Das Leuchten der Sehnsucht - Töchter der Freiheit
 - Noa C. Walker - eBook

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7,99

inkl. MwSt.

be-eBooks
Saga
524 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7517-1525-6
Ersterscheinung: 26.10.2021

Das Leuchten der Sehnsucht - Töchter der Freiheit

Band 1 der Reihe "Die große Südstaaten-Saga"

(23)

Amerika, 1859: Als die junge Lehrerin Annie Braun auf der Südstaaten-Plantage Birch Island ihren Dienst antritt, trifft sie auf einen ihr völlig unbekannten luxuriösen und feudalen Lebensstil. Dieser und der Umgang mit den Sklaven, die für die Familie arbeiten, sind für die Nordstaatlerin ungewohnt und befremdlich. Der Start wird ihr nicht leicht gemacht. Aber sie bleibt sich selbst treu und scheut sich nicht, ihre Meinung zu sagen. Das bringt nicht nur Konflikte mit sich, sondern weckt auch das Interesse des Sohnes des Plantagenbesitzers.
Während Annie im Süden ihren Weg geht, versucht ihre Schwester Sophia im Mittleren Westen Farm und Familie vor dem drohenden Bürgerkrieg zu schützen und ist ständiger Gefahr ausgesetzt. Auch der Cousin der beiden, Marcus Tanner, gerät zwischen die Fronten: Er ist in die Südstaatlerin Susanne Belle Jackson verliebt. Die ist allerdings schon einem Mann ihres Standes versprochen. Doch das hindert Marcus nicht daran, um sie zu kämpfen.

„Das Leuchten der Sehnsucht“ ist der erste Band einer emotionalen, mehrbändigen Familiensaga rund um den amerikanischen Bürgerkrieg, in der sich abgrundtiefer Hass, ein gnadenloser Krieg und unmenschliche Ungerechtigkeiten mit der großen Liebe, tiefgehender Freundschaft und den kleinen Freuden des Lebens die Hand reichen. Ein Pageturner, der einen nicht mehr loslässt.

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Rezensionen aus der Lesejury (23)

MeSanch_90 MeSanch_90

Veröffentlicht am 30.11.2021

Einblicke in die Zeit vor dem Bürgerkrieg

Amerika 1859: Die junge Lehrerin Annie Braun tritt ihren Dienst auf der Südstaaten Plantage Birch Island an. Der Lebensstil ist luxeriös und der Umgang mit den Sklaven ist für die Nordstaatlerin befremdlich. ... …mehr

Amerika 1859: Die junge Lehrerin Annie Braun tritt ihren Dienst auf der Südstaaten Plantage Birch Island an. Der Lebensstil ist luxeriös und der Umgang mit den Sklaven ist für die Nordstaatlerin befremdlich. Mit ihrer offenen Art eckt Annie nicht nur ständig an, sondern zieht auch die Blicke von David, dem Sohn des Planragenbesitzers, auf sich. Annies Schwester Sophia kämpft derweil mit ihrem Mann um ihre Ranch in Kansas, denn geldgierige Spekulanten wollen die Farmer vertreiben. Auch ihr Cousin Marcus in Washington will unbedingt um die Liebe seines Lebens kämpfen.

Die Einblicke in das Leben vor dem Bürgerkrieg finde ich unglaublich gelungen. Die Beschreibungen der pompösen Bälle oder auch der Schwarzen in ihren Baracken ist sehr bildhaft gelungen. Selbst die Schilderungen der opulenten Kleidung wurde bis ins kleinste Detail erörtert. Ich konnte mich wunderbar in die Geschichten fallen lassen. Das Wechseln der verschiedenen Perspektiven und auch Handlungsorte hat die Geschichten umso packender gemacht. Durch das Personenregister am Anfang, der Eingliederung der Monate und das Beschriften der jeweiligen Orte, konnte man gar nicht durcheinander kommen. Annies Verhalten für die damalige Zeit finde ich unglaublich bewundernswert. Ihr Einsatz für JEDEN, egal welcher Stand oder Rasse, ist vorbildhaft. Ebenso Sophias und Phillips aussichtsloser Kampf um ihre Familie, Existenz, Freunde und Nachbarn wurde fesselnd dargestellt. Gerade zum Ende hin gibt es viele offene Fragen. Ich kann es kaum erwarten, die Geschichten weiter zu lesen.

Das Leuchten der Sehnsucht – Töchter der Freiheit ist eine mitreißende Familiensaga. Gerade die detaillierten Beschreibungen und gut recherchierten Umstände der damaligen Zeit machen die Geschichten zu einem echten Lesevergnügen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

mabuerele mabuerele

Veröffentlicht am 25.11.2021

Starke Frauen in schwieriger Zeit

„...Sie war ihrem Onkel und ihrer Tante zu großem Dank verpflichtet. Das Ehepaar hatte Annie und ihre jüngere Schwester Sophia nach dem Tod des Vaters aufgenommen und ihnen eine Heimat gegeben...“

Wir ... …mehr

„...Sie war ihrem Onkel und ihrer Tante zu großem Dank verpflichtet. Das Ehepaar hatte Annie und ihre jüngere Schwester Sophia nach dem Tod des Vaters aufgenommen und ihnen eine Heimat gegeben...“

Wir schreiben das Jahr 1859, als ihr Onkel Annie Braun eine Stelle als Lehrerin auf der Plantage Birch Island vermittelt. Zwar hatte sich Annie ihr Leben als Lehrerin anders vorgestellt, doch wie das Eingangszitat zeigt, beugt sie sich aus Dankbarkeit.
Die Autorin hat einen fesselnden und abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen.
Der Schriftstil ist ausgereift. Die Personen werden gut charakterisiert. Annie ist im Norden Amerikas aufgewachsen. Das Leben auf der Plantage im Süden hält für sie einige Fallstricke bereit. Doch sie weiß, was sie will und was sie kann. Sie lässt sich nicht verbiegen und steht zu ihren Überzeugungen.
Bei der Anreise auf dem Schiff begegnet Annie einen 25jährigen jungen Mann. Noch ahnt sie nicht, dass es der jüngere Sohn ihres Dienstherren ist. Auf der Plantage wird ihr klargemacht:

„...Miss Braun, sie werden die engstirnigen Regeln und fragwürdigen Bräuche des Südens noch ausführlich kennenlernen...“

Natürlich tappt Annie in manch Fettnäpfchen. Die Rechtlosigkeit der Sklaven ist für sie schwer erträglich. Dabei gehört ihr Dienstherr noch zu den Plantagenbesitzern, der die Schwarzen menschlich behandelt. Wenn sein ältester Sohn Kenneth die Plantage übernehmen wird, könnte sich das ändern.

„...Die Haussklaven bekamen zwangsläufig intime Einblicke in das Familienleben der Williams, hatten diese jedoch zu ignorieren...“

Annie muss sich erst daran gewöhnen, dass ihr eine persönliche Sklavin zugeteilt wird. Sie behandelt Crystal mehr wie eine Freundin und versucht, sie zu fördern. Gleichzeitig hiflt Crystal ihr, sich auf der Plantage mit ihren bizarren Regeln zurecht zu finden.
David, der jüngere Sohn, studiert Medizin. Seine Gespräche mit Annie gehören zu den Höhepunkten der Geschichte. Sie gleichen anfangs einem gekonnten Schlagabtausch mit geschliffenen Waffen. David will im Leben mehr erreichen, als auf einer Plantage reich zu werden. Als zweitgeborener Sohn hat er kein Anrecht auf das Land. Deshalb wurde ihm das Studium ermöglicht.
Die jungen Damen der Südstaaten werden dazu erzogen, zu heiraten und einer Plantage vorzustehen. Allerdings befinden wir uns in einer bewegten Zeit. Nicht jede ist noch damit zufrieden. Das führt logischerweise zu Konflikten mit dem Elternhaus. Hinzu kommt, das als Ehemann nur ein Südstaatler akzeptiert wird.
Sophia, Annies Schwester, lebt mit ihrem Mann in Kansas. Beide bewirtschaften eine Farm. Allerdings ist das Leben dort gefährlich. Zwar geht es vordergründig um die Sklavenfrage, die zu Auseinandersetzungen führt. Das eigentliche Ziel ist aber, die Farmer zu vertreiben. Ein neuer Sklavenstaat soll installiert werden.
Spannend finde ich die Gespräche zwischen Annie und Orleans. Die betagte Sklavin ist Crystals Großmutter. Sie nimmt das Leben mit tiefer Gläubigkeit an. Und sie hat einen realistischen Blick auf das Geschehen.

„...Vielleicht werden wir Schwarzen eines Tages frei sein. […] Wäre es dann so, dass man uns ans gleichwertige Menschen anerkennt?...“

Zu den liebenswerten Menschen gehört Bobby, Davids jüngster Bruder. Der kennt keine Standesunterschiede, trifft sich mit einem schwarzen Freund und ist sehr wissbegierig. Für ihn ist es eine Ehre, endlich am Unterricht teilnehmen zu können. Was er lernt, vermittelt er seinen Freund weitet.
Das Buch verfügt über einen extrem hohen Spannungsbogen. Deer ergibt sich durch die komplexen Beziehungen der Protagonisten, aber auch durch die unterschiedlichen Standpunkte in den Nord- und Südstaaten Amerikas. Die zunehmende politische Spannung ist mit den Händen greifbar.

„...Der Norden bläht sich und ist stolz, der Süden krümmt sich und ist wütend...“

Bei all dem kommt aber auch der Humor nicht zu kurz. Er sorgt für Abwechslung im ernsten Geschehen.
Die feinen Birkenzeichnungen wirken edel. Sie illustrieren die Handlung.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeichnet mittels persönlicher Schicksale ein differenziertes Bild kurz vor den Sezessionskriegen.

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Produkttestmum Produkttestmum

Veröffentlicht am 21.11.2021

Absolut mitreißend


Annie Braun wuchs in den Nordstaaten, als Tochter deutscher Einwanderer, zusammen mit ihren beiden Geschwistern auf einer Farm auf. Nach dem Tod ihrer Eltern, leben sie und ihre Schwester Sophia beim ... …mehr


Annie Braun wuchs in den Nordstaaten, als Tochter deutscher Einwanderer, zusammen mit ihren beiden Geschwistern auf einer Farm auf. Nach dem Tod ihrer Eltern, leben sie und ihre Schwester Sophia beim Onkel in New York.
Während Sophia Philipp Alley heiratet und mit ihm gemeinsam auf eine Farm nach Kansas zieht, reist Annie nach South Carolina, wo ihr Onkel ihr eine Anstellung als Lehrerin zweier Töchter eines reichen Plantagenbesitzers arrangiert hat. Dadurch lernt sie die Gegebenheiten des Südens kennen, der sie nicht nur mit ungewohntem Luxus, sondern auch der Sklaverei konfrontiert. Den unmenschlichen Umgang mit den Sklaven kann sie nicht akzeptieren und mischt sich immer wieder ein. Dabei werden die Sklaven auf Birch Island, wo Annie wohnt, verhältnismäßig gut behandelt. Annie freundet sich mit einigen Sklaven an, was manchmal große Gefahren für sie und andere birgt.
Annie ist mitfühlend und verständnisvoll und hat feste Grundsätze, denen sie folgt. Da sie ihre Meinung nicht zurück hält, eckt sie auch öfter an. Dennoch setzt sie sich für andere ein.Auch ist sie humorvoll und dickköpfig. So z.B. auch für ihre neu gewonnene Freundin Susanna Belle, der sie unter anderem zur Flucht in den Norden verhilft - auch wenn diese letztendlich noch schweitert - da sie Annies Cousin Marcus heiraten will und nicht den, dem sie versprochen wurde.
Annie und David, der Sohn ihres Arbeitgebers, sind Rebellen.David hat sich von der Plantage distanziert, absolviert ein Medizinstudium in Philadelphia. Er versucht sein mitfühlendes Herz und seine Leichtigkeit hinter einer Maske aus „Spott“ zu verbergen. Und so ist die gegenseitige Anziehung, die sie füreinander empfinden, sich aber nach und nach nur zögerlich eingestehen, nicht verwunderlich.
Die Entwicklung der Gefühle zwischen beiden werden zunächst durch Davids Verlobung, sowie die Gefühle und Verpflichtungen beider nicht offen zueinander dargelegt, auch wenn viele andere dies bereits wissen.
Im Nebenstrang des Romans erfährt man außerdem mehr über Sophia, Annies Schwester. Diese bringt Zwillinge zur Welt. Und das Tal, in dem sie mit ihrem Mann lebt, wird ständig von einer Bande überfallen. Schließlich bilden die Nachbarn eine Bürgerwehr. Und auch Annies und Sophias jahrelang verschollener Bruder taucht unverhofft wieder auf.
Im Buch werden die Probleme und das leben kurz vor dem amerikanischen Bürgerkrieg beschrieben. Die Konflikte zwischen Nord- und Südstaaten spitzen sich immer mehr zu…
Der Schreibstil gefällt mir richtig gut. Der Roman liest sich flüssig. Und man fiebert total mit den Figuren mit.
Das Personenregister am Romananfang hat mich positiv überrascht. Ich kannte das nicht. Empfand es aber als sehr gut.
Für alle, die gerne Romane verknüpft mit Geschichte lesen, eine absolute Lese-Empfehlung.
Ich jedenfalls freue mich sehr auf die Fortsetzung der Saga.

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Dreamworx Dreamworx

Veröffentlicht am 21.11.2021

Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst. (Abraham Lincoln)

1859 Amerika. Die junge Nordstaatlerin Annie Braun bekommt eine Anstellung als Lehrerin auf der Südstaaten-Plantage Birch Island, um dort die beiden Töchter zu unterrichten. Annie muss sich mit dem dort ... …mehr

1859 Amerika. Die junge Nordstaatlerin Annie Braun bekommt eine Anstellung als Lehrerin auf der Südstaaten-Plantage Birch Island, um dort die beiden Töchter zu unterrichten. Annie muss sich mit dem dort herrschenden Lebensstil auseinandersetzen, der nicht nur von Luxus geprägt ist, sondern in dem auch Sklaven eine Rolle spielen, was ihr gar nicht behagt und es ihr schwer macht, sich einzugewöhnen. Annie nimmt kein Blatt vor den Mund und lässt sich auch nicht verbiegen, was schon bald die Aufmerksamkeit des Sohnes des Plantagenbesitzers weckt. Zur gleichen Zeit hat Annies Schwester Sophia in Kansas alle Hände voll zu tun, die Familie und die Farm zu beschützen, denn nächtliche Überfälle machen ihnen allen das Leben zur Hölle. Und Anwalt Marcus Tanner, Cousin von Annie und Sophia, ist in die Südstaatenschönheit Susanne verliebt. Leider ist die junge Frau schon einem anderen aus ihrer Gesellschaftsschicht versprochen, doch Marcus zieht alle Register, um Susanna für sich zu gewinnen…
Noa C. Walker hat mit „Das Leuchten der Sehnsucht“ den Auftakt für ihre neue historische Südstaatensaga vorgelegt, der nicht nur sehr fesselnd und spannend ist, sondern auch mit viel Gefühl zu bezaubern weiß. Der flüssige, farbenprächtige und anrührende Erzählstil nimmt den Leser mit ins Amerika des 19. Jahrhunderts kurz vor Beginn des Bürgerkrieges, wo er über wechselnde Handlungsorte mal an Annies Seite, mal der von Sophia und mal an der von Cousine Jennifer und Marcus Tanner in New York ist. Jeder der drei Handlungsstränge ist für sich schon sehr interessant und informativ. Annie kommt zum ersten Mal in Berührung mit Sklavenhaltung. Da sie im Norden aufgewachsen ist, kann sie sich nur schwer daran gewöhnen. Annie ist nicht auf den Mund gefallen und gerät deshalb auch immer wieder in Schwierigkeiten, was besonders dem Plantagensohn David gefällt, mit dem sie so manchen Schlagabtausch hat. Die Autorin hat die Sklavenhaltung wunderbar in ihre Geschichte eingewoben, so dass Annies widersprüchliche Gefühle für den Leser gut nachvollziehbar sind. Sophia lebt mit ihrem Ehemann auf einer Farm und hat mit Bandenüberfällen zu kämpfen. Ebenso fesselt die Lage um Marcus und die Südstaatenschönheit Susanna, die wie zwei Königskinder anscheinend aufgrund von Standesunterschieden nicht zueinander kommen können. Die Autorin versteht es auf sehr geschickte Weise, ihre Leser an sich zu binden und ihn an die Handlung zu fesseln. Neben ihrer Haupthandlung lässt sie viele Dinge aus der Vergangenheit ihrer Protagonisten einfließen, so dass man alle gut kennenlernt und ins Herz schließt. Obwohl der Roman nur die Zeitspanne von 8 Monaten umfasst, ist die Geschichte sehr facettenreich, tiefgründig und spannend, dass die Seiten dem Leser regelrecht an den Händen kleben und man sich gar nicht trennen mag.
Die Charaktere sind detailliert ausgearbeitet und sprühen voller Leben. Der Leser hat das Gefühl, Teil des Ganzen zu sein, alles hautnah mitzuerleben und mit den Protagonisten mitzufiebern. Annie hat das Herz auf der Zunge und denkt gar nicht daran, sich zu verbiegen. Sie ist offen, ehrlich und manchmal auch etwas forsch, doch gerade das macht sie umso liebenswerter, lebt sie doch nach ihren eigenen Prinzipien. Sophia ist eine bodenständige und gefestigte Frau, die ihre Familie sowie ihr Hab und Gut bis aufs Blut verteidigt. Susanna hat ihren eigenen Kopf und will sich den Wünschen ihrer Familie nicht beugen. Zudem verleihen Jennifer, David, Marcus, Crystal, Melody, Bobby und Marianna der Geschichte weitere Glanzpunkte mit ihren Auftritten.
„Das Leuchten der Sehnsucht“ ist ein wunderbarer Auftakt auf eine historische Saga, die viele weitere Spannungsmomente mit der nötigen Prise Romantik verspricht. Alle, die süchtig sind nach Familiengeschichten, gern in alte Zeiten eintauchen und historische Details lieben, aber auch eine gewisse Spannung nicht missen möchten, werden diesen Pageturner lieben. Absolute Leseempfehlung!!!

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ann-marie ann-marie

Veröffentlicht am 15.11.2021

Am Vorabend des amerikanischen Bürgerkriegs

Die Autorin Noa C. Walker begeistert bereits mit dem ersten Band ihrer neuen Familiensaga über den amerikanischen Bürgerkrieg. Obwohl in diesem Band lediglich Ereignisse von April bis Dezember 1859 geschildert ... …mehr

Die Autorin Noa C. Walker begeistert bereits mit dem ersten Band ihrer neuen Familiensaga über den amerikanischen Bürgerkrieg. Obwohl in diesem Band lediglich Ereignisse von April bis Dezember 1859 geschildert werden, so vermögen die rund 480 Seiten von Beginn an zu fesseln.
Annie und Sophia, zwei Schwestern die bis zum Tod der Eltern auf einer kleinen Farm in Nebraska aufgewachsen sind, werden von ihrem Onkel Max in dessen Haus aufgenommen und ziehen nach New York. Annie erhält gemeinsam mit ihrer Cousine Jennifer eine Ausbildung zur Lehrerin, wobei der Roman mit der ersten Anstellung Annies als Lehrerin auf einer Südstaaten-Plantage beginnt.
Sophia verliebt sich in einen jungen Farmer, heiratet ihn bereits mit sechzehn Jahren und folgt ihm auf seine Farm nach Kansas.
Jennifer, ebenfalls verlobt, bleibt in New York. Aus diesen drei Handlungssträngen besteht der Roman und verleiht durch den unterschiedlichen Hintergrund dieser drei Personen dem bereits 1859 sich abzeichnenden Konflikt zwischen Nord- und Südstaaten der letztendlich zu einem verheerenden Bürgerkrieg führte, ganz neue Perspektiven und Einblicke. Vor allem gelingt es der Autorin, gerade durch diese Charaktere und ihre unterschiedlichen Lebensbereiche eine wunderbare Transparenz und Authentizität zu erzeugen.
Annie, die auf Birch Island die beiden Töchter des Plantagenbesitzers Richard Williams unterrichten soll, wird bereits vom Eintreffen an mit der aufwendigen und verschwenderischen, aber auch befremdlichen und verstörenden Lebensweise der Südstaatler konfrontiert. Geprägt durch Elternhaus und später auch die Familie ihres Onkels verfügt sie über eine ganz andere Lebensphilosophie und -weise und auch ihre Einstellung zur Thematik Sklaverei unterscheidet sich deutlich von denen der meisten Familienangehörigen Williams und deren Nachbarn. Da bleibt es nicht aus, dass ihre wohlgemeinte Hilfsbereitschaft in Unkenntnis des von ihr erwarteten und angebrachten Verhaltens deutlich andere Folgen nach sich zieht als die erhofften.
Sophia, überglücklich mit dem zwar anstrengenden aber erfüllenden Betrieb einer Farm, sieht sich gemeinsam mit ihrem Ehemann und den umliegenden Farmern zunehmend mit der Zerstörung ihres Lebenstraums konfrontiert.
Und Jennifer, die im fernen New York vor die Entscheidung gestellt wird, ihre pro-aktive Haltung gegenüber Sklaverei oder ihren Verlobten aufzugeben.
Dieser Roman hat mich von Anfang an überzeugt. Selten sind mir Charaktere begegnet, die mit einer dermaßen großen Sorgfalt kreiert und ins Leben gerufen wurden. Gerade in der Person von Annie ist es der Autorin meisterhaft gelungen, einer aufrichtige, glaubwürdige und authentische Charakterbeschreibung Taten folgen zu lassen, deren Auswirkungen realistisch, verständlich und nachvollziehbar, jedoch für Annie erschreckend und verstörend sind. Und zu einer verzweifelten Selbstanklage führen, nachdem eine von ihr gut gemeinte Hilfestellung tödliche Folgen nach sich zog. Nach meiner Einschätzung mit die gelungenste Darstellung der Entwicklung einer fiktiven Romanfigur. Schmerzlich und ergreifend.
Als weiteres schriftstellerisches highlight die alles andere als leichte Aufgabe, unterschiedliche Standpunkte zur Sklaverei zu vermitteln. Auch dies hervorragend gelöst, indem die Autorin auf eine sehr einfühlsame und leise, aber überzeugende Weise die unterschiedliche Einstellung der erwachsenen Familienmitglieder teilweise erahnen, teilweise aber auch erkennen lässt. Dabei aber auch die Selbstverständlichkeit einer Freundschaft zwischen Menschen verschiedener Hautfarben in den Personen der beiden jüngsten Familienmitglieder Marianna und Bobby. Marianna, die klare und deutliche Worte gegenüber ihrer älteren Schwester findet, als diese mehr als unpassende Bemerkungen über den Tod der dunkelhäutigen Freundin ihrer Schwester findet. Und Bobby, dem nichts lieber ist, als mit seinem gleichaltrigen dunkelhäutigen Freund die Gegend unsicher zu machen. Kindliche Unbekümmertheit mit einer unzerstörbaren Herzenswärme – wunderbar von der Autorin dargestellt.
Dass es bereits einige Jahre vor Beginn des amerikanischen Bürgerkriegs in den Südstaaten alles andere als ungefährlich war, eine von der Mehrheit abweichende Meinung zu haben, ist verständlich. Aber wieviel Kraft es kostet, dieses Versteckspiel zu leben – mir bisher noch nie begegnet und auch nicht bekannt. Und auch dies von der Autorin sehr einfühlsam, aber auch lebensecht, überzeugend und berührend dargestellt. Auf einzelne Szenen möchte ich nicht eingehen, aber so manches mal war ich sehr ergriffen von dem Verhalten, das an den Tag gelegt werden musste, damit die Tarnung nicht aufflog. Auch wenn dies bedeutete, Freunde frag- und ratlos, aber auch sehr enttäuscht stehen zu lassen. Szenen und Charaktere die im Gedächtnis bleiben, ob ihres Mutes und ihrer Selbstbeherrschung.
Und auch die Beschreibung der Verhaltensweisen der Sklaven, vor allem im Umgang mit ihren "Besitzern" und ihre Interaktionen – stimmig, passend, überzeugend und … herzerweichend. Allerdings auch sehr berührend, wenn in der jetzt alten und ehemaligen Nanny Orlean all die Lebensweisheit zum Vorschein kommt, von der auch Annie mehr als einmal profitiert und letztendlich einen festen Halt in all dem Durcheinander, das zum Teil auch von Annie selbst initiiert wurde, darstellt.
Zum Schluss sollte aber auch die phantasievolle und gelungene Darstellung der "entschleunigten" und überaus "entspannten" Lebensweise der Südstaatler gewürdigt werden. Gerade die Beschreibung der rauschenden Feste lassen die insbesondere aus Filmen bereits bekannten Bilder wieder in Erinnerung kommen und man fühlt sich förmlich als weiteren Gast lesend dort eingeladen und teilnehmend. Und eine sehr gekonnte Beschreibung von Umgebung, Pflanzen und Bäume trägt zu einem stimmigen und überzeugenden Gesamtbild bei.
Ein sehr gelungener Einstieg und ich bin auf die Fortsetzung schon sehr gespannt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Noa C. Walker

Noa C. Walker - Autor
© Fischer-Trefzer

Hinter dem Namen Noa C. Walker verbirgt sich das Autorenehepaar Elisabeth und Christoph Büchle. Elisabeth ist das „Gesicht“ des Autorenduos und brachte bereits als Kind unzählig viele kleine Geschichten zu Papier. Sie erlernte den Beruf einer Bürokauffrau im Groß- und Außenhandel und wurde anschließend noch examinierte Altenpflegerin. Im Jahr 2005 schickte sie ihr erstes Manuskript an einen Verlag, aus dem ihr Debütroman wurde. Christoph ist Pädagoge und begeisterter Sportler. Von …

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