Elizabeth wird vermisst
 - Emma Healey - Taschenbuch

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10,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Sonstige Belletristik
348 Seiten
ISBN: 978-3-404-17273-3
Ersterscheinung: 08.10.2015

Elizabeth wird vermisst

Roman
Übersetzt von Rainer Schumacher

(5)

Maud hat Alzheimer. Sie vergisst, dass ihr Teewasser kocht. Dass sie keine Pfirsiche mehr kaufen soll. Und manchmal auch, wer ihre Enkelin ist.  Aber während die Gegenwart ihr immer mehr entgleitet, öffnet sich die Tür in ihre Vergangenheit …
Mit großer Intensität und Emotionalität schafft es die erst 28-jährige Autorin, eine völlig neue Sicht auf Alter und Alzheimer zu eröffnen.



 

Pressestimmen

„Ein nachdenkliches, mit Charme und auch Witz geschriebenes Buch, das die Problematik Alzheimer und daraus entstehende Verwicklungen thematisiert, aber auch zeigt, wie wichtig Liebe im Umgang mit Betroffenen ist."

„Mit ihren gerade mal 28 Jahren ist es Autorin Emma Healey gelungen, das ernste Thema Alzheimer mit viel Humor zu verarbeiten, ohne respektlos oder ulkig zu wirken."
Komisch und traurig zugleich. Vor allem aber unglaublich respektvoll!"
„Mit überwältigender Intensität und Emotionalität schafft es die erst 28-jährige Autorin, eine völlig neue Sicht auf Alter und Alzheimer zu eröffnen."
„Trotz des schwierigen, traurigen und beängstigenden Themas für mich eine warme und sehr, sehr schöne Geschichte.”

Rezensionen aus der Lesejury (5)

Pummelluff Pummelluff

Veröffentlicht am 14.10.2018

eine grfühlvolle Geschichte

Ich finde das die Autorin die Thematik sehr gefühlvoll beschrieben hat wie die Hauptperson, indem es in diesem Roman geht, immer mehr ihr Gedächnis verliert und weniger wird.
Es hat mich betroffen gemacht ... …mehr

Ich finde das die Autorin die Thematik sehr gefühlvoll beschrieben hat wie die Hauptperson, indem es in diesem Roman geht, immer mehr ihr Gedächnis verliert und weniger wird.
Es hat mich betroffen gemacht wie Maud ihren eigenen geistigen Verfall miterlebt und nichts dagegen ausrichten kann.
Sie versucht dem Herr zu werden indem sie alles auf Zettel schreibt um nichts zu vergessen, weil sie immer mehr, durch das fortschreiten der Krankheit, ihr selbstvertrauen verliert.
Der Autorin ist es sehr gut gelungen die Situationen indem maud steckt, sehr gut zu beschreiben und anschaulich darzustellen, sodass man sich gut in die Betroffenen hineinversetzen kann.
Der Roman war für mich spannend, mitfühlend und fazinierend.
Für mich war dieses Buch ein absolutes Gewinn, ich werde diese Buch bestimmt ein zweites Mal lesen, so gut hat es mit gefallen. Ich bin erstaunt, wie eine so junge Autorin, eine so authentische Geschichte schreiben konnte, mit einem so sensiblen Thema
wie die demenz. Ein ausgesprochen gelungenes Buch

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

sumchi95 sumchi95

Veröffentlicht am 07.08.2018

Anrührendes Debüt

Ich habe selten etwas so anrührendes und schonungslos authentisches gelesen ! 5 Sterne für ein außergewöhnliches Buch , welches man aus meiner Sicht gelesen haben "sollte" !

Inhaltsangabe Verlag:

Wie ... …mehr

Ich habe selten etwas so anrührendes und schonungslos authentisches gelesen ! 5 Sterne für ein außergewöhnliches Buch , welches man aus meiner Sicht gelesen haben "sollte" !

Inhaltsangabe Verlag:

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihnen keiner mehr glaubt? Und Sie nicht mehr sicher sind, ob Sie sich selbst noch glauben können? Genauso ergeht es Maud, die an Alzheimer leidet ? und die ihre Freundin vermisst. In diesem faszinierenden Roman machen wir uns gemeinsam mit Maud auf die Suche nach der verschwundenen Elizabeth und erleben dabei hautnah, wie hilflos und verletzlich Maud sich selbst und ihrer Umwelt gegenübersteht. Mit überwältigender Intensität und Emotionalität schafft es die erst 28-jährige Autorin, eine völlig neue Sicht auf Alter und Alzheimer zu eröffnen.

Meinung:

Dieses Buch , ist eine anrührende Geschichte über das Leben einer an Alzheimer erkrankten Frau .
Maud ist eine rund 80 jährige Frau und sie vermisst einen Menschen , doch keiner glaubt ihr ...!
Wir lernen Mauds Alltag kennen und bekommen anrührende , schreckliche und verzweifelte Einblicke in ihr Leben .
Dieses Buch konnte mich so sehr einnehmen , begeistern und emotional anrühren , dass ich es noch sehr lange in meinem Herzen tragen werde !
Die Autorin gibt uns Lesern , einen schonungslosen , schockierend authentischen und manchmal so traurigen Einblick , in dass so aussichtslose Leben einer Alzheimerkranken Frau , Maud !
Emma Healey konfrontiert uns mit der ungeschönten Wahrheit und dennoch ist dieses Buch so bunt , so schön und eben doch so traurig und unendlich schockierend .
Sie schafft es , uns die manchmal so wirren und doch klaren Gedankengänge und vor allem Gefühle von Maud hautnah näher zubringen und uns Leser genau damit zu Tränen zu rühren und gibt uns so emotionale Denkanstöße , wie ich sie selten bekommen /erlebt habe .
Was mich allerdings noch viel mehr fasziniert hat ,war wie es die Autorin geschafft hat , auch das Umfeld Mauds , so authentisch und klar darzustellen .
Denn sie schafft es die Emotionen und Taten der einzelnen Personen so hautnah und einfach einnehmend echt zu schildern , dass man teils so
geschockt vor der Geschichte rundum Maud sitzt .Denn auch hier arbeitet sie die Verzweiflung und die manchmal so unvorstellbaren und von eben dieser Verzweiflung und Hilflosigkeit geprägten Taten , des Umfeldes rundum Maud so feinfühlig und ebenso anrührend heraus . Sie beleuchtet nicht nur die Seite des Erkrankten , sondern auch die Hilflosigkeit des Umfeldes und gerade dies ist es , was dieses Buch so authentisch und komplex wirken lässt .
Und dann beinhalte dieses Buch eine ganz andere Komponente , die verzweifelte , die spannende. Denn eines der Hauptthemen des Buches ist das Verschwinden von Mauds Freundin Elizabeth und hier geriet ich als Leser an meine emotionalen Grenzen . Denn die Hilflosigkeit darüber, dass ihr (Maud) keiner Glauben schenkt und sie doch so verzweifelt nach einem geliebten Menschen sucht ,ließ mich mit Fassungslosigkeit und Trauer auf die Geschichte blicken . Denn wenn du verzweifelt nach einem Menschen suchst und dir keiner glaubt , da du an Alzheimer erkrankt bist , welche tiefe Hilflosigkeit muss man in diesem Moment empfinden ?!
Und gerade dieses versteckte Geheimnis, um das Verschwinden von Elizabeth , gibt dem Buch eine ganz neue und eigene Atmosphäre .
Mit diesem Debüt hat die Autorin eine anrührende Glanzleistung vollbracht , die meinen großen Respekt fordert .
Dieses Buch ist sehr ruhig , doch gerade in diesen Passagen liegt die Stärke und die Aussagekraft des Buches .

Fazit:
Ein Buch welches lange nachwirkt und sehr lange in meinem Herzen bleiben wird und über das ich sehr lange nachdenken werde .
Für mich war diese Geschichte sehr anrührend und ich blieb mehr als ergriffen zurück !
Diese Geschichte zeigt , wie geliebte Menschen einem so fremd werden können und dies vollkommen unfreiwillig und nur durch eben diese schreckliche und beängstigende Krankheit !
Aus jedem einzelnen Wort , spricht Verzweiflung und gleichzeitig eine so authentische Entschlossenheit , die mich so emotional gepackt hat .
Ein Buch ,welches einen ganz neuen Blickwinkel auf eine grauenvolle Krankheit eröffnet und das voller überwältigender Intensität steckt , die an Emotionalität nicht zu überbieten ist .
5 Sterne für ein außergewöhnliches Buch , welches man aus meiner Sicht gelesen haben "sollte" !

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TochterAlice TochterAlice

Veröffentlicht am 28.07.2018

Gewollt, aber nicht so recht gekommt

Unter diese Kategorie fällt aus meiner Sicht das Buch der jungen Emma Healey, in der es um Demenz geht - aus der Perspektive der über 80jährigen Maud. Richtig, sie selbst ist es, die darunter leidet. Eine ... …mehr

Unter diese Kategorie fällt aus meiner Sicht das Buch der jungen Emma Healey, in der es um Demenz geht - aus der Perspektive der über 80jährigen Maud. Richtig, sie selbst ist es, die darunter leidet. Eine große Herausforderung, der sich die Autorin gleich in ihrem ersten Roman stellt, trennen sie doch (hoffentlich) mit noch nicht ganz 30 Jahren noch viele lange Jahre von dieser unheimlichen Krankheit. Gekonnt baut sie in die Darstellung die schleichende Ausweitung der Krankheit, den immer mehr sich mit der Erinnerung vermengenden Blick auf die Gegenwart, die Verwechslung ihrer Mitmenschen mit Personen aus der Vergangenheit ein. Doch leider ist dies auch schon das Einzige, was fasziniert. Inhaltlich vermochte das Buch mich nicht zu fesseln.

Wie habe ich mich auf dieses Buch gefreut, ihm schon seit Monaten entgegengefiebert - da war dann leider die Enttäuschung umso größer, denn der Plot entpuppt sich als alles andere als das Gelbe vom Ei. Zu sehr verliert sich die Autorin in Nebensächlichkeiten, der rote Faden bleibt dabei auf der Strecke.

Aber dennoch: Hut ab vor dem Mut dieser Autorin, sich auf ein so schwieriges Thema einzulassen, zumal es ihr an Einfühlsamkeit sicher nicht mangelt. Eine Novelle zum Thema, bei der es leichter ist, bei der - thematischen - Stange zu bleiben, wäre für den Anfang sicher effizienter gewesen. Doch das bedeutet auch, dass ich diese Autorin nicht vergesse: ich setze auf ihre Entwicklung und den sukzessive zunehmenden Erfahrungshorizont und freue mich bereits auf weitere Werke aus ihrer Feder.

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MichaelaG MichaelaG

Veröffentlicht am 02.05.2018

Bewegender Einblick in die Welt mit Alzheimer

Emma Healey behandelt in ihrer sehr emotionalen und bewegenden Geschichte das Thema Alzheimer.
Die Autorin lässt in ihrer Handlung die an Alzheimer erkrankte Protagonistin Maud, die sich ihrer Erkrankung ... …mehr

Emma Healey behandelt in ihrer sehr emotionalen und bewegenden Geschichte das Thema Alzheimer.
Die Autorin lässt in ihrer Handlung die an Alzheimer erkrankte Protagonistin Maud, die sich ihrer Erkrankung nicht bewusst ist, in der Ich-Perspektive erzählen.
So gewährt sie dem Leser und Zuhörer auf einfühlsame Weise einen sehr detaillierten und aussagekräftigen Eindruck in Mauds verwirrte Gedanken, deren Grenze zu Realität verschwimmt, und die viele Reaktionen in ihrem Umfeld nicht versteht.
Immer wieder verliert sie sich in ihren Erinnerungen und immer wieder spricht sie den Satz „Elizabeth wird vermisst“ aus.
Anfangs erscheint es vielleicht sogar noch etwas amüsant, doch im späteren Verlauf musste ich hart schlucken, wenn sie dies sagte.
Einfach weil ich so viel Mitgefühl und Verständnis für Maud aufbrachte und es mir fast das Herz brach.
Medizinische Details werden in dieser Handlung nur am Rande erwähnt, denn hier steht einzig und allein die Hauptfigur im Vordergrund, die mal in der Vergangenheit lebt und mal in der Gegenwart.
So sind es zwei beziehungsweise drei verschiedene Handlungsstränge, die aber etwas gemeinsam haben und miteinander verknüpft werden.
Dies macht meiner Meinung nach diese Geschichte besonders bewegend.
Zwischendurch richtet sich der Blick auch auf ihre Angehörigen und macht damit bewusst, dass nicht nur Maud kurz vorm Verzweifeln ist.
Immer wieder stellt sich eine gewisse Situationskomik ein, die von der recht traurigen Erzählung ablenkt und aufmuntern kann.
Die einzelnen Kapitel sind musikalisch untermalt und dank des großartigen Erzählstils ist die Geschichte besonders fesselnd.
Die Autorin versteht es sehr gut, ihre Figuren derart charakterstark und authentisch zu beschreiben, dass man sie sich bildlich vorstellen kann.
Vor allem Maud ist sehr gut gelungen, denn ihre innere Unruhe und Verzweiflung ist so realistisch, dass ihr Schicksal einem sehr nahe geht.

Hier macht sich aber auch wieder die Auswahl der richtigen Sprecherin bemerkbar.
Denn Katharina Thalbach liest diese Geschichte vor und schafft es sich sehr einfühlsam in die Hauptfigur zu versetzen.
Ob es sich um einen ruhigen Erzählton oder aber auch den Wechsel in verschiedene Gefühlsausbrüche handelt, sie verkörpert mit ihrer Stimme die Protagonistin glaubhaft und lässt diese noch viel greifbarer erscheinen.

Fazit
„Elizabeth wird vermisst“ ist ein sehr bewegender Roman, der den Leser und Zuhörer schockierend realistisch ahnen lässt, wie beängstigend und verstörend die Welt eines an Alzheimer erkrankten Menschen sein muss.
Diese Geschichte wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und mich so manches Mal nachdenklich stimmen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Tiana_Loreen Tiana_Loreen

Veröffentlicht am 26.03.2017

Unglaublich berührend

Unglaublich berührend! Unglaublich schockierend! Klare Leseempfehlung für diesen Debütroman!

Inhalt:
>Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihnen keiner mehr glaubt? Und Sie nicht mehr sicher sind, ob Sie ... …mehr

Unglaublich berührend! Unglaublich schockierend! Klare Leseempfehlung für diesen Debütroman!

Inhalt:
>Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihnen keiner mehr glaubt? Und Sie nicht mehr sicher sind, ob Sie sich selbst noch glauben können?<

Die über 80 jährige Maud leidet an Altersdemenz. Sie vergisst und das ständig. Von einem Moment auf den nächsten ist alles weg. Für sie stellt sich selbst der einfache Alltag als große Hürde heraus.
Doch eines scheint Maud immer zu wissen: ihre beste Freundin Elizabeth wird vermisst!
Mit Hilfszetteln hilft sie sich über ihre Krankheit und versucht dabei alles, um Elizabeth wieder zu finden.
Doch keiner glaubt ihr.

Zeitgleich und doch etliche Jahre früher erlebt Maud das Verschwinden ihrer Schwester. Sukey, die eines Tages spurlos verschwunden war...70 Jahre lang schlummerte dieser Vorfall in Maud und jetzt verknüpft er sich mit Elizabeths Verschwinden...

Cover:
Das Cover sagt schon sehr viel über das Buch aus...naja, das sage ich jetzt, NACHDEM ich es gelesen habe. Es wirkt wie ein Zettel und darauf wurden die Worte geschrieben. Mit Großbuchstaben und rot unterstrichen, so, als ob die Person, für die diese Information gilt, es auch wirklich nicht vergisst.
Darunter ein Vogel in einer Glaskuppel.
Verschmierte Buchstaben sind ebenfalls zu sehen. Womöglich von Tränen.

Alleine das Cover sagt schon so viel aus....alles, was darauf beschreiben ist, wird- mehr oder weniger- aufgelöst und wer kennt den "Ahhhaaaa" Effekt nicht, wenn man den Titel, oder - in diesem Fall - das Titelbild versteht.

meine Meinung:
Ein unglaubliches Buch, was mich schon von Anfang an neugierig gemacht hat, aber ich hatte nicht ganz so große Erwartungen, trotz gute Bewertungen. Ich wollte mir selbst ein Bild machen und sehen, wie ich es persönlich finden würde. Und jetzt....352 Seiten später starre ich das Buch an und kann nur ein Wort denken: "WOW"!

Maud ist die Hauptperson und die Sicht, in der wir als Leser hineinschlüpfen. Es ist fantastisch und erschreckend zugleich Mauds sicht zu lesen und zeitgleich Maud zu sein....im einen Moment ist sie ganz klar und im nächsten hat sie vergessen, dass sie (zum Beispiel) in einem Einkaufszentrum ist und einne Lippenstift probiert hatte. Diese Panik, diese Angst und vor allem dieses Gefühl sich selbst langsam zu verlieren spürt man ganz deutlich, wenn man- an Mauds Seite- das Buch liest.

Der Handlungsstrang bezieht sich auf zwei Ereignisse in Mauds Leben. Da haben wir zu allererst die Gegenwart und das Verschwinden von Elizabeth, an dem Maud felsenfest festhält. Als Leser weiß- oder weiß eben nicht- genausoviel wie Maud es in ihrer Verwirrtheit tut und das macht das Buch so unglaublich spannend und unmöglich aus der Hand zu legen.
Auf der anderen Seite haben wir da Mauds Vergangenheit und das Verschwinden ihrer Schwester Sukey. Man erlebt die Zeit vor und die Monate nach Sukeys Verschwinden aus Mauds Sicht. Es ist erschreckend, was Maud bereits in ihren jungen Jahren erlebt hat und es ist verblüffend, wie sie die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft- unbewusst, aber doch. Sie tut Dinge, weiß aber nicht warum sie es tut....

Das verwirrt einen natürlich, aber um ehrlich zu sein, fand ich es nicht störend. Man kam schnell in Mauds Denkweise hinein und so fand ich ihre "Aussetzer" nach einigen Seiten nicht mehr so verwirrend, wie zu beginn des Buches.

Ich kann immer noch nicht glauben, dass Emma Healy gerade einmal 28 Jahre alt ist! Dieses Buch ist eine lesende Zeitbombe (sorry, besseres Wort fällt mir im Moment nicht ein), denn du fieberst mit Maud mit (egal welche Zeit), du bist schockiert, wenn ihre Krankheit wieder extrem stark hervortritt und hast Mitleid, weil sie so oft, einfach nur hilflos scheint und die ganze Zeit wartest du darauf, dass die Lösung des Rätsels nun endlich da ist....du wartest und wartest...und dann...Bäng...ist es da und du kannst es nicht fassen.
Fassungslos starrte ich auf die Zeilen und verknüpfte das gerade erfahrene mit dem Wissen, aus den vorherigen Kapiteln....eindeutig ein Buch, wo man mitdenken muss!

Fazit:
Ich bin einfach begeistert! Ich könnte theoretisch wegen Kleinigkeiten einen Stern abziehen, aber wenn man das Alter der Autorin betrachtet und alles drum-herum, will ich gar keinen Stern abziehen!
Das Buch ist einfach nur der wahnsinn! Erschreckend und packend zugleich!
Und ich habe etwas daraus gelernt: Ich werde meine Oma jetzt mit anderen Augen sehen, ihre Krankheit ist (vergleichsweise zu Mauds) noch in den Kinderschuhen, aber man sieht es bereits deutlich. Nach diesem Buch hat sich meine Sichtweise ihr gegenüber komplett verändert!
Ich kann dem Buch nur 5 von 5 Sternen geben, weil alles darunter es nicht würdig wäre!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

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Autor

Emma Healey

Emma Healey - Autor
© Horst A. Friedrichs

Emma Healey wuchs in London auf. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur Buchbinderin. Doch als ihr die Buchherstellung nicht mehr ausreichte, legte sie 2011 noch einen Master in Kreativem Schreiben an der University of East Anglia ab. Elizabeth wird vermisst ist ihr erster Roman, den sie mit gerade mal 28 Jahren vorgelegt hat.  

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