Die geheimnisvolle Freundin
 - Simona Baldelli - Hardcover
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22,00

inkl. MwSt.

Eichborn Verlag
Hardcover
Literarische Unterhaltung
400 Seiten
ISBN: 978-3-8479-0179-2
Ersterscheinung: 28.06.2024

Die geheimnisvolle Freundin

Roman
Übersetzt von Elisa Harnischmacher

(19)

Zwei Freundinnen und ein folgenreiches Bekenntnis

Abruzzen, 1950er Jahre. Von Geburt an lebt Nina in einem von strengen Nonnen geführten Waisenhaus auf dem Land. Als sie sieben ist, wird Lucia aufgenommen, die gerade ihre Eltern verloren hat. Zwischen den beiden gleichaltrigen Mädchen entwickelt sich über viele Jahre hinweg eine enge Freundschaft. Bis ein dramatisches Missverständnis ihr Vertrauensverhältnis nachhaltig erschüttert und beide getrennte Wege gehen. Nina findet Arbeit in einer Tabakfabrik, erfährt dort Solidarität und schöpft neue Zuversicht für ihr weiteres Leben. Dann steht eines Tages Lucia vor ihrer Haustür. Und vertraut ihr ein für beide weitreichendes Geheimnis an …

„Eine bewegende Geschichte über Freundschaft und weibliche Solidarität, eindringlich und voller Hoffnung“  La Repubblica

Ausgezeichnet mit dem PREMIO LETTERARIO NAZIONALE DONNA SCRITTRICE 2023

Rezensionen aus der Lesejury (19)

Lucy10 Lucy10

Veröffentlicht am 11.07.2024

Ninas beeindruckende Lebensgeschichte im Vordergrund, aber nicht eine geheimnisvolle Freundschaft wie mit Cover, Titel und Klappentext suggeriert

Die Geschichte spielt in den 50er Jahren in Abruzzen. Hauptperson ist Nina, die ihre leiblichen Eltern nie kennen gelernt hat und als Findelkind im Waisenhaus lebt, welches von strengen Nonnen geführt ... …mehr

Die Geschichte spielt in den 50er Jahren in Abruzzen. Hauptperson ist Nina, die ihre leiblichen Eltern nie kennen gelernt hat und als Findelkind im Waisenhaus lebt, welches von strengen Nonnen geführt wird. Der Leser lernt sie im Alter von etwa vier Jahren kennen und kann anhand ihrer Lebensgeschichte miterleben, wie unglaublich schrecklich sich das Leben in einem Waisenhaus zur damaligen Zeit abgespielt hat. Ziel eines jeden Kindes ist es, am Vorstellungstag von einem kinderlosen Paar entdeckt und von diesen adoptiert zu werden. Im Alter von sieben Jahren trifft sie auf die etwa gleichaltrige Lucia, die nach dem Tod ihrer Eltern ins Waisenhaus aufgenommen worden ist. Nina ist sehr bemüht, dass Lucia den Verlust überwindet. Durch einen besonderen Umstand, bei dem Nina eine Rolle spielt, hat das Waisenkind schließlich das Glück, in eine Familie zu kommen. Nina verbleibt bis zur ihrem Auszug weiter im Waisenhaus. Dank Marcella, einer Leidensgenossin aus dem Waisenhaus, bekommt sie einen Job in einer Tabakfabrik. Sie erlebt hier einen Aufstand der Tabakfrauen mit, sie wirkt mit und entwickelt sich dadurch enorm. Irgendwann tritt Lucia wieder in ihr Leben.

Die Autorin Simona Baldelli war mir bis zur Leserunde nicht bekannt, in meiner Recherche habe ich erfahren, dass sie schon mehrere Frauenromane geschrieben hat und teilweise auch schon Literaturpreise für ihre Werke bekommen hat. Auch in diesem Buch geht es vornehmlich um Frauen, insbesondere um Nina. Die Leseprobe hat mich neugierig gemacht auf deren Leben, das im Waisenhaus ganz und gar nicht glücklich gewesen ist. Es hat mich zutiefst berührt, von den teilweise brutalen und unmenschlichen Zuständen im Waisenhaus zu lesen. Mit dem zweiten Handlungsstrang (Leben als Arbeiterin in der Tabakfabrik), der teilweise etwas seltsam mit dem ersten Handlungsstrang (Kindheit im Waisenhaus) verwoben ist, konnte ich zunächst wenig anfangen, dieser hat mich sogar sehr verwirrt. Natürlich war es sehr aufbauend, mitzuverfolgen, wie Nina in dieser Lebensphase an Selbstbewusstsein gewinnt, jedoch hatte ich mir von diesem Buch aufgrund des Covers, des Titels, des Klappentextes sowie der Leseprobe etwas ganz anderes vorgestellt. Von dem starken freundschaftlichen Band zwischen Nina und Lucia, von welchem im Klappentext gesprochen wird und welches auch das Cover suggeriert, habe ich leider nicht viel mitbekommen, als wahre Freundin entpuppt sich eher Marcella oder auch Carla, aber die können laut Klappentext mit dem Titel „Die geheimnisvolle Freundin“ nicht gemeint sein. Deshalb muss ich zugeben, dass ich aufgrund meiner Erwartungen von dem Buch enttäuscht war. Ich würde mir einen passenderen Titel und Klappentext wünschen und ich glaube damit hätte ich einen ganz anderen Blick auf dieses Buch gehabt.

An sich lässt sich das Buch aber gut lesen, es war spannend und der Erzählstil hat mir also gefallen, etwas störend waren für mich jedoch die Zeitensprünge, die meiner Meinung nach etwas unverhofft kamen. Nicht nachvollziehbar war für mich das Alter von Nina, sie kam mir immer wesentlich älter und reifer vor, als sie tatsächlich gewesen ist. Außerdem lassen sich einige Dinge für mich nicht logisch nachvollziehen, z. B. die „zufälligen“ Begegnungen mit Lucia, die Geschichte um Paola oder auch Schwester Immacolatas Rolle am Ende des Romans. Überhaupt hat die ganze Geschichte einige Versatzstücke, die irgendwie nicht optimal zusammenpassen und zu Ende gebracht worden sind, was ich wirklich schade finde.
Das eigentliche Anliegen der Autorin wird im Nachwort klar und hat mich noch einmal in meiner Meinung bestärkt, dass Titel, Cover und Klappentext einfach nicht gut zum Inhalt passen.

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satzliebe satzliebe

Veröffentlicht am 02.07.2024

Nina hat es nicht leicht

Die Autorin Simona Baldelli versucht in ihrem Roman „Die geheimnisvolle Freundin“ zwei Geschichten miteinander zu verbinden, die jede für sich ein Buch wert gewesen wären, mich so aber nicht voll überzeugen ... …mehr

Die Autorin Simona Baldelli versucht in ihrem Roman „Die geheimnisvolle Freundin“ zwei Geschichten miteinander zu verbinden, die jede für sich ein Buch wert gewesen wären, mich so aber nicht voll überzeugen konnten.
Das Buch schildert das Leben von Nina zu Beginn der 50iger Jahre in einem Waisenhaus in den Abruzzen und das der erwachsenen Nina als Arbeiterin in einer Tabakfabrik.
Das Leben im Waisenhaus ist geprägt durch Lieblosigkeit und Demütigungen von Seiten der Nonnen. Nina sehnt sich nach Wärme und Zuneigung, möchte einfach als der Mensch gesehen werden, der sie ist und nicht als das Findelkind, das von Geburt an niemand wollte. Ihr Leben scheint sich zu besseren, als Lucia, eine Waise, in das Heim kommt. Doch Lucia ist keine wirkliche Freundin und nutzt Ninas Gutmütigkeit nur aus. Nina verzichtet auf die Möglichkeit einer Adoption und lässt Lucia den Vortritt. Dadurch trennen sich ihre Wege.
Nachdem Nina das Heim Jahre später verlassen hat, bekommt sie eine Anstellung in einer Tabakfabrik und findet mit Marcella – die sie schon aus dem Heim kennt – und Clara – eine Intellektuelle, dje ihre eine neue Welt erschließt – zwei Freundinnen. Als die Tabakfabrik geschlossen werden soll, engagiert sie sich mit den anderen Arbeiterinnen und streikt für ihre Rechte.
Dann ist auf einmal Lucia wieder da und fordert von Nina einen Gefallen, wobei sie natürlich wieder nur sich selbst im Auge hat und Nina Vorwürfe macht und ihr ein schlechtes Gewissen einredet.
Der Autorin gelingt es vortrefflich, die düstere Atmosphäre im Waisenhaus einzufangen. Die Lieblosigkeit der Nonnen und die dort herrschende Gewalt werden wortgewaltig geschildert, so dass man das Gefühl hat, als Betrachter dabei zu sein. Diese Abschnitte haben mich sehr berührt.
Auch die Schilderungen während des Streiks, die Mutlosigkeit und dann der absolute Wille durchzuhalten, um etwas an der Situation zu ändern, sind glaubhaft beschrieben.
Das erneute Zusammentreffen von Nina und Lucia wirkt dagegen sehr konstruiert, die Geschichte dünn und wenig glaubhaft.
Nicht alle Handlungen der beteiligten Personen konnte ich nachvollziehen.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Der Buchtitel ist irreführend, gibt es doch keine geheimnisvolle Freundin, zumindest ich konnte sich nicht finden. Auch der Klappentext weckt eine Erwartung, die nicht erfüllt wird. Nina und Lucia verbindet keine jahrelange Freundschaft und auch kein dramatisches Missverständnis erschüttert ihr Vertrauensverhältnis.
Bei beiden Teilen der Geschichte hätte man tiefer in die Materie einsteigen können. Vieles wird nur angerissen oder bleibt oberflächlich. Auch das Bild der beiden jungen Frauen auf dem Cover passt nicht wirklich zum Inhalt der Geschichte.

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Salti_79 Salti_79

Veröffentlicht am 12.07.2024

Leider nicht gelungen

Die geheimnisvolle Freundin” ist ein Roman von Simona Baldelli, der in den 1950er Jahren in den Abruzzen spielt. Die Geschichte dreht sich um Nina, die seit ihrer Geburt in einem streng geführten Waisenhaus ... …mehr

Die geheimnisvolle Freundin” ist ein Roman von Simona Baldelli, der in den 1950er Jahren in den Abruzzen spielt. Die Geschichte dreht sich um Nina, die seit ihrer Geburt in einem streng geführten Waisenhaus auf dem Land lebt. Als sie sieben Jahre alt ist, wird Lucia aufgenommen, die gerade ihre Eltern verloren hat. Über viele Jahre hinweg entwickelt sich zwischen den beiden Mädchen eine enge Freundschaft. Doch ein dramatisches Missverständnis erschüttert ihr Vertrauensverhältnis, und sie gehen getrennte Wege. Nina findet Arbeit in einer Tabakfabrik und schöpft dort neue Zuversicht für ihr Leben. Eines Tages steht Lucia vor ihrer Haustür und teilt ihr ein weitreichendes Geheimnis mit. Die Autorin erzählt von Freundschaft, weiblicher Solidarität und den Herausforderungen, mit denen Findelkinder damals zu kämpfen hatten.

Anfangs hat mir die Erzählung gut gefallen, jedoch verliert sie zwischendrin den roten Faden. Mir persönlich ist es zu oberflächlich, ich hatte sogar das Gefühl man will schnell zum Ende kommen. Auch die Freundschaft der beiden habe ich nicht so recht verstanden, vielleicht habe ich aber einfach etwas anderes erwartet.

Für mich leider keine Leseempfehlung

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Olivchen Olivchen

Veröffentlicht am 05.07.2024

Streckenweise gut - 3,5 Sterne

Zu Beginn war ich sehr begeistert von dem Buch. Sprach- und Erzählstil waren flüssig, die Geschichte begann spannend, ich konnte mich gut einfühlen und war gerührt von den Charakteren, besonders von Nina ... …mehr

Zu Beginn war ich sehr begeistert von dem Buch. Sprach- und Erzählstil waren flüssig, die Geschichte begann spannend, ich konnte mich gut einfühlen und war gerührt von den Charakteren, besonders von Nina und Marcella. Doch dann wartete ich sehnsüchtig auf die Ereignisse, die im Klappentext angekündigt wurden - und nix geschah. Von einem Roman über Freundschaft und weibliche Solidarität hatte ich mehr erwartet. Anfangs kamen mir Ninas Gedanken noch recht tiefgründig vor, doch dann wurde es immer oberflächlicher. Und von der "engen Freundschaft" fehlt jede Spur.
Ich weiß nicht, ob ich das Buch weiterempfehlen würde. Zu Beginn wollte ich es noch unbedingt meiner besten Freundin empfehlen, doch jetzt sehe ich eher davon ab.

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galaxaura galaxaura

Veröffentlicht am 05.07.2024

Hätte hätte Fahrradkette – wenn Buch und Beschreibung nichts miteinander zu tun haben

„Die geheimnisvolle Freundin“ von Simona Baldelli, die mit „Die Rebellion der Alfonsina Strada“ ja schon einen starken Frauenroman abgeliefert hat, ist ein Buch, das eventuell schlicht an seiner Übersetzung ... …mehr

„Die geheimnisvolle Freundin“ von Simona Baldelli, die mit „Die Rebellion der Alfonsina Strada“ ja schon einen starken Frauenroman abgeliefert hat, ist ein Buch, das eventuell schlicht an seiner Übersetzung und der Marketingstrategie des Eichborn Verlags scheitert. Angekündigt als bewegende Geschichte zweier gleichaltriger Freundinnen, deren Vertrauensverhältnis von einem dramatischen Missverständnis erschüttert wird, gibt dieses Buch jedem Menschen, der eben diese Geschichte in ihm sucht, bis zum Ende Rätsel auf. Und auch wenn der Originaltitel „Il pozzo delle bambole“ den Inhalt auch nicht viel besser greift, so ist er doch zumindest ein wenig näher dran.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir richtig gut, das Papier von Schutzumschlag und Innenleben fasst sich gut an, die Schwarzweiß-Fotografie hatte mich eh direkt angesprochen, weil sie so viel Wärme ausstrahlt, ohne sich eines Sepiatons zu bedienen, den stärkeren Beerenton des festen Einbands im Verhältnis zum Altrosa und Grau des Covers find ich auch sehr gelungen.
Der Einstieg ins Buch ist sehr gut geglückt. Die Atmosphäre des Waisenhauses, in dem die kleine Nina, die wir beim Aufwachsen begleiten werden im Verlauf der Geschichte, als Findelkind aufwächst, kommt sehr gut rüber, auch spürt mensch sofort, dass in Nina eine besondere Stärke wohnt, die sie einzigartig macht unter den vielen Kinder. Die Sprache ist stark und sehr atmosphärisch, tolle Sprachbilder, immer wieder, ohne zu übertreiben. Der Fokus liegt in einer guten Art auf der zu erzählenden Geschichte. Und über allem dräut die katholische Moral. Baldelli schafft es grundsätzlich sehr gut, im Schreiben mit einem kindlichen Blick auf die Welt zu schauen und die Wahrnehmung einer Viereinhalbjährigen zu treffen. Wir schauen auf Ninas Existenz, wie Nina selbst schaut. Dabei ging es mir allerdings oft so, dass ich die Gespräche, die mit ihr geführt werden, so nicht glaubhaft finde, gemessen an ihrem Alter. Nina lernt bald ein neues Mädchen im Waisenhaus kennen, Lucia, und diese soll wohl die geheimnisvolle Freundin des Titels sein. Nur, ohne zu viel zu spoilern, ist von Freundschaft hier nichts zu finden, stattdessen beobachten wir eine schwer toxische Beziehung mit hochmanipulativem Charakter.
Formal springt Baldelli immer wieder in die Zukunft, zu einer erwachsenen Nina, ohne diese Wechsel weiter zu kennzeichnen. Je weiter das Buch voranschreitet, desto mehr Anteil übernimmt das erwachsene Leben. In der ersten Hälfte dominiert das Leben im Waisenhaus. In diesem hofft Nina sehr darauf, adoptiert zu werden und so der Einsamkeit zu entkommen, doch sie wird immer wieder enttäuscht. Als sich endlich die Chance für sie auftut, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.
Später, im Erwachsenenleben, arbeitet Nina in einer Tabakfabrik, in der die dort angestellten Frauen zu einem Streik aufrufen, als sich die Arbeitsbedingungen einschneidend verändern und eine Kündigungswelle droht. Die Geschichte des Streiks der Tabacchine hat mich ehrlich gesagt sehr viel mehr interessiert als die Geschichte von Nina und Lucia. Für mich hätte der Roman sich vor allem damit befassen können, im Nachwort wird deutlich, dass die Autorin sich vor allem für dieses Thema und das Waisenhaus interessiert. Wofür es also diese aufgepfropfte Freundinnenhandlung braucht, erschließt sich mir nicht. Denkt die Autorin, so mehr Leser:innen zu erreichen? Von der Idee her möglich, dann muss es aber auch gut gemacht sein. Mit dem Protest um die Tabakfabrik vermischt die Autorin Wahrheit und Fiktion und verbindet reale Zeitgeschichte mit Ninas Leben, ohne dabei allerdings sehr auf die politische und wirtschaftliche Situation in Italien oder die Rolle der Frau einzugehen. Statt hier nun konsequent den Weg der sich selbst ermächtigenden Frauen und Ninas Anteil daran weiter zu verfolgen, lässt die Autorin auf einmal Lucia im letzten Teil des Buches wieder auftauchen, eines Tages steht sie vor der Fabrik. Die dann folgende Annäherung (ohne Missverständnis, dieses konnte ich bis zum Schluss nicht auffinden) ist leider absolut unglaubwürdig und vollkommen übers Knie gebrochen! Ein Pseudo-Happy-End aus dem Nichts, nachdem es zuvor eigentlich keinen stringenten Plot gab und sich fast nichts aus der Beschreibung des Klappentextes wiederfinden lässt im Buch. Einfach schade, es gibt so viel gute Ansätze in dem Roman. Ich habe in letzter Zeit leider oft das Gefühl, dass Autor:innen eigentlich gute Konzepte und Ideen haben, die dann aufgeweicht werden, um mehr Auflage und Reichweite zu erlangen. Das Ergebnis ist dann, so wie hier, ein mittelmäßiges Buch. Wirklich sehr schade. Das hätte so ein spannendes Buch über Solidarität und die Kraft von Frauen werden können, was Simona Baldelli glaube ich auch viel mehr liegt.
Vom Cover lächeln uns zwei junge Frauen entgegen. Diese Frauen habe ich im Innenleben des Covers leider nie kennengelernt.

Ein großes Dankeschön an lesejury.de und den Eichborn Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Autorin

Simona Baldelli

Simona Baldelli - Autor
© Simona Baldelli

Simona Baldelli, geboren 1963, hat Theater und Kreatives Schreiben studiert. Sie lebt als freie Autorin in Rom, mehrere ihrer Werke wurden in Italien mit Literaturpreisen ausgezeichnet. DIE REBELLION DER ALFONSINA STRADA ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint.

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