Unter dem Messer
 - Kelly Parsons - Taschenbuch

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10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Thriller
461 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17797-4
Ersterscheinung: 30.11.2018

Unter dem Messer

Thriller
Übersetzt von Michael Krug

(24)

Es ist der große Tag von Dr. Rita Wu. Die renommierte Chirurgin des Turner Hospitals soll vor Fachpublikum die erste vollständig robotergesteuerte Operation vorführen. Doch kurz vor der OP hört sie in ihrem Kopf die Stimme eines Mannes, den sie nur zu gut kennt: Morgan Finney, Leiter eines Biotechnologiekonzerns. Er teilt Rita mit, dass ihr ein Nano-Implantat injiziert wurde, wodurch er mit ihr sprechen und ihr Verhalten beeinflussen kann. Und er hat mit Rita noch eine Rechnung offen, denn er macht sie für den Tod seiner Frau verantwortlich …

Rezensionen aus der Lesejury (24)

Lesenichte Lesenichte

Veröffentlicht am 11.12.2018

Verlust des Verstandes

Rita wacht auf. Es ist der Tag ihrer großen OP. Viele wollen diese OP sehen. Doch sie liegt nicht in ihrem Bett sondern auf dem OP Tisch in Saal 10. Nackt. Als sie von zwei OP Schwestern befreit wurde ... …mehr

Rita wacht auf. Es ist der Tag ihrer großen OP. Viele wollen diese OP sehen. Doch sie liegt nicht in ihrem Bett sondern auf dem OP Tisch in Saal 10. Nackt. Als sie von zwei OP Schwestern befreit wurde und in der Umkleide ist um sich für die OP vorzubereiten hört sie eine Stimme ... in ihrem Kopf. Doch da ist kein Ohrstöpsel. Die Stimme stammt von einem Mann einer ehemaligen Patientin welche Rita vor einem Jahr verloren hat. Dieser Mann, Finney, macht ihr das Leben zur Hölle und verlangt unmenschliches von Dr. Rita Wu.

In dem Buch erfährt man die Details der eigenen Charaktere sehr detaillert. Wenn man medizinisch interessoert ist, ist es auf jeden Fall ein Vorteil. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind in die verschiedenen Charaktere aufgeteilt. Der Schreibstil ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig. Man kommt mit der Zeit gut zurecht jnd kann flüssig lesen. Das Cover ist düster und der Titel fällt mit der weißen Schrift sofort ins Auge.

Für mich war das Buch teilweise langatmig. Es werden Szenen ausgeschmückt, die nicht wirklich mit dem Inhalt des Buches zu tun haben. Auch werden manchen Sachen so detaillert beschrieben, dass ich mich das eine oder andere Mal dabei erwischt habe, wie ich mit den Gedanken abgeschwiffen bin. In der Mitte des Buchs hab ich auch mal gedacht: jetzt ist aber gut und das Buch kann zu Ende gehen. Wirklich gefesselt wurde ich nur von den letzten 60 Seiten. Hier nimmst das Buch volle Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich. Diesen Effekt hätte ich mir an mehr Stellen im Buch gewünscht.

Alles in allem war es ein gutes Buch für Zwischendurch und ich bin froh, dass ich es lesen konnte. Mehr als 3 Sterne kann ich aber leider nicht vergeben.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

dakotamoon dakotamoon

Veröffentlicht am 11.12.2018

Willensstärke gegen Technik und Tod

„Unter dem Messer“ von Kelly Parsons ist ein Thriller, der im November 2018 im Bastei-Lübbe Verlag erschienen ist.
Schon beim Blick auf das Cover ahnt man, wo der Ort der Handlung sein wird. Der düstere ... …mehr

„Unter dem Messer“ von Kelly Parsons ist ein Thriller, der im November 2018 im Bastei-Lübbe Verlag erschienen ist.
Schon beim Blick auf das Cover ahnt man, wo der Ort der Handlung sein wird. Der düstere Krankenhausflur jagt einem schon den ersten Schauder über den Rücken. Doch worum geht es genau:
Im Turner Hospital soll eine Aufsehen erregende Operation durchgeführt werden – aufsehenerregend deshalb, weil es die erste vollständig robotergesteuerte Operation sein wird. Die Vorführung wird geleitet von Dr. Rita Wu, der renommierten Chirurgin des Hauses und natürlich findet das ganze vor Fachpublikum statt.
Dr. Wu hatte schon vor der OP eine unangenehme Nacht und jetzt kurz vor der OP hört sie die Stimme von Morgan Finney in ihrem Kopf. Er macht ihr klar, dass ihr ein Nano-Implantat implantiert wurde und er sie nun beeinflussen kann, exakt so zu handeln, wie er es will. Finney ist nicht nur der Leiter eines Biotechnologiekonzerns sondern auch der Mann, dessen Frau unter ihren Händen gestorben ist. Finney will Rache.
Dieses Buch ist mehr als ein Krimi und macht mehr als deutlich, dass Ärzte auch nur Menschen sind, selbst wenn sie sich manchmal für unfehlbar halten. Das Thema hat mir gefallen und der Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man es gern und schnell liest. Wirklich gut fand ich die Aufteilung in vier Charaktere, aus deren Sicht man das ganze sieht. Jeder einzelne ist gut ausgearbeitet und so gelingt es dem Leser sich in jeden hinein zu versetzen und zu verstehen, warum er so handelt. Natürlich merkt man dadurch auch, wenn ein böser vielleicht doch nicht so böse ist und wenn ein böser zu böse wird, weil der Schmerz einfach zu groß und überwältigend ist und er nicht mehr aufhören kann und will.
Mir hat es gut gefallen und ich kann es guten Gewissens weiter empfehlen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich doch Bedenken hätte, mich von einem Roboter operieren zu lassen.

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Happymountain Happymountain

Veröffentlicht am 10.12.2018

Medizinthrill mit ungewöhnlichem Plot

In „Unter dem Messer“ begleiten wir vier Hauptpersonen: Rita, Spencer, Finney und Sebastian.

Jeder davon hat sein „eigenes Päckchen“ zu tragen. Rita – die Karrierefrau, Top-Chirurgin, liebende Schwester ... …mehr

In „Unter dem Messer“ begleiten wir vier Hauptpersonen: Rita, Spencer, Finney und Sebastian.

Jeder davon hat sein „eigenes Päckchen“ zu tragen. Rita – die Karrierefrau, Top-Chirurgin, liebende Schwester mit einigen zwischenmenschlichen Defiziten – wurde mir jedoch nie wirklich sympathisch. Ihre Charakterzeichnung war durchaus tief aber dabei widersprüchlich, sodass ich mir kein klares Bild machen konnte und sie nicht wirklich „verstand“. Spencer – Arzt, Familienmensch, von Rita verlassen – konnte mich jedoch überzeugen. Obwohl er Rita „stalkte“ war er direkt ein Sympathieträger. Beim Lesen spürte man förmlich, dass er ein herzensguter Mensch ist. Finney ist als Antagonist auch recht gelungen. Man erfuhr während des Lesens einige Hintergründe, die sein Handeln erklärten – auch wenn sie es natürlich nicht rechtfertigten. Er blieb immer etwas unberechenbar und undurchschaubar. Ehrlich gesagt gefiel er mir auch sehr gut. Sebastian hingegen war für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Es hat lange gedauert bis ich mich mit seiner Rolle und seinem Charakter anfreunden konnte. Jedoch ging es mir mit ihm ähnlich wie mit Rita. Es gab zu viele Widersprüchlichkeiten, die mich gehindert haben, mit ihm mitzufühlen.

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Die Story selber wird ansprechend erzählt. Der Schreibstil gefiel mir. Es gab anfangs viele Passagen, die dazu dienten dem Leser technische und medizinische Inhalte zu erklären. Das nahm etwas das Tempo raus und ich empfand es auch als etwas zäh. Ab dem zweiten Drittel ließ dies jedoch nach und die Geschichte wurde vorangetrieben. Damit stieg natürlich auch die Spannung um ein Vielfaches an.

Die Idee des Plots fasziniert mich immer noch. Es ist ein durchaus interessantes Szenario, das sich Kelly Parsons hier ausgedacht hat. Ich glaube zwar nicht, dass es in naher Zukunft dazu kommt, aber ausschließen kann man heutzutage kaum noch etwas. Aufgrund des gewählten Themas ließen sich Erklärungen (wie oben erwähnt) auch keinesfalls ganz vermeiden.

Die Erzählform wechselt im Buch – wir lesen mal aus der Ich-Perspektive und dann gibt es wieder einen allwissenden, neutralen Erzähler. Ich persönlich mag diesen Stil, da es einfach für Abwechslung sorgt und natürlich auch Sympathien schaffen kann.

Etwas schwierig, fand ich die Tatsache, dass man alle Hintergründe bereits nach zwei Dritteln des Buches kannte. Im letzten Drittel gab es demnach nur noch den großen Showdown – wie man ihn aus Amerika kennt.

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Fazit:

„Unter dem Messer“ begeistert Leser/innen, die sich für Medizin und Technik interessieren und sicher auch alle anderen, die Spaß an einem außergewöhnlichen Plot haben. Die Spannung baut sich jedoch eher langsam auf und einige Erklärungen behindern den Lesefluss. Die Geschichte selber gefiel mir jedoch gut und auch das Ende war nach meinem Geschmack.

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Magischebuecherwelt Magischebuecherwelt

Veröffentlicht am 09.12.2018

Leider einige Schwächen

Inhalt

Dr. Rita Wu ist renommierte Chirurgin im Turner Hospital und soll vor Fachpublikum operieren. Es handelt sich dabei nicht um eine normale Operation. Sie soll nämlich die erste vollständige robotergesteuerte ... …mehr

Inhalt

Dr. Rita Wu ist renommierte Chirurgin im Turner Hospital und soll vor Fachpublikum operieren. Es handelt sich dabei nicht um eine normale Operation. Sie soll nämlich die erste vollständige robotergesteuerte Operation vorführen. Kurz vor der OP passiert es. Dr. Rita Wu hört die Stimme von Morgan Finney in ihrem Kopf. Sie kennt ihn nur zu gut und gerade Finney hat noch eine Rechnung mit ihr offen. Er erklärt ihr, dass ihr ein Nano-Implantat injiziert wurde, wodurch ihr Verhalten beeinflusst werden und er mit ihr sprechen kann. Denn Finney macht Rita für den Tod seiner Frau verantwortlich und möchte Rache nehmen.


Meinung

Als ich das Buch entdeckt habe, fand ich es wahnsinnig spannend. Der Klappentext hat einen vielversprechenden Thriller versprochen, da dieses Buch ein spannendes Thema beinhaltet. Es geht nämlich um eine robotergesteuerte Operation. Zudem ist auch das injizierte Nano-Implantat gar nicht so verwerflich, gerade in der heutigen Zeit. Genau deshalb wollte ich das Buch lesen und habe mich auf eine spannende Leserunde gefreut.


Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Ich konnte mich vollkommen auf die Geschichte fixieren und das Buch einfach lesen. Leider hatte dieses aber einige unerwartete Längen, die es mir tatsächlich schwer gemacht haben, die 464 Seiten mit Neugier zu verfolgen. Für meinen Geschmack beinhaltet dieser Thriller auch zu viele Fachwörter und medizinische Verständigungen, die das Buch nicht gebraucht hätte.

Aus verschiedenen Blickwinkeln wird die Story rund um Dr. Rita Wu erzählt, was ich als einen großen Pluspunkt ansehe. Diese Blickwinkel haben mir einen guten Eindruck der verschiedenen Charaktere vermittelt, sodass ich ihre Taten und ihr Handeln in irgend einer Art und Weise nachvollziehen konnte.

Die ersten Seiten haben mich wirklich gefesselt, sodass es mir ab und an schwer viel, eine Pause einzulegen. Die Spannung hielt sich auf höchstem Niveau, bis die unerwarteten Längen und Erklärungen aufgetaucht sind. Leider nahm diese dann zunehmend ab und auch ich habe langsam meine Neugier verloren. Auch konnte ich keine unerwarteten Überraschungen oder Wendungen finden. Zwar gab es ein paar schockierende Ereignisse, diese Euphorie ebbte aber leider schnell wieder ab.

Die verschiedenen Charaktere waren mir anfangs wirklich sympathisch. Ich konnte ihr Denken und Handeln ganz gut nachvollziehen. Mit der Zeit habe ich diese Sympathie für manche aber verloren.

Dr. Rita Wu, die Protagonistin in diesem Buch, musste schlimme Dinge durchmachen. Sie hat keine einfache Vergangenheit und was mit Finneys Frau passiert ist, war in meinen Augen unverzeihlich. Dr. Rita Wu wurde mir von Seite zu Seite immer unsympathischer, da sie viel zu stark von sich selbst überzeugt und mir wahnsinnig eingebildet rüber gekommen ist.

Auch die übrigen Charaktere hatten ihre Schwächen. Dennoch muss ich sagen, dass ich sie alle gern verfolgt habe und dieser Thriller natürlich seine guten Seiten hat. Denn die Technik ist schon hoch interessant, die Hintergründe für das Handeln und die Taten zu erfahren und einige Schockmomente zu erleben, haben der Geschichte hin und wieder Spannung verliehen.

Zum Ende kann ich nur sagen, dass ich es wahnsinnig schade fand, dass hier so viel Schlag auf Schlag passiert ist und in der übrigen Geschichte so wenige überraschende und spannende Momente zu finden waren. Die Ereignisse haben sich regelrecht überschlagen und es ist viel zu viel auf einmal passiert.

Fazit

Leider hatte der Thriller von Kelly Parsons einige Längen, die nicht so einfach hinzunehmen waren. Auch die vielen Fachwörter und Erklärungen hätte das Buch nicht gebraucht. All diese Gründe haben es mir schwierig gemacht, die 464 Seiten zu lesen und durchzuhalten.

Dennoch muss ich sagen, dass das Buch seine spannenden Seiten hatte. Die verschiedenen Blickwinkel sind total interessant und die Charaktere habe ich auch gern kennengelernt. Auch die Technologie ist hoch interessant und haben der Geschichte doch noch Spannung verliehen.

Sie hat also ihre guten und schlechteren Seiten und jeder muss für sich entscheiden, ob er sie lesen und sich einen Eindruck verschaffen möchte. Ich zumindest habe es nicht bereut, das Buch gelesen zu haben und habe eine spannende Leserunde mitgemacht.

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DocAndrew DocAndrew

Veröffentlicht am 09.12.2018

packender MEDIZIN-Thriller mit Verbesserungsbedarf

Ich habe mich im Rahmen einer Leserunde für das Buch beworben und wurde als Leser ausgewählt. Mich haben drei Gründe bewogen, das Buch lesen zu wollen. Zum einen, weil es sich um einen Thriller aus dem ... …mehr

Ich habe mich im Rahmen einer Leserunde für das Buch beworben und wurde als Leser ausgewählt. Mich haben drei Gründe bewogen, das Buch lesen zu wollen. Zum einen, weil es sich um einen Thriller aus dem medizinischen Bereich handelt, weil der Autor selber ein Arzt ist und die Rahmengeschichte (unter anderem Nanotechnologie und der Einsatz neuer Techniken in der Medizin) angesprochen haben. Wahrscheinlich liegt es auch daran, da ich selber im Gesundheitswesen tätig bin, mit moderner Röntgentechnik umgehe und medizinisches Spezialequiqment zur Behandlung von Herzerkrankungen einsetze.

In der Geschichte wacht die renommierte Chirurgin Rita Wu nackt auf einem OP Tisch auf, auf dem sie selber in Kürze mit einem neuen chirurgischen Roboter eine Operation durchführen soll. Und als wenn das nicht reicht, hört sie plötzlich eine Stimme in ihrem Kopf. Diese übernimmt die Kontrolle über Rita und fordert Sie auf…… Nun ja! Das sollte erst einmal reichen. :-)

Das Cover hat mir zu Beginn zugesagt. Als ich jedoch das amerikanische Originalcover gesehen habe, hätte ich mir dieses auch für den deutschen Markt gewünscht.

Wie ich schon erwähnte ist der Autor Kelly Parsons selber als Mediziner tätig. Sein Spezialgebiet ist die Chirurgie und er lehrt als Professor an zwei amerikanischen Universitäten. Auf seiner Homepage erfährt man, das er seit über 20 Jahren Vorlesungen und Schulungen bei Ärzten, Krankenschwestern, Krankenhausleitern, Wissenschaftlern, Medizinstudenten, Führungskräften, Patientengruppe und Gemeinschaftsorganisationen hält.

Warum ich das so ausführlich erläutere? Kelly Parsons hat einen mitreissenden tollen Schreibstil, welcher mich zu Beginn wirklich mitgereisten hat. Man merkt, das er in der Materie steckt und diese auch gut vermitteln kann. Statt einzelner Überschriften in den Abschnitten, nutzt er den Namen der Charaktere, um die Geschichte zu erzählen. Dies war am Anfang für mich etwas gewöhnungsbedürftig, aber ansonsten wirklich praktisch. So konnte ich mich immer schnell auf den entsprechenden Charakter einstellen. Die Hauptakteure werden gut beschrieben und durch diverse Rückblenden erfährt der Leser einiges über die Vergangenheit. Die Inhalte sind so „platziert“, das man langsam an die Geschichte herangeführt wird und die Charaktere und deren Verhalten besser einordnen kann.

Das Fachwissen wird zu Beginn spannend ins Spiel gebracht. Im Zwischenteil merkt man aber auch schnell, dass der Autor ein wenig „zu sehr“ in der Materie ist und vergisst, das nicht jeder Leser „vom Fach“ ist. Über viele Seiten beschreibt er in aller Ausführlichkeit medizinisches Equipment und Vorgehen. Wenn man nicht vom Fach ist, kann man aber mit einigen Sachen nichts anfangen. So wird für viele Leser der „C-Bogen“ (welcher mehrfach erwähnt wird) ein Rätsel bleiben. Dabei wäre es so einfach gewesen, dem Leser dieses fahrbare Röntgengerät in einem Nebensatz erklären zu können. Das hätte aber auch dem Lektor oder Übersetzer auffallen können. Und wenn man schon den Inhalt nicht ändern möchte, hätte ein medizinisches Glossar ein wenig mehr Klarheit bringen können.

Der ausführliche medizinische Mittelteil, „bremst“ die Geschichte aus und läßt den Spannungsbogen abfallen. Zum Ende hin überschlagen sich dann aber die Ereignisse und ein kommt zu einem fulminanten Finale. Meiner Meinung nach wirkt es ein wenig überzogen.

Mir hat das Buch dennoch gefallen. Die Idee mit den Nanoteilchen und dem medizinischen Equipment sind nicht weit hergeholt. Ein paar Anleihen (Story und Charaktere) aus „Greys Anatomy“, „Terminator“ und „Anatomy“ haben der Story keinen Abbruch getan. Gerade Fans von „Greys Anatomy“ werden sich dabei ertappen, den ein oder anderen Charakter zu vergleichen.

Den medizinischen Hintergrund als Setting für einen Thriller zu nutzen, ist nicht neu. Kelly Parsons hat seine Geschichte, bis auf einen etwas langatmigen, aber mit vielen Backgroundinformationen gespickten Zwischenteil, sauber und gut zu Papier gebracht. Es empfiehlt sich jedoch ein medizinisches Interesse mitzubringen und sich „anstecken“ zu lassen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Kelly Parsons

Kelly Parsons - Autor
© Gillespie Photography

Kelly Parsons ist Urologe mit Abschlüssen an der Stanford University, der University of Pennsylvania und der Johns Hopkins University of Baltimore. Er lehrt an der Universität von San Diego und lebt mit seiner Familie in Südkalifornien. Auf ewig dein ist sein in den USA viel beachteter Debütroman.

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