Die Rebellion der Maddie Freeman
 - Katie Kacvinsky - Taschenbuch

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8,99

Baumhaus Verlag
Taschenbuch
Jugendbücher
380 Seiten
ISBN: 978-3-8432-1040-9
Ersterscheinung: 01.12.2012

Die Rebellion der Maddie Freeman

Übersetzt von Ulrike Nolte

(13)

Eine Stadt in den USA, nur wenige Jahre in der Zukunft:
Plastikbäume, Online-Dates und Schule im Netz - Maddie, 17, lebt wie die meisten ein digitales Leben. Und merkt kaum, wie seelenlos sich das anfühlt. Bis sie sich Hals über Kopf in den etwas älteren Justin verliebt. Für ihn findet das wahre Leben offline statt. Er nimmt Maddie mit in Coffeeshops und Clubs und sie fühlt sich immer mehr von diesem echten Leben angezogen.
Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Justin gegen die Künstlichkeit der Welt und die Anonymität der sozialen Netzwerke. Dieser Kampf richtet sich gegen die ganz oben - und damit auch gegen Maddies Vater, der das System der Digital School gesetzlich verankert hat. Maddie wird für die Bewegung zur Schlüsselfigur. Doch für welche Seite wird sie sich entscheiden?

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Rezensionen aus der Lesejury (13)

thebookpassion thebookpassion

Veröffentlicht am 11.02.2017

Realistisch

Im Jahre 2060 wird in den USA die Gesellschaft vom digitalen Leben beherrscht. Auch Maddie lebt ein digitales Leben. Sie muss nicht mehr zur Schule gehen oder sich mit Freunden treffen, denn dies findet ... …mehr

Im Jahre 2060 wird in den USA die Gesellschaft vom digitalen Leben beherrscht. Auch Maddie lebt ein digitales Leben. Sie muss nicht mehr zur Schule gehen oder sich mit Freunden treffen, denn dies findet alles bequem per Netzt statt.
Doch dann trifft Maddie auf Justin und ihr Weltbild kommt ins Wanken, denn Justin lebt sein Leben nicht in der digitalen, sondern in der realen Welt. Justin gehört zu einer Gruppe, die gegen das digitale Leben rebelliert und möchte somit Maddies Vater, den Direktor und Mitgründer der Digital School, stürzen. Maddie befindet sich auf einmal im Mittelpunkt eines politischen Kampfes und die Frage ist für welche Seite entscheidet sie sich?



Katie Kacvinsky hat mit „Die Rebellion der Maddie Freeman“ eine realistische und mitreisende Dystopie erschaffen. Der Leser wird zum Nachdenken angeregt, denn Katie Kacvinsky kritisiert mit ihrem Roman die heutige Lebensweise. Die heutige Gesellschaft steuert auf eine Digitalisierung zu, denn die Menschen führen schon heute ein Internet bestimmtes Leben. Vieles läuft nur noch über Facebook oder andere Internetplattformen ab, sodass viele es nicht mehr für nötig befinden sich mit ihren Freunden etc. zu treffen.
Die Wortwahl ist intelligent durchdacht, sodass der Leser sofort in den Bann der Geschichte hineingezogen wird. Der Schreibstil motiviert den Leser selbst etwas zu tun wie z.B. für seine Meinung einzustehen. Die Dystopie vermittelt dem Leser das Gefühl, dass jeder Mensch etwas erreichen kann und zum positiven wenden kann. Jede Meinung zählt.

Beide Protagonisten Maddie, als auch Justin wirken authentisch und sympathisch. Zudem steht die Dystopie und die Handlung im Vordergrund und nicht die Liebesgeschichte der Beiden.
Maddie ist die rebellische Tochter des Direktors und Mitgründer der Digital School. Sie versucht ihre eigene Identität zu finden, fernab der Vorgaben ihres Vaters. Der Roman wird aus der Perspektive von Maddie erzählt, dies ermöglicht dem Leser einen noch besseren Einblick in ihr widersprüchliches Gefühlsleben. Justin, dagegen, lebt sein Leben in der realen Welt voll aus und möchte Maddie zeigen, was sie für eindrücke verpasst, wenn sie nur für die digitale Welt lebt.
Die Liebe der beiden Protagonisten wirkt sehr realistisch. Sie geben keine übertrieben kitschigen Liebesschwüre von sich, sondern wissen wie zerbrechlich ihre Liebe in dies aufrührenden Zeit ist, wie schnell sie wieder in tausende von Teilen zerbrechen kann.
Leider bleiben die neben Charaktere etwas farblos, da nur wenige Informationen beispielsweise von Maddies oder Justins Eltern preisgegeben werden und sich der Leser so keinen konkreten Eindruck von den Charakteren machen konnte.

Alles in allem ist „Die Rebellion der Maddie Freeman“ eine aufwühlende Dystopie, die viele ethische und moralische Fragen aufwirft und den Leser so zum Nachdenken anregt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

CasusAngelus CasusAngelus

Veröffentlicht am 31.10.2016

Gar nicht so unrealistisch

Inhalt:
Die siebzehnjährige Madeline Freeman führt, wie alle anderen Teenager in ihrem Altern, ein ganz normales Leben. Sie besucht die Digital School, lernt neue Leute in sozialen Netzwerken kennen und ... …mehr

Inhalt:
Die siebzehnjährige Madeline Freeman führt, wie alle anderen Teenager in ihrem Altern, ein ganz normales Leben. Sie besucht die Digital School, lernt neue Leute in sozialen Netzwerken kennen und chattet mit ihren Freunden, alles natürlich online und ohne das Haus zu verlassen. Dies tut sie höchstens mal, um Fußball spielen zu gehen, auch wenn ihr Vater, der Erfinder der Digital School, dies nicht gerne sieht. Die Welt außerhalb der eigenen vier Wände hält zu viele Gefahren bereit und eigentlich ist es ja auch nicht nötig das Haus zu verlassen, da inzwischen alle Menschen miteinander vernetzt sind und man somit auch alles online erledigen könnte.

Maddie erscheint dies alles vollkommen normal, bis sie Justin kennen lernt. Er überredet sie zu einer Lerngruppe zu kommen und zwar offline, ein reales Treffen. Anfangs hat Maddie noch Angst vor solchen Begegnungen, doch als sie nach und nach Justins Freunde kennen lernt, beginnt sie die Treffen in der realen Welt zu genießen und sich zu fragen, was das künstliche Leben online überhaupt für einen Sinn hat. Als sie erfährt dass Justin und seine Freunde in einer Widerstandsgruppe gegen die Digital School kämpfen, muss Maddie sich entscheiden. Für die reale Welt, in der sie sich in Justin verliebt hat, oder die Liebe und das Vertrauen ihres Vaters.

Meine Meinung:
"Die Rebellion der Maddie Freeman" von Katie Kacvinsky ist mal wieder ein Buch, dass ich ohne die Rezensionen auf anderen Buchblogs gar nicht wahr genommen hätte, da mich das Cover einfach nicht anspricht. Wie man erkennen kann, ist Maddie dort abgebildet und das ganze ist in Rosatönen gehalten. An sich passt dies gut zum Buch, da Justin an einer Stelle erwähnt, das rosa seine Lieblingsfarbe ist. Ich dagegen kann mit dieser Farbe allerdings nichts anfangen und hätte es vom Aussehen her also nicht in Betracht gezogen. Was ich allerdings schön finde an dem Buch, ist, dass es mal keinen Schutzumschlag hat, sondern das Bild direkt auf den Buchdeckel gedruckt ist. Bei den Schutzumschlägen finde ich es immer so schade, dass sie mir beim lesen leicht verknicken und es unter dem Umschlag meistens kein richtiges Cover mehr gibt.

Aber nun endlich mal zum Buch. Was mich hierbei angesprochen hat, ist das Szenario dieser Dystopie. Sie spielt in einer Zukunft, in der alle Haushalte vernetzt sind und die Menschen so gut wie alles online erledigen, da sie Angst haben das Haus zu verlassen. Freunde hat man genug in sozialen Netzwerken und sogar die Schule erfolgt am Computer. Insgesamt erscheint mir dieses Szenario gar nicht mal so unrealistisch, da vieles aus dem Buch heute schon vorhanden ist. Soziale Netzwerke gibt es mit Facebook und Co in Hülle und Fülle, viele Leute greifen auf Onlineshops zu und sogar Hausaufgabenhilfen gibt es in Foren oder in Lernmanagementsystemen, welche manche Schulen für ihre Schüler bereitstellen. Alles in allem fand ich die Idee auf jedenfall sehr interessant, so dass ich "Die Rebellion der Maddie Freeman" einfach lesen musste.

Die Umsetzung hat mir gut gefallen, so dass ich es auch schnell durchgelesen hatte. Da es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, ist die Sprache einfach gehalten und lässt sich gut lesen. Ein bisschen Jugendsprache ist schon mit drin, aber nicht so viel, dass es stören würde, wie bei manch anderen Büchern. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Form aus Maddies Sicht und ab und zu gibt es zwischen den Kapiteln auch Tagebucheinträge von ihr. Anfangen tut das Buch auch mit einem Tagebucheintrag, in dem Maddie kurz ihre Welt erklärt, so dass der Leser, wenn die Geschichte dann richtig anfängt, auch ungefähr weiß, in was für einer Zukunft er sich befindet. Teilweise fand ich die Geschichte ein bisschen vorhersehbar, so dass es nicht sehr viele überraschende Wendungen gab. Spannend zu lesen fand ich sie dennoch.

Die beiden Hauptcharaktere Justin und Maddie machen im Laufe des Buches eine kleine Entwicklung durch, die Nebencharaktere bleiben dabei jedoch ein bisschen oberflächlich. Maddie hat auf mich am Anfang noch einen bisschen naiv gewirkt. Sie fühlt sich in ihrer Onlinewelt wohl und auch wenn sie ab und an ein paar Zweifel durchblicken lässt, schaltet sie dennoch erstmal auf Abwehrkurs, als Justin sie mit dem realen Leben konfrontiert. Doch eigentlich fängt dieses an ihr zu gefallen und nach und nach lässt sie dieses Gefühl auch zu. Justin ermutigt Maddie immer wieder sich doch ein bisschen zu öffnen, das Leben zu genießen und auch Beziehungen im realen Leben einzugehen. Doch für ihn selber gilt dies nicht, er bleibt relativ verschlossen, was sein Privatleben angeht. Das Einzige was für ihn zählt, ist seine Mission gegen die Digital School und dabei lässt er sich auch kaum Zeit für sein eigenes Wohlergehen. Doch je mehr Zeit er mit Maddie verbringt, desto mehr beginnt er sich ihr gegenüber auch zu öffnen.

Mein Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es war nix anspruchsvolles, sondern leichte Lektüre für zwischendurch, die jedoch auch ein bisschen zum Nachdenken angeregt hat. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für "Die Rebellion der Maddie Freeman" von Katie Kacvinsky

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thousandlifesblog thousandlifesblog

Veröffentlicht am 27.10.2016

Interessante Thematik

Auch wenn das Buch schon ein bisschen älter ist muss ich sagen ist es von der Thematik her noch top aktuell und wird es wohl auch noch viele Jahre bleiben. Das behandelte Thema und das gezeichnete Zukunftszenario ... …mehr

Auch wenn das Buch schon ein bisschen älter ist muss ich sagen ist es von der Thematik her noch top aktuell und wird es wohl auch noch viele Jahre bleiben. Das behandelte Thema und das gezeichnete Zukunftszenario ist auch das was das Buch unglaublich auszeichnet. Die Idee mit der Digital Scool und der Entwicklung der Menschen nur noch zu Hause zu leben, das Haus nicht mehr zu verlassen und im Grunde in einer digitalen Welt zu leben ist absolut realistisch und überzeugend ausgearbeitet.
Mir gefiel das wirklich sehr gut und man bekommt so ein bisschen den Spiegel vorgehalten. Manchmal dachte man einfach nur "Mensch, Sie hat sowas von Recht." Auch der Blickwinkel auf alltägliche Sachen gefiel mir gut, da es einem doch mal wieder klar machte wie wertvoll auch die "alltäglichen" Dinge sind. Geschichtlich ging es für mich etwas schleppend in Gang. Aber als alles einmal in Gang war, war man richtig mitten drin.
Sprachlich war es leicht und schön zu lesen. Die Autorin schaffte es auch die kleinsten Dinge besonders wirken zu lassen und hat einfach ein unglaubliches Talent die Sache auf den Punkt zu bringen. Wirklich sehr inspirierend.
Die Charaktere waren alle sehr stimmig und hatten alle Ihre eigene Persönlichkeiten, die auch wirklich super rüber kamen, sowas finde ich immer sehr wichtig. Zudem harmonieren Justin und Maddie sehr gut miteinander und man spürt förmlich die Explosionen der Gefühle der beiden.
Das Buch hatte mehrerer kleinere Höhepunkte und keinen extremen Höhepunkt am Ende. Ich fand das recht erfrischend und es war auch das ganze Buch hindurch interessant.
Alles in allem fand ich das Buch wirklich interessant und habe es wirklich gerne gelesen. Die präsente Thematik war eine wirklich tolle Grundlage für das Buch.

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vanessaaaxx vanessaaaxx

Veröffentlicht am 16.09.2016

[Rezension] Die Rebellion der Maddie Freeman

Infos zum Buch:

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Baumhaus Verlag
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: Awaken
ISBN: 9783843210409
Preis: ab 8,99 Euro erhältlich

Inhalt:

Eine ... …mehr

Infos zum Buch:

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Baumhaus Verlag
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: Awaken
ISBN: 9783843210409
Preis: ab 8,99 Euro erhältlich

Inhalt:

Eine Stadt in den USA, wenige Jahre in der Zukunft: Maddie, 17, lebt wie alle um sie herum ein digitales Leben. Schule und Verabredungen – das alles findet im Netz statt. Doch dann verliebt sie sich in Justin – für den nur das wahre Leben offline zählt. Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Justin gegen die Welt der sozialen Netzwerke, in der alles künstlich ist. Dieser Kampf richtet sich gegen die ganz oben – und damit auch gegen Maddies Vater, der das System der Digital School gesetzlich verankert hat. Maddie wird für die Bewegung zu einer Schlüsselfigur. Und sie muss sich entscheiden: Auf welcher Seite will sie stehen?

Meine Meinung:

Dieses Buch ist wieder so ein Buch wo ich gedacht habe: da kann ich mich richtig hineinversetzen. Die Geschichte von Maddie spielt im Jahr 2060 und dort spielt sich das Leben fast nur noch online und digital ab. Ich konnte mich gut hineinversetzten, weil das Ganze Szenario gar nicht so unmöglich klingt, denn heutzutage sind die meisten Menschen auch ständig online. Ich selbst auch. Und wer sagt, dass sich das mit der Zeit nicht noch verstärkt, so wie in dem Buch? Maddie lernt in einem Online Chat-Room Justin kennen und es funkt zwischen den beiden. Er zeigt ihr wie das Leben offline aussieht und wie schön das Leben sein kann. Nach kurzer Zeit beginnt Maddie ihre Tat von damals (vor 3 Jahren – und ich sag jetzt nicht welche) zu akzeptieren und sie sieht das sie eigentlich nichts falsches getan hat und das es richtig war, sich gegen Ihren Vater zu stellen, denn dieser hat bei der ganzen Sache auch noch eine wichtige Rolle zu vertreten. Langsam entwickelt sich eine Rebellion gegen das Digitale – und Justin ist sozusagen der Anführer. Maddie muss sich entscheiden auf welcher Seite sie steht. Insgesamt fand ich das Buch sehr gut auch wenn mir die Spannung etwas gefehlt hat. Im zweiten Teil wird das sicher anders aussehen. Der Titel des Buches finde ich sehr gut gewählt weil er einfach zu der Protagonistin und dem ganzen Geschehen passt. Das Cover sieht auch sehr ansprechend aus und das Mädchen, dass Maddie darstellen soll, zeigt einen entschlossenen Blick. Genau so wirkt Maddie in dem Buch auf mich. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Band, den ich schon bald lesen werde.

⭐️⭐️⭐️

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Johannisbeerchen Johannisbeerchen

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Grundidee war genial, allerdings hätte die Umsetzung besser sein können. Die Charactere waren mir symphatisch auch wenn Maddie an einer bestimmten Stelle sehr naiv war und der Buchtitel so gar nicht zum Inhalt passte.

Zu diesem Buch gehen die Meinungen weit auseinander. Bei amazon gibt es Bewertungen von 1 bis 5 Sterne, wobei 5 Sterne am häufigsten vorkommen. Dadurch bin ich immer etwas skeptisch und habe keine Lust ... …mehr

Zu diesem Buch gehen die Meinungen weit auseinander. Bei amazon gibt es Bewertungen von 1 bis 5 Sterne, wobei 5 Sterne am häufigsten vorkommen. Dadurch bin ich immer etwas skeptisch und habe keine Lust ein schlechtes Buch zu lesen. Zum Glück wurde ich hier überraschtund bin doch sehr angetan.

Maddies Vater hat vor einigen Jahren den Weg für die Digital School geebnet und mittlerweile gibt es kein anderes Schulsystem mehr. Jeder wird vor dem PC unterrichtet. Aber dort wird man nicht nur unterrichtet. Der Pc ist das neue reale Leben. Dort trifft man seine Freunde, macht Spaziergänge und Sport. Nur wenn nötig geht man auf die Straße, was sicherlich nicht oft vorkommt. Aber Maddie war schon immer gegen dieses System und als sie Justin trifft wird ihr auch wieder klar, warum sie damals Informationen an sogenannte Rebellen weiter gegeben hat.

Gleich zu Anfang fiel mir Maddies Zwiespalt auf. Sie mag das System nicht und findet sich doch damit ab. Vor 3 Jahren hat sie einer Gruppe geholfen an Informationen zu kommen, aber ihr Vater kam dahinter und seitdem hat sie Hausarrest, bis zu ihrem 18. Geburtstag. Seitdem lebt sie nach seinen Vorstellungen und das kam mir seltsam vor. Man fällt doch nicht von einem Extrem ins Andere. Sie ist natürlich weiterhin gegen die Vorstellungen ihres Vaters, macht aber nichts dagegen. Später sagt sie über sich selbst, sie hätte sich beinahe mit ihrem Leben abgefunden.

Aber da tritt Justin in ihr Leben und macht alles durcheinander. Ganz klar ist er der heißeste Typ, den sie je gesehen hat (und wahrscheinlich auch der Einzige bis dahin) und sie ist sich ihrer Schönheit gar nicht bewusst. Typisch Jugendbuch. Wild drauf los geküsst wurde nicht, da hat sich die Autorin viel Zeit gelassen. Beide bezeichnen sich als Freunde, wobei schnell bemerkbar wurde, dass sie ineinander verliebt sind.

Allgemein haben mir die Charactere gut gefallen. Sie reagierten authentisch, hatten Angst und waren nicht oberflächlich (außer bei der jungen Liebe). Besonders Clare war mir symphatisch und auch Justin ist ein netter Kerl, der Gefühle zeigen oder auch gut verbergen kann. Er steht zu seiner Einstellung gegenüber der Digital School und auch das schöne Zitat ist von ihm.

Die sicherste Art, das Leben zu verpassen, ist herumzustehen und darüber zu reden. S. 100

Die Zukunftsvision von Katie Kacvinsky finde ich peersönlich sehr erschreckend. Aber schon jetzt sind wir dem näher als wir denken. Soziale Netzwerke bestimmen den Alltag von vielen und Zeit mit Freunden wird nur noch vor dem PC verbracht. Genau so sieht es auch im Buch aus, nur noch viel extremer. Niemand geht mehr vor die Tür, nur wenige Menschen leben offline und werden dafür schwer kritisiert und von der Regierung als Bedrohung gesehen. So könnte es in Jahren bei uns auch aussehen und das macht das Buch für mich so real und schecklich. Denn wer erstmal von Computern abhängig ist findet schwer den Weg in die Realität zurück. "Schuld" an der Digital School Verordnung war übrigens die wachsende Kriminalität auf Schulen. Der ausschlaggebende Tag war der 28 März 2049, an dem 17 Grunschulen mit Bomben gesprengt wurden und über 100 Kinder starben.

Die Handlung um Maddie und Justin war recht einfach gestrickt. Sie lernen sich in einem Chat kennen, freunden sich offline an und Maddie entfernt sich immer mehr von der digitale Welt um das richtige Leben zu genießen, sodass ihr Vater irgendwann Konsequenzen zieht. Viel passiert nicht und auch gegen die momentane Regierung wird wenig ausgerichtet. Der erste Band einer Trilogie wurde dafür genutzt, uns die Personen und die Welt in der sie leben vorzustellen. Auch von einer Rebellion kann nicht wirklich gesprochen werden. Maddie ist nie die Schlüsselfigur gewesen, eher eine Randfigur, die zuschaut, wie Justin "die Welt rettet". Langweilig wird es trotzdem nie, denn Justin macht seine Sache sehr gut. Aber eine richtige Spannung hat sich trotzdem nie aufgebaut.


Fazit: Die Grundidee war genial, allerdings hätte die Umsetzung besser sein können. Die Charactere waren mir symphatisch auch wenn Maddie an einer bestimmten Stelle sehr naiv war und der Buchtitel so gar nicht zum Inhalt passte.

Definitiv werde ich mir das Buch und den Folgeband kaufen !

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Katie Kacvinsky

Katie Kacvinsky - Autor
© Ellisse Steed

Katie Kacvinsky arbeitete als Model und als Lehrerin, bevor sie sich entschied, ihre Zeit ganz dem Schreiben zu widmen. Ihr erstes Buch, Die Rebellion der Maddie Freeman, erschien im Sommer 2011 im Boje Verlag und war sofort ein großer Erfolg, ebenso der Nachfolgeband Maddie – Der Widerstand geht weiter. Im Herbst 2015 folgt der dritte und abschließende Band der Trilogie, Maddie – Immer das Ziel im Blick. Auch ihr Liebesroman Dylan & Gray ist bei Boje im Programm. Die Autorin lebt in …

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