Heult leise, Habibis
 - Sineb El Masrar - Hardcover
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22,00

inkl. MwSt.

Eichborn Verlag
Hardcover
Politik und Gesellschaft
192 Seiten
ISBN: 978-3-8479-0170-9
Ersterscheinung: 28.03.2024

Heult leise, Habibis

(22)

Die größte diverse Minderheit sind die vernünftigen Stillen. Es ist an der Zeit, sie in unserer Gesellschaft mitzudenken und zu berücksichtigen. Dieses Buch richtet sich gegen alle ignoranten Dauerempörten, die getrieben von ihren Komplexen ihre eigene Perspektive als Nabel der Welt verstehen und nicht einsehen wollen, dass sie vernunftbegabte Stimmen mit ihrem Egoismus mundtot machen und damit unsere Demokratie gefährden.

Während die Lauten also einfach mal leiser werden müssen, müssen die vernünftige Stillen lauter werden. Es braucht dringend ein neues Gleichgewicht der Stimmen, wenn wir unsere Gesellschaft nicht in den Abgrund führen wollen.

Pressestimmen

„Garantiert kein leises Buch.“

„Sineb stellt wichtige Fragen, die uns Leser:innen zum Nachdenken anregen.“

"Sineb El Masrar hat stets ein waches Auge auf die Dinge, die uns sie herum geschehen."

Rezensionen aus der Lesejury (22)

Booklove91 Booklove91

Veröffentlicht am 03.06.2024

Gleichgewicht der Stimmen

Meine Meinung und Inhalt

"Was bewegt uns? Was sehen wir? Was sehen wir nicht? Wem und welchen Dingen schenken wir Beachtung? Wann regt sich etwas in uns, sodass wir uns trauen, einen Schritt nach ... …mehr

Meine Meinung und Inhalt

"Was bewegt uns? Was sehen wir? Was sehen wir nicht? Wem und welchen Dingen schenken wir Beachtung? Wann regt sich etwas in uns, sodass wir uns trauen, einen Schritt nach vorne zu treten und unsere Stimme zu erheben, um etwas zu kommentieren oder gegen oder für etwas zu protestieren? .... Wer sind wir im Miteinander, und welche Rolle nehmen wir mit unserem Kommunikationsverhalten ein?" (ZITAT/Vorwort)

Das Buch von Sineb El Masrer stellt einen Aufruf / Weckruf an die heutige Gesellschaft dar. Ihr Schreibsitl ist engagiert, direkt und modern.

Die Autorin stellt das Problem dar, Lösungsansätze bleiben etwas offen, was den Leser zum Nachdenken sicherlich anregen soll.

Mir hat das Buch recht gut gefallen.


Die größte diverse Minderheit sind die vernünftigen Stillen. Es ist an der Zeit, sie in unserer Gesellschaft mitzudenken und zu berücksichtigen. Dieses Buch richtet sich gegen alle ignoranten Dauerempörten, die getrieben von ihren Komplexen ihre eigene Perspektive als Nabel der Welt verstehen und nicht einsehen wollen, dass sie vernunftbegabte Stimmen mit ihrem Egoismus mundtot machen und damit unsere Demokratie gefährden.


"Der Motor von Gleichgültigkeit und Ignoranz - denn nichts anderes ist die aktive Vermeidung jedes Versuchs,
»den einen leisen Ton zu hören, auf den alles ankommt« -sind unreflektierte Komplexe, die eine Ich-Bezogenheit im Fokus haben und von Kränkungen getrieben werden. Dabei haben wir alle Komplexe. Komplexe kennen keine ethnische Herkunft, keine Religion, kein Geschlecht oder Alter. Wir alle haben Themen, die uns verunsichern oder (wie es neuerdings auch heißt) triggern und gelegentlich auch re-traumatisieren, die tief ins uns arbeiten." (ZITAT)


Während die Lauten also einfach mal leiser werden müssen, müssen die vernünftige Stillen lauter werden. Es braucht dringend ein neues Gleichgewicht der Stimmen, wenn wir unsere Gesellschaft nicht in den Abgrund führen wollen.


In einem Interview sagt die Autorin auf die Frage

Welche Brücken braucht unsere Gesellschaft jetzt am dringendsten, um die Spaltung
zu überwinden? Und woraus sind diese Brücken gemacht?

folgendes:


Die Brücken werden wir selbst bauen müssen. Denn es werden über Nacht keine Heinzelmännchen kommen, um mal im Kölner Raum zu bleiben, und das für uns erledigen. Um Brücken zu bauen, brauchen wir Teamgeist, Ausdauer und Geduld. Verschiedene
Fertigkeiten und Wissen. Das bedeutet wir müssen zusammenarbeiten. Und daher brauchen wir Kompromisse, damit wir uns alle gemeinsam Lebens- und Diskursräume ermöglichen, die unsere Demokratie stärken und nicht zerstören.


1981 erblickte in Hannover Sineb El Masrar das Licht der Welt. Seither zählt Deutschland eine weitere Deutsch-Marokkanerin. Nach einer kaufmännischen und pädagogischen Ausbildung arbeitete sie unter anderem in Grundschulen, in der Marktforschung und als freie Autorin. 2006 gründete sie das erste und einzige multikulturelle Frauenmagazin Gazelle. 2010 erschien im Eichborn Verlag ihr Sachbuch „Muslim Girls – Wer wir sind, wie wir leben“. Sie lebt in Berlin. Mehr unter:www.sinebelmasrar.de

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

LeserinLu LeserinLu

Veröffentlicht am 05.05.2024

Gedanken zur Empörungsdemokratie

"Heult leise Habibis" ist ein Sachbuch, das sich mit dem potenziellen Gefährdungspotenzial von Dauererregung für die Demokratie auseinandersetzt. Nach dem Lesen des ersten Teils war ich durchaus beeindruckt ... …mehr

"Heult leise Habibis" ist ein Sachbuch, das sich mit dem potenziellen Gefährdungspotenzial von Dauererregung für die Demokratie auseinandersetzt. Nach dem Lesen des ersten Teils war ich durchaus beeindruckt von der sachlichen Diskussion, die hier geführt wird, und war gespannt darauf, wie sich das Buch weiterentwickelt. Der zweite Teil blieb dann aber leider deutlich hinter dem ersten Teil zurück.

Die Autorin beschäftigt sich mit den "die vernünftigen Stillen", die in einer Öffentlichkeit der „unvernünftigen Lauten“ nicht zu Wort kommen. Sie geht dabei vor allem sozialpsychologisch und nicht sozialwissenschaftlich vor. Dabei präsentiert sie Beobachtungen und Analysen, die man nicht unbedingt teilen muss, die mich aber vor allem im ersten Teil zum Nachdenken herausgefordert haben, sodass ich eigene Voreinstellungen teilweise hinterfragen oder schärfen konnte.

Im zweiten Teil wurde dann der eher konservative bzw. wirtschaftsliberale Blick der Autorin verstärkt deutlich, wobei die Ausführungen nicht mehr so stark einen differenzierteren Blick ermöglicht haben. Dies führte zu Pauschalisierungen, die aus meiner Sicht unbedingt zu hinterfragen sind. Besonders kritisch sehe ich das Kapitel über den Einfluss von Müttern und Vätern. Es regt zwar zum Nachdenken an, jedoch halte ich einige Beschreibungen wie die von "Müttersöhnchen" für zu vereinfacht. Denn nicht immer lässt sich eine gestörte Beziehung zu den Eltern an den jeweiligen biologischen Geschlechtern festmachen, sondern eher an der sozialen Rolle.

"Heult leise Habibis" bietet insgesamt einige Denkanstöße, jedoch sollte man kritisch hinterfragen, ob alle Argumentationen und Darstellungen in ihrer Vereinfachung und Pauschalität ausreichend differenziert sind. Dennoch kann das Sachbuch ein guter Startpunkt für den Einstieg in die Diskussion sein.

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ReadingZa ReadingZa

Veröffentlicht am 02.05.2024

Regt zum Nachdenken an !

"Heult leise, Habibis" ist ein Buch, das sich gegen die zunehmende Lautstärke und Ignoranz in der heutigen Gesellschaft richtet. Der Klappentext deutet darauf hin, dass es sich dabei nicht um eine einfache ... …mehr

"Heult leise, Habibis" ist ein Buch, das sich gegen die zunehmende Lautstärke und Ignoranz in der heutigen Gesellschaft richtet. Der Klappentext deutet darauf hin, dass es sich dabei nicht um eine einfache Polemik handelt, sondern um eine wohlüberlegte Kritik an den Mechanismen, die die leiseren, vernünftigeren Stimmen in der Gesellschaft verdrängen.

Die These des Buches ist einleuchtend und bietet eine willkommene Perspektive in einer Zeit, in der die lautesten Stimmen oft die größte Aufmerksamkeit erhalten. Der Autor oder die Autorin fordert eine Art "Gleichgewicht der Stimmen", indem er oder sie darauf hinweist, dass die stillen, vernunftbegabten Menschen häufig übersehen oder ignoriert werden. In einer Gesellschaft, in der Polarisierung und Extremismus zunehmend an der Tagesordnung sind, erscheint diese Botschaft erfrischend und dringend notwendig.

Der Text scheint sich gegen die "ignoranten Dauerempörten" zu richten, was darauf hindeutet, dass das Buch keine Angst davor hat, kontroverse Themen anzusprechen. Es ist ein Appell an eine ruhige, rationale Auseinandersetzung, bei der unterschiedliche Meinungen berücksichtigt werden, ohne dass eine Seite die andere übertönt.

Der Schreibstil ist vermutlich engagiert und direkt, was für eine solche Thematik angemessen ist. Durch die Betonung der Gefahr für die Demokratie schafft das Buch eine Dringlichkeit, die Leserinnen und Leser dazu bringen soll, sich mit diesen Problemen auseinanderzusetzen und aktiv an einer inklusiveren Gesellschaft mitzuwirken.

Es wäre interessant zu sehen, welche Vorschläge und Lösungen das Buch anbietet, um die Balance zwischen den lauten und stillen Stimmen zu finden. Gelingt es dem Autor oder der Autorin, konkrete Strategien zu entwickeln, um die Demokratie zu schützen und eine inklusivere Gesellschaft zu fördern?

Insgesamt scheint "Heult leise, Habibis" ein spannendes und provokatives Buch zu sein, das eine aktuelle und relevante Diskussion anspricht. Es dürfte sowohl für Leserinnen und Leser interessant sein, die sich über die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung Gedanken machen, als auch für diejenigen, die sich eine ruhigere, rationalere Auseinandersetzung wünschen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Mary81 Mary81

Veröffentlicht am 01.05.2024

Interessantes Buch

Heult leise Habibis, ist ein interessantes Buch, was einem beim Lesen schon zum nachdenken bringt. Mir haben die Texte gut gefallen und es gab schon einiges was ich selbst auch so sehe.
Ein gutes Buch, ... …mehr

Heult leise Habibis, ist ein interessantes Buch, was einem beim Lesen schon zum nachdenken bringt. Mir haben die Texte gut gefallen und es gab schon einiges was ich selbst auch so sehe.
Ein gutes Buch, was aber einige Konzentration braucht um die Texte zu lesen.
Die Autorin arbeitet zwar immer wieder mit vielen Beispielen aus Alltag, Politik und Gesellschaft, was sich leichter lesen lässt. Aber um es Abends im Bett zu lesen, ist das Buch nichts. Man muss schon konzentriert sein und ich habe mich gerade wenn ich müde war sehr schnell ablenken lassen.

Dennoch finde ich, ist das Buch empfehlenswert, man muss sich dafür halt Zeit nehmen und Muße haben es zu lesen.

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Joern_Schneider Joern_Schneider

Veröffentlicht am 01.05.2024

Gelungene Analyse und ein etwas ratloser Leser

Das Buch beschreibt die Zustände unserer (und anderer) Gesellschaft in den letzten 10 Jahren treffend und einprägsam. Die immer lauteren und schrilleren Töne sind nicht erst seit Corona und dem Ukraine-Krieg ... …mehr

Das Buch beschreibt die Zustände unserer (und anderer) Gesellschaft in den letzten 10 Jahren treffend und einprägsam. Die immer lauteren und schrilleren Töne sind nicht erst seit Corona und dem Ukraine-Krieg in Deutschland und auch in anderen Ländern unüberhörbar. Zweifel an der Wissenschaft bis hin zur Leugnung von wissenschaftlichen Tatsachen haben Hochkonjunktur. Und eine schweigende Mehrheit schaut ziemlich sprachlos zu. Wenn es dann aber zu Lösungsansätzen geht bleibt der Leser bzw. Leserin ziemlich ratlos zurück. Doch vielleicht ist das auch eine Stärke des Buches, denn es regt zum Nachdenken und darüber reden an.
Insgesamt eine empfehlenswerte Lektüre nicht nur für die Stillen sondern auch für die Lauten in unserer Gesellschaft um über ihre Handlungen nachzudenken.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Sineb El Masrar

Sineb El Masrar - Autor
© Andreas Schmidt

Sineb El Masrar ist als langjährige Publizistin und Autorin für Print, Online, TV und Theater tätig. Sie schreibt eine monatliche Kolumne fürs Goethe-Institut und tritt als Moderatorin für verschiedene TV-Formate auf. Zu ihren langjährigen Themenfeldern gehören u.a. Feminismus, Migration, Islam, Radikalisierung, Medien und Antisemitismus in unserer postmigrantischen Gesellschaft. Als Medienpionierin und Verlegerin des multikulturellen Frauenmagazin GAZELLE (2006-2011) sowie als Autorin …

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