Café Engel
 - Marie Lamballe - eBook
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9,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Saga
559 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-6109-4
Ersterscheinung: 28.02.2019

Café Engel

Eine neue Zeit - Saga um eine Wiesbadener Familie und ihr Traditionscafé
Roman
Band 1 der Reihe "Café-Engel-Saga"

(42)

AUFTAKT DER GROSSEN CAFE-ENGEL-SAGA

Wiesbaden, 1945. Die junge Hilde kann ihr Glück kaum fassen: Der Krieg ist zu Ende, und das Café Engel blieb wie durch ein Wunder verschont. Gegen alle Widerstände will sie den Familienbetrieb wieder zu jenem glanzvollen Treffpunkt schillernder Persönlichkeiten machen, als der er einst berühmt war. Doch schon bald trüben erste Konflikte den jungen Frieden: Als eine schöne junge Frau das Café betritt und sich als ihre Cousine Luisa vorstellt, ist Hildes Misstrauen geweckt. Wer ist diese rätselhafte Frau, die sich von Ostpreußen bis nach Wiesbaden durchgekämpft hat? Wachsende Rivalität zwischen den beiden Frauen droht die harmonische Atmosphäre im Café zu vergiften. Bis Hilde und Luisa begreifen, dass sie etwas gemeinsam haben: ein Geheimnis aus Kriegszeiten, das sie bis heute fürchten …

DIE FESSELNDE GESCHICHTE EINER CAFEHAUSDYNASTIE IM WANDEL DES 20. JAHRHUNDERTS – BAND 2 ERSCHEINT AM 28. JUNI 2019    

Rezensionen aus der Lesejury (42)

Salti_79 Salti_79

Veröffentlicht am 08.03.2019

Reise in die Vergangenheit

MARIE LAMBALLE - CAFÉ ENGEL

Inhalt:

Das Café Engel ist Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte. Eine kleines Künstler Café in den Zeiten des zweiten Weltkrieges, geführt von der Familie Koch. Es sind ... …mehr

MARIE LAMBALLE - CAFÉ ENGEL

Inhalt:

Das Café Engel ist Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte. Eine kleines Künstler Café in den Zeiten des zweiten Weltkrieges, geführt von der Familie Koch. Es sind schwere Zeiten für Wiesbaden und die dort lebenden Menschen. Die Koch Männer wurden zum Kriegsdienst gerufen und Hilde und ihre Mutter versuchen mit aller Macht, das Café Engel weiterleben zu lassen, wurde es doch durch die Bomben verschont.

Viele verschiedenen Charaktere sind mit dem Café Engel verbunden. Da wäre Luisa, eine Cousine der Familie, die verzweifelt versucht sich vom Norden nach Wiesbaden durchzuschlagen. Oder Jean-Jaques, ein junger französischer Soldat, der bei Hilde und ihrer Familie Unterschlupf findet und zurück nach Frankreich flüchtet, wo ihn dann der familiäre Super Gau erwartet. Ebenso Julia, eine junge Jüdin, die während des Krieges im Hause der Koch‘s erfolgreich versteckt wird und mit dem Sänger Addi zarte Bande knüpft. Und zu Letzt auch die vielen Künstler, die nach und nach zurück zum Café Engel finden und zu einer großen Familie zusammen wachsen in der Nachkriegszeit, die wirklich eine sehr schwere Zeit war. Kein Strom, keine Essen oder Trinken, der Winter steht vor der Tür….. was tun? Und alle haben ihr Päckchen zu tragen

Meine Meinung:

Man merkt sehr schnell, dass Marie Lamballe viel Liebe ins Detail gesteckt hat. Die Hintergründe beruhen auf Aufzeichnungen ihres Vaters aus der Zeit und das Café Engel ist wirklich ein Ort des Zufluchts für viele Menschen. Man kann sich glaube ich nur schwer vorstellen, was die Menschen um 1945 alles mit und durchmachen mussten. In der heutigen Zeit sind Reaktionen und Handlungen von damals nur schwer nachzuvollziehen, weshalb ich als Leser auch das ein oder andere nicht nachvollziehen konnte. (Beispiel: Julia’s Umgang mit Marianne)

Großartig fand ich das Gespür von Marie Lamballe für die Atmosphäre im Café Engel, der Zusammenhalt der Bewohner des Hauses ist einzigartig und hat mir viel Freude bereitet. Der Gedanke, dass man sich in dieser schweren Zeit aufeinander verlassen kann, tröstet über die Geschehnisse hinweg.

Das Buch Cover gefällt mir sehr gut. Es passt perfekt und ist wunderschön. Es lässt Spielraum für Fantasie, sah es so einmal aus in der Wilhelmstraße?

Es gibt aber leider auch ein paar Dinge, die mir leider nicht gefallen haben. Zum einen wäre das der schnelle Perspektivenwechsel. Die Kapitel sind unterteilt, sowohl zeitlich als auch von den erzählenden Personen. Mir persönlich ist es, besonders zum Anfang hin, sehr schwer gefallen mit dem Geschehen mit zu kommen und zu unterscheiden, wer da grad erzählt. Auch glaube ich, dass dem Buch nicht ganz so viele verschiedenen Personen besser gestanden hätte. Ein Stammbaum oder eine kurze Vorab-Beschreibung der Personen wäre hier hilfreich gewesen, um dem Leser die Möglichkeit zu geben, nach zu lesen oder sich einen Überblick zu schaffen.

Ich weiß gar nicht, wie ich es richtig beschreiben soll….. Mir war es teilweise zu viel Drama und zu viele verschiedene Handlungsstränge. Jean-Jaques und seine wirklich tragische Familiengeschichte, Offizier Peters und seine unerwiderte Liebe zu Hilde, Julia und ihre Liebe zu Addi, Louisa und ihr Familiengeheimnis, Hildes boshafte Art Louisa gegenüber und Heinz Blauäugigkeit. Für mich persönlich wäre hier weniger mehr gewesen.

Mein Highlight war aber definitiv die Atmosphäre des Buches, besonders rund um das Café Engel. Ich konnte es mir bildlich vorstellen und finde es tröstlich, dass so ein Ort in dieser grauenhaften Zeit wirklich existiert hat

Fazit:

Nach der Leseprobe hatte ich eine völlig andere Vorstellung der Geschichte. Das ist mir bisher nur sehr selten passiert. Für mich war es nicht ganz rund, dennoch werde ich Teil 2 lesen, da ich wissen möchte wie es weiter gehen wird. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit einigen der Protagonisten.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Mari-P Mari-P

Veröffentlicht am 06.03.2019

Spannende Einblicke in die Zeit von 1945

Meine Zusammenfassung:
Wiesbaden im Jahr 1945, es tobt der zweite Weltkrieg. Deutschland ist am Ende. Hilde ist eine junge Dame und Tochter des Cafébesitzers Heinz. Doch seit dem Krieg und dem Einzug von ... …mehr

Meine Zusammenfassung:
Wiesbaden im Jahr 1945, es tobt der zweite Weltkrieg. Deutschland ist am Ende. Hilde ist eine junge Dame und Tochter des Cafébesitzers Heinz. Doch seit dem Krieg und dem Einzug von Heinz ist nichts mehr wie es war. Als die Amis Wiesbaden von den Nazis befreien, will Hilde unbedingt das Café wieder eröffnen, dabei ist es alles andere als einfach in dieser Zeit. Hilde hofft auch verzweifelt auf die Rückkehr ihres französischen Geliebten.

Luisa wächst als uneheliche Tochter eines Großgrundbesitzers in Ostpreußen auf. Nach dem Tod des Vaters muss Luisa mit ihrer Mutter das Anwesen verlassen. Sie bauen sich zusammen ein neues Leben in Stettin auf. Doch die Wirren das Kriegs zwingen sie zur Flucht nach Deutschland. Dort wohnt Luisas Onkel, der ein Café in Wiesbaden besitzt.

Hilders Vater Heinz wurde von den Franzosen gefangen genommen und muss nun als Mienenhelfer Dienst schieben. Dabei könnte jeder Schritt sein letzter sein. Wird er seine geliebte Familie und das Café jemals wiedersehen?

Julia ist als Jüdin von Hildes Familie beschützt worden, nach der Befreiung muss sie wieder nach und nach lernen im normalen Leben klar zu kommen.


Meine Bewertung:
Die Autorin hat sich sehr viel Mühe bei der Recherche gemacht. Meine Oma hat ja zur damaligen Zeit schon gelebt und konnte mir so einiges erzählen. Daher kamen mir viele Sachen wie z.B. das Hamstern auf dem Land bekannt vor. Allerdings wohnte die auf dem Land und hatte es daher deutlich leichter als Hilde in Wiesbaden. Ich habe mich gut in der Zeit zurückgeführt gefühlt. Für mich ist sie dadurch recht lebendig und greifbar geworden.

Die Geschichte teilt sich aus der Sicht verschiedener Personen auf. Alle hängen miteinander zusammen. So lernen wir nacheinander Hilde, Heinz, Julia, Luisa und Jean-Jacques kennen. Die Abschnitte wechseln daher immer mit einer neuen Person. Dem ein oder anderen Leser könnte dieser Wechsel eventuell zu viel sein. Mir hat er gut gefallen, so blieb es spannend und man musste sich noch ein bisschen gedulden bis man wusste wie es weiter geht.

Allerdings hatte ich wenig Sympathie für Hilde und Jean-Jacques. Bei Hilde wundert mich das etwas. Sie ist immerhin ein wichtiger Hauptcharakter. Aber ihre Art hat mir nicht gefallen. Sie war wie eine verwöhnte Göre, die immer das bekommt was sie will. Und als Luisa auftaucht wird sie erst so richtig fies. Am Ende wendet sich das Blatt aber irgendwie kam mir das nicht glaubhaft vor. Jean war einfach dumm und unzufrieden mit seinem Leben. Sein Bruder tanzt ihm auf der Nase rum und er macht alles brav mit.

Am meisten hat mir Luisa gefallen. Sie war immer so positiv, trotz ihrer langen Flucht. Ihr ganzes Leben lang hat sie immer nur Pech gehabt. Ich habe immer mit ihr Mitgefiebert.

Die Autorin hat wirklich ein großes Portfolio an Charakteren geschaffen. Da ist für jeden was dabei und jede Schrecklichkeit des Krieges wird aus einer anderen Perspektive erzählt. Bei Luisa und Heinz war es oft besonders schlimm und traurig. Wer historische Romane liebt, wird auch diesen mögen.

Das einzige was ich hier bemängeln kann, ist das Ende, dass war mir zu "Happy End" mäßig. Aber ich muss auch sagen, das sich die Leser, dies meist sogar wünschen. Leser der Valerie Lane Reihe von Manuela Insua bekommen in jedem Buch ein Mega Happy End serviert und alle lieben es. Daher darf ich hier nicht zu sehr in die Kritik gehen. Immerhin haben sich 1945 alle ein Happy End für sich und die Familie gewünscht.

Danke für diesen Rückblick in die Vergangenheit, gegen das Vergessen in der jungen Generation und für die Zukunft. Krieg sollte nie eine Lösung sein.

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Tine13 Tine13

Veröffentlicht am 05.03.2019

Abwechslungsreicher Nachkriegsroman, authentisch und perspektivreich

Wiesbaden 1945- es geht auf das Kriegsende zu und das „Cafe Engel“ steht immer noch unversehrt inmitten eines Trümmerfelds. Seine Bewohner haben wenigstens noch ein Dach über dem Kopf, auch wenn es sonst ... …mehr

Wiesbaden 1945- es geht auf das Kriegsende zu und das „Cafe Engel“ steht immer noch unversehrt inmitten eines Trümmerfelds. Seine Bewohner haben wenigstens noch ein Dach über dem Kopf, auch wenn es sonst nicht gerade gut läuft. Die Lebensmittelvorräte sind zum Kriegsende so gut wie aufgebracht und es ist gar nicht daran zu denken das Café wiederzueröffnen, wäre da nicht die einfallsreiche Hilde wäre, die die Sache in die Hände nimmt, während Vater Koch sich noch in Frankreich in Kriegsgefangenschaft befindet.
Derweil begeben sich auch in Ostpreußen, die Schwester des Kaffeehausbesitzers Koch, mit ihrer unehelichen Tochter Luisa, auf eine Gefahrenreiche Flucht Richtung Westen…..

Der Nachkriegsroman „Café Engel“ von Autorin Marie Lamballe, beschreibt hauptsächlich die Zeit nach Kriegsende, um 1945.
Wobei man zu Beginn der Erzählung, auch einen kleinen Zeitsprung in das heile Leben der beiden Hauptprotagonistinnen, vor dem Krieg bekommt. Das alles zerbricht und beide Frauen haben einiges auszuhalten.
Die Geschichte ist abwechslungsreich und weist sehr viele Ortswechsel, Charaktere und Handlungsabläufe auf, die das Lesen anspruchsvoll, aber auch sehr abwechslungsreich und dramatisch gestalten. Mir persönlich gefällt das sehr, auch der flüssige detailreiche Schreibstil und die Authentizität der Begebenheiten fand ich wirklich gelungen. Es ist einfach spannend zu beobachten wie einzelne Charaktere mit ungewohnten Situationen umgehen, wie die Probleme mit der Versorgung meistern, dem Schwarzmarkt, den Britischen Besatzern, Kriegsversehrtheit, usw.


„Café Engel“, ist eine wirklich ereignisreiche historische Lektüre, die mich prächtig unterhalten hat und die viele Probleme und Geschehnisse anspricht, welche die Menschen damals umgetrieben hat. Hat mir gut gefallen!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Marion2505 Marion2505

Veröffentlicht am 04.03.2019

Café Engel im Jahre 1945

Wiesbaden, 1945: Der 2. Weltkrieg ist zu Ende und das Café Engel, das ein Treffpunkt schillernder Persönlichkeiten war, hat den Krieg relativ unbeschadet überstanden. Doch für die junge Hilde Koch und ... …mehr

Wiesbaden, 1945: Der 2. Weltkrieg ist zu Ende und das Café Engel, das ein Treffpunkt schillernder Persönlichkeiten war, hat den Krieg relativ unbeschadet überstanden. Doch für die junge Hilde Koch und ihre Mutter Else ist die Wiedereröffnung des Cafés alles andere als leicht. Viele Probleme müssen überwunden werden. Und dann gibt es da auch noch Louisa, die eines Tages auftaucht und behauptet, Hildes Cousine zu sein. Hilde ist wenig begeistert ...

Meine Meinung: 

Ein tolles Buchcover 

Das Buchcover gefällt mir sehr. Beim Betrachten bin ich sofort wieder im oder vor dem Café Engel und habe das Gefühl, Elses Sandkuchen und frischen Kaffee zu riechen. Mir gefällt die Farbwahl unglaublich gut und auch die friedliche Stimmung, die von dem Cover ausgeht. Diese Stimmung ist natürlich im Buch nicht wirklich vorhanden, dennoch zieht mich das Cover direkt wieder in die Handlung des Buches.

Ein angenehmer Schreibstil  

Der Schreibstil von Marie Lamballe hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig und leicht zu lesen und bereitet keinerlei Probleme, in der Geschichte abzutauchen. Ich hatte schon auf den ersten Seiten das Gefühl, mitten im Café Engel zu sein und den Gästen dort zuzusehen. Das hat mir sehr gefallen! Auch hat mir unglaublich gut gefallen, dass das Buch aus ganz vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Beim Lesen des Klappentextes hatte ich angenommen, dass es vordergründig nur um Hilde und Louisa geht. Dem ist aber nicht so. Wir lernen viele Protagonisten kennen, die alle den Krieg und seine Nachwirkungen auf ganz unterschiedliche Weise erleben und verdauen müssen. Mit jedem einzelnen habe ich mitgelebt und gehofft, dass alles gut wird. 

Viele unterschiedliche Charaktere 

Es gibt viele unterschiedliche Protagonisten zu entdecken und kennenzulernen. Die Auswahl der Protagonisten ist sehr vielfältig und macht das Lesen sehr kurzweilig. Obwohl die Handlung natürlich viel im Café Engel und bei Hilde und Else stattfindet, lernen wir aber auch Louisa, Hildes Cousine, kennen. Diese führt ein komplett anderes Leben als Hilde, was mich oft sehr berührt hat. Dann gibt es da noch die Jüdin Julia, die für mich auch eine sehr besondere Rolle in diesem Buch gespielt hat. Oder Jean-Jacques, der aus Deutschland wieder in seine Heimat Frankreich geflohen ist und den Krieg wieder aus einer anderen Perspektive erlebt hat. Und auch den amerikanischen Offizier Josh Peters habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Natürlich gibt es auch viele Künstler zu entdecken, die auf ihre Art alle ein wenig schrullig, aber unglaublich liebenswert sind. Ganz vorne hier mit dabei Addi, der mich durchweg im Buch begeistern konnte.

Aber nicht jeder Protagonist hat sich so entwickelt, wie ich mir das eigentlich gedacht habe. Ich hatte überaus emotionale Lesestunden, in denen ich mich mit den unterschiedlichen Charakteren gefreut, mit ihnen gelitten und gehofft habe, aber auch verständnislos mit dem Kopf geschüttelt habe, da ich ihr Handeln nicht nachvollziehen konnte. Dieser Umstand hat mir sehr gefallen, denn es blieb immer spannend.

Unerwartete Momente

Beim Lesen des Klappentextes hatte ich eine völlig andere Geschichte erwartet, was mir wiederum zeigt, dass ich Klappentexte einfach nicht so sehr beachten sollte. Dennoch bin ich mehr als positiv überrascht worden, was mich in diesem Buch erwartet. Ich habe das Jahr 1945 sehr intensiv und aus vielen verschiedenen Perspektiven erlebt und wundervolle Stunden im Café Engel verbracht. Auch habe ich wahnsinnig interessante Einblicke in das Leben der einzelnen Menschen in dieser Zeit erhalten. Nicht für jeden war es gleich leicht oder gleich schwer. Mir hat es unglaublich gut gefallen, wie diese Informationen in das Buch eingeflochten waren.

Mein Fazit:

"Café Engel: Eine neue Zeit" von Marie Lamballe ist eine berührende und aufregende Geschichte rund um das Café Engel, die mich sehr überrascht und begeistert hat. Ich werde die Geschichte des Café Engels auf jeden Fall weiterverfolgen und freue mich schon auf den 2. Teil, der im Juni erscheinen wird. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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regenbogen regenbogen

Veröffentlicht am 04.03.2019

Ein interessanter Auftakt

„Café Engel – Eine neue Zeit“ ist der erste Roman, den ich von der Autorin Marie Lamballe gelesen habe. Die Autorin entführt uns nach Wiesbaden und hier machen wir im Café Engel Station.

Die Geschichte ... …mehr

„Café Engel – Eine neue Zeit“ ist der erste Roman, den ich von der Autorin Marie Lamballe gelesen habe. Die Autorin entführt uns nach Wiesbaden und hier machen wir im Café Engel Station.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1935. Wir lernen Hilde, deren Eltern das Cafe Engel in Wiesbaden betreiben, und Luisa, die auf dem Gutshof Tiplitz bei Marienburg lebt, als Kinder kennen. Beide verbringen eine unterschiedliche Kindheit, mit einigen Höhen und Tiefen. Dann machen wir einen Sprung und wir befinden uns im Jahr 1945, in den Nachkriegsjahren. Wie durch ein Wunder hat das Café Engel die Zeit wohlbehalten überstanden. Hildes und ihre Mutter eröffnen das Café wieder und versuchen mit dem Wenigen was ihnen zur Verfügung steht, die Gäste zu bewirten. Dann taucht Luise, die schöne Cousine aus Ostpreußen auf. Hilde sieht in Luise eine Rivalin und bekämpft sie mit allen Mitteln. Doch eines verbindet die beiden: Ein Geheimnis aus Kriegszeiten…….

Dies ist zwar der Auftakt einer Triologie, aber ich finde, dass das Buch auch einzeln gelesen werden kann, denn für ich ist die Geschichte irgendwie zu Ende. Man kann ja auch sein eigenes Kopfkino spielen lassen. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und auch die Charaktere sind vor meinem inneren Auge zu Leben erwacht. Man erfährt auch viel Interessantes über die Nachkriegsjahre, die ihren Tribut von den Menschen gefordert haben. Bewundert habe ich Hilde und ihre Mutter, wie sie immer wieder geschafft haben, den Gästen Kaffee (auch wenn es nur Muckefuck war) und Kuchen vorzusetzen. Was mir nicht gefallen hat, war Hildes Verhalten gegenüber Luise, die ihr ja nichts getan hat. Luises Schicksal, zuerst schon ihr Leben auf dem Gutshof, dann ihre Flucht aus Ostpreußen haben mich sehr berührt. Mir sind viele der Menschen, die im Café Himmel Zuflucht gefunden, ans Herz gewachsen.

Eine wunderbare Unterhaltungslektüre, die mir unterhaltsame, aber auch nachdenkliche Lesestunden beschert hat. Das Cover gefällt mir sehr gut, passt wunderbar zu dieser Lektüre.
Gerne vergebe ich 4 Sterne.

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Autorin

Marie Lamballe

Marie Lamballe - Autor
© fotostudio marlies, Bad Camberg

Marie Lamballe wuchs in Wiesbaden auf – beide Eltern waren dort Schauspieler am Staatstheater. Sie studierte Literatur und Sprachen und begann schon kurz nach dem Studium mit dem Schreiben von zunächst Kurzgeschichten, später Theaterstücken, Drehbüchern und Romanen. Inzwischen lebt sie als freie Autorin in der Nähe von Frankfurt am Main und hat unter verschiedenen Pseudonymen zahlreiche Romane – darunter mehrere Top-Ten-SPIEGEL-Bestseller – veröffentlicht.

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