Laudatio auf eine kaukasische Kuh
 - Angelika Jodl - Hardcover

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18,00

inkl. MwSt.

Eichborn Verlag
Hardcover
Sonstige Belletristik
336 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8479-0068-9
Ersterscheinung: 30.04.2021

Laudatio auf eine kaukasische Kuh

Roman

(52)

Olga hat es fast geschafft: Die Tochter georgischer Migranten wird Ärztin, mit Kollege Felix hat sie zudem den Mann fürs Leben gefunden. Glaubt sie zumindest, bis Lebenskünstler Jack in ihr Leben platzt. Jack findet alles an Olga toll, auch ihre Herkunft, die sie selbst am liebsten verschweigen würde. Als sie nach Georgien reist, folgt er ihr. Doch es braucht noch eine Kuh in Nöten, eine Hochzeitsfeier mit gezückten Pistolen und die Aufklärung alter Familienlügen, ehe Olga erkennt, welcher Weg für sie der richtige ist.

Rezensionen aus der Lesejury (52)

Nilchen Nilchen

Veröffentlicht am 17.05.2021

Reisen, Liebe und Komödie – alles zwischen diesen Buchdeckeln

Olga ist 26 Jahre alt und angehende Ärztin in Deutschland. Gähn, das könnte spannender sein? Nun gut, dann mischen wir einen Migrationshintergrund hinein aus Georgien und eine verrückte Familie, die gerne ... …mehr

Olga ist 26 Jahre alt und angehende Ärztin in Deutschland. Gähn, das könnte spannender sein? Nun gut, dann mischen wir einen Migrationshintergrund hinein aus Georgien und eine verrückte Familie, die gerne an ihren doch sehr traditionellen Gepflogenheiten festhält. Wenn es dann um die Männer geht, tja, dann klaffen die Ideen auseinander, als die von Olga und ihrer Familie FÜR Olga. Denn Olga ist mit Felix liiert, einen Arztkollegen, etwas langweilig, aber berechenbar und nett. Es kommt wie es in einer guten Geschichte kommen muss: Es taucht ein chaotisch romantischer Typ auf: Jack! Natürlich reist Olga auch nach Tiflis und dort gibt es dann den Supergau und klar, die Kuh ist auch mit von der Partie! Lasst euch überraschen.
„Laudatio auf eine kaukasische Kuh“ ist eine aberwitzige Reise raus aus dem Alltag und rein in die georgische Mentalität. Das die Leserschaft hier nicht alles zu ernst nehmen sollte, ist klar, aber erst die Überzeichnung macht den Witz.
Angelika Jodl hat einen leichten und netten Schreibstil, überaus unterhaltsam. Vor allem merkt man dem Roman an, dass sie sich in Tiflis auskennt! Nicht nur die Gegend auch die ihr liebgewonnenen Georgier hat sie in ihr Herz geschlossen.
Mir hat besonders die Gestaltung der Charaktere mit ihren jeweils doch sehr markanten Macken gefallen. Nach dem Motto: Nimm jeden wie er ist und liebe diese Ecken und Kanten.
Fazit: Ein Clash der Kulturen der überaus liebevoll gezeichnet wird und mit vielen Lachern durchsetzt ist. Unterhaltsam lesenswert!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

DanySunny DanySunny

Veröffentlicht am 13.05.2021

Besondere, humorvolle Geschichte

Das Cover des Romans ist sehr gut gelungen und lenkt sicherlich alle Blicke in der Buchhandlung auf sich. Und genauso schön wie das Cover, ist auch die Geschichte in dem Buch.
In "Laudatio auf eine kaukasische ... …mehr

Das Cover des Romans ist sehr gut gelungen und lenkt sicherlich alle Blicke in der Buchhandlung auf sich. Und genauso schön wie das Cover, ist auch die Geschichte in dem Buch.
In "Laudatio auf eine kaukasische Kuh" geht es um Olga die zwischen der Georgischen Kultur ihrer Familie und ihrer eigenen eher Deutschen Art hin- und hergerissen ist.
Der Einstieg in die Geschichte hat bei mir etwas länger gedauert. Das liegt daran das man gleich in die Geschichte reingeworfen wird und man sich erstmal an die Dialoge gewönnen musste. Der Schreibstil hat mir aber sehr gut gefallen!
Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und jeder hat seine Macken, was ich sehr unterhaltsam fand. Die Leute sind laut und schräg. Ich finde die Idee hinter der Geschichte wirklich kreativ. Das Buch umfasst besonders das Thema wie die zwei verschiedenen Kulturen zusammenprallen und ich fand das aus meiner Deutschen Sicht wirklich lustig und spannend.
Meine Erwartungen an das Buch sind komplett erfüllt, genau sowas hatte ich mir vorgestellt als ich den Klappentext gelesen habe.

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Tardy Tardy

Veröffentlicht am 10.05.2021

Olga zwischen zwei Welten

Was für ein Buch! Da ist Olga, angehende Ärztin, die sich nichts sehnlicher wünscht, als einen Nachnamen, der aus höchstens zwei Silben besteht und nicht auf ..idis endet. Da kommt ihr Felix van Saan gerade ... …mehr

Was für ein Buch! Da ist Olga, angehende Ärztin, die sich nichts sehnlicher wünscht, als einen Nachnamen, der aus höchstens zwei Silben besteht und nicht auf ..idis endet. Da kommt ihr Felix van Saan gerade recht. Der ist ebenfalls Arzt und hoffnungslos in Olga verliebt. Doch der Zufall will es, dass Jakob Jennerwein, genannt Jack, in ihr Leben schneit. Ein liebenswerter Lebenskünstler, der sein Geld als Ghostwriter verdient. Keine Festanstellung und dazu noch ein Name, der so gar nicht in ihr Schema passt, das geht gar nicht. Und dann glaubt Olgas Mutter noch, dass sie todeskrank ist und unbedingt in Georgien sterben will. Natürlich im Beisein der ganzen Familie.

Mich hat schon schon der Titel magisch angezogen und ich wollte unbedingt wissen, was es mit dieser kaukasischen Kuh auf sich hat. Über Georgien wusste ich bis dato auch nicht viel und ich war neugierig auf das mir unbekannte Land.

Angelika Jodl hat mich nicht enttäuscht. Ihr Buch ist lebensbejahend, witzig, sehr skurril und äußerst unterhaltsam. Auf der einen Seite das akkurate Deutschland, konservativ und glatt, das aber auch den ein oder anderen Ausrutscher duldet. Und auf der anderen Seite das gastfreundliche, wilde Georgien, das sich zwar augenscheinlich in kein Raster pressen lässt, aber dennoch seine Schattenseiten hat. Die Autorin zeigt uns zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Diese beiden Welten zusammenzuführen, ist gar nicht so einfach, ist ihr aber sehr gut gelungen.

Der spritzige Schreibstil hat mir so manches Lächeln auf die Lippen gezaubert und den Protagonisten viel Leben eingehaucht. Olgas Temperament und ihre Zerissenheit wurden gut dargestellt, aber auch die anderen Charaktere, allen voran Jack, wirken lebendig und authentisch. Das Leben in Georgien wurde sehr anschaulich beschrieben und die Autorin hat mir einen guten Einblick in Land, Leute und Kultur verschafft.

Der Roman ist so ganz anders, als die Bücher, die man sonst so zu lesen bekommt. Er hat mich sehr gut unterhalten und ist bis jetzt eines meiner Highlights in diesem Jahr.

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Petrinchen Petrinchen

Veröffentlicht am 08.05.2021

Absolute Kaufempfehlung

Der Roman Laudatio auf eine kaukasische Kuh von Angelika Jodl hat mich absolut positiv überrascht.
Der Roman ist unglaublich lustig und ich muss ich gestehen, dass ich sehr viele Parallelen mit der sympathischen ... …mehr

Der Roman Laudatio auf eine kaukasische Kuh von Angelika Jodl hat mich absolut positiv überrascht.
Der Roman ist unglaublich lustig und ich muss ich gestehen, dass ich sehr viele Parallelen mit der sympathischen Protagonistin Olga beim Lesen entdeckt habe. Als Pontos-Griechin, die in Deutschland lebt und die Eltern, nicht die typischen Eltern darstellen muss ich sagen, dass die Recherchen sehr realitätsnah waren und sehr gut beschrieben wurden. Ebenfalls muss ich anmerken, dass genau diese Immigrationsthemen auf eine sympathische Art thematisiert wurden. Mein persönliches Highlight war, dass die Oma pontiaka gesprochen hat. Natürlich wurde es für den Leser übersetzt, da diese Sprache gefühlt ausgestorben ist.
Ich kann diese Liebeskomödie, die unglaublich humorvoll geschrieben wurde jeden wärmstens empfehlen!

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Polly18 Polly18

Veröffentlicht am 05.05.2021

Liebe, Heimat und Familie sind die Zutaten für diese Geschichte

Eine turbulente Komödie, so wäre vielleicht das Label, wenn Angelika Jodls Buch ein Film wäre. Während des Lesens musste ich manchmal an lustige Verwechslungskomödien denken, in denen der eifersüchtige ... …mehr

Eine turbulente Komödie, so wäre vielleicht das Label, wenn Angelika Jodls Buch ein Film wäre. Während des Lesens musste ich manchmal an lustige Verwechslungskomödien denken, in denen der eifersüchtige Liebhaber den Rivalen mit gezogener Pistole verfolgt und der wiederum von der Angebeteten verschmäht wird. Aber nein, soviel Unrecht möchte ich diesem Buch mit dem phantasievollen Cover nicht antun. Ich fühlte mich auf jeder Seite wunderbar unterhalten.
Für Medizinstudentin Olga rückt die Erfüllung ihres Traumes in erreichbare Nähe. Bald wird sie Ärztin sein und mit ihrem ebenfalls medizinstudierenden Verlobten Felix ein wunderbares Paar abgeben. Wenn nicht ihre Familie wäre. Die Evgenidous sind georgische Einwanderer mit griechischen Wurzeln. Und sie halten die georgische Kultur auch in der Wahlheimat München hoch. Olga sind sie peinlich. Sie grillen im Park, der Vater ist „Arbeiter“, und sie scheinen in uralten Traditionen stehen geblieben zu sein. Wie soll Olga nur den spröden norddeutschen Felix Van Saan ( es scheint, als wäre dieser Name für Olga das reizvollste an Felix) der Familie vorstellen?
Und dann kommt alles ganz anders. Der Lebenskünstler Jack erscheint auf der Bühne und ab sofort verliert Olga die Kontrolle über ihren Plan. Als dann Olgas Familie zum Verwandtenbesuch nach Georgien reist, beginnt die Geschichte so bunt zu werden wie die Kuh auf dem Buchcover.
Der georgische Teil, so nenne ich diese Kapitel des Buches, sind Angelika Jodl ganz besonders gut gelingen. Mich hat ein großes Interesse für dieses Land gepackt, welches mich vor lauter Vorurteilen nie wirklich interessiert hatte. Ein Fehler, wie sich beim Lesen herausgestellt hat.
In der Heimat zeigt sich die große Stärke von Olgas Familie. Gastfreundschaft, Improvisationstalent und die Fähigkeit, die Wirklichkeit ab und an so zu biegen, wie es passt, haben mich dieses wunderschöne Land zwischen Europa und Asien mit anderen Augen sehen lassen.
Heimat, Wurzeln, Familie und nicht zuletzt die Liebe mit einem wunderbaren Happy End sind die Zutaten für eine bunte Geschichte, die einfach nur schön geschrieben ist. Und es schadet ja nicht, wenn man auch gut unterhalten wird beim Bücherlesen.

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Autorin

Angelika Jodl

Angelika Jodl - Autor
© Astrid Eckert

Angelika Jodl, geboren in Niederbayern, hat Philosophie, Sprachen und Literaturwissenschaft studiert. Sie unterrichtet Studenten aus aller Welt in Deutsch und hält Vorträge und Workshops zur deutschen Sprache. Seit zwei Arbeitsaufenthalten als Dozentin an der Staatlichen Universität in Tiflis 2015 und 2017 bereist sie Georgien regelmäßig, trifft ihre georgischen Freunde und freut sich über deren Gegenbesuch. Ihr erster Roman, Die Grammatik der Rennpferde (dtv 2016), begeisterte Leser:innen …

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