Gestern ist ein ferner Ort
 - Joaquín Berges - eBook

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9,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Frauenromane
399 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-7257-1
Ersterscheinung: 30.08.2019

Gestern ist ein ferner Ort

Roman
Übersetzt von Sybille Martin

(24)

Nach einem Schlaganfall muss Celia zurück ins Leben finden. Ein Teil ihrer Vergangenheit ist einfach ausgelöscht. Fieberhaft versucht sie, diese Leerstellen zu füllen. Doch ihre Tochter Paula scheint fest entschlossen, genau das zu verhindern. Immer wieder weicht sie Celias Fragen aus – besonders, wenn die Sprache auf ihren Sohn Emilio kommt. Und offenbar hat Paula auch alle anderen angewiesen, Celia nur die halbe Wahrheit zu sagen. Aber hat sie das Recht, ihrer Mutter die eigene Lebensgeschichte zu verschweigen?

Rezensionen aus der Lesejury (24)

karin1966 karin1966

Veröffentlicht am 15.04.2020

Gestern ist ein ferner Ort

Das Buch hat mich sofort auf Grund des Titels und des wunderschönen Covers angesprochen. Die Autorin war mir bisher vollkommen unbekannt.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die einzelnen ... …mehr

Das Buch hat mich sofort auf Grund des Titels und des wunderschönen Covers angesprochen. Die Autorin war mir bisher vollkommen unbekannt.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die einzelnen Personen sind hervorragend ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.
Celia ist eine bemerkenswerte Frau.
Zur Geschichte, Celia hatte einen Schlaganfall. Sie hat einen Teil ihres früheren Lebens total vergessen. So hat sie keine Ahnung mehr, was in den Büchern, die sie geschrieben hat, steht.
Schrittweise versucht sie wieder in ihr Leben zurückzukehren. Doch sie merkt, dass da etwas war, ihre Tochter Paula, lenkt auf bestimmte Fragen immer geschickt ab.
Doch mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, damit die Spannung erhalten bleibt.
Der Anfang des Buches hat mir sehr gut gefallen. Doch mit der Zeit ist die Handlung abgeflacht und viele interessante Themen oder Fragen wurden nur kurz angesprochen und haben sich dann wieder verlaufen.
Das fand ich schade, denn das Buch hätte durchaus mehr Potential gehabt.
Es ist ganz nett zu lesen aber zwischendurch zieht es sich.

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Lesejurorin Lesejurorin

Veröffentlicht am 17.02.2020

Wenn du dich nicht mehr erinnerst...

Beim Lesen von Joaquín Berges' Roman "Gestern ist ein ferner Ort"fühlte ich mich vom Stil her im positiven Sinne etwas an Bücher von Jojo Moyes erinnert:
Die frühere Bestsellerautorin Celia hat nach einem ... …mehr

Beim Lesen von Joaquín Berges' Roman "Gestern ist ein ferner Ort"fühlte ich mich vom Stil her im positiven Sinne etwas an Bücher von Jojo Moyes erinnert:
Die frühere Bestsellerautorin Celia hat nach einem Schlaganfall wesentliche Erinnerungslücken behalten. Langsam versucht die mit ihrem Hund "Charlie" zusammen lebende geschiedene und von Haushälterin Rosario unterstützte Seniorin, diese Lücken mit Hilfe von ihrer sie auch ärztlich betreuenden Tochter, Exmann, Freundinnen, Kollegen und anderen Bezugspersonen zu schließen.
Haupthandlungsorte sind verschiedene frühere Aufenthaltsorte innerhalb Spaniens sowie die französische Hauptstadt nebst Umgebung. Titel und Cover passen gut zum erzählten Geschehen.
Eine sehr ausgewogene und gut konzipierte Geschichte, ohne überschwängliche Sentimentalität. Das Buch regt zu etlichen Denkanstößen an (beispielsweise darüber, wo die Grenzen des Einen-vor-sich-selbst-Schützens liegen bzw. ab wann es eine unangemessene Form der Fremdbestimmung annimmt). und machte einen sicherlich nachhaltigen Eindruck auf mich.

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Ella95 Ella95

Veröffentlicht am 18.12.2019

Gestern ist ein ferner Ort

Cover & Schreibstil:
Das Cover zeigt die Frauen Celia und Rosario am Strand. Ich fand das Buchcover sehr ansprechend und die Farbauswahl passt irgendwie gut zum Buch. (Diese Dinge weiß man natürlich erst ... …mehr

Cover & Schreibstil:
Das Cover zeigt die Frauen Celia und Rosario am Strand. Ich fand das Buchcover sehr ansprechend und die Farbauswahl passt irgendwie gut zum Buch. (Diese Dinge weiß man natürlich erst wenn man es gelesen hat.)
Der Schreibstil ist flüssig und detailreich, das macht die Geschichte einfach lebendiger.

Charaktere:
Celia ist eigentlich Journalistin und Autorin. Warum eigentlich? Weil sie nach einem Schlaganfall ihr Gedächtnis vergessen hat. Sie weiß nichts mehr über ihre Artikel bzw. ihre Bücher. Doch was noch viel schlimmer ist - sie weiß auch nicht mehr wer sie ist!

Paula ist Celias Tochter. Sie ist selbst Ärztin und macht sich große Sorgen um ihre Mutter. Von dem Moment an als Celia das Krankenhaus verlassen darf, weicht Paula ihr nicht mehr von der Seite.
Paula ist verheiratet und hat eine kleine Tochter die Alba heißt.

Inhalt:
Celia hat einen schweren Schlaganfall erlitten. Mit der Hilfe ihrer Tochter Paula, ihrer Haushälterin Rosario und dem Hund Charlie versucht sie sich wieder zurück in ihr Leben zu finden. Doch ohne Erinnerungen ist dies ein eher schwieriges Unterfangen. Und Celia spürt, dass es etwas gibt, dass sie belastet. Etwas über das keiner mit ihr Sprechen darf. Sie spürt, dass es ein dunkles Geheimnis gibt.
Wird Celia am Ende herausfinden was es ist? Oder schafft sie es auch so ihr Leben weiter zu leben? Vielleicht merkt sie auch, dass sie dieses Leben gar nicht mehr zurück will?

Meine Meinung:
Ich fand das Buch ansich gut. Es hatte einige lustige Passagen und einige gute Wendungen. Ich hätte das Ende so ehrlichgesagt nicht kommen sehen. Das ist auch etwas das mich irgendwie stört.... das Ende, welches ich wirklich überraschend fand wird nicht mehr behandelt. Für mich fehlen dem Buch einfach 1-2 Kapitel, welche das Ende komplett machen würden.

Was mir sehr gut gefallen hat war ein Satz von Lucien. Er machte Celia bewusst, dass sie seit Monaten ausschließlich in der Vergangenheit lebt. Und sie irgendwann wieder damit beginnen muss an die Zukunft zu denken.

Fazit:
Ich finde das Buch lesenswert. Es zeigt die Geschichte einer Frau die Kämpft und sich traut ihr eigenes Leben komplett in Frage zu stellen!

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Readaholic Readaholic

Veröffentlicht am 18.12.2019

Der verlorene Schlüssel zur Vergangenheit

Die 64jährige Journalistin Celia erwacht nach einem Schlaganfall im Krankenhaus und kann sich an vieles in ihrer Vergangenheit nicht mehr erinnern. Sie weiß, dass sie Bestsellerautorin war, doch den Inhalt ... …mehr

Die 64jährige Journalistin Celia erwacht nach einem Schlaganfall im Krankenhaus und kann sich an vieles in ihrer Vergangenheit nicht mehr erinnern. Sie weiß, dass sie Bestsellerautorin war, doch den Inhalt ihrer Bücher kennt sie nicht. Als sie Fragen stellt, merkt sie schnell, dass ihre Umgebung ihr ausweicht, allen voran die Tochter Paula. Paula ist Ärztin und meint durch ihr Verhalten die Gesundheit der Mutter schützen zu müssen. Deshalb instruiert sie auch Celias Freunde und Verwandte, nicht auf Celias Fragen einzugehen. Was ist es, was Paula vor Celia zu verbergen sucht? Celia gibt nicht auf und macht sich auf die Suche nach den fehlenden Erinnerungen.
Dabei behilflich ist ihr ihre Haushälterin Rosario, die zwar schon seit Jahren bei ihr ist, für deren Leben sich die „alte“ Celia aber nie interessiert hat. Jetzt entwickelt sich ein beinahe freundschaftliches Verhältnis zwischen den beiden. Celia besucht Verwandte und Orte aus ihrer Kindheit, immer in der Hoffnung, den Schlüssel zu ihrer Vergangenheit zu finden. Nach und nach kehren Erinnerungen zurück und Celia erkennt, was es war, das Paula unbedingt vor ihr verbergen wollte.
„Gestern ist ein ferner Ort“ ist ein berührender Roman über eine Frau, die sich zurück ins Leben kämpft und sich dabei Wahrheiten und Erinnerungen stellen muss, ein Buch, das einerseits nachdenklich macht, andererseits auch sehr humorvoll geschrieben ist, beispielsweise wenn sich Celia unter Anleitung ihrer Enkelin Alba um ihren virtuellen Bauernhof kümmert. Mir hat es so gut gefallen, dass ich mir auch das erste Buch des Autors besorgen werde.

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65_buchliebhaber 65_buchliebhaber

Veröffentlicht am 17.11.2019

Zum Nachdenken anregend

Das Leben der Protagonistin ändert sich abrupt, nachdem sie einen Schlaganfall erlitten hat. Die Erinnerung an ihre Vergangenheit ist ausgelöscht. Sie kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass es ihr ... …mehr

Das Leben der Protagonistin ändert sich abrupt, nachdem sie einen Schlaganfall erlitten hat. Die Erinnerung an ihre Vergangenheit ist ausgelöscht. Sie kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass es ihr erschwert wird, das Gedächtnis wieder zu erlangen. Ein schwerer Weg liegt vor ihr, denn nicht jeder unterstützt ihre Bemühungen in ihr Leben zurück zu finden. Verwandte, insbesondere ihr Tochter, verschweigen ihr Details, einzig ihre Haushälterin erweist sich als hilfreich, denn sie begleitet die Protagonistin auf ihrem Weg zur Wahrheit.

Der Schreibstil ist locker und ermöglicht ein flüssiges Lesen. Das Thema ist interessant und nach der Leseprobe möchte man erfahren, wie das Leben der Protagonistin wieder in die Spur kommt bzw. in welche Richtung es weiter geht. Die Entwicklungen sind interessant aufgebaut und werden logisch verfolgt. Alle wichtigen Charaktere werden gut skizziert, insbesondere der Hauptcharakter ist einfühlsam beschrieben. Die oft problematische Beziehung zur oberflächlich dargestellten Tochter erscheint realistisch dargestellt.

Das Thema stimmt nachdenklich, ist aber gleichzeitig auch sehr emotional. Die Geschichte ist still und berührend. Leider bleiben zum Ende des Buches zu viele Fragen offen, trotzdem hat es mir gefallen, da ich Geschichten mag, die zum Nachdenken anregen.

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Autor

Joaquín Berges

Joaquín Berges - Autor
© Lai Navarra Mellado

Joaquín Berges, geboren 1965, lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in der Nähe von Zaragoza. Schon als Kind hat er das Lesen für sich entdeckt. Nach dem Studium der spanischen Literatur hat er für ein großes Unternehmen gearbeitet und nebenher angefangen, Geschichten und Romanentwürfe zu schreiben. Sein erster Roman erschien 2009 und wurde mit einem Preis für das beste spanische Debüt ausgezeichnet.

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