Die brennenden Kammern
 - Kate Mosse - eBook

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14,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Historische Romane
620 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-8636-3
Ersterscheinung: 28.02.2020

Die brennenden Kammern

Historischer Roman
Übersetzt von Dietmar Schmidt

(52)

Carcassonne, 1562: Minou Joubert wächst als Tochter eines katholischen Buchhändlers auf. Eines Tages erhält sie einen versiegelten Brief mit den Worten: "Sie weiß, dass Ihr lebt." Noch bevor sie herausfinden kann, was hinter der mysteriösen Botschaft steckt, wird die Begegnung mit dem jungen Piet Reydon ihr Leben für immer verändern. Denn der Hugenotte hat eine gefährliche Mission, und er zählt auf Minous Hilfe, um aus der Stadt zu fliehen.

Rezensionen aus der Lesejury (52)

kupfis_buecherkiste kupfis_buecherkiste

Veröffentlicht am 01.05.2020

Schöne Zeitreise in den Süden Frankreichs

Es gibt diese Bücher, die einem sofort ins Auge stechen. So erging es mir mit Kate Mosses Buch „Die brennenden Kammern“. Ein knallrotes Cover, so mega schön gestaltet, dass ich es haben musste.

Minou ... …mehr

Es gibt diese Bücher, die einem sofort ins Auge stechen. So erging es mir mit Kate Mosses Buch „Die brennenden Kammern“. Ein knallrotes Cover, so mega schön gestaltet, dass ich es haben musste.

Minou Joubert wächst als Tochter eines Buchhändlers in Carcassonne auf. Ihre Mutter ist recht früh verstorben, und so übernimmt Minou die Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister, denn der Vater muss das Geld verdienen. Ihr Vater ist ein weit bekannter Buchhändler. Er selbst ist Katholik, doch vertreibt er religionsunabhängig viele Schriften. Dies stößt in einer Zeit, in der die Hugenotten im Streit mit der katholischen Kirche stehen, auf wenig Gegenliebe.

Während in der Region Midi viele Unruhen herrschen, trifft Minou auf den Protestanten Piet Reydon, der ein Geheimnis mit sich trägt. Nach und nach offenbart er sich, und erzählt Minou das Geheimnis einer Reliquie. Da er verfolgt wird, hilft ihm Minou, aus der Stadt zu flüchten. Doch auch sie schwebt in Gefahr: als ein mysteriöser Brief sie erreicht, wird sie kurze Zeit von ihrem Vater von Carcassonne nach Toulouse geschickt. In dieser Stadt muss Minou mitansehen, wie nicht nur in ihrer eigenen Familie Intrigen gesponnen werden, sondern auch auf höchster Ebene. Auch der hoch angesehene Vidal steckt tief in den Machenschaften drin.

Nach und nach offenbart sich im Lauf der Geschichte, wie sich die Wege der Protagonisten zusammen finden.

Ich habe etwas gebraucht, um in diese Handlung hineinzufinden. Stellenweise fühlte sich der Aufbau der Handlung etwas zäh an. Dennoch tut es der Stimmung keinen Abbruch: Vielmehr besticht dieses Buch einprägsam durch die Beschreibung der Städte und der Region, die wundervoll anmutet. Jedenfalls laden die Beschreibungen ein, die Region zu besuchen.

Ebenso imposant ist die Geschichte der Hugenotten, die um ihre Stellung gegenüber der katholischen Kirche kämpfen.

Das Buch konnte mich recht gut überzeugen.

Da ich vom Verlag auch das Hörbuch zum Buch bekommen habe, habe ich beides parallel genießen können. Jedoch habe ich zum Hörbuch einige Wermutstropfen. Leider konnte mich die Sprecherin sehr lange nicht abholen. Auch wenn die Aussprache perfekt ist, waren mir die stimmlichen Unterschiede der Charaktere etwas zu monoton. Gerade bei den männlichen Stimmen empfand ich dies extrem, so dass ich manchmal nicht wusste, wer gerade spricht. Für die Konzentration ist dies in meinem Fall nicht gerade förderlich gewesen. Aber: ich habe mich eingehört und damit arrangiert.

Bei der Hörbuchversion sollte man ebenso beachten, dass es eine gekürzte Hörbuchfassung ist. Dies war mir von Anfang an bewusst, und doch musste ich feststellen, dass einige Szenen, die zwar nicht essentiell anmuten, doch gefehlt haben.

Insgesamt eine tolle Geschichte, die in den Süden Frankreichs entführt, in einer Zeit, die geschichtlich sehr faszinierend war. Lohnenswert!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Thommy28 Thommy28

Veröffentlicht am 18.04.2020

Spannender historischer Roman aus den 16. Jahrhundert - gelungener Reihenauftakt

Einen kurzen Blick auf die Handlung kann der interessierte Leser hier auf der Buchseite werfen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

Ich liebe historische Romane in deinen der Autor(die Autorin ... …mehr

Einen kurzen Blick auf die Handlung kann der interessierte Leser hier auf der Buchseite werfen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

Ich liebe historische Romane in deinen der Autor(die Autorin reale historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte verknüpft. Das ist auch bei vorliegendem Buch der Fall unsd sehr gut gelungen. Die Autorin ist es zudem gelungen, die damalige Lebensweise und das historische Umfeld dem Leser gekonnt vor Augen zu führen.

Die eingewobene fiktive Geschichte ist spannend erzählt und kann den Leser fesseln. Der Spannungsbogen ist zwar nicht durchgängig, aber doch hoch und mit tollen Spannungsspitzen versehen. Eine Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen und ist prominent eingearbeitet.

Wie die Autorin im Vorwort selbst sagtest dieses Buch der erste Band einer entstehenden Buchreihe, die die Zeit vom 16. Jahrhundert über volle 3 Jahrhunderte, bis zum 19. Jahrhundert umfassen soll.Insofern ist es nachvollziehbar und geschickt gemacht, dass der Prolog einen Ausblick in die Zukunft gibt. Eine sehr gute Idee, die dem Leser schon zu Beginn darauf hinweist, dass dem Schluss des Buches ein neuer Beginn innewohnt. Das hat mir sehr gut gefallen. Gut auch, das vorangestellte Personenverzeichnis aus dem fiktive und reale historische Personen hervorgehen.

Das Buch hat mir sehr gutgefallen und ich freue mich schon auf den nächsten Band. Hoffentlich ist die Wartezeit nicht allzu lang......!

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Tinchen13 Tinchen13

Veröffentlicht am 17.04.2020

Die brennenden Kammern

Minou Joubert ist 19 Jahre alt und hat zwei kleine Geschwister. Ihre Mutter starb früh und so wuchsen sie alle bei ihrem Vater auf, der eine Buchhandlung in Carcassonne betreibt. Minou hilft dort oft aus. ... …mehr

Minou Joubert ist 19 Jahre alt und hat zwei kleine Geschwister. Ihre Mutter starb früh und so wuchsen sie alle bei ihrem Vater auf, der eine Buchhandlung in Carcassonne betreibt. Minou hilft dort oft aus. Eines Tages liegt ein merkwürdiger Brief vor der Tür des Buchladens.

„Sie hob den Brief auf. Schweres, gutes Papier, schwarze Tinte, aber eine hässliche, grobe Blockschrift.“
(Zitat: Die brennenden Kammern – Lübbe)

Es steht nur ein einziger Satz darin geschrieben: „Sie weiß, dass Ihr lebt.“
Minou weiß nichts damit anzufangen und bevor sie mit ihrem Vater darüber sprechen kann, überschlagen sich die Ereignisse.
Dabei lernt sie Piet Reydon kennen, einen Hugenotten auf gefährlicher Mission, der ihr aber so freundlich erscheint, dass sie nicht glaubt, dass er etwas Böses getan hat, weswegen sie ihm hilft, aus der Stadt zu flüchten.
Kurz darauf schickt ihr Vater sie gemeinsam mit Aimeric, ihrem Bruder, nach Toulouse, um dort bei ihrer Tante zu leben. Ihr Vater Bernard selbst macht sich auf den Weg nach Puivert, um eine Angelegenheit zu regeln.

In Toulouse angekommen, verhärten sich die Fronten zwischen den Katholiken und Hugenotten immer weiter, bis es zu Kämpfen in der Stadt kommt, die Minou und Aimeric ebenfalls gefährden. Und als keine Briefe mehr von Minous Vater kommen, beginnt sie sich auch hierüber zu sorgen.

Minou ist eine mutige, junge Frau, mit der ich mich beim Lesen vom ersten Moment an identifizieren konnte. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nur sehr wenig über Frankreichs Geschichte weiß (das meiste aus der Serie „Reign“, was natürlich meine Vorstellungskraft beim Lesen beeinflusst hat).

Es war abenteuerlich, spannend, leidenschaftlich und beängstigend. Denn die „sie“ von der im Brief die Rede ist, ist eine fanatische Mörderin.

Eine absolute Leseempfehlung für alle Fans von historischen Romanen.

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Kati80 Kati80

Veröffentlicht am 14.04.2020

Ein gut recherchierter und spannender historischer Roman

Worum geht`s:

In "Die brennenden Kammern geht es um die 19jährige Minou, die mit ihrem Vater, einem katholischen Buchhändler, und ihren zwei jüngeren Geschwistern Aimeric und Alis in Carcassonne lebt, ... …mehr

Worum geht`s:

In "Die brennenden Kammern geht es um die 19jährige Minou, die mit ihrem Vater, einem katholischen Buchhändler, und ihren zwei jüngeren Geschwistern Aimeric und Alis in Carcassonne lebt, einer Festungsstadt in Frankreich. Eines Tages erhält Minout einen Brief, in dem nur ein Satz geschrieben steht: "Sie weiss, dass ihr lebt." Bevor Minou dieser mysteriösen Botschaft nachgehen kann, kommt es im Jahr 1562 in Carcassonne zu einer blutigen Vefolgungsjagd der Hugenotten, einer protestantischen Glaubensgemeinschaft, durch fanatische Katholiken. Fast zeitgleich begegnet Minou dem Hugenotten Piet Reydon. Der junge Protestant wird des Mordes beschuldigt. Doch Minou glaubt an seine Unschuld und verhilft ihm zur Flucht aus der Stadt in ein einames Bergdorf. DIese Begegnung der beiden wird Minous Leben für immer verändern.


Meine Meinung:

Der historische Roman "Die brennenden Kammern" von Kate Mosse ist ein gelungener Auftakt einer mehrbändigen Reihe rund um die französischen Hugenottenkriege des 16.Jahrhunderts. Im Buch findet der Leser aber gleich zu Beginn eine Übersicht der verschiedenen Handlungsorte und die dazugehörigen Protagonisten. Das hat mir beim Lesen sehr geholfen, da ich sonst auf den ersten 200 Seiten das ein oder andere Mal den Überblick verloren hätte. Die Handlung springt schnell mal hin und her und erst nach und nach konnte ich mir ein Gesamtbild der verschiedenen Charaktere und Schauplätze machen. Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits. Der leicht zu lesende und sehr bildhafte Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut. Jeder einzelne Hauptprotagonist wurde von ihr umfassend beschrieben und ganz besonders Minou stach mit ihrer Loyalität und für diese Zeit sehr modernen Einstellung heraus. Ebenso hat Kate Mosse den geschichtlichen Hintergrund gut ausgearbeitet und aufgezeigt, dass es bei den Kriegen zwischen den Hugenotten und den Katholiken eben nicht nur um den Glauben ging, sondern viel mehr um Macht.


Fazit:

"Die brennenden Kammern" von Kate Mosse ist ein gelungener Auftakt einer mehrbändigen Reihe historischer Romane. Man bekommt einen umfassenden Einblick in die Konflikte zwischen den Hugenotten und den Katholiken im 16.Jahrhundert, was für mich unheimlich wichtig ist in einem historischen Roman, und auch an der Liebesfront kommt der Leser nicht zu kurz. Aufgrund der vielen Protagonisten und Schauplätze hat es zwar recht lang gedauert, bis ich in der Geschichte richtig drin, aber dann konnte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.


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Dreamworx Dreamworx

Veröffentlicht am 08.04.2020

Hier fehlt es an vielem

1562 Carcassonne. Die 19-jährige Minou Joubert wächst wohlbehütet als Tochter eines katholischen Buchhändlers auf. Seit dem Tod ihrer Mutter kümmert sich Minou nicht nur um ihre jüngeren Geschwistern Aimeric ... …mehr

1562 Carcassonne. Die 19-jährige Minou Joubert wächst wohlbehütet als Tochter eines katholischen Buchhändlers auf. Seit dem Tod ihrer Mutter kümmert sich Minou nicht nur um ihre jüngeren Geschwistern Aimeric und Alis, sondern auch um den väterlichen Buchladen. Ein versiegelter Brief mit dem Satz „Sie weiß, dass Ihr lebt.“ gibt Minou Rätsel auf, denn es gibt keinen Absender. Sie möchte unbedingt herausfinden, was diese Botschaft bedeuten soll. Hat ihr Vater ein Geheimnis? Die Begegnung mit dem Hugenotten Piet Reydon lässt die Botschaft vorerst in den Hintergrund geraten, denn der junge Mann ist auf einer verdeckten gefährlichen Mission und bittet Minou, ihm bei der Flucht aus der Stadt zu helfen. Minou, deren Herz sofort für Piet entflammt ist, lässt sich nicht lange bitten…
Kate Mosse hat mit „Die brennenden Kammern“ den Auftaktband ihrer Hugenotten-Saga vorgelegt, die sich mit den französischen Kriegen in der Zeit von 1562 bis 1598 beschäftigt. Der Erzählstil ist flüssig, bildhaft und leider sehr detailverliebt, so dass die Geschichte über einige Passagen sehr in die Länge zieht. Die Autorin ist normalerweise bekannt dafür, den Spannungslevel innerhalb ihrer Geschichten recht hoch zu halten, doch diesmal ist ihr das leider nicht gelungen, obwohl der historische Hintergrund geradezu prädestiniert dafür ist, eine mysteriöse und aufreibende Handlung darzustellen. Unglücklicherweise ist weder der Handlungsverlauf durchgängig, auch die Dialoge der Protagonisten wirken irgendwie unnatürlich und so fehlt es am Geheimnisvollen ebenso wie an der Spannung. Der Leser wird irgendwie um das Vergnügen betrogen, der Geschichte zu folgen und sich in die Handlung hineinzuversetzen. Die Lektüre ist mühselig und lässt den doch recht faszinierenden geschichtlichen Hintergrund langweilig und fade wirken.
Auch die Charaktere sind 08/15 gestrickt, wirken wenig nahbar, wie auf einem Reißbrett entworfen und kaum mit realen Emotionen versehen. Sie gleichen eher Marionetten auf einem Spielfeld, leblos und müde. Minou muss bereits einiges an Verantwortung tragen. Sie kümmert sich um die ganze Familie, es bleibt ihr kaum Zeit für sich selbst. Als sie sich verliebt, sollte sie eigentlich sprühend vor Glück sein, doch fehlt es hier absolut an Gefühlen, der Leser kann ihr durch die Liebesgeschichte so gar nicht folgen, da alles so konstruiert wirkt. Piet sollte Geheimnisvolles und Gefährliches ausstrahlen, doch eigentlich ist er nur ein junger Mann in Schwierigkeiten. Gemessen an der Mission, die er ausfüllen soll, traut man ihm das gar nicht zu, da es ihm an den nötigen Eigenschaften dafür fehlt. Die übrigen Protagonisten können leider auch nicht überzeugen.
„Die brennenden Kammern“ ist leider ein missglückter Einstand in die von der Autorin geplante Hugenotten-Saga. Langatmig, langweilig und ohne jegliche Emotionalität plätschert die Geschichte vor sich hin, obwohl es sich eigentlich für einen spannenden Roman vor historischem Hintergrund geeignet hätte. Schade, aber hier gilt wirklich: das war diesmal nichts! Keine Empfehlung.

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Autorin

Kate Mosse

Kate Mosse - Autor
© Ruth Crafer

Die britische Bestsellerautorin Kate Mosse lebt in Chichester (West Sussex) sowie in Carcassonne (Südfrankreich), wo auch ihr neuster Roman spielt. Ihre Bücher werden in 37 Sprachen übersetzt und erscheinen in 40 Ländern. Weltbekannt wurde sie mit dem internationalen Bestseller „Das verlorene Labyrinth“. Neben dem Schreiben ist sie in Rundfunk und Fernsehen aktiv und hat eine Gastprofessur and der University of Chichester inne. Außerdem ist sie die Gründerin des Women’s Prize for …

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