Schund und Sühne
 - Anna Basener - PB

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

18,00

inkl. MwSt.

Eichborn
Paperback
Sonstige Belletristik
240 Seiten
ISBN: 978-3-8479-0653-7
Ersterscheinung: 31.01.2019

Schund und Sühne

(27)

Ein schwuler Prinz, der für Nachkommen sorgen muss, eine depressive Fürstin, die nicht an Depressionen glaubt, ein Rosenkavalier, der die Welt retten will, eine Prinzessin mit gebrochenem Herzen und Jagdgewehr. Und mittendrin eine junge Groschenromanautorin, die eigentlich aufhören will mit Schund und Kitsch, aber ausgerechnet dafür das Literaturstipendium auf Schloss Rosenbrunn bekommt.
Für vier von ihnen brechen herrliche Zeiten an. Der Fünfte wird diesen Herbst nicht überleben.

Ein Roman wie eine Gesellschaftsjagd: Leben de luxe, Lachen de luxe – Leiden de luxe

„Ein rotzfrecher, lustiger Roman über zwei saustarke Frauen.“
(COSMOPOLITAN über ALS DIE OMMA DEN HUREN NOCH TAUBENSUPPE KOCHTE)

Rezensionen aus der Lesejury (27)

ErleseneSeiten ErleseneSeiten

Veröffentlicht am 20.02.2019

Ein höfisches Lustspiel

Ein Märchenschloss und eine bedeutende Adelsfamilie, bei der es alles andere als märchenhaft zugeht.

Einblicke hinter die Fassade der höfischen Etikette, glamouröser Feierlichkeiten, Wohltätigkeiten und ... …mehr

Ein Märchenschloss und eine bedeutende Adelsfamilie, bei der es alles andere als märchenhaft zugeht.

Einblicke hinter die Fassade der höfischen Etikette, glamouröser Feierlichkeiten, Wohltätigkeiten und sogar unter die schicke Kopfbedeckung so mancher Adeligen, das ist es, was Anna Basener uns in ihrem Werk beschert. Hinter dem gepflegten und polierten Image der Familie Schell von Ohlen verbergen sich tiefe Abgründe. Die Prinzessin hat ihren Prinzen nicht bekommen. Ihr Bruder soll die Blutlinie fortführen, indem er seiner wichtigsten Aufgabe nachkommt und viele Nachkommen zeugt. Dem steht jedoch seine Homosexualität im Weg, von der die Familie nichts wissen darf. Die Fürstin selbst leidet sehr unter ihren Depressionen.

In diese Familienkonstellation kommen noch zwei ‚Bürgerliche‘ hinein. Moritz, der eine Rosenart speziell für die Prinzessin gezüchtet hat. Er möchte sich am liebsten selbstständig machen und mit Nachhaltigkeit und Ökostrom die Zukunft und sich selbst retten. Und die Autorin Kat, die mit Groschenromanen ihr Geld verdient. Ihre Schreibtätigkeit ist bloßes Handwerk, nach strikten Regeln, ohne Nachhaltigkeit.

Dass es zwischen diesen Charakteren zu ordentlichen Irrungen und Wirrungen kommt, ist vorprogrammiert. Sowohl Handlung als auch Dialoge lassen einen dann und wann an das Reality-Fernsehen im RTL denken. Rasch aufeinander folgende Schlagabtausche, bei denen offenbar der erstbeste Gedanke sofort verbalisiert wurde. Besonders angenehm zu lesen, war der Text daher nicht, ist aber im Endeffekt Geschmackssache.

Die Figuren folgen dem Typus des Antihelden. Allerdings wirken sie durch ihre Schwächen derart unsympathisch, dass es einem schwerfällt, sich in die Handlung einzufühlen. Sie streben alle nach ihrem persönlichen Glück, aber trotzdem konnte ich keinen Zugang finden. Sehr gefallen hat mir die possenhafte Darstellung des deutschen Adels und das Aufräumen mit dem Klischee des Groschenromans. Es ist eben nicht alles glitzer, funkel, wunderbar. Vermutlich ist Anna Basener auf diese Art eine ziemlich gute Abbildung der Realität gelungen. Wer weiß das schon so genau? „Schund und Sühne“ ist, denke ich, perfektes Material für ein Bühnenstück. Die flotten Dialoge und die skurrilen Figuren würden auf einer Bühne besser ihre Wirkung entfalten.

Vielen Dank an den Verlag und an Anna Basener für das signierte Buch!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Lesemietze Lesemietze

Veröffentlicht am 17.02.2019

Konnte mich nicht überzeugen

Ich war gespannt was mich erwartet, denn das Buch Als die Oma den Huren noch Taubensuppe kochte hatte mich damals begeistert.
Leider läßt mich Schund und Sühne etwas rastlos zurück. Ich glaub hier ist ... …mehr

Ich war gespannt was mich erwartet, denn das Buch Als die Oma den Huren noch Taubensuppe kochte hatte mich damals begeistert.
Leider läßt mich Schund und Sühne etwas rastlos zurück. Ich glaub hier ist mir der Sinn der Geschichte nicht so ganz klar geworden. Ich habe mich auch nicht wirklich unterhalten gefühlt. Irgendwie ist die Geschichte nur so an mir vorbei geplätschert.
Man begleitet Kat, eine Groschenroman Autorin, auf ein Schloss, zu einem schwulen Prinzen, der noch nicht sein Coming Out hatte. Eine Prinzessin, die die Jagd liebt. Und ein völlig verkorkstes Adelshaus.
An den Protagonisten kann ich nicht viel aussetzen, da ein wenig die Tiefe hier gefehlt hat. So seicht die Geschichte erscheint, so hat sie stellenweise doch stark ausgeprägte Szenen. Das ausweiden eines Hirsch oder gewisse Eskapaden. Dadurch wusste ich aber noch weniger mit allen anzufangen.
Manchen wird die Geschichte gefallen, ich wusste nichts mit anzufangen. Vielleicht kann man sich so einen Groschenroman vorstellen? Ich weiss es nicht, da ich noch keinen las.
Der Schreibstil war flüssig nur hatte ich oft das Gefühl das Gespräche oft in eine Sackgasse endeten und man zu anderen Protagonisten wechselt.
Die Geschichte ist zwar kein Schund für mich aber ein wirkliches Lesevergnügen war es auch nicht. Vielleicht beim nächsten Mal wieder.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

ejtnaj ejtnaj

Veröffentlicht am 16.02.2019

Ein Adelsroman der etwas anderen Art

Kat ist Groschenromanautorin und kommt durch Zufall zu der Ehre das Literaturstipendium auf Schloss Rosenbrunn zu erhalten.
Hinter den Kulissen ist alles anders wie es scheint, die Fürstin leidet unter ... …mehr

Kat ist Groschenromanautorin und kommt durch Zufall zu der Ehre das Literaturstipendium auf Schloss Rosenbrunn zu erhalten.
Hinter den Kulissen ist alles anders wie es scheint, die Fürstin leidet unter Schwermut, die Prinzessin hat Liebeskummer und der Prinz ist schwul.
Für Kat brechen einige Ereignisreiche Wochen an mit denen sie so überhaupt nicht gerechnet hat und an deren Ende nichts mehr ist wie es war.

Ich bin ja eigentlich nicht so der große Freund von Komödien, aber mich hatte der Klappentext einfach nur neugierig gemacht und so habe ich auf den richtigen Moment gewartet um mit dem lesen zu beginnen.
Bevor man mit dem Lesen beginnt sollte einem schon klar sein, dass hier wirklich vieles wenn nicht alles mehr als nur etwas überspitzt dargestellt wird. Aber alles war so erzählt, dass man gut darüber schmunzeln konnte.
Mir ist der Einstieg ins Buch recht leicht gefallen und auch wenn ich zu Beginn noch nicht so ganz verstanden habe wie alles zusammenhängt ergab dann alles je weiter ich kam eine rundes Bild für mich.
Kat war mir allerdings lange Zeit mehr als unsympathisch und auch zum Ende hin kann ich nicht sagen wir wären Freunde geworden und ich denke deshalb habe ich mich auch insgesamt etwas schwer getan beim Lesen.
Da ja die Autorin früher Groschenromane oder wie es im schwäbischen heißt Romanheftle geschrieben hat und sich somit in diesem Genre auskennt, empfand ich es als gut das es auch die obligatorischen Sternchen bei einem Absatz gab wie eben in diesen Heftchen.
Dem Handlungsverlauf an sich konnte man jederzeit sehr gut folgen und auch die getroffenen Entscheidungen konnte man während des Lesens gut nachvollziehen.
Da fast alles auf Schloss Rosenbrunn spielt konnte man sich die Handlungsorte anhand der Beschreibungen recht gut vor dem inneren Auge entstehen lassen.
Man konnte sich auch die Figuren des Romans während des Lesens sehr gut vorstellen.
Alles in allem ein Roman der perfekt für einen verregneten Sonntag oder den Strandkorb ist da er einen gut unterhält beim Lesen.
Nach etwas längerer Überlegungszeit habe ich mich entschlossen vier Sterne zu vergeben da mir noch irgendwas gefehlt hat um die Komödie völlig rund zu machen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Josia-Jourdan Josia-Jourdan

Veröffentlicht am 10.02.2019

Ganz nett, mehr leider auch nicht

Also die Story hat eine spezielle Ausgangssituation. Die Protagonistin Kat ist Groschenromanautorin und kriegt ein Stipendium um auf einem Schloss zu schreiben. Nicht irgendeinem Schloss sondern dem der ... …mehr

Also die Story hat eine spezielle Ausgangssituation. Die Protagonistin Kat ist Groschenromanautorin und kriegt ein Stipendium um auf einem Schloss zu schreiben. Nicht irgendeinem Schloss sondern dem der Familie Schell. Während sie auf diesem Schloss ist lernt sie die Familie besser kennen und wir als Leser ebenfalls. Und ja, was soll ich sagen. Eine ganz schön spezielle Truppe. Prinzessin Seph ist die Tochter und ihr Leben dreht sich darum über ihren Exfreund hinwegzukommen, zu jagen, auf Hochzeiten Brautsträusse zu fangen und…. Nun ja ihr Leben ist langweilig. Genauso wie das ihrer ganzen Familie. Zumindest scheint es so. Wir begleiten die Charaktere über einige Wochen, wir kriegen Liebeleien, persönliche Dramen und Schlossleben mit. Jeder einzelner Charakter versucht Glücklich zu werden.

Anna Basener behält ihren Humor bei, auch wenn er bisschen anders ist. Denn sie spielt zwar wieder viel mit Klischees jedoch ganz anderen. Für mich hat es trotzdem gepasst, ich hab nicht ganz so viel gelacht, was meiner Meinung nach aber viel mehr an der der Handlung lag. Denn ja die Handlung, die war irgendwie schwach. Denn es gab keine. Es war mehr ein «Ausschnitt aus dem seltsamen Leben mehrerer Personen auf einem Adelsschloss, einer Adelsfamilie, die keine mehr ist». Kein wirklicher roter Faden, bisschen Lovestory, Sex, Blut und Drama. Das war für mich schon bisschen enttäuschend. Die Charaktere dagegen gefielen mir wieder ziemlich gut. So verrückte, aussergewöhnliche, teilweise auch unsympathische, unnaubare Personen, welche alle eigentlich nur ihr Glück suchen. Das gefiel mir gut.

Fazit

Von Anna Baseners zweitem Roman habe ich mir viel erwartet. Es fehlt eine wirkliche Geschichte und das ist für mich auch der einzige Grund, weshalb ich nicht ganz warm geworden bin mit dem Buch. Denn ich habe es zwar gerne gelesen, Anna Basener schreibt toll, die Charaktere sind speziell, gefielen mir aber gut. Die Thematik mit den Adligen, dem eigenen Glück, Arbeit und Privatleben ist eigentlich ganz schön. Ich hab das Buch gerne gelesen, gross darüber reden würde ich jedoch nicht und nochmals lesen auch eher nicht. So vergebe ich 3 von 5 Sterne.

Ich bedanke mich beim Eichborn-Verlag für mein Exemplar!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Paula Paula

Veröffentlicht am 09.02.2019

Eine tolle Geschichte für zwischendurch.

Das war mein erstes Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Darauf aufmerksam bin ich durch das Cover und den Titel geworden. Auch der Klappentext hat mich sehr angesporchen, er verspricht eine witzige ... …mehr

Das war mein erstes Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Darauf aufmerksam bin ich durch das Cover und den Titel geworden. Auch der Klappentext hat mich sehr angesporchen, er verspricht eine witzige Geschichte, die sich haupsächlich mit dem Adel befasst.

Am Schreibstil merkt man, dass Anna Basner früher, wie auch die Protoganistin Kat, Groschenromane geschrieben hat.
Es gibt keine größeren Ausführungen und alles ist sehr kurz und bündig gehalten.

Die fünf Hauptcharaktere könnten verschiedener nicht sein, jeder ist auf seine Art eigenartig, aber auch sehr liebenswürdig.
Kat versteht sich mit allem auf dem Schloss gut und kommt hinter ein paar prisante Geheimnise, die besser nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollten.

In dieser Geschichte wird der Adel, und alles was sich dafür hält, oft hochgenommen. Beim lesen gibt es viel zu lachen, aber auch ein paar weniger witzige Stellen, die der Geschichte das gewisse Etwas geben.

Das Buch ist ein netter Zeitverteib, es lässt sich locker und flüssig lesen ohne das man allzu viel mitdenken muss. Eine tolle Geschichte für zwischendurch.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Anna Basener

Anna Basener - Autor
© Jens Oellermann

Anna Basener hat ihr Studium in Hildesheim mit Romanheften finanziert. Sie hat Dutzende Fürstenheftchen geschrieben und war laut ZEIT die »erfolgreichste deutsche Groschenromanautorin«. Sie ist die Adelsexpertin der Podcast-Welt und Moderatorin der GALA Royals. Ihr Debütroman ALS DIE OMMA MIT DEN HUREN NOCH TAUBENSUPPE KOCHTE gewann den Putlitzer Preis, ist im Schauspiel Dortmund auf der Bühne zu sehen und wird fürs Kino verfilmt.

Mehr erfahren
Alle Verlage