Sieben Lügen
 - Elizabeth Kay - eBook

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9,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Thriller
283 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-8633-2
Ersterscheinung: 28.02.2020

Sieben Lügen

Psychothriller
Übersetzt von Rainer Schumacher

(60)

Mit dieser kleinen Notlüge fängt alles an. "Natürlich passen du und Charles gut zusammen", versichert Jane ihrer besten Freundin Marnie. Doch dann läuft alles aus dem Ruder. Und zwar gewaltig. Denn eine Lüge zieht bekanntlich die nächste nach sich, und schon bald ist das Verhältnis der drei unwiederbringlich vergiftet. Aus Unbehagen wird Verdacht, aus Verdacht Gewissheit – und aus Freundschaft eine tödliche Falle ...

Rezensionen aus der Lesejury (60)

Girdin Girdin

Veröffentlicht am 08.04.2020

Erst spät aufkommende hintergründige Spannung mit kurzem stürmischen Abschluss

Im Buch „Sieben Lügen“ beschreibt die Engländerin Elizabeth Kay die Freundschaft zweier Frauen, die einen Mord nach sich zieht. Siebenmal lügt die Protagonistin Jane Black ihre Freundin Marnie Gregory ... …mehr

Im Buch „Sieben Lügen“ beschreibt die Engländerin Elizabeth Kay die Freundschaft zweier Frauen, die einen Mord nach sich zieht. Siebenmal lügt die Protagonistin Jane Black ihre Freundin Marnie Gregory an, wobei die letzte Lüge in ihrer Beziehung alles verändert.

Jane und Marnie lernen sich als elfjährige am ersten Schultag in der weiterführenden Schule kennen. Das ist jetzt 18 Jahre her. Inzwischen betreibt Marnie berufsmäßig einen Food-Blog. Jeden Freitag lädt sie Jane zum Essen ein. Während Marnie in der Küche steht und ihre Kochaktivitäten auf Video aufzeichnet, verbringt Jane Zeit mit Marnies Freund Charles. Jane als Ich-Erzählerin verbirgt nicht, dass sie Charles nicht besonders gut leiden kann und schon auf den ersten Seiten erfuhr ich, dass er bald sterben wird. Zwar fragte ich mich nun, was zu seinem Tod führen wird, doch nimmt das Wissen darum, einen Teil der Spannung.

Zunächst erschien es so, als ob Jane sich mit ihrer Erzählung an mich als Leserin wenden würde. Allerdings konnte ich einige Bemerkungen nicht richtig einordnen. Erst ganz zum Ende hin erfuhr ich, wem sie ihre Geschichte tatsächlich erzählt und ihre Äußerungen fanden ihren passenden Platz darin.

Über die ersten Kapitel hinweg baute sich leider wenig Spannung auf. Immer wieder kehren Janes Gedanken in die Vergangenheit zu verschiedenen Szenen, die von ihr und Marnie handeln. Auf diese Weise konnte ich verstehen, dass die beiden eine besonders enge Freundschaft pflegen. Marnie ist selbstbewusst und aktiv, während Jane sich gern in den Schatten von Marnie stellt und auf ihre Anregungen wartet. Aber im Laufe der Zeit hat sich gezeigt, dass es Situationen gibt, in denen Marnie die Hilfe von Jane benötigt. Jane hat in ihrer Kindheit wenig Liebe erfahren, Marnie bietet ihr eine Konstante im Leben, ist für einige Zeit ihr Fels in der Brandung.

Doch Charles ist nicht der erste Mann, der sich in das Leben der beiden Frauen drängt. Es ist erst drei Jahre her, dass Jane ihren Ehemann Jonathan bei einem Unfall verloren hat. Sie hat ihn mit 22 Jahren kennen gelernt und ist schon wenig später aus der gemeinsamen Wohnung mit Marnie aufgezogen, damit sie mit Jonathan zusammenleben kann. Inzwischen ist Jane selbstbewusster geworden und darum ist sie bereit, für ihre große Liebe das aufzugeben, was ihr bisher als Ankerpunkt diente. Jane erinnert sich gerne an die schöne gemeinsame Zeit, während sie findet, dass Charles nicht zu Marnie passt. Doch das sagt sie ihr nicht, ganz im Gegenteil. Nach Janes Meinung beginnt so der Weg in die Krise ihrer Freundschaft. Jane ist ein wandelbarer Charakter und vermutlich ergibt sich ihre Abneigung Charles gegenüber allein aus dem Umstand, dass er die Rolle von Marnie in Janes Leben verändert.

Jedem Kapitel im Buch ist eine Lüge zugeordnet. Erst bei der vierten Lüge kommt mehr Thrill auf, durch den Umstand einer Einmischung durch eine Außenstehende. Hier zeigt die Autorin, welche Möglichkeiten, aber auch Gefahren die Sozialen Medien heute bieten. Zwar ist das ein geschickter Zug, die Spannung zu steigern, jedoch fand ich diesen Handlungsstrang der Geschichte und die Reaktionen darauf von Jane und Marnie teils zu konstruiert.

„Sieben Lügen“ von Elizabeth Kay ist eine Geschichte über eine komplizierte Freundschaft zweier junger Frauen mit einigen Höhen und Tiefen. Die Konstruktion der Handlung konnte mich leider nicht vollständig überzeugen.

Eine hintergründige Spannung kommt erst im Laufe der Erzählung auf. Janes Lügen führen schließlich zu einem kurzen stürmischen Abschluss.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

herzblattbuecher herzblattbuecher

Veröffentlicht am 06.04.2020

Meiner Meinung nach kein Thriller...

Inhalt: Marnie ist Janes beste Freundin und das seit über 18 Jahren. Ein Leben ohne Marnie kann sich Jane nicht vorstellen, doch als sich Marnie verliebt, scheint die Freundschaft der beiden Frauen auf ... …mehr

Inhalt: Marnie ist Janes beste Freundin und das seit über 18 Jahren. Ein Leben ohne Marnie kann sich Jane nicht vorstellen, doch als sich Marnie verliebt, scheint die Freundschaft der beiden Frauen auf der Kippe zu stehen und Jane beginnt zu lügen…

Meine Meinung: Zu Beginn des Buches hat mich der Schreibstil der Autorin bzw. die Erzählperspektive des Buches von sich überzeugen können, jedoch gab es zum Ende hin vermehrt Lücken in der Erzählperspektive. Leider wurde das Buch zunehmend langwieriger und es fehlte der Handlung an Spannung und Tiefgründigkeit. Auch das Ende war eher enttäuschend, weshalb ich dem Buch insgesamt 2/5 Sternen gebe. Das Genre „Thriller“ würde ich dem Buch nicht zuschreiben.

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Igela Igela

Veröffentlicht am 05.04.2020

Von Freundschaft und Lügen...

Jane Baxter und Marnie Gregory sind seit achtzehn Jahren befreundet und haben zusammen in einer WG in Vauxhall gewohnt. Bis sich Marnie verliebt und auszieht. Als Marnie Jane fragt, ob sie und Charles ... …mehr

Jane Baxter und Marnie Gregory sind seit achtzehn Jahren befreundet und haben zusammen in einer WG in Vauxhall gewohnt. Bis sich Marnie verliebt und auszieht. Als Marnie Jane fragt, ob sie und Charles zusammenpassen, lügt Jane zum ersten, aber nicht zu letzten Mal und bestätigt die Frage. Jane kann Charles nicht ausstehen und denkt, dass ihre Freundin zu gut für diesen Mann ist. Was als Lüge begann, zieht weite Kreise und weitere Lügen folgen … bis die Beziehung zwischen den beiden Frauen mehr und mehr darunter leidet und jederzeit zu Bruch gehen kann.

Frauenfreundschaft! An und für sich ein Geben und Nehmen, ein füreinander da sein und einander helfen und zuhören. Was aber, wenn eine Freundschaft einseitig ist und eine versucht, die andere zu manipulieren und zu " besitzen "?
Genau diese Frage hat die Autorin zu einer tollen Geschichte ausgearbeitet.
In sieben Abschnitten, Prolog und Nachwort nicht eingerechnet, erzählt die Autorin wie Lügen, Eifersucht und Erwartungshaltung eine Freundschaft vergiftet. Jeder Abschnitt enthält zudem je eine Lüge, was ein Lügenkonstrukt ergibt, in das sich Jane hineinmanövriert.
Zu Beginn habe ich mich eher schwer getan mit der Art des Aufbaus. Erst einmal geht es leicht langatmig um die Art der Frauenfreundschaft. Und steigert sich dann in eine Abhängigkeit, bei der man erkennt, dass sie nicht gesund sein kann.
Ein Ereignis, eine überraschende Wendung, hat mich dann vollends gepackt und ab da hat mich die Story gefesselt.

Da durchgängig aus der Sicht von Jane erzählt wird und sie den Leser direkt anspricht, gestaltet sich das Ganze phasenweise wie ein Monolog. So bekommt man jedoch nur die Sicht von Jane auf die Frauenfreundschaft zu lesen. Manchmal hätte ich auch gerne Marnies Sicht erfahren. Es wäre spannend gewesen zu lesen, wie sie das Ganze sieht und einschätzt. Den Schreibstil empfand ich erst als gewöhnungsbedürftig. Erst als ich mich eingelesen habe, habe ich die vielen tiefgründigen Passagen entdeckt und schätzen gelernt.

Die Figuren waren, wie oben schon erwähnt, alle ziemlich distanziert beschrieben. Dies aus dem Grund, weil nur die Sicht von Jane auf die Dinge erzählt wird. Für einmal ist die Eingliederung " distanzierte Figuren " kein Manko, sondern passend in den Plot eingefügt. Lange habe ich mich gefragt, was genau an Jane nicht stimmt. Denn die Freundschaft, die sie für Marnie empfindet, geht in Richtung emotionale Abhängigkeit. Und die der Auslöser für eine Wendung ist, die dieses Buch dazu berechtigt, den Titel Thriller zu tragen. Was das genau ist, verrate ich hier natürlich nicht. Doch nicht nur die Psyche von Jane ist interessant und fesselnd. Sehr gefallen hat mir, wie die Themen Magersucht und Demenz eingeflochten wurden. Anhand von Janes Schwester und Mutter werden diese Bereiche sehr sensibel und authentisch erfasst.

"Sieben Lügen " ist ein Thriller der ruhigen Sorte. Ohne viel Blut, Mord und Totschlag bedient er eher die psychologische Schiene.

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CG2019 CG2019

Veröffentlicht am 01.04.2020

Beste Freindinnen

und wurde - wie eine Lawine - immer größer, aus besten Freundinnen werden zuletzt Feindinnen. Der Leser erfährt die Geschichte aus der Sicht einer der beiden Protagonisten, die offensichtlich psychische ... …mehr

und wurde - wie eine Lawine - immer größer, aus besten Freundinnen werden zuletzt Feindinnen. Der Leser erfährt die Geschichte aus der Sicht einer der beiden Protagonisten, die offensichtlich psychische Probleme aufweist, Dies wird sehr plastisch und gut beschrieben. Fragen bleiben am Ende offen, da selbst Mord nicht geahndet wird und das Stalking weitergeht. Die Spannung steigert sich leicht. Hierbei handelt es sich allerdings eher um eine unterschwellige Spannung. Liebhaber von “harten“ Psychothrillern werden wohl enttäuscht sein.

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Tipperin Tipperin

Veröffentlicht am 30.03.2020

Über sieben Lügen musst du lesen..

Marnie und Jane sind schon ewig beste Freundinnen. Klar, nach der gemeinsamen WG – Zeit und mit neuen Männern an ihrer Seite ist die Verbindung nicht immer so dicke wie einst in der Schule. Aber doch hält ... …mehr

Marnie und Jane sind schon ewig beste Freundinnen. Klar, nach der gemeinsamen WG – Zeit und mit neuen Männern an ihrer Seite ist die Verbindung nicht immer so dicke wie einst in der Schule. Aber doch hält die Freundschaft, auch als einer von beiden ein schwerer Schicksalsschlag widerfährt. Tja, und dann beginnen die Lügen. Die erste Lüge ist noch ganz harmlos, eine Menge Freundinnen auf dieser Welt mussten wohl schon ähnliche Notlügen von sich geben. Aber dann wird es von Lüge zu Lüge doch gänzlich unnormal – und sogar tödlich!

Stil, Machart, Meinung
Bei der Inhaltsangabe fiel es mir schon sehr schwer, nicht zu spoilern. Und das ist nicht einfach, denn der Leser möchte ja ungefähr wissen was ihn erwartet, ohne Spoilergefahr. Hier ist es schwierig, denn eigentlich weiß man von vorne herein, wer lügt.
Denn Jane erzählt offen und ehrlich die ganze Geschichte, unterteilt immer in die Lügen. Der Titel „Sieben Lügen“ könnte erahnen lassen, wie viele Teile die Geschichte hat. Wem sie die Geschichte erzählt, wird erst zum Ende hin klar. Zunächst dachte ich, sie erzählt sie mir, der Leserin, ganz direkt. Aber schnell wurde klar, dass sie jemand ganz bestimmten in ihre Gedanken einweiht. Janes Perspektive ist die einzige Perspektive, sie wechselt jedoch zwischen Vergangenheit und Gegenwart und ist eine sehr gute Erzählerin. Sie erzählt relativ detailreich und ausschweifend, jedoch recht locker und interessant. Es finden sich auch sehr schöne Beobachtungen und Weisheiten in ihren Erzählungen, man könnte viele Zitate herausgreifen. Das Buch ist kein Teil einer Reihe.
Es geht in dieser Geschichte um Frauenfreundschaften, Eifersucht, Familie und natürlich auch um Tod. Ich kann da nicht viel zu sagen ohne zu spoilern, möchte aber zur Bezeichnung „Thriller“ etwas sagen. Es ist schon ein Thriller, jedoch ein Psychothriller der teilweise auch in sehr ruhigem Fahrwasser schwimmt. Zum Ende hin ist es wirklich ein Thriller, und irgendwie kann es sich alles auch nur so abspielen, weil man das eher lange und informative „Vorspiel“ der Erzählung gelesen hat.
Es ist kein blutiger Thriller und es gibt auch keine Verfolgungsjagden mit brennenden Autos. Aber die Geschichte braucht das auch gar nicht- denn was sich in einem Kopf abspielen kann und welche Taten daraus resultieren, ist schon spannend und dramatisch genug. Das Finale war dann wirklich der Höhepunkt und ich las atemlos durch die letzten Seiten.
Was lernen wir daraus?
Ich fand es super, dass wirklich die ganze Geschichte von zwei Freundinnen und mehreren anderen Figuren erzählt wurde, sodass man sich wirklich gut hineinversetzen kann. Von Anfang an schwang eine ganz unheilvolle Atmosphäre mit. Aussagen der Erzählerin, ich spoilere immer noch nicht, ließen schlimme Ereignisse erahnen. Sowas finde ich irgendwie immer sehr gut. Man weiß, dass etwas passiert. Man weiß vielleicht, was passiert. Aber man muss einfach immer weiterlesen, und die Spannung ist hoch. Vor ein paar Wochen beispielsweise las ich Neuschnee von Lucy Foley. Dort weiß man nur, dass jemand stirbt. Aber bis zum Schluss weiß man nicht, wer stirbt und wer der Mörder ist. Relativ am Anfang erfährt man durch Zeitsprünge jedoch, dass eine Leiche gefunden wird und wie sie starb. Dass baut einfach Spannung auf und der Leser geht gedanklich selbst mit auf die Reise und überlegt, was passieren könnte. Es muss natürlich zur Geschichte passen, aber es ist ein sehr reizvolles stilistisches Mittel.
Fazit
Ich vergebe 4 Sterne. So langsam wie sich die Thriller – Handlung entwickelte, so tiefgehend wurde erzählt. Durch die spezielle Erzählweise baute sich Spannung auf, die in einem erschreckenden Finale gipfelte. Der Thriller geht unter die Haut, und das mit sehr wenig Blut und Action. Es war mal was anderes, und es hat geklappt. Für die volle Punktzahl war es mir teilweise etwas zu ausschweifend – wobei das meiste irgendwie doch die Geschichte vorangebracht hat. Aber die Auflösung von 2 Personen und deren Perspektiven hat mir dann am Ende irgendwie noch gefehlt. Ich kann leider nix verraten.

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Autorin

Elizabeth Kay

Elizabeth Kay arbeitet unter einem anderen Namen als Lektorin für einen großen britischen Verlag. Zusammen mit ihrem Ehemann lebt sie in London.

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