Die letzten Tage der Nacht
 - Graham Moore - Hardcover

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22,00

Eichborn
Hardcover
Litcom
464 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8479-0624-7
Ersterscheinung: 16.02.2017

Die letzten Tage der Nacht

Übersetzt von Kirsten Riesselmann

(32)

"Eine geniale Reise in die Vergangenheit" The Washington Post
New York, 1888. Thomas Edison hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Glühbirne ein Wunder gewirkt. Die Elektrizität ist geboren, die dunklen Tage der Menschheit sind Vergangenheit. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg, sein Konkurrent George Westinghouse. Zwischen den beiden Männern entbrennt ein juristischer Kampf, es geht um die Milliarden-Dollar-Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden? Und wer hat also die Macht, ein ganzes Land zu elektrifizieren?
Der NEW YORK TIMES-Bestseller jetzt auf deutsch!
Graham Moore, der für sein Drehbuch für den Film "Imitation Game" mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, ist mit "Die letzten Tage der Nacht" ein packender historischer Roman gelungen, der auf wahren Ereignissen beruht.

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Pressestimmen

"Eine geniale Reise in die Vergangenheit"

"Hypnotisierend, schlau, spannend, Die letzten Tage der Nacht ist ein Triumph der Vorstellungskraft. Graham Moore macht New York im Gilded Age zum seinem Spielfeld und die großen Persönlichkeiten Edison, Tesla, Westinghouse zu seinen Spielern. Das Ergebnis ist ein wunderbar recherchierter, unendlich unterhaltsamer Roman, der noch lange nachklingt."
„Genialer Roman um den Patentkrieg zwischen dem Erfinder der Glühbirne, Thomas Edison, und einem jungen Anwalt.“
„Moore erzählt ein spannendes Drama vor historischem Hintergrund“
„[…] eine Geschichte um ein Kräftemessen zwischen zwei ehrgeizigen Männern, ausgetragen auf hohem intellektuellem Niveau, verpackt in eine großartige Sprache und eine rasante Handlung.”

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Rezensionen aus der Lesejury (32)

Sidny Sidny

Veröffentlicht am 23.03.2017

Aufbruch in eine neue Ära

New York, 1888: Der junge Anwalt Paul Cravath ist zwar noch Berufsanfänger, aber durch einen glücklichen Zufall bereits Partner in einer erst kürzlich gegründeten Kanzlei. Er betreut zwar nur einen einzigen ... …mehr

New York, 1888: Der junge Anwalt Paul Cravath ist zwar noch Berufsanfänger, aber durch einen glücklichen Zufall bereits Partner in einer erst kürzlich gegründeten Kanzlei. Er betreut zwar nur einen einzigen Mandaten, doch der sichert ihm viel Prestige und ein gutes Auskommen: George Westinghouse, der unter anderem Glühbirnen fertigt, und sich aus diesem Grund in mehreren hundert Verfahren wegen der Verletzung von Thomas Edisons Patent verantworten muss.
Es entbrennt ein jahrelanger Rechtsstreit um nichts weniger als die Frage, welcher der beiden Konkurrenten am Ende das Monopol auf die Versorgung des ganzen Landes mit Licht und Strom erhält.

Graham Moore entführt seine Leser in das ausgehende 19. Jahrhundert - eine Ära, die unser Leben bis heute verändert. Zu Beginn des Buches ist das neue, helle elektrische Licht noch ein Novum, das selbst in der Metropole New York nur kleine Abschnitte von Manhattan erleuchtet, der Rest der Welt schlägt sich noch mit Gas- oder Öllampen durchs Leben. Obwohl die ersten Glühbirnen schon einige Jahre zuvor die Menschheit in ihren Bann zogen, ist es Edison noch nicht gelungen, ein großflächiges, stabiles Stromnetz zu installieren, denn bisher kann Strom nur über sehr kurze Distanzen transportiert werden - an diesem Problem arbeiten sowohl Edison als auch Westinghouse, doch auch nach jahrelanger Forschung ist noch keine Lösung in Sicht.

Der Autor haucht neben den bekannten historischen Personen wie Westinghouse, Edison oder Nikola Tesla auch weniger populären wie dem Anwalt Paul Cravath und der Schauspielerin Agnes Huntington neues Leben ein. Es gelingt ihm sehr gut, diese Figuren plastisch darzustellen und nachvollziehbar handeln zu lassen. Die kurzen, knackigen Kapitel (jeweils eingeleitet mit Zitaten größer Köpfe wie beispielsweise Steve Jobs oder Bill Gates) lassen am Ende oft Fragen offen, die nicht sofort beantwortet werden und so Spannung beim Leser aufbauen.
Graham Moore ist nicht nur Schriftsteller, sondern auch Drehbuchautor, und es steht bereits fest, dass es eine Verfilmung zu "Die letzten Tage der Nacht" geben wird. Eddie Redmayne wird in die Rolle des Anwalts Paul schlüpfen. Die kurzen Kapitel, und die sich daraus ergebenden häufigen Szenewechsel und Zeitsprünge erzeugten bei mir bereits das Gefühl "einen Film zu lesen", was mir auch gut gefallen hat und sehr unterhaltsam war.

Leider ist diese Art der Umsetzung des Stoffes aber auch der Grund für meinen einzigen Kritikpunkt: an den wahren Begebenheiten wurde so viel verändert, dass am Ende ein zehnseitiges Nachwort nötig ist, um die Geschehnisse kurz im tatsächlichen zeitlichen Ablauf darzustellen und auch wurden mindestens zwei der historischen Personen Dinge angedichtet, die sie nachweislich nicht getan haben, oder die eben reine Erfindung sind.
Dadurch kann man "Die letzten Tage der Nacht" aus meiner Sicht leider nicht als historischen Roman betrachten, sondern eben nur als Roman, der lose auf einer wahren Geschichte beruht.

Wenn man das Buch nicht mit dem recht hohen Anspruch an einen historischen Roman liest, sondern es eher als Gegenpol zum Film "Der große Edison" mit Spencer Tracy in der Titelrolle betrachtet, wird man aber durchaus gut unterhalten. Zudem hat Protagonist Paul als Jurist nur wenig Ahnung von Technik, muss aber zumindest die Grundlagen verstehen, um seinen Mandaten richtig vertreten zu können - so konnte ich sogar auch ein paar interessante Details über Physik und Elektrotechnik für mich mitnehmen, die ich in der Schule wohl verpasst hatte.

Trotz meiner Kritik bezüglich der historischen Details bewerte ich das Buch mit vier Sternen, denn die großen Visionäre Westinghouse, Edison und Tesla werden mit ihrer völlig unterschiedlichen Herangehensweise an ihre bahnbrechenden Erfindungen dem Leser nahegebracht - wenn auch in einer Großteils fiktiven, aber atmosphärischen und spannenden Umsetzung.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

yesterday yesterday

Veröffentlicht am 20.03.2017

Ein wahrhaft historisches Buch

Seinen Beruf als Drehbuchautor merkt man Graham Moore in diesem so faszinierenden Roman zwar an, aber er setzt seinen eigenen Stil so ein, dass er die Geschehnisse ganz wunderbar unterstreicht und die ... …mehr

Seinen Beruf als Drehbuchautor merkt man Graham Moore in diesem so faszinierenden Roman zwar an, aber er setzt seinen eigenen Stil so ein, dass er die Geschehnisse ganz wunderbar unterstreicht und die Geschichte eine eigene Magie bekommt.
Die Geschichte dreht sich im Wesentlichen um den „Stromkrieg“, ein jahrelanger Rechtsstreit gegen Ende des 19. Jahrhunderts, dessen Ausgang nicht nur Millionen von Leuten auf der ganzen Welt nachhaltig beeinflussen sollte, sondern er beeinflusste in vielschichtiger Weise das Leben der direkt Beteiligten. Dies stellt Moore hier dar, in dem er die Handlung aus Sicht des jungen Anwalt Paul Cravath erzählt, dessen erster und wohl größter (geldträchtigster) Mandant George Westinghouse ist, der von Thomas Edison verklagt wird und beweisen muss, dass seine „Glühfadenlampen“ dessen Patent nicht verletzen.

In einer extrem gelungenen Mischung aus belegten Tatsachen, vermuteten Begebenheiten und eigener Fiktion schickt der Autor den Leser durch eine Welt der Gaslampen, der explodierenden Birnen und elektrifizierenden Ideen zahlreicher namhafter Erfinder wie eben Edison oder Westinghouse. Auch ein gewisser Nikola Tesla spielt seinen Part und ganz nebenbei macht Moore es möglich, dass Physikunterricht wieder interessant erscheint. Egal, welche Vorkenntnisse jemand haben möge oder nicht, in diesem Roman werden zahlreiche schwierige wissenschaftliche Erkenntnisse, Erfindungen, Tatsachen und Prinzipien fast „wie nebenbei“ erklärt, auf eine Weise, die zum Nachdenken anregt, aber nicht überfordert.

Um alles in ein Buch packen zu können, weicht Moore an manchen Stellen bewusst ein wenig von den tatsächlichen Abfolgen und Zeiträumen ab, aber er erklärt sich am Ende des Romans ausführlich und nachvollziehbar. Und obwohl er das Buch nicht als Dokumentation oder Ähnliches sieht, ist doch verblüffend, was alles wirklich passierte. Dazu auch ein sehr interessanter Link zur Homepage des Autors, wo die Ereignisse Roman – Wirklichkeit gegenübergestellt werden: https://mrgrahammoore.com/books/the-last-days-of-night/historical-timeline/

Trotz aller Widrigkeiten und bösen Blutes schafft es Moore auch, die Charaktere insgesamt relativ neutral zu beschreiben. Niemand ist perfekt, jeder hat so seine dunklen Momente, aber bis auf ein paar unleidliche Personen kann sich der Leser schlussendlich mit den meisten gut arrangieren, sie verstehen und – wie die handelnden Figuren – gewissermaßen seinen Frieden mit ihnen schließen. Die Reise, bis man so weit kommt, muss jeder für sich selbst erleben – sie ist es wert!

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Talitha Talitha

Veröffentlicht am 19.03.2017

Mein bisheriges LesehighLIGHT des Jahres!

New York, 1888: Der junge und unerfahrene Anwalt Paul Cravath vertritt im Streit um das Patentrecht an der Glühbirne den Industriellen Westinghouse gegen den Erfinder Edison. Daneben sind noch zu klären: ... …mehr

New York, 1888: Der junge und unerfahrene Anwalt Paul Cravath vertritt im Streit um das Patentrecht an der Glühbirne den Industriellen Westinghouse gegen den Erfinder Edison. Daneben sind noch zu klären: Wer bekommt den Erfinder Tesla unter seine Kontrolle, der soeben den wirkungsvollen Wechselstrom entdeckt hat? Wer versorgt in Zukunft Amerika mit Strom und kann Milliarden einnehmen? Bald stellt sich heraus, dass Edison mit allen Wassern gewaschen ist und es für alle Beteiligten gefährlich werden kann, sich mit ihm anzulegen...

Ein spannender Roman um den Wettlauf der Elektrifizierung der USA!

Das Buch ist in positivem Sinne perfekt durchkomponiert: Die Kapitel sind eher kurz, das Erzähltempo angemessen hoch, die Handlung geschickt präsentiert, so dass beim Leser keine Langeweile aufkommt. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand nehmen, was sonst eher selten passiert. Dafür sorgen die abwechselnden Szenen mit ihren Cliffhangern, die häufigen Wendungen und Überraschungen in der Story und die gelunge Beschreibung der USA und ihrer Bewohner am Ende des 19. Jahrhunderts, bei denen man den Umbruch in ein neues Zeitalter wirklich spüren kann. Auch die Kontroversen zwischen Traditionen und Neuerungen, dazu der Einfluss der Presse und des Kapitals auf die öffentliche Meinung werden sehr realistisch dargestellt.

Auch wirklich krasse Szenen sind beschrieben, die alle historisch belegt sind, wie z. B. eine Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl.

Daneben gibt es wundervoll beschriebene Szenen mit dem schrulligen Erfinder Tesla und eine hollywoodreife Liebesgeschichte zwischen Cravath und einer Sängerin mit einer dunklen Vergangenheit.

Mein Fazit: Ich habe selten ein so überzeugendes, perfektes Buch gelesen, was mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt hat. Ich bin wirklich positiv überrascht, wie gelungen dieser Roman ist, da das Thema für eine naturwissenschaftliche Niete wie mich eigentlich nicht einfach war. Meine absolute Leseempfehlung! Das Buch ist für 2017 bislang mein Lesehighlight, im wahrsten Sinne des Wortes. :-)

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kalligraphin kalligraphin

Veröffentlicht am 17.03.2017

Das Buch des Jahres 2017!

„Kurz gesagt: Er [Edison] schien doch nur ein Mensch zu sein. Was Paul fast am meisten irritierte. Es konnte schließlich nicht sein, dass der Teufel sich selbst die Fliege band.“ (265)

New York, 1888. ... …mehr

„Kurz gesagt: Er [Edison] schien doch nur ein Mensch zu sein. Was Paul fast am meisten irritierte. Es konnte schließlich nicht sein, dass der Teufel sich selbst die Fliege band.“ (265)

New York, 1888. Wir befinden uns mitten im juristischen Krieg der damals wohl gescheitesten und mächtigsten Männer Amerikas - Thomas Edison und George Westinghouse. Jeder möchte die Erfindung der Glühbirne für sich beanspruchen.
Westinghouse beauftragt den jungen Anwalt Paul Cravath, der direkt nach seinem ausgezeichneten Universitätsabschluss die Karriereleiter erklimmt und als Partner in einer Kanzlei arbeitet. Aus Pauls Perspektive erfahren wir die atemberaubend spannende Geschichte um "Die letzten Tage der Nacht", die zu großen Teilen auf Tatsachen beruht.

Und das ist es auch, was mitunter die Faszination dieses Buches ausmacht: Die Grundstory, die meisten Figuren und Begebenheiten beruhen auf historischen Tatsachen. Moore webt daraus einen so aufregenden, stimmigen Roman, dass man an vielen Stellen an der historischen Authentizität zweifelt, sie aber doch zumeist gegeben ist.* Schreibt am Ende doch mal wieder das Leben die besten Geschichten? Auch. Aber erst durch das geniale Schreibtalent Moores wird dieses unterhaltsame Buch daraus!

Wenn z.B. Thomas Edison als reine Imponiergeste ganz nebenbei einen kleinen Knopf in seinem Büro betätigt, um die mehrere hundert Meter entfernte Lady Liberty zu illuminieren, ist das einfach... cool.
Ich mag den filmischen Schreibstil. Man merkt, dass Graham Moore als Drehbuchautor groß geworden ist. Das Buch ist unheimlich lehrreich. Die Suchmaschine läuft nebenbei heiß. Auch die Kapitelüberschriften lassen an einen Film denken, denn sie lesen sich wie Arbeitstitel bzw. Szenennamen am Filmset. Jedes Kapitel wird von einem schlauen Zitat eingeleitet.

Einmal angefangen fällt es schwer diesen Roman wieder zur Seite zu legen. Er liest sich wie ein historischer Männerkrimi. Ich habe hier ein neues Lieblingsbuch für mich entdeckt und freue mich auf die Verfilmung 2018!


*Historische Tatsachen vs. Fiktion (Vorsicht Spoiler!): https://mrgrahammoore.com/books/the-last-days-of-night/historical-timeline/

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Xirxe Xirxe

Veröffentlicht am 14.03.2017

Edison gegen Westinghouse - der Stromkrieg in den USA

Der Name Thomas Edison dürfte vermutlich den meisten Menschen geläufig sein, George Westinghouse wahrscheinlich eher weniger. Dass diese beiden Herren sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine irrsinnige ... …mehr

Der Name Thomas Edison dürfte vermutlich den meisten Menschen geläufig sein, George Westinghouse wahrscheinlich eher weniger. Dass diese beiden Herren sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine irrsinnige Fehde lieferten, um ihre jeweiligen favorisierten Techniken der Stromversorgung als Standard durchzusetzen, dürfte vermutlich noch unbekannter sein (mir war es das zumindest). Wobei diese Schlacht, bekannt als 'Stromkrieg', alle bekannten feindseligen Übernahmen der Neuzeit locker in den Schatten stellt. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Auseinandersetzung Thema eines Romans wurde; eher schon, weshalb es nicht bereits viel früher geschah.
Erzählt wird diese Geschichte aus der Sicht des jungen Anwalts Paul Cravath, der von Westinghouse das Mandat übertragen bekommt, die Verfahren gegen Edison zu führen. Für ihn, der praktisch keine Berufserfahrung hat, ist es der Eintritt in ein neues Leben. Seine ganze Zeit widmet er diesem 'Krieg' voller Engagement und Enthusiasmus, auch wenn die Erfolge auf sich warten lassen. Er lernt das Wesen der Erfinder kennen: Menschen wie beispielsweise Nikola Tesla, die nur für ihre Arbeit leben. Es ist eine völlig andere Welt als die ihm bisher bekannte.
Graham Moore, der Autor, versteht es, eine Szenerie zu entwerfen, die ich beim Lesen buchstäblich vor Augen hatte. Das noch schwach elektrifizierte New York; das Leben auf den Straßen; die Atmosphäre bei den Dinnern der Strom-High-Society - es ist fast schon ein Film, der sich da vor mir abspielte. Kein Wunder, denn der Autor ist auch als Drehbuchautor erfolgreich und erhielt bereits für 'Ein streng geheimes Leben' einen Oscar. So dürfte es nicht überraschen, das 'Die letzten Tage der Nacht' verfilmt werden. Doch die Schilderung der historischen Ereignisse (nebst fiktiven Ergänzungen und Verfremdungen), die so spannend wie ein Krimi sind (es wird spioniert, intrigiert, bestochen undundund), machen nicht allein den Reiz des Buches aus. Ganz nebenbei wird ein Grundwissen der Elektrizität vermittelt, das wirklich für Alle (auch für mich! - und das will was heißen ;-)) verständlich ist wie auch Begrifflichkeiten der Juristerei.
Dennoch, ein Manko gibt es: So gut es Moore versteht, diese Geschichte bildhaft darzustellen - seinem Protagonisten Paul Cravath kam ich nicht nahe. Meist lebe und leide ich mit der Hauptfigur mit, aber dies gelang mir hier nicht. Die Distanz zu ihm blieb während der ganzen Lektüre. Und so las ich das Buch wie einen spannenden, lehrreichen historischen Film. Ich bin gespannt, wie der Film dann wirklich ist.

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Autor

Graham Moore

Graham Moore - Autor
© Matt Sayles

Graham Moore gewann 2015 den Oscar für das beste Drehbuch. "The Imitation Game" wurde mit Benedict Cumberbatch und Keira Knightley verfilmt und von der internationalen Kritik gefeiert. Moore lebt in Los Angeles.

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