Die Stille vor dem Tod
 - Cody Mcfadyen - Hardcover

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22,90

Bastei Lübbe
Hardcover
Thriller
478 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2566-5
Ersterscheinung: 26.09.2016

Die Stille vor dem Tod

Thriller
Übersetzt von Axel Merz

(74)

Smoky Barrett ist zurück
An einem kalten Oktobertag werden Smoky Barrett und ihr Team nach Denver, Colorado, gerufen. Im Haus der Familie Wilton ist Schreckliches geschehen: Die gesamte fünfköpfige Familie wurde ermordet, und der Täter hat durch eine mit Blut geschriebene Botschaft Smoky mit der Lösung des Falles beauftragt. Doch das Unheil ist weit größer, denn die Wiltons sind nicht die einzigen Opfer. Insgesamt drei Familien wurden in der gleichen Nacht und in unmittelbarer Nähe voneinander getötet. „Komm und lerne“, lautet die Botschaft an Smoky. Es wird ein grausamer Lernprozess, das Böse in seiner reinsten Form, in seiner tiefsten Abgründigkeit  zu spüren. Smoky gelangt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und weit darüber hinaus.
Nach Ausgelöscht und Das Böse in uns der neue Psychothriller aus der Smoky Barrett-Reihe von Cody Mcfadyen - Hochspannung mit Gänsehaut-Potenzial!

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Pressestimmen

„Der Meister der Serienkiller-Thriller hat wieder zugeschlagen.“
„Hochspannung mit Gänsehaut-Potenzial!"
„Spannend, fesselnd, sehr düster und einfach gut geschrieben.“
„Für hartgesottene Thriller-Fans, die sich gerne mit dem absolut Bösen konfrontiert sehen.“
„Packender Thriller“

Rezensionen aus der Lesejury (74)

MissNorge MissNorge

Veröffentlicht am 03.12.2016

Die Enttäuschung des Jahres

Zu diesem Buch mag ich noch nicht einmal mehr die Geschichte kurz zusammenfassen, wie ich das sonst mache, da diese eigentlich noch ganz gut klingt, aber damit täuscht man schon über den schrecklich langatmigen ... …mehr

Zu diesem Buch mag ich noch nicht einmal mehr die Geschichte kurz zusammenfassen, wie ich das sonst mache, da diese eigentlich noch ganz gut klingt, aber damit täuscht man schon über den schrecklich langatmigen Inhalt hinweg.
Ich hatte mich so auf Band 5 der Smoky Barrett-Reihe gefreut, aber als ich dann schon die ersten extrem kritischen Meinungen las, dachte ich noch, ohje, die müssen alle ein anderes Buch gelesen haben und sich täuschen. Zum Glück muss ich sagen, habe ich das Buch gewonnen, denn die 23 Euro kann man getrost für andere Dinge, oder bessere Bücher ausgeben.
Eine Story, die mich zu Anfang echt noch begeistern und überraschen konnte, aber dann begann das Elend. Ausufernde und lange Beschreibungen, Situationen die eigentlich ratzfatz erledigt wären, werden hier seitenlang beschrieben und ausgeschlachtet bis ins kleinste, ach was schreibe ich, bis ins allerkleinste unnützigste Detail. Ich hatte das Gefühl Cody McFadyen musste die Seiten voll bekommen, damit das Buch zumindest auf über 450 Seiten kommt. Es sind mir auch viel zu viele Rückblenden die übertrieben lange nochmals beschrieben werden, kurz anreißen hätte auch gereicht. Fast alle vorherigen Bücher inkl. der Fälle werden nochmal teilweise wiederholt. Zudem finde ich das die Zusammenhänge zum eigentlichen Fall sich verlieren in den Rückblicken. Ich empfinde das nicht als eine durchgängige Story, sondern ein Gestückel welches seinesgleichen sucht.
Wer zuviel Geld und zuviel Zeit hat um ein Buch zu lesen, welches als Thriller beschrieben wird, aber absolut keiner ist, der darf sich dieses Buch gerne kaufen. Wer auf Thriller steht, der auch eine solche Story beinhaltet, der lässt lieber die Finger davon und kauft sich ein anderes Buch.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Landbiene Landbiene

Veröffentlicht am 02.12.2016

Die Stille vor dem Tod

Eigene Inhaltsangabe:

Smoky Barett und ihr Team werden an einen Tatort berufen. Eine fünfköpfige Familie wurde ermordet und absurd in Szene gesetzt. Doch das war noch nicht alles denn zwei weitere Familien ... …mehr

Eigene Inhaltsangabe:

Smoky Barett und ihr Team werden an einen Tatort berufen. Eine fünfköpfige Familie wurde ermordet und absurd in Szene gesetzt. Doch das war noch nicht alles denn zwei weitere Familien in der gleichen Straße wurden ebenfalls ermordet. Zu dem steht mit Blut geschrieben eine Nachricht für Smoky an der Wand: „Komm und lerne“.

Schreibstil:

Der Schreibstil von Cody McFadyen liess sich zu Anfang gewohnt flüssig lesen. Jedoch wurde es irgendwann etwas verwirrend, sodass ich manches wiederholt lesen musste um nachzuvollziehen wer jetzt urplötzlich woher kam. Die Kapitel sind recht lang und ziehen sich teilweise durch langatmiges, langweiliges Geplänkel. Zudem schreibt McFadyen teilweise fiel über Smokys Seelenleben was man in dem Maße nicht gewohnt ist.

Allgemeine Meinung:

Auch ich habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut! Es fing wirklich stark an! So wie man es als Cody Fan gewohnt ist! Absurd, blutig, unmenschlich, grausam und einfach zum Fürchten. Doch leider kam nachdem richtig starken Anfang ziemlich viel von Smoky‘s Seelenleben und Träumen. Das hat der Spannung einen herben Dämpfer versetzt! Teilweise war ich richtig verwirrt und danach gelangweilt. Danach ging der Spannungsbogen wieder etwas nach oben um dann wieder gleich abzufallen. Richtig enttäuschend fand ich jedoch das Ende, da es nicht abgeschlossen ist! Zudem finde ich es langsam richtig nervig das die Killer Smoky immer zum persönlichen Staatsfeind machen. Das wird langsam langweilig und ist ziemlich unglaubwürdig und konstruiert. Wäre das Ende nicht, hätte ich vielleicht noch wohlwollend 4 Sterne vergeben, denn die Story an sich war ganz Cody-like! So sind leider nur 3 von 5 Sternen drin!

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PMelittaM PMelittaM

Veröffentlicht am 26.11.2016

Viel Blabla um wenig

Smoky Barrett, gerade im 7. Monat schwanger, und ihr Team werden zu einem Fall in Colorado gerufen, drei Familien wurden in einer einzigen Nacht bestialisch getötet. Während der Inaugenscheinnahme der ... …mehr

Smoky Barrett, gerade im 7. Monat schwanger, und ihr Team werden zu einem Fall in Colorado gerufen, drei Familien wurden in einer einzigen Nacht bestialisch getötet. Während der Inaugenscheinnahme der Tatorte überstürzen sich plötzlich die Ereignisse und Smoky und ihr Ungeborenes geraten in Lebensgefahr – und dann kommt es noch schlimmer …

Für mich war das der erste Cody McFadyen-Smoky Barrett-Roman. Ich las ihn im Rahmen einer Leserunde und war nicht mehr dazu gekommen, die Vorgänger vorab zu lesen, kann also keine Vergleiche ziehen mit den früheren Romanen.

Es ist nicht einfach, den Roman zu lesen, nicht nur, weil er sehr grausame Dinge recht explizit erzählt, das kennt man von anderen Thriller-Autoren und damit komme ich in der Regel gut klar, vielmehr liegt es daran, dass sich sehr viel psychologisches „Blabla“ durch die gesamte Geschichte zieht und dem Roman eine Länge nach der anderen beschert. Schon von Anfang an kreisen Smokys Gedanken vor allem um sich selbst und ihre Befindlichkeiten, ist es zunächst die Schwangerschaft, sind es später ihre Traumata und die daraus resultierenden psychischen Probleme, aber auch über die Taten und die Täter wird in ähnlicher Weise seitenlang analysiert und reflektiert. Sogar ganz am Ende muss man sich noch durch solche Gedankengänge lesen (und teilweise quälen). Der Wunsch, immer wieder quer zu lesen, ist schnell da und kommt immer und immer wieder.

Zwischendurch gibt es durchaus interessante und sogar spannende Sequenzen, man atmet erleichtert auf, endlich geht es richtig los, allerdings hält die Erleichterung nicht lange an – man erhält Appetithäppchen, aber der Appetit wird letztlich nicht gestillt. Die wenigen Cliffhanger laufen meist ins Leere, weil man durch das „Blabla“ schon wieder vergessen hat, dass und weswegen man vorhin noch gespannt war.

Da man (fast) nur durch Smokys Gedankengänge, die in Ich-Form erzählt, über das Geschehen informiert wird, erfährt man auch nur, was sie weiß bzw. was sie mitzuteilen für richtig hält, so kommt es, dass man schnell verwirrt ist, was aber zunächst auch durch die Abfolge der Ereignisse bedingt ist. Einige wenige Male werden die Informationen auch über Zeitungsausschnitte vermittelt, aber auch diese verwirren zunächst, vor allem, weil keine Namen der Betroffenen genannt werden, und werden erst später durch Smokys Gedanken verständlicher.

Eigentlich gefällt mir gut, dass die Geschichte von Smoky im Präsens erzählt wird, das, verbunden mit der Ich-Form ergibt eine starke Eindringlichkeit und passt im Grunde gut, leider führt es aber auch zu den schon genannten Problemen.

Die Charaktere, auch Smoky, erscheinen mir alle recht blass, außer einigen Schlagworten, wie z. B. „gute Freundin“ erfährt man nur wenig. Smoky erzählt zwar selbst, kommt mir aber nicht nahe, so dass ich nur ansatzweise mit ihr mitleiden kann. Sehr interessant finde ich Kirby, die eine gute Freundin Smokys, aber auch eine Killerin zu sein scheint. Wie kommt es dazu, dass so jemand ein FBI-Team unterstützt? Das werde ich hoffentlich aus den Vorgängerromanen erfahren.

Am Ende gibt es nur eine Teilauflösung, und diese kommt mir auch etwas zu plötzlich, wenn gleich sie einer gewissen Logik nicht entbehrt. Dennoch, zufrieden bin ich damit nicht, vor allem, weil so viele Fragen ungeklärt bleiben. Soll die Geschichte in einem Nachfolgeband weitergeführt werden? Mir kommt es nicht so vor, denn Smoky wird uns am Ende als zufrieden präsentiert. Falls doch, weiß ich noch nicht, ob ich den überhaupt lesen möchte.

Lesen werde ich auf jeden Fall noch die Vorgängerbände, denn von fast allen McFadyen-Fans hört man, dass diese viel besser waren. Hätte ich nicht sowieso schon welche davon, wäre „Die Stille vor dem Tod“ sicher mein erster und letzter Roman des Autors gewesen.

Ich vergebe 2 Sterne für diesen Roman, empfehlen möchte ich ihn nicht.

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RomyO1988 RomyO1988

Veröffentlicht am 25.11.2016

Wo war der echte Cody?

Buchbeschreibung:
An einem kalten Oktobertag werden Smoky Barrett und ihr Team nach Denver, Colorado, gerufen. Im Haus der Familie Wilton ist Schreckliches geschehen: Die gesamte fünfköpfige Familie wurde ... …mehr

Buchbeschreibung:
An einem kalten Oktobertag werden Smoky Barrett und ihr Team nach Denver, Colorado, gerufen. Im Haus der Familie Wilton ist Schreckliches geschehen: Die gesamte fünfköpfige Familie wurde ermordet, und der Täter hat durch eine mit Blut geschriebene Botschaft Smoky mit der Lösung des Falles beauftragt. Doch das Unheil ist weit größer, denn die Wiltons sind nicht die einzigen Opfer. Insgesamt drei Familien wurden in der gleichen Nacht und in unmittelbarer Nähe voneinander getötet. "Komm und lerne", lautet die Botschaft an Smoky. Es wird ein grausamer Lernprozess, das Böse in seiner reinsten Form, in seiner tiefsten Abgründigkeit zu spüren. Smoky gelangt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und weit darüber hinaus.

Nach Ausgelöscht und Das Böse in uns der neue Psychothriller aus der Smoky Barrett-Reihe von Cody Mcfadyen - Hochspannung mit Gänsehaut-Potenzial!

Zum Autor:
Cody McFadyen wurde 1968 in Fort Worth, Texas (USA) geboren. Er wuchs in mehr als einfachen Verhältnissen auf, fühlte sich in der Schule unterfordert und interessierte sich bereits in seiner Kindheit für das Schreiben.

Mit 16 Jahren brach Cody McFadyen seine High-School-Ausbildung ab und widmete sich sozialer Arbeit für Drogenabhängige und unterstützte Selbsthilfegruppen.
Er unternahm als junger Mann mehrere Weltreisen und arbeitete danach in den unterschiedlichsten Branchen z.B. als Webdesigner, bis er sich mit 35 vollständig dem Schreiben hingab. Mit 37 Jahre erfand er die Protagonistin seiner sensationell erfolgreichen Thriller-Reihe - Smoky Barrett.

Cover:
Das Cover zeigt eine Frau, deren Gesicht zur Hälfte abgebildet ist. Sie hält ihren Zeigefinger vor den Mund. Eine Geste um aufzuzeigen, leiser oder gar still zu sein.
Man kann leichte linienartige Formen auf dem Gesicht erkennen, welches die Narben der Protagonisten darstellen könnten. Das Cover weist lediglich drei Farbvarianten auf. Schwarz/grau/ und das durch die Farbe rot hervorgehobene Wort „Stille“.
Das Layout wurde an die bisherigen Buchcovers des Autors angepasst.
Zwischen ausgelegten Büchern ist es ein Hingucker und lässt auch ohne weitere Interpretation auf einen Thriller/Krimi schließen.

Inhalt:
Das Buch wurde seitens des Autors in drei Teile gegliedert.

In der „Der Stille vor dem Tod“ wird die Protagonistin Smoky Barrett nach Denver in Colorado an einen Horrortatort gerufen.
An eine Pause ist für die Hochschwangere nicht zu denken. Sie liebt es ihren Job auszuüben und Serienkiller zu jagen. Denn Smoky hat eine besondere Auffassungsgabe. Sie kann sich wie niemand anderes in die Köpfe der Killer hineinversetzen. Dass es diesmal jedoch schwieriger werden sollten, ist ihr zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst.

Aufgefunden werden die Leichen einer fünfköpfigen. Familie. Brutal ermordet in ihrem eigenen Haus.
Für Menschen eigentlich DER sicherste und geborgenste Ort.
Der Killer hinterließ Smoky eine aus Blut bestehende rätselhafte Nachricht an der Wand: „Komm und lerne Smoky Barrett!“ Schnell stellt das Team um Smoky fest, dass es noch weitere Mordopfer gibt. Doch bisher es gibt keine Zusammenhänge! Was ist das Motiv?

Der Roman startet mit aneinander reihenden Horrerszenarien. Eine Aufregung jagt die nächste und pures Adrenalin schießen einem durch die Adern.
Kaum Zeit zum Durchatmen.
Diese Schreibweise ist die von Cody McFadyen bekannte und geliebte.

Nach langen Jahres des Wartens hat der Autor es verstanden, den Leser sehr schnell in das Team einzubringen. Kurze Rückblicke in die Vergangenheit ließen an bereits Geschehenes erinnern und machen es Neulesern möglich, auch mit diesem Band der Reihe zu beginnen.

Traumsequenzen der Protagonistin bestimmen überwiegend den zweiten Teil des Buches.
Dieser wird zusätzlich durch Zeitungsartikeln ergänzt, welche Einblicke in Geschehenes geben.

Mit Spannung und Ermittlungsarbeit ist der dritte Abschnitt gefüllt. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, um nicht zu viel zu verraten.

Mein Fazit:
Ich bin hin und hergerissen.
Cody´s Schreibweise ist sonst so viel besser. In den vorangegangenen Teilen konnte ich mich am Tatort wiederinden. War Mitten im Team. Das Blut konnte förmlich gerochen werden. Manche Szenen waren an Ekel nicht zu übertreffen, wurde aber nie überstrapaziert.
Der Beginn des Buches war sehr vielversprechend.
Cody ist zurück. Doch bereits hier merkte man erste Unterschiede. Doch waren diese nicht negativ behaftet.
Es passiert so viel. Das muss verarbeitet werden. Vielleicht kommt einem auch deswegen der zweite Teil so langatmig vor. Was ist hier passiert?
Manchmal kam es mir vor, als würde ich ein fremdes Buch lesen.
Einige Abschnitte musste ich mehrfach lesen. Da waren Sätze zu sehr verschachtelt und mit für mich unnötigen Metaphern gefüllt. Zusammenhänge manchmal nicht klar erkennbar.
Es kam kein richtiger Lesepaß auf. Ich musste mich fömlich zum Lesen motivieren.

Es tut mir wirklich Leid, dass mein Fazit nicht besser ausfällt. Ich habe den Autor auf einer Lesung getroffen. Cody ist so ein sympathischer Mensch. Auf der Lesung erläuterte er auch, warum der neue Band hat so lange auf sich warten lassen.

Aus diesem Grunde vergebe ich auch drei Sterne.

Ich hoffe sehr, dass Cody „back tot he root´s” findet und dieses hier nur ein “Warmschreiben” für ihn war.

Weitere Bücher des Autors:

Hier die Reihenfolge der ersten Smoky-Barrett-Bände:
1. Die Blutlinie
2. Der Todeskünstler
3. Das Böse in uns
4. Ausgelöscht

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Humpi Humpi

Veröffentlicht am 24.11.2016

Eine durchwachsene Fortsetzung der sonst so starken Smoky-Reihe

Wenn man bei „Die Stille vor dem Tod“ eine typische McFadyen-Fortsetzung der Smoky-Reihe erwartet, liegt man definitiv falsch! Klappentext und Cover lassen zunächst darauf schließen, doch durch ein Interview ... …mehr

Wenn man bei „Die Stille vor dem Tod“ eine typische McFadyen-Fortsetzung der Smoky-Reihe erwartet, liegt man definitiv falsch! Klappentext und Cover lassen zunächst darauf schließen, doch durch ein Interview mit dem Autor, welches von Bastei Lübbe veröffentlicht wurde (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=JpAkB__YoGg), war mir bereits klar, dass die Handlung diesmal anders sein muss. Denn McFadyen schildert darin, dass etwas passieren musste, dass die Protagonistin Smoky Barrett zerbrechen lässt, weil es unrealistisch ist, dass sie nach all den erlebten Schicksalsschlägen einfach immer so weitermacht. In dieser Bemerkung stimme ich dem Autor definitiv zu. Aber dennoch hätte ich mir einen anderen Handlungsverlauf gewünscht.

Der Start des Buches ist zunächst sehr spannend und fulminant! Es gibt viele Tote à la Cody McFadyen und man kann die Geschehnisse nicht so ganz einsortieren. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, weil ich so gespannt auf den eigentlichen Start der Ermittlungen war! Leider wurde dieser dann jedoch sehr stark verzögert, da erst einmal Smokys Psyche an oberster Stelle stand. Die Geschehnisse haben unsere Ermittlerin stark mitgenommen und man erkennt sie in einigen Sequenzen kaum wieder – diese Entwicklung empfinde ich als realistisch, da kein Mensch mit so viel Leid, wie sie es erleben musste, problemlos klarkommen kann! Dennoch stört dieser „Psycho-Einschub“ den Lesefluss meiner Meinung nach enorm und lässt einen für zu lange Zeit vergeblich auf die typischen Ermittlungs- und Verhörszenen warten.
McFadyen erläutert im oben genannten Interview, dass es für ihn schwierig gewesen sei, das Buch zu schreiben. Leider merkt man dies auch insbesondere an dieser Stelle des Buches. Unschön fand ich beispielsweise die Traumsequenzen, die aus Smokys Sicht geschildert werden. Diese waren für mich sehr wirr und an vielen Stellen auch einfach unverständlich. Auch das Gespräch zwischen Smoky und ihrem Psychiater Childs hat die Handlung stark ausgebremst, da der Dialog einfach zu langatmig konzipiert war.
Besonders gut hat mir hingegen das Verhör von Rebecca im Gefängnis gefallen – hier hat man gemerkt, dass McFadyen am Werke war und ein Meister des Spannungsaufbaus in Verhörszenen ist! Auch die Momente, in denen Smoky Zeit mit ihrer Familie und insbesondere ihrem neugeborenen Sohn Christopher verbringt, fand ich sehr schön und liebevoll beschrieben. Von solchen tollen Szenen hätte es einfach viel mehr geben müssen! Nach dem Spannungsaufbau zu Beginn flachte die Spannung in der Mitte des Buches einfach zu sehr ab und hatte Schwierigkeiten, wieder in Fahrt zu kommen.

Insbesondere das Ende ließ den Leser dann recht verwirrt zurück, da nur äußerst wenige Fragen geklärt wurden und der Großteil des Falles ungelöst blieb. Dies bietet zwar Stoff für einen nächsten Band, ein weniger großer Cliffhänger hätte mir aber definitiv besser gefallen! Bei McFadyens Werken ist man ein solch offenes Ende auch einfach nicht gewohnt…

*Fazit:*
Insgesamt eine durchwachsene Fortsetzung der sonst so starken Smoky-Reihe! Nach einem spannenden und ereignisreichen Beginn folgten leider zu viele „Durststrecken“ und auch das Ende konnte mich leider aufgrund zu vieler offen gebliebener Fragen nicht begeistern! Wer McFadyens Thriller-Reihe liebt, sollte das Buch aber trotzdem lesen, um für den folgenden Band im Bilde zu sein – ansonsten wird man diesen nämlich meiner Meinung nach nur schwer verstehen können. Hoffentlich findet McFadyen dann auch wieder zu seiner alten Form zurück!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Cody Mcfadyen

Cody Mcfadyen - Autor
© Olivier Favre

Cody Mcfadyen wurde 1968 in Fort Worth, Texas (USA) geboren. Er wuchs in mehr als einfachen Verhältnissen auf, fühlte sich in der Schule unterfordert und interessierte sich bereits in seiner Kindheit für das Schreiben. Mit 16 Jahren brach Cody Mcfadyen seine High-School-Ausbildung ab und widmete sich sozialer Arbeit für Drogenabhängige und unterstützte Selbsthilfegruppen. Er unternahm als junger Mann mehrere Weltreisen und arbeitete danach in den unterschiedlichsten Branchen z.B. als …

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