Laudatio auf eine kaukasische Kuh
 - Angelika Jodl - Hardcover

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18,00

inkl. MwSt.

Eichborn Verlag
Hardcover
Sonstige Belletristik
336 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8479-0068-9
Ersterscheinung: 30.04.2021

Laudatio auf eine kaukasische Kuh

Roman

(38)

Olga hat es fast geschafft: Die Tochter georgischer Migranten wird Ärztin, mit Kollege Felix hat sie zudem den Mann fürs Leben gefunden. Glaubt sie zumindest, bis Lebenskünstler Jack in ihr Leben platzt. Jack findet alles an Olga toll, auch ihre Herkunft, die sie selbst am liebsten verschweigen würde. Als sie nach Georgien reist, folgt er ihr. Doch es braucht noch eine Kuh in Nöten, eine Hochzeitsfeier mit gezückten Pistolen und die Aufklärung alter Familienlügen, ehe Olga erkennt, welcher Weg für sie der richtige ist.

Rezensionen aus der Lesejury (38)

luckynelli luckynelli

Veröffentlicht am 19.04.2021

Ein Prost auf die Lügen des Lebens

Laudatio auf eine kaukasische Kuh - der Titel und das schöne Buchcover haben mich neugierig gemacht. Und der Klappentext versprach eine tolle Geschichte. Und genauso ist es gekommen. Olga, angehende Ärztin, ... …mehr

Laudatio auf eine kaukasische Kuh - der Titel und das schöne Buchcover haben mich neugierig gemacht. Und der Klappentext versprach eine tolle Geschichte. Und genauso ist es gekommen. Olga, angehende Ärztin, möchte doch so viel lieber Deutsche sein, als ständig mit der georgischen Verwandtschaft konfrontiert zu werden. Ein toller deutscher Mann mit klangvollem Namen soll her und dann, schleicht sich Jack in ihr Leben. Er fährt mit der gleichen Bahn, trifft auf sie in Bonn und wird ein gerngesehener Gast ihrer Familie und begegnet ihr in Tiflis. Doch Olga hat andere Vorstellungen von ihrem Leben. Letztlich nimmt ihr Leben jedoch eine andere Richtung und die Sehnsucht zum Pallikar wird einfach zu groß. Ein schöner Schreibstil und ein roter Faden, der die Handlung zusammen hält. Obwohl viele verschiedene Menschen ein Teil des Buches sind, geraten sie nicht durcheinander. Die Protagonistin Olga war mir von Anfang an sympathisch. Ein absolut lesenswertes Buch, das den Leser nach Georgien mitnimmt und die Unterschiede zwischen zwei Kulturen großartig beleuchtet.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Lysan73 Lysan73

Veröffentlicht am 18.04.2021

Wenn das Schicksal andere Pläne hat...

Olga folgt ihren Plänen. Sie studiert zielbewusst Medizin, konzentriert sich auf das Wesentliche und hat eine Beziehung zu Felix, den sie als passend ausgewählt hat. Wenn da nicht die Familie ... …mehr

Olga folgt ihren Plänen. Sie studiert zielbewusst Medizin, konzentriert sich auf das Wesentliche und hat eine Beziehung zu Felix, den sie als passend ausgewählt hat. Wenn da nicht die Familie wäre.... und Jack, der ihr förmlich den Atem raubt.
Es ist eine tolle Geschichte über eine junge Frau, die nicht bereit ist, sich wahllos den althergebrachten Konventionen zu beugen. Sie liebt ihre Familie, ein bisschen schämt sie sich aber auch für sie. Und obwohl ihr Verstand immer noch das Ziel "Felix van Saan" verfolgt, hat ihr Körper längst entschieden, dass Liebe anders funktioniert. Und so ist der Leser mittendrin im Geschehen, ob in Bonn, München, Tiflis oder Kiel... Die Protagonisten sind wunderbar gezeichnet, sehr tiefsinnig beschrieben, aus dem Leben gegriffen. Es gibt kein Gut oder Schlecht, es gibt - wie in der Realität - immer Licht und Schatten. Lesenwert!

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Dajobama Dajobama

Veröffentlicht am 17.04.2021

Georgisches Chaos

Laudatio auf eine kaukasische Kuh – Angelika Jodl
Olga Evgenidou, Medizinstudentin, ist in Deutschland aufgewachsen und fühlt sich so „deutsch wie ein Bamberger Hörnchen“. Mit der georgischen Familie und ... …mehr

Laudatio auf eine kaukasische Kuh – Angelika Jodl
Olga Evgenidou, Medizinstudentin, ist in Deutschland aufgewachsen und fühlt sich so „deutsch wie ein Bamberger Hörnchen“. Mit der georgischen Familie und deren Werte- und Moralvorstellungen hat sie es nicht immer leicht. Insbesondere als eine überstürzte Reise in die alte Heimat Georgien ansteht. Die Eltern und Großmutter sind begeistert, Olga eher befremdet. Gleich zwei Männer, reisen Olga verliebt hinterher. Kein Wunder, dass es nicht lange dauert, bis das Chaos ausbricht….
Mit einem großen Augenzwinkern erzählt Angelika Jodl diese Geschichte einer jungen Frau zwischen verschiedenen Kulturen und ebensolchen Männern. Humorvoll, aber auch mit ganz viel Fingerspitzengefühl und Tiefe begleitet die Autorin ihre Protagonistin von Norddeutschland über München bis nach Georgien und wieder zurück. Mich persönlich erinnerten Schreibstil und Plot ein bisschen an eine Mischung zwischen Alina Bronski und Vea Kaiser, die ich beide sehr schätze.
Der Leser erhält einen tiefen Einblick in die georgische Kultur. Ebenso spannend fand ich allerdings Olgas Zwiespalt zwischen den beiden Männern. Felix, der nüchterne Arztkollege wäre zweifellos eine gute Partie. Herzklopfen bekommt sie aber beim etwas ziellosen Jack, der sich überraschend gut in die georgische Familie eingliedert. Aber will Olga das überhaupt? Weil die kaukasischen Moralvorstellungen sehr streng sind, beginnt ein Versteckspiel. Tatsächlich muss sie noch die ein oder andere Brautschau über sich ergehen lassen; mit Mitte Zwanzig ist Olga in den Augen der Familie nämlich beinahe schon zu alt zum Heiraten.
Unterhaltsam und spannend fliegen die Seiten nur so dahin. Auch die Liebesgeschichte (vielleicht ein klein wenig kitschig) mochte ich sehr! Ich fühlte mich bestens unterhalten und habe sogar noch was dazugelernt. Deshalb von mir klare 5 Sterne!

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Dorothea Dorothea

Veröffentlicht am 05.05.2021

Olga muss sich entscheiden

"Olga hat es fast geschafft: Die Tochter georgischer Migranten wird Ärztin, mit Kollege Felix hat sie zudem den Mann fürs Leben gefunden. Glaubt sie zumindest, bis Lebenskünstler Jack in ihr Leben platzt."

Ein ... …mehr

"Olga hat es fast geschafft: Die Tochter georgischer Migranten wird Ärztin, mit Kollege Felix hat sie zudem den Mann fürs Leben gefunden. Glaubt sie zumindest, bis Lebenskünstler Jack in ihr Leben platzt."

Ein amüsantes Buch. Olga ist eine Deutsche und zwar richtig. Allerdings lebt sie den Spagat wohl aller Migrantenkinder. Es wird von ihr erwartet, die Lebensweise und Moralvorstellungen ihrer Eltern zu leben. Aber Olga fühlt sich als Deutsche und möchte nun auch ihren Namen anpassen. Den passenden Mann hat sie schon gefunden.

Olga lebt ganz nach ihrem Plan. Sie wird Ärztin, dann der tolle Freund.... Leider geht dann doch einiges nicht nach ihren Vorstellungen.

Ihre Mutter ist krank, vielleicht sogar todkrank. Und sie möchte in ihrer Heimat sterben. Also macht sich die gesamte Familie auf den Weg.

Das Buch ist locker geschrieben, sehr humorvoll, aber die Probleme und Sorgen von Migranten werden hier nicht vergessen. Dazu gibt es eine nette Liebesgeschichte. Der tolle Titel des Buches wird erklärt und die Malerei auf diesem Tier findet auch eine Auflösung.

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Toscana Toscana

Veröffentlicht am 05.05.2021

Olga und eine Reise voller Überraschungen

Das Cover von „Laudatio auf eine kaukasische Kuh“ von Angelika Jodl, macht neugierig auf das Buch. Die Protagonistin Olga hat es nicht leicht. Ihre Familie stammt aus Georgien mit griechischen Wurzeln, ... …mehr

Das Cover von „Laudatio auf eine kaukasische Kuh“ von Angelika Jodl, macht neugierig auf das Buch. Die Protagonistin Olga hat es nicht leicht. Ihre Familie stammt aus Georgien mit griechischen Wurzeln, und sie ist in Deutschland aufgewachsen. Sie lebt zwischen zwei Kultur und kurze Zeit zwischen zwei Männern und Länder. Eigentlich möchte sie eine engagierte Ärztin werden. Gar nicht so einfach, wenn Familie, Gefühle und Kulturen ihr viel Stoff zum Nachdenken und Entscheiden bieten.

Zuerst fiel mein Blick auf das schlicht gestaltete Cover, dann auf die vielfältig, bunt gestaltete Kuh.
Genauso vielfältig und bunt ist für mich auch der Schreibstil von Angelika Jodl. Sie versteht es mit Worten zu spielen, so dass das Lesen nicht langweilig wird.
Und bunt entfaltet die Autorin das Leben der Protagonistin Olga, die auf dem ersten Blick alles dran setzt, endlich Ärztin zu werden und ein normales Leben mit ihrem auserwählten zukünftigen Verlobten Felix zu führen. Was sich als gar nicht so einfach herausstellt. Schließlich ist da noch ihre Familie, mit ihren Vorstellungen, wie eine georgische junge Frau heiraten und leben sollte.
Die Ereignisse überstürzen sich, als plötzlich Jack auftritt, dem es gelingt, immer dann aufzutauchen, wenn es Olga gar nicht passt.
Dann soll sie auch noch ihre Familie nach Georgien begleiten, was eigentlich nicht in ihre Pläne passt. Sie lässt sich darauf ein und – es wird nicht einfacher. Georgien und die Verwandtschaft sorgen für viele Überraschungen.
Der Autorin gelingt es, jeder Figur einen besonderen Charakter zu verleihen. Sie sind fein beschrieben und authentisch. Man kann sich z. B. die beiden Männer in Olgas Leben gut bildlich vorstellen : der zuverlässige, mit „deutschen“ Werten lebende Felix, und andererseits der sprunghafte Jack, der viel weiß und kann, aber seinen Weg noch nicht gefunden hat und immer für eine Überraschung gut ist.
Neben einer Liebesfindungsgeschichte wird sehr einfühlsam beschrieben, wie schwer es für junge Menschen sein kann, zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen und den eigenen Weg zu finden.


Fazit: Es ist der Autorin mit diesem kurzweiligen Roman gelungen, das Leben einer jungen Frau zwischen zwei Kulturen zu beschreiben. Der Roman hat thematische Tiefe, die sich angenehm in die Geschichte fügt. Bis zum Ende des Romans bleibt man gespannt, wie Olga ihren Weg zwischen den Beziehungs- und Interessenkonflikten findet und sich entscheiden wird.

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Autorin

Angelika Jodl

Angelika Jodl - Autor
© Astrid Eckert

Angelika Jodl, geboren in Niederbayern, hat Philosophie, Sprachen und Literaturwissenschaft studiert. Sie unterrichtet Studenten aus aller Welt in Deutsch und hält Vorträge und Workshops zur deutschen Sprache. Seit zwei Arbeitsaufenthalten als Dozentin an der Staatlichen Universität in Tiflis 2015 und 2017 bereist sie Georgien regelmäßig, trifft ihre georgischen Freunde und freut sich über deren Gegenbesuch. Ihr erster Roman, Die Grammatik der Rennpferde (dtv 2016), begeisterte Leser:innen …

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