NSA - Nationales Sicherheits-Amt
 - Andreas Eschbach - Hardcover

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22,90

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Hardcover
Sonstige Belletristik
796 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-2625-9
Ersterscheinung: 28.09.2018

NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Roman

(86)

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werdenErst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet ...
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?
Erscheint Oktober 2018

Pressestimmen

„Er versteht es auch brandheiße Themen aufzugreifen. Dieses Mal zeigt sich das schon beim Titel“ Waiting on wednesday, 13/06/2018

Rezensionen aus der Lesejury (86)

Nabura Nabura

Veröffentlicht am 20.01.2019

Bringt ins Nachdenken über die Möglichkeiten grenzenloser Überwachung

Was wäre passiert, wenn die Digitalisierung schon deutlich früher stattgefunden hätte? In „NSA“ zeichnet Andreas Eschbach das Bild einer NS-Zeit, in der die Kommunikation bereits mithilfe von Komputern ... …mehr

Was wäre passiert, wenn die Digitalisierung schon deutlich früher stattgefunden hätte? In „NSA“ zeichnet Andreas Eschbach das Bild einer NS-Zeit, in der die Kommunikation bereits mithilfe von Komputern und tragbaren Telephonen funktioniert. Helene arbeitet in Weimar beim Nationalen Sicherheits-Amt als Programmstrickerin – so was ist reine Frauensache. Von den Analysen bekommt sie Anweisungen und erstellt Programme, um beispielsweise untergetauchte Juden anhand der durchschnittlich pro Haushalt gekauften Kalorienmenge zu finden. Dabei tut sie alles, damit ihr eigenes Geheimnis nicht auffliegt. Der Analyst Eugen Lettke nutzt die zugänglichen Informationen, um seine perversen Neigungen und Rachegelüste zu befriedigen. Der Roman zeichnet ein erschreckendes Bild, was mit nahtloser Überwachung möglich ist und zu welch fatalen Entwicklungen diese im Dritten Reich hätten führen können. Bei diesem Gedankenspiel wurde mir kein Charakter wirklich sympathisch und nach einer Weile begann die Geschichte, sich in die Länge zu ziehen. Zum Ende hin geht es schließlich ganz schnell. Der Autor führt sein Szenario konsequent zu Ende und gibt dem Leser Stoff zum Nachdenken über die Möglichkeiten und Gefahren der grenzenlosen Vernetzung und Überwachung.

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rebell rebell

Veröffentlicht am 17.01.2019

Was wäre wenn.....ein erschendes Beispiel....

Inhaltsangabe:
Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ... …mehr

Inhaltsangabe:
Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet.
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?

Das Cover ist gut gestaltet und passt auch sehr, sehr gut zum Inhalt des Buches. Es spiegelt leicht aber passend das Thema des Nationalsozialismus und fällt meiner Meinung nach auf.
Die Geschichte wir zwar von einem Allwissenden Erzähler wiedergegeben, dennoch erfährt man alles aus der Sicht zweier Hauptpersonen: Helene und Eugen. Man konnte sich trotz der Erzählweise sehr gut in die beiden hineinversetzen und erfährt vieles aus ihrem Leben.
Andreas Eschbach hat hier zwei Themen zusammengefügt, die erschreckend gut miteinander Harmoniert haben. Die Zeiten des Nationalsozialismus und die permanente Überwachung sind beides Themen die stark (negativ) aufstoßen. Dieses Buch hat mich weitestgehend erschrecken lassen und regt mich auch zum Nachdenken an. Nicht nur die Verfolgung der Juden auch der Krieg selber wird hier gut beschrieben und man kann sich nur schwer davon lösen. Man versinkt völlig in der Geschichte und es lässt einen auch nach Beendigung nicht los.
Auch wenn die beiden Hauptthemen nicht gerade einfache Stoffe sind, hat das Buch mich gepackt. Anfangs fiel es mir etwas schwer reinzukommen, aber nach den ersten Kapiteln war ich komplett gefangen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und das Buch hat mich auch an die Serie "The Man in the High Castle" erinnert. Also wer die Serie kennt und mag sollte dieses Buch aufjedenfall lesen!
Hier werden aber nicht nur 2 große Themen angesprochen sondern auch viele kleinere Schauplätze aufgezeigt. Machtspiele und ähnliches kommen hier sehr gut zur Geltung und man kann nicht anders als vor Entsetzen und Spannung weiter zu lesen. Unerwartete Wendungen und ein hoher Spannungsbogen animierten mich zum weiterlesen und es lohnt sich alle mal!
Und bevor ich kein Ende finde: Lest das Buch einfach! Es haut euch um!

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MichaelaG MichaelaG

Veröffentlicht am 15.01.2019

Was wäre wenn ...

Inhaltsangabe
Weimar 1942. Die Programmstrickerin Helene arbeitet im NSA, dem nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, die eine totale Überwachung der Bürger ermöglichen.
Erst als der ... …mehr

Inhaltsangabe
Weimar 1942. Die Programmstrickerin Helene arbeitet im NSA, dem nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, die eine totale Überwachung der Bürger ermöglichen.
Erst als der Mann den sie liebt, Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, wird Helene klar, welches Ausmaß diese Programme haben und setzt sich gegen das Regime und ihren Vorgesetzten zu Wehr.

Die Handlung
Es handelt sich hier um die gekürzte Hörbuchfassung, die von Laura Maire vorgelesen wird.
Andreas Eschbach stellt in diesem Roman die Frage, was wäre passiert, wenn damals im Dritten Reich der Bürger schon genauso gläsern wie heute gewesen wäre.
Dabei vermischt er Fakten mit Fiktion und beschreibt eine Geschichte, in der Helene Bodenkamp besagte Programme entwickelt um den Bürger zu überwachen.
Parallel dazu gibt es einen weiteren Erzählstrang des NSA-Mitarbeiter-Eugen Letke, der seinen persönlichen Rachefeldzug gegen Frauen anführt.
Hier hätte ich mir eine Ankündigung der Perspektivwechsel gewünscht, da ich den Wechsel oft erst erkannte, wenn Eugen Letke Helene plötzlich mit „die Bodenkamp“ bezeichnete.
Um die Bürger zu überwachen, werden ihre Mobiltelefone werden abgehört, Essensrationen kontrolliert, Fernseher zeichnen Gespräche untereinander auf, und vieles mehr.
Dabei wird nicht nur bewusst, wie gläsern wir heute schon sind, sondern welche Konsequenzen solche Programme damals schon gehabt hätten.
Da einige sexuellen Gewaltdarstellungen Frauen gegenüber vorkommen, sollte man für diese Geschichte nicht zu sensibel sein.
Aufgrund anderer Rezensionen vermute ich aber, dass einige sehr harte und grausame Szenen in der gekürzten Fassung zum Glück nicht erwähnt wurden. Zumindest fielen mir bestimmte Szenen und Dialoge nicht auf.

Die Charaktere
Obwohl ich die Idee der Handlung, als solche sehr gelungen fand, war ich ein wenig enttäuscht über die in meinem Augen recht widersprüchliche Darstellung der Charaktere.
Helene Bodenkamp, die in diesem Amt eine große bedeutsame Rolle spielt, wächst in einer sehr sittsamen und strengen Familie auf.
Ihr Selbstbewußtsein ist fast gar nicht vorhanden, sie wagt kaum sich aufzulehnen und fügt sich in ihre Umgebung ein, so gut sie kann.
Die Tatsache, dass ihr erst später bewusst wird, welchen Schaden ihre Programme anrichten, konnte ich nicht so ganz abnehmen.
Auch ihre plötzliche Bereitschaft, Risiken auf sich zu nehmen, um ihren Geliebten zu sehen und diesen zu schützen kam mir zu der bis dahin beschriebenen Frau etwas überzogen vor.
Doch spätestens ab dem Zeitpunkt, als sie egoistisch um die Liebe ihres Geliebten fürchtete, konnte ich sie einfach nicht mehr ernst nehmen.
Man sollte meinen, dass die Sorgen zu dieser Zeit andere waren.
Ich kann es nicht genau beschreiben aber sie handelte oft den Umständen entsprechend viel zu unvernünftig und unberechenbar.

Umso überraschter, wenn auch abgeschreckter, war ich von der Beschreibung Eugen Letkes.
Aufgrund diverser Erniedrigungen in der Vergangenheit scheut er in der Gegenwart nicht davor zurück, sich an Frauen allgemein zu rächen und diese zu unterdrücken.
Dabei schreckt er nicht vor sexueller Gewalt zurück.
In der gekürzten Version dieses Hörbuches werden diese Szenen aber zum Glück nicht bis ins letzte Detail beschrieben, sondern „nur“ angedeutet, es sei denn, ich hätte sie unbewusst völlig überhört.
Es tauchen noch viele andere Charaktere hier auf, die eine wichtige Rolle in dieser Handlung spielen, doch auch hier stach für mich keiner der Personen so richtig heraus.

Schreibstil/Erzählstil
Überzeugender fand ich dagegen die Art und Weise, wie Andreas Eschbach die heutigen Begriffe versucht hat, der damaligen Zeit anzupassen und sie dabei sehr einfach gehalten hat.
Das Internet wird als Weltnetz bezeichnet, Programme entwickeln als Programme stricken, Emails werden zu Elektrobriefen und Passwörter zu Parolen.
Das erfordert erst einmal ein gewöhnen und Umdenken, ich fand es jedoch für diese Zeit passend.
Selbst wenn der Spannungsbogen dieser Geschichte immer wieder mal abfiel und es aufgrund der sehr detaillierten Hintergründe der Protagonisten auch mal langatmig wurden, empfand ich die Atmosphäre bis zum Schluss bedrohlich und beklemmend.

Die Sprecherin
Die Geschichte wird komplett von Laura Maire vorgelesen.
Während ihre Stimme ganz gut zur Protagonistin passt, habe ich mich öfter gefragt ob ein männlicher Sprecher für Eugen Letke nicht besser gewesen wäre, auch wenn es ihn noch bedrohlicher dargestellt hätte.
Ich lausche zwar gerne der Stimme von Laura Maire, empfand sie aber bei den männlichen Personen nicht ganz so passend.
Zudem hätte dies das Erkennen des Perspektivwechsels deutlich erleichtert.

Fazit
„NSA – Nationales Sicherheits-Amt“ ist eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und sicherlich auch für eine Menge Diskussionsstoff sorgt.
Die Idee der totalen Überwachung und des gläsernen Bürgers ist nicht neu, aber hier zeigt sie, welche Auswirkungen sie gehabt hätte, wenn schon damals diese Art von Computerprogrammen verwendet worden wäre.
In vielen Punkten konnte mich Andreas Eschbach mit diesem Roman überzeugen, es gab aber auch einige Kritikpunkte, die mich störten.
So zum Beispiel auch das Ende dieser Geschichte, das ich einfach nicht nachvollziehen konnte und in meinem Augen schon fast an Absurdität grenzte.

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philipp philipp

Veröffentlicht am 09.01.2019

Sehr packende Story

Was wäre, wenn Babbage damals schon seine Analytical Machine hätte bauen können und den Nazis damit Computer und Internet im heutigen Sinne zur Verfügung gestanden hätte? Wir begleiten Helene und Eugen ... …mehr

Was wäre, wenn Babbage damals schon seine Analytical Machine hätte bauen können und den Nazis damit Computer und Internet im heutigen Sinne zur Verfügung gestanden hätte? Wir begleiten Helene und Eugen im NSA - einem Inlandsgeheimdienst, welches keine gesetzlichen Restriktionen unterliegt.

Das Buch ist spannend geschrieben, zum Ende kommt es immer weiter in Fahrt, zum Ende konnte ich es nicht mehr weglegen.

Viele Namen kommen einem bekannt vor, viele sind erfunden.

Einen großen Kritikpunkt habe ich allerdings: Es fehlt mir ein Epilog mit einer historischen Einordnung. Den Wenigsten dürfte klar sein, dass es Computer, wenn auch nicht im heutigen Sinne, damals schon gab.

Ja, man geht sogar heute davon aus, dass ohne die Technik von IBM, DEMOHA und Hollerith der Holocaust in der Dimension nicht möglich gewesen wäre ( https://de.wikipedia.org/wiki/IBM_und_der_Holocaust )

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Winniehex Winniehex

Veröffentlicht am 08.01.2019

Geschichte neu erleben

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem Nationalen-Sicherheitsamt, und entwickelt dort Komputer-Programme, mit deren Hilfe alle Bürger überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens ... …mehr

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem Nationalen-Sicherheitsamt, und entwickelt dort Komputer-Programme, mit deren Hilfe alle Bürger überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, widersetzt Helene sich. Dabei muss sie nicht nur gegen das Regime kämpfen, sondern auch gegen ihren Vorgesetzten Lettke, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet ...
Vergangenheit trifft auf Zukunft und das fand ich echt erschreckend, denn wenn mal überlegt was wir heute alles haben an Technik, Kommunikation oder auch Social-Media und das ganze dann zwischen 1939-1945 auch gegeben hätte, dann glaube ich das der Krieg anders ausgegangen wäre. Andreas Eschbach hat mit seinem Werk eine Geschichte geschaffen, die mich wirklich zum nachdenken angeregt hat und gleichzeitig halt auch Angst eingejagt hat. Gott sei gab es dies nicht wirklich zu dieser Zeit…

Zu dem Buch selbst, die Idee fand ich mehr als spannend. Denn die Zeit war nicht gerade mit Freude übersät und wenn man dann in einer fiktiven Geschichte liest, dass Sie die gleichen Möglichkeiten wie wir heute, dann Sie die Machtübernahme schon wieder ganz anders aus.

Mir gefiel das Buch sehr gut, da es, dass damalige Zeitgeschehenen einfach mal anders aufgezeigt hat.

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Buchtrailer "NSA" von Andreas Eschbach

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Autor

Andreas Eschbach

Andreas Eschbach - Autor
© Olivier Favre

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung "für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs" schrieb er seinen ersten Roman "Die Haarteppichknüpfer", der 1995 erschien und für den er 1996 den …

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