Deichfürst
 - Heike van Hoorn - eBook

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2,99

inkl. MwSt.

be-eBooks
Krimis
436 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-4471-4
Ersterscheinung: 30.01.2018

Deichfürst

(31)

Ein glücklich verheirateter Kommissar und eine bullige Lokalreporterin, die sich an seine Fersen heftet, sind das neue Dreamteam des Küstenkrimis!
Der reiche Bauer Tadeus de Vries wird ermordet aufgefunden. Und fast jeder könnte der Täter sein, denn der alte de Vries hat sein Leben lang die Menschen um sich herum gedemütigt und misshandelt. Kein einfacher Fall für Stephan Möllenkamp, den neuen Hauptkommissar der Kripo Leer. Doch er hat nicht nur seine patente Frau Maike an seiner Seite, sondern auch die resolute Lokalreporterin Gertrud Boekhoff ...
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Pressestimmen

„Sperrwerk, Kriegsverbrecher, ein glücklicher Kommissar und eine bullige Lokalreporterin: Das sind nur einige der ungewöhnlichen Zutaten für ein Krimi-Menü, das die Bunderin Heike van Hoorn eiskalt, aber doch mit Herzblut serviert.“

Rezensionen aus der Lesejury (31)

Xanaka Xanaka

Veröffentlicht am 01.04.2018

Krimi aus Ostfriesland

Wir befinden uns vor dem Jahrtausendwechsel, konkret im November 1999. Es gibt noch keinen Euro, das Emser Land ist in Aufruhr. Der Grund dafür sind Proteste gegen das Sperrwerk an der Ems. Beführworter ... …mehr

Wir befinden uns vor dem Jahrtausendwechsel, konkret im November 1999. Es gibt noch keinen Euro, das Emser Land ist in Aufruhr. Der Grund dafür sind Proteste gegen das Sperrwerk an der Ems. Beführworter und Naturschützer bekämpfen sich heftig. Der einjährige Baustopp ging auf das Konto der Naturschützer. Als nach Beendigung des Baustopps die Arbeiten am Sperrwerk endlich wieder losgehen, wird auf der Baustelle ein frischer Sarg mit einem Toten gefunden. Dieser, so wird schnell klar, ist lebendig begraben worden und jämmerlich erstickt.

Bei dem Toten handelt es sich um einen Beführworter des Sperrwerks, dem reichen Großbauern Tadeus de Vries. Scheinbar könnte jeder in der Gegend ein Motiv für den Mord haben, den de Vries hatte sein Leben lang die Menschen ausgenutzt, gedemütigt und misshandelt. Im Krieg war er in der SS und an der Ermordung von vielen Menschen beteiligt. Aber daran dachte heute im Ort niemand mehr, es wurde auch nicht über seine Vergangenheit gesprochen. Auf der Suche nach einem Motiv gibt es für den ermittelnden Staatsanwalt nur eines. Auf keinen Fall ist das Motiv in der Vergangenheit des Opfers zu suchen. Es muss sich um militante Gegner des Sperrwerks handeln. Er treibt die Ermittler an genau in diese Richtung zu ermitteln.
Stephan Möllenkamp, neuer Hauptkommissar der Mordkommission der Kripo Leer ermittelt mit seinem Team trotzdem in alle Richtungen. Unterstützung erhält er dabei auch von Gertrud Boekhoff, einer resoluten Regionalberichterstatterin, die sich immer wieder in die Ermittlungen einmischt.

An sich gibt diese Konstellation jede Menge her. Aber so richtig ist bei mir der Funke nicht übergesprungen. Das Buch las sich nicht schlecht, aber phasenweise fehlte es mir einfach an Spannung. Schwierig fand ich die originalsprachlichen Dialekte, selbst mit Fußnote gerade beim Ebook wird der Lesefluss doch erheblich gestoppt. Authentischer wurde der Krimi dadurch nicht.

Von mir gibt es für diesen Krimi aus diesem Grund nur drei Lesesterne.

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claudi-1963 claudi-1963

Veröffentlicht am 20.03.2018

Fast eingemauert im Emssperrwerk

*"So lange man sich nicht gerächt, bleibt immer eine Bitterkeit im Herzen zurück." (Heinrich Heine)*
Im Fundament des Emssperrwerks, das man noch tiefer ausgraben musste, finden Arbeiter eine Kiste. In ... …mehr

*"So lange man sich nicht gerächt, bleibt immer eine Bitterkeit im Herzen zurück." (Heinrich Heine)*
Im Fundament des Emssperrwerks, das man noch tiefer ausgraben musste, finden Arbeiter eine Kiste. In der Kiste die Leiche des 80-jährigen Polderbauer und Unternehmer Tadeus de Vries, dieser hat durch die Beteiligung an Windparks und den Verkauf von Land an die Niedersächsische Landgesellschaft für den Sperrwerksbau immer mehr Geld gescheffelt. Gründe in umzubringen hätten einige Menschen in seiner Umgebung, den Tadeus de Vries hat viele Jahre lang Mitmenschen gedemütigt und misshandelt. So könnte fast jeder der Täter sein, ob in seiner Vergangenheit oder in der Gegenwart. Selbst das Emssperrwerk ist bei einigen Umweltverbänden sehr umstritten, allen voran Gottfried Schäfer bei dem De Vries eine Rufmordkampagne begangen hat. Keine einfache Aufgabe für Kriminalhauptkommissar Stephan Möllenkamp von der Kripo Leer. Doch er hat ja noch seine neugierige, aber durchaus clevere Frau Meike, die Studienrätin und die Lokaljournalistin Getrud Boekhoff die ihn tatkräftig unterstützen.

*Meine Meinung:
Das schöne Cover mit dem Strandmotiv und die Information des Klappentextes haben mich dazu bewogen das Buch zu lesen. Der Schreibstil von Heike van Hoorns ersten Möllenkamp Krimi war sehr gut, doch leider fehlte es fast dem kompletten Buch an Spannung. So wurde dann auch das Lesen für mich wirklich sehr zäh und ermüdend. Der Fall hangelte sich an zwei Handlungssträngen entlang, einem in der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Story hatte durchaus sehr gute Ansätze und auch die Hauptcharaktere waren nicht uninteressant, so das ich definitiv dem nächsten Fall noch eine weitere Chance geben würde. Das Duo Kommissar und Reporter als Ermittler war für mich jetzt allerdings nichts Neues. Auch wenn ich Regionalkrimis liebe, war mir das Plattdeutsch in dem Buch manchmal dann doch zu viel. Den vor allem bei E-Books habe ich keine Lust immer ans Buchende zu scrollen um zu sehen wie der Satz übersetzt wurde. Da wäre eine Lösung an der Buchunterseite oder als Klammer hinter dem Satz sicher von Vorteil gewesen. Auch eine Personenangabe am Anfang würde ich sehr gut finden, den mit den vielen nordischen Namen hatte ich etwas Probleme. Deshalb bekommt dieses Buch von mir 3 von 5 Sterne und ich hoffe auf mehr Spannung beim nächsten Mal.*

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anke3006 anke3006

Veröffentlicht am 20.03.2018

Morden im kühlen Norden

Ein glücklich verheirateter Kommissar und eine bullige Lokalreporterin, die sich an seine Fersen heftet, sind das neue Dreamteam des Küstenkrimis! „Der reiche Bauer Tadeus de Vries wird ermordet aufgefunden. ... …mehr

Ein glücklich verheirateter Kommissar und eine bullige Lokalreporterin, die sich an seine Fersen heftet, sind das neue Dreamteam des Küstenkrimis! „Der reiche Bauer Tadeus de Vries wird ermordet aufgefunden. Und fast jeder könnte der Täter sein, denn der alte de Vries hat sein Leben lang die Menschen um sich herum gedemütigt und misshandelt. Kein einfacher Fall für Stephan Möllenkamp, den neuen Hauptkommissar der Kripo Leer. Doch er hat nicht nur seine patente Frau Meike an seiner Seite, sondern auch die resolute Lokalreporterin Gertrud Boekhoff …“
Ich habe den Krimi begeistert verschlungen. Nicht nur weil es ein Regionalkrimi ist. Er ist wirklich hervorragend recherchiert. Ob es das Emssperrwerk, die Politik, die 68er oder die Leichen sind, die so mancher Dorfbewohner im Keller hat. Man folgt dem Kommissar und der Lokalreporterin, jeder ermittelt für sich und doch stolpern sie immer wieder übereinander. Die Ostfriesin und der Hannoveraner, ein Gespann das nicht unterschiedlicher sein könnte. Ein Krimi, der von der Thematik viel tiefer ging als ich bei einem Regionalkrimi erwartet habe.

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yellowdog yellowdog

Veröffentlicht am 17.03.2018

Wilm! Geef mi dorup noch' Kruiden

Heike van Hoorn entwirft ihre Hauptfigur Gertrud Boekhoff, Journalistin für das Rheiderländer Tagblatt, als Original und als Kumpeltyp, sehr sympathisch.

Zweite Hauptfigur ist der Kriminalhauptkommissar ... …mehr

Heike van Hoorn entwirft ihre Hauptfigur Gertrud Boekhoff, Journalistin für das Rheiderländer Tagblatt, als Original und als Kumpeltyp, sehr sympathisch.

Zweite Hauptfigur ist der Kriminalhauptkommissar Stephan Möllenkamp, der zur Kripo Leer gehört und verheiratet ist.

Beide beschäftigt der Mordfall an einem 80jährigen Mann, der aufgefunden wurde.
Das Opfer hat offenbar auch eine mysteriöse Vergangenheit.

Das detailreich gemachte Cover erwirkt wirklich eine Ostfriesland-Atmosphäre, die sich schnell auch im Text wiederfindet. Dazu gehört zum Beispiel ein Plattdeutsch-Dialekt der Einwohner, oder auch Konflikte zwischen denen die zur Meyer Werft in Papenburg mit deren Ozeanriesen gehören und denen deren Existenz als Krabbenfischer dadurch in Gefahr gerät.
Das finde ich ziemlich glaubwürdig entworfen.

Hinzu kommt ein Handlungsstrang, der im Jahr 1946 und später in den fünfziger und sechziger Jahren angesiedelt ist.
Es scheinen Ereignisse der Gegenwart und der Vergangenheit eine Rolle im Mordfall zu spielen.
Mehr sollte man an dieser Stelle nicht über den Fall verraten.

Der Krimi ist zwar relativ konventionell, aber das muss ja nicht unbedingt negativ sein. Das Buch überzeugt durch Realismus, so ist auch die Teamarbeit zwischen Polizei und der Lokalreporterin nicht gerade einfach. Sie ermitteln nicht wirklich zusammen. Ich könnte mir vorstellen, dass sich bei einer möglichen Fortsetzung in dieser Hinsicht noch mehr ergibt.

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seitenleben seitenleben

Veröffentlicht am 21.02.2018

krimi im emsland


1999 im Emsland – im Emssperrwerk wird die Leiche eines alten Mannes gefunden. Offenbar musste er kläglich in seinem Holzsarg ersticken. Es handelt sich um Tadeus de Vries. Ein ziemlich unbeliebter Geselle ... …mehr


1999 im Emsland – im Emssperrwerk wird die Leiche eines alten Mannes gefunden. Offenbar musste er kläglich in seinem Holzsarg ersticken. Es handelt sich um Tadeus de Vries. Ein ziemlich unbeliebter Geselle mit nicht gerade blütenweißer Vergangenheit. Und so trauert auch niemand wirklich um seinen Tod. Doch der Kreis der Verdächtigen wird dadurch leider nur größer. Kriminalhauptkommissar Stephan Möllenkamp ist der Ermittler in diesem Fall. Er ist neu in der Gegend und Reporterin Getrud Boekhoff hilft ihm, sich mit den Einwohnern und deren Gewohnheiten zurechtzufinden.
Rückblicke zeigen wie zwei Geschwister nach dem Krieg 1946 nach Ostfriesland fliehen und versuchen sich dort mit Müh und Not durchzuschlagen – bis die ältere Schwester verschwindet.

Es ist ein ruhiger Krimi. Sehr detailreich was die Umgebung und politischen Verhältnisse betrifft. Vielleicht manchmal etwas zu detailreich, sodass hin und wieder langatmige Passagen entstehen, die aber nicht wirklich zu einer Lösung führen. Andererseits hat es mir auch wieder ziemlich gut gefallen, wenn die Autorin auf die Landschaft einging, sie scheint das Emsland wirklich liebgewonnen zu haben. Ich komme aus der Gegend und dann ist es natürlich klasse, wenn bekannte Orte auftauchen oder in Mundart gesprochen wird.
Leider bin ich auch mit den Charakteren Stephan und Gertrud nicht richtig warm geworden. Sie bleiben eher blass und ich konnte mich schlecht in sie hineinversetzen. Dafür waren die Rückblenden von Marion und ihrem kleinen Bruder umso interessanter und spannender für mich.
Insgesamt ein solider Krimi mit einem interessanten historischen Hintergrund, der sich aber etwas schleppend entwickelt.

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Autorin

Heike van Hoorn

Heike van Hoorn - Autor
© Heike van Hoorn

Heike van Hoorn wurde 1971 in Leer/Ostfriesland geboren. Die promovierte Historikerin war Referatsleiterin in der Hessischen Staatskanzlei und arbeitet seit etlichen Jahren in der Luftverkehrsbranche. Sie ist außerdem Mutter von Zwillingen und begeisterte Hobbygärtnerin. Durch die Recherchen zu ihrem Roman „Deichfürst“ hat sie ihre Heimat neu kennen und lieben gelernt. Ein zweiter Krimi ist gerade in Arbeit. Heike van Hoorn lebt mit Mann und Kindern in Berlin.

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