Die erstaunliche Familie Telemachus
 - Daryl Gregory - Hardcover

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24,00

inkl. MwSt.

Eichborn
Hardcover
Sonstige Belletristik
544 Seiten
ISBN: 978-3-8479-0638-4
Ersterscheinung: 23.02.2018

Die erstaunliche Familie Telemachus

Übersetzt von Tobias Schnettler

(32)

Auf den ersten Blick ist Matty Telemachus ein typischer vierzehnjähriger Junge mit den typischen Problemen eines vierzehnjährigen Jungen. Aber Matty ist alles andere als normal und seine Familie ist es schon gar nicht. Als Matty entdeckt, dass er über ungewöhnliche Fähigkeiten verfügt, macht er sich auf die Suche nach dem lange gehegten Familiengeheimnis: Sind seine Verwandten wirklich Medien, beherrschen sie Telepathie, Telekinese und vielleicht noch andere Kräfte? 
Ein umwerfender Roman über eine ganz besondere Familie und die unsichtbaren Kräfte, die uns alle zusammenhalten.

Pressestimmen

„Liebevoll gezeichnete Figuren, originelle Handlung, viel Humor!“
„Originell und mit Humor“
„Der kurzweilige Roman ist voller Spannung und Spaß!“
„Wenn man sich auf diese schräge und einzigartige Buch einlässt, wird man mit einer ganz speziellen Geschichte belohnt, die sich in keine Schublade pressen lässt.“
„Daryl Gregory hat mit DIE ERSTAUNLICHE FAMILIE TELEMACHUS einen witzigen, mitunter melancholischen und auf alle Fälle magischen Roman geschrieben. (...) ein unterhaltsamer, origineller, geschickt konstruierter und wunderbar erzählter Fantasyroman, der die Genre-Grenzen sprengt. Elemente einer Coming-of-Age-Story, Gangsterposse, Tragikomödie und einem Schuss Spionagethriller verschmelzen reibungslos.“ AUSTRIA PRESSE AGENTUR, 26.02.2018 

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Rezensionen aus der Lesejury (32)

Deichgraefin Deichgraefin

Veröffentlicht am 28.02.2018

Ungewöhnlich

Daryl Gregory hat mit dem Roman „Die erstaunliche Familie Telemachus“ eine Geschichte über eine ungewöhnliche Geschichte geschrieben.
Die Telemachus verfügen über besondere Fähigkeiten, wie Telepathie ... …mehr

Daryl Gregory hat mit dem Roman „Die erstaunliche Familie Telemachus“ eine Geschichte über eine ungewöhnliche Geschichte geschrieben.
Die Telemachus verfügen über besondere Fähigkeiten, wie Telepathie und Telekinese.Ich lese gerne Familiengeschichten. Diese besticht durch Fantasie, Humor, Drama, Krimi und einiges mehr. Einst war die Familie berühmt, sie traten im Fernsehen auf. Die Tricks wurden getestet.
Das Buch fängt mit dem 14jährigen Matty an, der bis jetzt ein typischer Problemen an. Plötzlich verschwindet er das erste mal aus seinem Körper, danach fängt er mit den Fragen an.
In Episoden werden mehrere verschiedene Personen vorgestellt. Jeder erzählt aus seinem Leben, so lernt man jeden Charakter von ihnen kennen.
Die Autorin hat einen guten Schreibstil, man liest den Roman flüssig, vielleicht etwas langatmig. Ich hatte zwar eigentlich mit normalen Familienangehörigen gerechnet, vielleicht mit einigen Macken.
Die Autorin konnte mich dann doch mit dieser Geschichte fesseln.







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melange melange

Veröffentlicht am 25.02.2018

Familiengeschichte, nicht leicht gemacht

Zum Inhalt:
Von der schon früh verstorbenen (Groß-)Mutter haben die Telemachuskinder und –enkel übersinnliche Fähigkeiten geerbt – Telekinese, Sicht in die Zukunft und vieles mehr. Leider sind ... …mehr

Zum Inhalt:
Von der schon früh verstorbenen (Groß-)Mutter haben die Telemachuskinder und –enkel übersinnliche Fähigkeiten geerbt – Telekinese, Sicht in die Zukunft und vieles mehr. Leider sind diese Fähigkeiten vor allem für die direkte Nachfolge-Generation eher Fluch denn Segen, Enkel Matt kostet die Möglichkeit, außerhalb seines Körpers schweben zu können weidlich aus. Richtig kompliziert wird es, als sich nicht nur der Familienpatriarch Teddy, sondern auch sein Sohn Frankie mit einem Mafiaboss anlegen und damit die gesamte Familie in Gefahr bringen.

Mein Eindruck:
„Richtig kompliziert“ ist für mein Dafürhalten das, was die Story dieses Buches ausmacht. Beginnt es – wie vom Klappentext suggeriert – als Geschichte eines pubertierenden Teenagers, leicht gespickt mit Fantasy-Elementen, wird es dann zur Gaunerkomödie und schließlich zu einem handfesten Krimi, nur unterbrochen von einem Drama um gebrochene Herzen und frühe Waisenschaft. Nun könnte man – in der roten Ecke – diese Gemengelage wohlwollend als „spritzige Familiengeschichte in einem Genremix, der seinesgleichen sucht“ betiteln oder – in der blauen Ecke – nicht ganz so wohlwollend als „absolutes Stil-Durcheinander eines Autors, der sich nicht festlegen kann oder will“.
Ich verhalte mich einmal violett und versuche zu schildern, was mir persönlich gefallen hat, - oder eben auch nicht.
Sehr schön ist die Idee, jedes Kapitel aus Sicht einer Person zu beschreiben. So erhält der Leser Einblicke in die durchaus ambivalenten Gefühle, welche die Mitglieder der Familie für die Umstände hegen. Dadurch, dass diese Kapitel jedoch bis kurz vor Schluss eine gewisse Länge aufweisen, wirken sie manches Mal ein bisschen dröge und die Story kommt nicht wirklich in die Puschen. Der Autor hat ein großes Maß an Fantasie und weiß seine Figuren liebevoll in Szene zu setzen, aber genau dieses Maß an Fantasie vermittelt oft das Gefühl, dass er sich in seiner Mixtur verzettelt. Erst zum Schluss – mit schnellen Wechseln der Perspektiven, einem Zusammentreffen aller wichtigen Personen des Telemachus-Universums und dem folgenschweren Showdown kommt echte Stimmung in die Vorstadt-Bude.

Mein Fazit:
Es kommt (zu) langsam, dann aber gewaltig. Leider sehr spät.

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Buecherkueken Buecherkueken

Veröffentlicht am 24.02.2018

Kraftauswirkung

Die Familie Telemachus war berühmt für ihre Fähigkeiten, bis zu einer Verhängnisvollen Fernsehshow. Jahre später entdeckt der 14jährige Matty, dass bei ihm etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Das ... …mehr

Die Familie Telemachus war berühmt für ihre Fähigkeiten, bis zu einer Verhängnisvollen Fernsehshow. Jahre später entdeckt der 14jährige Matty, dass bei ihm etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Das kräftige Orange des Covers mit seinen gerahmten Familienfotos ist für mich ein richtiger Hingucker, der mich neugierig gemacht hat.

Die Geschichte der erstaunlichen Familie Telemachus wird aus den verschieden Perspektiven einiger Familienmitglieder erzählt. Dabei lernt man die einzelnen Charaktere besser kennen, mitsamt ihren Ansichten und ihren Eigenarten. Jeder Charakter für sich ist gut ausgearbeitet und in Szene gesetzt wurden.
Wie Matty, mit dem die Teenagerhormone durchgehen, oder seine Mutter Irene, die von einem anderen Leben träumt. Buddy, der lieber schweigt und sich doch um alle sorgt. Teddy, den auch das Alter nicht weise gemacht hat, oder Frankie, der immer nach neuen Möglichkeiten sucht um an Geld zu kommen.
Jeder ist auf seine Art etwas besonderes und jeder bringt die Geschichte auf seine Art und Weise weiter.

Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen und die Sprache passt sich den Charakteren an und verdeutlicht damit auch noch mal ihre Individualität.
Das Buch handelt von Familie, von Zusammenhalt und davon, dass man zusammen so einiges schaffen kann, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist. Aber das macht eine Familie nun mal aus. Das man sich auf die anderen verlassen kann, auch wenn man unterschiedliche Wege beschreitet.
Das Buch hat aber auch seine unterhaltsamen Momente und auch Spannung darf natürlich nicht fehlen.

Mir hat das Lesen viel Spaß bereitet und ich habe die Telemachus' gerne auf ihrem Weg begleitet.
Für mich ein schönes, rundum gelungenes Buch, das mir gut gefallen hat.

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Evy_Heart Evy_Heart

Veröffentlicht am 24.02.2018

Irgendwie.

"Die erstaunliche Welt..." ist für mich ein Buch, das ich schwer greifen kann. Ich hatte ein skuriles Jugendbuch erwartet. Und "skuril" ist es. Aber es verknüpft eine komplexe Mafia-Geschichte mit 5 ... …mehr

"Die erstaunliche Welt..." ist für mich ein Buch, das ich schwer greifen kann. Ich hatte ein skuriles Jugendbuch erwartet. Und "skuril" ist es. Aber es verknüpft eine komplexe Mafia-Geschichte mit 5 Familienmitgliedern und ihren Geschichten und der Frage, ob die Fähigkeiten der Familie echt sind oder nur gute Tricks.

Achtung: Rezi enthält Spoiler.

#Worum geht es?#

Fünf Familienmitglieder, vom Großvater bis zum Enkel, und ihren Umgang mit den "Fähigkeiten". Um Tag "Zap" und was der frühe Tod von Grandma Mo damit zu tun hat.

#Charaktere#

Das Kollektiv ist bunt gemischt. Während Matty (der Enkel) in der Pubertät steckt und für seine Cousine Malice (Mary Alice) schwärmt und den Familienkult (?) mit Begeisterung betrachtet, hadert seine Mutter Irene damit. Denn sie kann erkennen, ob ihr Gesprächspartner an das glaubt, was er gerade sagt. Da jeder Mensch täglich lügt, belastet sie das, auch ihre glücklosen Beziehungen zu Männern. Onkel Frankie kann Gegenstände bewegen, wird aber von keinem wirklich ernst genommen und ist ein erfolgloser Spieler. Frankie hat ständig neue Geschäftsideen, doch ihm fehlt das Selbstbewusstsein. Buddy wirkt in seiner eigenen Welt, beginnt Projekte, die keiner versteht und beendet sie nach der Hälfte. Er wird als der wohlwollende Sonderling betrachtet. Teddy ist das Familienoberhaupt und ein Charmeur. Er kann Gedanken lesen und sowohl der Leser als auch die anderen Figuren erfahren erst am Ende, worin er tatsächlich verstrickt ist. Grandma Mo ist der Ruhepol. Sie wird, finde ich, mystifiziert, aber sie ist nicht ohne Fehler. Sie starb, als Irene, die Älteste, 13 Jahre alt war. Mich erinnerte das an die Kelly-Family :-)

Es gibt Figuren, die der Geschichte Tragik geben, anderen bringen lustige Elemente hinein. Ich fand Mattys Methoden, seine Fähigkeit zu aktivieren, amüsant und hätte gern mehr über ihn gelesen. Auch Buddy mochte ich. Ich habe mit vielen Figuren mitgelitten, aber ich konnte mich nicht fallen lassen.

Eine Familie, die irgendwie nicht zusammen passt, obwohl sie das Wissen um ihre Fähigkeiten eint, das ist ein zentrales Thema des Buches. Ich habe mich oft gefragt, wer die Verantwortung dafür trägt.

#Struktur und Schreibstil#

Der Roman wird aus fünf verschiedenen Sichtweisen geschildert und spielt in verschiedenen Zeitebenen. Der Text beginnt in der Jetzt-Zeit, führt den Leser aber in die Irre, in dem er zur Vergangenheit wechselt. Oft weiß man nicht, in welcher Ebene man sich befindet, nur aufmerksamen Lesern fällt der Wechsel der Zeitformen auf. Dadurch entspinnt der Autor ein Netz aus Fragen, die sich erst später klären und für einige Überraschungen sorgen.

Die Frage, was am Zap-Tag passiert und warum Grandma Mo starb, hält die Spannung aufrecht und besonders im letzten Drittel steigt das Tempo.

Die Mafia-Geschichte, die sich durch alle Zeitebenen zieht, bremst das Buch, weil sie ablenkt. Sie bringt als zweiter Schwerpunkt Action in den Text und lockert das Ende auf. Aber da die Figuren mit ihrer Fähigkeit hadern und nur zwei Figuren wirklich involviert sind, baute ich als Leser wenig Bindung auf. Ich glaube, die Figuren im Text trauen sich nicht, ihr Leben in die Hand zu nehmen - daher wirkt auch das Buch lose.

Schwierig fand ich die Erzählperspektive - der personale Stil gibt jeder Figur eine eigene Sprache, wirkt aber distanziert. Denn es ist ein Erzähler. Bei Buddy, der sein eigenes Leben nicht greifen kann, passt das gut. Aber bei anderen Figuren wirkt es nett und gönnerhaft. Aber: distanziert.

Da die Geschichte ca. 1995 spielt, gibt es ein Wiedersehen mit AOL-CDs und analogen Modems - das war toll!

Nicht gefallen hat mir, dass einige Bezüge aus der amerikanischen Kultur nicht übertragen wurden z.B. The Brady Bunch oder der Ziploc-Beutel.

#Fazit#

Ich hatte nicht erwartet, dass das Buch einfach wird. Aber es funktioniert für mich nicht. Zu sehr kämpfen das Hadern mit dem eigenen Schicksal und die komische Mafia-Geschichte miteinander. Die Figuren sind als Typen gut gestaltet und der Hauptkonflikt funktioniert. Das Thema gefällt mir sehr! Aber der Text ist zuwenig auf den Punkt, zu distanziert.

Ich würde niemandem davon abraten, es zu lesen. Aber es ist kein Buch, das flasht.

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Angellika Angellika

Veröffentlicht am 24.02.2018

Enttäuschend

Familie Telemachus, bestehend aus Opa Teddy, seinen Kindern Irene, Buddy, Frank und mehreren Enkeln, darunter Matty, schlägt sich gerade so durchs Leben,obwohl sie einmal Stars waren. Denn fast alle unter ... …mehr

Familie Telemachus, bestehend aus Opa Teddy, seinen Kindern Irene, Buddy, Frank und mehreren Enkeln, darunter Matty, schlägt sich gerade so durchs Leben,obwohl sie einmal Stars waren. Denn fast alle unter ihnen haben eine außergewöhnliche Begabung. Als Matty seine Begabung herausfindet, fängt er an die Vergangenheit zu untersuchen. Was ist mit seiner Familie geschehen? Warum hat sich deren Leben so sehr verändert? Und warum benutzten sie ihre Begabungen nicht mehr? Einzig seinen Onkel Frank vertraut er sich an. Dieser wittert die Gelegenheit seine Geldprobleme mit Hilfe von Matty zu lösen.
Zwischenzeitlich lernt Opa Teddy eine junge Frau, Ehefrau eines Mafiosos, kennen und möchte dieser helfen, doch hierfür braucht er die Hilfe seiner Tochter Irene. Diese braucht jedoch selber Hilfe. Nicht nur, dass sie ihren Job verloren hat, auch läuft es mit der Liebe nicht so wie es sollte.
Und dann ist da noch Buddy. Dieser ist seit einem Vorfall in der Vergangenheit in sich gekehrt, denn er ist das weltbeste Medium und hat sich auf den Zap-Day vorzubereiten. Hierfür muss er jedoch zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unterscheiden und das Haus umbauen.

Meine Meinung:
Der Klappentext, sowie die ersten Kapitel des Buches lassen auf eine lustige Geschichte, voller Geheimnisse in der Familiengeschichte der Telemachus hoffen. Doch schon schnell stellt sich heraus, dass der Klappentext einen irren lässt. Anstatt einer lustigen Geschichte trifft man auf eine geheime Staatsorganisation und die Mafia. Familie Telemachus stolpert von einer schrecklichen Situation in die nächste, sodass man, hat man sich auf eine lustige Geschichte eingestellt, enttäuscht wird. So auch ich. Anfangs las sich das Buch gut und schnell und versprach Spaß und Spannung. Doch mit jedem Kapitel wurde es mehr und mehr zu einer dramatischen Geschichte, durch die ich mich quälen musste. Natürlich durften in der Geschichte mit einer geheimen staatlichen Organisation die bösen Russen nicht fehlen, gegen die man mit Medien arbeiten muss, die italienische Mafia, die sich in einer Pizzeria trifft und in alle dem ein pubertierender Jugendlicher, der mit sich selbst überfordert ist. Spannung entstand durch die vielen Klischees und die hervorsehrbare Geschichte, wenn man weiß, was einen erwartet, leider ebenfalls nicht.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Daryl Gregory

Daryl Gregory - Autor
© Liza Trombi

Daryl Gregory wurde für seine Romane, Erzählungen und Comics vielfach ausgezeichnet. Seine Novelle Uns geht´s allen total gut gewann 2015 den World Fantasy Award und den Shirley Jackson Award. Gregory lebt in Oakland, Kalifornien.

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