Römisches Vermächtnis
 - Bianca Palma - POD

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12,90

inkl. MwSt.

be-eBooks
Taschenbuch
Krimis
250 Seiten
ISBN: 978-3-7413-0048-6
Ersterscheinung: 01.06.2017

Römisches Vermächtnis

Ein Fall für Commissario Caselli

(9)

Als die ältere Dame Adriana Vitullo in ihrer schönen Wohnung am Campo de‘ Fiori ermordet aufgefunden wird, hält sich die Trauer bei ihren Angehörigen und Bekannten in Grenzen. Denn alle hatten ein Interesse an ihrem Erbe: Ihr Sohn, der Antiquitätenhändler, ihre Mitbewohnerin Franca, die ihr Geld bei Astro-Hotlines vergeudet, und ihr schnöseliger Untermieter Sebastiano.
Seine Ermittlungen führen Caselli ins Kartenleger-Milieu und bevor er sich versieht, wird ihm selbst etwas prophezeit: Er werde sich noch während des Falls verlieben ...
Commissario Alessandro Caselli ermittelt in Rom – ein eleganter Kriminalbeamter mit guten Manieren und Geschmack.

Rezensionen aus der Lesejury (9)

Bookstar Bookstar

Veröffentlicht am 13.06.2018

Römisches Vermächtnis

Auch dieser Fall des Commissario Caselli liest sich wieder gut und recht flott. Man muss die Vorgänger nicht gelesen haben, um sich einzufinden.
Die 84-jährige Adriana Vitullo ist tot. Verdächtig sofort ... …mehr

Auch dieser Fall des Commissario Caselli liest sich wieder gut und recht flott. Man muss die Vorgänger nicht gelesen haben, um sich einzufinden.
Die 84-jährige Adriana Vitullo ist tot. Verdächtig sofort ihr Sohn Geraldo der es immer auf ihr Geld abgesehen hat und ihre Mitbewohnerin Franca, sie ist behindert und wurde von Adriana vor langer Zeit aufgenommen. Franca gibt ihre kleine Rente für Telefonberatungen bei einer Astro-Hotline aus, sucht schon lange verzweifelt ihr Glück. Auf der Suche nach dem Mörder und dem Motiv wird der Leser umfangreich in die Lebensumstände der Stadt und vieler Charaktere eingeführt. Kunst, Natur und italienische Küche gepaart mit gutem Krimi, hier mal ganz unblutig und die Auflösung richtig gut.

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pfalzir pfalzir

Veröffentlicht am 15.04.2018

ruhiger Krimi in einer schönen Stadt

Adriana Vitullo, die tot in ihrer schönen Wohnung am Campo de' Fiori aufgefunden wird, hat es ihren Mitmenschen nicht leicht gemacht. Und so gibt es auch schnell zwei Hauptverdächtige: ihr Sohn Geraldo, ... …mehr

Adriana Vitullo, die tot in ihrer schönen Wohnung am Campo de' Fiori aufgefunden wird, hat es ihren Mitmenschen nicht leicht gemacht. Und so gibt es auch schnell zwei Hauptverdächtige: ihr Sohn Geraldo, der permanent auf finanzielle Unterstützung seiner Mutter gedrängt hat. Und Adrianas Mitbewohnerin Franca; sie ist schwerbehindert und ihre kleine Rente würde nicht für eine eigene Wohnung reichen.

Römisches Vermächtnis ist ein eher ruhiger Krimi mit einem interessanten Commissario. Ungewöhnlich fand ich, dass wir als Leser viele Beschreibungen von Häusern, Fassaden und Kunstwerken bekommen haben. Auch bei Befragungen im Umfeld der Toten lesen wir Details über Innenausstattung, Möbelstücke und Schmuck. Hier kann man ahnen, dass Kunst und Kultur ein großes Steckenpferd der Autorin ist. Die vielen Beschreibungen Roms bedienen sicher die Liebhaber und Kenner dieser Stadt.

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fredhel fredhel

Veröffentlicht am 13.04.2018

Ungerecht

Die geizige alte Dame Adriana Vitullo hat vor Jahren die mittellose und behinderte Tochter ihrer Freundin, Franca, bei sich aufgenommen. Nun stirbt Adriana unter ungeklärten Umständen. Sowohl ihr Sohn ... …mehr

Die geizige alte Dame Adriana Vitullo hat vor Jahren die mittellose und behinderte Tochter ihrer Freundin, Franca, bei sich aufgenommen. Nun stirbt Adriana unter ungeklärten Umständen. Sowohl ihr Sohn Geraldo, der verschuldete Antiquitätenhändler, als auch die im Verlauf des Buches immer unsympathischer werdenden Franca, haben ausreichend Motive, um Commissario Caselli verdächtig zu erscheinen.

Bianca Palma hat mal wieder gekonnt das pulsierende Leben Roms eingefangen, dabei zugleich immer ein Blick auf Bau- und Kunststile geworfen. Es macht einfach immer Freude, diese schöne Stadt mit ihren Augen zu erleben. Commissario Alessandro Caselli wirkt sehr real. Immer gepflegt und gut gekleidet verkörpert er den eleganten Römer per se, obwohl er im tiefsten Inneren Sizilianer geblieben ist und sich nur allmählich assimiliert.

Die Handlung und der Mordfall sind elegant konstruiert, der Sprachstil ist gewandt und fliessend, die Charaktere eigenwillig und lebendig. Alles Zutaten, die mir bei einem Krimi wichtig sind, doch leider ist der Schluss für mich persönlich zu nebulös. Er kann mein Gerechtigkeitsempfinden und meine Logik nicht zufriedenstellen. Auch dass die beiden Hauptpersonen, Adriana und Franca, so absolut unsympathisch sind, verdirbt mir die Freude am Lesen. Ich hatte den attraktiven Caselli aus "Römische Verwicklungen" in besserer Erinnerung.

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Ladybella911 Ladybella911

Veröffentlicht am 06.04.2018

In Rom ermittelt man anders

Man nehme:

Einen sizilianischen Commissario, der Wert auf stilvolle elegante Kleidung legt und ausnahmslos nur weiße oder blaue Hemden trägt...
Einen liebevollen Familienvater als eifrigen Assistenten, ... …mehr

Man nehme:

Einen sizilianischen Commissario, der Wert auf stilvolle elegante Kleidung legt und ausnahmslos nur weiße oder blaue Hemden trägt...
Einen liebevollen Familienvater als eifrigen Assistenten, der sein Budget ab und an auf nicht ganz legale Weise aufbessert....
Eine reiche ältere, Signora, die extrem geizig ist und die behinderte Tochter ihrer einstmals besten Freundin zwar aufgenommen hat, aber schamlos ausnutzt.....
Und eine nicht mehr ganz junge und knusprige Signorina, die sich rettungslos in einen senegalesischen Flüchtling verliebt und zudem noch süchtig nach Horoskopen und dem Geheimnis von Tarotkarten ist.... Ihre Kartenlegerin, Artemis, zieht ihr gnadenlos das Geld aus der Tasche
Außerdem gibt es einen Sohn, dessen Geschäft am Rande einer Pleite steht, eine chinesische Familie, die ihre Nachbarn terrorisiert ... und und und....
All dies verwebt Bianca de Palma zu einem gemächlichen aber sehr spannenden Roman mit einem plötzlichen Todesfall – war es es Mord?

Viele trickreiche Wendungen, sozialkritische Anmerkungen, interessante Einzelheiten über römische Berühmtheiten, Bauwerke und viel römisches Flair machen diesen Krimi aus, der mich bestens unterhalten hat und in dem typischen Schreib-Stil der Autorin geschrieben ist, der für mich einen hohen Wiedererkennungswert hat und die Charaktere, Rom und seine Sehenswürdigkeiten vor meinem inneren Auge erstehen lässt – fast so, als würde man selber durch die alten Gassen und Viertel streifen, mit Commissario Castelli bei einem Glas trockenen Weißwein den aktuellen Fall besprechen.


Von mir gibt es 4 gute Sterne und eine Empfehlung.

Autor: Bianca Palma

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mabuerele mabuerele

Veröffentlicht am 23.03.2018

Casellis vierter Fall

„...Er fuhr gerade über die Ponte Fascista und sah die Wasser des Tibers silbern im Sonnenlicht glänzen. Einige Möwen saßen auf den Pfeilern, und die gigantischen Adler auf den monumentalen Travertinsockeln ... …mehr

„...Er fuhr gerade über die Ponte Fascista und sah die Wasser des Tibers silbern im Sonnenlicht glänzen. Einige Möwen saßen auf den Pfeilern, und die gigantischen Adler auf den monumentalen Travertinsockeln schienen die Brücke achtsam und erhaben zu bewachen...“

Adriana ist eine ältere Dame. Sie lebt in Rom, hat Franca, Tochter einer Freundin, bei sich aufgenommen und außerdem ein Zimmer an einen Jurastudenten vermietet.
Franca bittet Adriana um Geld, da sie mit einem Freund ins Kino gehen möchte. Die aber lehnt ab. Wenige Minuten später verhindert Franca, dass Adriana die falschen Tabletten nimmt. Am Abend verlässt Franca das Haus und hört den Streit zwischen Adriana und ihren Sohn.
Am nächsten Tag wird Adriana von der Putzfrau tot in ihrer Wohnung gefunden. Die Polizei geht auf Grund der Spurenlage von einem Verbrechen aus. Der Fall landet bei Commissario Caselli.
Die Autorin hat einen spannenden Krimi geschrieben. Es ist der vierte Fall für Commissario Caselli und seinen Partner Scurzi.
Die Personen werden gut charakterisiert. Franca ist ein widersprüchliche Persönlichkeit. Sie ist als Folge der Kinderlähmung behindert. Ihr Vater war ein Spieler und hat damit das Familienvermögen durchgebracht. Nach seinem Tod kamen Franca und ihre Mutter mehr schlecht als recht über die Runden. Einerseits ist Francas Verbitterung auf die freudlose Kindheit und Jugend zurückzuführen, andererseits agiert sie in manchen Situationen sehr geschickt. Als Folge ihrer Einsamkeit genießt sie die Gespräche mit Ameris in der Astro-Hotline, obwohl sie sich die eigentlich nicht leisten kann. Ein Lichtblick ist in letzter Zeit ihre Freundschaft mit Anaya, einem Senegalesen. Doch sie sieht die Beziehung realistisch, wie das folgende Zitat andeutet:

„...Zu zweit, wenn es nicht passt, ist man oft einsamer als allein...“

Geraldo, der Sohn der Toten, steckt ebenfalls in finanziellen Schwierigkeiten. Außerdem verliert sein Antiquitätenladen zunehmend die gehobene Kundschaft, weil im Nachbarhaus eine chinesische Familie einen Laden gemietet hat und die ganze Straße mit lauter Musik terrorisiert.
Die Ermittlungen werden von Caselli und Scurzi gut durchdacht und konsequent durchgeführt, doch ihre Verhöre bringen sie kaum weiter. Dabei darf ich die beiden auf ihren Wegen durch Rom begleiten. Ein Beispiel für die gekonnte Beschreibung der Stadt ist das Eingangszitat. Es zeigt außerdem, dass die Autorin das Spiel mit Wörtern und Metaphern sehr gut beherrscht.
Zu den stilistischen Feinheiten gehört für mich das Gespräch von Caselli mit Ameris, Francas Ansprechpartnerin bei der Astro-Hotline. Anstatt seine Fragen zu beantworten, textet sie ihn zu und legt ihm zum Schluss die Karten.
Ab und an trifft sich Caselli am Abend mit drei Freunden. Dabei wird das aktuelle Thema der Migranten in Italien äußerst kontrovers diskutiert.
Schnell zeigt sich, dass für einige Aspekte der Geschichte ein Blick in die Vergangenheit hilfreich ist. Die komplexen Verflechtungen der Elterngeneration von Franca und Geraldo haben nicht nur deren Leben stark beeinflusst, sondern wirken bis heute nach.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Darin gibt es auch über die Rezension hinaus noch eine Menge an lesenswerten Feinheiten zu entdecken.

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Autor

Bianca Palma

Bianca Palma - Autor
© Bianca Palma

Bianca Palma studierte Musik und arbeitete als Dolmetscherin in Rom. Zeitweise lebte sie auch in Sizilien und einem sturmumwehten Bergdorf in Umbrien. Heute verbringt sie die Sommermonate in Italien, den Rest des Jahres lebt sie mit ihrem Jack Russel in Deutschland. Sie liebt Verdi, Wagner und die internationale Filmszene.

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