dem Hörer, als stünde er selbst in der Werkstatt, in dem Studio oder neben der falschen Uhr. Auch der Weg von Ruth wird weitererzählt, obwohl sie weder Kontakt zu ihrem alten Peiniger, noch zum Protagonisten hat. Der Hörer fiebert mit und fragt sich, ob sich die Handlungsstränge zum Ende hin etwa gar zu simpel zusammenfinden werden. Nach der Erfahrung der ersten vier CDs steht dies wohl nicht zu befürchten.
Fürwahr, auch hier entwickelt sich die Geschichte weiter. Und kaum glaubt man, es läuft in geordneten Bahnen, wird ein durchaus möglicher Baustein hinzugefügt, der gärt, die Szenerie mitreißt und das Szenario schier platzen lassen könnte. Hoffentlich geht das gut aus, denkt sich der Hörer, während sich der Nebenstrang zum Hauptstrang mausert.
Ging es insgeheim nicht die ganze Zeit um Ruth? Stand sie nicht die ganze Zeit im Raum, während von Christmas erzählt wurde? Hier zeigt sich wieder die Kunst des Autoren, die der Sprecher mit Akzenten an den richtigen Stellen vermag zu transportieren.


Die Geschichte selbst ist stimmig, die Handlung baut aufeinander auf, sodass ein gutes Folgen möglich ist, selbst als der Parallelstrang dazukommt.

Die Umsetzung
Einstiegsmusik und musikalischer Abspann vermitteln dieses „Es geht los“-Gefühl. Der Vorhang lichtet sich und mit angenehmer Stimme und gut betont (und nicht übertrieben) zieht Herr Niesner den Hörer in das Geschehen. Erst nach einer Weile wurde mir bewusst, dass der Sprecher es versteht vorzutragen, ohne selbst in den Vordergrund zu treten.

Fazit:
Da ich die CDs im Auto höre, muss ich sagen: Bei diesem Hörbuch ist jedes Fahrtende zu schnell da!

Rezension von Wichmann-Reviews.de

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ThePassionOfBooks ThePassionOfBooks

Veröffentlicht am 03.06.2016

Der Junge, der Träume schenkte

Ich muss gestehen, dass ich ohne große Erwartungen an das Buch heran gegangen bin. Ich habe gehört, dass es ganz gut sein soll und als ich es dann zufällig günstig bei rebuy entdeckt habe, landete es einfach ... …mehr

Ich muss gestehen, dass ich ohne große Erwartungen an das Buch heran gegangen bin. Ich habe gehört, dass es ganz gut sein soll und als ich es dann zufällig günstig bei rebuy entdeckt habe, landete es einfach im Warenkorb. Ich hätte nie damit gerechnet, dass mich diese Geschichte derart verzaubern könnte.
Es ist nicht so, als würde im Leben von Christmas aka. Natale und Cetta sehr viel tragisches oder actionreiches passieren. Dennoch war ich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt von den Erzählungen über ihr Leben und welchen Verlauf ihre Zeit in Amerika nimmt.
Der erste Teil des Buches erzählt davon, wie die zwei versuchen in der harten Welt der Lower East Side zurecht zu kommen, während der zweite Teil sich mehr auf Christmas und seine Zukunft konzentriert, im besonderen wie er durch seine Geschichten zu Ruhm und Geld gelangt.
Luca di Fulvio hat einen sehr mitreißenden, eindringlichen Schreibstil und ihm gelingt es wunderbar die Gefühle der Charaktere transparent und einleuchtend zu präsentieren. Er hat viele interessante und auch liebenswerte Nebenfiguren in die Geschichte hinein geflochten und besonders der Nebenstrang, welcher von Ruth und ihrem Peiniger handelt bringt noch einmal mehr Tempo in die Geschichte.
Die Sprache dieses Romans wird des Öfteren als brutal oder seicht bezeichnet und negativ angesehen. Ich für meinen Teil finde, dass genau diese Sprache zum Inhalt passt. Die Geschichte spielt nun einmal in Lower East Side und Manieren oder Höflichkeiten, sind dort nur selten zu finden. Mir hat die manchmal etwas raue und direkt Sprache sehr gut gefallen, da sie die Menschen, ihre Lebenssituation und ihre Gefühle gut wiederspiegelt.
Mit rund 800 Seiten, ist das Buch ein recht ordentlicher Wälzer. Obwohl die Geschichte sehr dicht geschrieben ist, kam bei mir zu keinem Moment Langeweile auf und ich war erstaunt wie schnell ich an der letzten Seite angelangt war.

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Igela Igela

Veröffentlicht am 14.08.2016

Einige Längen

Cetta , ein junges Mädchen aus einer armen Familie wird vergewaltigt und bekommt einen Sohn. Auf der Suche nach einem besseren Leben reist sie als blinder Passagier mit ihrem Baby nach New York. Dort bleibt ... …mehr

Cetta , ein junges Mädchen aus einer armen Familie wird vergewaltigt und bekommt einen Sohn. Auf der Suche nach einem besseren Leben reist sie als blinder Passagier mit ihrem Baby nach New York. Dort bleibt ihr nichts anderes übrig als als Prostituierte zu arbeiten um sich und ihren Sohn Christmas durch zu bringen.
Christmas wird älter und verliebt sich in Ruth, der Tochter aus reichem Haus. Hat diese Liebe eine Zukunft?

Die Geschichte spielt um 1920 und es wird authentisch das Leben armer Einwanderer beschrieben. Prostitution, Bandenkämpfe und die Schere zwischen arm und reich werden thematisiert und machen nachdenklich.

Vor allem zu Beginn des Buches werden immer wieder Zeitenwechsel, die Christmas als ganz kleiner Junge und dann wieder als Jugendlicher beschreiben ,erwähnt . Dies war mir etwas zu chaotisch und wie "Kraut und Rüben" durcheinander erzählt.
In diesem Buch tauchen immer wieder und in sehr grosser Anzahl neue Charaktere auf,hier den Überblick zu behalten setzt konzentriertes Lesen voraus.Zudem werden neben der Hauptgeschichte zahlreiche Nebengeschichten erzählt, was manchmal etwas verwirrend sein kann.
Der Schreibstil ist sehr kurz, mit einfachen Worten und zeitweise habe ich ihn als etwas hölzern empfunden. Auch habe ich einige Längen gespürt, weil der Autor die Tendenz hat vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen. Bei über 700 Seiten nicht verwunderlich....
Gute Geschichte,die mich im Grossen und Ganzen mitgerissen hat, die aber etwas hätte gestrafft werden können.

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Siobhan Siobhan

Veröffentlicht am 22.08.2016

Eine brutale Welt

Die junge Cetta, die in Süditalien in armen Verhältnissen groß wird, will ihrem Sohn Natale eine bessere Zukunft ermöglichen. Sie wandert mit ihm nach Amerika aus. Da man mit dem Namen Natale in New York ... …mehr

Die junge Cetta, die in Süditalien in armen Verhältnissen groß wird, will ihrem Sohn Natale eine bessere Zukunft ermöglichen. Sie wandert mit ihm nach Amerika aus. Da man mit dem Namen Natale in New York nicht viel anfangen kann, wird er von der Einwanderungsbehörde kurzerhand mit Christmas übersetzt und so heißt der Junge fortan, der mit Cetta im ärmlichen New Yorker East End aufwächst. Cetta muss sich prostituieren, um sich un ihren Jungen zu ernähren. Christmas erlebt viel Schweres und begreift, dass die wahre Macht der Straße in den Gangs liegt. So gründet er seine eigene Gang, die Diamond Dogs und mogelt sich mit an Hochstapelei grenzenden Lügengeschichten durchs Leben.
Ein anderer Erzählstrang handelt von der jungen Ruth, die in einer wohlhabenden jüdischen Familie aufwächst. Eines Tages wird sie misshandelt und vergewaltigt, was ihr fortwährendes Leben auf Jahre hinaus überschattet.
Ich habe diese Geschichte als Hörbuch in einer gekürzten Lesung gehört. Ich habe anfangs sehr schnell in die Geschichte hineingefunden und Cetta und ihren kleinen Natale liebgewonnen. Dass das Leben Christmas, wie er fortan genannt wird in die brutale Welt der Gangs führt, war vom Klappentext her klar. Dennoch hatte ich etwas zu kämpfen mit den teilweise sehr brutalen Vergewaltigungsszenen. Die warmherzigeren Szenen, die zwischendrin bei Christmas wie bei Ruth eingestreut waren, habe ich sehr genossen. Aber insgesamt konnte mich das Hörbuch nicht so wirklich mitnehmen, wie ich es erwartet hätte. Von Cetta und den Problemen, die sie beim Einleben in Amerika hatten, habe ich kaum was erfahren. Dafür haben mich die Ausflüge in die Gangsterwelt nicht so wirklich interessiert. Interessant fand die mediengeschichtlichen Aspekte, die Entwicklung des Radios und Films zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Ich vermute, dass dieses Hörbuch Männern recht gut gefällt, weil es sich nicht mit ellenlangen Beschreibungen und gefühlvollen Schilderungen von Beziehungen aufhält. Möglicherweise wird das Hörbuch infolge der Kürzungen dem Roman nicht wirklich gerecht. Ich würde gerne 3,5 Sterne vergeben, da es aber zu einem 4 Sterne Buch doch noch einiges an Luft hat erhält dieses Hörbuch 3 Sterne mit einer verhaltenen Empfehlung.

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Autor

Luca Di Fulvio

Luca Di Fulvio - Autor
© Olivier Favre

Luca Di Fulvio, geb. 1957, lebt und arbeitet als freier Schriftsteller in Rom. Bevor er sich dem Schreiben widmete, studierte er Dramaturgie bei Andrea Camilleri an der Accademia Nazionale d'Arte Drammatica Silvio D'Amico. Seine  Romane Der Junge, der Träume schenkte und Das Mädchen, das den Himmel berührte standen monatelang auf den ersten Plätzen der Spiegel-Bestsellerliste.

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