Das Erbe der Wintersteins
 - Carolin Rath - eBook

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6,99

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Frauenromane
359 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7325-2929-2
Ersterscheinung: 31.10.2016

Das Erbe der Wintersteins

Familiengeheimnis Roman

(45)

Der Geruch nach Karbol, knarzende Dielenböden, fahrende Kuriositäten und ein dunkles Geheimnis ... das ist "Das Erbe der Wintersteins".
"Ihr Vater war kein Mann der langen Umschweife. Sie wusste, er würde gleich zur Sache kommen und das tat er auch. 'Die Firma steckt in Schwierigkeiten. Wir müssen investieren. Ich werde die Winterstein Villa verkaufen!'"
'Nein, das kannst du nicht machen!' Celine stellte ihre Tasse so heftig auf den Tisch, dass der Kaffee überschwappte. 'Nicht die Villa!'"
Spätes 19. Jhdt.: Claire wurde als Baby aus einer verunglückten Kutsche fahrender Schausteller gerettet und kam auf dem Hof der Wintersteins unter. Dort muss sie sich ihre Daseinsberechtigung jedoch durch harte Knochenarbeit verdienen. Als überraschend ein Professor aus der Stadt nach ihr schickt und sie um ein Treffen in seinem Krankenhaus bittet, macht sie sich umgehend auf den Weg. Sie wird in einen dunklen Raum im Keller des Krankhauses geführt. Was sie dort erfährt, erschüttert sie zutiefst und sie weiß nicht mehr, was sie noch glauben soll.
2016: Celine Winterstein liebt die alte Villa in Meylitz, die schon seit Jahren im Besitz der Familie ist und mittlerweile leer steht. Doch weil der Familienkonzern in finanziellen Schwierigkeiten steckt, bleibt ihnen keine Wahl: Die Villa muss renoviert und verkauft werden. Schweren Herzens begibt sie sich ein letztes Mal dorthin, um den Verkauf in die Wege zu leiten. Die Bauarbeiten bringen immer mehr Hinweise auf die Geschichte ihrer Urgroßmutter Claire zum Vorschein, die die Villa damals gekauft hat. Und ein düsteres Geheimnis, das niemand jemals geahnt hätte.
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    6,99 €

Rezensionen aus der Lesejury (45)

Vorleser Vorleser

Veröffentlicht am 23.01.2017

Spannende Geschichte mit Klischees

Inhalt:
Celine hat die Aufgabe die alte Villa Winterstein so herzurichten, dass sie gewinnbringend verkauft werden kann, denn dem Familienunternehmen geht es finanziell schlecht.
Bei Aufräumarbeiten in ... …mehr

Inhalt:
Celine hat die Aufgabe die alte Villa Winterstein so herzurichten, dass sie gewinnbringend verkauft werden kann, denn dem Familienunternehmen geht es finanziell schlecht.
Bei Aufräumarbeiten in der Villa stößt sie auf das Tagebuch ihrer Urgroßmutter, mit der sie sich im Laufe der Geschichte immer verbundener fühlt.Claire Winterstein ist ein Findelkind, die trotz einer harten Kindheit und Jugend etwas aus sich macht. Natürlich schafft sie das nicht alleine, aber der Zufall will es, dass sie einen Gönner hat, und ihr das Schicksal schlussendlich gewogen ist.Sowohl Celine als auch Claire müssen allerlei Gefahren durchstehen, bevor sich am Ende alles verquickt und auflöst.

Meine Meinung:

Es ist gar nicht einfach, diese Bewertung in Sternen auszudrücken. Das Buch ist flüssig geschrieben und liest sich gut. Es ist spannend und interessant. Von daher hätte es sicher einen Stern mehr verdient.
Es gibt aber ziemlich viele Dinge, die mich gestört haben. Da ist zum Beispiel Celine: eine Frau die beruflich gefestigt ist, und eigentlich auch nicht dumm. Trotzdem hat sie nichts anderes im Sinn, als sich heiraten zu lassen. Sie ist so verzweifelt, dass sie den erstbesten akzeptiert, der sich für sie interessiert. Die biologische Uhr kann es nicht sein, denn von Kinderwunsch ist nicht die Rede. Dazu braucht man ja auch nicht zu heiraten.

Dann ist da Claire: ein armes Findelkind, die eine sehr schwere Kindheit und Jugend hat, es aber irgendwie schafft, die Familiendynastie zu begründen.

Erfahren wir Details aus ihrer Kindheit und Jugend, so ist da mit einem mal ein Schnitt.
Irgendwie ist es unbefriedigend.

Derweil stolpert Celine sehenden Auges von einer hirnrissigen Aktion in die nächste, was mich absolut nicht überzeugt hat; zudem sind gewisse Entwicklungen einfach zu vorhersehbar.

Überhaupt ist das Frauenbild hier absolut negativ, wenngleich ich überzeugt bin, dass das von der Autorin nicht beabsichtigt ist.

Wir haben hier Frauen die jeweils ein Klischee verkörpern:

1. Die Unschuld, die es vom Tellerwäscher zum Millionär schafft.

2. Die Getriebene, die um eines Vorteiles willen alles verrät.

3. Die Oberflächliche, die sich nur für ihr Aussehen und ihre Markenklamotten interessiert.

4. Die Verzweifelte, die spirituelle Anwandlungen hat und außerdem unbedingt heiraten will.

5. Die Habgierige, Ungerechte, die sich auf Kosten anderer bereichert, dabei natürlich total bigott ist.

Kommen also die Männer besser weg? Nicht wirklich. Auch hier haben wir diverse Kategorien:

1. Den knallharten Geschäftsmann der um seinen Besitz kämpfen muss

2. Den Sunnyboy und Lebemann, der aber eigentlich ganz süß ist

3. Den durchtrieben Verbrecher, den Bösewicht, der allen Mitmenschen das Leben schwer macht.

4. Den Retter in der Not.

5. Den Mäzen.

Von den klischeehaften Charakteren mal abgesehen fehlte mir etwas in der Geschichte. Die Ansätze, besonders in den Abschnitten die Claire betreffen, sind gut, ich hätte aber gerne mehr gehabt.
Der Prolog ist gut gewählt, er zieht den Leser rein. Es wird schon direkt sehr viel Spannung aufgebaut und Neugierde generiert, aber ich habe das Gefühl, dass mir die Antwort schuldig geblieben wurde. Auch konnte ich mit keinem der Charaktere einen wirklichen Rapport bilden, dazu waren sie zu klischeehaft.

Es war aber natürlich nicht als wissenschaftliche Studie gedacht, und für die Form ist es insgesamt recht gut gelungen, die Spannung wurde mühelos bis zum Ende gehalten.

Bei einem differenzierteren System wären es vier Sterne für Sprache und Stil, und jeweils drei für Plot und Charaktere, was einen Durchschnitt von 3,3 ergibt.

Abschließend möchte ich mich bei Bastei Lübbe für die Leserunde und das Zurverfügungstellen des Rezensionsexemplars bedanken.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

vicky_1990 vicky_1990

Veröffentlicht am 19.01.2017

Wer liebt ist nicht frei

Das Buchcover sieht sehr herbstlich aus, zieht durch die orangen Blätter sofort den Blick auf sich und passt daher perfekt zur aktuellen Jahreszeit.

Durch den Prolog, hat man einen guten Einstieg in ... …mehr

Das Buchcover sieht sehr herbstlich aus, zieht durch die orangen Blätter sofort den Blick auf sich und passt daher perfekt zur aktuellen Jahreszeit.

Durch den Prolog, hat man einen guten Einstieg in die Geschichte, hauptsächlich allerdings in jene von Claire – also in den Handlungsstrang welcher in der Vergangenheit spielt. Er weckt sofort das Interesse und die Lust auf mehr sodass man das Buch, bis man diesen Zeitpunkt in der ‚richtigen‘ Geschichte findet, nicht mehr aus der Hand geben kann!

Die abwechselnden Kapiteln, Vergangenheit (Claire) vs. Gegenwart (Celine) verleihen der Geschichte vor allem ab dem zweiten Drittel Spannung welche im letzten definitiv am größten ist. Das Wechseln zwischen den zwei Erzählsträngen ist der Autorin Carolin Rath gut gelungen. Jedoch muss ich sagen dass mir die Kapitel in der Vergangenheit besser gefallen. Da mich jene in der Gegenwart trotz des Humors der dortigen Personen bis zum Schluss nicht so richtig fesseln konnten, und sie daher getrost weggelassen werden hätten können (zumindest was mich angeht hat sie nicht viel zum eigentlichen Handlungsstrang beigetragen), muss ich leider einen Stern abziehen. Leider, denn die Geschichte in der Vergangenheit fand ich super, die Handlungsstränge mit Claire waren sehr spannend. Die Geschichte ist aufgrund des einfachen Schreibstils leicht und zügig zu lesen, einzig die Kapitel mit Celine haben meinen Lesefluss etwas gebremst.

Die meisten Figuren, unabhängig vom Handlungsstrang (Vergangenheit, Gegenwart), sind gut ausgearbeitet. Einzig Celine war mir zu sprunghaft, von ihr wusste man nie was man erwarten soll. Zeitweise kamen von ihr absolut entgegengesetzte Handlungen. Ich konnte da bis zum Schluss leider keinen ‚fixen‘ Charakter erkennen, sie war mir irgendwie zu abgedreht und viel zu unstet, daher leider noch ein Sternabzug da Celine im Prinzip ja die zweiten Hauptfigur war (und bei den Hauptfiguren geht ein solches entgegengesetztes Verhalten absolut nicht, diese müssen für mich einen klar erkennbaren Charakter haben um entsprechend eingeschätzt werden zu können). Einige der Dinge klären sich am Ende auf. Allerdings kam mir das ‚Ende‘ in der Gegenwart zu abrupt. Mir fehlt zwischen der Vergangenheit und der Jetztzeit zu viel, es gibt zu viele ungeklärte Dinge, zumindest in meinen Augen (mich hätte vor allem interessiert was da noch zwischen den beiden Zeiten mit Claire passiert ist). Deswegen leider noch ein Sternabzug.

Fazit:
Alles in allem aber trotzdem ein gelungenes Buch. Man kann sich ein paar gute Lesestunden damit gönnen.

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steffi_the_bookworm steffi_the_bookworm

Veröffentlicht am 31.12.2016

Unterhaltsam

Ich habe schon länger keinen historischen Roman gelesen, so dass ich mich sehr auf die Geschichte der Wintersteins gefreut habe.

Die Geschichte spielt zum einen im späten 19. Jahrhundert und zum anderen ... …mehr

Ich habe schon länger keinen historischen Roman gelesen, so dass ich mich sehr auf die Geschichte der Wintersteins gefreut habe.

Die Geschichte spielt zum einen im späten 19. Jahrhundert und zum anderen in der heutigen Zeit. Diese Wechsel und die Verknüpfungen mache ich immer sehr gerne und auch hier ist der Autorin das sehr gut gelungen.

Die Familiengeschichte war interessant und war mit dem Setting des Zirkus, in denen Menschen mit Fehlbildungen zur damaligen Zeit ausgestellt wurden, ungewöhnlich und sticht damit aus der Menge der Bücher hervor. Die Geschichte in der Vergangenheit fand ich wieder mal deutlich spannender und mitreißender.

Als Charaktere fand ich vor allem Claire Winterstein interessant. Celine hingegen fand ich unglaublich anstrengend und unsympathisch. Ihre Art war mir zu verklemmt und sprunghaft.

Es war stellenweise schon sehr vorhersehbar, dennoch konnte mich das Buch gut unterhalten.

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campinos campinos

Veröffentlicht am 14.12.2016

Celine und Klara

Celine soll die Villa der Familie wieder auf Vordermann bringen und dann soll sie zur Rettung des Familienunternehmens verkauft werden. Celine hängt sehr an der Villa, da sie dort mit ihrer verstorbenen ... …mehr

Celine soll die Villa der Familie wieder auf Vordermann bringen und dann soll sie zur Rettung des Familienunternehmens verkauft werden. Celine hängt sehr an der Villa, da sie dort mit ihrer verstorbenen Mutter gelebt haben. Bei der Baubegehung findet sie das Tagebuch von Claire, die die erste Besitzerin der Villa durch die Familie Winterstein war. Bald taucht sie ein in die Welt ihrer Vorfahren und merkt nicht, dass sich deren Leben immer noch auf ihres auswirkt.

Klara wird in einer kalten Winternacht noch als Säugling gefunden. Als Waisenkind hat sie „Glück“ und wächst am Winterstein- Hof auf. Ihr Leben verändert sich radikal als sie von einem Professor nach Berlin geholt wird. Doch warum wurde aus Klara Claire? Und wer sind ihre Eltern? Und wie kommt dieses arme Mädchen zu einer Villa?

Klaras Geschichte hat mir besser gefallen als Celines. Insgesamt fehlt aber allen Charakteren die Tiefe. Und leider werden manche Sachen nicht geklärt im Laufe des Buches und es gibt die ein oder andere Ungereimtheit.
Der Schreibstil hat mir aber Freude gemacht und das Cover fand ich toll.

Insgesamt kann ich leider nur 2 Sterne vergeben, da ich das Buch nicht weiterempfehlen würde. Dafür gibt es einfach genügend bessere Familiengeheimnis- Romane.

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Sidny Sidny

Veröffentlicht am 05.12.2016

Düsteres Geheimnis um eine Familiendynastie

Celine Winterstein arbeitet in der Geschäftsleitung des elterlichen Betriebs und ist frisch verliebt - außerdem stehen noch die Hochzeit ihres kleinen Bruders und Weihnachten vor der Tür. Es könnte alles ... …mehr

Celine Winterstein arbeitet in der Geschäftsleitung des elterlichen Betriebs und ist frisch verliebt - außerdem stehen noch die Hochzeit ihres kleinen Bruders und Weihnachten vor der Tür. Es könnte alles so schön sein, doch kurz vor Heiligabend erfährt sie von ihrem Vater Gustav, dass die Porzellanmanufaktur in einer ernstzunehmenden finanziellen Schieflage steckt. Daher soll die alte und längst nicht mehr bewohnte Winterstein-Villa inklusive Bootshaus renoviert und verkauft werden, in der Hoffnung, dass der Erlös die Manufaktur retten kann.
Celine soll die Arbeiten überwachen, doch es fällt ihr schwer, sich fremde Menschen im Heim ihrer Kindheit vorzustellen. Der Ortswechsel nach Meylitz weckt außerdem Celines Interesse an ihrer Urgroßmutter Claire - sie war die Gründerin des Familienunternehmens und außerdem die erste Winterstein, die in der Villa gelebt hat.

Ich durfte dieses Buch in einer Leserunde der Lesejury lesen, und die Autorin Carolin Rath stand den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung, so dass "Das Erbe der Wintersteins" ein besonderes Leseerlebnis für mich war.

Es gibt zwei Handlungsstränge: einen, der in der Vergangenheit angesiedelt ist und der Claires Lebensgeschichte erzählt, und einen zweiten in der Gegenwart, in dem Celine im Mittelpunkt steht. Die Klara- und Celine-Kapitel wechseln sich hierbei immer ab, die Kapitel enden meistens mit einem kleinen Cliffhanger, wodurch ich immer Lust aufs Weiterlesen hatte.
Die beiden Handlungsstränge ergänzen sich sehr gut, so dass eine runde Geschichte um das Geheimnis der Familie Winterstein auf den Leser wartet.
Die Rückblenden in die Vergangenheit zu Claire Winterstein haben mir hierbei einen kleinen Tick besser gefallen als die Erzählpassagen der Gegenwart - die Szenen waren sehr bildhaft und lebendig beschrieben, so dass ich die örtlichen Gegebenheiten und die handelnden Figuren deutlich vor Augen hatte.
Aber ich fand trotzdem beide Erzählstränge mit ihren Protagonistinnen gut gelungen, und auch die übrigen Figuren waren gut gezeichnet und gaben der Geschichte den letzten Schliff.

Da ich generell Familiengeschichten mit verschiedenen Zeit- und Handlungssträngen sehr gerne mag, hat mir "Das Erbe der Wintersteins" sehr gut gefallen. Carolin Rath hat zudem ein spannendes Geheimnis eingebaut, und sie lässt auch detailreiche Schilderungen über die beim Publikum beliebten Kuriositäten- und Völkerschauen um die Jahrhundertwende mit einfließen, was ich sehr interessant (und auch etwas gruslig) fand.

"Das Erbe der Wintersteins" ist der erste Titel einer "Familiengeheimnis-Reihe" des Lübbe Verlags - die Autorin Carolin Rath arbeitet bereits an einem zweiten Buch, das zu dieser Reihe gehören wird. Die Titel bauen allerdings nicht aufeinander auf, im nächsten Buch wird eine andere Familie im Mittelpunkt stehen, man wird die Bücher also unabhängig voneinander lesen können - ich warte schon sehnsüchtig auf den nächsten Band!

Carolin Rath hat mir mit diesem tollen Schmöker für kalte, graue Wintertage schöne Lesestunden beschert - wer gerne Familiensagas liest, ist mit diesem Titel bestimmt gut beraten.

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