Es war einmal in Italien
 - Luca Di Fulvio - eBook

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11,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Sonstige Belletristik
716 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-9474-0
Ersterscheinung: 12.10.2020

Es war einmal in Italien

Roman
Übersetzt von Elisa Harnischmacher

(41)

In Rom setzen drei Menschen für einen großen Traum alles aufs Spiel: Ein Waisenjunge, der mit seiner Kamera den Blick auf die Welt verändern will. Ein Zirkusmädchen, das für die Politik brennt. Eine Gräfin, die anderen die Freiheit schenkt. Drei Menschen, die das Schicksal im Jahr 1870 nach Rom führt, das pulsierende Herzstück Italiens auf dem Weg zum Nationalstaat. Inmitten dieser Stadt der Verheißungen kreuzen sich ihre Wege, und ihre Träume scheinen wie durch ein magisches Band miteinander verwoben. Doch das schillernde Rom stellt die drei vor ungeahnte Herausforderungen. Als eines Tages ein dramatisches Ereignis die Ewige Stadt erschüttert, drohen sie alles zu verlieren, was ihnen kostbar ist …

Rezensionen aus der Lesejury (41)

Tiara Tiara

Veröffentlicht am 30.11.2020

Einfach nur großartig

Luca di Fulvio ist einer meiner Lieblingsautoren und mit dieser Geschichte hat er mir wieder bewiesen warum.
Ich liebe einfach seinen intensiven Schreibstil, der einerseits sehr feinfühlig ist, aber auch ... …mehr

Luca di Fulvio ist einer meiner Lieblingsautoren und mit dieser Geschichte hat er mir wieder bewiesen warum.
Ich liebe einfach seinen intensiven Schreibstil, der einerseits sehr feinfühlig ist, aber auch sehr brutal sein kann. Aber genau diese Mischung macht es aus, dass man sich den Protagonisten unheimlich nah fühlt.
Er haucht seinen Figuren soviel Leben ein und verschont sie nicht.
Ich hatte sehr viel Mitleid mit Pietro, der nur das Waisenhaus kannte und dann so dankbar war, als ihn Nella daraus befreit hat und daher alles für sie tut.
Und Nella wiederum kämpft wie eine Löwin, damit sie Pietro ein besseres Leben ermöglichen kann.
Auch Marta, die als Findelkind zum Zirkus kam habe ich sehr ins Herz geschlossen. Und Melo der alte Brummbär mit dem goldenen Herzen war mein Lieblingscharakter. So brummig wie er ist, genauso feinfühlig ist er auch, was er aber nie zugeben würde.
Wie immer fährt meine Gefühlswelt bei den Geschichten des Autors Achterbahn. Es ist unglaublich, auf was für eine Reise wir uns auf über 700 Seiten begeben.
Wir erleben die wahre Liebe, verfolgen Lebensträume, erleben Abenteuer die voller Spannung sind und erleben Schicksale, bei denen ich öfters Tränen in den Augen hatte.
Fazit: Ein großartiger Roman, der mich von der ersten Seite an begeistern konnte und den ich wie alle Geschichten des Autors wärmstens empfehlen kann. Für so tolle und atemberaubende Lesestunden vergebe ich gerne 5 Sterne.

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regenbogen regenbogen

Veröffentlicht am 25.11.2020

Ein gigantischer historischer Roman

„Es war einmal in Italien“ ist der erste historische Roman, den ich von dem italienischen Autorin Luca Di Fluvio gelesen habe. Und ich muss gestehen, der Autor hat einen neuen Fan und seine anderen Bücher ... …mehr

„Es war einmal in Italien“ ist der erste historische Roman, den ich von dem italienischen Autorin Luca Di Fluvio gelesen habe. Und ich muss gestehen, der Autor hat einen neuen Fan und seine anderen Bücher wandern sofort auf meine Wunschliste.

Der Autor entführt uns nach Bella Italia, aber schön war es im Königreich Italien im Jahr 1870 auf keinen Fall. Unsere Geschichte beginnt in der Provinz Novara. Hier lebt der 15jährige Pietro in einem Waisenhaus. Eines schönen Tages wird er von einer Contessa und ihrem Mann adoptiert. Doch sein Glück währt nicht lange. Gemeinsam mit der Contessa muss er fliehen und die beiden landen schließlich in Rom, dem pulsierenden Herzstück Italiens auf dem Weg zum Nationalstaat. Hier, im Kirchenstaat Rom hat auch der Zirkus in dem Marta bei ihrem Ziehvater Melo lebt, seine Zelte aufgeschlagen. Inmitten dieser Stadt der Verheißungen kreuzen sich ihre Wege, und ihre Träume schienen wie durch ein magisches Band miteinander verwoben zu sein. Das schillernde Rom stellt die drei vor ungeahnte Herausforderungen. Als jedoch ein dramatisches Ereignis die Ewige Stadt erschüttert, drohen sie alles zu verlieren, was ihnen kostbar ist.

Wow! Jetzt muss ich das Ganze erst mal sacken lassen. Eine herausragende Lektüre voller Emotionen. Der Schreibstil des Autors ist einfach einzigartig. Er ist ein Meister seines Faches. Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte um den Waisenjungen, das Zirkusmädchen und die Contessa in ihren Bann gezogen. Wenn ich die Augen schließe, läuft die ganze Geschichte, die wirklich unter die Haut geht, wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Ich sehe den schüchternen Pietro, die Selleriestange vor mir, sehe wie er sich immer seine Locke aus der Stirn streift. Begleite in auf seinen Abenteuer – die aufregende und hochdramatische und nicht immer ungefährlich waren. Und doch hat er alles aus Liebe zu Nella, seiner Mutter getan. Gefreut habe ich mich, als er durch den adeligen Vaters eines Schulkameraden seine Leidenschaft für die Kamera entdeckt hat. Ich kann mir seine Bilder, die das Leben auf den Straßen und in der Schlacht wiederspiegeln bildlich vorstellen und sie haben mich tief berührt. Und dann ist da Marta, die für den Zirkus lebt und sich immer wieder die Frage stellt, wo sie herkommt, wo ihre Wurzeln liegen! Mutig kämpft sie für ihren Traum. Mir sind Pietro und Marta, sowie Nella wirklich ans Herz gewachsen. Nella ist eine starke Frau, die eigentlich alles im Leben hatte, was man sich erträumen kann und die dann wieder dort gestrandet ist, wo einst ihre Geschichte begann. Noch jetzt habe ich ein Gänsehautfeeling, wenn ich mir gewisse Szenen vor Augen führe. Nella ist eine starke Frau, die sich allen Widrigkeiten, die das Leben an sie stellt, wiedersetzt. Der Autor bringt uns italienische Geschichte, mit all ihrer Grausamkeit, nahe. Ich stand während des Lesens ständig unter Strom. Der Spannungsbogen war einfach gigantisch.
Dieser herausragende Roman gehört eindeutig auf meine Lesehighlight-Liste 2020. Ich habe Traumlesestunden mit diesem Meisterwerk verbracht. Das Cover gefällt mir auch hervorragend.
Gerne vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.

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Leserin71 Leserin71

Veröffentlicht am 24.11.2020

Der Fotograf

Luca di Fulvio hat wieder einen historischen Roman geschrieben, den ich als Hörbuch gelesen von Philipp Schepmann gelesen haben. Die verschiedenen Personen wurden sehr gut durch unterschiedliche Tonlagen ... …mehr

Luca di Fulvio hat wieder einen historischen Roman geschrieben, den ich als Hörbuch gelesen von Philipp Schepmann gelesen haben. Die verschiedenen Personen wurden sehr gut durch unterschiedliche Tonlagen deutlich. Um wen geht es?

Schon auf dem Cover sieht man ihn, den Fotograf. Anfangs ahnt man noch nicht, welche Rolle er tatsächlich in dem Buch spielt und überlegt, ob nicht eher die junge Frau für die Handlung wichtig ist. Die Wahrheit liegt, dass beide Protagonisten der Geschichte sind. Genauso wie auch die Contessa, bei der der Junge aufwachsen darf.

Nach und nach erlebt der Leser, wie aus den Kindern junge Erwachsene werden, die sich treffen und gemeinsame Erlebnisse haben. Es geht um Recht und Gerechtigkeit, Nationalstaat und persönliches Glück, Finden der eigenen Persönlichkeit und einen großen Kampf.

Mir hat das Hörbuch ausgesprochen gut gefallen. Vor allem die Contessa ist mir ans Herz gewachsen, aber auch Marta, das Zirkuskind, waren für mich außergewöhnliche Charaktere. Ich habe mich manchmal aber gefragt, ob eine Frau zu der damaligen Zeit tatsächlich so viele Freiheiten gehabt hat. Gewünscht hätte ich mir auch mehr Details zum Stand der Fotografie zur damaligen Zeit. Pietro, der Fotograf macht die Bilder und dann sind sie auch schon entwickelt. Das ging mir zu schnell und ich fragte mich, wie weit die Fotografie im Italien um 1870 war.

Auf jeden Fall ist der historische Bezug zur Einigung Italiens gut gelungen.

Ich habe gerne dem Buch gelauscht und vergebe 4 Sterne.



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myriam0610 myriam0610

Veröffentlicht am 22.11.2020

Realistisch und dennoch bewegend emotional - das schafft kaum ein anderer Autor so gut!

1870er. Die Zeiten sind in Unruhe in Italien - Menschen kämpfen für die Befreiung Roms und unter ihnen die selbstbewusste und starke Nella, der Waisenjunge Pietro und die junge hübsche Marta. Doch es sind ... …mehr

1870er. Die Zeiten sind in Unruhe in Italien - Menschen kämpfen für die Befreiung Roms und unter ihnen die selbstbewusste und starke Nella, der Waisenjunge Pietro und die junge hübsche Marta. Doch es sind wirklich außergewöhnliche und harte Zeiten und jeder muss beweisen, wie er sich gegen Schicksalsschläge behaupten kann.

Ein typischer Luca di Fulvio - überzeugend, träumerisch und dennoch realistisch, der Autor versteht es wie kaum ein anderer die harten Zeiten realitätsgetreu nachzustellen und dennoch gefühlsbeladen zu schreiben. Mal wieder ein Meisterwerk und sehr empfehlenswert!

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seitenleben seitenleben

Veröffentlicht am 15.11.2020

Wieder ein toller historischer Schmöker

Ende des 19. Jahrhunderts steht Italien kurz vor einer Revolution. Pietro, seine Adoptivmutter Nella und das Zirkusmädchen Marta stehen nicht immer auf derselben Seite. Doch alle kämpfen sie dafür ihre ... …mehr

Ende des 19. Jahrhunderts steht Italien kurz vor einer Revolution. Pietro, seine Adoptivmutter Nella und das Zirkusmädchen Marta stehen nicht immer auf derselben Seite. Doch alle kämpfen sie dafür ihre Identität auf die eine oder andere Weise zu finden.

Luca di Fulvios Geschichten sind immer wieder etwas ganz Besonderes. Er entführt den Leser in seine Welt und stürzt ihn ins Gefühlschaos. Recht und Unrecht sind nicht immer leicht zu unterscheiden und auch der düsterste Bösewicht hat eine weiche Seite. Die Atmosphäre in diesem Buch hat mir super gut gefallen. Eine der Protagonisten erwähnt „les Miserablés“ von Victor Hugo und tatsächlich sind in der Geschichte einige Parallelen zu finden und immer wieder lief die Musik dazu während des Lesens in meinem Kopf ab.

Dieser historische Roman ist wirklich fesselnd. Eine klare Leseempfehlung!

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Autor

Luca Di Fulvio

Luca Di Fulvio - Autor
© Olivier Favre

Luca Di Fulvio, geb. 1957, lebt und arbeitet als freier Schriftsteller in Rom. Bevor er sich dem Schreiben widmete, studierte er Dramaturgie bei Andrea Camilleri an der Accademia Nazionale d'Arte Drammatica Silvio D'Amico. Seine  Romane Der Junge, der Träume schenkte und Das Mädchen, das den Himmel berührte standen monatelang auf den ersten Plätzen der Spiegel-Bestsellerliste.

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