Der Koch, der zu Möhren und Sternen sprach
 - Julia Mattera - Taschenbuch

ab
26.04.2024
erhältlich

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14,00

inkl. MwSt.

Eichborn Verlag
Taschenbuch
Feel-Good-Romane
223 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8479-0172-3
Ersterscheinung: 26.04.2024

Der Koch, der zu Möhren und Sternen sprach

Roman
Übersetzt von Monika Buchgeister

(64)

Der Gasthof von Elsa und Robert Walch ist eine Institution. Es ist Sommer, und die Touristen schwärmen von überall herbei, um inmitten friedvoller Natur Roberts köstliche Landküche zu genießen. Während seine Schwester Elsa sich um die Gäste kümmert, verbringt Robert seine Zeit am liebsten am Herd und in seinem prächtigen Gemüsegarten. Er erzählt den Möhren Geschichten, singt seinen Hühnern Wiegenlieder und ersinnt unter dem Sternenhimmel Rezepte voller Nostalgie. Bis eines Tages die temperamentvolle Maggie aus England eintrifft. Und ihn zum Tanz auffordert. Zunächst auf dem Parkett. Doch wird Robert es wagen, mit ihr auch das wahre Leben zu erkunden?

Rezensionen aus der Lesejury (64)

Lenna Lenna

Veröffentlicht am 14.04.2022

Auszeit

Julia Matteras 'Der Koch, der zu Möhren und Sternen sprach' war für mich wirklich eine kleine Auszeit. Robert Walch, die Hauptfigur des Romans, hat mich beim Lesen in seinen wunderschönen Gemüsegarten ... …mehr

Julia Matteras 'Der Koch, der zu Möhren und Sternen sprach' war für mich wirklich eine kleine Auszeit. Robert Walch, die Hauptfigur des Romans, hat mich beim Lesen in seinen wunderschönen Gemüsegarten und seine Küche entführt und ich wollte gar nicht mehr weg und zurück in meinen Alltag. Ich habe es richtig geliebt ihn bei seinem Kochen und seinem Gärtnern zu begleiten. Es war absolut entspannend dieses Buch zu lesen. Wer große Action und Spannung bei Büchern erwartet, ist in diesem Fall fehl am Platz. Der Roman überzeugt vielmehr durch seine unaufgeregte Handlung, seinen anderen rührigen Zugang zu einer Welt der Natur und der Ruhe. Roberts Umgang mit seinem Gemüse, sein zärtliches Streicheln oder sein Vorsingen haben mich fasziniert und mir einen ganz neuen Blickwinkel gezeigt. Mal sehen, ob ich demnächst meinen Hühnern auch Geschichten erzählen werde. Mir hat das Buch eine kleine Ruheinsel beschert und vielleicht werde ich auch das ein oder andere Rezept nachkochen.

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Hamacher2020 Hamacher2020

Veröffentlicht am 08.04.2022

Robert und seine Möhren. Ein eingespieltes Team

Robert mit seinem wundervollen Bart, liebt es sein Frühstücksbrot in seinen morgendlichen Kaffee zu tauchen. So beginnt jeder Tag von Robert. Er ist grimmig mit seiner Umwelt, doch hat er einen sanften ... …mehr

Robert mit seinem wundervollen Bart, liebt es sein Frühstücksbrot in seinen morgendlichen Kaffee zu tauchen. So beginnt jeder Tag von Robert. Er ist grimmig mit seiner Umwelt, doch hat er einen sanften Kern. Er plant seinen Tagesablauf präziese. Keiner darf ihn dabei stören. Am liebsten fühlt er sich in seinem Reich der Küche und seinem Garten wohl.

Elsa, seine Schwester, versucht es immer wieder, ihn aus seinem Schneckenhaus zu holen. Doch Robert bleibt stur. Beide führen ein Gasthaus im Elsass. Robert zaubert täglich erneut hervorragende Gerichte. Elsa kümmert sich um die Gäste und deren Bewirtung.

Keiner macht es ihm recht. Doch Hassan schafft es mit Ergeiz, dass Robert ihn in die Geheimnisse des Kochens eintauchen darf. Mit der Zeit bemerkt Robert, dass Hassan eine sehr gute Hilfe ist.

Die Mutter von Hassan ist selbstbewußt und knackt die harte Schale. Eigentlich ist die Mutter von Hassan für die Kinder von Elsa zuständig. Sie ist ehrgeizig und unterstützt jeden auf Landsitz.

Bis eines Tages Maggie Urlaub im Gasthof macht.
Maggie schafft es, dass Robert sein Reich
verlässt und nach England zu Maggie reist.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Personen sind gut beschrieben und ich habe.mit Genuss das Buch gelesen. Überracht war ich von den Rezepten am Ende des Buch. Ich kann jedem
das Buch empfehlen, der eine fröhliche Geschichte mag.

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celinaliest celinaliest

Veröffentlicht am 02.04.2022

Herzerwärmend

Ich hab diese Geschichte geliebt! Begleitet wird der Koch Robert, der von außen betrachtet ein griesgrämiger Einzelgänger ist und außer mit seinem Gemüse, den Hühnern und dem Hund nur im äußersten Notfall ... …mehr

Ich hab diese Geschichte geliebt! Begleitet wird der Koch Robert, der von außen betrachtet ein griesgrämiger Einzelgänger ist und außer mit seinem Gemüse, den Hühnern und dem Hund nur im äußersten Notfall mit einem Menschen sprechen möchte. Den Gästen des Gasthofs, den seine Schwester leitet, geht er nur zu gern aus dem Weg. Als dann eines Tages eine Mutter und ihr Sohn über den Sommer auf den Gasthof kommen, bringen die beiden neuen Schwung in Roberts Leben und wecken ungeahnte Charakterzüge in ihm.

Die Geschichte ist so wunderbar herzerwärmend geschrieben und eine gute Mischung zwischen amüsant und nachdenklich. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen! Das Lesen hat mir unendlich viel Freude bereitet.

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heinoko heinoko

Veröffentlicht am 29.03.2022

Ein seelenvoller, feiner und wirkungsstarker Roman


Ein kleines, feines Buch hat da Julia Mattera geschrieben. Der Roman zog meine Aufmerksamkeit auf sich aufgrund des originellen Titels und des Verlagshinweises auf das Elsass, in dessen Grenznähe ich ... …mehr


Ein kleines, feines Buch hat da Julia Mattera geschrieben. Der Roman zog meine Aufmerksamkeit auf sich aufgrund des originellen Titels und des Verlagshinweises auf das Elsass, in dessen Grenznähe ich wohne. All dies und das etwas schlicht gestaltete Cover ließen mich nicht erahnen, mit was für einem seelenvollen Buch man es hier zu tun hat.

Die Geschwister Elsa und Robert Walch führen einen Gasthof im Elsass. Keine einfache Sache, insbesondere für die zupackende, feinfühlige Elsa, denn Robert ist ein sehr, sehr schrulliger Koch, der in seiner eigenen Welt lebt, ein ausgemachter Sturschädel ist und am liebsten die ignoranten Touristen zum Teufel jagen würde. Sein Herz schlägt für seinen prachtvollen Gemüsegarten. Er spricht mit den Pflanzen, er gibt den Möhren Namen, er hegt und pflegt jede einzelne Pflanze, denn diese intensive Zuwendung danken sie ihm durch exzellenten Geschmack. Die Gerichte, die Robert kreiert, ziehen Gäste von überall herbei. Doch Robert liebt die Einsamkeit, schaut nur von ferne zu, wie es den Gästen schmeckt. Eines Tages taucht Maggie auf, eine sehr temperamentvolle Frau aus England, die sich von Roberts abweisendem Verhalten nicht abschrecken lässt und es versteht, vorsichtig und unbekümmert zugleich, den weichen Kern in Roberts Seele zu Tage zu bringen.

Der Zauber dieses Romans liegt im Kleinen, im Feinen, im Stillen. Es geschieht nicht besonders viel, schon gar nicht wirklich Spannendes. Und doch entwickelt man beim Lesen eine ungeahnte Sensibilität, für die Menschen, von denen erzählt wird, aber auch für die Natur, für Beobachtungen, Gerüche, Farben, Geräusche, die die Seiten prall füllen. Ja, Pflanzen haben eine Seele, und ich gelobe, nie wieder gedankenlos eine Möhre aus dem Beet zu rupfen, sondern wie Robert erst einmal über die grüne Haarpracht zu streicheln. Die liebevolle Hingabe von Robert steckt an, besonders wenn man liest, zu welch menschlichen Regungen Gemüsepflanzen fähig sind, wie sie überrascht sein können, aber auch erschreckt oder einverstanden oder wie sie einem ungewöhnlichen Vorschlag „etwas abgewinnen können“. Auch eindrückliche Menschenbeschreibungen gelingen Julia Mattera, wenn etwa von einer Tante berichtet wird, „deren Naturell in etwa einer Brennessel glich“. Es ist die wunderbare Sprache der Autorin, die beim Leser die unabdingbare Achtung, den grenzenlosen Respekt vor der Natur weckt.

Welch eine Kunst, auf so sanfte, poetische, zärtliche und verträumte Weise den Leser aufs Tiefste zu berühren.

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pewo pewo

Veröffentlicht am 29.03.2022

Inspirierende Wohlfühllektüre

Das hier ist ein Roman, der für mich gleich von Anfang an irgendwie anheimelnd wirkte. Und das, obwohl ich überhaupt nicht einordnen konnte, was für eine Art Geschichte es werden würde. Es war zunächst ... …mehr

Das hier ist ein Roman, der für mich gleich von Anfang an irgendwie anheimelnd wirkte. Und das, obwohl ich überhaupt nicht einordnen konnte, was für eine Art Geschichte es werden würde. Es war zunächst einfach nur schön zu lesen.

Ich mag es, wenn Bücher mit einem besonderen ersten Satz beginnen, der mich neugierig macht. Hier lautet er: „Es will schon gekonnt sein, ein Frühstücksbrot in einen Zichorienkaffee zu tunken“. So wird Hauptheld Robert Walch eingeführt, denn das ist sein morgendliches Ritual.

Überhaupt ist dieser Robert ein ungewöhnlicher Typ. Er ist 52 Jahre alt, Junggeselle und etwas schrullig. Er ist Koch, Gärtner, Hühner- und Ziegenhalter aus Leidenschaft. Er behandelt sein Gemüse und auch seine Tiere voller Respekt. Sogar die Gemüsepflanzen haben Namen. Außerdem liebt er es, für die Besucher des Gasthofes, den seine Schwester Elsa führt, die leckersten Speisen zuzubereiten. Aber er möchte nichts mit den Menschen zu tun haben. Er ist ein Eigenbrötler und lebt in seiner kleinen Welt, die nur bis zum Rand des Grundstücks reicht.

Robert ist zwar nach außen hin brummig, aber in seinem Innern eine sehr empfindsame Seele. Deshalb lieben ihn seine kleine Nichte und sein Neffe, die Zwillinge von Elsa, und das beruht auf Gegenseitigkeit. Den beiden kann er nicht einmal böse sein, als sie durch ein übermütiges Spiel ein Chaos in seinem Gemüsegarten anrichten.

Dann kommen Fatima und deren Sohn Hassan als Hilfen auf den Hof und Robert muss sich auf andere Menschen einstellen. Aber die Krönung von allem werden seine Begegnungen mit Maggie, einer Freundin von Fatima, die ein paar Tage dort verbringt.

Es ist einfach schön, beim Lesen mitzuerleben, wie Robert menschlich nach und nach dazulernt und welche inneren Kämpfe er dabei auszufechten hat, auch welche inneren Wunden dabei heilen müssen.

Dabei hat alles meinem Empfinden nach eine ziemlich starke Symbolik. An diese Lektüre darf man deshalb nicht zu rational herangehen. Es würde z. B. keinen Sinn ergeben, darüber nachzudenken, unter welchen psychischen Krankheitsbildern Robert leiden könnte.

Die Handlung sollte auch nicht bis ins kleinste Detail daraufhin analysiert werden, ob denn alles absolut realitätsnah ist. Letzten Endes geht es darum, dass in stellenweise recht plakativen Teilgeschichten Fragen nachgegangen wird, wie: Was bringt einen Menschen dazu, seine Komfortzone zu verlassen? Kann Liebe das? Was ist echte Liebe? Was ist Glück?

Es fällt mir bei diesem Buch schwer, eine Empfehlung auszusprechen, für wen es geeignet sein könnte. Ich selbst bin ein ziemlich rationaler Mensch. Trotzdem hat mir dieses Buch sehr gefallen und mich inspiriert. Es lässt sich einfach in keine „Schublade“ stecken.

Nicht unerwähnt möchte ich das Design lassen. Die frischen und fröhlichen Farben und die Möhren-Zeichnungen auf dem Cover und auch dessen Oberflächenstruktur haben noch zusätzlich dafür gesorgt, dass ich es gern zur Hand genommen habe.

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Autorin

Julia Mattera

Julia Mattera - Autor
© Julia Mattera

Julia Mattera wuchs in elsässischen Mulhouse in einer Großfamilie auf und entwickelte schon früh eine Leidenschaft für das Lesen und Schreiben: Ihren ersten Roman schrieb sie im Alter von zwölf Jahren. Nach dem Studium der modernen Literatur und einer Ausbildung zur Buchhändlerin arbeitete sie im Buchhandel, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. In ihrem ersten Roman für Erwachsene, DER KOCH, DER ZU MÖHREN UND STERNEN SPRACH, findet ihre Liebe zu ihrer Heimat und der regionalen …

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