Purpurne Rache
 - Jean-Christophe Grangé - Hardcover

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26,00

Bastei Lübbe
Hardcover
Thriller
764 Seiten
ISBN: 978-3-431-03964-1
Ersterscheinung: 11.11.2016

Purpurne Rache

Thriller
Übersetzt von Ulrike Werner-Richter

(21)

Grégoire Morvan, graue Eminenz des französischen Innenministeriums, war in den Siebzigerjahren mit lukrativen Geschäften im Kongo erfolgreich. Und er hat dort den berüchtigten Killer Homme-Clou gefasst, der seinerzeit einem bestialischen Ritual folgend neun Menschen ermordet hat. Als an einer bretonischen Militärschule ein Toter gefunden wird, dessen grausame Entstellung dem Modus operandi des Homme-Clou ähnelt, und Morvans Familie akut bedroht wird, muss er sich mit allen Mitteln den Schatten einer Vergangenheit stellen, die niemals aufgehört hat, nach Blut zu dürsten ...

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Pressestimmen

„Fernseher aus, Kerzen an – und los geht die emotionale Achterbahnfahrt. Denn Jean-Christophe Grangé bietet wieder Spannung pur.“
„Ein in jeder Hinsicht provokanter, explosiver und deshalb lesenswerter Thriller.“
„Grangé schreibt ruhig und ohne Hast, verliert aber nie an Tempo. So entsteht am Ende eine soghafte Handlungsspirale, die auch auf mehr als 700 Seiten nicht langweilt. Höchst unterhaltsam.“
„Jean-Christophe Grangé ist mit Purpurne Rache ein realistischer Thriller gelungen, der den Leser in Atem hält.“
„Explosive Story, die den Leser das Fürchten lehrt.“

Rezensionen aus der Lesejury (21)

Schugga Schugga

Veröffentlicht am 06.02.2017

Exzellenter, leicht überladener Thriller der gehobenen Klasse

In der Bretagne wird die Leiche eines Rekruten der hiesigen Militärakademie entdeckt. Untersuchungen ergeben, dass der Mann nach einer alten, afrikanischen Tradition des Kongo brutal gefoltert und seine ... …mehr

In der Bretagne wird die Leiche eines Rekruten der hiesigen Militärakademie entdeckt. Untersuchungen ergeben, dass der Mann nach einer alten, afrikanischen Tradition des Kongo brutal gefoltert und seine Leiche wie eine _minkondi_-Heilerstatue inszeniert wurde. Auf diese Art mordete bereits Philippe Pharabot als berüchtigter "Nagelmann" im Kongo der 70er. Doch Pharabot wurde damals gefasst: Von Grégoire Morvan, dieser Tage Familienoberhaupt einer reichen pariser Familie, äußerst einflussreich und für seine Brutalität bekannt. Und so stellt niemand in Frage, dass er seinen ältesten Sohn zur Ermittlung des Falls abkommandiert. Kurz darauf wird eine weitere, als _minkondi_ inszenierte Leiche entdeckt. Doch der damalige Nagelmann ist tot...
Bereits das Buch kommt in einer beeindruckenden Aufmachung mit Lesebändchen daher. Und auch Grangés Stil ist wie gewohnt wortgewaltig und hervorragend ausgearbeitet. Mehrfach lässt sich beim Lesen erahnen, wieviel Recherchen in diesem Werk stecken. Doch manchmal ist weniger mehr: So steckt der Roman neben den Hauptermittlungen voller Nebenstränge, welche für meinen Geschmack die Handlung zu sehr ausbremsten und somit die Spannung dämpften. Ich vermute, dies war vom Autor dazu gedacht, neben einer reichlichen und gelungenen Komplexität des Romans den Leser auf die ein oder andere falsche Fährte zu locken. Doch ist der Roman selbst stellenweise recht superlativ gehalten, allem voran der Morvan-Clan, in welchem jedes Familienmitglied seine psychische Macken auslebt. Und auch mit Gewalt und Obszönitäten hält sich der Autor diesmal wenig zurück. Da war es mir einfach zuviel, dass neben der Recherchen und den Problemem der einzelnen Familienmitglieder der Familie Morvan auch noch die Finanzmärkte behandelt wurden. Das Ende hingegen ist wiederum sehr gut gelungen, so dass es sich lohnt, den Roman zu lesen. Ein großes Lob gilt zudem der Übersetzung ins Deutsche, welche in meinen Augen sehr gut gelungen ist.
Ein sehr komplexer, anspruchsvoller, für meinen Geschmack etwas überladener Thriller der Superlative.

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badwoman badwoman

Veröffentlicht am 05.02.2017

Größtenteils spannend

Die Familie Morvan genießt in Paris einen zwielichtigen Ruf. Familienoberhaupt Gregoire hat in den Siebzigerjahren im damaligen Zaire einen berüchtigten Serienmörder, den „Nagelmann“, zur Strecke gebracht, ... …mehr

Die Familie Morvan genießt in Paris einen zwielichtigen Ruf. Familienoberhaupt Gregoire hat in den Siebzigerjahren im damaligen Zaire einen berüchtigten Serienmörder, den „Nagelmann“, zur Strecke gebracht, was ihm auch gegenwärtig in Frankreich noch Ruhm und Ehre einbringt. Auf der anderen Seite scheint es Schatten in seinem Leben zu geben, die auch seine Familie in Mitleidenschaft ziehen. Seine Kinder wirken mehr oder minder traumatisiert, was sich in einem exzessiven Lebenswandel niederschlägt. Nur der älteste Sohn, Erwan, scheint einigermaßen mit beiden Füßen im Leben zu stehen. Er ist Polizeikommissar in Paris und untersucht nun Mordfälle, die unheimlich den Morden des „Nagelmannes“ gleichen. Kann das ein Zufall sein oder treibt ein Unbekannter ein perfides Spiel mit Familie Morvan?
Der Autor Jean-Christophe Grangé legt mit „Purpurne Rache“ einen Thriller vor, der mich nicht ganz überzeugen konnte. Das Buch ist mit 766 Seiten ungewöhnlich umfangreich, vielleicht wäre hier etwas weniger mehr gewesen, denn die Spannung konnte nicht über die gesamte Seitenzahl gehalten werden. Trotzdem ist es ein lesenswertes Buch, das seinen Schauplatz nicht nur im bekannten Europa hat, sondern seine Leser auch ins weitgehend unbekannte Afrika, nämlich in den Kongo, führt. Hier regiert Anarchie und Korruption, was sich manch ein gut betuchter Europäer zu Nutze macht. Als Leser hat man den Eindruck, dass der Autor sich hier gut auskennt, bzw. gut recherchiert hat. Die Geschichte ist flüssig erzählt, der Schreibstil manchmal etwas „blumig“, aber durchaus gut zu lesen. Einzig die wenigen Längen stören den Lesegenuss etwas.
Das Cover gefällt mir sehr gut, es wirkt bedrohlich und fremdartig, die gedeckten Farben verstärken diesen Eindruck. Der Titel hat für mich kaum Bezug zum Buch, oder habe ich da etwas überlesen? Rache – ja, das passt, aber warum purpur?

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TJsMUM TJsMUM

Veröffentlicht am 30.01.2017

Spannend aber streckenweise sehr langatmig

Ich war bei diesem Buch überrascht über die vielen Erzählstränge, die es zu Beginn etwas unübersichtlich, dann aber durchaus sehr spannend machten.

Grange zieht einen Thriller auf, der sehr durchdacht ... …mehr

Ich war bei diesem Buch überrascht über die vielen Erzählstränge, die es zu Beginn etwas unübersichtlich, dann aber durchaus sehr spannend machten.

Grange zieht einen Thriller auf, der sehr durchdacht und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet ist. Das macht es mitunter etwas langatmig. Einige Detailbeschreibungen hätte man sich durchaus schenken können, da sie auch völlig überflüssig sind.

Interessant ist die Geschichte der Familie Morvan und wie sich die Ermittlungen um den Vater Gregoire zu spitzen. Das treibt auch an, bis zum Ende zu lesen.

Was ich schade finde, das aber sicher vom Autor so gewollt ist, ist die Entwicklung, die Erwan im Laufe des Buches durchmacht. So wüird er bei mir vom sympathischen Superbullen zum Einzelgänger mit psychischen Problemen, der aber ermitteln darf wie er will und Mittel einsetzt, gerade zu willkürlich.

Sicherlich machen ihn seine Probleme durchaus menschlich, aber ob das im Staatsdienst so möglich ist, sei dahin gestellt.

Fazit: Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Teilweise musste ich das Buch weglegen um die geschilderten Eindrücke zu verarbeiten, andererseits um zwischen den langatmigen Schilderungen durchzuhalten. Die Spannung war aber durchweg da und so war der Ansporn bis zum Ende durchzuhalten ebenfalls gegeben.

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katrin297 katrin297

Veröffentlicht am 28.01.2017

Der thriller hat es in sich

"Purperne Rache" von Jean- Christophe Grangé ist ein gelungener und spannender Thriller, trotzdem ist weniger manchmal mehr.

Der Schreibstil von J.C. Grangé ist sehr flüßig und macht den Einstieg leicht, ... …mehr

"Purperne Rache" von Jean- Christophe Grangé ist ein gelungener und spannender Thriller, trotzdem ist weniger manchmal mehr.

Der Schreibstil von J.C. Grangé ist sehr flüßig und macht den Einstieg leicht, wobei die vielen Namen teilweise etwas verwirrend sind, es ist nicht immer leicht einen Überblick zu behalten.
Bereits am Anfang versteht man, dass die ganze Familie Morvan sehr skrupellos und auf den eigenen Profit aus ist. Jeder hat seine eigene Leiche im Keller,mindestens ein Geheimnis und eine große Wut auf mindestens ein Familienmitglied. Die ganze Familie ist verworren und somit auch die Geschichte.
Die Vergangenheit von Gregoire Morvan ,der Vater und Oberhaupt der Familie, holt ihn ein und er bekommt Angst, dass seine ganze Familie und seine Existenz ,die er sich aufgebaut hat,zerstört wird.
Der Serienmörder scheint eine Rechnung offen zu haben mit Grégoire Morvan. Die Morde sind mehr als brutal und haben etwas mit der afrikanischen Kultur zu tun.
Der Autor führt den Leser in die Irre, somit bleibt es bis zur letzten Seite spannend. Allerdings gibt es teilweise zu viele Ausschweifungen und Details, so dass der rote Faden sich teilweise etwas verliert.

Alles in allem ist es ein interessanter Thriller, jedoch hätten es ein paar Seiten weniger auch getan.

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buchina buchina

Veröffentlicht am 27.01.2017

Interessante Thematik

Ich muss sagen, mir fällt es sehr schwer zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben. Ich mag die Romane von Grangé sehr gerne, „Die purpurnen Flüsse“ gehört zu meinen Lieblingsthriller. Die Marketingstrategen ... …mehr

Ich muss sagen, mir fällt es sehr schwer zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben. Ich mag die Romane von Grangé sehr gerne, „Die purpurnen Flüsse“ gehört zu meinen Lieblingsthriller. Die Marketingstrategen hatten wahrscheinlich genau dieses Fans im Blick, warum sonst hätten sie den Roman „Die purpurne Rache“ nennen sollen, obwohl er im Original ganz anders und sehr viel treffender heißt.
Dank einer Vielzahl von Handlungssträngen dauerte es einige Kapitel bis ich wirklich Zugang zum Roman fand. Im Mittelpunkt steht die Familie Morvan mit ihrem alles bestimmenden Familienoberhaupt Grégoire. Dieser zieht nicht nur wichtige Fäden in Politik, Polizei und Wirtschaft, sondern auch bei seinen drei erwachsenen Kindern. Keines der Kinder schafft es sich vom übermächtigen Vater zu emanzipieren. Sondern sie zerstören auf unterschiedlichen Weg lieber ihr eigenes Leben. Neben der verzwickten Familiengeschichte gibt es einen brutalen Mord aufzuklären, der erst wie ein Unfall wirkt. Nach und nach wird klar, dass ein alter Fall von Grégoire damit zusammenhängt.
Die Grundthematik und vor allem der eigentliche Kriminalfall fand ich sehr gut. Es war die typische Mischung von Thriller und Mystik, die ich von Grangé kenne und liebe. Auch die Beschreibung der einzelnen Charaktere insbesondere der Familie Morvan ist ihm gelungen, obwohl es alle keine Sympathieträger sind. Was mir aber das Lesen erschwerte sind die vielen kleinen Nebenhandlungen und Abschweifungen, die die Geschichte nicht vorantreiben, sondern den Roman einfach nur aufblähen. Während ich die Rückblicke auf Grégoires alten Fall wirklich spannend und auch wichtig für die Geschichte fand, waren mir die ganzen politischen und wirtschaftlichen Verstrickungen von ihm und dem Kongo zu kompliziert, zu wenig nachvollziehbar geschildert und einfach zuviel. Dies wäre eigentlich genug Stoff für einen eigenen Roman gewesen. Und leider ging es mir im ganzen Roman so, immer wenn der eigentliche Fall an Fahrt gewann, wurde er immer wieder abgelenkt. Ich hatte das Gefühl Grangé hatte viele Ideen und hat viel recherchiert und wollte das alles irgendwie auch unterbekommen. Aber nicht die Quantität zählt, sondern die Qualität.
Interessant war am Ende, dass einiges offen gelassen wurde und der Autor einen neugierig auf den Folgeband gemacht hat. Da ich die Thematik des Buches wirklich gut finde, werde ich den zweiten Teil, sobald er in deutscher Übersetzung veröffentlicht wird, lesen, auch wenn mich dieser Roman etwas enttäuscht hinterlässt.

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Stammbaum der Familie von Grégoire Morvan

Autor

Jean-Christophe Grangé

Jean-Christophe Grangé - Autor
© Andreas Biesenbach

Jean-Christophe Grangé, 1961 in Paris geboren, war als freier Journalist für verschiedene internationale Zeitungen (Paris Match, Gala, Sunday Times, Observer, El Pais, Spiegel, Stern) tätig. Für seine Reportagen reiste er zu den Eskimos, den Pygmäen und begleitete wochenlang die Tuareg. "Der Flug der Störche" war sein erster Roman und zugleich sein Debüt als französischer Topautor im Genre des Thrillers. Jean-Christophe Grangés Markenzeichen ist Gänsehaut pur. Frankreichs Superstar ist …

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