Das Geschenk eines Sommers
 - Gabriele von Braun - eBook

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4,99

inkl. MwSt.

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Frauenromane
361 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-3754-9
Ersterscheinung: 01.08.2017

Das Geschenk eines Sommers

(24)

Clara, Ende dreißig, ist erfolgreich im Job, hat eine schicke Wohnung in München, einen alten, leicht übergewichtigen Kater und eine Liebe: Martin. Doch der ist mit einer anderen verheiratet. Als sie sich für einen Besuch bei ihren Eltern in Berlin ankündigt, die sie viel zu lange nicht gesehen hat, erfährt sie, dass ihre Mutter Ruth schwer krank ist. Die Diagnose: Krebs – Heilung ausgeschlossen. Clara ist am Boden zerstört, aber Ruth beschließt, die Zeit, die ihr noch bleibt, zu genießen und den Sommer noch einmal zu spüren. Gemeinsam fahren Mutter und Tochter in die Uckermark, wo Ruth aufgewachsen ist. Eine schöne, aber vor allem sehr emotionale Zeit beginnt, die zeigt, was wirklich wichtig ist, und Clara die Augen auch in Sachen Liebe öffnet …

eBooks von beHEARTBEAT – Herzklopfen garantiert.

„Das Buch bietet ohne Gnade alles was das Leben zu bieten hat. Ein lehrreicher Roman über das, was wirklich zählt, mit Tiefgang, Witz, sympathischen Figuren und kommt ohne Kitsch aus. Absolut empfehlenswert!“ (LilaKuhhh, Lesejury)

„Gabriele von Braun hat einen wundervollen Roman geschaffen, der immer genau den Punkt trifft, zwischen einer gewissen Tiefgründigkeit und einer Prise Humor, der sehr realistisch beschreibt, wie unterschiedlich Menschen mit solchen Situationen umgehen.“ (Garten_Fee_1958, Lesejury)

„Insgesamt ein sehr ergreifendes Buch, dass sich so gut lesen lässt, dass man es kaum zur Seite legen kann.“ (Angel0885, Lesejury)


Rezensionen aus der Lesejury (24)

Leseratte77 Leseratte77

Veröffentlicht am 01.10.2017

Ein wünschenswerter Abschied

Das Geschenk eines Sommers“ geschrieben von Gabriele von Braun ist ein sehr gefühlvoller und wunderbar geschriebener Roman. Er zeigt die Möglichkeit Abschied von einander zu nehmen auf sehr harmonische ... …mehr

Das Geschenk eines Sommers“ geschrieben von Gabriele von Braun ist ein sehr gefühlvoller und wunderbar geschriebener Roman. Er zeigt die Möglichkeit Abschied von einander zu nehmen auf sehr harmonische Art und Weise. Auch die Liebe kommt in diesem Roman nicht zu kurz. Es ist nicht selbstverständlich, dass man Abschied auf eine gewisse Zeit nehmen kann, denn meist kommt der Tod plötzlich und ohne Vorwarnung. Die Beschreibung der verbleibenden Zeit in den Kreisen seiner Lieben ist eine Form des Sterbens die alle betroffenen als besonders intensiv empfinden; das heißt aber nicht dass man weniger Schmerz empfindet, wenn der Tod dann eintrifft.
Clara lebt in München und hat eine Affäre mit Martin, der leider verheiratet ist. Clara ist immer für Martin da und wünscht sich die erste Geige zu spielen. Nach einem ins Wasser gefallenen Wochenende mit Martin, fährt sie nach Hause zu ihren Eltern nach Berlin. Dort erfährt sie, dass ihre Mutter Bauchspeicheldrüsenkrebs hat, der bereits so gestreut hat, dass ihr nur noch wenig Zeit zum Leben bleibt. Für die gesamte Familie ist das natürlich ein Schock, aber sie nutzen die Zeit um verschiedene Sachen, die Ruth am Herzen liegen noch zu unternehmen. Der behandelnde Arzt Philipp ist ein guter Freund der Familie und Clara ist mit ihm aufgewachsen. Für die letzten Monate ziehen alle in ein Haus in der Uckermark. Clara und Philipp kommen sich näher, da aber beide noch eine Beziehung haben sind sie gehemmt. Nach der Beendigung der Beziehungen gestehen sich beide ihre Liebe und heiraten im Beisein von Claras Eltern. Kurz darauf findet Ruth das Ziel ihre Letzte Reise, den friedvollen Tod.
Für mich ein sehr gefühlvoller, trauriger aber auch hoffnungsvoller Roman, der zeigt, dass ein Leben einen Kreislauf hat, von Geburt an, über Stolpersteine im Leben und natürlich dem Tod. Sehr empfehlenswertes Buch.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Simy Simy

Veröffentlicht am 01.10.2017

Gefühlvoll und starkes Thema aber....

#Ein starkes Thema nach einer ruhigen Einführung in das Leben einer jungen Frau #
Clara hat ihr Leben scheinbar im Griff, gut bezahlter Job , Wohnung in bester Lage und einen gut aussehenden Liebhaber. ... …mehr

#Ein starkes Thema nach einer ruhigen Einführung in das Leben einer jungen Frau #
Clara hat ihr Leben scheinbar im Griff, gut bezahlter Job , Wohnung in bester Lage und einen gut aussehenden Liebhaber. Doch der Schein trügt etwas , denn Martin ihr Liebhaber ist bereits verheiratet und macht keine ernsthaften anstalten das zu ändern. Trotz vieler verscuche ihrer Freunde Clemens und Kathi bleibt sie dabei und belässt es bis aufs weitere in dem sie sich gerne bei ihnen darüber auslässt wie satt sie es hat.
Doch das Leben bekommt eine Wendung als sie ihre Eltern anruft die eigedlich im Urlaub in Paris sein soltlen. Sie erfährt nach langem hin und her das es iher Mutter Ruth nicht gut geht und sie beschließt von München zurück nach Berlin zu fahren um sie zu besuchen. Dort erfährt sie das ihre Mutter Krebs hat, oder wie sie es nennt ein *Scheissdrecksvieh* und von der gerade angetreten Rente nicht mehr viel hat. Darauf hin beschließt Clara den Sommer mit ihrer Mutter zu verbringen und legt alles andere auf Eis.
Für beide beginnt eine sehr emotionale Reise , denn es tauchen Menschen aus ihrer Vergangeheit auf , die alles um sie herum verändern.

#Stark aber....#

Wenn man Claras Leben so betrachtet scheint alles soweit in Ordnung zu sein. Ihr Tages ausfüllender Job , die einzig stabile Beziehung wie sie sagt und ihr alter Kater Alfred der immer da ist wenn es ihr Liebhaber Martin mal wieder nicht ist. Martin ist verheiratet und kommt eigedlich nur für ein Schäferstündchen bei ihr vorbei, weils in seiner Ehe nicht mehr so läuft. Das er aber trotzdem keinen Schussstrich dort zieht spricht Bände und auch Clara muss sich immer wieder fragenw arum sie das noch mitmacht. Es stört sie gewaltig , doch Martin vertöstet sie imemr wieder, sodass sie sich nur bei Clemens ihrem besten Freund und seiner Frau Kathi ausweint , die wohlgemerkt gar nichts davon halten und immer wieder versuchen Clara andere Männer vorzustellen. Doch Clara bleibt naiv und stur. Da möchte man gerne Clara zurufen , lass den Idioten doch einfach ziehen, das hast du nicht nötig.
Erst als sie von dem Zustand ihrer Mutter Ruth erfährt , die anstatt ihr neues Renter dasein in Paris mit ihrem Mann zu feiern, in der Charité sitzt und die vernichtende Diagnose Bauchspiecheldrüsenkrebs erhält.
Die Eltern versuchen es Clara zunächst zu verheimlichen , doch als sie in Berlin ankommt erzählen sie alles und Clara beschließt ihrer Mutter zu unterstützen. Auch hier kann man sich Claras Lage gut verstellen , wenn die Eltern versuchen das Böse auszuklammern im Leben, dabei will man doch Teilhaben.
Kurz um wird der Kater bei der Nachbarin , einer alten herrlichen urbayrischen Frau mit viel Lebensmut und neuem Patner untergebraucht und auch Matrin muss erstmal ohne sie auskommen. Dort merkt man schon das es ihm mal wieder nur um ihn geht. Er vermisst sie und fragt ständig wann sie wieder kommt , nicht wirklich wie es der Mutter von Clara geht, das verletzt Clara zunehmends. Es zeigt meiner Meinung nach eben wer er ist.
Ruth nimmt alles erstaunlich gut auf und obwohl es ihr gesundheitlich schlecht geht versucht sie immer was Gutes zu sehen, das ist sehr bemerkeswert.
Der Wunsch der Mutter , den Sommer in ihrer alten Heimat zu verbringen stellt dann den letzten Teil ihres Lebens da. Bevor die Reise in die Vergangeheit beginnt taucht noch ein alter Freund der Familie auf. Phillip , er ist Arzt geworden und war schon immer Claras Schwarm. Hier muss ich sagen wird es leider etwas flach , denn dem Leser wird sofoert klar auf was das alles hinausläuft und man hofft das es wenigstens schön ungestezt ist, aber leider belibt es flach und sehr einfach.
Phillip hilft der Mutter mit Medikamenten und Besuchen die letzte Zeit gut zu verleben und das freut natürlich Clara im doppelten Sinn.
Auch der Vater kann sich nach und nach besser damit zurecht finden das seine Frau nicht mehr nach Hause zurück kehren wird.
Während des Urlaubes , so nenne ich ihn mal , taucht noch eine sehr dramitsch und traurige Geschichte aus Ruths Vergangeheit auf.
:SPOILER:
Ruths Bruder ist behindert und hat vor vielen Jahren die Eltern erschossen , als ihr gemeinsamer Vater handgreiflich wurde. Ruth hatte ihrem Brunder das nie verziehn und war nach Berlin gegangen. Das Haus gehörte ihr und sie lies es nie verkaufen um es später mal an Clara zu geben. Zum Glück machen sie den Bruder ausfindig und Ruth und er sprechen sich noch mal aus um Freiden zu finden da auch er sehr bald stirbt. Leider bekommt der Leser zu wenig davon mit, das hätte mich intressiert was sie nun sagen und wie sie sich versöhnen.
Das Clara das Haus am Ende bekommen soll , ist natürlich keine Überraschung und auch nicht das sie Martin in den Wind schießt und sie und Phillip sich kriegen. Doch gerade diese schon sehr schulzige und perfekte Liebesgeschichte mit Happy End war für mich too much und zu vorhersehbar. ich wusste als Phillip auftauchte das es darauf hinausläuft. Auch geht es am Ende alles rasend schnell..schade das hatte diese starke Geschichte nicht nötig. :SPOILER:

#Am Ende bleibt es eine Geschichte mit gemischten Gefühlen#

Mein Fazit zu diesem Buch ist etwas gespalten. Zum einen die wirklih starke Geschichte um Ruth und ihre Krankheit und das zueinderfinden mit Clara, das hat mir gut gefallen.
Das sehr schnelle Ende und die sehr aufgedrückte und vorhersehbare Liebesschichte waren mir zum einen sehr schade und too much. Auch die vielen sehr intressanten Nebengeschichten , sei es Claras Freunde oder ihre Nachbarin kommen viel zu kurz. Da wäre großes Potential gewesen auch das Ende noch mal auszubauen.
Trotz allem waren im Buch ein paar schöne Ansätze die man immer Beherzigen sollte. Das Leben ist zu kurz um es nach andern auszurichten denn man weiß nie was kommt.
Insgesammt würde ich das Buch nur bedingt weiter empfehlen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

LilaKuhhh LilaKuhhh

Veröffentlicht am 01.10.2017

Was wirklich zählt im Leben

*Story:*
Clara ist mitte-ende dreißig, joggt, trinkt Smoothies, steht auf Kinofilme und wird gerade unsicher, ob ihre große, aber verheiratete Liebe, wirklich die wahre Liebe ist, als sie von der Krebsdiagnose ... …mehr

*Story:*
Clara ist mitte-ende dreißig, joggt, trinkt Smoothies, steht auf Kinofilme und wird gerade unsicher, ob ihre große, aber verheiratete Liebe, wirklich die wahre Liebe ist, als sie von der Krebsdiagnose ihrer Mutter Ruth überrollt wird. Es beginnt eine Reise entlang eines schnellen und bitteren Krankenverlaufs durch Lebens- und Familiengeschichten, Ängste und Schmerzen, Berührungs- und Beziehungsängste. Der letzte gemeinsame Sommer führt Mutter und Tochter in Ruths Heimatdorf, in dem eine Tragödie ans Licht kommt. Neue Männer treten ins Claras Leben und vor dem Hintergrund öffnet sich Claras Blick für das Wesentliche und die Liebe. Das Geschenk eines Sommers, das vielleicht ohne die Diagnose Krebs niemals seinen Weg zu Clara gefunden hätte.

*Meine Meinung:*
_Clara_ führt das typische Single-Leben von heute. Nur ist sie gar nicht Single. Denn es gibt Martin, die Affäre, die Clara zu lieben glaubt, obwohl sie vor allem aus einem wöchentlichen Sex-Date und Gelegenheitssex im Park und Warten besteht – warten darauf, dass Martin seine Frau verlässt. Um Clara herum tummeln sich tolle Nebenfiguren, die für viele Sympathiepunkte sorgen und der Rolle Clara gut tun, weil sie greifbarer wird. Eine reizende Nachbarin, liebevolle Freunde und ein dicker Kater sorgen für ein gutes Lesegefühl, wenn Clara manchmal etwas hölzern und zickig wirkt, was aber die emotionale Unsicherheit authentisch wirken lässt.

Die Krebsdiagnose der Mutter bringt eine Wendung in Claras eingefahrenes Leben. Hat sie mit Absicht die komplette Republik zwischen sich und ihre Eltern gebracht, um das wohlbehütete, warme Nest gegen Eigenständigkeit einzutauschen, bringt der Krebs, der den Namen _„Scheischeißviech“_ erhält, die Familie wieder näher zusammen und ermöglicht Vater, Mutter und Tochter sich neu kennen zu lernen. Denn alle drei gehen auf ganz unterschiedliche Arten mit dem Schicksal um.

Es gibt neue flüchtige Bekanntschaften, die nur kurz von rechts nach links über die Romanbühne schlendern und gute alte Bekannte, die erneut in Ruths und Claras Leben treten. Mir gefällt am besten an dem Roman, wie die Charaktere ihre Rollen erfüllen und alle etwas Entscheidendes zur Entwicklung der Protagonisten und Geschichte beitragen. Begegnungen wirken zunächst zufällig und haben doch fast alle bereits Bezug zur Vergangenheit.

*Und so schließen sich die Kreise.*

_Ruth_ ist eine starke Frau, die seit Jahrzehnten ein ungeklärtes Familiengeheimnis mit sich trägt. Wer weiß, ob sie jemals den richtigen Zeitpunkt gefunden hätte, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, wenn das Scheißscheißviech keine Deadline gesetzt hätte. *Jetzt oder nie!*

Ruth war bis zu ihrer Pensionierung Kunst- und Musiklehrerin und sorgt immer für musikalische Untermalung durch den richtigen Soundtrack, passend zu Situation und Stimmung. Bewundernswert finde ich die Großzügigkeit mit der Ruth ihrem Mann zugesteht in seinem eigenen Tempo seinen Frieden mit dem Schicksalsschlag zu machen oder auch nicht.

Auch der oberflächliche _Martin_ bleibt von Ruths Krebsdiagnose nicht verschont. Denn Clara verändert sich und so verändert sich auch seine bisher sehr komfortable Affäre. Clara ist nicht mehr allzeitbereit und lässt ihn spüren, dass sich die Prioritäten verschieben. Entscheidet er sich letzten Endes für Clara?

Meine Lieblingsfigur ist _Philipp_, Superman und Rettungsring mit Tiefgang und immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Aber ist er der richtige für Clara? Das Timing scheint nicht zu passen. Schön ist, dass man aus ihm lange nicht ganz schlau wird. Was steckt hinter der Vertrautheit? Ist er einfach nur ein guter Freund?

Sprachlich findet der Leser leichte Kost mit kleinen Abzügen in der B-Note, weil mir Vergleiche teils erzwungen vorkamen und dadurch etwas plump wirkten, wie z.B. „du strahlst ja wie zehn Tonnen Plutonium!“.

Was das _Geschenk des Sommers_ ist, kann der Leser am Ende für sich selber herausfinden und eine eigene Antwort darauf geben. So kann jeder die Geschichte ein Stück weit zu der eigenen machen, wenn er denn möchte.

*Fazit:*
Eine Lovestory gekoppelt an die Geschichte über den Umgang mit einer unheilbaren, rasanten Krankheit. Das Buch bietet ohne Gnade alles was das Leben zu bieten hat. Ein lehrreicher Roman über das, was wirklich zählt, mit Tiefgang, Witz, sympathischen Figuren und kommt ohne Kitsch aus. Absolut empfehlenswert!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Angel0885 Angel0885

Veröffentlicht am 30.09.2017

Ergreifend Echt

Eine Geschichte, wie sie das Leben wohl leider viel zu oft schreibt.
Hier war alles dabei, ich habe herzlich gelacht und bitterlich geweint. Vor allem aber habe ich mir Gedanken über mein eigenes Leben ... …mehr

Eine Geschichte, wie sie das Leben wohl leider viel zu oft schreibt.
Hier war alles dabei, ich habe herzlich gelacht und bitterlich geweint. Vor allem aber habe ich mir Gedanken über mein eigenes Leben gemacht. Darüber ob man die gemeinsame Zeit mit der Familie und Freunden genug auskostet oder sie doch viel zu oft verschwendet, und sich seinem Glück oftmals nicht bewusst ist.
Die Charaktere sind facettenreich beschrieben, man kann sich gut in sie hineinversetzen, Freud und Leid mit ihnen mitfühlen.
Insgesamt ein sehr ergreifendes Buch, dass sich so gut lesen lässt, dass man es kaum zur Seite legen kann.

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mimameli mimameli

Veröffentlicht am 29.09.2017

Emotionale Geschichte mit der richtigen Portion Humor

"Das Geschenk eines Sommers". Durch diesen Titel kann man nicht sofort erfahren, um was es sich in dem buch dreht. Auch das Cover ist sehr schlicht und lässt nicht viel verraten. Mir persönlich ist das ... …mehr

"Das Geschenk eines Sommers". Durch diesen Titel kann man nicht sofort erfahren, um was es sich in dem buch dreht. Auch das Cover ist sehr schlicht und lässt nicht viel verraten. Mir persönlich ist das Cover etwas unpassend zum Inhalt.

Inhalt:
Clara ist 30 Jahre alt und lebt für ihren Job. Sie ist ein Workaholik und die freie Zeit nutzt sie entweder für ihren Kater Alfred oder ihre Affäre Martin. Dieser ist eigentlich verheiratet und dadurch gibt es natürlich einige Probleme die das Leben schwerer machen. Doch als wäre es nicht schon doof, immer die 2. Wahl zu sein, erfährt sie, dass ihre Mutter Ruth an Krebs leidet der nicht heilbar ist. Das lässt Clara ihre bisherigen Probleme in einem ganz anderen Licht darstellen. Sie lässt sich auf Arbeit beurlauben und fährt zu ihrer Mutter, um ihr in dieser Zeit beizustehen.
Es beginnt eine schwere Zeit in der alle versuchen müssen die Diagnose einerseits zu akzeptieren und dann der Mutter bestmöglich zu helfen. Der Vater hat zunächst starke Probleme mit der Diagnose umzugehen. Dennoch steht er seiner Frau am Ende bei. Ruth deckt noch ihre dramatische Familiengeschichte auf. Ihr Bruder der die Mutter und den Vater umgebracht hat. Die Gründe werden aufgelegt, sodass Ruth mit dieser Geschichte endlich abschließen kann.
Die letzten Wochen möchte Ruth mit ihrer Tochter in einem Sommerhaus, in der Nähe ihres Kinderhauses, verbringen. Eine weitere Überraschung ist, dass der behandelnde Arzt, Claras Kinderfreund Philipp ist. Er kümmert sich liebevoll um Ruth und zwischen ihm und Clara kommen Gefühle auf. Außerdem bringt die Beziehung mit Philipp weniger Probleme mit sich als mit der Affäre Martin.

Es sind wirklich super Charakter. Vorallem auch sehr verschiedene. Selbst die Nebencharakter werden alle super beschrieben. Egal ob Claras Nachbarin, welche in ihrem Alter eine neue Liebe findet und sich sonst auch mit um Kater Alfredkümmert. Durch ihren Dialekt wirkt sie doppelt sympathisch. Auch die Freunde Clemens und Frau werden als sehr sympathisch beschrieben.

Der Schreibstil ist sehr gut. Das Buch lässt sich flüssig lesen, bis auf die emotionalen Pausen die man natürlich hat. Es lässt einen mit weinen, aber auch immer wieder lächeln. Denn Ruth geht mit ihrer Situation echt tapfer um.
Dieses Buch bringt einem zum Nachdenken. Es ist natürlich eine traurige Handlung, aber dennoch super geschrieben und sehr zu empfehlen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Gabriele von Braun

Gabriele von Braun - Autor
© Ayse Catik

Gabriele von Braun brach ihr Soziologiestudium ab, um etwas absolut Ausgefallenes zu wagen: Sie studierte BWL. Doch es nützte nichts – sie landete auf direktem Weg „in den Medien“, wo sie u.a. als PR-Redakteurin tätig war, bevor sie zu SPIEGEL TV überlief. Inzwischen arbeitet sie im Programm-Marketing für eine Landesrundfunkanstalt. Gabriele von Braun lebt mit ihrer Familie in Berlin. 

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