Melmoth
 - Sarah Perry - Hardcover

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24,00

inkl. MwSt.

Eichborn Verlag
Hardcover
Sonstige Belletristik
332 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8479-0664-3
Ersterscheinung: 30.09.2019

Melmoth

Roman

(58)

Ein fesselnder und wunderbar unheimlicher Roman

Helen Franklins Leben nimmt eine jähe Wende, als sie in Prag auf ein seltsames Manuskript stößt. Es handelt von Melmoth – einer mysteriösen Frau in Schwarz, der Legende nach dazu verdammt, auf ewig über die Erde zu wandeln. Helen findet immer neue Hinweise auf Melmoth in geheimnisvollen Briefen und Tagebüchern – und sie fühlt sich gleichzeitig verfolgt. Liegt die Antwort, ob es Melmoth wirklich gibt, in Helens eigener Vergangenheit?

Ein Buch, das einen packt und nicht mehr loslässt. Ein weiteres Meisterwerk von Sarah Perry.


Pressestimmen

„Virtuos, angsteinflößend und intelligent.“
„Sarah Perry beweist aufs Neue, dass sie eine Meisterin der Atmosphäre ist.
„Eine unheimliche, markerschütternde Geschichte und zugleich ein Plädoyer für Wärme und Mitmenschlichkeit.“
„MELMOTH meistert das seltene Kunststück gleichzeitig extrem unterhaltend und tiefgründig zu sein. Eine der großen literarischen Meisterleistungen unseres jungen Jahrhunderts.“
„MELMOTH ist ein pulsierender und kraftvoller Roman über Liebe und Menschlichkeit. Das perfekte Heilmittel gegen die allzu glatte und haltungslose Literatur der letzten Jahre.“
„Unheimlich und unheimlich fesselnd.“

Rezensionen aus der Lesejury (58)

Buchfresserchen Buchfresserchen

Veröffentlicht am 30.06.2020

Melmoth blieb mir bis zum Ende sonderbar

Helen ist eher der Einzelgängertyp. In Karel und seiner Frau hat aber auch sie Freunde. Karel ist es auch der sie in die Geschichte mit Melmoth hineinzieht, nachdem er von seinem verstorbenen Bibliotheksfreund ... …mehr

Helen ist eher der Einzelgängertyp. In Karel und seiner Frau hat aber auch sie Freunde. Karel ist es auch der sie in die Geschichte mit Melmoth hineinzieht, nachdem er von seinem verstorbenen Bibliotheksfreund J.A.Hofmann ein Manuskript "erbt".
Und damit beginnt für Helen eine Zeit des Gefühls verfolgt zu werden, auf der Suche nach Melmoth.

Ich habe mir das Buch aus dem Prämienshop geholt, da mich der Klappentext direkt neugierig gemacht hat und es so viele gute Rezensionen bekam.
Als es bei mir ankam habe ich mich sofort in das wunderschöne Cover verliebt.
Leider muss ich sagen das dies aber auch das einzige blieb in was ich mich verliebt habe.
Mit der Geschichte wurde ich leider gar nicht wirklich warm. Es war mir sehr düster und auch tragisch.
Viele verschiedene Menschen werden hier mit ihrem Leben und ihren eventuellen Sünden beschrieben.
Da wird vieles angesprochen was den Menschen ausmacht. Neid, Gier, Mißgunst,... Und über allem schwebt Melmoth die über die Welt wandelt um nach den Menschen zu suchen die sie erretten könnte.

Ich habe mich ehrlich durch das Buch durchgekämpft. Immer wieder kamen Passagen die mich wieder schneller lesen ließen so dass ich dachte: Ja, jetzt habe ich es geschafft, jetzt wird es interessant. Aber leider waren es nur kleine Strohfeuer und ich kam bis zum Schluss nicht wirklich mit der Geschichte klar.

Helen war mir nicht recht greifbar. Die Menschen um sie herum waren viele, die aber nicht wirklich mit ihr zu tun hatten, aber auch zur Geschichte beitrugen.
Viel düsteres, harte Zeiten, Jammertäler und ergreifende Geschichten wechselten sich hier ab und ich kam leider nie wirklich richtig rein und könnte nicht genau sagen was mir das Buch nun vielleicht an Inhalt weitergeben wollte. Es war mir vielleicht einfach zu künstlerisch und ich fühlte mich wie bei Hurz von Hape Kerkeling. Ich habe es dann wohl leider einfach nicht verstanden.

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Squirrel Squirrel

Veröffentlicht am 15.04.2020

Eine düstere Geschichte, die mich nicht gepackt hat

Als Helene Franklin von einem Freund ein Manuskript erhält, wird ihr Leben sehr verändert. Sie stößt auf den Hinweis einer Frau mit dem Namen Melmoth. Diese Frau ist dazu verdammt auf ewig auf der Erde ... …mehr

Als Helene Franklin von einem Freund ein Manuskript erhält, wird ihr Leben sehr verändert. Sie stößt auf den Hinweis einer Frau mit dem Namen Melmoth. Diese Frau ist dazu verdammt auf ewig auf der Erde zu wandeln. Ein Märchen? Eine düstere Geschichte, um Kindern Angst zu machen? Je weiter Helene diese Geschichte verfolgt, umso mehr hat sie das Gefühl, jemand verfolgt sie. Mit ihrem Leben kommt sie schwer zurecht, sie schleppt eine Schuld mit sich herum. Dies macht sie anfällig für die Schauererzählungen um Melmoth.

Man erhofft sich eine dunkle Geschichte und ein spannendes Märchen, doch es fesselt kaum. Der Schreibstil ist extrem gewöhnungsbedürftig, ich hatte arge Probleme mit dem Buch. Von Anfang an schleppt sich die Story, ich wurde kein bisschen warm damit. Der Stil der Autorin wird als herausragend und sehr literarisch bezeichnet. Ich kann dem nichts abgewinnen. Für mich ist es ein ungeordnete und sehr verwirrende Geschichte. Mit den Charakteren wurde ich nicht warm, sie strahlten kaum etwas aus. So ausführlich die Lebensgeschichten auch waren, sympathisch war mir keine Figur. Viele Zeitsprünge trugen noch mehr zu meiner Verwirrung bei. Ich habe mich durch das Buch gequält und habe es frustriert beendet. Eigentlich wollte ich auch andere Bücher von Sarah Perry lesen, doch nach diesem Buch ist mir die Lust daran vergangen.

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Hilou Hilou

Veröffentlicht am 30.03.2020

Schaurig schön

Zum Inhalt:
Die Britin Helen Franklin lebt nun schon seit vielen Jahren in Prag und hat nicht viele Kontakte. Einer ihrer wenigen Freunde, Karel, gibt ihr eines Tages ein seltsames Manuskript, das sich ... …mehr

Zum Inhalt:
Die Britin Helen Franklin lebt nun schon seit vielen Jahren in Prag und hat nicht viele Kontakte. Einer ihrer wenigen Freunde, Karel, gibt ihr eines Tages ein seltsames Manuskript, das sich mit Melmoth, der Zeugin befasst. Hierbei handelt es sich um eine mysteriöse Frau in Schwarz, die einst verflucht wurde, auf ewig über die Erde zu wandeln und sich an Sünder und Schuldige zu heften. Kurz darauf verschwindet Karel spurlos. Und Helen fühlt sich allmählich beobachtet und verfolgt. Langsam fragt sie sich, wie real Melmoth ist...

Meine Leseerfahrung:
Melmoth hat mich allein schon aufgrund des schönen Covers in den Bann gezogen. Ich kannte "Melmoth den Wanderer" von Maturin, von dem sich Sarah Perry inspirieren ließ, bereits durch einzelne Zitate aus diversen anderen Büchern. Gelesen hatte ich allerdings bisher nichts über diese Legende. Im Gegensatz zu Maturin hat Perry aus der Figur eine weibliche Verdammte geschaffen, die schaurig schön und teilweise sehr gruselig beschrieben wird.

Der poetische Schreibstil der Autorin passt perfekt zu der sagenumwobenen Geschichte der Melmoth. Während des Lesens befindet man sich durchgehend in einer beklemmend düsteren Atmosphäre und spürt förmlich die Hoffnungslosigkeit und die Ängste der einzelnen Charaktere. Zudem wird man als Leser an einigen Stellen auch direkt angesprochen, was bewirkt, dass man die Geschichte nahezu hautnah miterlebt und in die seltsamen Geschehnisse mit eingebunden wird.
Ebenso eingebunden ist man, als es einen umfangreichen Einblick in das Beweismaterial über Melmoth (historische Texte, Briefe und Tagebucheinträge etc) gibt. Perry versteht es sehr gut, einer Legende allmählich Leben einzuhauchen. Melmoth wird mit jeder einzelnen Geschichte über sie immer greifbarer. Und dennoch ist sie bis zum Ende des Buches im dunklen Hintergrund lauernd eine bedrohliche Gestalt, der man nicht begegnen möchte.

Dieses Buch ist definitiv keine leichte Lektüre. Sie enthält viele Sinnbilder und Metaphern, die nicht auf den ersten Blick begreiflich sind. Vielmehr erkennt man nach und nach, dass es eigentlich nicht einfach nur um Melmoth geht, sondern um Schuld und Reue, und das Verständnis von richtig und falsch. Das wird auch eher ab der zweiten Hälfte immer deutlicher. Spannung, wie in Thrillern, sucht man hier vergebens. Dafür gibt es aber um so mehr eine anhaltende düstere Atmosphäre, die trotz einiger langatmiger Stellen den Leser fesseln kann.

Ich denke, jeder hat irgendwann in seinem Leben eine Schuld auf sich geladen, auf die er nicht unbedingt stolz sein kann. Wer Melmoth liest, sollte sich darauf gefasst machen, gewollt oder ungewollt mit den eigenen Fehlern der Vergangenheit konfrontiert zu werden und sich damit auseinander zu setzen.

Fazit:
"Melmoth" von Sarah Perry ist ein Buch voller metaphorischer und tiefgründiger Anhäufungen und anhaltender düsterer Melancholie, das dem Leser einen großen Spiegel vorhält und ihn mit in die Geschichte einbindet. Es erfordert viel Geduld und Selbstreflexion, um ihr folgen zu können. Eine seltene Perle innerhalb der anspruchsvollen Literatur!

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Die_Chaotin Die_Chaotin

Veröffentlicht am 01.02.2020

Trotz poetischem Schreibstil nicht komplett überzeugend

An dieses Buch bin ich vollkommen unvoreingenommen gegangen, denn ich kannte absolut kein Buch von Sarah Perry.
Ich habe zwar ihren Namen schon auf anderen Blogs gesehen, aber selbst habe ich nichts, ... …mehr

An dieses Buch bin ich vollkommen unvoreingenommen gegangen, denn ich kannte absolut kein Buch von Sarah Perry.
Ich habe zwar ihren Namen schon auf anderen Blogs gesehen, aber selbst habe ich nichts, womit ich ihren Schreibstil hätte vergleichen können.
Ich habe dieses Buch außerdem schon vor einer ganzen Zeit gelesen und selten ist mir eine Rezension so schwer gefallen, wie in diesem Fall.


Helen Franklin ist 42 Jahre alt und lebt seit etwa zwanzig Jahren in eher ärmlichen Verhältnissen in Prag.
In der goldenen Stand, in der sie ein Manuskript findet, dass ihr Leben grundlegend verändern soll.
Denn in diesem Manuskript geht es um Melmoth, einer sagenumwobenen Gestalt, die enger mit ihr verknüpft zu sein scheint, als sie es sich je hätte vorstellen können.

Helen selbst bekommt das Dokument von dem einst vorstorbenen Josef Hofmann und weiß anfangs so gar nichts damit anzufangen.
Mir ging es anfangs tatsächlich ähnlich.
Erst nach und nach erkennt Helen, dass es sich dabei nicht etwa um eine Dokumentation geht, sondern viel mehr um das Leben Hofmann's.
Und um ihre eigene Vergangenheit.
Umso tiefer Helen in das Leben des Mannes eintaucht, umso mehr fühlt sie sich auch selbst beobachtet oder verfolgt.
Beklemmende Gefühle stellen sich ein und lassen sie nicht los. Nicht nur nachts, sondern auch an allen anderen Stunden des Tages.
Ich muss an dieser Stelle tatsächlich gestehen, dass ich diese Gefühle an manchen Stellen sogar nachvollziehen konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist .. anders.
Ich kann nicht mal richtig beschreiben, in welcher Form diese aussage zutrifft, aber Melmoth war für mich ein Buch, dass ich nicht zwingend zu einem Lesehighlight machen würde.
Eher im Gegenteil.
Durch die drei Handlungsstränge ergibt zwar alles irgendwie einen Sinn und auch der Hintergrund, der Melmoth betrifft, fügt sich in das Buch ein, aber so richtig fesseln konnte es mich irgendwie nicht. Manchmal erschloss sich mir die Botschaft hinter diesem Buch auch tatsächlich nicht.

Die Atmosphäre beeinhaltet unglaublich viel Melancholie und Hoffnungslosigkeit. Fast schon Gleichgültigkeit.
An manchen Stellen war mir das tatsächlich zu viel.
Charaktermässig bin ich mit keinem so richtig warm geworden. Ich habe zwar ihre Wege verfolgt, aber eigentlich auch nicht richtig mit ihnen mitgefühlt. Es entwickelte sich von einem Schauermärchen zu einem Buch, dass ich gar nicht richtig beschreiben kann.

Durch den Schreibstil Sarah Perrys, der wirklich poetisch schön ist, bekommt das Buch einen besonderen Touch.
Die Hintergrundgeschichte und die Auflösung der Materie konnten mich allerdings nicht vollends überzeugen.
Schade eigentlich, denn auf den ersten Blick erscheint das Buch viel tiefgründiger, als es ist.
Oder ich war einfach nicht tiefgründig genug, um es zu verstehen.


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misery3103 misery3103

Veröffentlicht am 20.01.2020

Nimm meine Hand

Helen Franklin ist Engländerin, lebt und arbeitet aber in Prag. Als ihr guter Freund Karel ihr ein Manuskript zum Lesen überlässt, das er selbst von seinem alten Freund J. A. Hoffmann bekam und das mit ... …mehr

Helen Franklin ist Engländerin, lebt und arbeitet aber in Prag. Als ihr guter Freund Karel ihr ein Manuskript zum Lesen überlässt, das er selbst von seinem alten Freund J. A. Hoffmann bekam und das mit den Worten: ‚Sie kommt.‘ endet, zieht er sie hinein in die Geschichte von Melmoth, jener Figur, die dazu verdammt ist, für immer auf Erden zu wandeln und überall dort zu erscheinen, wo Leid, Finsternis und Tod am ärgsten sind. Und mit Lesen des Manuskripts fühlt auch Helen, dass Melmoth, die seit Ewigkeiten barfuß auf Erden wandelt, in den Schatten lauert, weil Helen große Schuld auf sich lud.

Tja, da ist sie nun: Melmoth. Sie lauert in der Dunkelheit und zeigt den Sündern ihre Taten und macht ihnen ihre Schuld bewusst, auf dass sie ihre Hand nehmen und sich ihr anschließen bei ihrer ewigen Wanderung auf Erden. Mich hat ihre Geschichte fasziniert und ich verstand schnell, wie Schuldgefühle über längst vergangene Taten einen Menschen in die Arme dieser Sagengestalt führen können. Und ich war fasziniert davon, wie das Buch einen ganz oft auffordert, aus einer anderen Perspektive auf die handelnden Personen zu schauen – oder einem sagt, was man nicht gesehen hat, weil man nicht genau hinschaute.

Die Geschichten, die das Manuskript erzählt, sind unterschiedlich, haben aber alle eins gemeinsam: eine große Schuld, die jemand auf sich geladen hat, und damit einhergehende Schuldgefühle. Da auch Helen ein Geheimnis hat, das sie seit 20 Jahren niederdrückt und sie nicht am Leben teilhaben lässt, ist auch sie bald in den Fängen von Melmoth, die sie verfolgt und in den Schatten lauert.

Am Ende sagt das Buch, dass man seine Schuld annehmen muss und es keinen Grund gibt, die ausgestreckte Hand Melmoth‘ zu nehmen. Das hat mir sehr gefallen.

Eine Geschichte über Schuld und Schuldgefühle, die gut geschrieben ist und mich gespannt machte auf die vielen kleinen Geschichten, die nebenher in das Buch einfließen. Gut!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Sarah Perry

Sarah Perry - Autor
© Jamie Drew

Sarah Perry wurde 1979 in Essex geboren und lebt heute in Norwich. Ihr Roman Die Schlange von Essex war einer der größten Überraschungserfolge der letzten Jahre in England. Ausgezeichnet als Buch des Jahres 2016 der Buchhandelskette Waterstones, Gewinner des britischen Buchpreises 2017 für den besten Roman sowie für das beste Buch insgesamt. Der Roman war nominiert für den Costa Novel Award, den Dylan Thomas Prize, den Walter Scott, den Baileys und den …

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