So nah der Tod
 - Thea Falken - Taschenbuch

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10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Thriller
396 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17801-8
Ersterscheinung: 29.03.2019

So nah der Tod

Thriller

(33)

»Bye Mama« formen die kleinen blutigen Handabdrücke auf der Tapete. Neben dem leeren Bettchen liegt ein Brief des Entführers mit einem Rätsel – wird dieses nicht rechtzeitig gelöst, stirbt Annikas Tochter! Panisch ruft Annika ihren besten Freund Sebastian zu Hilfe. Zur gleichen Zeit findet Hauptkommissar Eric Weinsheim unter einer grausam verstümmelten Frauenleiche Sebastians Bibliotheksausweis. Als Weinsheim erfährt, dass sein Tatverdächtiger gerade eine Kindesentführung gemeldet hat, ahnt er, dass die Fälle zusammenhängen ...

Pressestimmen

„Ein perfider und fesselnder Psycho-Thriller, der bereits Hinweise auf den nächsten Fall gibt.“

Rezensionen aus der Lesejury (33)

Toxicas Toxicas

Veröffentlicht am 10.06.2019

Solider Thriller

Ein Thriller, dessen gesamte Handlung sich über nur einen Tag erstreckt und dessen Spuren kreuz und quer durch Berlin führen. Im Mittelpunkt Annika, Witwe, Mutter und mit den Nerven völlig am Ende. Während ... …mehr

Ein Thriller, dessen gesamte Handlung sich über nur einen Tag erstreckt und dessen Spuren kreuz und quer durch Berlin führen. Im Mittelpunkt Annika, Witwe, Mutter und mit den Nerven völlig am Ende. Während sie nach einem anstrengenden Tag von den glücklichen Zeiten träumt, wird ihre Tochter entführt.

„Ich wollte den Traum festhalten, der zu verwehen begann wie Papierschnipsel, die von einer Windböe durch die Luft getragen wurden.“ Zitat S. 13

Sie versucht, einen kühlen Kopf zu bewahren. Doch ihre Tochter wurde entführt und sie kann nur an eines denken: Sie muss Janina finden. Im Verlauf der Handlung zeigt Annika sich von vielen Seiten. Während sie anfangs einfach nur einen erschöpften Eindruck macht, hatte ich danach oft das Gefühl, dass sie psychisch nicht auf der Höhe ist. Sie vertraut niemandem, nicht einmal der Polizei, sondern macht sich selbst auf die Suche nach dem Entführer. Sie führt (Selbst-) Gespräche mit den Stimmen in ihrem Kopf, die der ihres verstorbenen Mannes ähneln. Sie bringt ihren besten Freund in Lebensgefahr. Ihre Handlungen konnte ich teilweise nicht nachvollziehen, und sie machten die unorganisierte Suche noch verwirrender.

Der Ermittler Eric Weinsheim wird zu diesem Fall herangezogen. Auch wenn er mir sympathischer war als Annika, ist er für mich weder ein Held noch ein überdurchschnittlicher Protagonist. Eric vertraut (nur?) auf sein Bauchgefühl, und Teamarbeit ist auch nicht so sein Ding. Einerseits liegt er mit den meisten Kollegen im Clinch, auf der anderen Seite arbeiten sie professionell zusammen – wenn er sie nicht gerade hintergeht.

„So schmeckt sie also, die Todesangst. Beinah neutral, vermischt mit einem pappigen Aroma und den eiskalten Vorboten der Ewigkeit.“ Zitat S. 301

Sehr gut gefallen hat mir der bildhafte Schreibstil. Die Autorin hat es geschafft, Annikas Gefühle in Worte zu fassen und diese an den Leser weiterzugeben. Angst, Panik, Verzweiflung – das alles habe ich gespürt, als ob ich selbst dabei gewesen bin.

Annika und Eric wechseln sich mit dem Erzählen ab. Auch der Entführer kommt zu Wort. So erfährt man nicht nur, was in der Mutter vorgeht, sondern auch den Stand der Ermittlungen. Die Einschübe des Entführers zeigen sein Motiv, sie sind erschreckend, brutal und könnten sehr gut real sein.

Auch das Cover mit dem nächtlich erleuchteten Berliner Fernsehturm ist sehr gut gelungen. Die blaue Schrift harmoniert gut mir dem Bild und wirkt beklemmend und düster.

Mich hat dieser Thriller trotz der Kritikpunkte gut unterhalten und gefesselt.

Persönliches Fazit: Toller Auftakt einer Reihe. Ich hoffe, dass das Warten auf den nächsten Teil nicht zu lange dauert!

© Recensio Online, 2019, Katharina

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Bambarenlover Bambarenlover

Veröffentlicht am 09.06.2019

Gutes Thriller Debüt

Gutes Thriller Debüt

Annika Ritter lebt in Berlin und hat vor ein paar Monaten ihren Mann bei einem Unfall verloren. Jetzt ist sie allein mit ihrer neun Monate alten Tochter Janina. Ein Wettlauf gegen ... …mehr

Gutes Thriller Debüt

Annika Ritter lebt in Berlin und hat vor ein paar Monaten ihren Mann bei einem Unfall verloren. Jetzt ist sie allein mit ihrer neun Monate alten Tochter Janina. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, als das Baby aus ihrem Haus entführt wird. Zur Seite stehen ihr der Hauptkommissar Eric Weinsheim und ihr bester Freund Bastian Suarek. Oder ist Bastian gar kein Freund?

Meine Meinung:

Das Cover finde ich ansprechend. Das düstere Berlin passt einfach gut zum Buch. Nur der Titel selbst ist für meinen Geschmack zu sehr hervorgehoben durch die Größe. Das lässt das schöne Bild von Berlin etwas in den Hintergrund rücken.

Mein erster Gedanke war ehrlich gesagt: „Oh nein, das übliche! Die schwere Kindheit des Entführers. Das hatten wir ja noch nicht oft.“ Allerdings muss ich sagen, dass gerade der Teil mit den Einblicken in das frühere Leben des Täters sehr gut ausgearbeitet wurde. Seine Geschichte ging mir ganz schön unter die Haut. Auf Grund dessen, verzeihe ich gerne dieses „typische“ Thema.

Die Geschichte an sich ist interessant und man fiebert mit Annika mit. Allerdings war es mir zwischendurch immer wieder zu langatmig, wo eigentlich nicht viel passiert ist. Stellenweise hatte ich sogar das Gefühl, dass sich immer wieder die Ereignisse grob wiederholen. Damit meine ich die Suche nach Janina. Immer wieder die Hast von A nach B zu kommen, immer wieder in der U-Bahn, usw. Das fand ich schade, weil mir der Schreibstil von Thea Falken ansonsten gut gefallen hat. Es lässt sich flüssig lesen und man kann gut in die Geschichte eintauchen.

Leider war es für mich relativ früh absehbar welchen Hintergrund der Täter hatte, aber es hat der Geschichte dennoch nicht viel geschadet, da das Gesamtpaket doch gut verpackt wurde.

Durch die vielen langatmigen Passagen fehlte mir die Spannung, zumindest relativ häufig. Da wo es wirklich spannend wurde, hat es die Autorin meiner Meinung nach gut umgesetzt.

Mit den Charakteren, besonders Annika Ritter und Eric Weinsheim, hatte ich anfangs so meine Schwierigkeiten. Ich bin nicht richtig mit ihnen warm geworden und konnte die ein oder andere Handlung nur bedingt nachvollziehen. Zum Beispiel der anfängliche Alleingang von Annika ohne jegliche Hilfe von der Polizei. Sicher, dass sie nicht untätig da sitzen wollte verstehe ich, aber sich komplett ohne Polizei durch kämpfen
Aber im Laufe des Buches bin ich mit den Protagonisten besser zurecht gekommen. Mit der Zeit wirkten sie mir dann doch glaubwürdiger und authentischer.

Fazit: „So nah der Tod“ ist kein schlechter Thriller. Vor allem mit dem Hintergrund, dass es ein Debüt in diesem Genre ist. Sicherlich kann man hier und da noch etwas verbessern, aber das traue ich der Autorin definitiv zu. Ich gebe hier gute drei von fünf Sternen.

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Happymountain Happymountain

Veröffentlicht am 06.06.2019

Enttäuschend

„So nah der Tod“ ist für mich mehr Krimi als Thriller – und da fängt das Problem eigentlich schon an. Ich habe eine gewisse Erwartungshaltung, wenn mir etwas als Thriller ausgepriesen wird. Definitiv wünsche ... …mehr

„So nah der Tod“ ist für mich mehr Krimi als Thriller – und da fängt das Problem eigentlich schon an. Ich habe eine gewisse Erwartungshaltung, wenn mir etwas als Thriller ausgepriesen wird. Definitiv wünsche ich mir dann durchgehende Spannung und überraschende Plottwists. Leider fehlte mir hier beides.
Das Buch beginnt mit einem Prolog. Der Ich-Erzähler berichtet hier rückblickend über seine schlimme Kindheit und schmiedet daraufhin einen perfiden Plan, der jedoch nicht weiter erläutert wird. Mich hätte dieser Prolog nicht gestört, wenn der Rest vom Buch mich besser abgeholt hätte. Aber so denke ich mir nun im Nachhinein: „Was für ein Klischee. Der Bösewicht mit der grausamen Kindheit.“
In den ersten Kapiteln geht es dafür direkt zur Sache. Annikas Tochter Janina ist verschwunden, die Polizei findet eine grausam zugerichtete Tote und der leitende Ermittler hat schnell das Gefühl, dass die Fälle zusammengehören.
Da es hier eine perfide Schnitzeljagd um Janinas Leben gibt, gefiel mir, dass über den Kapiteln Angaben des Tages und der Uhrzeit waren. So wusste man immer genau, wie eng es gerade wird.
Der Polizist Eric Weinsheim, der den leitenden Ermittler mimt, war für mich leider auch nur ein wandelndes Klischee. Er ist geschieden, der Grund ist sein Job, er trauert seiner Frau nach, sie hat einen „Neuen“, die gemeinsame Tochter von ihm und seiner Ex-Frau muss immer vertröstet werden, weil Papa keine Zeit hat, da er Verbrecher fangen muss. Die „Flashbacks“ von Weinsheim haben für mich in diesem Buch auch nicht viel Sinn ergeben. Er erinnert sich dabei an einen Fall, wo er gerade so mit dem Leben davon kam. Vielleicht werden diese Sachen im zweiten Teil wichtig, hier haben sie mich aber aus dem Lesefluss gebracht und das Tempo sowie die Spannung gedrosselt.
Annika und ihr bester Freund Bastian waren auch nicht wirklich interessanter. Annika dreht natürlich aus Angst um ihre Tochter total durch und begibt sich ohne die Polizei auf die Suche nach ihrer Tochter. Ihren besten Freund nimmt sie mit – dieser wiederumsteht unter Mordverdacht. Das macht die Schnitzeljagd nach Hinweisen in Berlin nicht einfacher. Irgendwann ist es dann soweit, dass Annika Wahnvorstellungen bekommt und mit ihrem verstorbenen Mann redet. Das hat mich wirklich gestört. Ich finde, mal kann man so etwas einstreuen, aber doch bitte nicht über 100 Seiten ständig. Natürlich sollte es verdeutlichen, wie sehr sie das alles mitnimmt, aber das war für mich auch so nachvollziehbar.
Die zwischenzeitlich immer wieder eingestreute Täter-Perspektive und die Rückblenden in seine Vergangenheit machen es etwas abwechslungsreicher. Klischeebelastet bleibt es natürlich trotzdem. Der Plot selbst war sonst sehr monoton: Hinweis suchen und vor der Polizei abhauen.
Unübersichtlich fand ich auch die Vielzahl von Polizeibeamten. Die Namen konnte ich mir so schnell nicht merken und oftmals habe ich zurückgeblättert, um nachzusehen, wer wer war. Hier hätte ich mir eine Personenübersicht vorn im Buch gewünscht.
Auch das Finale konnte mich nicht überzeugen. Die Figuren handelten nicht nachvollziehbar oder brauchten viel zu lang, um Zusammenhänge zu sehen (an alle die das Buch gelesen haben: Zitronenkuchen!). Ich kann mir vorstellen, dass man in Stresssituationen oftmals seltsam reagiert, wenn man dies als Autor für den Plot nutzen will, sollten jedoch meines Erachtens vorher Hinweise dafür gegeben werden (z.B. wie hungrig jemand ist).
Alles in allem habe ich hier einen sehr durchschnittlichen Krimi gelesen, durch den ich mich ehrlich gesagt auch etwas quälen musste. Die Figuren blieben austauschbar und haben mich, je weiter ich las, aufgrund ihrer Handlungsweisen immer mehr genervt. Es gab keine überraschenden Wendungen, kein Tempo. Die Wortwahl und die Darstellungen der Morde (oder der geplanten Morde) waren jedoch detailreich und originell. Ich werde vermutlich keinen Thriller von der Autorin mehr lesen, aber eventuell versuche ich mich an ihren anderen Büchern. Vielleicht passt es dort für mich besser zusammen. Ich vergebe für die gute Grundidee und die oben genannten Punkte zwei gut gemeinte Sterne.

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claudi-1963 claudi-1963

Veröffentlicht am 03.05.2019

Eine Schnitzeljagd auf Zeit quer durch Berlin

*"Es scheint übrigens in der Natur zu liegen, dass Schwächre immer grausamer in ihrer Rache sind als Stärkre." (Adolph Freiherr von Knigge)*
Annika Ritter erwacht aus einem unruhigen Schlaf, der sie mit ... …mehr

*"Es scheint übrigens in der Natur zu liegen, dass Schwächre immer grausamer in ihrer Rache sind als Stärkre." (Adolph Freiherr von Knigge)*
Annika Ritter erwacht aus einem unruhigen Schlaf, der sie mit Alpträumen aus der Vergangenheit plagt. Als kurz darauf sie einen Blick in das Zimmer ihrer 9 Monat alten Tochter Janina wirft, bemerkt sie das leere Bettchen und den blutigen Schriftzug "Bye, Mama" an der Wand. In ihrer Verzweiflung schaut sie trotzdem in der ganzen Wohnung nach, ob dies ein übler Scherz war, doch von Janina fehlt jede Spur. Voller Panik ruft sie ihren besten Freund Sebastian um Hilfe. Zur selben Zeit findet Hauptkommissar Eric Weinsheim vom LKA Berlin unter einer brutal getöteten Frau den Bibliotheksausweis von Sebastian Suarek. Anscheinend waren er und Susanne Weiß einmal miteinander befreundet. Natürlich ist es sofort naheliegend, das Sebastian etwas mit dem Mord zu tun haben könnte. Merkwürdig wird es erst, als ausgerechnet ihr Mordverdächtiger eine Kindesentführung bei der Polizei meldet. Könnten diese beiden Taten etwas miteinander zu tun haben? Ein erbarmungsloses Katz und Maus Spiel durch Berlin beginnt.

*Meine Meinung:
Das dunkle Cover mit dem Blick auf den Berliner Fernsehturm zeigte mir, wo dieser Thriller stattfand. Der Klappentext wirkte auf mich interessant, von daher freute ich mich, als ich dieses Buch bei einem Gewinnspiel der Autorin gewann. Beim Plot ging es um eine Kindesentführung, die weitreichende Folgen für die Mutter haben sollte und einen brutalen Missbrauch in der Vergangenheit. Das darauffolgende Katz und Maus Spiel brachte sie und ihren Freund Sebastian fast an ihre Grenzen. Den Schreibstil fand ich locker, interessant und er fesselte mich gerade dadurch das ich diese packende, grandiose Schnitzeljagd durch Berlin als außerordentlich spannend empfand. Ich kann von daher wirklich die schlechten Bewertungen der Leser nicht ganz nachvollziehen. Zwar war es keine blutige Spannung, doch ich empfand dieses Buch als durchaus fesselnd. Man merkt, das sich die Autorin dabei wahrlich viel Mühe gemacht hat. Mehrere Handlungsstreifen die ineinanderflossen machten dann diese Geschichte noch interessanter und verworrener, besonders weil ich den Täter in bestimmten Dingen verstehen konnte. Der Showdown am Ende hatte es dann wahrlich in sich, so das ich froh war das dieser für manche Protagonisten noch glimpflich ausging. Auch wenn die Autorin bei den Charakteren nicht ganz in die Tiefe ging und mich auch die Emotionen nicht so packen konnten, gingen mir doch die einzelnen Schicksale sehr nahe. Da war z. B. Annika Ritter eine Frau, die sehr viele Schicksalsschläge ertragen musste, nicht nur der Tod ihrer Eltern, sondern insbesondere ihres Mannes hat sie schwer belastet. Sie wirkte auf mich etwas verwirrt, ängstlich, nervös, ab und an auch naiv aber sonst durchaus sympathisch. Ihr Freund Sebastian war mir auf Anhieb sympathisch, er ist liebenswürdig, freundlich, nett, hilfsbereit und er war eigentlich für mich nie verdächtig. Der Täter selbst ist wirklich gut dargestellt, seine extrem brutale Vergangenheit, die man als Leser durch seine Tagebucheinträge erfährt, waren krass und sie ließen mich aufgewühlt zurück. Einige was er tat, konnte ich gut verstehen und nachvollziehen, manches dagegen hatte mich nur entsetzt. Lediglich die vielen Personen waren für mich teils verwirrend, so das ein Personenregister nicht schlecht gewesen wäre. Ansonsten war dies für mich ein gelungener Einstieg der Autorin und ich bin gespannt, ob es eine weitere Folge von HK Eric Weinsheim geben wird. Da mich dieser Thriller bis zum Schluss gefesselt hatte, bekommt er von mir 5 von 5 Sterne.*

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frettchen81 frettchen81

Veröffentlicht am 30.04.2019

Der Thriller hat Potenzial

Gleich am Anfang ist mir der gestempelte Schriftzug mit Kinderhänden schon zu viel gewesen. Wie lange muss der Täter denn im Zimmer gewesen sein, um das zu machen? Aber es passt dann doch, da der Täter ... …mehr

Gleich am Anfang ist mir der gestempelte Schriftzug mit Kinderhänden schon zu viel gewesen. Wie lange muss der Täter denn im Zimmer gewesen sein, um das zu machen? Aber es passt dann doch, da der Täter so krankhaft hinter Annika her ist.
Das Rätselraten um den Täter, wer es aus dem Umfeld sein könnte wird mir nicht genug betrieben. Ich hätte gerne mehr zu den Personen erfahren.Mehr dazu, wie sie zu Annika stehen, wie ihr Alltag mit Ihnen war um eben mit zu raten. So ist mir die Hetzjagd mit den S- und U- Bahnen etwas zu viel, das nimmt zu viel Raum ein.
Dagegen ist der Teil um den Kommissar und seine Abteilung, seine Vorgesetzten und die politischen Spielchen gut gelungen. Die Rückblenden in sein Leben und seine Karriere sind interessant, wenn es ein Thriller um ihn sein soll. Sonst sind die eher überflüssig.
Das Ende ist mir dann wieder einen zu viel. Muss es die Liebelei geben? Muss Annika noch mal zur Superheldin mutieren? Und muss der Kommissar dann noch die Freundschaft eingehen?
Insgesamt scheitert der Thriller für mich daran, dass die Figuren nicht ganz ausgereift sind, die Taten zu unlogisch eskalieren und nicht ganz entschieden ist ob es sich um Annika oder den Kommissar drehen soll.

Ich gebe dem Thriller nur 2-3 Sterne.
Werde aber das nächste Buch der Autorin auch probieren, denn der Schreibstil war ganz gut und die beschriebenen Bilder auch. Nur etwas unfertig das Ganze.

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Autorin

Thea Falken

Thea Falken - Autor
© Claudia Tomann

Thea Falken ist das Pseudonym der deutschen Autorin Astrid Freese. Die Autorin wurde 1969 in Sachsen geboren. Nach Lehre, Studium der Betriebswirtschaft und Familienzuwachs arbeitete sie als Datenerfasserin und schrieb für ihre Tochter zahlreiche Kurzgeschichten. Die erste Veröffentlichung ließ nicht lange auf sich warten. Mittlerweile hat sie über ein Dutzend Romane in verschiedenen Genres geschrieben. Astrid Freese ist Mitglied der Autorenvereinigungen Das Sydikat, DeLiA und des …

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