Die Frauen von Gut Falkensee
 - Luisa von Kamecke - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Saga
397 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-8803-9
Ersterscheinung: 28.08.2020

Die Frauen von Gut Falkensee

Roman
Band 1 der Reihe "Westpreußen-Saga"

(20)

Westpreußen 1904: Um den verschuldeten Familiensitz zu retten, verlobt sich die junge Charlotte von Bargelow mit dem wohlhabenden Witwer Baldur von Krammbach. Kurz vor der Hochzeit lernt sie unter dramatischen Umständen den jungen Polen Karol kennen und verliebt sich gegen alle Vernunft in ihn. Siegen ihr leidenschaftliches Herz und die Sehnsucht nach Selbstbestimmung über Pflichtbewusstsein und die Liebe zur Heimat? Charlotte trifft eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern soll ...

Rezensionen aus der Lesejury (20)

Phantasie_XXXX Phantasie_XXXX

Veröffentlicht am 28.09.2020

Rezension Gut Falkensee

Westpreußen 1904 - Gut Falkensee
Schon das Cover stimmt einen auf einen Jahrhundertsprung ein in eine längst vergangene Zeit. Gemeinsam mit der Protagonistin Charlotte von Bargelow erleben wir die Geschichte ... …mehr

Westpreußen 1904 - Gut Falkensee
Schon das Cover stimmt einen auf einen Jahrhundertsprung ein in eine längst vergangene Zeit. Gemeinsam mit der Protagonistin Charlotte von Bargelow erleben wir die Geschichte einer jungen, stolzen Frau, die den sehr viel älteren Witwer Baldur ehelicht, um das Gut ihrer Familie zu retten. Ein großes Opfer gar, damals eben eine Erwartungshaltung, die durchaus gesellschaftsfähig war. Und so erfahren wir als Leser, wie sie sich mit ihrem Gatten annähert, einen Konsenz findet, der beiden ermöglicht, würdevoll in dieser Konstellation zu leben, bis ihr eines Tages der Pole Karol begegnet, in den sie sich innigst verliebt und machtlos ist gegen die Leidenschaft. Auch wenn sie ihre Pflichten ernst nimmt, so kann sie sich dennoch nicht gänzlich gegen ihre Gefühle stellen.
Die Geschichte nimmt den Leser unmittelbar gefangen, weil die verschiedenen Erzählstränge durch Luisa von Kamecke so gut miteinander verwoben wurden und immer aus den unterschiedlichen Perspektiven der diversen Protagonisten erzählt wird. Das nahm mich als Leser schnell gefangen, so dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen mochte. Ein interessanter Ausflug in das Frauenbild und die Geschichte vor 100 Jahren, unterhaltsam und kurzweilig aufbereitet, so dass ich mich sehr auf Band 2 freue.

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Svanvithe Svanvithe

Veröffentlicht am 27.09.2020

Die Frauen von Gut Falkensee

In ihrer Familiensaga „Die Frauen von Gut Falkensee“ greift Luisa von Kamecke auf die Geschichte ihrer eigenen westpreußischen Familie zurück. Sie füllt das Geschehen mit Hintergrundwissen der örtlichen ... …mehr

In ihrer Familiensaga „Die Frauen von Gut Falkensee“ greift Luisa von Kamecke auf die Geschichte ihrer eigenen westpreußischen Familie zurück. Sie füllt das Geschehen mit Hintergrundwissen der örtlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten, so dass Gut Falkensee und seine Bewohner schnell vor dem geistigen Auge entstehen. Hier ist es von besonderem Reiz, dass sie Angehörige der unterschiedlichen Klassen gegenüberstellt und zugleich bewusst macht, dass auch die privilegierte Klasse wie der westpreußische Landadel trotz pflichtbewusster Sparsamkeit durchaus in finanzielle Schwierigkeiten geraten kann und daraus folgend Zwängen unterworfen ist.

Wie kann also etwas, das eine Lebensgrundlage bildet, von der nicht nur eine Familie, sondern auch die Dienstboten abhängig sind, gerettet werden?

Im Falle von Gut Falkensee und der von Bargelows verhindert im Jahre 1904 nur eine Heirat der ältesten Tochter mit einem wohlhabenden Mann den Ruin. Es ist vor allem das Bewusstsein, das Erbe der Familie zu erhalten und der Verantwortung genüge zu tun, die Charlotte zustimmen lassen, diesen Schritt zu gehen, obwohl es die impulsive und wissbegierige junge Frau vielmehr danach drängt, ihre Studien, von denen die Eltern nichts ahnen, in Paris fortzusetzen, um noch mehr über Landwirtschaft, Chemie und andere Wissenschaften zu lernen. Charlottes Traum ist es nämlich, das Landgut selbst führen zu können, auch wenn dieser Wunsch wegen ihres Geschlechts nahezu unerfüllbar bleiben wird.

Und so entscheidet sich die kluge Charlotte, die trotzdem den Ernst der Lage erkennt. Sie tut letztlich das, was nötig ist, um Falkensee zu retten: Sie heiratet Baldur von Krammbach. Womit sie bei allem jedoch nicht gerechnet hat, sind ihre Empfindungen für den Polen Karol...

Luisa von Kamecke gelingt es, die Ereignisse in einem lebhaften Rahmen zu setzen, in dem ihre Protagonisten mehr oder weniger erfolgreich handeln und einige Entscheidungen treffen. Sie bezieht die politische Situation ein und berücksichtigt hierbei das Verhältnis von Polen und Deutschen. Daneben stellt sie unterschiedliche Lebensmodelle und -wege dar.

Trotz einiger freudiger Ereignisse und vieler berührender Momente überwiegt ein schicksalsträchtiges Geschehen, und es herrscht insgesamt eine traurige Grundstimmung, das von verlorenen Möglichkeiten geprägt ist. Und obwohl die Autorin nicht alles bis in die Tiefe auslotet, entwickeln sich durchaus nachvollziehbare Gefühle, wenngleich sie nicht immer Wohlwollen hervorrufen. Luisa von Kamecke positioniert ihre zahlreichen Figuren gut in der Geschichte und verleiht ihnen gemischte Charakterzüge. Sie stellt sie nicht auf einen Sockel, sondern zeigt auch ihre Schwächen auf, die zu fehlbaren Menschen machen, die scheitern können.

Die Frage ist, ob aus diesen Niederlagen etwas Neues erwachsen kann...

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Honigmond Honigmond

Veröffentlicht am 27.09.2020

Bewegende Familiensaga

Zur Buchbeschreibung:
Westpreußen 1904: Um den verschuldeten Familiensitz zu retten, verlobt sich die junge Charlotte von Bargelow mit dem wohlhabenden Witwer Baldur von Krammbach. Kurz vor der Hochzeit ... …mehr

Zur Buchbeschreibung:
Westpreußen 1904: Um den verschuldeten Familiensitz zu retten, verlobt sich die junge Charlotte von Bargelow mit dem wohlhabenden Witwer Baldur von Krammbach. Kurz vor der Hochzeit lernt sie unter dramatischen Umständen den jungen Polen Karol kennen und verliebt sich gegen alle Vernunft in ihn. Siegen ihr leidenschaftliches Herz und die Sehnsucht nach Selbstbestimmung über Pflichtbewusstsein und die Liebe zur Heimat? Charlotte trifft eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändern soll.

Mein Leseeindruck:
Das Cover ist mir gleich ins Auge gefallen und gefällt mir ausgesprochen gut. Abgesehen davon passt es aber auch sehr gut zum Buchinhalt. Der Klappentext selbst hatte mich sehr neugierig gemacht und so war ich sehr gespannt, was mich erwarten würde. Es begann gleich spannend mit der Hauptprotagonistin Charlotte und man merkte gleich, dass sie eine starke Persönlichkeit mit viel Durchsetzungsvermögen ist. Sie hat ihren eigenen Kopf und weiß genau, was sie will. Aber auch die anderen Protagonisten sind beeindruckend dargestellt und jeder hat seine eigene Persönlichkeit und man erfährt viel über ihre eigenen Geschichten. Sehr schön fand ich die gut dargestellten geschichtlichen und politischen Hintergründe der damaligen Zeit, was mich sehr fasziniert hat. Doch hier dreht sich nicht nur alles um die Welt der Gutsherren und die damaligen Vernunftsehen, sondern man bekommt auch einen wunderbaren Einblick in das Leben der Bediensteten und hier nicht nur im Dienst, sondern auch privat. Dies hat mir sehr sehr gut gefallen. Was mir allerdings nicht so gefallen hat, war der Umstand, dass es am Ende im letzten Drittel alles ziemlich überhastet zuging und dadurch viele Fragen offen blieben. Hier hätten es schon einige Seiten und Ausschweifungen mehr sein dürfen. Dies finde ich sehr schade, denn an sich ist es ein ganz wunderbarer Roman mit einer wundervollen Geschichte und einem tollen Auftakt zu einer bewegenden Familiensaga, die mich stellenweise ordentlich mitleiden lies und einige Tage nachwirkte..

Mein Fazit:
Ein toller Auftakt zu einer bewegenden Familiensage, der leider im letzten Drittel etwas überhastet war und somit leider einige Fragen offen lies. Daher vergebe ich nur 4 Sterne. Dennoch eine klare Leseempfehlung, wenn man historische Romane mag.

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nellsche nellsche

Veröffentlicht am 26.09.2020

Ein schöner Roman

Westpreußen 1904. Damit der hochverschuldete Familiensitz gerettet werden kann, verlobt sich Charlotte von Bargelow mit dem wohlhabenden Witwer Baldur von Krammbach. Als sie kurz vor der Hochzeit den jungen ... …mehr

Westpreußen 1904. Damit der hochverschuldete Familiensitz gerettet werden kann, verlobt sich Charlotte von Bargelow mit dem wohlhabenden Witwer Baldur von Krammbach. Als sie kurz vor der Hochzeit den jungen Polen Karol kennen lernt, verliebt sie sich in ihn. Für welchen Weg entscheidet sie sich? Vernunft oder Liebe?

Der Klappentext und das schöne Cover haben mich sofort neugierig auf das Buch gemacht. Ich habe mir eine bewegende und aufregende Geschichte erhofft, mit der ich in die damalige Zeit eintauchen kann.
Der Schreibstil ließ sich wirklich prima lesen. Sehr flüssig und zügig kam ich im Buch voran und konnte stets folgen. Die Beschreibungen waren sehr bildhaft, so dass ich gedanklich ganz in der damaligen Zeit war.
Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet. Charlotte hat mir sehr gut gefallen. Eine starke und mutige junge Frau, die ihren eigenen Weg gehen will. Aber die dann auch bereit ist, sich selbst hintenanzustellen. Ihre Zweifel und die Zerrissenheit bezüglich ihrer Entscheidung für Vernunft oder Liebe waren deutlich spürbar. Ich konnte hervorragend mit ihr mitfühlen und ihre Gedanken und Gefühle verstehen. Ich fragte mich automatisch, wie ich wohl in ihrer Situation gehandelt hätte.
Die Geschichte wurden aus mehreren Perspektiven erzählt, was mir gut gefiel und viele Einblicke gab. Dennoch blieb leider einiges etwas an der Oberfläche, statt in die Tiefe zu gehen. 
Das offene Ende gibt einen Ausblick auf eine Fortsetzung, die ich sehr gerne lesen möchte. Denn ich bin sehr neugierig, wie es weitergeht.

Ein schöner Roman, den ich gerne gelesen habe. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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nosysimi nosysimi

Veröffentlicht am 21.09.2020

Breit gefächert

Das Buch „Die Frauen von Gut Falkensee“ von Luisa von Kamecke spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Westpreußen. Es handelt von dem Gut und ist aus der Perspektive von verschiedenen Leuten des Guts geschrieben, ... …mehr

Das Buch „Die Frauen von Gut Falkensee“ von Luisa von Kamecke spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Westpreußen. Es handelt von dem Gut und ist aus der Perspektive von verschiedenen Leuten des Guts geschrieben, von den Bediensteten bis zu den Gutsleuten und deren Kinder. Thematisiert wird vor allem die Heiratspolitik von damals und wie das Gut ums Überleben kämpft. Auch die Emanzipation und der Umgang mit den Polen dort wird behandelt. Das Buch ist unheimlich breit gefächert. Ich fand es sehr interessant, in die Thematik einzutauchen, jedoch war es mir manchmal zu knapp abgehandelt. Deswegen gibt es nur 4 Punkte. Alles in allem ist das Buch aber eine klare Leseempfehlung! Ein bisschen erinnert es mich an „Downton Abbey“.
Am besten gefiel mir die älteste Tochter Charlotte, die darum kämpft, emanzipiert durchs Leben zu gehen. Trotz allem muss sie heiraten, weil das Gut vor dem finanziellen Ruin steht. Wie sie sich damit arrangiert, was sie mit der Liebe macht, wie sie für das Gut kämpft, fand ich am mitreißendsten. Aber auch die Nebenschauplätze der Angestellten waren interessant zu sehen. Das Ende ist sehr offen, da ja noch zwei weitere Bände folgen sollen, allerdings finde ich es trotzdem als abgeschlossenes Buch in Ordnung. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil!

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Autorin

Luisa von Kamecke

Luisa von Kamecke - Autor
© Ramona Engelhardt

Luisa von Kamecke wuchs mit den Erzählungen ihrer Mutter vom westpreußischen Drei-Werder-Land auf. Mit dem Roman um Gut Falkensee setzt die Autorin der Heimat ihrer Vorfahren ein literarisches Denkmal. Die dramatische Familiengeschichte der von Bargelows erzählt von Heimat, Liebe und Verlust vor dem Hintergrund eines einsamen Landstrichs voller Melancholie und Schönheit. (Nach zahlreichen Romanen unter verschiedenen Pseudonymen ist dies Luisa von Kameckes persönlichstes Buch.)

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