Laudatio auf eine kaukasische Kuh
 - Angelika Jodl - Hardcover

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

18,00

inkl. MwSt.

Eichborn Verlag
Hardcover
Sonstige Belletristik
336 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8479-0068-9
Ersterscheinung: 30.04.2021

Laudatio auf eine kaukasische Kuh

Roman

(34)

Olga hat es fast geschafft: Die Tochter georgischer Migranten wird Ärztin, mit Kollege Felix hat sie zudem den Mann fürs Leben gefunden. Glaubt sie zumindest, bis Lebenskünstler Jack in ihr Leben platzt. Jack findet alles an Olga toll, auch ihre Herkunft, die sie selbst am liebsten verschweigen würde. Als sie nach Georgien reist, folgt er ihr. Doch es braucht noch eine Kuh in Nöten, eine Hochzeitsfeier mit gezückten Pistolen und die Aufklärung alter Familienlügen, ehe Olga erkennt, welcher Weg für sie der richtige ist.

Rezensionen aus der Lesejury (34)

schlossherrin schlossherrin

Veröffentlicht am 03.05.2021

Laudatio auf eine kaukasische Kuh

Von pixibuch

Ein Buch, in etwas lustiger Form verfaßt. Es soll aber dennoch auf die Probleme der Migrantenfamilien hinweisen, die sich zwischen zwei Kulturen bewegen und sich nirgends angekommen fühlen. ... …mehr

Von pixibuch

Ein Buch, in etwas lustiger Form verfaßt. Es soll aber dennoch auf die Probleme der Migrantenfamilien hinweisen, die sich zwischen zwei Kulturen bewegen und sich nirgends angekommen fühlen. Ihr altes Leben wollen sie nicht loslassen und mit den Gepflogenheit der Deutschen kommen sie nicht klar. Olga stammt aus einer Familie, die aus Georgien kommt. Mit viel Fleiß und Ehrgeiz steht sie kurz vor dem Ende ihres Medizinstudium. Sie ist mit einem angehenden Mediziner aus dem hohen Norden lieert, der aus einer alten Arztfamilie stammt. Doch dann tritt plötzlich Jack, eine Lebenskünster, der das Leben auf die leichte Schulter nimmt und keiner geregelten Arbeit nachgeht, in ihr Leben und Olga ist von da an von diesem Mann total begeistert. Als dann die Familie unbedingt für ein paar Wochen nach Georgien will, werden wir von der Autorin in eine andere Welt eingeführt. Hier lebt man ärmlich, hält aber immer zusammen und der Gast ist der König. Die Autorin möchte den Leser mit diesem Buch aufzeigen, wie schwer es Migranten haben, Fuß zu fassen. Wenn sie dann noch aus einem ärmlichen Land kommen und dann in Deutschland den Überfluß sehen, kommen sie mit dem neuen Leben nicht zurecht. Olga möchte aus ganzem Herzen Deutsche sein, möchte ihren schwierigen Nachnamen für eine kurzen, einsilbigen Familiennamen austauschen. Andernteils will sie ihre Familie nicht enttäuschen, die mit aller Kraft an das alte Leben festhält. Mich hat das Buch sehr interessiert, jedoch der einzige Wermutstropfen war Jack, mit ihm konnte ich bis auf der letzten Seite nicht warm werden. Und wenn man das Buch liest, versteht man auch, warum die Autorin diesen Titel gewählt hat und weshalb eine bunte Kuh den Umschlag ziert. Ich selbst möchte das hier nicht verraten. Ich habe das Buch sehr schnell und mit großer Neugier gelesen. Und man bekommt selbst Sehnsucht, einmal so ein Land zu besuchen, aus denen die Migranten kommen, deren Zusammenhalt zu spüren, die Gastfreundschaft und das einfache Leben kennenzulernen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Sanne Sanne

Veröffentlicht am 30.04.2021

Entführungen, rachsüchtige Ehefrauen und georgischer Wein

Ach Olga, du Zerissene. Einerseits kluge, selbständige und hübsche Fastärztin, andererseits vereinnahmte Tochter griechisch- kaukasischer Einwanderer. Nach derem Willen soll endlich ein entsprechender ... …mehr

Ach Olga, du Zerissene. Einerseits kluge, selbständige und hübsche Fastärztin, andererseits vereinnahmte Tochter griechisch- kaukasischer Einwanderer. Nach derem Willen soll endlich ein entsprechender Schwiegersohn, der die heimischen Traditionen ehrt, her. Olga hat ganz andere Vorstellungen. Da wäre Felix van Saan. Der hat sein Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen, ist reich und in Olga verliebt. Aber das Kribbeln im Bauch fehlt. Dann kommt Jack.
Allerdings fällt genau jetzt der Mutter ein, dass sie in der alten Heimat sterben möchte. Auf nach Tiflis.
Was für ein wunderbares Land dieses Georgien doch ist. Aber auch voller Gegensätze. Angelika Jodl gibt einen umfassenden Einblick in die dortigen faszinierenden und turbulenten Verhältnisse. Ausufernde Gastlichkeit, eine Hochzeit und kalbende Kühe inklusive.
Das ist locker und humorvoll geschrieben, macht Spaß zu lesen und ist eine sehr romantische Liebesgeschichte.
Unterhaltsames aus dem Eichborn Verlag.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Lenna Lenna

Veröffentlicht am 21.04.2021

Hommage an das Leben

"Laudation auf eine kaukasische Kuh" dieser Titel klingt so außergewöhnlich, dass man sicher darunter alles und nichts gleichzeitig vorstellen kann. Und so ist dieses Buch auch wirklich, es berichtet vom ... …mehr

"Laudation auf eine kaukasische Kuh" dieser Titel klingt so außergewöhnlich, dass man sicher darunter alles und nichts gleichzeitig vorstellen kann. Und so ist dieses Buch auch wirklich, es berichtet vom Leben, so unmittelbar und überraschend, dass man das Nachdenken an fängt. Im Zentrum der Handlung steht Olga, eine angehende Ärztin. Ihre georgische Familien und die damit verbundene Kultur bildet den einen Teil ihres Lebens, den sie ganz klar von ihrer akademischen Laufbahn mit dem adligen, deutschen Freund bzw. Verlobten klar trennt. Diese beiden Bereiche ihres Lebens versucht sie strikt auseinander zu halten. Sie weiß genau was sie beruflich erreichen möchte, welchen Mann sie heiratet und damit seinen perfekten Namen annehmen will. Alles steht quasi schon fest, nur dass sie nicht weiß wie sie den anderen Teil von sich, den Georgischen irgendwie mit integrieren kann. Auf diese Weise schwankt sie immer zwischen Organisation/ Planung und Unsicherheiten/ Zweifeln. Sie wirkt zwischen diesen beiden Identitäten gefangen.

Dies beginnt sich schlagartig zu ändern als sie Jack begegnet. Er bringt sie ins Grübeln, wirft Fragen auf, die sie sich nicht trauerte zu stellen.

Die Interaktion der beiden hat mir wahnsinnig gut gefallen, da die beiden so real so authentisch waren, mit all ihren Zweifeln und Fehlern. Auf der gemeinsamen Reise in Olgas Heimat entdecken beide, jeder auf seine Weise, was das Leben zu bieten hat.

Als Leser verfolgt man diese Reise ins und durchs Leben gebannt. "Laudation auf eine kaukasische Kuh" überzeugt mit lebensechten Figuren und ihren Problemen, mit einer Sicht auf das Leben, die einen aufhorchen lässt und zaubert einem beim Lesen ein Lächeln ins Gesicht.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

luckynelli luckynelli

Veröffentlicht am 19.04.2021

Ein Prost auf die Lügen des Lebens

Laudatio auf eine kaukasische Kuh - der Titel und das schöne Buchcover haben mich neugierig gemacht. Und der Klappentext versprach eine tolle Geschichte. Und genauso ist es gekommen. Olga, angehende Ärztin, ... …mehr

Laudatio auf eine kaukasische Kuh - der Titel und das schöne Buchcover haben mich neugierig gemacht. Und der Klappentext versprach eine tolle Geschichte. Und genauso ist es gekommen. Olga, angehende Ärztin, möchte doch so viel lieber Deutsche sein, als ständig mit der georgischen Verwandtschaft konfrontiert zu werden. Ein toller deutscher Mann mit klangvollem Namen soll her und dann, schleicht sich Jack in ihr Leben. Er fährt mit der gleichen Bahn, trifft auf sie in Bonn und wird ein gerngesehener Gast ihrer Familie und begegnet ihr in Tiflis. Doch Olga hat andere Vorstellungen von ihrem Leben. Letztlich nimmt ihr Leben jedoch eine andere Richtung und die Sehnsucht zum Pallikar wird einfach zu groß. Ein schöner Schreibstil und ein roter Faden, der die Handlung zusammen hält. Obwohl viele verschiedene Menschen ein Teil des Buches sind, geraten sie nicht durcheinander. Die Protagonistin Olga war mir von Anfang an sympathisch. Ein absolut lesenswertes Buch, das den Leser nach Georgien mitnimmt und die Unterschiede zwischen zwei Kulturen großartig beleuchtet.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Lysan73 Lysan73

Veröffentlicht am 18.04.2021

Wenn das Schicksal andere Pläne hat...

Olga folgt ihren Plänen. Sie studiert zielbewusst Medizin, konzentriert sich auf das Wesentliche und hat eine Beziehung zu Felix, den sie als passend ausgewählt hat. Wenn da nicht die Familie ... …mehr

Olga folgt ihren Plänen. Sie studiert zielbewusst Medizin, konzentriert sich auf das Wesentliche und hat eine Beziehung zu Felix, den sie als passend ausgewählt hat. Wenn da nicht die Familie wäre.... und Jack, der ihr förmlich den Atem raubt.
Es ist eine tolle Geschichte über eine junge Frau, die nicht bereit ist, sich wahllos den althergebrachten Konventionen zu beugen. Sie liebt ihre Familie, ein bisschen schämt sie sich aber auch für sie. Und obwohl ihr Verstand immer noch das Ziel "Felix van Saan" verfolgt, hat ihr Körper längst entschieden, dass Liebe anders funktioniert. Und so ist der Leser mittendrin im Geschehen, ob in Bonn, München, Tiflis oder Kiel... Die Protagonisten sind wunderbar gezeichnet, sehr tiefsinnig beschrieben, aus dem Leben gegriffen. Es gibt kein Gut oder Schlecht, es gibt - wie in der Realität - immer Licht und Schatten. Lesenwert!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Angelika Jodl

Angelika Jodl - Autor
© Astrid Eckert

Angelika Jodl, geboren in Niederbayern, hat Philosophie, Sprachen und Literaturwissenschaft studiert. Sie unterrichtet Studenten aus aller Welt in Deutsch und hält Vorträge und Workshops zur deutschen Sprache. Seit zwei Arbeitsaufenthalten als Dozentin an der Staatlichen Universität in Tiflis 2015 und 2017 bereist sie Georgien regelmäßig, trifft ihre georgischen Freunde und freut sich über deren Gegenbesuch. Ihr erster Roman, Die Grammatik der Rennpferde (dtv 2016), begeisterte Leser:innen …

Mehr erfahren
Alle Verlage