Das wirst du bereuen
 - Amanda Maciel - Hardcover

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14,99

inkl. MwSt.

Boje Verlag
Hardcover
Jugendbücher
300 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-414-82406-6
Ersterscheinung: 18.07.2014

Das wirst du bereuen

Übersetzt von Christa Prummer-Lehmair, Katharina Förs

(3)

Alle Welt denkt, dass Emma Putnam sich umgebracht hat, weil wir sie Schlampe genannt haben – und nicht weil sie eine Schlampe war. Echt klasse.

Sara und ihre beste Freundin Brielle müssen sich vor Gericht verantworten –
angeklagt, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und in den Tod getrieben zu haben.
Dabei war es doch Emma, die sich an Saras Freund Dylan rangemacht hat. Ein
kleiner Denkzettel über Facebook muss da schon drin sein, finden die
Freundinnen. Doch dann verselbstständigen sich die Dinge und plötzlich ist Emma
tot …
Ein Roman, der einen so schnell nicht mehr loslässt

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Pressestimmen

"Ein exzellentes, kenntnisreiches, bewegendes Buch.", Sat.1
"Eine beeindruckende und schonungslose Erzählung"
„Packend und glaubwürdig“
„Es ist ein Roman, den man kaum aus der Hand legen kann, so packend und fesselnd ist er. Das Buch ist außerordentlich vielschichtig und dadurch sehr bewegend. Absolut lesesnwert“
„Ohne erhobenen Zeigefinger und mit viel Gefühl erzählt Maciel eine Geschichte, die fesselt.“

Rezensionen aus der Lesejury (3)

Leselurch Leselurch

Veröffentlicht am 04.05.2016

Ein zwiespältiger Roman über Mobbing und seine Konsequenzen

*Worum geht's?*
Emma Putnam ist tot – und Sara und ihre beste Freundin Brielle sind schuld daran. Sie haben Emma mit ihren Demütigungen in den Selbstmord getrieben und sollen sich nun vor Gericht für ihre ... …mehr

*Worum geht's?*
Emma Putnam ist tot – und Sara und ihre beste Freundin Brielle sind schuld daran. Sie haben Emma mit ihren Demütigungen in den Selbstmord getrieben und sollen sich nun vor Gericht für ihre Taten rechtfertigen. Absoluter Unsinn, wie Sara findet. Schließlich hat sich Emma nicht umgebracht, weil alle sie für eine Schlampe hielten – sondern weil sie eine war. Dass Emma da den einen oder anderen Denkzettel von Brielle und Sara erhalten musste, versteht sich doch von selbst. Und dass sie sich schließlich umbringen wollte, ist doch ihre eigene Entscheidung gewesen. Emmas Entscheidung ganz allein…

*Meine Meinung:*
Es gibt unzählige Bücher über Mobbing und es gibt wohl niemanden, der noch keines gelesen hat. In der Schule zählen sie mittlerweile zu den Pflichtlektüren, um die Schüler über das Thema aufzuklären und vor den Konsequenzen zu warnen. Amanda Maciel schlägt mit ihrem Debüt, dem Jugendthriller „Das wirst du bereuen“, die gleiche Richtung ein – und ist doch ganz anders als die Mobbing-Bücher, die man sonst in den Buchhandlungen finden kann. Die Autorin beschäftigt sich nämlich nicht, wie sonst typisch, mit dem Opfer, sondern mit den Tätern. Sie beleuchtet in ihrem Roman genau die Seite, die man sonst klischeehaft als bösartig abstempelt und nicht genauer untersucht. „Du wirst bereuen“ ist ein Roman, der sich mit der Gegenseite beschäftigt und zeigen will, warum es überhaupt erst zum Mobbing kommen muss.

Amanda Maciel erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen: dem „Davor“ und dem „Danach“. Während man Sara einerseits in der fiktiven Gegenwart, also nach dem Selbstmord ihrer Mitschülerin Emma, bis zu ihrem Gerichtstermin begleitet, springen einige Kapitel zurück in die Vergangenheit, in der Emma noch gelebt hat. Man erlebt, wie sich Saras Leben durch Emmas Tod verändert hat, wie sie sich selbst verändert hat, und welche Konsequenzen sie nun zu erwarten hat – oder auch nicht. Durch die Rückblicke erfährt man zudem Stück für Stück, was Emma in den Selbstmord getrieben hat, und diese Kapitel haben es wirklich in sich.

Protagonistin Sara ist absolut keine Hauptfigur, mit der man sympathisieren kann. Sie und ihre beste Freundin Brielle gehören zu jenen Mädchen, die sich stets für etwas Besseres halten. Arrogant, überheblich und auf eine ungesunde Weise von sich selbst überzeugt haben sie sich an die Spitze der Hackordnung ihrer Schule gekämpft, indem sie andere schikanieren, beleidigen und demütigen. Es macht ihnen Spaß, ihre Macht zu demonstrieren, und sie lassen keine Gelegenheit aus, Späße aus Kosten anderer zu machen. Sara und Brielle sind grausam und eiskalt – und machen sich damit weder bei ihren Mitschülern (obwohl sie natürlich nie wagen würden, es zuzugeben) noch bei ihren Lesern beliebt.

Saras Grausamkeit und ihre felsenfeste Ansicht, keine Schuld an der Tragödie zu tragen, machen es wirklich unmöglich, sie ins Herz zu schließen. Selbst nach Emmas Selbstmord pocht sie darauf, dass ihre „kleinen Späße“, die in Wahrheit viel tiefer gehen als man es sich vorstellen mag, stets lustig gewesen seien. Egoistisch, wie sie ist, regt sie sich sogar darüber auf, dass sich nun alle nur noch um Emma scheren und sich niemand darum kümmert, wer Emma wirklich gewesen ist. Sara ist auf ihre Weise eine Protagonistin, die einen so sehr abstößt, dass man unweigerlich fasziniert von ihr ist. Fassungslos klebt man an den Seiten, weil man nicht fassen kann – oder eher nicht fassen will -, dass ein solches Verhalten an manchen Schulen tatsächlich Gang und Gäbe ist.

Im Verlauf der Geschichte wird sehr deutlich, dass hinter Sara viel mehr steckt als ein oberflächliches Mädchen, das sich keiner Schuld bewusst ist. Je mehr Zeit man mit ihr verbringt, je näher man sie kennenlernt, desto deutlicher wird, wieso sie sich so ekelhaft verhalten hat. Sympathiepunkte sammelt Sara damit nicht und die Gründe entschuldigen ihr Verhalten auch nicht, aber Amanda Maciel schafft es tatsächlich, dass man ihre Protagonistin auf gewisse Weise verstehen kann. Man kann ihre Wut, ihre Abscheu gegenüber Emma nachvollziehen, und ertappt sich so manches Mal sogar selbst dabei, dass man das verstorbene Mädchen in einem schlechten Licht betrachtet. „Das wirst du bereuen“ geht mit seiner Thematik definitiv unter die Haut und bewegt zum Nachdenken.

Was mir bis zur letzten Seite gefehlt hat, war eine klare Darstellung von Emma Putnam, dem Opfer in der Geschichte. Wer war dieses Mädchen wirklich? Was hat sie zu ihren Entscheidungen und Handlungen bewegt, bevor sie in ihren Selbstmord getrieben wurde? Wie verlief ihr Leben, bevor sie an die Elmwood High kam? Für mich war Emma ein einziges Rätsel und ich hätte gerne mehr von ihr erfahren. Nicht nur aus Neugierde, sondern auch, um ihre endgültige Entscheidung besser nachvollziehen zu können. Während der Rückblenden macht Emma einen insgesamt toughen, manchmal etwas schwächelnden, aber niemals einen selbstmordgefährdeten Eindruck auf mich. Emma war für mich leider nicht der komplexe Charakter, den ich erwartet hätte.

Der Abschluss der Geschichte wirkte auf mich leider viel zu gestellt und zu gewollt. Das Verhalten, das Sara vor Gericht schließlich an den Tag legt, passt überhaupt nicht zu ihr und ihrer Persönlichkeit, die man im Verlauf der Geschichte kennengelernt hat. Vielmehr scheint es so, als würde Amanda Maciel ihrer Protagonistin um jeden Preis noch ihren Seelenfrieden schenken wollen. Ob sie es verdient oder nicht, sei an dieser Stelle dahingestellt, aber die plötzliche Erkenntnis Saras hat der Geschichte leider einiges an Glaubwürdigkeit geraubt.

*Fazit:*
„Das wirst du bereuen“ von Amanda Maciel ist ein schockierender Roman über Mobbing und seine Konsequenzen, der sich im Gegensatz zu den vielen anderen Büchern zu diesem Thema mal nicht mit dem Opfer, sondern mit dem Täter beschäftigt. Auf erschreckende und realistische Art zeigt Maciel in ihrem Debüt, was die junge Sara gemeinsam mit ihrer besten Freundin Brielle dazu bewegt, ein anderes Mädchen nach allen Regeln der Kunst zu demütigen – und sogar in den Selbstmord zu treiben. Es ist ein Roman, der es verdient hat, gelesen und beachtet zu werden. Der zum Nachdenken bewegt. Trotzdem hätte Maciel an einigen Stellen mehr aus ihrem Debüt herausholen können: Emmas Charakter war mir zu blass und das Ende der Geschichte hat dem Roman in meinen Augen leider viel Glaubwürdigkeit geraubt. Für „Das wirst du bereuen“ vergebe ich gute drei Lurche.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

MikkaLiest MikkaLiest

Veröffentlicht am 18.05.2016

Mobbing aus Sicht der uneinsichtigen Täterin

Ein schlichtes Cover für ein Buch mit einem brisanten und brandaktuellen Thema: Mobbing unter Jugendlichen - in diesem Fall mit tragischer Konsequenz, denn das Opfer erhängt sich vor lauter Verzweiflung. ... …mehr

Ein schlichtes Cover für ein Buch mit einem brisanten und brandaktuellen Thema: Mobbing unter Jugendlichen - in diesem Fall mit tragischer Konsequenz, denn das Opfer erhängt sich vor lauter Verzweiflung. Dabei wählt die Autorin einen originellen Ansatz, indem sie uns die Geschichte aus Sicht von Sara erzählt, einem der Mädchen, das nun wegen Mobbing mit Todesfolge vor Gericht steht.

Und darin liegt auch schon die große Stärke und die große Schwäche des Buchs: einerseits liest es sich dadurch sehr authentisch und glaubwürdig, und andererseits hat man manchmal das Gefühl, dass ein Großteil der Schuld dem Opfer in die Schuhe geschoben wird - denn Sara sieht gar nicht ein, dass sie irgendetwas verbrochen hat. Emma, so sagt sie, war einfach eine blöde Schlampe, die jeden Monat einen neuen Freund hatte und auch nicht davor zurückgeschreckt hat, anderen Mädchen die Freunde auszuspannen. Da ist doch klar, dass die Mädchen sich wehren! Und dass sie sich umgebracht hat, war ja wohl ihre eigene Entscheidung.

Tatsächlich redet Sara viel darüber, wie der Tod von Emma IHR Leben ruiniert hat. Sie kann nicht einmal mehr ins Nagelstudio gehen, ohne dass sie blöd angemacht wird! Mir fiel es sehr schwer, Sympathie und Mitgefühl für Sara zu entwickeln, weil sie sich für einen Großteil des Buches kaum weiterentwickelt. Immer und immer wieder spricht sie mit Anwälten und Therapeuten, und immer und immer wieder beharrt sie stur darauf, dass sie nichts Falsches getan hat. Oder später, dass sie vielleicht doch was Falsches getan hat, aber dass es ja nicht soooo schlimm war, und sich Emma einfach umgebracht hat, weil sie halt psychische Probleme hatte. Erst gegen Schluss kommt ein wenig Einsicht, aber das sehr plötzlich und für mich nicht sehr überzeugend.

Nur manchmal sieht man eine liebenswerte Seite von Sara. Sie geht z.B. sehr liebevoll mit ihren kleinen Brüdern um und übernimmt sehr viel Verantwortung für sie. Aber meist habe ich über sie nur noch den Kopf geschüttelt. Sie ist eine Mitläuferin, die alles tut, was ihre populäre Freundin Brielle gut findet - sie geht sogar so weit, ihre Jungfräulichkeit zu verlieren, obwohl sie dazu noch gar nicht bereit ist, damit Brielle sie cool findet und wieder netter zu ihr ist. Nach Emmas Tod wird Sara selber von den anderen Schülern geschnitten und gemobbt (wenn auch nicht annähernd so schlimm wie das, was Brielle und sie Emma angetan haben), und nur EIN Junge gibt ihr eine Chance und steht ihr bei... Und da gibt es dann eine Szene, in der er sich mit Sara unterhält - und sie überlegt sich: Ohje, was mach ich denn jetzt, wenn Brielle kommt und mich mit diesem total uncoolen Jungen sieht? Soll ich dann lieber so tun, als würde er mich nerven? An dieser Stelle hätte ich am Liebsten das Buch an die Wand gepfeffert. Sie hat nichts gelernt. Nichts. Wie schon gesagt, die plötzliche Einsicht am Schluss kam für mich zu spät, und zu unglaubwürdig.

Über Emma erfahren wir erstaunlich wenig. Sie hat schon mehrfach die Schule gewechselt - warum? Wir erfahren es nicht. Ja, sie hat wirklich einiges von dem getan, was die Mädchen ihr vorwerfen. Sie hatte tatsächlich mit einer ganzen Reihe von Jungen Sex, und sie hat wirklich mindestens zwei Mächen den Freund ausgespannt. Warum? Ganz leise bildet sich der Verdacht, dass Emma womöglich ein schwerwiegendes emotionales Problem hatte, denn normal und gesund ist ihr Verhalten nicht. Hängt ihr Selbstwertgefühl davon ab, wie sexuell attraktiv sie wahrgenommen wird? Gibt es da in ihrer Vergangenheit vielleicht sexuelle Gewalt? Der Leser kann nur spekulieren.

Ich bin etwas zwiegespalten, was diese Darstellung von Emma betrifft. Natürlich ist es nur realistisch, dass Emma keine Heilige war, dass sie auch ihre Schwächen und Probleme hatte, aber dadurch, dass ihr Verhalten relativ unreflektiert von Sara geschildert wird, könnte ein jugendlicher Leser den Eindruck gewinnen, dass das Mobbing tatsächlich gerechtfertigt war. Mir fehlte zweierlei: die ganz klare Aussage, dass Mobbing nie eine akzeptable Lösung ist, und näheres Eingehen darauf, was denn bei so einer Konfliktsituation die richtige Lösungsstrategie sein könnte. Außerdem kommt niemand in diesem Buch auf den Gedanken, dass die Jungs ja wohl auch nicht ganz unschuldig daran sind, wenn sie ihre Freundinnen betrügen...

Trotz aller Bedenken: das Buch liest sich gut und flüssig, und auf traurige Art und Weise unterhaltsam. Der Schreibstil trifft glaubhaft die Jugendsprache. Es ist durchaus spannend; ich wollte immer wissen, wie es weitergeht - wobei viel von dem, was mich interessiert hätte, dann doch nicht angesprochen wurde. Aber ja, doch, es liest sich ansprechend.

Fazit:
Mobbing - ein brisantes, spannendes Thema, das hier auf ungewöhnliche Art und Weise geschildert wird: aus Sicht der uneinsichtigen Täterin. Leider konnte ich nur wenig Sympathie oder Verständnis für sie aufbringen, und über das Opfer erfahren wir nur wenig - beinahe nur, dass sie wirklich viel von dem getan hat, was die Mobberinnen ihr vorwarfen. Warum? Sowohl bei der Motivation der Täter als auch bei der Motivation des Opfers kratzt der Roman nur an der Oberfläche. Im Endeffekt bin ich mir nicht sicher, was das Buch uns sagen will, denn die Botschaft "Mobbing ist schlecht" kam bei mir nur sehr schwach und undeutlich an.

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Anneblogt Anneblogt

Veröffentlicht am 27.05.2016

Nicht ganz überzeugend

Meine Meinung:
Ich bin echt mit zwiespältigen Gefühlen aus diesem Buch rausgegangen: Viele Ansätze fand ich richtig gut, oft hat es jedoch sehr an der Umsetzung gemangelt. Das fängt schon beim Cover an. ... …mehr

Meine Meinung:
Ich bin echt mit zwiespältigen Gefühlen aus diesem Buch rausgegangen: Viele Ansätze fand ich richtig gut, oft hat es jedoch sehr an der Umsetzung gemangelt. Das fängt schon beim Cover an. Zwar finde ich es nicht schlecht, die pinke Schrift sticht echt ins Auge, allerdings lässt es mal so gar nicht auf den Inhalt schließen. Und es mir zu schlicht, man bekommt keinen Eindruck, worum es in dem Buch geht.
Das Hauptthema Mobbing wurde an vielen Stellen gut dargestellt, besonders die Auswirkungen, jedoch fand ich das Mobbing an sich ziemlich stark verharmlost und auch unrealistisch. Ich meine, das Opfer, Emma, wird von der Protagonistin eigentlich meist nur als „Schnalle“ bezeichnet-hier hat es mir einfach an Variationen des Mobbings gefehlt. Ja, es gibt auch ein paar Angriffe anderer Art, aber „Schnalle“ sehe ich jetzt nicht gerade als die ultimative Beleidigung an. An diesen Stellen hat das Buch auf mich gewirkt, als ob es für 10 oder 12 Jährige gedacht wäre, so kindlich hat das Mobbing auf mich gewirkt. Vom Thema hingegen ist das Buch ganz klar etwas für ältere, Jugendliche im Alter von 14 bis 18 und auch Erwachsene.
Des Weiteren hätte ich gerne auch nicht nur Saras Gefühle und Gedanken kennengelernt. Sie hat auf mich die meiste Zeit einen eher oberflächlichen und naiven Eindruck gemacht, schien keine Reue zu empfinden und auch nicht zu verstehen, was sie eigentlich mit ihrem Mobbing angerichtet hat. Außerdem schien sie kaum eine eigene Meinung zu haben und sehr von ihrer Freundin Brielle abhängig zu sein. Diese war ein richtiges Biest-echt fies! Sie wurde als „Hauptmobberin“ Emmas dargestellt und ehrlich gesagt konnte ich nicht verstehen, was in ihr vorgeht. Sie ist total heftig gegen Emma vorgegangen, angeblich nur wegen Sara, jedoch hat sie diese gleichzeitig auch sehr mies behandelt. Als beste Freundin hätte ich sie nicht gerade angesehen. Aber diese Abhängigkeit von Brielle, dass Sara ihr einfach alles nachmacht, fand ich sehr gut dargestellt. Trotzdem hätte ich gerne mal was aus Brielles Sicht, oder noch besser, aus der Sicht von Emma, erfahren. Ein Brief von ihr oder Ähnliches wäre interessant gewesen, schließlich wird sie als Mädchen, das leicht zu haben ist, dargestellt, wie es dazu gekommen ist, hat man jedoch nie erfahren. Hier wären ein paar Hintergründe echt nützlich gewesen.
Wirklich gut fand ich hingegen den Schreibstil und die Kapitelaufteilung. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ab, und so ist erst ganz spät klar, was wirklich genau passiert ist, die Hintergründe um Emmas Tod klären sich erst sehr spät auf. Insgesamt hat mir jedoch der Teil, der in der Vergangenheit gespielt hat, deutlich besser gefallen. Die Charaktere sind besser dargestellt und ihre Pläne bleiben gleichzeitig lange unklar. Besonders Saras Freund Dylan fand ich sehr undurchsichtig, ich war mir die ganze Zeit über nicht sicher, ob er Sara nur benutzt oder wirklich etwas von ihr will, ähnlich auch bei Brielle. So war vieles hier gar nicht vorhersehbar, es gab immer wieder ungeahnte Wendungen. Die Gegenwart hingegen wurde meiner Meinung nach sehr unrealistisch dargestellt, besonders die große Aufmerksamkeit der Medien fand ich reichlich übertrieben. Mir war es wirklich ein Dorn im Auge, das diese damit begründet wurde, dass Emma reich und schön war. Ich meine, eine oberflächlichere Begründung gibt es kaum, oder? Solche Stellen haben mich einfach genervt!

Fazit:
Gut zu lesen, allerdings hat es mir bei diesem brisanten Thema oft an Tiefe gefehlt. Viele Darstellungen haben auf mich widersprüchlich gewirkt, trotzdem finde ich das Buch für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 sehr lesenswert, alleine schon wegen dem Thema Von mir gibt es allerdings nur 3 von 5 Punkten.

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Autorin

Amanda Maciel

Amanda Maciel - Autor
© Abby McAden

  Amanda Maciel hat nach ihrem Studienabschluss als Lektorin in verschiedenen Verlagen gearbeitet, im Moment ist sie Cheflektorin bei Scholastic. In ihrer Freizeit schreibt sie, sie geht gerne joggen oder fährt mit ihrem kleinen Sohn in der U-Bahn herum. Zusammen mit ihrem Sohn, ihrem Mann und ihrer Katze lebt sie in Brooklyn, New York. Das wirst du bereuen ist ihr erster Roman.

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