Das stumme Kind
 - Michael Thode - eBook

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7,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Thriller
381 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8387-5406-2
Ersterscheinung: 15.08.2014

Das stumme Kind

Thriller

(7)

In einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide kommen der Kinderarzt Andreas Joost und der Rechtsanwalt Thomas Wilke auf grauenhafte Weise ums Leben. Rasch ist klar, es gibt eine Verbindung zwischen den beiden Männern: Joosts Tochter Anna, ein autistisches Mädchen, das noch nie ein Wort gesprochen hat. Das Geheimnis, das die Beteiligten miteinander verbindet, führt tief in menschliche Abgründe. Und die Zeit zur Aufklärung des Falles drängt - denn der Täter hat bereits sein nächstes Opfer ins Visier genommen ...

Rezensionen aus der Lesejury (7)

hamamelis1405 hamamelis1405

Veröffentlicht am 11.11.2021

Thriller-Spannung zum Verschlingen

In seinem ersten Fall müssen Kommissar Rolf Degenhardt und sein Team gleich 2 Morde und einen Vermisstenfall aufklären.
Ein Kinderarzt wurde mit mehreren Stichverletzungen im Intimbereich aufgefunden, ... …mehr

In seinem ersten Fall müssen Kommissar Rolf Degenhardt und sein Team gleich 2 Morde und einen Vermisstenfall aufklären.
Ein Kinderarzt wurde mit mehreren Stichverletzungen im Intimbereich aufgefunden, dessen Tochter - eine junge Autistin - ist nicht aufzufinden.
Und dann ein berüchtigten Rechtsanwalt mit Hang zu Sadomasochismus, verstümmelt in seinem "Spielzimmer".
Bei beiden Toten werden DVDs mit Kinderpornografie gefunden.
Sind die beiden in einen Pornoring verstrickt? Übt nun jemand Rache? Und was hat Autistin Anna gesehen?
Die Spuren führen nach Norderney und London.
Kommissar wärterin Jana Liebisch kann zu den Morden in der Lüneburger Heide eine Verbindung zu einer Kinderwunschklinik in London herstellen.
Aber wer ist der Täter und warum?
"Das stumme Kind" von @michael_thode_autor nimmt mich mit in die Dörfer der Lüneburger Heide.
Von der ersten Seite an bin ich an das Buch gefesselt und mag es nicht mehr aus der Hand legen.
Knappe Kapitel, anschaulich beschriebene Szenen und authentische Charaktere wie Degenhardt und Liebisch bescheren mir eine spannende Ermittlung und Rätselraten.
Denn es ist nicht alles so, wie es zu Anfang der Geschichte scheint.
Ich habe den Roman in 1,5 Tagen verschlungen und ich denke das spricht für sich.
Ich gebe hier auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für "Das stumme Kind".
Eine spannende Alternative zu einem Abend vor dem Fernseher.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Jasminleon Jasminleon

Veröffentlicht am 06.10.2021

Ein unheimlich spannender Thriller, der mit einer leichten Prise eines Regionalkrimis gewürzt ist!

Um dein Leben rankt sich ein finsteres Geheimnis. 13 Jahre lang hast du geschwiegen. Doch jetzt ist es Zeit für die Wahrheit. Eine tödliche Wahrheit.

In einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide werden ... …mehr

Um dein Leben rankt sich ein finsteres Geheimnis. 13 Jahre lang hast du geschwiegen. Doch jetzt ist es Zeit für die Wahrheit. Eine tödliche Wahrheit.

In einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide werden zwei angesehene Männer auf grauenhafte Weise getötet. Einzige mögliche Zeugin: Anna, ein dreizehnjähriges autistisches Mädchen, das sich gern in einem Schrank versteckt und sein Leben lang noch kein Wort gesprochen hat ...


Nachdem mir "SCHULD! SEID! IHR!" von Michael Thode so gut gefallen hat, habe ich mir vorgenommen, den Vorgängerband "Das stumme Kind" zu lesen. Dieser Thriller, der am 25. Juni 2021 im Lübbe-Verlag erschienen ist, hat mir ebenfalls super gefallen. Der Plot, der sich mit der Zeit entwickelt, ist nervenaufreibend und unheimlich spannend. Schnell war ich nach ein paar Seiten mitten im Geschehen, welches mich auf falsche Fährten geführt und zahlreiche Wendungen überrascht hat, die ich nicht vorhergesehen habe. Die detaillierten Beschreibungen der Tatorte haben sich in meinem Kopf festgesetzt, denn hier hätten Tatortreiniger mit Sicherheit ihre Freude gehabt. Verschiedenen Handlungsstränge, die nach und nach ein ganzes ergeben, sind gut durchdacht und logisch aufgebaut, sodass mich das Ende richtig geschockt hat. Was das autistische, stumme und dreizehnjährige Mädchen Anna, die hauptsächlich in einer Einrichtung speziell für Autisten lebt, mit den Morden eines Kinderarztes (ihrem Vater) und einem Rechtsanwalt zu tun hat, wurde am Ende geschickt aufgelöst. Auch die Rolle der Protagonistin Alexa Jäger, die in London lebt und am Anfang in Rätseln gesprochen hat, hat sich Zeit gelassen, Licht in die Handlung zu bringen. So hat sich der Spannungsbogen immer weiter erhöht.

Einige infrage kommenden Täter wurden mir präsentiert, deshalb hatte ich einiges zum Miträtseln. Am meisten habe ich mich mit der Frage beschäftigt, warum Anna überhaupt nicht spricht, jedoch eine hervorragende Zeichnerin ist. Mir ist das Krankheitsbild des Autismus nicht unbekannt. Ihren stereotypen Alltag, an denen sie zu hundert Prozent festhält, konnte ich verstehen. Aber ich habe mich öfter gefragt, ob es bei ihr ein Gendefekt ist, oder ob andere Gründe für ihre Krankheit gibt. Dass sie nach dem Mord ihres Vaters ihre Aussage in einem Bild äußert, hat mir richtig Gänsehaut beschert. Das Cover, was mich sofort angesprochen hat, offenbart mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Denn die Pferde, die in einer Reihe aufgestellt sind, haben keine unwichtige Rolle in dem Thriller.

Hauptkommissar Rolf Degenhardt hat mir auch in diesem Band wieder gut gefallen. Seine Vergangenheit und Auszüge aus seinem Privatleben haben ihn authentisch und sympathisch rübergebracht. Obwohl er in dieser Ermittlung nicht immer alles richtig gemacht hat, konnte ich deutlich spüren, dass ihm diese Morde mächtig an die Substanz gegangen sind. Seine Kollegin Jana Liebisch, die in England ihre Großmutter besucht, folgt dort Spuren, die zu einer Kinderwunschklinik führen. Dass sie damit zu weit gegangen ist, wird ihr erst klar, als es zu spät ist. Der Schreibstil des Autors ist wieder unheimlich flüssig, authentisch, bildlich und vor allem spannend. Ich warte jetzt auf einen dritten Band, den ich hoffentlich bald willkommen heißen kann.

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Anti81 Anti81

Veröffentlicht am 16.01.2022

Kommissar Degenhardt und sein Team stehen vor einem scheinbar unlösbaren Fall.

Die 13-jährige Anna ist Autistin. Sie lebt eingeschlossen in ihrer eigenen Welt und hat in ihrem ganzen Leben noch kein Wort gesprochen.
Und sie ist die einzige Zeugin eines grausamen Mordes.
Kommissar ... …mehr

Die 13-jährige Anna ist Autistin. Sie lebt eingeschlossen in ihrer eigenen Welt und hat in ihrem ganzen Leben noch kein Wort gesprochen.
Und sie ist die einzige Zeugin eines grausamen Mordes.
Kommissar Degenhardt und sein Team stehen vor einem scheinbar unlösbaren Fall.

Ein neuer Autor, ein neuer Schreibstil - zugegeben, ich musste mich in das Debüt von Michael Thode erst einmal rein finden.
Zu Beginn prasseln die unterschiedlichen Figuren nur so auf den Leser ein, ohne das dieser genau weiß, wer jetzt welchen Nutzen für den Verlauf der Geschichte haben wird.
Was ein Buch spannend machen kann, ist zugleich auch etwas anstrengend. Die vielen Zeitsprünge und Ortswechsel erschweren den Lesefluss noch zusätzlich.
Doch schon nach wenigen Kapiteln hatte ich mich warm gelesen. Oder der Autor hatte sich warm geschrieben.
Egal, wie es letztendlich gewesen ist: Am Ende wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Um es kurz zu machen: Trotz eines etwas verwirrenden Anfangs, ist "Das stumme Kind" ein durchaus spannender Thriller mit unerwarteten Wendungen und einem grandiosen Ende.



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Anndlich Anndlich

Veröffentlicht am 14.07.2021

Ein erschreckendes Tatmotiv!

In einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide lebt die Familie Joost mit ihrer autistischen Tochter. Das Mädchen hat bis zu diesem Zeitpunkt kein Wort geredet und wird Zeugin des grausamen Verbrechens ... …mehr

In einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide lebt die Familie Joost mit ihrer autistischen Tochter. Das Mädchen hat bis zu diesem Zeitpunkt kein Wort geredet und wird Zeugin des grausamen Verbrechens an ihrem Vater Andreas Joost. Kurz darauf wird auch der Rechtsanwalt Thomas Wilke ermordet aufgefunden. Gelingt es Informationen von dem Mädchen zu bekommen und welche Gemeinsamkeiten haben die beiden Männer?

_Das stumme Kind_ ist der erste Teil einer Reihe um den Ermittler Rolf Degenhardt. Ich habe zuerst _Schuld! Seid! Ihr!_ gelesen und für mich war diese Reihenfolge auch genau richtig so. Ich mag es, wenn die Ermittler im ersten Band noch nicht zu stark in den Fokus rücken. Das ist im 2. Band der Fall, durch _Das stumme Kind_ gewinnen Rolf Degenhardt und seine Ermittlerkollegen dann deutlich mehr Tiefe.

Gerade Jana Liebisch hat dabei meine Sympathien für sich gewinnen können. Sie steht dafür, dass das Leben nicht immer nur in eine Richtung geht und man bereits in jungen Jahren seinen Traumjob gefunden hat. Mit Ende 20 entscheidet sich Jana Liebisch für das Studium bei der Polizei und zeigt damit, dass man mit etwas Mut sein Leben immer in entsprechende Bahnen führen kann.

Rolf Degenhardt ist von seinem Job gezeichnet und hat offensichtliche Probleme mit seiner Vergangenheit, die ihn immer wieder einholen. Sein Job hat ihm letztendlich auch die Familie gekostet. Dennoch lässt er sich nicht unterkriegen. Auch in diesem Teil sind schöne dialogische Highlights dabei, gerade für diejenigen, die das Einbringen von ansässigen Dialekten mögen.

_Das stumme Kind_ verfügt über einen ständigen Perspektivwechsel zwischen Opfer, Täter und Ermittler und erschafft damit ein rasantes Tempo. Das durch den temporeichen Schreibstil und die kurzen Kapitel unterstützt wird.
Doch neben dem schnellen Tempo besticht das Buch auch mit sehr informativen Passagen, welche gut in die Storyline eingebettet sind und für mich interessante Informationen bereithielten.

Einziger kleiner Kritikpunk ist für mich das autistische Mädchen, das durch Titelgebung und Klappentext stark im Fokus steht und inhaltlich für mich, vielleicht durch meine geweckten Erwartungen, etwas zu wenig präsent war.

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meriberisuperlight meriberisuperlight

Veröffentlicht am 31.03.2017

spannend

Mit „Das stumme Kind" ist dem Autor Michael Thode ein gelungenes Debüt geglückt.

Bei dem eben besagten stummen Kind handelt es sich um Anna, ein kleines Mädchen, welches am Asperger- Syndrom leidet. Dieses ... …mehr

Mit „Das stumme Kind" ist dem Autor Michael Thode ein gelungenes Debüt geglückt.

Bei dem eben besagten stummen Kind handelt es sich um Anna, ein kleines Mädchen, welches am Asperger- Syndrom leidet. Dieses ist eine besonders schwere Art von Autismus. Anna hat noch nie in ihrem Leben gesprochen. Sie braucht feste Tagesabläufe, feste Routinen. Doch dann geschieht etwas Schreckliches. Anna wird Zeugin am Mord ihres Vaters, dem Kinderarzt Andreas Joost. Er wird vom Hauptkommissar Degenhardt, seinem Kollegen, und der Polizeipraktikantin Jana mit stark verstümmeltem Geschlechtsteil tot aufgefunden. Anna ist verschwunden. Seine Frau Sarah hinterlässt nicht den Eindruck der trauernden Witwe, nur seine Mutter Charlotte ist emotional stark betroffen.

Doch bei diesem einen Mord verbleibt es nicht. Der befreundete Anwalt Wilke wird ermordet aufgefunden. Ebenfalls mit den gleichen Verletzungen wie Joost.

Bei beiden Männern wird eine DVD mit belastbarem Material im Bereich der Kinderpornographie gefunden. Doch wie hängt all dies zusammen?

Wer ist die Frau mit den türkisfarbenen Augen?

Und wo ist Anna? Ihr wird doch wohl nichts passiert sein?

Der Autor hat den Schauplatz der schönen Lüneburger Heide gewählt, doch dieses hat keinerlei Einfluss auf dieses Buch.

Hauptkommissar Degenhardt und sein Team stehen zunächst vor einem großen Rätsel. Erst nach und nach können sie Puzzlestücke zusammentragen. Eine große Hilfe in Richtung Lösung geschieht durch die Polizeipraktikantin Jana, die in London durch ihre Ermittlungstätigkeit in arge Bedrängnis gerät. Leider ist Degenhardt, wie so einige in den letzten Monaten, ein Kommissar mit kaputter Geschichte, und getrennt von seiner Familie.

Ich sehe es auch eher als Krimi als Thriller, denn einige Handlungsstränge waren ein wenig in die Länge gezogen.

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Autor

Michael Thode

Michael Thode - Autor
© Andreas Gärtner

Michael Thode, 1974 in Heide/Holstein geboren, studierte Jura und Fachjournalismus in Bayreuth, Göttingen, Kiel und Berlin. Er veröffentliche zahlreiche Kurzkrimis, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. "Das stumme Kind" ist sein erster Roman. Michael Thode lebt mit Frau, Hund und zwei Pferden in der Lüneburger Heide.

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