Eine Liebe zwischen den Fronten
 - Maria W. Peter - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Historische Romane
620 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-8614-1
Ersterscheinung: 29.06.2020

Eine Liebe zwischen den Fronten

Historischer Roman

(72)

Berlin, 1870: Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen Kaiserreich ist der Krieg ausgebrochen. Überstürzt brechen Madeleine und ihr Vater in ihre Heimatstadt Metz auf. Paul muss als preußischer Militärarzt zurück zu seinem Regiment nach Coblenz. Von nun an Feinde zu sein und auf unterschiedlichen Seiten zu stehen, ist für Paul und Madeleine unerträglich. Kann ihre Liebe den Krieg überstehen?
Packender historischer Roman über das Schicksal dreier Familien, die der Deutsch-Französische Krieg auseinanderreißt.
Mit vielen Schauplätzen in Deutschland, Lothringen & dem Elsass.

Rezensionen aus der Lesejury (72)

_ekolabine _ekolabine

Veröffentlicht am 27.10.2020

Ein außergewöhnlich fundiert recherchierter und lebendig erzählter historischer Roman

Der Roman umfasst den Zeitraum des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71. Der preußische Stabsarzt Paul und die Französin Madeleine feiern gerade ihre Verlobung, als die Kriegserklärung die Feier jäh ... …mehr

Der Roman umfasst den Zeitraum des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71. Der preußische Stabsarzt Paul und die Französin Madeleine feiern gerade ihre Verlobung, als die Kriegserklärung die Feier jäh stört und ihre Pläne zunichtemacht. Denn nun stehen die beiden auf gegnerischen Seiten in diesem grausamen und brutalen Krieg.

Währenddessen radikalisiert sich Madeleines Bruder Clément zusehends.

Eng verflochten mit den Schicksalen der beiden Familien ist auch das der Geschwister Karim und Djamila, die aus Algerien stammen, und dort durch die Kolonialisierung durch die französischen Besatzer schwere Zeiten hinter sich haben…





Meine Meinung:

Ich kenne und schätze die historischen Romane der Autorin Maria W. Peter. In diesem Werk hat sich die Schriftstellerin, die sich hier ihrem Herzensthema – den deutsch-französischen Beziehungen – annimmt, meines Erachtens selbst übertroffen.

Sie hat mehr als fünf Jahre über das Thema recherchiert, Schauplätze besucht und zahlreiche Expert*innen befragt. Dies merkt man dem Roman sehr deutlich an, denn er liest sich sehr authentisch, ohne dass er irgendwie mit erhobenem Zeigefinger oder zu dick aufgetragen daherkommen würde.

Ich habe daher unfassbar viel über diesen so brutalen Krieg 1870/71 und die Zusammenhänge auch zu den folgenden beiden Weltkriegen gelernt, das ich in diesem Detail noch nicht wusste. Auch an die Schauplätze konnte ich mich aufgrund der plastischen und detaillierten Schilderungen sehr gut versetzen. Auch das Zusatzmaterial einschließlich eines sehr aufschlussreichen einordnenden Nachworts fand ich außergewöhnlich.

Vor allem aber erzählt der Roman eine extrem spannende Geschichte dreier Familien, die durch den Krieg vor unglaubliche Herausforderungen gestellt werden. Aufgrund des geschickt und stimmig angelegten Spannungsbogens der Geschichte konnte ich das Buch fast nicht mehr auf der Hand legen. Trotz aller Grausamkeiten und des sehr belastenden Stoffes haben die fundiert und glaubwürdig angelegten Personen dazu beigetragen, dass ich die Geschichte extrem gerne gelesen habe. Madeleine und Paul waren mir gleich sehr sympathisch, denn sie sind mutig und geradlinig und setzen sich selbstlos für andere Menschen ein – unabhängig von ihrer Nationalität oder auf welcher Seite sie stehen… Darüber hinaus sind auch die drei weiteren Hauptfiguren Djamila, Karim und Clément nachvollziehbar angelegt und bereichern die Handlung durch ihre Perspektive ebenfalls sehr. Gerade auch weil die Geschichte aus fünf unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, ergibt sich für den Leser ein rundes Bild und gleichzeitig ein sehr atmosphärischer und spannender Lesefluss.





Fazit:

Wenn ich könnte, würde ich gerne mehr als fünf Sterne vergeben, denn dieses Buch ist so beeindruckend und wird mich sicherlich noch lange beschäftigen. Ich werde es in Ehren halten.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

milkysilvermoon milkysilvermoon

Veröffentlicht am 28.09.2020

Von zwei Liebenden, die ungewollt zu Feinden werden

Europa im 19. Jahrhundert: Die Französin Madeleine Tellier und der preußische Arzt Paul von Gerlau sind gerade dabei, in feierlichem Rahmen ihre Verlobung abzuhalten, da ereilt die beiden eine furchtbare ... …mehr

Europa im 19. Jahrhundert: Die Französin Madeleine Tellier und der preußische Arzt Paul von Gerlau sind gerade dabei, in feierlichem Rahmen ihre Verlobung abzuhalten, da ereilt die beiden eine furchtbare Nachricht: Zwischen Preußen samt seinen Verbündeten und dem französischen Kaiserreich wurde der Krieg erklärt. Der junge Mediziner wird unverzüglich als Militärarzt nach Koblenz beordert. Madeleine, die wie ihr Vater und Paul in Berlin lebte, bricht in ihre lothringische Heimatstadt Metz auf. Offiziell werden die Liebenden zu Feinden. Es entbrennen brutale Kampfhandlungen und Kriegswirren, die die Leben des Paares und seiner Familien in äußerste Gefahr bringen…

„Eine Liebe zwischen den Fronten“ ist ein historischer Roman von Maria W. Peter.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus 64 Kapiteln mit einer angenehmen Länge, die sich über drei Teile („Der Anfang“, „Die Belagerung“ und „Die Kommune“) erstrecken. Er endet mit einem Epilog. Die Haupthandlung umfasst die Zeit zwischen Juli 1870 und Mai 1871, der Epilog spielt im September 1872. Unterschiedliche Schauplätze in Frankreich und auf deutschem Boden bilden die Kulisse für das Geschehen. Einheitliche Orts- und Zeitangaben sorgen für eine leichte Orientierung. Erzählt wird in chronologischer Reihenfolge in wechselnden Perspektiven aus der Sicht mehrerer Protagonisten. Der Aufbau zeugt von einer klaren Struktur und funktioniert sehr gut.

Der Schreibstil ist einfühlsam, sehr bildhaft und in dem richtigen Maße detailliert. Anschauliche, eindringliche Beschreibungen lassen die Szenerien deutlich vor dem inneren Auge erscheinen. Leider sind dem Korrektorat noch auffällig viele Fehler durchgegangen.

Die Protagonisten, Paul und Madeleine, sind sympathische Charaktere. Sie werden authentisch gezeichnet und wirken vielschichtig. Ein wenig vermisst habe ich einen Rückblick auf die Vorgeschichte der beiden. Ihre Gedanken und Gefühle lassen sich jedoch ebenso gut nachvollziehen wie die der weiteren Personen, die eine größere Rolle im Roman einnehmen. Immer wieder tauchen außerdem interessante Nebenfiguren auf. Eine Übersicht gibt Aufschluss über alle genannten Personen und weist historische Persönlichkeiten als solche aus.

Trotz der annähernd 600 Seiten gibt es keine Längen. Der Roman ist durchweg kurzweilig und abwechslungsreich, oftmals packend. Die Handlung wirkt schlüssig und – bis auf sehr wenige Kleinigkeiten – nicht überzogen, was auch daran liegt, dass viele reale Geschehnisse in den Roman eingearbeitet sind. Somit ist die Lektüre nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich.

Mit dem deutsch-französischen Krieg widmet sich die Autorin einer spannenden, aber auch grausamen Episode der Geschichte. Für Zartbesaitete mögen einige Passagen nicht leicht zu verdauen sein. Bewusst verzichtet wird allerdings auf unnötig brutale Darstellungen.

Die sehr fundierte und umfassende Recherche wird an vielen Stellen deutlich. Das belegt auch das gleichsam ausführliche wie interessante Nachwort, das zahlreiche Zusatzinfos zu den Hintergründen der damaligen Zeit liefert und erläutert, welche geschilderten Begebenheiten real und welche fiktiv sind. Ein weiterer Pluspunkt ist zudem das üppige Material, zu dem ein Glossar, eine Landkarte, die Reise- und Stöbertipps sowie der Verweis auf weiterführende Literatur zählen.

Das Cover ist ansprechend geraten, der Titel treffend gewählt.

Mein Fazit:
Mit „Eine Liebe zwischen den Fronten“ ist Maria W. Peter ein historischer Roman gelungen, der fesselnde Lesestunden bereitet und auf unterhaltsame Weise ein bedeutsames Stück Historie vermittelt. Eine empfehlenswerte Lektüre nicht nur, aber ganz besonders für Geschichtsinteressierte.

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Lerchie Lerchie

Veröffentlicht am 28.09.2020

Feinde auf Befehl?

Berlin 1870. Zwei junge Menschen verschiedener Nationalität (französisch/deutsch) wollen sich gerade verloben, als eine schreckliche Nachricht eintrifft. Es ist zum Krieg gekommen zwischen den Preußen ... …mehr

Berlin 1870. Zwei junge Menschen verschiedener Nationalität (französisch/deutsch) wollen sich gerade verloben, als eine schreckliche Nachricht eintrifft. Es ist zum Krieg gekommen zwischen den Preußen und Frankreich. Es gibt keine Feier mehr, denn Paul muss als preußischer Militärarzt zu seinem Regiment, das in Coblenz steht. Madeleine bricht mit ihrem Vater nach Metz in Frankreich auf. Von nun an sollen sie Feinde sein, was für beide unerträglich ist. Ist ihre Liebe groß genug um den Krieg zu überstehen? Was wird nach dem Krieg sein?

Meine Meinung
Ich habe schon einige Bücher dieser Autorin gelesen und war jedes Mal begeistert. So auch von diesem Buch. Es ließ sich durch den angenehm unkomplizierten Schreibstil sehr leicht und flüssig lesen. Auch wenn ich zwischendurch immer mal wieder aussetzen musste, woran mit Sicherheit nicht fehlende Spannung schuld war, sondern einfach das Lesen über einen Krieg. Ich musste zwischendurch immer mal was Lustiges oder eben einfach was anderes lesen. .Denn an Spannung hat es dem Buch nicht gefehlt. Was ich mal wieder super fand, was das Glossar und das Personenverzeichnis am Ende des Buches. In der Geschichte war ich schnell drinnen, hatte ich doch bereits in meinen jungen Jahren Bücher gelesen, in welchen dieser Krieg auch ein wichtiges Thema war. So war mir der Begriff Turcos für die Tirailleurs algériens und Franc-Tireurs für die Freischützen oder auch Freischärler schon bekannt. Ich konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Madeleine, die um zwei Männer Angst hatte (Bruder und Verlobter) sowie in Paul der sich fragte, ob er seine Verlobte je wiedersehen würde. Ich habe ihn bewundert, weil er wirklich ein Mann war, der alle gleich behandelt hat. (Oder es zumindest versuchte). Egal ob Freund oder Feind. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war spannend und hat mich von Anfang bis zum Ende gefesselt, auch wenn ich, wie gesagt, immer mal wieder zwischendurch zu etwas Anderem greifen musste. Ich war begeistert und habe es sehr gerne gelesen zumal es mich auch (obwohl von Krieg und unnötigem Tod die Rede) auch sehr gut unterhalten hat. Daher empfehle ich es sehr gerne weiter und vergebe die volle Bewertungszahl.


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Viola Viola

Veröffentlicht am 10.09.2020

Geschichte in Perfektion

Schon seit Jahren lese ich kaum mehr etwas anderes als Krimis oder Thriller. Gleichzeitig kenne ich aber auch die Werke die Autorin Maria W. Peter schon seit Jahren und genieße sie immer wieder. Sobald ... …mehr

Schon seit Jahren lese ich kaum mehr etwas anderes als Krimis oder Thriller. Gleichzeitig kenne ich aber auch die Werke die Autorin Maria W. Peter schon seit Jahren und genieße sie immer wieder. Sobald ein neues Buch von ihr veröffentlicht wird, lege ich jeden Krimi zur Seite und freue mich darauf, in ihre Welten abtauchen zu können.

Besonders gut gefällt mir, dass sie immer ganz hervorragend und gründlich recherchiert und die Historie genauestens beleuchtet. Das ist wirklich ein Qualitätsmerkmal ihrer Bücher und begeistert mich jedes Mal aufs Neue. Die Mühen ihrer Arbeit sind jedes Mal wieder ein Glanzwerk und wer im Nachwort und im Anhang blättert und liest, weiß, wie viel Arbeit dahinter stecken muss. Da verwundert es nicht, dass es bisweilen mehrere Jahre dauert, bis so ein Werk dann wirklich vollendet ist und gedruckt werden kann.

Aber neben dieser akribischen Kleinarbeit beherrscht die Autorin auch das Schreiben und das aufs Feinste. Sie weiß, wie man mit Worten Bilder erschafft, wie man Szenerien und Figuren lebendig werden lässt, wie Flair entsteht. Teilweise schon fast poetisch schreibt Maria W. Peter und so ist es kein Wunder, dass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Liegt anfangs ein dicker Wälzer vor dem Leser, so ist er schneller als ihm lieb ist, am Ende angelangt.

Dieses Buch hat mich besonders berührt, weil es zeigt, wie schrecklich Krieg ist und immer sein wird und dass am Ende alle leiden, egal wer gewinnt oder verliert. Die einfachen Menschen verlieren alles, oft auch ihre Lieben, erfahren ungeahntes Leid und schlimme Not. Wer dieses Buch liest, müsste meinen, die Menschen würden daraus lernen. Maria W. Peter schildert authentisch und manchmal an der Grenze des Erträglichen, was damals passiert sein könnte. Als Leser muss man da echt oft schlucken und fragt sich, warum es nie aufhört und immer wieder Kriege begonnen werden.

Ein toller Roman, der eine wichtige Zeit in der deutschen und französischen Geschichte beleuchtet. Rundum lesenswert, auch weil man neben den wirklich ergreifenden Geschichten viele Wissenswertes quasi wie nebenbei erfährt. Auch versteht man dann, warum zwischen beiden Ländern immer wieder Spannungen bestanden. Geschichtsunterricht muss nicht trocken sein!

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manu63 manu63

Veröffentlicht am 27.08.2020

Gut recherchiert

Eine Liebe zwischen den Fronten ist ein historischer Roman der Autorin Maria W. Peter. Madeleine und Paul stehen kurz vor ihrer Verlobung, als der Deutsch-Französische Krieg im Jahr 1870 ausbricht. Plötzlich ... …mehr

Eine Liebe zwischen den Fronten ist ein historischer Roman der Autorin Maria W. Peter. Madeleine und Paul stehen kurz vor ihrer Verlobung, als der Deutsch-Französische Krieg im Jahr 1870 ausbricht. Plötzlich stehen sie auf unterschiedlichen Seiten und ihre Liebe wird auf die Probe gestellt. Die Autorin schafft mit lebendigen Worten ein Gemälde der damaligen Zeit, der Krieg und seine Folgen werden auf teils drastische Art geschildert. Neben den Hauptakteuren lebt die Geschichte auch durch die unterschiedlichen Nebenrollen, welche gut in das Gesamtbild passen. Man merkt jeder Seite an, dass die Autorin viel Recherchearbeit in das Buch investiert hat. Das Glossar am Ende des Buches sowie das Personenregister und Reisetipps ergänzen das Buch in guter Weise. Für mich ist das Buch ein lesenswerter Blick in die Vergangenheit mit einer Geschichte die mir gut gefallen hat.

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Autor

Maria W. Peter

Maria W. Peter - Autor
© Olivier Favre

Maria W. Peter ist seit Langem von Amerika begeistert. Während ihres Studiums der  Amerikanistik und Anglistik war sie Mitglied eines amerikanischen Chors auf dem Militärstützpunkt in Kaiserslautern und pflegte intensive Kontakte zu amerikanischen Familien. Später lebte sie in Columbia, Missouri, wo sie als Fulbright-Stipendiatin die School of Journalism besuchte. Dort erlag sie endgültig der Faszination amerikanischer Kultur und Geschichte. Schon zu Studienzeiten arbeitete Maria W. …

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