Der Ozean am Ende der Straße
 - Neil Gaiman - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Sonstige Belletristik
316 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17385-3
Ersterscheinung: 15.04.2016

Der Ozean am Ende der Straße

Roman
Übersetzt von Hannes Riffel

(18)

Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, er sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen ...

 

Pressestimmen

„Eine wundervolle, phantastische Geschichte von der man wünscht, dass sie nicht endet."

Rezensionen aus der Lesejury (18)

Rikasbookshelf Rikasbookshelf

Veröffentlicht am 31.07.2020

Ein tolles Buch

Dieses Buch war ein Glückstreffer in der Bibliothek. Wie einige von euch vielleicht wissen, arbeite ich in einer kleinen öffentlichen Bibliothek. Und wenn wir geschlossen haben, dann müssen die zurückgebrachten ... …mehr

Dieses Buch war ein Glückstreffer in der Bibliothek. Wie einige von euch vielleicht wissen, arbeite ich in einer kleinen öffentlichen Bibliothek. Und wenn wir geschlossen haben, dann müssen die zurückgebrachten Bücher natürlich wieder eingeräumt und in den Regale aufgeräumt werden. Ich habe als ich das Buch entdeckt habe, zum ersten Mal seit langen wieder Romane eingestellt, normaler mache ich Sachbücher. Und habe da ein (unser einziges vielleicht?) Neil Gaiman Buch entdeckt und natürlich sofort eingepackt. Nach dem ich letztes Jahr Good Omens gesehen habe, hatte ich mir vorgenommen ganz viel Neil Gaiman zu lesen und da dieses Buch nur 230 Seiten hat, war das ein guter Punkt um anzufangen.

Neil Gaiman Der Ozean am Ende der Straße
Auch ein paar Illustrationen ergänzen die Handlung super.
Dieses Buch gehört zu Urban Fantasy, wenn es dieses SuB-Genre auch bei den Erwachsenen gibt. Jedenfalls spielt dieses Buch in unserer Welt mit einem kleinen magischen Twist.

Der Erzählstil ist wohl das herausragendste in diesem Buch. Es geht um einen Mann, der sich an seine Kindheit erinnert. Daher wird das ganze durch die Augen eines Kindes mit der Klarheit eines Erwachsenen erzählt, zuerst etwas merkwürdig, aber wenn man darüber nachdenkt, die perfekte Erzählweise für dieses Buch. Auch wirkt das Buch insgesamt etwas poetischer und anspruchsvoller durch diese Erzählweise, ohne das es wirklich herausfordernd ist dieses zu lesen.

Neil Gaiman Der Ozean am Ende der Straßw
Und auch beim Aufschlage entdeckt man tolle Details.
Dadurch das es aus der Perspektive des Kindes erzählt wird, versteht man nicht alles, nur einige Dinge werden von Erläuterungen des Erwachsenen ergänzt. Der Fantasy Aspekt dieses Buches, hat der Junge nicht verstanden, als es passiert ist und der Erwachsene hat es verdrängt, also werden wir darauf keine Erklärung bekommen. Und ich hätte echt gerne eine Erklärung, aber ich verstehe warum Neil Gaiman sich für diese Erzählweise entschlossen hat und finde es bringt etwas mythistisches für dieses Buch.

Zu den Charakteren, wir lernen die meisten Charaktere nur Oberflächlich kennen, schließlich gucken wir durch die Augen eines 7-Jährigen, aber das was wir erfahren ist für die Handlung genug. Beide seine Elternteile haben ein bisschen Backstory und die Personen bei denen es mich am meisten interessiert, erzählen nichts da sie ihr Geheimnis bewahren wollen.

Mein Fazit
Mir hat dieses Buch gefallen und je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr schätze ich dieses Buch und die Art und Weise wie es geschrieben wurde. Es hatte genau die richtige Länge um mich zum lesen zu motivieren und trotzdem eine reichhaltige Geschichte zu bieten. Perfekt für jeden der Urban Fantasy für „Erwachsen“ lesen möchte, das klingt immer falsch, wenn ich das sage, aber es ist nun mal nicht mehr an die Zielgruppe YA (Young Aldult/Junge Erwachsene) gerichtet.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

PMelittaM PMelittaM

Veröffentlicht am 27.03.2020

Wow!

Ein älterer Mann kehrt in seinen Heimatort zurück und erinnert sich daran, wie er als Siebenjähriger die Familie Hempstock kennenlernte und mysteriöse Dinge erlebte.

Ich weiß nicht genau, was ich von ... …mehr

Ein älterer Mann kehrt in seinen Heimatort zurück und erinnert sich daran, wie er als Siebenjähriger die Familie Hempstock kennenlernte und mysteriöse Dinge erlebte.

Ich weiß nicht genau, was ich von diesem Roman erwartet hatte, aber sicher nicht das, was ich bekam. Sicher, ich hatte schon andere Romane des Autors gelesen, und hätte auf manches gefasst sein können, aber zunächst las sich das Ganze wie ein Roman, in dem es um Kindheiterinnerungen geht, um nach und nach immer mehr ins Mysteriöse zu kippen. Teilweise fühlte ich mich ein bisschen wie in einem Stephen-King-Roman, in dem der Protagonist immer mehr in gruselige Dinge verwickelt wird, nur dass Gaimans Sprache deutlich poetischer ist.

Am Ende stellt der Roman – und der Leser sich – die Frage, wie viel davon hat der Junge, dessen Name nie genannt wird, tatsächlich erlebt, wie viel davon war seine Phantasie? Gleichzeitig ist man entsetzt, was er alles durchmachen musste. Ich habe die Frage für mich so beantwortet: In dieser Geschichte ist alles wahr. Bis dahin hatte ich sehr spannende Lesestunden, der Roman entpuppte sich für mich als wahrer Pageturner. Der Junge erzählt selbst in Ich-Form und so kommt der Leser ihm sehr nahe und fühlt mit ihm. Der Leser bekommt eine Menge Stoff, über den er grübeln kann.

Der Roman ist illustriert, für mich wäre das nicht nötig gewesen, gerade bei diesem Thema hat es mich sogar ein bisschen gestört, möchte ich doch lieber meine eigene Phantasie einsetzen.

Der Roman ist mein Überraschungsbuch des Jahres, ich hätte nicht gedacht, dass er mich so faszinieren wird. Ich bin begeistert. Mich hat der Roman von Anfang an gepackt, auch emotional, und sich als wahrer Pageturner entpuppt. Wer es gerne mal mysteriös und/oder gruselig mag, und wen es nicht stört, dass das Ende relativ offen ist, kann sich hier auf unterhaltsame Lesestunden freuen.

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Weltentraeumerin Weltentraeumerin

Veröffentlicht am 18.11.2019

Über Monster, Wunder, Mut und Freundschaft

Diese außergewöhnliche Geschichte wird eingerahmt durch die Handlung des Mannes, der sich an seine Kindheit erinnert, ehe wir dann genau dahinein wechseln. Der Protagonist, der ebendiese Geschichte aus ... …mehr

Diese außergewöhnliche Geschichte wird eingerahmt durch die Handlung des Mannes, der sich an seine Kindheit erinnert, ehe wir dann genau dahinein wechseln. Der Protagonist, der ebendiese Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, erhält nie ein Namen, was mir bis zu dem Interview mit dem Autor, das in meiner Ausgabe hinten abgedruckt ist, auch nicht aufgefallen war.

Das Genre des Buches ist vage Fantasy, allerdings alles andere als eine typische Geschichte. Der Protagonist ist sieben Jahre, liest gerne und es ist ein bisschen so, als würden Dinge, die man sich mit sieben Jahren vorstellt, real werden. Monster, Magie, aber auch Wunder und allerhand anderer übernatürlicher Phänomene.

Die Zielgruppe des Buches sind Erwachsene, denn obwohl der Protagonist ein Kind ist und vieles fast märchenhaft anmutet, ist die Atmosphäre doch auch sehr düster und viele angeschnittene Themen werden Kinder nicht unbedingt verstehen. Umgekehrt kritisiert das Buch gerade Erwachsene, nimmt die Position von Kindern ein und wendet sich gegen die Fantasielosigkeit und Härte der Erwachsenen.
Die Geschehnisse, die von Erwachsenen als übernatürlich klassifiziert werden würden, werden mit einer kindlichen Selbstverständlichkeit hingenommen. In diesem Buch scheint alles möglich zu sein, egal, wie sehr es gegen die Vernunft geht, und das fand ich unheimlich cool.

Ich hatte den Eindruck, dass der Protagonist sich absolut authentisch wie eben ein siebenjähriger Junge verhält. Dass er Angst hat, sich nicht traut, Dinge zu machen, trotzig wird, naiv ist, fordernd. Ohne dass ich das jemals als anstrengend empfunden hätte. Denn nichtsdestotrotz ist er beispielsweise eben auch sehr mutig.
Dabei lernen wir seine Familie nur aus seiner Sicht und damit auch nur in seinem Eindruck kennen - seine Schwester also vor allem als nervig und besserwissend, seinen Vater als streng und strafend, und so weiter, was super interessant ist.

Auf der anderen Seite haben wir Lettie Hempstock, ihre Mutter und ihre Urgroßmutter auf ihrer Farm, die für den Protagonisten zu einem Zufluchtsort voller kleiner Wunder und Perfektionen ist. Gerade die Freundschaft, die der Protagonist zu Lettie aufbaut, wird dabei als unkompliziert, aber auch sehr schön beschrieben.

Die Atmosphäre ist relativ düster, fast leicht unheimlich. Gleich zu Anfang wird es auch ein wenig trauriger, und generell tat mir der Protagonist wiederholt leid - letztendlich fieberte ich durchaus mit dieser Geschichte mit, die mich in ihren ganz eigenen Bann zog.

*Fazit: *Absolut außergewöhnliche Geschichte mit einer einnehmenden, düsteren Atmosphäre aus der Sicht eines authentisch dargestellten siebenjährigen Junge, in der alles möglich zu sein scheint - eine Geschichte über Monster, Magie und Wunder, über Mut und Freundschaft und ein bisschen auch über die Gegensätze zwischen Kindern und Erwachsenen.

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sChiLdKroEte62 sChiLdKroEte62

Veröffentlicht am 10.10.2019

Fantasievolle, magische Geschichte

Ein erwachsener Mann ist aufgrund einer Beerdigung in dem Ort, in dem er aufwuchs. Da er nach dem Gottesdienst noch ein wenig Zeit hat, besucht er ein paar Orte seiner Kindheit. So verschlägt es ihn auch ... …mehr

Ein erwachsener Mann ist aufgrund einer Beerdigung in dem Ort, in dem er aufwuchs. Da er nach dem Gottesdienst noch ein wenig Zeit hat, besucht er ein paar Orte seiner Kindheit. So verschlägt es ihn auch zum Gehöft der Hempstocks. Dort, an einem Ententeich, den Lettie Hempstock vor Jahren immer als einen Ozean bezeichnete, erinnert er sich an fantastische Ereignisse, die er als Siebenjähriger erlebte.

Der Protagonist, dessen Namen der Hörer nie erfährt, erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Dadurch kann man sich gut in ihn hinein versetzen und mit ihm fühlen. Es scheint sich zunächst um ganz normale Erinnerungen eines Mannes an seine Kindheit zu handeln. Der Hörer ahnt noch nicht, welche fantastischen und magischen Züge die Geschichte noch annehmen wird.

Ich habe bisher schon einige Hörbücher gehört und selten war ich so begeistert von dem Sprecher wie bei „Der Ozean am Ende der Straße“. Hannes Jaenickes Stimme passt, meiner Meinung nach, perfekt zur Geschichte. Durch seinen tollen Erzählstil haucht er der Handlung Leben ein und man hört gerne zu.

Bei „Der Ozean Ende der Straße“ handelt es sich um eine interessante, fantasievolle Geschichte. Am Ende bleiben einige Fragen ungeklärt und als Hörer ist man sich nicht sicher, ob die Ereignisse wirklich so geschehen sind, wie der Mann sich erinnert oder ob es sich um Vorstellungen oder Träume handelt. Aber genau das macht die Magie der Geschichte aus. Mir hat das Hörbuch gut gefallen. Die Geschichte war ansprechend und unterhaltsam. Ich hab mich keine Sekunde gelangweilt. Ein schönes Märchen für Erwachsene, das Hannes Jaenicke zu einem tollen Hörerlebnis macht!

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chipie chipie

Veröffentlicht am 19.08.2019

Ein Buch zum Durchquälen...

Der Name Neil Gaiman war mir schon lange ein Begriff. Immer wieder stolperte ich über seine Bestseller „American Gods“ und „Niemalsland“. Als mir „Der Ozean am Ende der Straße“ zum Schnäppchenpreis angeboten ... …mehr

Der Name Neil Gaiman war mir schon lange ein Begriff. Immer wieder stolperte ich über seine Bestseller „American Gods“ und „Niemalsland“. Als mir „Der Ozean am Ende der Straße“ zum Schnäppchenpreis angeboten wurde, schlug ich zu. Doch das hätte ich lieber lassen sollen…

„Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, er sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen ...“ Dieser Klappentext klang vielversprechend und ich habe mich richtig drauf gefreut, das Buch zu starten. Diese Freude hat leider nicht lange gehalten. Ein erwachsener Mann kehrt an den Ort zurück, an dem er aufgewachsen ist und erinnert sich plötzlich an längst vergessene Begebenheiten. Diese klingen zu fantastisch, um wahr zu sein. Oder basieren seine Erinnerungen wirklich auf der Realität? Was hat er als Junge erlebt oder hat er einfach nur eine blühende Phantasie?

Die Grundidee des Buches finde ich nach wie vor verlockend. Doch was Neil Gaiman daraus gemacht hat, ist meiner Meinung nach einfach nur komplett verschenktes Potenzial. Die Geschichte ließ mich unzählige Male verständnislos den Kopf schütteln. Weder war die Story spannend, noch witzig, noch tiefsinnig. Bis zur letzten Seite versuchte ich, einen Sinn hinter all den plump geschriebenen Sätzen zu entdecken, jedoch ohne Erfolg. Ich mag skurrile Geschichten und Phantasy, aber dieses Werk konnte mich kein bißchen packen.

Für mich war dieses Buch verlorene Zeit. Schade drum, meines Erachtens hätte man viel mehr aus den Anfängen hervorzaubern können.

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Autor

Neil Gaiman

Neil Gaiman - Autor
© Kimberley Butler

Neil Gaiman hat über 20 Bücher geschrieben und ist mit jedem namhaften Preis ausgezeichnet worden, der in der englischen und amerikanischen Literatur- und Comicszene existiert. Geboren und aufgewachsen ist er in England. Inzwischen lebt er in Cambridge, Massachusetts, und träumt von einer unendlichen Bibliothek.

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